IM WESTEN NICHTS NEUES mit Gruß an die Eltern

November 7, 2015
Lichtgeschwindigkeit 6019

Vom Sonntag, 8. November 2015

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Heute nehme ich Gelegenheit auf das gute Buch von Erich Maria Remarque hinzuweisen und meinen Eltern Dank auszusprechen, die dieses Buch schon kannten, als ich noch nicht auf diese Welt gekommen war, wo ich noch heute verweile, Bilder male, studiere, schreibe und Abonnements auf Lebenszeit verkaufe:

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Blätter Neue Sinnlichkeit

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zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

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dazu hier eine eindrucksvolle Stelle aus KAPITEL 4:

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Im Westen nichts Neues … erschien im Jahr 1928 und handelt in einer Soldatenszenerie des Ersten Weltkriegs:

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Er trollt sich. Es wird stiller, doch das

Schreien hört nicht auf. „Was ist los, Albert?“ frage

ich.

Drüben haben ein paar Kolonnen Volltreffer ge-

kriegt.“

Das Schreien dauert an. Es sind keine Menschen, sie

können nicht so furchbar schreien.

Kat sagt: „Verwundete Pferde.“

Ich habe noch nie Pferde schreien gehört und kann es

kaum glauben. Es ist der Jammer der Welt, es ist die

gemarterte Kreatur, ein wilder, grauenvoller Schmerz,

der da stöhnt. Wir sind bleich. Detering richtet sich

auf. „Schinder, Schinder! Schießt sie doch ab!“

Er ist Landwirt und mit Pferden vertraut. Es geht ihm

nahe. Und als wäre es Absicht, schweigt das Feuer jetzt

beinahe. Um so deutlicher wird das Schreien der Tiere.

Man weiß nicht mehr, woher es kommt in dieser jetzt

so stillen, silbernen Landschaft, es ist unsichtbar,

geisterhaft, überall, zwischen Himmel und Erde, es

schwillt unermeßlich an – Detering wird wütend und

brüllt: „Erschießt sie, erschießt sie doch, verflucht noch

mal!“

Sie müssen doch erst die Leute holen“, sagt Kat.

Wir stehen auf und suchen, wo die Stelle ist. Wenn

man die Tiere erblickt, wird es besser auszuhalten sein.

Meyer hat ein Glas bei sich. Wir sehen eine dunkle

Gruppe, Sanitäter mit Tragbahren und schwarze, größere

Klumpen, die sich bewegen. Das sind die verwundeten

Pferde. Aber nicht alle. Einige galoppieren weiter

entfernt, brechen nieder und rennen weiter: Einem ist

der Bauch aufgerissen, die Gedärme hängen lang heraus.

Es verwickelt sich darin und stürzt, doch es steht

wieder auf.

Detering reißt das Gewehr hoch und zielt. Kat schlägt

es in die Luft. „Bist du verrückt?“

Detering zittert und wirft sein Gewehr auf die Erde.

Wir setzen uns hin und halten uns die Ohren zu. Aber

dieses entsetzliche Klagen und Stöhnen und Jammern

schlägt durch, es schlägt überall durch.

Wir können alle etwas vertragen. Hier aber bricht uns

der Schweiß aus. Man möchte aufstehen und fortlaufen,

ganz gleich wohin, nur um das Schreien nicht mehr zu

hören. Dabei sind es doch keine Menschen, sondern

nur Pferde.

Von dem dunklen Knäuel lösen sich wieder Tragbahren.

Dann knallen einzelne Schüsse. Die Klumpen zucken

und werden flacher. Endlich! Aber es ist noch nicht

zu Ende. Die Leute kommen nicht an die verwundeten

Tiere heran, die in ihrer Angst flüchten, allen Schmerz

in den weit aufgerissenen Mäulern. Eine der Gestalten

geht aufs Knie, ein Schuß – ein Pferd bricht nieder,

noch eins. Das letzte stemmt sich auf die Vorderbeine

und dreht sich im Kreise wie ein Karussell, sitzend

dreht es sich auf den hochgestemmten Vordernbeinen

im Kreise, wahrscheinlich ist der Rücken zerschmettert.

Der Soldat rennt hin und schießt es nieder. Langsam,

demütig rutscht es zu Boden.

Wir nehmen die Hände von den Ohren. Das Schreien

ist verstummt. Nur ein langgezogener, ersterbender

Seufzer hängt noch in der Luft. Dann sind wieder nur

die Raketen, das Granatensingen und die Sterne da –

und das ist fast sonderbar.

Detering geht und flucht: „Möchte wissen was die für

Schuld haben.“ Er kommt nachher noch einmal heran.

Seine Stimme ist erregt, sie klingt beinahe feierlich, als

er sagt: „Das sage ich Euch, es ist die allergrößte

Gemeinheit, daß Tiere im Krieg sind.“

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Dietmar Moews meint: Mit großer Kunst hat man es leicht.

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Mit dem neuen Bild zu ZUGINSFELD kommen die geschundenen Kreaturen ins Spiel.

 

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Dietmar Moews malt ZUGINSFELD zur Ächtung des Krieges und der Gesellschaft, die den Krieg hervorbringt, Öl auf Leinwand

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OTTO NEBEL, der Malerdichter von ZUGINSFELD, hatte es nicht so sehr mit den Pferden.

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Mein Großvater, Hugo Möws, zweifacher Weltkriegssoldat, war Pferdehändler, besaß sogar ein erfolgreiches Trabrennpferd Namens „GOLDLACK“ in Berlin-Hoppegarten beim Trainer und in Rennen. Er besorgte von Köslin / Hinterpommern, dem Heimatort meines Vaters, Zweijährige fürs Militär.

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Ich möchte mit diesem Vorschlag zum Lesen anregen:

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ERICH MARIA REMARQUE: „Im Westen nichts Neues“ – es ist ein sensationelles Buch und kann dazu einstimmen, den Notflüchtlingen, die jetzt nach Deutschland kommen, Menschlichkeit und Gastfreundschaft entgegenzubringen – ich will Nichts von Gesetz und Angst hören – NOT ist NOT.