LÜGENPRESSE hyped sich selbst: JÜRGEN KAUBE gegen GÖTZ ALY im Deutschlandfunk

Dezember 13, 2015
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Vom Sonntag, 13. Dezember 2015

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Das krumme Holz der Menschheit“ – daraus wird nichts Gerades.

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Während also ein deutscher Historiker seine Prominenz gebraucht, um Rassismus-Vorurteile abzugeben und dadurch salonfähig zu machen, teilen sich unsere Erwerbspublizisten den Braten, sich gegenseitig als LÜGENPRESSE zu kennzeichnen, dabei aber auf die niedliche Bezeichnung „Der kleine Prinz“ zu verfallen.

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Hier geht es um Lügenpresse und nicht um Jürgen Kaube und Goetz Aly – dazu auch der Beitrag hier im Blog:

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Juden-Rassismushetze von Götz Aly macht Facebook-Zuckerberg zum Blutjuden

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Es sollten doch die namentlich mächtigen JÜRGEN KAUBE und Co. zeigen, wie sie selbst fortwährend den ANTISEMITISMUS-Stempel und den LÜGENPRESSE-Nazi-Stempel verteilen – so die FAZ im Jahre 2012 mit Marie Katherina Wagner und Harald Staun. Ähnlich diffamierend und ohne Stringenz auch jetzt am 11. Dezember 2015 mit Christoph Hein und Jan Grossarth in FAZ, Seite 18:

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„Im Kosmos der Schokolade … Hier lassen sich aufgrund der fragileren sozialen Verhältnisse die  neuen Konzepte der Schokoladenindustrie schwieriger umsetzen, die die grün angehauchten Mütter verlangen, wenn sie ihren Kleinen einen Schokoweihnachtsmann kaufen …“

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Dabei geht’s der FAZ und ihren Autoren Hein und Grossarth vordergründig um „grün angehauchte Mütter“? – wirklich wird hier der Gewaltzug von Mars und Co. auf die genmanipulierte industrielle Kakaoproduktion vertuscht. Im gesamten Text von Hein / Grossarth wird der Gen-Patent-Kakao nicht offen deutlich ausgesprochen.

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Antisemitismus-Forscher Alphons Silbermann und Dietmar Moews

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Verdächtigungs-Sprachtechnik der LÜGENPRESSE nennt Dietmar Moews das. Und dazu nun der DLF-Kommentar von Tobias Wenzel heute, wie schön:

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„“Al-amīr al-ṣaġīr qalib“ heißt übrigens nicht „Tötet alle Ungläubigen!“, sondern „Der kleine Prinz schlägt Purzelbäume“. (picture alliance / dpa / Nake Batev)

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Ob Henryk M. Broder in der „Welt“ oder Regisseur Alvis Hermanis, den der „Spiegel“ wiedergibt – immer wieder werden muslimische Flüchtlinge unter Generalverdacht gestellt. Unter Antisemitismus-Verdacht wiederum stellte Historiker Götz Aly zwei Zuckerberg-Kritiker in der „Berliner Zeitung“.

Man müsse, wenn sie noch ganz jung und klein seien, die guten von den schlechten Pflanzen unterscheiden, das, was einmal eine gute Rose werde, von dem, was zu einem schlechten Affenbrotbaum heranwachse. Der könne nämlich so groß werden, dass er einen winzigen Planeten unbewohnbar mache. Deshalb brauche der Planet diese mühsame Morgentoilette. So heißt es sinngemäß im „Kleinen Prinzen“ von Antoine de Saint-Exupéry. Die Verfilmung dazu läuft seit dieser Woche in den deutschen Kinos. Großes Thema in den Feuilletons war sie aber nicht. Dabei hätte man so viel vom „Kleinen Prinzen“ lernen können. Vor allem dessen Sorgfalt darin, mühsame, aber wichtige Unterscheidungen zu treffen.

Diese Sorgfalt würde man eigentlich dem Historiker Götz Aly ohne weiteres zugestehen. Eigentlich. Jürgen Kaube sprach sie ihm in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG aber ab.

„Wie kann einem denkenden Menschen wie Ihnen, Herr Aly, die Absurdität dieser Schlussfolgerung entgehen?“

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Schrieb Kaube in seinem offenen Brief an Aly. Der hatte wiederum in der BERLINER ZEITUNG über antisemitische Klischees geschrieben und, wenn auch vielleicht nicht justiziabel behauptet, so doch zumindest tollkühn suggeriert, einige Blogger und Journalisten, darunter Sascha Lobo, Kolumnist von „Spiegel online“, Dietmar Moews, empirischer Soziologe und Künstlergelehrter, und Michael Hanfeld, Medienexperte der FAZ, seien „moderne Antisemiten“. Götz Aly hat das daran festgemacht, wie, zum Beispiel mit dem Wort „verlogen“, die beiden Mark Zuckerberg, den Facebook-Gründer, für dessen angekündigte Milliardenspende kritisiert hatten.

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Nun ist Aly zwar kein renommierter Antisemitismusforscher, aber Hitlerei-Kritik-Publizist. Aber kann der sich nicht auch verrennen und vor lauter Antisemitismusforschung selbst dort Antisemiten sehen, wo gar keine sind?

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Jürgen Kaube sprach in der FAZ gar von „Rufmord“ an seinem Kollegen Michael Hanfeld und nahm ihn vehement gegen den Antisemitismus-Vorwurf in Schutz. Hanfeld habe nur Zuckerbergs angekündigte Spende (in Form eines offenen Briefes an dessen gerade geborene Tochter) als unaufrichtige Werbeaktion kritisiert. Damit habe Zuckerberg unter anderem davon ablenken wollen, dass er „gegen den Datenschutz“ Lobbyismus betreibe und „in Europa zwar Geschäfte“ mache, „aber kaum Steuern“ zahle.

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Die Kritik Hanfelds sei aber nur eine Kritik in der Sache und gar nicht antisemitisch motiviert gewesen.

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„Wollen Sie uns ernsthaft sagen, dass ein und dieselbe Kritik, wenn sie an einem protestantischen Internet-Tycoon geübt wird, ihren Charakter ändert, wenn sie Mark Zuckerberg betrifft?“,

fragte Kaube in seinem offenen Brief an Götz Aly.

„Wie kann einem Historiker des Nationalsozialismus entgehen, welcher Logik dieser Kurzschluss den Verstand opfert?“

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Henryk M. Broder, indes, kritisiert die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus – bezeichnet sich aber selbst als Clown, der dafür Steuern zahlt.

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Seinen Verstand geopfert hat Henryk M. Broder unter anderem, als er 2012 Jakob Augstein wegen dessen israelkritischen Kolumnen einfach mal einen „lupenreinen Antisemiten“ nannte. Nun hat Broder in der WELT über eine Unterscheidung geschrieben, die ihm lästig zu sein scheint:

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„Eine […] Form der Verdrängung durch Verharmlosung ist die politisch korrekte Unterscheidung zwischen dem Islam und dem Islamismus. Als ob es das eine ohne das andere geben könnte“,

schrieb er. Nur was wäre, wenn man diese Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus nicht mehr träfe? fragte man sich da. Wenn man also die große Mehrheit der friedlichen Muslime dafür bestrafte oder ausgrenzte, was andere im Namen des Islam zerstören? Wäre das dann nicht schlicht und einfach Rassismus?

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„Ist der lettische Regisseur Alvis Hermanis […] ein Rassist und verkappter Rechtsradikaler?“,

fragte zu Wochenbeginn Till Briegleb in der SÜDDEUTSCHE ZEITUNG. Der Leser des Artikels musste zu dem Schluss kommen: ja. Hermanis hatte eine geplante Inszenierung am Hamburger Thalia Theater mit der Begründung abgesagt, es habe sich zu einem „Refugees-Welcome-Zentrum“entwickelt. Da wolle er nicht mitmachen, schrieb der Regisseur in einem Brief. Thalia-Intendant Joachim Lux zitierte in indirekter Rede aus E-Mails, die er von Hermanis bekommen hatte, was nun der SPIEGEL wiedergibt:

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„Die deutsche Begeisterung, die Grenzen für Flüchtlinge zu öffnen, sei extrem gefährlich für ganz Europa, weil unter ihnen Terroristen seien. Und niemand könne die Guten von den Schlechten trennen. […] Zwar seien nicht alle Flüchtlinge Terroristen, aber alle Terroristen seien Flüchtlinge oder deren Kinder.“

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Eine Aussage, die doch sehr an Henryk M. Broders Kritik an der Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus erinnert. Muslime und Flüchtlinge unter Generalverdacht.

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„Ein Flüchtling ist er selbst einmal gewesen, damals, Ende der 80er-Jahre, als er in New York um politisches Asyl bat, weil er nicht zum sowjetischen Militärdienst wollte“,

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schrieb Katrin Bettina Müller in der TAZ über den lettischen Regisseur Hermanis. „Darum erschüttert seine Entscheidung. „Und Jan Küveler nannte in der WELT Hermanis‘ Brief „ein Dokument der Paranoia, zu dem sich selbst hartgesottene Pegida-Anhänger nur mit Mühe durchringen dürften“.

Aber auch die sind zu einigem fähig. Unter anderem haben sie mit ihrem Hass dafür gesorgt, dass ausländische Wissenschaftler Angst davor haben, in Dresden, zum Beispiel beim dortigen Max-Planck-Institut, einen Job anzunehmen. Darüber berichtete Mona Jaeger in der FAZ.

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Und die Sachsen-Korrespondentin von Deutschlandradio, Nadine Lindner, erzählte in der TAZ über ihre Erfahrungen bei den Dresdner Pegida-Demonstrationen:

„[…] auch mir hat man schon hinterhergespuckt, mich durch die Menge verfolgt und nachgesagt, ich arbeite für einen Lügen- und Koranschulen-Sender“.

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Koranschulen-Sender! Würde das nicht heißen, dass die Deutschlandradio-Mitarbeiter Arabisch sprechen? Also auch ich?

Al-amīr al-ṣaġīr qalib.

Nein, das heißt jetzt nicht: „Tötet alle Ungläubigen!“ Sondern: „Der kleine Prinz schlägt Purzelbäume.“ “ Vorstehend ist der Schluss des DLF-Kommentars von Tobias Wenzel.

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Dietmar Moews widerspricht der Bewertung des DLF-Autors Wenzel, dass „GÖTZ ALY ein renommierter Antisemitismusforscher ist“. Denn es gibt keinerlei Leistungen qualitativer empirischer Sozialforschung von Götz Aly. Seine Sekundär-Karteikasten-Suche über Semantik-Spiele zum Dritten Reich und dem deutschen Nationalsozialismus bringt wenig moralische Erhebung über all die anderen Rassisten – immerhin die erneute Bestätigungen dass und wie die deutschen Massenmörder waren und die Hitlerei bis zum Ende, mit allen Konsequenzen, mittrugen.

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Interessant wäre hierzu eine analytisch angewandte Hypothese der „LÜGENPRESSE“ mit sich selbst – oder hat sich da mal jemand rufmörderisch verrannt?

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Und hier können Sie Tobias Wenzel in der DLF-Mediathek NACHHÖREN:

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http://www.deutschlandradiokultur.de/aus-den-feuilletons-al-amir-al-kagir-qalib.1059.de.html?dram:article_id=339655

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Hacker und Künstler: Eine Freundin emailt – Doktor Winterlatt antwortet

Mai 7, 2014

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vom 7. Mai 2014

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Gruß

Was meinen Sie, sind nicht die Künste immer mit der Zeit gegangen und haben die neuesten Werktechniken und verfügbaren Technologien für Kunstproduktion verwendet? Sind heute Hacker und Künstler in der Kunst die interessanten Positionen?

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Hacker schreiben Programmcode und Hacker schreiben Programmcode um.
Programmcode gestaltet und beeinflusst immer stärker unsere Realität und wer Programmcode umschreibt, erschafft eine andere Wirklichkeit.

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Gestaltung von Wirklichkeit war lange die Domäne von Schriftstellern und Künstlern. Heute tritt der Hacker hinzu und verschmilzt mit dem Bild des Künstlers: Der Hacker wird zum Künstler und der Künstler zum Hacker. Der Hack erschöpft sich nicht im Schreiben von genialer Software, der künstlerische Hack erstreckt sich ebenso auf Symbole, Geräte und (soziale) Medien.
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Software-Architekturen sind immer, „politisch und ästhetisch codierte Schriften“. Der Kampf um die Zeichen und Symbole fängt erst an: Wirklichkeit wird künstlerisch recodiert.

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Antwort

Jedes Gewerk hat seine Niederungen und seine Spitzen bis rauf zu Genieleistungen. Das kann in der Genieleistung stets nur unter Entfaltung auch von Künstlerfähigkeiten gelingen, dazu gehören nicht nur Wissen, Können – ausdrücklich handwerkliches Können und Materialverarbeitungserfahrung, Dynamik, Inspiration, Fleiß, Finanzgenie usw.

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Kurz: Jeder herausragende Hacker ist auch Künstler.

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Noch kürzer: Ich kenne keinen Künstler, der als Hacker irgendwelche Werke zustande bringt, wenn er nicht zuerst alle Hackerkenntnisse auf die Reihe bringt.

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Sogenannte Künstler, die an Soft-und Hardware herumfummeln, ohne die Kenntnisse, nur von künstlerischem Wollen herkommend, sind öde und überflüssig.

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Kein Hacker und kein Kunstkritiker estimiert Hardware-Gadgets, wenn diese nur äußerliches Herumgemache zeigen, aber nichts von IT oder Virtualität haben oder davon ahnen lassen.

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Wieso sollte jemand auf der Re:publica einem Referenten zuhören, der nichts kann? bereits Sascha Lobo ist doch nervend, weil er kein Soziologe ist, sondern sich nur als Überschriften-Geber aufspielt: Was ist denn eine NSA-Attacke? was ist ein NSA-Anschlag? was wäre, wenn wir eine Gestapo mit NSA-Technik bekämen?

Kuckuck