KUNST Kuratoren – die neuen Sündenböcke?

März 10, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9007

am Montag, den 11. März 2019

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DLF am 9. März 2019, von Jörg Heiser

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„Museen und Kunstinstitutionen – Kuratoren – die neuen Sündenböcke?

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Kuratorinnen und Kuratoren haben einen schweren Stand. Die öffentliche Debatte über sogenannte Kuratorenkunst nimmt an Schärfe zu. Zu Recht oder zu Unrecht, fragt Jörg Heiser. Was verraten diese Diskussionen über die gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklung?“

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Kuratoren-Satire „The Square“

Im Mai 2017 gewann der schwedische Regisseur Ruben Östlund die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes. Sein Film „The Square“ ist eine beißende Satire über den Direktor eines Museums für zeitgenössische Kunst. Als er in die Kinos kam, spaltete sich der Kulturbetrieb augenblicklich in zwei Lager: Auf der einen Seite jene, die den Film liebten, weil er vorführt, wie die musealen Institutionen um Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit werben – mittlerweile verzweifelt bis an den Rand der Lächerlichkeit.

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Auf der anderen Seite die, die ihn hassten, weil Östlunds Satire dafür die Klischees prätentiöser Konzept- und Aktionskunst bemüht: hier eine Installation mit Staubhäufchen am Boden, die wie Kronjuwelen geschützt werden; oder dort der Performance-Künstler, der sich im Wortsinn wie ein Affe aufführt und beim Gala‑Dinner brutal wird.

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Aber unabhängig von den Qualitäten oder Defiziten des Films: „The Square“ schien vor allem den richtigen Riecher des Regisseurs zu beweisen. Denn kaum lief der Film über einen Museumsdirektor, der sich in heillose Widersprüche manövriert und dabei zum Sündenbock der medialen Öffentlichkeit wird, in den Kinos, ging es in der realen Welt munter so weiter.

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Kuratorenrücktritte, real

Im Herbst 2017 kulminierte alles: In Amsterdam stritt man um Beatrix Ruf, die aufgrund angeblicher Interessenskonflikte ihren Job als Direktorin des berühmten Stedelijk-Museums räumen musste. In Kassel kam nach Ende der Documenta deren künstlerischer Leiter Adam Szymczyk unter Beschuss, weil man ihm und der Geschäftsführerin Annette Kulenkampff kriminelle Veruntreuung von Steuergeldern unterstellte. Und in Berlin kochte der Streit um Chris Dercon an der Volksbühne über, als eine Hausbesetzung mit Polizeipräsenz beendet wurde.

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Nach dem Rücktritt Dercons vom Volksbühne-Job im April 2018 erwischte es im Juni auch Okwui Enwezor, seit 2011 Dercons Nachfolger am Haus der Kunst in München. In den USA gab es ebenfalls reihenweise skandalumwitterte Rücktritte, etwa am MOCA, dem Museum zeitgenössischer Kunst in Los Angeles, wo nach Chefkuratorin Helen Molesworth gleich auch noch derjenige gehen musste, der sie gerade erst gefeuert hatte: Museumsdirektor Philippe Vergne. In Deutschland war zuletzt Ralf Beil, dem Direktor des Kunstmuseums Wolfsburg, der Stuhl vor die Tür gesetzt worden – von Dieselskandal-geplagten Volkswagen‑Vorständen, denen es vielleicht nicht schmeckte, dass Beil eine kritische Ausstellung zum Thema Erdöl plante.

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Was ist los in der Kuratorenwelt?

Kuratorin oder Kurator zu werden war einmal für viele in der Kunst ein Traumziel, so viel steht fest. Aber in letzter Zeit sind diejenigen, die den Beruf an exponierter Stelle ausüben, zunehmend zur Zielscheibe von Hass und Häme geworden. Man könnte fast meinen, der Sessel eines Museumsdirektors wäre inzwischen – ähnlich wie bei Fußballtrainern – zum Schleudersitz geworden.

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Bei Beatrix Ruf war es eine zu große Nähe zum Geld reicher Sammler; bei dem Documenta-Leiter Adam Szymczyk ein Millionendefizit oder bei Chris Dercon der angebliche Komplett-Ausverkauf einer Theater-Institution. Was auch immer die Genannten getan haben mögen, um Kritik oder Empörung auszulösen; ob sie nun tatsächlich ethische oder soziale Grenzen überschritten hatten, nicht integer waren oder verantwortungslos in Budgetfragen. Was auch immer sie also getan hatten, das ihre Demissionierung gerechtfertigt hätte – die Schärfe, das Giftige, die Art, wie die Debatten über ihre Arbeit in den Sozialen Medien und oft auch in der Presse geführt wurden, war schon erstaunlich geringschätzend.

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Viele Fragen: Warum sind die Kunst-Kuratoren also zu Sündenböcken für die auf Krawall gebürsteten Sozialen Medien geworden, haben mit ihren Namen für das gepflegte Ressentiment gegen Kunst und ihre institutionellen Repräsentanten herhalten müssen?

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Sind sie vielleicht Sündenböcke für die Fehler, die an ganz anderer Stelle gemacht werden, in der Politik und der Wirtschaft? Wie lässt sich berechtigte Kritik von ungerechtfertigter Diffamierung unterscheiden?

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Erwartungsdruck und Managementkompetenzen

Dass aus dem Traumjob Kuratorin oder Kurator offenbar jene undankbare Aufgabe geworden ist, die einem schnell die Rolle des Sündenbocks einbringt, hat offensichtlich mehr als nur einen Grund. Es gibt die größeren gesellschaftlichen und politischen Spannungen, die sich mutmaßlich an dieser Stelle entladen: also auch das, was einen um die Demokratien bangen lässt – jene Logik der Polarisierung und Vereinfachung, die Populisten an die Macht bringt. Und genau die Logik, welche die Kunst in erster Linie als Verschwendung von Steuergeldern betrachtet.

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Von vornherein lastet ein hoher Erwartungsdruck auf Kuratorinnen und Kuratoren. Man erwartet von ihnen, dass sie fachlich sowohl historisch als auch zeitgenössisch kompetent sind; dass sie ein großes Haus managen; dass sie mit Geld umgehen können und private Sponsoren einwerben; dass sie sich souverän auf dem medialen Parkett bewegen; dass sie Ausstellungs-Blockbuster produzieren und gleichzeitig intellektuelle und ästhetische Entdeckungen machen.

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Und darüber hinaus: dass sie dabei stets integer bleiben und hohen moralischen Ansprüchen genügen. In der Tat haben sich Kuratorinnen und Kuratoren in den letzten Jahren verstärkt für eine größere Repräsentanz von Frauen und von globaler Kunst in den Museen eingesetzt. Viele von ihnen vertreten also grundsätzlich die damit verbundenen emanzipativen oder progressiven Werte; sie müssen zugleich aber Erfolge darlegen, die sich am besten in Geld und Besucherzahlen ausdrücken lassen. Angesichts so hoher, oft widersprüchlicher Anforderungen, sind die Kuratorinnen und Kuratoren also hin und her gerissen zwischen dem Druck, Vermarktbares und Publikumswirksames hervorzubringen – und dem Druck, gleichzeitig politische Kritikfähigkeit und ästhetische Risikobereitschaft zu demonstrieren.

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Drei Phänomene des Kuratierens

Daraus ergeben sich bestimmte kunstimmanente Dynamiken, die nicht zuletzt dem Versuch geschuldet sind, mit dem Erwartungsdruck umzugehen:

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– Erstens, die sogenannte Mega-Ausstellung der letzten Jahre, also riesenhaft dimensionierte Ausstellungen wie die letzte Documenta, die zeitgleich in Kassel und Athen stattfand.

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– Zweitens, die zunehmende Instrumentalisierung von Kunst durch neoliberale Wirtschafts- und Politik-Konzepte, wie das seit Jahrzehnten beispielsweise in den USA vorgelebt wird.

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– Und drittens, das Phänomen einer vor allem am Event und nicht an Werk und Ausstellung orientierten Art des Kuratierens.

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Neben diesen drei Phänomenen – auf die wir noch ausführlicher zu sprechen kommen – gibt es aber auch hausgemachte Gründe dafür, dass Kuratorinnen und Kuratoren scheitern. Denn auch wenn man der These folgt, dass Kuratoren zu Unrecht zu Sündenböcken für alles Mögliche gemacht werden, heißt das nicht, dass der Fehler im Umkehrschluss bei allen zu suchen ist, nur nicht bei der Profession selbst. Es gibt sicher berechtigte Kritik am derzeitigen Berufsbild der Kuratorinnen und Kuratoren. Doch bleiben wir zunächst bei der Sündenbock-Dynamik, die es offenbar so leicht macht, dass alle Schuldzuweisungen in Krisen auf sie geschoben werden. Ein Beispiel:

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Im Juni 2017, als Documenta 14 und Venedig-Biennale gerade eröffnet waren, begann der Kunstkritiker Stefan Heidenreich einen Artikel in der „Zeit“ mit den Worten:

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Kuratieren ist undemokratisch, autoritär und korrupt.“ Kuratoren, hieß es weiter, seien „autokratische Herrscher“.

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Nehmen wir einmal an, Heidenreich habe nur zugespitzt formuliert, um einem berechtigen Anliegen Gehör zu verschaffen. Dann könnte man dies so verstehen: Nun ja, hin und wieder kann es Kuratoren tatsächlich passieren, dass Eitelkeit in Größenwahn umschlägt und die Kuratorentätigkeit einen autoritären Zug bekommt. Aber dann folgert Heidenreich ernsthaft, die Lösung des Kuratorenproblems seien Soziale Medien, in etwa: Dort könne per Mehrheitsentscheidung herausgefunden werden, was in den Museen gezeigt werden soll.

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Mal abgesehen davon, das in den Sozialen Medien, wie wir es längst wissen, Bots und Trolle mitbestimmen  – was ist das für eine unglaublich traurige Vorstellung von Demokratie, über künstlerische Inhalte per Online-Abstimmung entscheiden zu lassen?

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So oder so zeigte der „Zeit“-Artikel von Stefan Heidenreich, dass längst bis weit in ein linkes, bürgerliches Lager hinein die Kuratorentätigkeit gern diskursiv verteufelt wurde. Der Fall Chris Dercon machte das besonders deutlich. Schon als im April 2016 der ehemalige Direktor vom Münchner Haus der Kunst und der Londoner Tate Modern als Nachfolger des Berliner Volksbühnen-Chefs Frank Castorf vorgestellt wurde, hagelte es Kritik.

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In der Tat hatte der damalige Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner sich und seinem Kandidaten einen Bärendienst erwiesen: ein neuer Direktor, der von der Kunst und nicht aus dem Theater kommt – und das ohne Absprache mit der Volksbühne!

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Der Fall Dercon

Ein Teil der künstlerischen und linken Bohème, der Castorf seit jeher bewunderte, schoss sich auf Dercon ein. Er wurde zum absoluten Lieblingsfeind: der Belgier, der fließend Englisch und Deutsch spricht, wie geschaffen als Repräsentant eines angeblich blasierten, kosmopolitischen Kunst-Jetsets, einer neo-liberalen Elite, die nichts lieber will, als die Volksbühne und ihren Kiez – jenes gallische Dorf ostdeutscher, bohemischer Renitenz – zu gentrifizieren und zu zerstören.

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Genau besehen war Berlin-Mitte längst schon durchgentrifiziert, nicht zuletzt auch dank der kulturellen Attraktivität der Volksbühne in den 1990er-Jahren –  alle Flagship-Stores internationaler Modemarken und Hipsterbars mit Mikro-Brauereien waren längst da. Vor diesem Hintergrund mögen die bunten Seidenschals, die Dercon zu tragen pflegt, sicher seine Gegner nur in ihrer Position bestärkt haben. Und auch manche seiner Äußerungen waren ungeschickt und hatten diesen unangenehmen Beigeschmack von Kuratoren-Sprech und Marketing‑Gesülze, ob es nun um mögliche Sponsoren oder die Vorzüge der Interdisziplinarität ging. Doch die Karikatur, die seine Feinde aus Dercon machten, war schlicht unfair, ja sie grenzte an eine Art öffentlich‑kollektiven Rufmord, der sich hauptsächlich in den sozialen Medien manifestierte. Eine Art Cyber-Mobbing im Großmaßstab.

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Warum war Chris Dercon plötzlich der Anti-Christ? Vielleicht kann uns der eingangs erwähnte Film „The Square“ ein paar Hinweise geben. Gleich zu Anfang sehen wir den dänischen Schauspieler Claes Bang, der den sehr beflissen und smart wirkenden Christian spielt, wie er auf einem Designersofa ein Nickerchen hält. Er wird für ein Interview mit einer TV‑Journalistin, gespielt von Elisabeth Moss, geweckt. Sie sitzen im perfekten White Cube, der klinisch-weißen Ausstellungshölle.

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Mit gespielter Naivität fragt nun die Journalistin den Museumsdirektor nach einem unverständlichen Pressetext. Die Antwort ist eine peinliche Pause, bevor er das Thema wechselt. In der darauf folgenden Sequenz sehen wir, wie eine Reiterstatue des Schwedenkönigs Karl Johann vor dem Königspalast abmontiert wird und dabei zu Bruch geht – die Monarchie ist abgeschafft und in ebenjenem Palast ist nun das Kunstmuseum untergebracht. An die Stelle des Denkmals kommt ein vier mal vier Meter großes, mit weißen Streifen markiertes Quadrat – ein Kunstwerk namens „The Square“, das zur aktiven Teilhabe des Publikums aufruft und das einen Medienskandal auslösen wird, der unserem Helden Christian viel mehr Ärger einbringen wird als ein unverständlicher Pressetext.

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Wir sind gerade einmal fünf Minuten im Film drin, da sind schon alle Mythen und Klischees über zeitgenössische Kunst vor uns ausgebreitet: der aalglatte Kurator, der sich mitten am Tag auf dem Designersofa lümmelt; die doofen, nachgemacht wirkenden Kunstwerke; das kryptische, pseudointellektuelle Kunst-Sprech; die Unfähigkeit, offen und direkt Stellung zu beziehen; die selbstgerecht liberale Attitüde, die die sozialen und ökonomischen Wirklichkeiten verkennt; die brutale Abschaffung von Tradition, ersetzt durch falsche Versprechen.

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Doch Östlunds Film hat Nuancen. Christian will ein guter Mensch sein und scheitert daran, weil seine Position im System ihn dazu verführt, sich opportunistisch zu verhalten, besonders, wenn er einem Dilemma gegenüber steht. Der Skandal, den ein Werbevideo für das Kunstwerk „The Square“ auslöst, bringt ihn in eine ganz typische mediale Zwickmühle: Wenn er die Sache abbläst, heißt es, er betreibe Zensur; wenn er sie weiterlaufen lässt, beschuldigt man ihn, moralisch unverantwortlich zu handeln.

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Wir werden diese Art der Lose-Lose-Situation immer wieder sehen bei den gefeuerten oder zum Rücktritt gezwungenen Kuratoren und Museumsdirektoren: Die öffentliche Figur steht vor dem Dilemma, wählen zu müssen zwischen etwas, was man besser nicht tun sollte und etwas, was man ebenfalls besser nicht tun sollte.

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Chris Dercon hatte diese unmögliche Wahl. In dieses Dilemma wurde Dercon aber nicht zuletzt von seinen Vorgesetzten, dem Berliner Ersten Bürgermeister Michael Müller von der SPD und Kultursenator Klaus Lederer von der Linken gebracht. Er konnte entweder jene, die im Herbst 2018 die Volksbühne besetzten, weiter dulden und in Kauf nehmen, dass ihm de facto vorgehalten werden kann, er komme seinen vertraglichen Pflichten als Hausherr einer öffentlichen Institution nicht nach. Oder er hatte als ebensolcher Hausherr eine polizeiliche Räumung mitzutragen, die ihn erst recht zum Buhmann macht.

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Am Dienstag nach der sonntäglichen Bundestagswahl im Oktober 2017, bei der die SPD empfindliche Verluste hinnehmen musste und die AfD erstmals in den Bundestag einzog, soll es zwischen Müller und Lederer bei der ersten Senatssitzung zu einem lautstarken Streit gekommen sein. Wiederum zwei Tage später erfolgte die polizeiliche Räumung, wenige Stunden vor der ersten Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses nach der Wahl. Es war abzusehen, dass die AfD den Senat angegriffen hätte dafür, dass er zulässt, dass ein mit Steuergeldern finanziertes Haus besetzt bleibt. Das Problem war gerade noch rechtzeitig vom Tisch.

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Als Hausherr wurde Dercon offenbar von der Berliner Politik der Schwarze Peter zugeschoben. Man kann spekulieren, ob Dercon sich dem Druck hätte wiedersetzen müssen auf die Gefahr hin, wegen Verletzung seiner vertraglichen Pflichten gekündigt zu werden – aber das ist müßig. Jedenfalls wurde er von den Regierenden so elegant in die Sündenbock‑Position geschoben.

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Und im April 2018 folgte Dercons Rücktritt.

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Es ist ein Szenario, das so ähnlich auch in den Plot von „The Square“ gepasst hätte.

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Das Problem scheint nicht die subjektive Willkür von Kuratoren zu sein, wie Stefan Heidenreich behauptet hat, sondern das genaue Gegenteil: Die Direktoren und Chefkuratoren an den großen Häusern sind in kulturpolitische und wirtschaftliche Kalküle verstrickt. Sie folgen (immer häufiger) der sprunghaften Aufmerksamkeitslogik medialer Öffentlichkeit. Und so laufen die Kuratoren beinahe automatisch Gefahr, Sündenböcke für die moralischen Dilemmata der Gesellschaft im Umgang mit Kunst und Kultur zu werden.

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Kunst, Moral und Aufmerksamkeit

Der Berufsstand der Kuratoren hat aber durch gewisse Eigendynamiken die krisenhafte Entwicklung begünstigt: Mit der Mega-Ausstellung, der zunehmenden Instrumentalisierung von Kunst durch neoliberale Wirtschafts- und Politik-Konzepte und der Orientierung am Event und nicht an Werk und Ausstellung sind die drei Phänomene nochmal benannt:

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Was heißt „Orientierung am Event“? Die Aufmerksamkeitsökonomie der heutigen Medienlandschaft braucht konstant Futter. Man muss eine möglichst selten unterbrochene Kette von Ereignissen erzeugen, eine Art Flow, der die eigene Präsenz in den Medien aufrecht erhält. So werden genug Follower, Likes und Presse für Ausstellungen generiert, was wiederum der Institution mehr Besucher und Aufmerksamkeit bescheren soll, ein glanzvolleres Image.

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Aber wie entsteht der Glanz? Wenn man der Kunst traut, dann durch Kunst. Wenn man ihr nicht recht traut, setzt man auf etablierte Rezepte und Namen, die Prominenz und Glamour bedeuten. Genau nach diesem Motto verfuhr jahrelang Klaus Biesenbach als Kurator am New Yorker Museum of Modern Art, dem MoMA. Früh in den Sozialen Medien unterwegs, kreierte er bereits 2010 einen regelrechten Mediensturm um die große MoMA-Einzelausstellung der Performance-Künstlerin Marina Abramović. Auf dem Instagram-Account von Biesenbach tummelten sich fortan Stars wie Lady Gaga, Patti Smith oder James Franco. Fünf Jahre später aber geriet eine Ausstellung mit Björk zum medialen Desaster. Es hagelte Kritik, denn die Ausstellung bot wenig Kunst, schien eine nur halbgare Sache, die sich hauptsächlich auf die Aura des isländischen Popstars und diverse Souvenirs aus ihrer Karriere verließ.

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An der Kritik war durchaus etwas dran, aber sie schlug um in eine rückwärtsgewandte Sehnsucht nach den alten Tagen, als die alteingesessene New Yorker Bildungselite ihren Kunsttempel noch nicht mit Scharen von Touristen teilen musste. Was war passiert?

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Es war wohl ein Versuch, innerhalb der Institution die eigene Macht zu stärken zu einem Zeitpunkt, als das MoMA bereits so etwas wie ein Immobilien-Investor geworden war. Man hatte auf dem eigenen Gelände einen Wolkenkratzer mit teuren Eigentumswohnungen errichtet und war an weiteren spekulativen Geschäften beteiligt.

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Inzwischen ist Biesenbach als neuer Direktor ans MOCA in Los Angeles gewechselt – zum nächsten Schleudersitz.

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Ein weiteres Phänomen ist die Instrumentalisierung durch neoliberale Politikstile. Öffentliche Förderungen für Kultur und Bildung werden gekürzt. Das begünstigt eine zunehmende Privatisierung von Kunstbereichen, die privaten Gönnern, Philanthropen und Sponsoren überlässt, den Museen einen Gutteil ihrer Programme zu finanzieren.

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Die Interessenskonflikte, die sich dadurch ergeben, sind kaum zu vermeiden. Dabei hat doch gerade die Wirtschaft, unter politischem Druck, in den letzten Jahren Compliance-Regeln aufgestellt, die nun aber ironischerweise in den Kunsthäusern nicht wirklich etabliert scheinen.

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Nehmen wir das Beispiel des Stedelijk-Museums in Amsterdam. 2012 wurde ein neu erbauter Flügel des Hauses eröffnet. 2010 war in den Niederlanden eine Mitte-Rechts-Regierung gewählt worden, die Wahl markierte auch den Aufstieg des Rechtspopulisten Geert Wilders. In diesem politischen Klima wurden im Kultursektor radikale Kürzungen von um die 25 Prozent beschlossen, ganz im Sinne rechtsgerichteter Ressentiments gegen die Kultur als Hort des Linksliberalismus, aber auch im Sinne eines neoliberalen Umbaus in Richtung Privatisierung. In den darauffolgenden Jahren wurden zwar viele dieser Kürzungen wieder abgeschwächt oder zurückgenommen, aber der Schock saß tief. Entsprechend mag auch der Aufsichtsrat des Stedelijk auf eine neue Museumspolitik gedrängt haben: nämlich, indem man stärker einem amerikanischen Modell mit privaten Mäzenen folgt, um sich für eine Entwicklung zu wappnen, in der erneut Streichungen der öffentlichen Hand zu erwarten sein würden.

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Der Fall Ruf

Entsprechend suchte man also für den Direktorenposten jemand mit guten Verbindungen zu Sammlern und Privatgaleristen. Und man fand diese Person 2014 in der deutschen Kuratorin Beatrix Ruf, bis dahin Chefin der Kunsthalle Zürich. Aus heutiger Sicht könnte man sagen, dass Ruf später ihren Posten aus ähnlichen Gründen räumen musste, die dazu geführt hatten, dass sie ihn drei Jahre zuvor bekam.

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Ruf hatte zu ihren Zürcher Zeiten einen lukrativen Nebenjob als Beraterin des Schweizer Medienunternehmers und Kunstsammlers Michael Ringier, den sie vertragskonform mit Antritt des Postens in Amsterdam beendet hatte. Doch es gab noch eine erhebliche Bonuszahlung von einer Million Franken. Sie hatte dem damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden des Stedelijk von dieser Zahlung erzählt – und er hatte es abgesegnet.

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Im Oktober 2017 änderte sich die Lage drastisch. Der Politiker Ferdinand Grapperhaus war inzwischen Vorsitzender des Aufsichtsrats vom Stedelijk Museum. Aber nun wurde verkündet, er werde der neue Justizminister der Niederlande werden. Auch die designierte Innenministerin Kajsa Ollongren hatte direkt mit Beatrix Ruf zu tun: Sie war bis dahin als Kultur-Stadträtin Amsterdams deren direkte Vorgesetzte.

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Genau um die Zeit dieser politischen Auslobungen also erschienen Artikel in der holländischen Presse, die Rufs vermeintliche Interessenskonflikte mit Kunstsammlern offenlegen sollten. Am Wochenende, nachdem die neuen Ministerposten publik gemacht worden waren, trat sie – vermutlich unter Druck – zurück.

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Beatrix Ruf war vielleicht das Bauernopfer in einem Schachspiel um politische Schadensvorbeugung. Der Justizminister und die Innenministerin wollten offenbar Klarschiff machen in ihrem bisherigen Zuständigkeitsbereich – zumindest kamen ihnen die Berichte, die über Rufs Interessenkonflikte schreiben, zupass. Doch im Juni 2018 erschien ein Gutachten. Auf 120 Seiten legen Justizexperten dar, dass Ruf nicht gegen geltende Gesetze und nicht gegen ihren Arbeitsvertrag verstoßen habe. Allenfalls eine moralische Inpflichtnahme enthält der Text:

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Ruf scheint nicht immer verstanden zu haben, dass sie ihre Funktion nicht nur im Einklang mit dem Wortlaut der Führungsregeln, sondern vor allem auch in deren Geiste ausführen muss.“

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Kein Zweifel: Stellte Beatrix Rufs geschäftliche Verbindung zum Schweizer Verleger Ringier zu Beginn ihrer Amtszeit als Direktorin eines öffentlichen Hauses ein Problem da, war dieses zum Zeitpunkt ihres Rücktritts jedoch längst bereinigt. Es wäre gute Kulturpolitik gewesen, neue Regeln für zukünftige Direktoren aufzustellen – aber Ruf aus dem Amt zu drängen, erfüllte eine Sündenbock-Funktion gegenüber einer kunstskeptischen Wählerklientel. So gesehen hatten die beiden genannten Politiker definitiv einen größeren Interessenskonflikt als Ruf.

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Der Fall Documenta 14

Ein drittes hausgemachtes Phänomen des Kunstbetriebs, welches Kuratoren in den letzten Jahren zu Sündenböcken machte, ist die Mega‑Ausstellung. Adam Szymczyk, 2013 von einer hochkarätigen Jury zum Leiter der Documenta 14 berufen, konnte über seine fünf Mitbewerber triumphieren mit dem Vorschlag, die Schau zeitgleich in Kassel und Athen stattfinden zu lassen. In Zeiten der damals akuten griechischen Finanzkrise schien der Vorschlag kühn und vielversprechend. Er schmeichelte den Ambitionen der Documenta und ihrem Selbstverständnis als weltweit führender Großausstellung.

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Die Entwicklung hatte spätestens mit Okwui Enwezor und dessen Documenta von 2002 begonnen: Von Mal zu Mal musste es mehr Orte, mehr Zuschauer, mehr Künstler, mehr moralische Autorität geben. Die symbolische Vormachtstellung gegenüber der globalen Konkurrenz großer Biennalen sollte bewahrt werden. 2012 hatte die künstlerische Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev mit der Documenta unter anderem in Kabul, Kairo und den kanadischen Rocky Mountains Station gemacht. Und nun, 2017, bescherte Szymczyk den Documenta-Besuchern eine quasi verdoppelte Documenta mit dutzenden von Ausstellungsorten in zwei Städten. Wer alles gesehen haben wollte, war insgesamt mindestens zwei Wochen unterwegs.

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Dabei spiegelte sich die kolonialismuskritische Thematik der Documenta auf unheimliche Weise in ihrem eigenen Auftreten als Institution wieder: Denn wer mit einem Budget von über 38 Millionen Euro in Athen aufschlägt, musste sich dort unweigerlich mit denen vergleichen lassen, die sich die Schiffs- und Flughäfen des hochverschuldeten Landes unter den Nagel gerissen hatten.

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DIe Gigantomanie der Documenta schlug auf sie zurück. Die Kunst und die Kuratoren wurden zuerst Opfer ihres Erfolgs, dann ihres daraus sich ergebenden Misserfolgs. Denn es liefen am Ende Millionenverluste auf. Nun war der künstlerische Leiter der Buhmann. Aber auch die Institution Documenta selbst, in Gestalt ihrer Geschäftsführerin, wurde angegriffen.

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Die kursierende Summe von fünf Millionen Euro Defizit wäre weniger als 15 Prozent des Gesamtbudgets.

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Wenn man an die Kosten der Großbauprojekte der Politik der letzten Jahre denkt, von der Elbphilharmonie über den Stuttgarter Bahnhof bis zum Berliner Flughafen BER, so sind das vergleichsweise bescheidene Zahlen. Dennoch stürzte sich die Kasseler AfD genüsslich auf die Documenta und erstattete Anzeige wegen angeblicher Veruntreuung von Steuergeldern. Erst im August 2018, nach ihrer Entlassung aus dem Job, wurde Geschäftsführerin Annette Kulenkampff von all diesen Vorwürfen freigesprochen.

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Aber dennoch: Die Documenta hatte über die Jahre auf struktureller Seite einen Hochmut entwickelt, der nun zum Fall führte und die politischen Gegner auf den Plan rief. So entwickelt sich ganz schnell ein rückwärtsgewandtes Denken, das mit den gefeuerten oder entlassenen Kuratoren und Direktoren zugleich deren Werte entsorgen will, etwa im Hinblick auf eine größere Repräsentanz von Frauen und globaler Kunst in den Museen.

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Kuratoren als Sündenböcke

Auch der Rücktritt von Okwui Enwezor als Direktor des Haus der Kunst in München im Juni 2018 hatte einen politischen Beigeschmack. Zwar gab es unter seiner Ägide Fehlentwicklungen am Haus, an die Öffentlichkeit drangen Berichte von Scientology‑nahen Mitarbeitern und ein Haushaltsdefizit im Jahre 2017. Aber zugleich hatte er mit seinem in der internationalen Kunstwelt hoch angesehenen Programm auch dafür gesorgt, dass MoMA oder Tate Modern gemeinsam mit den Münchnern Ausstellungen auf die Beine stellen wollten. Zwei große Retrospektiven der amerikanischen Kunstpionierinnen Adrian Piper und Joan Jonas sind denn auch prompt nach Enwezors Weggang abgeblasen worden, während man den an Krebs erkrankten Enwezor munter zum Sündenbock der ganzen Krise machte. Inzwischen wurde ein Expertenrat eingesetzt, der seine Nachfolge regeln soll. Mit der Zeit wird deutlich, dass es nicht mehr so eindimensional möglich sein wird, alles Fehlverhalten dem geschassten Direktor in die Schuhe zu schieben.

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Kuratoren als Sündenböcke sind gewissermaßen Kollateralschäden einer Entwicklung, die auch der Dynamik der Sozialen Medien geschuldet ist.

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Natürlich sollte es politische Kontrolle und Compliance-Regeln geben, keine falsche Rücksicht bei Fehlverhalten. Aber die allzu bequeme Sündenbock-Politik, die Kuratoren stigmatisiert und Politiker aus der Verantwortung nimmt, muss ein Ende haben.

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Was es braucht, sind nicht nur mutige Kuratorinnen und Kuratoren, die sich in den Gegenwind stellen, sondern auch ein allgemeines Bewusstsein dafür, dass die Errungenschaften der Zivilgesellschaft in Gefahr sind. Und zu diesen Errungenschaften gehören eben auch die Kunstinstitutionen und ihre kuratorischen Teams

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Jörg Heiser, Jahrgang 1968, ist Direktor des Instituts für Kunst im Kontext, Universität der Künste, Berlin.“

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Dietmar Moews meint: Hier wird von Shitstorm in Internetz-Blogs aufgemacht, dass es Ablehnung und Kritik an Kuratoren-Entscheidungen im Kunstbetrieb und gegen die Kunst gibt.

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1. Man macht künstliche Aufregung um „Internetz-Bereitstellungen“, indem dabei so getan wird, als handele es sich dabei um „soziale Medien“ und es handele sich um Massenkommunkation. Doch hier wird die gesamte Konstitution der Information der Gesellschaft, des „Framings“, völlig falsch dargestellt und dadurch die gesamte Gewichtung solcher Vorgänge, wie z. B. „Shitstorm“ oder „Hass in Blogs“ in die Irre geführt:

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Internetzinhalte sind lediglich Bereitstellungen. Sie sind wie Bücher einer Bibliothek – sie sind fast tot, weil sie keiner anschaut oder liest (wer Hass verbreiten wolle, müsste es schon Leuten direkt sagen; Angriffe in einem Blog verstecken kann überhaupt nicht wirken.

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Die empirische Soziologie weist mit Recht darauf hin, dass Inhalte, die im Internetz gebunkert werden, lediglich Bereitstellungen sind, die allerdings unter die Leute gebracht werden können. Wenn zum Beispiel der Deutschlandfunk, ein Massenmedium mit großer Reichweite, aus einer etwa Kritik an Kuratoren-Missbrauch, ein Radio-Thema macht und dafür sorgt, dass weitere Massenmedien anbeißen, Redaktionen aufspringen, Zeitungen und Fernsehen – dann darauf eventuell wiederum Internetz-Flash, Twitter, E-Mails (letztere aber immer wieder nur „Bereitstellungen“; z. B. wenn mir jemand einen Link per E-Mail sendet, öffne ich das keinesfalls, geschweige denn, fremde Verlinkungen weiterzuleiten) angeschlossen werden, erst dann kann aus einem Blog-Text ein Inhalt von Massenkommunikation werden: Dabei sind Wertungen keineswegs schädlich, denn wenn ein Blödsinn im Netz erscheint, werden alle urteilsfähigen Leute daraus keinen „Shitstorm“ machen, sondern einfach nur die Löschtaste betätigen. Wer hier die Urteilskraft der Internetzbenutzer anzweifelt, dürfte freie Wahlen gefährlich finden.

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2. Will man ungeachtet der übertreibenden Hochjubelei von Internetzbereitstellungen aber das hier herausgehobene Thema KURATOREN selbst würdigen – KUNST-Kuratoren bei Film, Ausstellungen für Kunstbetrieb, Musikredaktionen, Literaturprogramme u. a. – und betrachten, ob Kunstkuratoren schlecht oder untransparent oder manipulativ arbeiten bzw. für missliebige Kunstentscheidungen als SÜNDENBÖCKE hingestellt zu werden verdienen, kommt man auch hier nicht umhin, den Kern des Geschehens zu verstehen:

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Ob Kuratorenbestallung oder Kunstentscheidungen – immer geht es um Zweierlei:

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Es geht um die Entscheidungsmacht – das ist die Politik

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Und es geht um Kunst, Künstler und das Gebot im Grundgesetz §5 (GG), „Freiheit der Kunst“.

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Wenn also Kuratorenarbeit kritisiert wird, trifft das immer auf die Macht zu kuratieren und die politische Macht, Kuratoren auszuwählen oder rauszuschmeißen.

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Damit hat also er DLF-Autor Jörg Heiser bereits das ganze Thema verschusselt, denn er stellt nicht die politischen Entscheider heraus, die für den Kunstbetrieb ihre Wunschkuratoren bestimmen.

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Damit ist aber auch das ganze Thema verschusselt, weil Kritik oder Klagen zu Kuratoren-Fehlleisten nicht an konkreten Qualitätskriterien festgemacht werden, sondern bei Konkurrenz und Kampf um die Fressnäpfe sowie bei belanglosen Internetz-Bloggereien absackt.

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Jörg Heiser stellt im Folgenden seinen oberflächlichen Plot der „Museen und Kunstinstitutionen – Kuratoren – die neuen Sündenböcke?vor, indem er Beispiele zum KURATOREN-Streit zitiert, ohne diese konkrete SALONPERSONNAGE in ihrem Zustandenkommen und Ihrer Nominierung zu analysieren und interpretieren bzw. welche Interessen hinter der Rollen- und Kostenvergabe entscheidend ist – und wer dafür die Macht ausübt.

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Jörg Heiser stellt aber überhaupt nicht das Problem vor.

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Heute wird eine verfassungswidrige Struktur in Deutschland aus dem Postulat des GG „Freiheit der Kunst“ als eine Machtkunst durchgesetzt, ohne noch Kunstqualität und echte oder unechte Kunst zu unterscheiden.

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Statt Kunstqualität wird vertuscht, womit selbstdefinierte Parteipolitiker und Pseudokünstler in die Rolle der Künstler schleichen und ihre Machenschaften als KUNST durch die KURATOREN promotet werden:

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KUNST-KURATEL ohne KUNSTQUALITÄT als „Freiheit der Kunst“ in Peudo-Künstler-Werke pervertiert:

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Diese Verirrte Kunst-Politik wird schließlich stets über Quoten legitimiert, über verkaufte Eintrittskarten, Sendeminuten, verkaufte Stückzahlen usw. doch der personalpolitische Bolschewismus bleibt unsichtbar.

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Was der DLF-Autor Jörg Heiser versäumt, nicht zu verstehen scheint oder absichtlich ableugnet (Lügenpresse?) ist der Kern, der diese REIZ-Meldung ausmacht:

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Ich habe den DLF-Radiotext von Jörg Heiser – der langatmig und durchweg auf Verschleierung des Schlüssels, der für die Macht, das Kuratorennetz zu installieren, ausgerichtet ist, und keineswegs ahnen lässt, wie Jörg Heiser seinen eigenen Posten in Berlin erlangen konnte – immer „hochkarätig“, ohne Angabe der Qualitäten – hier ungekürzt eingegeben, damit jede Leserin und Jeder Leser bestmöglich verstehen kann, wie die deutsche KUNTSORGANISATION den gesamten Kunstbetrieb, Kunst Kunstpublikum und Künstler irreführt und dabei Eigennutz und Kunstvernichtung betreiben darf:

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Wer zahlt – bestimmt die Musik.

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Das sollte man doch besser mal unter der Personalpolitik des Staatsmonopol-Kapitalismus analysieren – wie Parteien, Parlaments-Lobbying, Standort-Wirtschaftsförderung (Kassel/Hessen/Deutschland/Internationaler Kunsthandel der Geldwäsche)

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„Sind sie vielleicht Sündenböcke für die Fehler, die an ganz anderer Stelle gemacht werden, in der Politik und der Wirtschaft?“

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Versuchen Sie sich mal einen Kurator vorzustellen, der mal ablehnt, schlechte Kunst und absurde Quatsch-Künstler zu übernehmen, mal dafür zum Publikum zu sprechen, einen lobenden Katalogtext zu schreiben – was wird mit dessen Karriere und dessen Netzwerk?

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Ich sage es Ihnen: Schon beim nächsten Empfang steht er mit seinem Mineralwasser alleine unter den Leuten, die ihm den Rücken zuwenden und – wie verabredet – grüßt man ihn nicht mehr: Man vergisst ihn, man macht ih vergessen.

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Und das funktioniert nicht als Verschwörung der Kuratoren und Museumsfritzen. Sondern jeder Begehrliche kennt nur die, die sein Vorankommen fördern können – das kann kein abgeschossener Kurator.

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Wer kennt Okwui Enwezor? – welche Kunst und welchen Künstler soll der denn entdeckt haben (bitte melden)?

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Einen Künstler zu kennen, der beim Netzwerk der Salonpersonnage missliebig ist, kann sich kein Kurator leisten. Diese Salonpersonnage „kennt sich“ und wen man nicht kennt, „erkennt man selbst nicht“, wenn er gerade einen Maler oder Bildhauer oder Photograf oder Zeichner höchstrelevant und begabt erkennt, den „man nicht kennt“.

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Was hier zu beklagen ist, ist nicht ein König oder ein Papst, der seinen Lieblingskünstler päppelt – es ist die Folge der Abschaffung von Kunstqualität, also das Ende „der Freiheit der Kunst“. Damit können sich Nichtkünstler und parteiliche Netzwerke der Mittel bedienen, bei denen allerdings echte Künstler und echte Kunst verloren hat – und nun ist die Demokratie dran:

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Der DLF – als Lügenpresse – und der Autor Jörg Heiser als Staatsschranze, besorgen es sich hier gegenseitig. Denn wer will schon für Scheißekunst derjenige Sündenbock sein (vgl. Dietmar Moews, „Verirrte Kunstförderung der Bundesrepublik Deutschland“, Uni. Diss. Bremen 2000).

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FRAMING beim „Staatsfunk“, „Lügenpresse“ und „Systemmedien“ von Susanne Pfab und Anatol Stefanowitsch

Februar 23, 2019

Lichtgeschwindigkeit 8963

am Sonntag, den 24. Februar 2019

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Sprachwissenschaftler und Literaturhistoriker und politische Mandats- und Amtträger und die politische Publizistik, werden die totalitären Sprach- und Denkmanipulationspraktiken der Machtpropaganda der MODERNE kennen.

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Das in diesen Tagen aufgebrachte Kampfwort FRAMING erfüllt bereits selbst den Tatsachverhalt eine manipulativen FRAMINGS:

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„Ziel (A.d.V. der Staatsmedien) ist es, zu analysieren, was es bewirkt, wenn man die eigene Arbeit mit bestimmten Begriffen beschreibt und welche Methoden helfen könnten, das eigene Image in der Öffentlichkeit zu verbessern.“

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Dieses ist praktisch eine totalitäre Technik zur Sprachbeherrschung, die auf diese Weise längst bekannt sind. Es wird hier mit fünf geradezu „klassischen“ Quellenangaben vorangestellt. Wer seitens der SALONPERSONNAGE der LÜGENPRESSE hier bereit sein möchte, mitzudiskutieren, müsste dies Texte der VORDENKER kennen:

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NICCOLO MACHIAVELLI, „IL PRINCIPE“/Der Fürst, im 16. Jahrhundert publiziert.

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MAURICE JOLY, „MACHT UND RECHT – Machiavelli contra Montesquieu – Gespräche in der Unterwelt“

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„DIE PROTOKOLLE DER WEISEN VON ZION“ (anonym)

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ADOLF HITLER, „MEIN KAMPF“

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FALSCHE PROPHETEN – Wers nicht kapiert kann zu LEO LOEWENTHAL greifen: „Propaganda im us-amerikanischen Faschismus der 1930er Jahre“.

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Ich erkläre die hier zu erklärende und zu durchgeistigende und zu verstehende MANIPULATIONS-Technik, wie die SALONPERSONNAGE der staatlichen Kulturindustrie, wie die Frau Pfab und der Herr Stefanowitsch, aus WISSENSCHAFTS-ERKENNTNISSEN Missbrauch es machen und dazu behaupten:

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das ist Wissenschaft, das sind wissenschaftliche Forschungsergebnisse, das ist objektiv, die Anwendung von Wissenschaft – hier von der empirischen SOZIOLOGIE DER SPRACHE bezogen.

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DLF.de am 23. Februar 2019:

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Framing-Manual“ – Sprachwissenschaftler: ARD bräuchte gar keine Image-Verbesserung

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Nach Ansicht des Sprachwissenschaftlers Anatol Stefanowitsch hätte es die ARD gar nicht nötig gehabt, ihr Image mit einem „Framing-Manual“ aufzupolieren.

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Ein Großteil der Bevölkerung habe eigentlich kein schlechtes Bild von dem Senderverbund, sagte er im Deutschlandfunk Kultur. Im Gegenteil – das Vertrauen in die öffentlich-rechtlichen Sender sei insgesamt sehr groß.

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Dagegen würden Begriffe wie „Staatsfunk“, „Lügenpresse“ und „Systemmedien“ vor allem von Menschen benutzt, die für ein Umdenken ohnehin nicht offen seien. In diesen Bevölkerungsgruppen treffe man kaum auf Diskussionsbereitsschaft, der Versuch eines „Re-Framing“, wie in dem Manual angedacht, sei deshalb überflüssig.
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Effektiver wäre es nach Ansicht des Wissenschaftlers von der FU Berlin gewesen, wenn der öffentlich-rechtliche Senderverbund offen und transparent erklärt hätte, wie er über sich selber nachdenke. Dann stünde jetzt nicht der Vorwurf der Manipulation im Raum.
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Grundsätzlich sei es indes wichtig und richtig, über bestehende Frames und deren Angemessenheit nachzudenken. Gefährlich sei vor allem, wenn in einer Gesellschaft bestimmte Frames – also die Art und Weise, über gewisse Dinge zu sprechen – ganz selbstverständlich erschienen. Als Beispiele nannte Stefanowitsch Begriffe wie „Migrationsflut“. Diese würden uns als ganz normal erscheinen. Tatsächlich lenkten Worte wie „Flut“ beim Thema Flucht und Migration aber gedanklich stets in eine bestimmte Richtung und führten automatisch zu der Assoziation, dass Gefahr drohe und etwas blockiert werden müsse.
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Das „Framing-Manual“ der ARD war vor zwei Jahren im Auftrag des MDR – der damals den Vorsitz des Senderverbunds innehatte – von der Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Wehling verfasst worden.

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Ziel war es, zu analysieren, was es bewirkt, wenn man die eigene Arbeit mit bestimmten Begriffen beschreibt und welche Methoden helfen könnten, das eigene Image in der Öffentlichkeit zu verbessern. Die Veröffentlichung des Manuals durch das Portal netzpolitik.org hatte eine breite Debatte ausgelöst und für viel Kritik gesorgt. Für Empörung sorgte unter anderem der Vorschlag, private Medien mit Begriffen wie „medienkapitalistische Heuschrecken“ oder „Kommerzmedien“ zu betiteln.
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ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab verteidigte das umstrittene Papier und
sagte im Deutschlandfunk, es habe als Diskussionsgrundlage für die künftige Unternehmenskommunikation dienen sollen. Laut Pfab handelt es sich allerdings ausdrücklich „weder um eine neue Kommunikationsstrategie, noch um eine Sprach- oder gar Handlungsanweisung an die Mitarbeitenden“, so die ARD-Generalsekretärin in einer schriftlichen Stellungnahme, „sondern um Vorschläge aus sprachwissenschaftlicher Sicht“.“

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Dietmar Moews meint: Die LÜGE besteht darin, dass hier drei angeblich Zuständige – die Frau PFAB von der ARD, der Herr STEFANOWITSCH von der Staatlichen Freien Universität Berlin und die Frau WEHLING, selbstsignierte Sprachdoktorin in Californien – so tun, als würden sie die Sprachherrschaft der Kulturindustrie seitens der staatlichen LÜGENPRESSE durch objektives Forschungswissen legitimieren wollen.

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Eine objektiv belastbare Erkenntnis aus der Wissenschaft (wie z. B. Kernspaltung und Atombombe) ist zunächst immer ganz vorsichtig und verantwortlich auf sowohl

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EINS die Wahrung der geltenden Menschenrechte anzuwenden, keinesfalls zur Vernichtung oder Aussetzung der weltweiten menschlichen Wertsetzungen, wie diese eindeutig in der UN-CHARTA stehen, weltbekannt und zu achten sind,

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ZWEI Erkenntnisse der Wissenschaft zur Durchsetzung von politischen Zielen, die unbillig und unmenschlich sind, wie eine Manipulation der öffentlichen KOMMUNIKATION durch die KULTURINDUSTRIE mittels FRAMING-MANUAL durch zuschütten der Massenkommuniations-Medien durchzusetzen – wie es jetzt beim MDR und der ARD rausgekommen ist.

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Denn, wenn täglich flächendeckend die selben Schlagworte in allen bereitstehenden Massenmedien wiederholt werden, dann gibt es ein „Homogenisierung“ der gesprochenen Sprache – „cosi fan tutte“ – wie man glaubt, dass es alle Menschen so sprechen und so verstehen. Während abweichende Kritik sprachlich schlecht Anschluss finden kann, wenn dabei nicht die FRAMING-Begriffssetzungen verwendet werden (z. B. Wer also UMWELTSCHUTZ fordern will, wird durch das praktizierte FRAMING auf das Begriffsfeld „KLIMAWANDEL“ gezwungen, was ablenkt und politisch völlig andere Implikationen trägt).

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Der Sprachlaie macht sich davon keine Vorstellung, wie die gezielte Worte-Wiederholung übermächtig bestimmt, wie und was geredet werden kann und was man besser nicht durch weiteres Vokabular problematisch macht:

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KULTURINDUSTRIE ist nicht nur die massenhafte, perfekte, preisgünstige „Lieferung“, sondern sie ist auch immer die einfache „Erleichterungslösung“ der SLOGANS, der gepusht wird (eshalb vermeiden die FRAMING-Staatssender den Begriff KULTURINDUSTRIE):

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FLÜCHTLINGSKRISE, HASSMAILS, RECHTSRADIKALISMUS, ANTISEMITISMUS, FREIHEIT, FÖDERALISMUS, REFORM … alles Worte, die ständig ostinat eingesetzt werden, um von der Wahrheit wegzuführen, in einen instrumentalisierten Führbarkeitsmodus, z. B. Verunsichernd, ängstigend, drohend, abwertend, entmutigend und dergleichen politischer machtpsychologischer Stimulantien verpesten die Luft, anstatt konkret die Wahrheiten zu benennen: WARUM ist der DIESEL-Betrug jetzt ein „Konstruktionsmangel“? (weil die Chefs ins Gefängnis gehören, aber geschützt werden, während „lediglich“ die Ingenieure bedauerliche Mängel konstruiert hätten)

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Man sagt z. B. FRAMING und meint damit SPRACHREGELUNG und SPRACHVEREINHEITLICHUNG. Man sagt z. B. MIGRATIONSFLUT und beschreit BEDROHUNG, ÜBERFREMDUNG, BEDRÄNGUNG und ANGST, während es längst keinerlei besorgnisverdienenden, sondern ganz normal und mäßig Migranten gibt, die kommen und gehen, wie du und ich.

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Die Behauptung der SALONPERSONNAGE, die ihre staatlichen Posten dazu missbrauchen, unter dem Etikett WISSENSCHAFT gezielt SPRACHVERGEWALTIGUNG zu betreiben – dieses FRAMING-MANUAL diene einer wohlorganisierten Verwirklichung der Verfassungswerte mittels nicht schadender Sprache – dadurch Diskussion und freien gesellschaftlichen Diskurs zu ermöglichen, erweist sich eben durch das FRAMING-KONZEPT als LÜGENPRESSE und SPRACHFASCHISMUS.

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Wir können von Glück sagen, dass es Buschfunk, graue Literatur, Samisdat und unzensierte INTERNETZ-BLOGGER gibt – auch wenn man heute nicht mehr unkontrolliert telefonieren kann. Wikipedia ist nicht als seriöse QUELLE für TEXTARBEIT anerkannt.

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WIKIPEDIA Zum LEMMA Elisabeth Wehling sind aktuell (am 23. Februar 2019) folgende sehr fragwürdige und hier auch nicht weiter verbriefte Angaben:

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„… Wehling betreibt das „Berkeley International Framing Institute“, das sie als Marke versteht. Johannes C. Bockenheimer konstatiert in einem Beitrag für die Salonkolumnisten, dass dieses Institut trotz seiner Bezeichnung in keiner Beziehung zur University of California, Berkeley steht. Dies sei auch von einer Sprecherin der Universität bestätigt worden. Bockenheimer wirft Wehling vor, mit der Namenswahl Auftraggeber zu täuschen. So sei der MDR, unter dessen ARD-Vorsitz das „Framing-Manual“ in Auftrag gegeben wurde, davon ausgegangen, dass sich Wehlings Institut tatsächlich in Kalifornien befinde. Weiterhin wirft Bockenheimer die Frage auf, ob Wehlings Institut überhaupt existiert.

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Die Webpräsenz des Instituts zeigt weder ein Impressum noch die Angabe einer Adresse oder Telefonnummer.

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Wehling publiziert seit 2008 zum Framing im politischen Kontext und darüber, wie durch das Setzen von sprachlichen Deutungsrahmen eine Debatte in eine bestimmte Richtung gelenkt werden kann. Insbesondere konservative Thinktanks wie die Heritage Foundation investieren Millionenbeträge für die Entwicklung von Frames. Bei Wahlen würden die meisten Menschen aufgrund ihres „moralischen Bauchgefühls“ ihre Entscheidung treffen; was damit zusammenhänge, dass nur 2 Prozent des Denkens bewusst erfolgten.

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Ihr 2016 erschienenes Buch Politisches Framing erhielt medial eine umfangreiche Resonanz.

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Im ersten Teil stellt Wehling die Grundlagen der Theorie dar, die experimentell überprüft wurden. Im zweiten Teil analysiert sie aktuelle Frames der politischen Debatte, die durch Begriffe wie Flüchtlingsstrom. Mindestlohn, Klimawandel oder Steueroase aktiviert werden.

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Eine Rezension des Portals für Politikwissenschaft befindet, dass Wehling wenige „alternative Semantiken“ zu den problematischen Begriffen anbiete. Es wird darin auch behauptet, dass die Untersuchung des Einflusses „der Semantik im Vergleich zu anderen Faktoren – etwa Inhalt oder Person – auf die politischen Entscheidungen der Bürger“ zu kurz komme.

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Im Februar 2019 wurde bekannt, dass Wehling im Auftrag der ARD ein „Framing-Manual“ erstellt hat, dessen Zweck laut netzpolitik.org darin besteht, „sich beraten zu lassen, wie man die Vorzüge des öffentlich-rechtlichen Rundfunks durch Erkenntnisse der Framing-Theorie kommunizieren kann.“ In dem Papier wurden privatwirtschaftliche Medien unter anderem als „medienkapitalistische Heuschrecken“ bezeichnet, und es wurde insinuiert, sie betrieben eine „ideologische Monopolisierung“ und stünden für „Demokratiekapitalismus“, „Rundfunkkapitalismus“, „Informationskapitalismus“ oder, im Gegensatz zu den gebührenfinanzierten Medien, gar für eine „Informationsanarchie“. Kritik wurde auch an der sozialen Marktwirtschaft als solche formuliert. Diese repräsentiere eine „Profitwirtschaft, die ihrer Natur nach zumindest primär keine besondere emotionale Bindung zum Menschen hat, sondern ihn als Kunden und damit als Mittel zum finanziellen Zweck sieht“.

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Claudia Schwartz kritisiert in der NZZ, dass das Manual nicht dazu diene, aus ARD-Mitarbeitern bessere Journalisten zu machen, „sondern um selber ein bisschen zu manipulieren und die Themen ihrem Publikum umso wirkungsmächtiger zu verkaufen.“

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In Kürze soll beim Deutschlandfunk Köln ein Kommunikationstag für die allgemeine Öffentlichkeit stattfinden; jeder könne sich da durch vorherige Anmeldung Zugabe einhandeln. Mal sehen.

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Frauen Leiden an anthroplogischem Irrlauf im Materialismus

Januar 29, 2019

Lichtgeschwindigkeit 8892

am Mittwoch, den 30. Januar 2019

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Im Mittelpunkt dieses Kurzabrisses zur Rubrik „EMANZIPATION“ der Menschheit, daselbst „EMANZIPATION DER FRAU“, anlässlich einer aktuellen dpa-Meldung zu „FRAUEN IN DER KUNST“, stelle ich hierzu einen gravierenden Irrlauf zum Nachteil jeder Frau fest.

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Die moderne Anthropologie, die von schöngeistigen und sozialwissenschaftlichen AUTORINNEN und AUTOREN, mittels staatsbürokratischer Bildungsorganisation in Deutschland einen politischen KAMPF etabliert hat, folgt damit einer mehrheitsdemokratischen Geistesverarmung.

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Ein ziemlich kontraproduktiver Wertewandel, innerhalb einer typologisch armen Geschlechterfrage zu letztlich sozio-politischen Beziehungsspielen von Männern und Frauen, kommt dabei keineswegs zur Besinnung, wie sehr die Geschlechterverschiedenheits-Kultur als jede Lebensregung durchfärbende Übermacht, mit allen Implikationen, durch „Gleichheitsforderungen und Gleichstellungsforderungen der Ungleichen“ zu mehr Fairness geführt werden kann. Es fehlt an Evaluationsansätzen, die über den Vorstellungskreis von „Frauen-Kinderkriegen“ und „Gleiches Geld für Arbeit“ hinausreichen.

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Es sind dabei mehrere ideologische Fehlansätze wirksam, die die Geltung dieser Frauen-Männer-Anthropologie durchlöchern:

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EINS Die sozio-kulturelle bzw. sozialdarwinistische Hypothese über ein „drittes Geschlecht“ – wie Simone de Beauvoir meint –, dass die empirischen geschlechtsspezifischen Unterschiede im Rahmen der patriarchalischen Traditionen, deren Abhängigkeiten und Veränderlichkeiten, Rollenprägungen sozial perpetuieren, nach denen es nachteilige und benachteiligende „typische Frauenrollen“ und bevorteilende „typische Männerrollen“ gibt. Dagegen dürfe von einem „vorurteilslos entfalteten“ dritten Geschlecht mehr Geschlechter-Fairness erhofft werden.

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ZWEI Hinzu kommt eine arme Vorstellung einer folkloristischen Alltagsphilosophie, „dass jede relevante Objektivität machtpolitisch disponiert würde“. Danach gibt es keine Erkenntnisse von Wahrheit. Es gibt auch nur „armes“ Denken. Folglich dürfe es keine andere Wahrheit als willkürliche Narrative und Mind Setting geben, wenn man Gleichstellung erreichen will („die Partei, die Partei, die hat immer Recht“).

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DREI Völlig vernachlässigt werden die empirischen Konkretionen solcher Loslösung in der heute fragwürdigen Vorstellung vom tradierten „Patriarchat“.

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Hierbei sind zwei Fehlstellungen anzumerken – sind die heute gängigen Männerrollen denn patriachalisch? – oder sind sie beliebige Gewohnheiten? oder sind sie materialistisch prädisponiert, wonach ein Mann mittels einer Frau Nachkommen zeugen kann, indes eine Frau Abkömmlinge ohne Zeugungspartner – in vitro – erzeugen lassen kann.

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Zum Anderen die Frage, sind Frauen, die sich mit allen zuhandenen Selbstveränderungstechniken den männlichen Körpereigenschaften nachformen (Muskelkraft, Arbeitswelt, aggressive Sozialdynamik), damit in den eigenen Augen einer „dritten Geschlechtsausprägung“ näher?

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Machen Frauen, als Sozialkampfgruppe der Gender-Fokussierung „ihr Glück“ oder „Geschlechter-Fairness“ insgesamt oder wie, im jede Frau individuell und sozial betroffenem Exemplar?

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Während die Erfolgsaussichten, durch staatlich organisierte Bildungszwänge Männern ebenfalls Selbstveränderungen im Sinne eines „Dritten Geschlechts“ zu ermöglichen, wenig Anschlussreize aufweisen (Schwejk sagt: „Man muss sie in der Tür einklemmen, wenn man sie umbringen will – eine Katze hat ein zähes Leben“ – denn wir sehen zahlreiche auffälligkeitsbegehrende Menschen, die sich eigenes Geschlechtsdesign antun, Unikate der sexuellen Fähigkeiten bzw. Bereitschaften einer „Jeunesse bzw. Misere Boheme“. Der Wechsel einer Frisur, bei der Frau (um das Jahr 1850) eine Selbstverständlichkeit, war beim Mann ein Staatsakt. Das ließe sich ändern.

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Wir wissen seit Christiane Olivier „Iokastes Kinder“, das „Baby Boy“ ein Geschlechts-Setting ist, dem Männer ausgeliefert sind, während die neue Frau ihre Liebe zu „Baby Girl“ erst noch entfalten müsste.

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VIER Ich will nicht versäumen, dass es ein Gebot gemeinschaftlicher Fairness sein muss, dass in diversen normativen Lebensfeldern die vorhandenen patriarchalischen Vorurteile und Stereotypien abzuschaffen sind. Das betrifft das Rechtsstaatswesen, das sozio-politische Reproduktionssystem der Parteien und Parlamente, das betrifft ungleiche Bezahlung, das betrifft überhaupt geschlechtsspezifische Vor- und Zurücksetzungen und zielt zugunsten individueller Wahlentscheidungen.

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Die Glücksmessung des durch Alleinerziehende erzwungene Matriarchat bzw. Patriarchat, ist den beiden Typen selbstbestimmt zu überlassen. Es mag gemischte Fußballmannschaften geben oder gemischte Springreit-Wettkämpfe mit geschlechtspezifischen Auslegungen für Stuten, Hengste, und Wallache.

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Dass neben gelebten Frauen- und Männerrollen eine erheblich große Gruppe von Kinderlosen entstanden ist, muss den empirischen Soziologen unter den Anthropologen und den Geschlechtspolitikern zu denken geben. Weil oft dabei nicht die Geschlechtsvor- oder nachteile entscheiden, sondern der ökonomische Druck, dem das heutige durchlöcherte Sozialleben die individuellen Lebensvorstellungen durchkreuzen. Kostendruck bringt Leute dazu, dass Familie bzw. Abkömmlinge nicht besorgt werden. Was sich Frauen bei der Infanterie des Militärs denken, habe ich noch nirgends gelesen. Auch im Dschihad sind die Amazonen die – immerhin zugelassenen – individuellen Ausnahmen. Es gibt treffsichere paramilitärische Schießsportlerinnen, die nicht so schnell Skilaufen können, wie ihre männlichen Genossen.

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neues deutschland, Seite 13, am 28. Januar 2019:

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„Frauen in der Kunst

Künstlerinnen sind weniger präsent

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Frauen in der Kunst werden nach den Worten von Mecklenburg-Vorpommern Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) benachteiligt. „Frauen haben es auch in der Kunstszene immer noch schwerer als Männer“, sagte sie am Samstag in Bad Doberan (Landkreis Rostock). Studien belegten, dass Frauen auf Ausstellungen und in Katalogen weniger präsent seien, ihre Werke zu geringeren Preisen verkauft würden und somit sowohl ihre Einkommenssituation als auch ihre Alterssicherung als prekär einzuschätzen seien. „Nur mit gezielter Förderung und Vernetzung kann ein Beitrag dazu geleistet werden, junge Künstlerinnen zu professionalisieren“, erklärte Drese.

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Die Ministerin sprach auf einer Veranstaltung von Mentoring-Kunst. ein dreijähriges Programm zur Förderung von Frauen in Kunst und Literatur soll den Künstlerinnen zeigen, wie sie mehr verdienen können. Es wird vom Land Mecklenburg-Vorpommern und der EU mit 366000 Euro finanziert“ .

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Nach einem Rheinlauf am 29. Januar 2019

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Dietmar Moews meint: Zunächst möchte ich auf die Rechtslage (GG) hinweisen, die Geschlechtergleichheit postuliert, ohne weiter zu spezifizieren:

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Die sogenannte Kunstfreiheit, die gemäß §5 GG im deutschen Rechtsstaat gesetzt ist, bezieht sich auf „Kunst“ und nicht auf „Künstler“.

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Des Weiteren hat sich der Staat von Werturteilen über Kunst zu enthalten (in höchsten Urteilen ausprozessiert (zitiert nach „Verirrte Kunstorganisation in der Bundesrepublik Deutschland“, Univ. Diss. von Dietmar Moews, Bremen, 2000).

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Das Gebot „Freiheit der Kunst“ (§5 GG) untersagt dem Staat, in den Werkbereich der Künstler zensierend einzugreifen.

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Dem Staat ist gesetzlich zugestanden, Kunsterlebnisse, Kunstbezeugung, Kunstbildung, Künstlerausbildung, Kunstsammeln, also Kunstvermittlung zu organisieren und ausgewählt zu finanzieren.

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Der Staat hat das Recht zur „Kunstindienstnahme“. Der Staat darf also Kunst konsumieren und staatlichen Kunstkonsum zu den weitgefassten staatlichen Zwecken, ungeachtet von den Freiheits- oder Gleichbehandlungspostulaten der einzelnen Künstler und von ästhetischen Qualitäten veröffentlichter Werke.

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Unvereinbar quer zu dieser praktizierten Kunstdefinition steht das „Kunstkriterium“ der ertragswirtschaftlichen Produktion, die beim steuerpflichtigen Produzenten festgesetzt wird. Entsprechend wird auch die Künstlerberuflichkeit zur Mitgliedschaft in der Künstler-Sozialversicherung abgegrenzt – wer nicht Erträge erwirtschaftet „ist KEIN Künstler“ vor dem Gesetz.

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Insofern staatliche Finanzierung ausgewählt vorkommt, handelt es sich um zulässige „Kunstindienstnahme“ im Wirkbereich der Kunst, zu mittelbaren und unmittelbaren politischen Zwecken oder Zwecken von Politikern, politischen Institutionen oder staatlichen Angelegenheiten. Staatsauftragsvergaben an Künstler dürfen keine ästhetische Kunstproduktions-Vorgabe sein, sondern hat sich auf den ausgewählten Künstler einzulassen. (Z. B. hat die erste Bundesrepublik eine Tradition begründet, die Ex-Bundeskanzler durch Auftrags-Portraitmaler portraitieren zu lassen, Portrait-Bilder, die in einer Kanzleramts-Galerie aufgehängt sind. Als sich der Bundeskanzer Willy Brandt für den rheinländischen Maler Georg Meistermann entschieden hatte, lieferte der eine taschistische Malfläche ab, die den Portraitierten nicht darstellte. Man bezahlte den Maler Professor Meistermann und nahm das Brandt-Bild zwar ab. Daraufhin hat das Bundeskanzleramt einen eher konservativen, anderen rheinischen Maler, den Portraitisten Oswald Petersen aus Düsseldorf, zusätzlich beauftragt, der dann ein sehr gutes und befriedigendes Abbild von Willy Brandt gemalt hat, das heute im Berliner Kanzleramt in der Reihe der Kanzlerportraits hängt.)

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Wenn Präferenzen für ästhetische Wahlentscheidungen durch zulässige marktwirtschaftliche Aktivitäten und das umfangreiche Kunst-Marketing der gesamten Kulturindustrie, auch als staatliche Eingriffe in den Kunstbetrieb sowie die Bevorzugung einzelner Akteure, haben einen verfassungswidrigen Graubereich geschaffen, indem diese Willkür dem Staat ermöglicht, ausgewählte Künstler für Wahlkämpfe zu akquirieren und eine geradezu parteipolitische  Personalpolitik für staatlich bezeugte und allokatierte „Künstlerrollen“ durchzusetzen. So entsteht eine „Salonpersonnage“ (vgl. ebd. Moews 2000) von unechten Künstlern, meist gleichzeitig Parteifunktionäre. sind. Diese „SALONPERSONNAGE“ wird über den staatlich gebeugten Kunstfreiheits-Begriff definitorisch möglich, indem unechte Künstler und Pseudokünstler-Funktionäre, anstelle von echten Künstlern, positioniert werden. Dabei werden sogenannte „hochkarätige Juroren-Gremien“ zur Auswahl der Salonpersonnage eingesetzt, die ebenfalls rechtswidrig, als „unerlaubte Auslagerung von Staatsaufgaben“ agieren.

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Dieser Missbrauch kommt heute, im Jahr 2019, im Rahmen der allgemein vom Kunststaat der Kulturindustrie gepflegten Geschlechterrollen ebenfalls zum Zuge:

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So fehlen der SPD-Ministerin Drese die überzeugenden Beispiele an bemerkenswerten Künstlerinnen, während man sie mit Negativbeispielen von zu Unrecht staatlich gepäppelten SALONPERSONNAGE (männlich und weiblichen Pseudokünstler) zuschütten kann. Ja lebt denn Artemisia Gentileschi noch in Greifswald?

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Deshalb möchte ich noch Folgendes sagen:

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Ich kenne mich seit Jahrzehnten im organisierten Kunstbetrieb aus – das betrifft die föderale deutsche Staatskunst genauso wie die internationale Westkunst und die Weltkunst.

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Hinsichtlich der deutschen staatlichen Kunstpolitik – immer im nomativen Wirkbereich als Kunstkonsum, keinesfalls übergriffig in den Werkbereich der Kunstproduktion – sind nur sehr wenige hervorragende Künstler bekannt geworden. Geradezu an 1000 Promille der Künstlernamen im zeitgenössischen Kunstbetrieb sind austauchbare Schranzen, die mehr oder weniger erfolgreich dem SALONPERSONNAGE-Organisationswesen sich anzuschließen vermochten. Die deutschen Kunsthochschulen schütten jährlich Tausende Bachelor- und Master-Künstlerinnen und Künstler aus – aber was können die? – außer staatlich finanzierte Katalogförderungen zu beantragen?

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Ich spreche hiermit nicht gegen schlechte Künstler, nicht gegen kleine Meister, nicht gegen schlechte Kunst, nicht gegen Kunstgewerbe oder Frauenkunst. Aber was soll denn anerkannt werden, wenn Kleinmeister, wie Gerhard Richter oder Markus Lüpertz, von der Kulturindustrie zu Malerfürsten und Großmeistern erklärt werden, wenn doch jeder deutsche Bürger weiß, wie völlig unbedeutend deren Werke für unser Leben ist?

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Ja, ich gebe zu, dass im Eingangsbereich des renovierten Wallotbaus und heutigen Deutschem Bundestag in Berlin, drei eloxierte Metallplatten, 12 Meter hoch, übereinandergedübelt worden sind: Schwarz/Rot/Gold – von Gerhard Richter, für angeblich etwa 10 Millionen, von der Bundesrepublik Deutschland über den Kunsthandel angekauft. Das hätte Angela Merkel auch noch alleine hingekriegt. Jeder gute Chorleiter oder Pianist hat größere Bedeutung für unser Leben, als dieser Gerhard Richter aus Dresden in Düsseldorf und Köln.

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Also nenne ich jetzt hervorragende Künstlerinnen, die es ebenso selten gibt wie männliche Exemplare, wie den Popsänger, dichter und -tänzer Mick Jagger oder den Pianisten Daniil Trifonov oder den Pianisten Lang Lang, nämlich:

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Helene Fischer, die Sängerin und Tänzerin, Karolin Kebekus, die vielseitige Unterhalterin und Autorin, Dolly Parton, unglaubliche Sängerin aus Tennessee, Kristen Stewart, die Hollywood-Actrice, Anna Netrebko, die Sängerin, oder Lena Meyer-Landrut, nicht weil letztere etwas kann, sondern weil BILD-Zeitungs-Benutzer sie attraktiv finden. Oder Poldi träumt bei BILD, „dass es Schumi besser geht“.

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Im Bereich der bildenden Kunst gibt es derzeit keine gute Künstlerin. Keine Frau, die den Papst oder den Krieg für einen Moment vergessen machen könnte. Die Ministerin sollte mal prüfen, wie es bei der staatlichen Auswahl und Zulassung von Kunst-Studentinnen deren Talent ausreichend geprüft wird; denn es werden Tausende da durchgeschleust, die dann, ohne etwas zu können, nur unglückliche Quoten-Frauenpolitikerinnen werden können.

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Bitte, was sollen Joseph Beuys? was Valie Export? was Ai Wei Wei? – was konnten die? – was gaben die, außer Orientierungsschwäche? – was bedeutet, „Jeder ist ein Künstler“ mehr als „Alles ist in Afri-Cola“, von Charles Wilp?

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Die Indienstnahme des gesellschaftlichen Kunstbereichs durch die Exekutive – z. B. in Wahlkämpfen der Parteien – ist ein weitreichend zersetzender Nachteil missbrauchter Kulturorganisation. Ein entsprechend Legionen zählender Troß von männlichen Kunstpolitikopfern beweist nur diesen Irrlauf staatlicher Kunstorganisation.

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Da der deutsche Staat aus Machtkalkül das Arbeitsfeld von Kunst und Kultur total durchorganisiert hat – dabei handelt es sich um jährlich erhebliche Geldmittel und weitestreichenden Personaldurchgriff verbleiben für Künstlerbegabungen lediglich informelle Nischen, die immerhin diesen Staat vor einer totalitären Wirkung „schützen„.

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Die in der neues deutschland gedruckten dpa-Meldung, „Frauen in der Kunst“ vom 28. Januar 2019, ist eine reine Klientelpolitik und Arschkriecherei der SPD-Ministerin, zu füttern, wo sie eine aggressive Gruppe von Ostseekünstlerinnen abholen möchte, indem die Gender- #metoo-, Feminismus-Klientel massenmedial angespielt wird.

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BAUHAUS als bourgeoise MUSIKWELT der heutigen SALONPERSONNAGE bei „arte“ und bei „DLF“

Januar 24, 2019

Lichtgeschwindigkeit 8874

am Donnerstag, den 24. Januar 2019

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Allüberall drehen die Mühlen der deutschen KULTURINDUSTRIE heiß, die nach 1919 die Abteilungseröffnung des BAUHAUS‘ in Weimar durch den Architekten und Bourgoise Walter Gropius feiern.

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Wer sich für Architektur, Kunst und Kulturpolitk interessiert wird wissen, dass die Modernisierungen in Architektur und Kunst und im modernistischen Zeitgeist der Jahrhundertwende in allen Staaten Europas, auch in Russland und in den USA Form, Ausdruck und ökonomische Bedeutung erzielte.

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Nur das Wort BAUHAUS war dort nicht gebräuchlich – ist es heute auch noch nicht. Von De STYL oder Arts & Crafts (schon seit ca. 1850), zum Kubismus oder dem Expressionismus, oder all den Industrieformen bis hin zum Beton und Stahlbeton eines „BRUTALISMUS“.

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Welche Blödleute beim deutsch-französischen Fernsehen „arte“ uns jetzt mit BAUHAUS-Musik vorführen, sollte dann doch mal mit Kulturkritik und von Historikern zurückgewiesen werden:

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Wie klingt das Bauhaus“?

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Das Bauhaus feiert mit einem großen Eröffnungsfestival in der Akademie der Künste in Berlin seinen 100. Geburtstag.

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Die Auftaktveranstaltung aus der Akademie der Künste Berlin beginnt mit dem Konzert von Michael Wollny nach der Eröffnungsrede von Frank-Walter Steinmeier. Ebenso auf der Bühne Emile Parisien, Wolfgang Heisig, Leafcutter John und Max Stadtfeld.

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Ausgehend von der Frage „Wie klingt das Bauhaus?“ hat der deutsche Jazzpianist Michael Wollny für den Eröffnungsabend des Festivals eine Musik konzipiert, die auf den mannigfaltigen Bezügen zwischen den Protagonisten des Bauhauses und den sie umgebenden Klängen und Kompositionen beruht. .
Neben der historischen Perspektive („Wie klang das Bauhaus?“) auf strenge Barock-Faszination und Zwölfton-Begeisterung einerseits und die Ausgelassenheit der Bauhausabende andererseits, wird dabei auch eine grundsätzlichere Fragestellung formuliert:

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Im Zentrum des Abends steht eine Gegenüberstellung zweier grundverschiedener Blickwinkel auf den klassischen Konzertflügel: Die improvisatorische Phantasie eines Jazzpianisten vs. die Mechanik der „Phonola“, einer Musikmaschine aus den zwanziger Jahren, die einen zweiten Flügel mittels von Hand gestanzter Lochkarten bedient. Intuition gegenüber Komposition, Organisches gegenüber Strukturellem.

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Ausgehend von diesem Spannungsfeld zwischen Improvisation und Komposition erforschen die Musiker unterschiedlichste Klangräume und -szenerien und streifen dabei die Werkstoffe des Bauhaus – Holz, Glas, Metall, Ton, Stein und Gewebe – ebenso wie die wilde Tanzmusik der legendären Bauhauskapelle.

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Das Eröffnungsfestival steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, der das Event vor dem Konzert feierlich eröffnen wird.

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DLF.de, anfang Januar 2019 mit Aenne Seidel:

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Seidel: Das Bauhaus war ein großes Experiment, das Einflüsse aus ganz verschiedenen Künsten zusammengebracht hat.  Eine Art Labor, in dem auch viel improvisiert wurde – also eigentlich ja ganz ähnlich wie in der Jazzmusik. Ist das auch etwas, was Sie gereizt hat am Bauhaus?

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Wollny: Absolut, weil ich glaube: Wir versuchen ja alle immer diese Balance herzustellen aus einer Vorgabe, einer Komposition, einer strukturellen Idee und der Freiheit des Moments. Und das ist was, was zumindest in meiner kleinen Recherche auch immer das durchgezogen hat, was im Geist des Bauhauses damals formuliert wurde. Es geht immer darum, nach Regeln zu arbeiten, aber dann diese auch zu hinterfragen, diese in der Gemeinschaft, in der Zusammenarbeit zu überschreiten, sich was völlig Neues auszudenken – ein neues Regelwerk zu erstellen. Und das ist doch etwas sehr Verwandtes, was ich als Jazzmusiker für mich auch immer als wichtige Arbeitsweise finde.

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Seidel: Sie haben für Ihre Komposition monatelang Bücher gewälzt und sich ja sehr intensiv mit der Idee des Bauhauses beschäftigt. Inwiefern wird das Einfluss haben auch auf künftige Kompositionen?

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Wollny: Ich habe gerade letzten Samstagabend ein Konzert mit Heinz Sauer gespielt, dem Saxophonisten – im Duo in Frankfurt, das immer traditionellerweise ganz frei abläuft. Da haben wir hinterher darüber gesprochen, dass mir wirklich einige Elemente ziemlich neu vorkamen, die da so passiert sind. Ich bin immer vorsichtig, eins zu eins Rückschlüsse zu sagen: Weil ich das gerade gelesen habe, passiert jetzt das und das. Oder auch wirklich zu verstehen, was da passiert. Aber ich weiß, dass diese Arbeit des letzten fast Jahres, muss ich sagen, intensiv die letzten sechs Monate, und Beschäftigung mit diesen Ideen, mir schon sowohl abstrakt-ästhetisch als auch ganz konkret Material geliefert haben, die sicher mich die nächsten Monate noch beschäftigen werden.

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Seidel: Der Jazz-Pianist Michael Wollny in unserer Gesprächsreihe zum Bauhaus-Jubiläum. Kommende Woche wird Wollnys Komposition mit dem Titel „Bau.Haus.Klang“ in Berlin uraufgeführt.

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Änne Seidel: Wie sieht er aus, der berühmte Bauhaus-Stil? Irgendwie geometrisch, irgendwie schlicht und kühl ist er –   und halt irgendwie „modern“. Man merkt schnell, wie schwer es ist, eine allgemeingültige Definition des Bauhaus-Stils zu liefern, denn das Bauhaus war extrem vielfältig. So vielfältig eben wie die Künstler, die an der berühmten Akademie lehrten und lernten.

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Noch schwieriger zu beantworten ist aber die Frage: Wie klingt das Bauhaus? Wir wollen es trotzdem versuchen: heute, in unserer Gesprächsreihe zum Bauhaus-Jubiläum. Und wenn einer diese Frage beantworten kann, dann wohl der Jazz-Pianist Michael Wollny. Er hat versucht, das Bauhaus zu vertonen:

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Was genau wird dort zu hören sein? Wie klingt das Bauhaus? Das habe ich  weil das Thema Bauhaus natürlich extrem inspirierend ist, nach wie vor. Ich glaube, jeder hat sofort eine Art Vorstellung,

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Aber im zweiten Gang merkt man dann, dass es eigentlich relativ schwierig ist, diesen Klang sich zu definieren. Denn es gibt zwar gesichert historisch viele Bezüge zwischen den Protagonisten des Bauhauses, den verschiedenen Meistern und den Schülern, die daraus hervorgegangen sind. Die haben sich alle sehr stark mit Musik beschäftigt. Und es gibt auch einige persönliche und personelle Überschneidungen. Aber es gibt keine Tondokumente, und es gibt am Bauhaus auch berühmterweise keine Musikschule, obwohl es da mal einen Versuch gegeben hat, das zu etablieren. Es gibt keinen gesicherten Bauhaus-musikalischen Stil, den man so abrufen kann. Sondern man muss sich wirklich die Frage stellen: Wie sind diese ästhetischen Konzepte irgendwie umzusetzen, oder wie können die in musikalische Sprache einfließen? Das war eigentlich meine Grundherausforderung oder Grundidee.

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Improvisation wird eine große Rolle spielen, wie es auch am Bauhaus – das war zumindest mein Eindruck nach der Recherche – eigentlich zwei verschiedene Stränge von Ästhetiken gab. Die eine war sehr einer strengen strukturellen Ästhetik verpflichtet. Und das andere war eine sehr freie oder eine experimentelle, auch ein bisschen anarchische Qualität. Es gibt auf der einen Seite eine Begeisterung für Barock, für Zwölfton, diese Art von sehr strukturellem musikalischem Denken. Auf der anderen Seite gab es so eine Bauhaus-Kapelle. Das war ein Zusammenschluss von Bauhaus-Schülern, die dann sehr wild, glaube ich, auf selbstgebastelten Instrumenten die Tanzstile ihrer Gegenwart improvisiert haben: eine Jazzkapelle, wenn man so will.

Wollny: Genau. Ich habe wahnsinnig viel gelesen und mir angeschaut und mir angehört, Tondokumente und Komponisten der Zeit, Interviews gelesen oder Schriften, Manifeste. Die waren ja groß im Kurs in dieser Zeit.

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Seidel: Auf jeden Fall eine große Herausforderung, der Sie sich da gestellt haben. Sie haben, Herr Wollny, vorhin schon gesagt, dass die Bauhaus-Künstler sich stark mit Musik beschäftigt haben. Unter anderem stand wohl Bach hoch im Kurs. Wie passt ausgerechnet Bach zu den Ideen des Bauhauses?

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Wollny: Ich glaube, ein wichtiges Werk für die Bauhaus-Protagonisten war zum Beispiel die „Kunst der Fuge“. Das ist ja ein Werk, wo wirklich alle Spielarten, wie man eine Fuge schreiben kann, durchexerziert werden – fast wie in einem Lehrbuch. Das ist natürlich auch großartige Musik, die man einfach so sinnlich genießen kann. Aber es ist auch eine sehr, sehr strukturelle, organisierte Musik.

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Ich glaube, genau diese Begeisterung für das Strenge auf der einen Seite und das sinnlich Erfahrbare auf der anderen, das war was, was sich in der Musik von Bach für viele idealtypisch manifestiert hat. Und ich denke, Barock – und auch die Hinwendung zu barocken Musikern – stand auch im Alltag des Bauhauses im Mittelpunkt, wenn es beispielsweise darum ging, Feierlichkeiten auszustatten mit Musik oder zu bestimmten Themen Gegenstände herzustellen. Es gibt ja auch eine berühmte Plastik, die versucht, eine Bach-Fuge darzustellen.

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Auf der anderen Seite dann die zeitgenössische Zwölfton-Musik.

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Seidel: Schönberg!

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Wollny: Schönberg, aber vor allem auch der weniger bekannte Josef Matthias Hauer. Das ist jemand, der noch vor Schönberg Zwölfton auf seine Art gemacht hat und der in enger Zusammenarbeit mit Johannes Itten, der ja am Bauhaus ein Meister war für Malerei und die Metallwerkstatt, seine ganz eigene Form von Harmonielehre und Kompositionslehre begründet hat. Da gibt es, wie gesagt, zeitgenössisch ganz viele, wirklich sehr konkrete Bezüge, aber keine richtige Kompositionsschule am Bauhaus.

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Seidel: Sie haben vorhin die Jazzkapelle erwähnt, die zunächst vor allem auf den Bauhaus-Festen spielte. Wenn Sie jetzt mal all das zusammenfassen, was musikalisch am Bauhaus passiert ist: War das Bauhaus für die Musik ähnlich wegweisend wie für Architektur und Design?

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Wollny: Eine sehr große Frage. Das ist ein bisschen unkonkret, weil es keine Komponisten und Kompositionen-Stile gibt, von denen man sagen kann, die haben am Bauhaus ihren Anfang genommen. Trotzdem glaube ich, dass der Tatort Bühne am Bauhaus eine große Rolle gespielt hat. Und vieles von dem, was wir heute als selbstverständlich nehmen, auch experimentelle Formen von Bühnen und auch Konzerten, letzten Endes nicht heute so stattfinden würden, wenn es nicht damals am Bauhaus ein paar revolutionäre Ideen gegeben hätte.

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Dietmar Moews meint: „Wilde Tanzmusik der legendären Bauhauskapelle“? –

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Aha. Was war das wohl? Dodekaphonie? „Play Bach kam erst 30 Jahre später“

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Was der hier von arte herausgebrachte Simulant Wollny behauptet ist samt und sonders Unfug:

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Schönberg ist nicht Bauhaus. DADA und die ganze Kunst der deutschen Werkstätten und das Festspielhaus in Hellerau und der Tanz usw. Alles ist längst vor Bauhaus.

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Die SALONPERSONNAGE der deutschen Kunst-Abzocker greift mal wieder ab!

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Wer möchte die Sendung moderieren? Wer spielt für arte, wer für DLF im Interview? Wer erhält Geld zum Abspielen der Machwerke? Wer gibt den Pseudo-Musikologen? Wer spielt schließlich das Klavier? Wer macht den Bundespräsident? Wie heißt der Komponist? – wovon denn?

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Wie klang das Bauhaus?

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Was machen die heute daraus?

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Toter als tot geht es nicht. Vielleicht kommen demnächst Paraphrasen auf Beethovens Sinfonien? von Wollny oder Seidel? #metoo-Quote zu folgen, Seidel. Oder inspirieren Beethovens Sinfonien diese Schranzen nicht?

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Hilmar Hoffmann 1925 – 2018 Kurznachruf

Juni 2, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8222

Am Sonntag, 3. Juni 2018

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Hilmar Hoffmann, geboren am 25. August 1925 in Bremen, ist 92jährig, am 1. Juni 2018, in Frankfurt am Main gestorben.

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Hilmar Hoffmann ist einer der Sozialdemokraten, die im intermediären Organisationsbereich den Kunstbegriff politisch so geöffnet haben, sodass es unechten Künstler, wie Hilmar Hoffmann selbst, möglich wurde, in den Genuss der Kunstförderung und der Dominanz einer „Salonpersonnage“ (SPD-Personal von unechten Künstlern) im neuaufgebauten deutschen Verbändewesen im Bereich von Kunst und Kultur zu kommen. Die Salonpersonnage hat durch die dominierenden Netzwerke im „Deutschen Kulturrat“, „Deutschen Kunstrat“, IG-Medien, Kunsterzieherverband usw.

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Bei Wikipedia, wo ebenfalls die Salonpersonnage die einschlägigen Lemma redigieren, wird über Hilmar Hoffmann diesbezüglich nicht Auskunft gegeben, sondern da heißt es:

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„…war ein deutscher Kulturschaffender und – funktionär, der sich verschiedentlich für eine Umwertung von Hoch- und Breitenkultur (Kultur für Alle) einsetzte …“

 

Hilmar Hoffmann besuchte das Gymnasium in Lünen / Westfalen und Oberhausen, wo er an der damaligen Horst-Wessel-Oberschule sein Notabitur machte. Zu dieser Zeit wurde er am 1. April 1943 Mitglied der NSDAP; eine Woche danach begann er bereits seinen Kriegsdienst bei den Fallschirmjägern. 1944 geriet er in der Normandie in amerikanische Kriegsgefangenschaft.

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Nach dem Krieg studierte Hoffmann Regie an der Folkwang Hochschule für Musik und Theater in Essen und arbeitete als Regieassistent an den Bühnen der Stadt Essen.

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Es fehlt in der Biografie die Agabe des Eintrittsdatum und Ort in die SPD.

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1951 wurde er in Oberhausen der jüngste Direktor einer Volkshochschule und gründete dort 1954 die Westdeutschen Kulturfilmtage (später internationale Kurzfilmtage Oberhausen), die 1962 Plattform für das Oberhausener Manifest wurde, in dem die Protagonisten der Bewegung „Junger deutscher Film“, Salonpersonnage, die „Papas Kino“ für tot erklärten. 1965–1970 war er Sozial- und Kulturdezernent von Oberhausen. Zwischen 1970 und 1990 war er Kuturstadtrat in Frankfurt am Main und initiierte die städtische Förderung freier Gruppen im Kulturbereich (Salonpersonnage). Anfang der 70er Jahre initiierte er ein Mitbestimmungsmodell am Frankfurter Schauspiel. Zu den geförderten Institutionen gehörte auch eines der ersten kommunalen Kinos in Deutschland. Wichtig waren ihm auch Einrichtungen wie Museen (Initiator des Museumsufers), Stadtteilbibliotheken und soziokulturelle Zentren wie Bürgerhäuser. Aufgrund seines hervorragenden Rufs blieb der Sozialdemokrat auch im Amt, als die Stadtregierung 1986 von der CDU gestellt wurde.

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Von 1992 bis 2001 war er Präsident des Goethe-Instituts (München). Er lehrte Filmtheorie und Kulturpolitik an den Universitäten von Bochum, Frankfurt, als Honorarprofessor in Marburg, als Gastprofessor in Jerusalem und Tel Aviv. In späteren Jahren plädierte er für eine Abkehr von der ideologisch linken Ausrichtung soziokultureller Arbeit und war zunehmend für eine Betonung der „Sinnlichkeit“ von Kultur.

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Anfang Oktober 1996 unterzeichnete Hoffmann die Frankfurter Erklärung zur Rechtschreibreform. Schließlich unterzeichnete Hoffmann Anfang Oktober 2004 auch den Frankfurter Apell zur Rechtschreibreform. Er war von 1985 bis 2011 Vorsitzender des Verwaltungsrats im Deutschen Filminstitut / Deutsches Filmmuseum in Frankfurt am Main. Von 1990 bis 2011 war er Vorsitzender des Programmbeirats von RTL Köln und Hit Radio FFH.

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Hoffmann war einer der SPD-Salonpersonnage mit sehr vielen Partei-Ehren-Verdienst-Zeichen, z. B

1970 – Ehrenring der Stadt Oberhausen

  • 1976 – Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film
  • 1985 – Honorarprofessor an der Philipps-Universität Marburg
  • 1985 – Chevalier de l’ordre des rts et des Lettres
  • 1985 – Goethe-Plakette des Landes Hessens
  • 1988 – Helmut-Käutner-Preis
  • 1988 – Friedrich-Stoltze-Preis
  • 1989 – Ehrenbürger der Universität Tel Aviv
  • 1990 – Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main
  • 1990 – Großes Bundesverdienstkreuz
  • 1990 – Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst
  • 1995 – Ehrensenator der Goethe-Universität Frankfurt/Main
  • 1996 – Hessischer Verdienstorden
  • 1997 – Ehrendoktorwürde der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
  • 1999 – Ehrendoktorwürde der Universität Hildesheim
  • 2002 – Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern
  • 2002 – Das Glas der Vernunft (Kassel)
  • 2002 – Paul-Klinger-Preis
  • 2003 – Wilhelm-Leuschner-Medaille
  • 2003 – Waldemar-von-Knoeringen-Preis der Georg-von-Vollmar-Akademie
  • 2007 – Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen
  • 2012 – SPIO-Ehrenmedaille für Verdienste um den deutschen Film und den Film in Deutschland
  • 2012 – Hessischer Kulturpreis

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Kunst der Malerei in staatlicher Direktion der Kunstindienstnahme

August 28, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7544

Vom Dienstag, 29. August 2017

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Gibt es ein BAUVERLANGEN? – wie es der deutsche Architekt BRUNO TAUT für ANKARA entfaltete?

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Gibt es ein MALEREIVERLANGEN? – wie es für den Maler DIETMAR MOEWS sein Leben lang gibt und in Malerei-Bildern geschaffen wird?

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Gibt es ein MALEREIVERLANGEN anderer MALER? – Gibt es eines des MALEREIPUBLIKUMS? – es gibt einen weltweiten intensiven Kunstprozess, in dessen Mittelpunkt, zwischen Malern und Publikum, MALEREIWERKE im KUNSTERLEBNIS gebraucht werden.

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Warum erschien keine LICHTGESCHWINDIGKEIT mit einem KURZNACHRUF auf den just gestorbenen Künstler K O GOETZ?

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Diese Anfrage per E-MAIL erreichte mich freundlich. Ich antwortete prompt. Inzwischen finde ich, meine Antwort kann auch andere an Malerei Interessierte ansprechen:

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Den Maler Goetz kenne ich seit den 1970er Jahren. Er wurde jetzt in den Massenmedien herausgehoben, weil er als Kölner die eitlen Vorteile der Medien- und Kunststadt genoss.

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Seine Bilder – die ich kenne – gefallen mir überhaupt nicht. Es ist dabei für mich nicht mal zu sehen, dass er seine Bilder liebt, oder dass er was kann, oder, was er den Menschen zu geben hat.

 

Den Herrn Goetz kenne ich bereits als einen jener deutschen Kunsthochschul-Staatsdienern, die den Deutschen Künstlerbund abriegelten. Der DKB war die staatsdienende Berufskünstler-Elite. Die brachten alljährlich ihre Protegées in die große  Jahresausstellung (jedes Jahr in einer großen deutschen Stadt), womit dieser auserlesene Nachwuchs in die privaten Galerien, Kunstvereinsausstellungen und Kunstmessen gelangten (Wer sind Sie denn?).

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Eine gewisse Gatekeeper-Funktion, wie damals der Deutsche Künstlerbund, so ist es heute mit ART NET – nur dass man sich da einkaufen kann bzw. wenn ein Agent einen Künstler da einkauft, dann gehört man zu den „zeitgenössischen Künstlern“. Wer nicht bei ART NEt gelistet ist, kann noch nicht einmal ein Werk in Auktionen der internationalen Auktionshäuser hineinbringen (die auch Kataloge herstellen und die erhebliche Verkaufs-Provisionen nehmen). Doch sie nehmen keinen Künstler, der nicht da gelistet ist. Selbst wenn ein bekannter Kunstsammler oder Galerist einen nicht gelisteten Namen zur jährlichen Versteigerung (immer gegen Gebühren) einreichen möchte, wird das abgelehnt.

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Es ist so im Sinne dieses Westkunst-Syndikats, die sonst – ohne einen offenen Zugang zum Auktions- und Messemarkt – mit ihrem Gerümpel ihrer Vertragskünstler unter zehntausenden zeitgenössischen Künstlerangeboten untergingen.

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Da ist nun Goetz, über den Deutschen Künstlerbund, gerade noch mit drin – als ehemaliger Professor an der Düsseldorfer Akademie. Aber er wurde nie besonders von all den Kollegen beachtet oder geachtet. Im Gegenteil – die soziale Stimmung unter diesen Staatskünstlern war enorm von entweder Klüngel-Genossen-Salonpersonnage oder von Missgünstlingen und Neidern geprägt, die mit dem Rücken zu den Werken der jeweils anderen durch die Ausstellungseröffnung gingen. Alle drängten sich danach, aber dem Redner Hans Küng oder Willy Brandt usw. persönlich die Hand geben zu dürfen (am Besten wenn das Ehegespons und die Enkeltochter das sahen): Bezeugung als Künstler in der Kunstöffentlichkeit ist für Leute, deren Werke niemanden berühren, das A und O.

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Dietmar Moews meint: Es ist wohl ganz allgemein normal so üblich, dass sich Friseure nicht unbedingt gegenseitig schätzen. Ein guter Meister wird sicher keinen Wichtigtuer beachten:

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„Meister, da ist ein Kunde, der will die Haare geschnitten haben“, sagt der Lehrling. „Ja, ist gut, aber schneid‘ dich nicht“.

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Wenn ich das dümmliche Nachkriegs-Gerakel von Goetz in Filmen sehe und was „Avantgardistisches“, 50 Jahre verspätet, Karl Otto Goetz dazu im Film sagte, finde ich es einfach nicht weniger peinlich, als den greisen Lable-Rakler Gerhard Richter in seinen Werkhallen.

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Die Jahreskataloge des Deutschen Künstlerbundes der ausgehenden 1960 Jahre sind voll mit „Informell-Deutschen“ (hinten dran ganz leise, knapp hinter Jackson Pollock, Fred Thieler, auch Bernhard Schulze und viele andere).

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Anfang September wird der Schweizer Meister Ferdinand Hodler in der Bundeskunsthalle Bonn ausgestellt – da habe ich eine persönlich Einladung zur Eröffnung – und werde hingehen.

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Thomas Hermanns – Schlimmste Knallcharge beim WDR: WER KANN ABHELFEN?

Mai 21, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7331

Vom Montag, 22. Mai 2017

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BEI TELEPOLIS auf HEISE.de. hat Markus Komps im Januar 2017 unter dem Titel:

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„Keimzelle des Faschismus“ publiziert und zitiert:

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Serdar Somuncus Rant gegen Zensur soll zensiert werden

Abmahnungen von Medienschaffenden gegen Satiriker liegen gerade im Trend (Josef Joffe und Jochen Bittner ./. ZDF-Die Anstalt) Nun wehrt sich eine WDR-Redakteurin gegen Anarcho-Kabarettist Serdar Somuncu.. Auf einer Veranstaltung der Körberstiftung im Herbst 2015 hatte der sich über die Zensur seiner Arbeiten im TV Luft gemacht:

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„Ich hab‘s mir in allen Sendungen verscherzt, weil jeder Redakteur sagte ‚Der ist nicht handlebar. Der ist kompliziert. Der spricht nicht die Texte, die du ihm sagst.‘, und gleichzeitig etwas nicht passiert ist, das ich erwartet habe: Dass meine Kollegen mich in Schutz nehmen. Ich hab Situationen gehabt, da haben die Kollegen gesehen, was passiert ist! Ich hab ein stand Up gespielt, da war nichts dran, was man hätte zensieren können. Und die saßen da und haben ihre Schnauze gehalten, weil sie Schiss hatten, dass sie auf RTL nicht mehr funktionieren. Und ich bin in die Umkleide und hab gesagt: ‚Habt ihr das nicht gesehen? Habt ihr das nicht gesehen, was passiert ist?‘ Und alle haben so weggeguckt. ‚Nö, wir halten uns da raus!‘ Was übrigens typisch deutsch ist: ‚Ich halt mich da raus! Klärt das unter euch!‘


Ne, und da hab ich gesagt, und da hab ich mir geschworen: ‚Leute, ihr könnt mir verbieten, so sehr, wie ihr wollt, ich werde durch die Hintertür kommen. Und ich werd euch ficken, und zwar ordentlich. So, dass ihr nicht mehr die Schnauze halten könnt, wenn ihr gefragt werdet. Und heute ist der Punkt, Mely, ich sag immer, ‚Ich bin stolz‘, ich hab so dicke Eier, ja, heute ist der Punkt, wo die sagen: ‚Warum hat der Somuncu, den wir immer zensiert und verboten haben, plötzlich in der Sporthalle in Hamburg 4.000 Leute?‘ Die haben doch Mario Barth gedrückt und gepusht, und Bülent Ceylan, den [Beeep| ständig in die Kamera geschubst. Und ich sag: ‚Ja, das kommt, weil die Zuschauer sich von euch nicht mehr verarschen lassen. Und weil die Zuschauer merken, dass meine Texte verstümmelt waren. Weil die Zuschauer vergleichen können, zwischen dem was ich auf der Bühne sage, und dem, was ihr da transportiert.‘

Und die schlimmsten Knallchargen waren Thomas Hermanns, WDR, Elke Thommessen, eine Redaktion, eine die Leute hinrichtet. Tobias Mann, ein begnadeter junger Künstler, dem man zwei Sendungen gegeben hat, um ihn dann abzusägen. Dem haben die das Rückgrat gebrochen. Der hat zwei Jahre lang zuhause eine Depression geschoben. Aber auch andere Talente: David Werker, Dave Davies, Oliver Polak. Wir kämpfen alle an einer Front, wir haben keine Verbindung zueinander, weil es kein Netzwerk und keine Solidarität gibt.

Und diese Arschlöcher nehmen sich raus, im Namen der Gebührenzahler uns zu zensieren. Und das war für mich die Keimzelle des Faschismus. Und ich wusste: ‚Da muss ich ansetzen, jetzt beginnt die Arbeit!'“

Quelle: ungeschnittener Mittschnitt bei Heise.de

„Da auch die Körberstiftung zensierte, nämlich den Satz mit den „Knallchargen“, erfuhren der WDR und seine Redakteurin erst ein Jahr später von Somuncus Suada. Diese Woche nun erhielt Somuncu eine Abmahnung mit der Aufforderung zur Abgabe einer Unterlassungserklärung. Der WDR erklärte, er werde seine Redakteurin bei ihrem juristischen Vorgehen unterstützen, da er nicht dulde, dass seine Mitarbeiterin öffentlich als ‚Keimzelle des Faschismus‘ oder ‚Arschloch‘ bezeichnet werde. Den Zensurvorwurf wies der WDR von sich. Allerdings hatte der WDR u.a. etwa in einem Sketch für die TV-Show „Pussy Terror TV“ Somuncu die Bezeichnung des Intendanten als „Pussy des Jahres“ vereitelt.

Nach Auskunft von Somuncus Rechtsanwalt Heiko Klatt wird in der Abmahnung die Kritik an der Zensur selbst nicht bestritten. Vielmehr beanstandet die Redakteurin die Äußerungen ausschließlich als „Schmähkritik“, also als Beleidigung.

Was Juristen unter „Schmähkritik“ verstehen, illustrierte letztes Jahr der ehemalige Schöffenrichter Jan Böhmermann in einer Art „Telekolleg Medienrecht“. Insoweit aber dürfte dann wohl allenfalls das A-Wort justiziabel sein, wenn man es denn auf die Redakteurin beziehen will.

Zu Erdoğan ./. Böhmermann wird das Urteil am 10.02.2017 erwartet. Insoweit kommentiert fachkundig Gernot Hassknecht von der Neuen Juristischen Wochenschrift.

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Kommentare lesen (156 Beiträge)“

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Und hier zwei der Kommentare bei HEISE.de (Stand 22. Mai 2017):

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am 14. Januar 2017 schreibt xx:

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Das Problem ist, dass der Filz so sehr gewachsen ist, dass die ÖR-Redakteure immer größenwahnsinniger werden, die halten sich für unantastbar.

Wenn ein Staatsdiener (nichts anderes sind öffentlich- rechtlichen-Leute) Rechtsstaat- und Demokratie-feindlich Zensur für sinnvoll hält, sollte der- oder diejenige sofort entlassen werden.

Wenn Lehrer Verfassungsfeindlichkeit propagieren, müssen sie auch ihren Hut nehmen, das muss auch für ÖR-Redakteure gelten.

Da es keinerlei Wahl oder Austausch der Verantwortlichen gibt, wuchern in den Medenanstalten und Förderanstalten (die vor allem Zensurbehörden sind) Filz, Korruption, Vetternwirtschaft und Verfassungsfeindlichkeit.

Das muss endlich ein Ende haben.“

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Kommentar bei Heise.de vom 14. Januar 2017, am 22. Mai 2017 schreibt roko:

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Ironie der Gegenwart: Ein gebürtiger Türke verteidigt Kunstfreiheit in DE

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https://de.wikipedia.org/wiki/Kunstfreiheit

https://de.wikipedia.org/wiki/Serdar_Somuncu :
„Derzeit ist er Kanzlerkandidat der Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI).“

Disclaimer: Das ist (k)eine Wahlempfehlung!

Lg, roko“

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Dietmar Moews meint: Obige Zitate sind nicht Spiegel der Beurteilung von Dr. Dietmar Moews in diesem Fall. Denn mir war der Fall nicht ausreichend nachvollziehbar.

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Doch ich schätze und nutze beinahe täglich HEISE.de und Persepolis bei HEISE.de. Und es freut mich, dass mal jemand – aus Betroffenheit – den WDR und Knallchargen Knallchargen nennt – Thomas Hermanns,

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wie ist der möglich? Thomas Hermanns kann außer Machtsurfen in seiner SALONPERSONNAGE – so lange er sich beim WDR plaziert – rein NICHTS.

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Anmaßend wie er aktuell knallchargig WEST-ART als erweiterte Kulturmachenschaft der WDR-Dienstklasse regelmäßig vertreten darf, indem er sich selbst persönlich auf Sendung plaziert und dabei Werturteile von sich gibt, die keinem anständigen Kenntnis- und Urteilsgrad, noch Kennerschaft oder Fachlichkeit eignet, die zu verlangen ist, entsprechen kann:

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ER KANN NICHT – ER WEISS NICHT. Thomas Hermanns sollte die freiwerdenden WDR-Rosenmontagsplaudereien, anstatt von Guido Kann oder Martin Stankowski, reportieren oder Fußballberichte am Rosenmontag zu Viktoria Köln abfassen. Das kann er zwar auch nicht, aber dass stört dann die Kölschtrinker am Rosenmontag nicht.

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Auch wenn wir an Mittelmäßigkeit und LÜGENPRESSE durch massierte PRAXIS abstumpfen – so ist die Unverschämtheit es WDR-Springers THOMAS HERMANN wirklich die unterste Schublade, vollbeschäftigt mit „eine Hand wäscht die andere“.

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Und die schlimmsten Knallchargen waren Thomas Hermanns, WDR, Elke Thommessen, eine Redaktion, eine die Leute hinrichtet. …

Und diese Arschlöcher nehmen sich raus, im Namen der Gebührenzahler uns zu zensieren. Und das war für mich die Keimzelle des Faschismus. Und ich wusste: ‚Da muss ich ansetzen, jetzt beginnt die Arbeit!'“

Quelle: ungeschnittener Mittschnitt von Heise.de

Da auch die Körberstiftung zensierte, nämlich den Satz mit den „Knallchargen“, erfuhren der WDR und seine Redakteurin erst ein Jahr später von Somuncus Suada. Diese Woche nun erhielt Somuncu eine Abmahnung mit der Aufforderung zur Abgabe einer Unterlassungserklärung. Der WDR erklärte, er werde seine Redakteurin bei ihrem juristischen Vorgehen unterstützen, da er nicht dulde, dass seine Mitarbeiterin öffentlich als ‚Keimzelle des Faschismus‘ oder ‚Arschloch‘ bezeichnet werde. Den Zensurvorwurf wies der WDR von sich. Allerdings hatte der WDR u.a. etwa in einem Sketch für die TV-Show „Pussy Terror TV“ Somuncu die Bezeichnung des Intendanten als „Pussy des Jahres“ vereitelt. Nach Auskunft von Somuncus Rechtsanwalt Heiko Klatt wird in der Abmahnung die Kritik an der Zensur selbst nicht bestritten. Vielmehr beanstandet die Redakteurin die Äußerungen ausschließlich als „Schmähkritik“, also als Beleidigung. Was Juristen unter „Schmähkritik“ verstehen,

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Inzwischen erhält Serdan Somuncu Auftrittszeiten bei den Staatssendern, ist bereits ein gewohntes und auch erwartetes Gesicht. Seine Ausfälle sollten demnächst feiner gedacht und ausgelegt sein, denn mittlerweile sind sowohl Lautstärke wie Aggressions-Diktion selbstlähmend anstatt wirkungsfördernd.

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Das ist schade für die moralische Folklore bei SERDAN SOMUNCU, die eine stets nachvollziehbare empirische Ausgangssituation aufbieten – wenn SERDAN vor sein THEMA seinen kleinen THEATERVORHANG hinhängt und das Ganze Satire nennt.

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