BRANDENBURG Landtagswahl 2014 am kommenden Sonntag

September 11, 2014

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am Donnerstag, 11. September 2014

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Das schöne Brandenburg hat sich nach 1990 als Versammlungsort der DDR- und SED-Verliebten neu in das traditionelle brandenburgische Selbstbild gewandelt.

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Aus Hermann Görings Preußens Gloria hervorgegangen ergriffen, in Brandenburg, nach Schließung der DDR, ehemalige DDR-Menschen die Verantwortung für einen demokratischen Neuanfang mit altem Personal aus Potsdam und Ost-Berlin.

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Es waren umgenannte, neugenannte, Wechselbälge der Blockparteien, der SPD, des Runden Tisches, der bald Bündnis 90 genannten, der Wendehälse, der Stasi-Führer auch, wie der dann zum brandenburgischen Potsdamer Berliner evangelische Kirchenfürst SPD-Ministerpräsident Manfred Stolpe (Stasi).

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Ich möchte mich hier nicht länger an den furchtbaren Schmerzen, die die stillen Oppositionellen aus Ost-Berlins Kirchen nun mit Wendehälsen erleben mussten – wie schwierig es auch für die in den 1980er Jahren ausgewiesenen, ausgebürgerten Menschen wurde, die zum Neuanfang natürlich wiederkamen und mitmachen wollten, wenig Anschluss fanden. In Potsdam konnte es dem Berliner Zugezogenen nach 1990 passieren, dass er vorm Gartenzaun offen von Nachbarn zur Rede gestellt wurde, ob er SED / PDS wählen wolle oder den Westen.

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Die Kirchensozialarbeiterin Marianne Birthler aus Friedrichshain, später Prenzlauer Berg, landete auf der Wahlliste und in der letzten Volkskammer, 1990, wurde dann nach dem Systemwechsel als Bündnis 90-Abgeordnete in die Grünen-Fraktion in den Bundesrag nach Bonn geschoben, um dann als „Grüne“ Brandenburgs Sport- und Schulministerin in Potsdam unter Ministerpräsident Stasi-Stolpe (SPD) zu werden und so weiter:

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Das Elend wollte nicht enden. Irgendwann trat Birthler aus dem Ministerinamt zurück – nachdem harte Belege für Stolpes Stasi-Arbeit (zu DDR-Zeit, als Kirchenvorgesetzter von Birthler, alle Jahre lang konkrete Verrätereien getrieben hat). So ein Rücktritt mitsamt all dem Partei- und Fraktionsgerümpel im Nacken (und das war dann später die Qualität warum man eine „Frau“ zur Nachfolgerin von Gauck als Gauck-Behördler machte: Birthler-Behörde, heute Jahn-Behörde).

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Meine Güte – was haben diese Menschen erlebt. Wie soll man so Mensch machen? Wie Staat machen? Wie Bundesland Brandenburg?

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Kein Wunder, dass die PDS, jetzt Linkspartei, zum Dauerkoalitionspartner der SPD werden konnte (die lärmende Regine Hildebrand noch in Erinnerung), – die Folklore eines zum Scheitern verurteilten Amateurparlamentarismus, unter Mitwirkung von SED-Kadern, Verschuldungskonzept und Westparteien-Professionalismus peinlichster Qualität.

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Ich nenne nur zwei Argumente des Elends der DDR-Folklore von Potsdam:

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Das Bauvorhaben BER Flughafen Berlin-Brandenburg und – natürlich – der Lausitz-Ring, zwei Geldgräber, die die Verschuldungen von Honecker, Heike Drechsler und Katharina Witt, bis 1989, um ein Vielfaches überschreiten.

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Es wird nicht überraschen, wenn nunmehr ein dümmlicher Trick, das Wahlrecht auf das Alter von sechzehn Jahren runterzusetzen, eine gesteigerte Nichtwählerquote bringen wird.

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Denn, wie schmerzbefreit sollen Brandenburgs Wähler sein, wenn sie die Pleiteparteien der „preußischen Gemütlichkeit“ von Potsdam, die SPD und die Linkspartei, nicht wählen würden – obwohl der Nachfolger von Mathias Platzeck (nun SPD, der auch mal aus der Ostberliner Kirche vom Runden Tisch gekommen war), Dietmar Woidke (52, SPD) durchaus einen ernsthaften Eindruck machen kann.

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Der CDU-Kandidat Michael Schierack (47), Orthopäde in Cottbus, Landesvorsitzender seit 2012 und Fraktionsführer, wäre nun die mögliche Antwort auf Lausitzring und BER – aber?

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Dietmar Moews meint: Die Brandenburger Stimmung ist auf „Weiter so“ und nicht auf „Citoyen“ gestimmt. Ich respektiere die Freiheit der Wähler, die ohne schlechtes Gewissen die Große Koalition wählen, in den Krieg sich führen lassen und auch sonst keinen Beitrag zur Zukunftsgestaltung rausbringen.

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Mir wäre ein Wechsel sehr lieb. Die Sozis sollen mal in die Opposition. Und die CDU müsste mal mit allen anderen kleineren Interessenten und Bewerbern in einen Markt der Ideen eintreten: AfD, Piraten, FDP, Kommunisten, Nazis.

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Bundespräsident Gauck wird dicker

September 3, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4850

am Mittwoch, 3. September 2014

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DIETMAR MOEWS DMW 640.9.4 Strohfeld Öl auf Leinwand in Dresden gemalt

DIETMAR MOEWS
DMW 640.9.4 Strohfeld
Öl auf Leinwand
in Dresden gemalt

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Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck, gelernter DDR-Pfarrer, längst Mitglied der SPD – das sind diejenigen Mitglieder des „runden Tisches“ von 1989/1990 in Ostberlin, die dem Runden Tisch in den Rücken fielen, war nicht Wunschkandidat von der ebenfalls aus dem Lebenskreis der DDR-Christen-Protestanten herkommenden heutigen Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU).

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Mit ihren Personalentscheidungen Köhler, Wulff, Gauck, liegt Kanzlerin Merkel leider ziemlich schlecht:

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Köhler war viele Jahre Insider der Weltfinanz. Köhler hat sich bis zum Zusammenbruch der Weltfinanzblase im Jahr 2008 rein gar nichts anmerken lassen (gemessen am Amtseid eines Bundespräsidenten grenzt das an Hochverrat). Anschließend behauptete er, das sei vorhersehbar gewesen – sagte zur Casino-Finanz der ehemalige Casinodirektor.

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Wulff machte eine politische Karriere der Kleinprovisonsgeschäfte, bis ihm als Bundespräsident das rote Gummiauto auf die Füße fiel. Aber, dass Wulff hierüber auch noch eine Telefonbeichte bei der BILD-Zeitung aufs Band sprach, war Beweis, mit wie wenig man so einen Posten erhalten kann. Erhalten kann den auf dem Niveau nicht.

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Und jetzt Gauck: Er hat längst die Fassung verloren: Nichts von dem, was er sagt, hat noch hinreichend Seinsbindung. Gauck redet von der intensiven Diskussion zur Bundeswehrpolitik – sie findet aber gar nicht statt – schon gar nicht mit Gauck und den Deutschen Bürgern.

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Dietmar Moews meint: Höre und sehe ich die Gauckauftritte des vergangenen halben Jahres, liegt die Betonung immer auf Veränderung der Bundeswehrpolitik.

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Ich möchte gerne wissen, warum Gauck nicht zur Landesverteidigung Deutschlands auf die bislang nicht gegen Killerdrohnen geschützten deutschen Atomkraftwerke zu sprechen kommt.

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Summa Summarum ist aber auch jetzt wieder zu erinnern:

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Deutschland ist völkerrechtlich nicht souverän, sondern wird von den USA bevormundet.

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Man muss davon ausgehen, dass Gaucks Rede auf der Internationalen Wehrtagung in München von den USA geschrieben war.

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Man muss davon ausgehen, dass Gaucks Texte auf der 1914-Feier am Atlantik und kürzlich zur 1939-Feier, Montag in Danzig, diesem Kontext zu dienen hatten: Deutschland respondiert chorartig die Verlautbarungen von USA und Nato.

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Ich bin deshalb in froher Erwartung: dass

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EINS die Unkereien der Linken usw. über „präsidialen Fehlgriff ersten Ranges“, erschrockene Einsicht zu unserem obersten Sprecher, Gauck, ignorieren, dass eben nicht der Rostocker Pfarrer Gauck seine Reden bestimmt, sondern der Statthalter nach Machiavelli, unter den Vorgaben unseres Besatzer USA.

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ZWEI Wenn Joschka Fischers Begründung zur Frage, wieso er so furchtbar fett geworden war: Wer in Washington mitgehört hätte, was man ihm da bei Amtsantritt als deutscher Außenminister eröffnet hatte, wäre auch so fett geworden – zutrifft, sehe ich für den Rostocker Joachim Gauck gute Zeiten kommen. Voraussetzung wäre eine Sensibilität, wie die vom Fleischerssohn Fischer – aber so besonders sensibel hat man Gauck ja bisher nicht kennengelernt. Möglich auch, dass Gauck heimlich mit Marathontraining beginnt.

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DIETMAR MOEWS 1991 Tucuman / Argentina

DIETMAR MOEWS 1991
Tucuman / Argentina

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Oder anders: Wenn unser Bundespräsident nicht für Deutschland wirbt und Vladimir Putin, einem herausragenden Führer Russlands, nicht den Respekt erweist, den der selbst auch vor dem russischen Volk schuldet, dann hat Gauck seine Pflicht nicht verstanden.

 

Nach Köhler und Wulff fällt also auch Gauck aus –  ist jetzt unsere bundespräsidiale Kanzlerin dran, entscheidende Richtigstellungen öffentlich anzusagen:

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Im Großen und Ganzen sind konkrete Ansagen zur deutschen Staatsräson nicht üblich und deshalb ungewöhnlich, weil Staatsräson die praktisch gelebte Sitte und Gebrauch in den verfassten Spielräumen unseres Staates ist – schließlich in den Grenzbereichen auch gerichtlich oder sogar höchstrichterlich definiert werden.

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Jeder Deutsche findet sich meist in der Mitte des öffentlichen Benehmens auf. Zwischen Volksverhetzung und zivilem Ungehorsam ist eine schön Spannweite – also sehr interessant, was da politisch geschehen darf. Lebendigkeit in der öffentlichen Kommunikation ist Voraussetzung für gesellschaftliches Gelingen eines freien demokratischen Gemeinwesens.

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Es wäre jetzt vom Bundespräsidenten eine Erklärung nötig, denn:

 

Bundeskanzlerin Merkel hatte erklärt, „Deutschlands Solidarität zu Israel ist Staatsräson! – Merkel sagte das während der israelischen Massaker gegen Gaza.

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Bildschirmfoto vom 2013-01-28 15:41:11

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Massaker an Gaza – egal von wem – sind keineswegs deutsche Staatsräson. Das bedarf einer Korrektur.

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MARIANNE BIRTHLER: Erinnerungen – ein Buch gelesen

September 3, 2014

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am Mittwoch, 3. September 2014

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Ich grüße alle meine Freunde und Bekannte, unserer gemeinsamen Vorzeit, die sich hier in eine tägliche LICHTGESCHWINDIGKEIT einfinden. Hoffentlich kann ich Belustigendes liefern.

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Witz / Esprit = als Belustigung für alle, die nicht auf diese Art frommer Lebensdienlichkeit zugeschnitten daherkommen, sondern in eigener Prägung, es aber täglich verdienen: Kommen Sie nach Köln-Südstadt, nördlich Eierplätzchen – da wird es täglich hell und dunkel (selten wirklich hell).

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Jetzt komme ich gleich zu Marianne Birthler – Moment noch:

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Eine täglich, alle Arbeitsfelder der Soziologie – also unseres Lebens – abdeckende Feldarbeit und Nachrichtenerkundung, mit dem Nebenprodukt der täglichen LICHTGESCHWINDIGKEIT, hier im Blog, ist eine schöne Selbstverblödung ein kurzes Leben zu zerschreddern – aber … dazu studiere ich meine Fächer.

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Außerdem leiste ich mir den Luxus relativ impressionistischer Stichproben, neuerscheinende Bücher zu kaufen und zumindest anzulesen (oft schmeiße ich das Zeug in die Ecke und nehme lieber einen Band aus der Gesamtausgabe von Karl Kraus‘ Fackel vor). Denn Eines ist für mich sicher: das Gute soll man immer wieder lesen – das Mittelmäßige durch ein starkes Urteil möglichst ohne Zeitverlust erkennen können und sich sparen.

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Also hier, die Berliner DDR-Frau Marianne Birthler (geboren 1948 in Berlin), die sich den Aufwand machte, ihre Erinnerungen auszuarbeiten. Sie erschienen bei Hanser Berlin unter dem Titel „Halbes Land Ganzes Land Ganzes Leben“ (in Versalien).

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Geteiltes Deutschland im Titel – wo ist die Ostzone?

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Marianne Birthler – sie war Schulministerin im 1990 neugegründeten Land Brandenburg – schreibt auf Seite 250:

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(S. 250) … Der Streit um das Schulgesetz war für mich eine wichtige Lektion. Ich warb leidenschaftlich für das, was ich für richtig hielt, lernte aber auch, Kompromisse auszuhandeln, sie zu akzeptieren und zu ihnen zu stehen. Das war etwas anderes, als mit Freunden kontrovers über den Text einer Protesterklärung zu diskutieren. Jetzt ging es ums Regieren, um politische Konzepte und Entscheidungen, die sehr konkrete Folgen für Menschen hatten.

Mitunter tat das noch richtig weh. Zum Beispiel nach mühsamen Haushaltsverhandlungen, in denen ich einiges erreichen konnte, aber auch Niederlagen einstecken musste. Dann war das „Paket“ geschnürt und würde den Landtag passieren, und ich würde ihm zustimmen. Doch bevor es so weit war, stellte die Opposition manchmal Anträge, deren Inhalt ganz in meinem Sinne war, ob es nun um die Erhöhung des bescheidenen Taschengelds für Heimkinder ging, um die Verringerung von Klassenstärken oder um mehr Mittel für die Weiterbildung von Lehrkräften. Genau für solche Anliegen hatte ich mich ja in den vorangegangenen Verhandlungen eingesetzt, mich aber nicht durchsetzen können. Dann saß ich jedes Mal auf meinem Platz auf der Regierungsbank des Landtags und kämpfte mit mir: Sollte ich, Abgeordnete eines frei gewählten Parlaments, nicht bei jeder Abstimmung meiner Überzeugung folgen? Eine einzelne Stimme würde das Ergebnis ohnehin nicht beeinflussen, aber darum ging es nicht: In mir sperrte sich alles dagegen, einen Antrag, den ich inhaltlich befürwortete, abzulehnen und damit gegen meine Überzeugung zu stimmen. Doch dann, als die Neinstimmen aufgerufen wurden, starre ich geradeaus und hob meine Hand. Es war richtig so. Aber ich fühlte mich nicht gut dabei.

Das ist eine banale Geschichte, über die gestandene Politikerinnen und Politiker nur den Kopf schütteln können. Politik ist die Kunst des Kompromisses, und wer einen mühsam ausgehandelten Kompromiss unter Berufung auf das Gewissen unterläuft, ist nicht automatisch der bessere Mensch. Es könnte sich auch um egoistisches Beharren handeln, um mangelnden Respekt gegenüber hart erkämpften gemeinsamen Positionen, um die Unfähigkeit, politisch zu denken. Doch wo liegt die Grenze? Wo wandelt sich angebliche Politikfähigkeit in Selbstverleugnung und Opportunismus, und wo wird die Treue zur eigenen Meinung zur Prinzipienreiterei und führt in die Isolation? Es sollte in den folgenden Jahren genügend Gelegenheiten geben, darüber nachzudenken, ob ich unter allen Umständen zu meiner Überzeugung stehen würde oder ob ich bereit wäre, sie um eines anderen Zieles willen zurückzustellen… „

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Dietmar Moews meint: Bekenntnisse sind, wenn sie ehrlich zu sein scheinen, wie hier die von Marianne Birthler, respektabel. Dass sie ihre Professionalitätserkenntnisse auf banale Art, auf die Gut / Böse, ehrlich / unehrlich, Kompromiss / kompromisslos verkürzt abklärt, ist Gedankenlosigkeit.

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Sie glaubt, es ginge um Prinzipienstrenge und Standhaftigkeit, oder es ginge um Biegsamkeit und Opportunismus. Und damit werden die christlich-protestantischen bzw. preußischen Tugenden bzw. Hartleibigkeiten ausgetragen. Ein jenseits von Gut und Böse (Nietzsche) und ein diesseits von Gut und Böse von Isaiah Berlin als Modus der sozialen Lebensbejahung – auch als Parlaments-Partei-Abgeordneter und Regierungsmitglied scheint ihr bis heute nicht in den Blick geraten zu sein.

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Bei diesem Buch suche ich nach vertieften Kenntnissen über meine Erlebnisse mit Menschen aus und in der DDR: In der Neuen Sinnlichkeit hatte ich vor 25 Jahren einen bewegenden Aufsatz von Georg Pohl, dem Dresdner in Leipzig, heute in Hamburg, über “Uwe Hankel in der DDR-Sozialpsychiatrie“ publiziert – bei Marianne Birthler stehen knappe Angaben zu „Jugendwerkhof Torgau“. Dazu Birthlers Vorstellungen zu Vergangenheits-Aufarbeitung / -Bewältigung als wünschenswerter Vorstellungsorientierung. Wer das nicht kannte, muss besser still sein.

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Es ist für eine gewisse Birthler-Kundschaft sicher eine bedarfsorientierte Vorstellung – dagegen aus meiner Sicht ist es die gefühlige Rückgewendetheit, statt die Zukunft von Vorurteilen abzudämpfen und eine Vorurteilsbefreiungskonzeption zu proklamieren (wohl wissend, das Menschsein heißt: Vorurteilsbeladen und traditionell zu sein und werden zu müssen).

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Wie kann ich, wie können wir in Tradition, in Abhängigkeiten, in Veränderlichkeiten miteinander unser Leben entfalten?

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Wie lassen sich dabei Daseinvorsorge und Zukunftsgestaltung organisieren, während mehr neue Probleme entstehen als gemeinsam gelöst werden können?

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Es wird stets gleichzeitig immer eine Problemverdrängungs- und Propagandakommunikation institutionalisiert, der ein auf ehrlich / unehrlich gestähltes Ostberlin-Huhn als Individuum immer nur mit dem Pathos der Entfremdung und großer Bindungsverlustigkeit begegnet.

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LER? – das muss deshalb aufhören, weil die christliche Hartleibigkeit ein fröhliches Erinnern und Vergessen – im Bilde des Gekreuzigten – auszuschalten sucht und stets ausschalten konnte, wo sie zum Zuge kommt.

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Ich sage mit Heidegger (ausnahmsweise): Stehe hinaus in das mögliche Sein.

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Putin Put in – Homohass nach Englisch-Kurs in Russland

Mai 10, 2014

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am 10. Mai 2014

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Hatte Wladimir Putin in seiner Hybris, die große ehemalige Sowjetunion zu moderieren und nach allen Regeln der Führungskunst zu sanieren, auch Sprachunterricht genommen und die weltweit angewendete Sprache Englisch erlernt.

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Und als Putin bei seinem ersten Treffen mit dem Ehepaar Obama zu Frau Michelle Obama sagte: „Sehr erfreut, Putin“, jene antwortete: „Sehr erfreut Put in“. Glaubte Putin an seine feuchtesten Träume, die noch aus archaischen Zeiten in ihm kochten: Der Sieger nimmt die Frauen der Unterworfenen – und: Put in.

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Man kann es vermutlich nur als Satire deuten, wenn man nicht den Hass unter den einander Fremden schüren will. Es hört nicht auf, dass aus Staaten der ehemaligen Sowjetunion Hass und Unterdrückung gegen Homosexuelle wilde Formen annimmt. Das hat eine soziale Dimension – es rührt also vom mitmenschlichen Miteinander her, das sich gegenseitig beeinflusst, kontrolliert und steuert. Heraus kommt immer ein Zwischenfazit auf Kosten Dritter.

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Man kann aber auch nicht übersehen, dass es sich bei diesem Verhaltensstil um ein stereotypes Grundmuster geht: Majorität formiert sich gegenüber Minorität.

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In den weiteren Ausprägungen treten solche Minderheitsdrangsalierungen immer als Sündenbock-Prinzip auf: Wenn es Unzufriedenheit und/oder Probleme und Miseren gibt, die man nicht zur Zufriedenheit bessern kann, werden Schwächere aufgespießt, denen man die Verschuldung anlastet: Die Fremden, die Anderen, die Ausländer, die Orthodoxisten – Neger, Juden, Zigeuner -, wer hier zum Opfer wird, sollte nicht eingeschüchtert die Schuld bei sich selbst ernsthaft suchen (er könnte mal bei sich zu hause nachschauen, wo er selbst in der Majorität ist, dass es dort ebenfalls Spielarten der stereoptypen Diskrimierung als Ersatzdroge für ungelöste Probleme und Missstände gibt).

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Doch dann kam nämlich der US President Barack Obama und sagte ebenfalls: „Sehr erfreut Mister Put in“. Darauf schaltete der russische Führer Putin indigniert auf Reserve um.

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Kurz nach Putins Rückkehr nach Moskau kamen erste Verlautbarungen, dass Putin Homosexualität unter Strafe stellen wolle und homosexuelle Paarungen oder sogar Eheschließungen, quer (queer) der heterosexuellen Tradition verbot und verfolgte.

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Heute sollte niemand den Staatschef Putin auf Englisch begrüßen und beim Namen nennen.