Gesellschaftsverarschung der Führung und Ressourcentheorie

Mai 1, 2021

Lichtgeschwindigkeit 10207

am Sonnabend, den 1. Mai 2021

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Der Mai der Mai der luhustige Mai er kommt mit seinem Rahauschen

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Erster Mai – der Tag der werktätigen Gesellschaft und ihrer Solidaritätsdefizite: Man kann leider nicht sagen, dass die schrumpfende Industriearbeiterschaft durch die auf ihre Interessen reflektierenden Funktionärsgewerkschaften, überzeugende und brauchbare politische Fantasie zeigen könnten – denn sie scheinen unfähig.

Also nehmen wir am 1. Mai immer wieder nur den „Tag der Arbeit“ (Ausschlafen nach dem Tanz in den Mai) zur Kenntnis, an dem Gewerkschaftsführer für die kulturindustriellen Massenmedien Erkärungen abgeben – immer wieder nur

Klagen

und

Forderungen

keine durchgeistigenden Anregungen für Politikentwicklung und Sozialgeschehen.

Da hilft nun Corona auch wenig. Okkee Dokee.

Man hört das Wort „Ressourcentheorie“:

Gemeint sind Wahlbeteiligungen in aller Welt und dann in Deutschland.

Das hat man dann davon, wenn da keine Wissenschaftler arbeiten, sondern

Medienstudenten Agenturmeldungen designen, hier zur Frage Wahlbeteiligung.

Man meint:

Den Nicht-Wählern aus den unteren Schichten der Bevölkerung fehlt es nach diesem Forschungsansatz „vor allem an den ökonomischen Ressourcen und auch an den kognitiven Ressourcen – also an ausreichender Bildung.“ Beide Ressourcen seien offensichtlich notwendig, „um sich bei Wahlen einbringen zu können“.

Nun behaupten also zitierte Publizisten, die sich Forscher nennen:  „Für fast alle Demokratien gilt: Je niedriger der soziale Status, desto weniger Beteiligung an den Wahlen.“ Was die Beteiligung an Bundestagswahlen anbelangt, könne man in Deutschland jahrzehntelang sehr zufrieden sein. Zwischen 1949 und 1987 gaben stets mehr als 84 %, in den 1970er-Jahren sogar mehr als 90 % der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Doch seit den 90er-Jahren verzeichnet die Statistik eine „tendenziell rückläufige Beteiligung an Wahlen auf Bundes-, Europa- und Länderebene“. Eine Untersuchung des Deutschen Bundestages liefere 2016 unter dem Titel „Sinkende Wahlbeteiligung in Deutschland“ alarmierende Zahlen.

Bei Landtagswahlen gehen nicht einmal 60 Prozent wählen

Zwar ist die Beteiligung bei den Bundestagwahlen seither wieder angestiegen (von 70,8 % im Jahr 2009 auf 72,6 % bei der letzten Wahl im Jahr 2017), doch die Höchststände von früher scheinen nicht mehr erreichbar. Noch besorgniserregender sind die Zahlen für Landtagswahlen: Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung wies schon 2013 darauf hin, dass an Wahlen für die Bundesländer nur noch weniger als 60 Prozent der Wahlberechtigten teilnahmen.

Auch die Autoren einer Studie fanden die Ursache für den Wählerrückgang nicht etwa in einem allgemein gesunkenen Interesse an politischer Teilnahme. Vielmehr war und ist es nur ein bestimmter Teil der Bevölkerung, der den Weg zur Wahlkabine scheut. Die Promotoren behaupten fest, „dass es vor allem die unteren sozialen Schichten sind, die sich bei der Wahl enthalten“.

Dieses „Phänomen“, sagt Politikwissenschaftler Steinbrecher, erkläre die sogenannte „Ressourcentheorie“: Den Nicht-Wählern aus den unteren Schichten der Bevölkerung fehlt es nach diesem Forschungsansatz „vor allem an den ökonomischen Ressourcen und auch an den kognitiven Ressourcen – also an ausreichender Bildung.“ Beide Ressourcen seien offensichtlich notwendig, „um sich bei Wahlen einbringen zu können“.

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Dietmar Moews meint: Von der täglichen Propaganda der Kulturindustrie längst ermüdet und taub-blind höre ich „Herdenimmunität“. Doch hat das Coronaproblem und die Verhaltensänderungen, die den Menschen beschützen könnte, gar nichts mit „Herdenimmunität“ zu tun. Corona hat heute, weder mit Herdenimmunität-Theorie nicht mit Herdenimmunitätspraxis zu tun. Wir sind weder auf dem Weg zu irgendeiner Herdenimmunität, noch kann man darauf heute sein Verhalten beziehen, weiß man doch gar nicht, wie die Pandämie weiterverläuft, weiß nicht ob die Impfstoffe eigentlich die mittelfristige und langfristige „Gutmütigkeit hat?

Das wird einfach vertuscht, übergangen oder verleugnet. Da reden Führer von Immunität: lassen sie sich impfen – dann werden sie Immunität haben und frei sein.

Okee Dokee – so viel vom Müll und vom Augenstaub:

ERSTENS: Niedrige Wahlbeteiligung ist nicht an sich schlecht.

ZWEITENS: Hohe Wahlbeteiligung ist nicht an sich immer so gut wie in der DDR unter Ulbricht und Honecker.

DRITTENS: Wer ausreichend Ressourcen hat, ist die Propaganda-Dauerbeschallung durch STamOkap und Große Koalition leid. Was soll der wählen.

VIERTENS: Die Wahlunlust der geringer gebildeten Mitbürger rührt nicht von der schwachen Urteilskraft und Kritikfähigkeit her, sondern geradezu vom Restinstinkt, dass überall maximal gelogen wird:

BEISPIEL SPD:

Kanzlerkandidat Olaf Scholz, der bereits vor zwanzig Jahren nach Hamburg zurückgeschickt werden musste, trumpft jetzt ganz groß auf:

Dieser SPD-Bundesfinanzminister und Vize-Kanzler der 2021er Großen Koalition trat vor:

Wirecard-Vernehmung!

Cum-Ex-Warburg Bank-Vernehmung.

Scholz erklärte, er habe nichts gewusst und nichts Falsches getan.

In beiden Fällen hat er gelogen:

Wenn es um derartig viele Millionen und um eine namhafte Bankpleite ging, dann ist der Chef verantwortlich.

Nichts getan oder nichts gewusst kann jeder Eulenspiegel sagen, aber kein Kanzlerkandidat wird dadurch seine SPD-Wähler ermutigen, mit ihn sei gute Politik zu erwarten.

Einfacher ist das mit der internationalistischen Militär-CDU: Braucht man Corona-Masken, bezieht man die über die CSU. Braucht man einen starken Mann, der einen Baum umarmen kann, nimmt man Markus Söder – das ist der Parteigenosse von Theodor von Guttenberg und von Sven Scheuer und Beate Merck, die Mollath-Ministerin unter Seehofer (wenn es nicht gerade um Uli Hoeness und die Rechtsstaats-Beugung der CSU geht).

Geringe Ressourcen von Scholz sind nicht geringe Ressourcen einer hoen oder niedrigen Wahlbeteiligung, nicht bei Bundestagswahlen, nicht bei Landesparteiverbänden, nicht bei Uli-Hoeness-Sondergerichtsbarkeit und nicht bei Kommunalwahlen, wenn die Gemeinde hoffnungslos überschuldet ist.

Also – Nichtwählen ist akzeptabel. Leeren Zettel ungültig machen, also wahlbeteiligen, aber nicht diese Angebote wählen, wäre noch eine nachvollziehbare Möglichkeit für den kritischen Wähler. Auch wenn dann wieder erzählt wird, ungültige Wahlzettel entstünden wegen Volksdummheit (Ressourcenschwäche).

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