CHINA: Kursrutsch durch Luftgeld-Krieg

Januar 7, 2016
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Vom Donnerstag, 7. Januar 2016

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AKTUELL: Heute sind erneut im neuen Jahr 2016 die Kurse an der chinesischen Börse abgestürzt und wanken.

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Erste konkrete Folge sind weltweite Abstürze der Aktienkurse. Auch der DAX ist auf den Indexwert von unter 10.000 Punkte gesunken – das sind etwa 1000 Punkte Verlust in diesem Jahr.

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Abwertung, also der internationale Tauschwert des chinesischen Yuan sinkt, ist zunächst eine „ganz normale“ Reaktion der „Risikoeinschätzung oder Gewinnerwartung“ der Kapitalisten (oft große bankengeführte Fonds-Pakete und Absprachen).

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BILD.de behauptet heute, Donnerstag, 7. Januar 2016:

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Der Kursrutsch rühre vom gewaltigen Devisenberg Chinas her.

Peking hat durch Außenhandels-Unbalance einen Devisenberg von inflationären Fremdwährungen – der wird durch den Börsenrutsch stark verringert.


„… Wie die chinesische Notenbank mitteilte, betrugen die Währungsreserven der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt im Dezember 3,33 Billionen US-Dollar. Das ist der niedrigste Stand seit drei Jahren. Verglichen mit einem Monat zuvor verringerten sich die Reserven um 108 Milliarden Dollar und damit so stark wie noch nie. Die Dynamik wird noch deutlicher, wenn die Entwicklung im Gesamtjahr 2015 betrachtet wird. Im vergangenen Jahr sanken die Devisenreserven, die vor allem aus den hohen Exportüberschüssen des Landes stammen, um mehr als eine halbe Billion Dollar.“

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Dietmar Moews meint: Der zahlenmäßige Reichtum des vagabundierenden Kapitals der Aktieneigentümer kommt nicht ohne realwirtschaftliche Gegenwerte aus.

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Wenn, wie jetzt, aufgrund angeblicher Konjunkturabschwächung, dass die chinesischen Aktiengesellschaften sinkenden Absatz und verschlecherte Geschäftsverläufe haben – die Spekulation der Aktionäre den Verkauf von Aktien begründet, entsteht so ein Wertverlust, rein finanzwirtschaftlich durch das Verkaufsverhalten der verkaufenden Aktionäre.

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Die chinesischen Firmen und deren Betrieb werden dadurch zunächst überhaupt nicht realwirtschaftlich berührt, denn es ist lediglich Spekulation auf Risiko der Kapitalisten.

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Allerdings sind solche Kapitalverlagerungen ganz reale freie Geldmengen, für die dann neue Anlageziele gefunden werden müssen. Freies Kapital bildet potentielle „Nachfrage“ auf die verfügbaren Börsenangebote. Folgedessen steigen die Kaufpreise für Aktien weltweit, wenn die Kapitalisten aus chinesischen Aktiengesellschaften aussteigen.

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Sofern aber die gesamte Weltwirtschaft schlechte Ergebnisse erzeugt, kein reales Leistungswachstum, sondern lediglich Spekulationsspiele und Umschichtungen von Werten an den Börsen gehandelt werden, kommt es prinzipiell zu Nachfrage-Verteuerungen von nichtchinesischen Aktien, ohne dass dahinter eine reale Wirtschaftskraft der Realwirtschaft steckt – das nennt man „Blasenbildung“, wenn schlechte Scheine höher bezahlt werden, nur weil keine guten Aktien auf dem Markt sind. Zuerst kommt es aber überhaupt zur Spekulantenverunsicherung und zu ziemlich sinnlosen Aktienumsätzen – was soll man denn auch kaufen?

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Hauptproblem weltweiter „Finanzkriminalität“ ist das Geldpumpen. Denn insbesondere die US-Federal Reserve hat in Billionen und Aberbillionen viele Jahre lang US-Dollar gedruckt und fast zinsfrei ausgegeben. Damit entstand eine US-Kaufkraft durch quasi „Falschgeld“.

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Mit dieser Kaufkraft haben USA-Dollar-Kapitalisten chinesische Waren importiert, wodurch die chinesischen Fremdwährungs-Devisen-Berge entstanden sind, während die Produktion wuchs..

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China-Aktiengesellschaften haben also viel produziert und viel exportiert und dafür sich mit inflationären US-Dollars bezahlen lassen. Nun ist dieses chinesische Kapital durch die US-Dollar-Inflation viel wertloser als es sein dürfte.

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Der aktuelle Börsensturz ist nun die Reaktion der Aktionäre, denen die chinesischen Aktiengesellschaften gehören.

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Konkrete Folge für die Weltfinanzen ist, nachdem die chinesische Börse heute einfach geschlossen wurde und damit den Handel (Verkauf) chinesischer Werte abgeschnitten hat, es suchen sich die freien Geldmengen Kauf- und Verkaufziele an anderen Börsen. Dabei kommt eine enorme Wertverringerung (Inflation) des chinesischen Yuan zur Verrechnung:

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Die Aktionäre haben rechnerisch aktuell etwa 100 Milliarden US-Dollar Verluste – und sie müssen irgendwas für das durch die chinesischen Verkäufe freigewordene Verrechnungsgeld an Aktien kaufen. Und dadurch entsteht Verteuerung von möglichen Kaufzielen bei Realgütern aus der weltweiten Realwirtschaft.

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Blasenbildungsverdächtige Aktien an den Börsen sind stets die Bereiche der real festeren Güter an Rohstoffen und an Immobilien.

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Es werden folglich knappe Rohstoffe teurer, und schließlich steigen Kosten für Einkauf und Produktion in Wertschöpfungsketten. Verkaufspreise steigen, Warenabsatz und Nachfrage sinkt bei verringerten Ertragsmargen. Konsum und Konjunktur verschlechtern sich. Außerdem sind die Märkte übersättigt – die Konsumenten haben die Nasen voll – wer soll das angebliche TTIP-Wachstum zukünftig konsumieren?

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Aktienanlage für Immobilien sind realwirtschaftlich noch gefährlichere Blasenmetiers, denn hier grenzt die Preissteigerung an die Zahlungsunfähigkeit der Mieter von Immobilien, sodass die Refinanzierung der Investitions-Immobilien nicht über einen volatilen Nachfragemarkt aufgefangen werden kann. Solche Immobilienfonds-Blasen können platzen, weil die Rückflüsse von möglichen Konsumenten nicht gezahlt werden.

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Der Börsensturz in China bedeutet also zunächst nur, dass Kapitalisten über massenhafte Geldberge verfügen, die nichts Wert sind, weil es nichts Vernünftiges auf dem Börsen-Markt zu kaufen gibt, dieses freie Kapital gewinnbringend anlegen zu können.

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Das inflationäre Gelddrucken, US-Dollar, EURO und auch Yen, der FED-Bank, der Europäischen Zentralbank (EZB) und der japanischen Notenbank, steigert also die Risikospiele und die Spekulation.

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Damit ist das gesamte Aktien-Börsen-Geschäft eine gefährliche CASINO-Zockerei geworden, während Devisenhändler immer weiter unsittliche Finanzfonds und betrügerische „Finanzprodukte“ mit viel zu hohen Gewinnversprechungen kreieren, in die das freie Kapital dann flieht und neue Blasen bildet.

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Wirtschaftskrieg + Anschuldigungen

August 16, 2015
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vom Sonntag, 16. August 2015

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Bildschirmfoto vom 2015-08-16 13:19:41

Brennende VWs in Tianjin

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Wirtschaftskrieg? – US-Amerikanische Politiker haben in der vergangenen Woche ausdrücklich und warnend die aktuellen chinesischen Abwertungen des YUAN durch die chinesische Notenbank als WIRTSCHAFTSKRIEG bezeichnet.

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Was ist geschehen?

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Die chinesische Notenbank hat das eigene Geld, Yuan auch Renminbi, abgewertet. Das bedeutet gegenüber dem internationalen Finanzmarkt und den dort im Devisengeschäft unter gegenseitiger Geldwertanerkennung geltenden Valutierungen, die Entwertung des chinesischen Zahlungsmittel im Verrechnungsmodus und ebenso für Münzen und Geldscheine im internationalen Handel.

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Eine solche Abwertung ist einer der möglichen einseitigen Eingriffe einer Nationalen Notenbank auf den Tauschwert und den Gebrauchswert des eigenen Geldes im Welthandel, wodurch Absatz, Handel, Produktion und Konsumtion stimuliert werden.

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Die chinesische Regierung hat in letzter Zeit – nach Jahren unglaublich starker nationaler Wirtschaftsleistung und zweistelligen Wachstumszahlen – inzwischen konkrete Grenzen des Wachstums und in der Folge eines Konjunkturrückganges  erreicht. Die Balance im Außenhandel (Export zu Import) sowie eines erheblichen Devisenberhanges mit inflationären US-Dollars bedurfte einer Gegensteuerung.

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Wirtschaftskrieg ist eine Definition für einseitige gravierende wirtschafts- und finanzpolitische Struktureingriffe in das dahinfließende transnationale Geldsystem.

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Wenn ein Staat durch Abwertung oder Aufwertung, Geldmengenerhöhung, durch Zinsfestlegungen, durch binnenfiskalische Restriktionen, also durch mehr als stimulierende oder koordinierende Effekte erzwingt, dass dadurch in Bezug auf die Leitwährung und die großen Finanzmarktbörsen der Wirtschaftserfolg fremder Nationen geschädigt wird, redet man unter Umständen von Wirtschaftskrieg.

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Andere Methoden von „Wirtschaftskrieg“ sind ganz handgreiflich bzw. sogar militärisch:

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Man kann (Frei-)Handelsabkommen erzwingen (s. USA: TTIP).

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Man kann die Häfen eines Landes sperren.

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Man kann Reisebeschränkungen verhängen.

 

Man kann Handelsschiffe aufbringen und beschlagnahmen.

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Man kann Embargos und Liefersperren verhängen (Rüstungsexporte).

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Man kann Einfuhren verbieten und ächten.

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Man kann über den internationalen Kapital- und Finanzierungsmarkt Sanktionen erzwingen.

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Man kann Zölle und Zusatzsteuern auferlegen.

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Man kann selbst staatliche (HERMES-) Bürgschaften für ausländische Waffenkäufe vergeben.

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Man treibt enorme Propaganda. So wird beispielsweise der Dauer-Wirtschaftskrieg durch die FED-Bank gegen den Öl- und Rohstoffmarkt schon gar nicht mehr erwähnt.

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Die Grenzen zwischen heißem Militäreinsatz zu harten konkreten Sanktionen und zu geldpolitischen Strukturmanipulationen sind aber sehr deutlich.

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Die Wirkungen sind stets Machtausübung und Vergewaltigung des oder der anderen durch einseitige Zielsetzungen oder von Machtallianzen und Machtpools, wie etwa der IWF (internationaler Kredit-Bürge), NATO (US-Militärweltherrschaft), CIA (totalitäre IT-Überwachungsmaschine der USA), BRICS (vom Westen unabhängiger Kreditfonds der Schwellenländer), EZB (Notenbank des Staatenbundes von EUROPA mit einer Gemeinschaftswährung EURO), GOOGLE / ALPHABET (privatwirtschaftliche Datenkrake), OPEC (internationales Ölexport-Kartell).

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Alle solche „Agenturen“ sind die funktionalen Träger der Weltordnung bzw. der täglichen Reproduktion und Integration und der kulturellen Auslegung der Vorstellungsorientierung der konkreten Führung der heutigen Menschheit.

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Überall, wo Koordinierung zu Rissen und menschlichem Elend hin misslingt, hat der Weltvölkerbund Gemeinschaftsmedien zu befrieden. Da reicht der Kampfbegriff KAPITAL nicht hin. Zu rufen ist nach den Kampfbegriffen MORAL und FAIRNESS.

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Die unüberschaubare Welt-Kriegsszenerie der Gegenwart zeigt deutlich, dass es mit der Erkenntnis der apriorischen Strukturen der Grundlagen der Erkenntnis oder der exakten Wissenschaften nicht getan ist, daraus eine Weltfriedensordnung vorzuhalten.

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Die YUAN-Abwertung durch die chinesische Regierung zielt konkret darauf:

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Den empirischen Rückgang der binnenwirtschaftlichen Leitung und der Wachstumsrate zu stoppen. Man geht davon aus, dass durch Erhöhung des Konsums und des Absatzes zumindest quantitatives Wachstum erzielt werden kann. Dabei ist es aber in weiten Bereichen der Überkapazitäten und der Überproduktion bereits zu Marktsättigung und zu „Blasen“ gekommen. Weitere Investitionen in die Produktionen müssen von Innovationen und Exportperspektiven unterfangen sein.

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Sinnlose Investitionen sind Subventionen – also Verluste.

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Das Aufpumpen von Realien, Immobilien, Rohstoffen mit der inflationären Liquidität bringt haltlose Hochpreise, folglich Konsumverzicht und platzen der nicht mehr refinanzierbaren Blase. China musste handeln.

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Die chinesischen Produkte werden durch die YUAN-Abwertung billiger, die Markttauglichkeit für Nachfrage und Absatz wird gegenüber der ausländischen Konkurrenz verbessert. Chinas Absatz wird begünstigt.

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Importe werden für Chinesen teurer. Damit wird das Außenhandelsdefizit verringert und der Konsum gesenkt.

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Die Börsenkurse in New York haben zunächst leicht ausgeschlagen.

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China wertete in einem zweiten Schritt erneut ab – Auftragsbuchungen z. B. bei BMW in Deutschland gingen zurück.

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China wertete erneut, zum dritten Mal ab – jetzt insgesamt über 6 Prozent YUAN-Entwertung gegenüber dem US-Dollar – Geschäfte und Kurse von US-Untenehmungen knickten nunmehr erheblich ein, ja, es gab dramatische Kursstürze.

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Dietmar Moews meint: Was hier innerhalb weniger Tage an dramatischen Signalen am Weltfinanzmarkt ausschlug, nur weil der YUAN um sechs Prozent abgewertet hat, ist für jedermann völlig folgerichtig und war lange vorhersehbar.

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China ist weitgehend gesättigt. Mehr Reichtum kann nicht ohne quantitatives oder qualitatives Wachstum – das heißt Steigerung der volkswirtschaftlichen Gewinne – erwartet werden.

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Die chinesische Regierung hat sehr lange gewartet, auf die chinesische Wachstumsberuhigung (Stagnation) währungspolitisch zu reagieren. Der Einbruch der chinesischen Volkswirtschaft (Stagflation / Deflation) musste jetzt gedämpft werden.

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WIRTSCHAFTSKRIEG: Es ist absurd, dass jetzt von den USA und von der US-Notenbank „Federal Reserve (FED)“ gegen Chinas Abwertung gemobbt wird.

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Seit dem Bankenskandal von 2008 und dem Platzen der US-Amerikanischen Hochstapelei, statt Wirtschaftsleistung aufzuweisen, mit der Gelddruckmaschine sich selbst wertlose Zahlungsmittel auszureichen, leben die USA hauptursächlich von Luftgeld und der Finanzwirtschaftsmacht der Leitwährung US-DOLLAR, den alle Welt als Verrechnungseinheit anerkennen und mitfinanzieren muss.

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Der WIRTSCHAFTSKRIEG wird also seit Langem von der FED-Bank akzelleriert:

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Die USA schütten inflationäre US-Dollars auf den Geldmarkt, entwerten und enteignen damit die Dollar-Gläubiger und Finanzmarkteilnehmer. China als größter Gläubiger der USA werden sozusagen die chinesischen Dollar in den Händen durch Luftgeldinflation entwertet und damit von den USA gestohlen.

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Die EZB hat nun vor einigen Jahren ebenfalls mit EU-Überschuldungspolitik in diese Büchse der Pandora“ gegriffen und druckt sinnlos Lufteuros.

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EZB druckt.

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EZB kauft überschuldeten EU-Finanzministerien Staatsanleihen (Staatsschuldscheine) ab und gibt dafür das Frischgedruckte. Und schon können die Pleitestaaten lustig weiter eine staatliche Dienstklasse bezahlen, Geld ausgeben und Reichtum vortäuschen.

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Im Außenhandel kommt es dann zu BMW-, Mercedes- und AUDI-Exportweltmeisterschaften, während China auf seinen Inflationsblasen sitzen bleibt.

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Es ist jetzt wirklich Zeit, den Begriff WIRTSCHAFTSKRIEG zu diskutieren.

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CHINA-Börse: Blase platzt

Juli 9, 2015
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vom Donnerstag, 9. Juli 2015

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Heute, Donnerstag, 9. Juli 2015, haben sich die Weltwirtschaftsnachrichten auf die Panikeinbrüche an der chinesischen Börse eingelassen.

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Nachdem die Kurse bis zu 30 Prozent Preisabstürze verzeichnen, zeigen auch andere wichtige Börsen in den USA und auch beim deutschen Dax konkrete Reflexe der Verunsicherung.

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Es ist aber Zweierlei zu Unterscheiden:

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EINS Es handelt sich in der Regel um die Marktpreise von Beteiligungs-Wertpapieren von börsennotierten Aktien-Gesellschaften, die das Kapitalwesen von realwirtschaftlichen Unternehmen betreffen.

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Kurs- bzw. Preisschwankungen haben immer realwirtschaftlichen Bezug, nämlich zur Lage, ob ein Unternehmen eine erfolgreiche Marktlage hat, also gute Erträge, guten Absatz, gute Konkurrenzsituation, Finanzhintergrund, Soziallage, Innovation, Image und Kommunikation, Wirtschaftspolitik usw.

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Wenn die realwirtschaftliche Entwicklung ungünstig ist, werden Anleger aufmerksam und es kann zu Verkäufen kommen, also Anteilscheine werden zum Kauf angeboten, und wenn keine Nachfrage da ist, sinkt die Bewertung der Aktie ab.

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ZWEI Vorrangig spielt bei den transnationalen Aktiengesellschaften aber der Spekulationsmarkt eine Hauptrolle. Indem große Aktienpakete durch stimulative Börsenmachenschaften verschoben werden – seien es künstliche Nachfrager, die zu steigenden Preisen einsteigen, seien es große Pakete mit schwindenden Preisen zum Verkauf, wird eine Kursbewegung ausgelöst. Darauf reagieren nichteingeweihte Spekulanten mit Kauf- und Verkaufentscheidungen – das Spiel beginnt.

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Eine andere Praxis der Aktienmanipulation sind sogenannte Übernahmeinteressen oder Ausschlachtung eines Konzerns durch Zerstückelungsverkäufe der Unternehmenszweige bzw. bereits Heuschrecken-Gerüchte können den Kurs in Bewegung bringen.

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Immer arbeiten große Banken mit großen Anteilspaketen einer Aktiengesellschaft mit preisbestimmender Wirkung. Immer müssen kleine Anleger aufpassen und das eigene Risiko eventuell durch Stillhalten (und Kursverfall hinnehmen) oder durch Verkauf der eigenen Anteile Verlustrisiken zu kontrollieren versuchen. Immer sind die Kleinen im Nachteil, weil sie meist nicht die Hintergrundabsprachen kennen, die die Großaktionäre schrittweise durchführen. Dabei sind Internet-Buchungen und Echtzeit-Zielgeschäfte nur noch auszubalancieren, wenn man frühzeitige verlässliche Insider-Infos erhält (Uli Hoeness als Schattenmann).

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Dabei geht es immer um real gezahltes Kaufgeld zu einem Tageskurs und dann im weiteren Bewertungsverlauf der Aktie um die Möglichkeit, Gewinne durch Verkauf im richtigen Moment mitzunehmen. Den Großaktionärs-Pools geht es dabei immer darum, durch Auf- und Abwertungsspiele, die Kleinanleger, die aus Risikoangst auf große kommende Werteinbußen mit geringeren Werteinbußen ihre Anteile schnell verkaufen. Und genau diese Verluste der Kleinen nehmen dann die Großen mit: Das ist die Spekulation.

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Ferner können große Aktienhalter über die Unternehmensführung die regelmäßigen Quartals- bzw. Jahresergebnisse „designen“ – mal stehen da gute Ergebnisse und Gewinnausschüttungen an die Aktionäre. Mal werden zusätzliche Aktien angeboten – was natürlich den Preis der einzelnen Aktie mindert. Mal werden Gewinne minimiert, weil Kosten erhöht oder Investitionen oder Unternehmenszukäufe oder andere unternehmerische Kampagnen durchgesetzt werden. Mal wird die Jahresausschüttung erhöht – immer bestimmen die Starken.

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Auch auf solche unternehmerischen Entscheidungen haben Hauptversammlungsabstimmungen und besonders Kleinanleger keinen entscheidenden Einfluss. Meist haben sie nicht mal Hintergrundinformationen, was hinter bestimmten Entscheidungen für Ziele stehen. Oft werden unternehmerische Ziele vorgetäuscht und lediglich Gewinnmitnahmen großer Aktienpools werden erzeugt.

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Immer sind es „Insidergeschäfte“ der Aktionäre eines Unternehmens. Gewinne, die einerseits durch verbilligte Aktien erhofft werden, sind konkrete Verluste derjenigen Aktionäre, die aus Verlusten und weiterer Verlustangst verkaufen.

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So gesehen ist ein Kurssturz in China zunächst nur für die Aktien-Eigentümer und für das Börsengeschäft bedeutend – die Börse und die Händler verdienen bei jedem Buchungsgang, egal ob die Aktionäre selbst Gewinne oder Verluste abkriegen.Möglich dass Gewinnmitnahmen noch mit Zusatz-Provisionen für die Börsenhändler belastet sind.

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Die sonstige Realwirtschaft hat mit dem Geschäftserfolg der Börse direkt gar nichts zu tun. Stürzt die chinesische Börse ab, kann das der sonstigen chinesischen Wirtschaft zunächst völlig egal sein.

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Dietmar Moews meint: Die chinesische Börsenpanik hat mit 30 Prozent Preissturz eine greifbare internationale Dimension und Wirkung:

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EINS Man muss dabei wissen, dass die Kurse der chinesischen Börse im Verlauf des vergangenen Jahres um 30 Prozent gestiegen waren. Diese Wertsteigerung folgte aber nicht aus ökonomischer Leistungskraftsteigerung, sondern hauptsächlich aus der Notenbank-Inflation der chinesischen Notenbank „LUFTGELD zu drucken“. Die Chinesen machen, was die USA-FED-Bank mit der US-Dollar-Schwemme macht und was auch die EZB mit dem Luftgeld-Euro macht – sie drucken einfach Geld, das sie in den Finanzmarkt als Zahlungsmittel einfüllen, ohne dass dahinter eine volkswirtschaftliche Leistung oder Realwachstum steht:

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Ohne Leistungswachstum wird Geld gedruckt, das nicht gedeckt ist. In der Folge ist die gesamte kurante Währung inflationär, d. h. das Geld sinkt im Wert am Weltfinanzmarkt. Gleichzeitig bilden sich Blasen aus diesem Luftgeld, die in Form von Preissteigerungen von Realien bestehen.

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Beispielsweise werden mit dem Inflationsgeld zu steigenden Preisen Immobilien gekauft, oder Unternehmensanteile, die man gar nicht gebrauchen kann. Durch diese Inflationsgeld-Nachfragesteigerung werden Kaufrealien knapp. Gebäudepreise steigen, ohne das höherer Mieterlös einkommen kann, bzw. wo Wohnraum knapp ist, inflationieren sich die Miethöhen und Lebenskosten – bis der Markt die Blasenpreise nicht mehr „refinanzieren“ lässt: dann platzt eine Blase durch Pleiten und Zahlungsunfähigkeiten. Und ein Dominoeffekt beginnt, mit der Folge, dass alle am Kredit- und Risikoroulette Beteiligten Zahlungsausfälle erleiden und ebenfalls Verluste schreiben oder Pleite gehen.

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PANIKVERKÄUFE heißt also das Zauberwort, das momentan die Wertverluste der chinesischen Börse charakterisiert.

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Wenn die Börsenpanik als realwirtschaftliche Marktaspekte Wirkung zeigt, beispielsweise wenn chinesische Konsumenten weniger deutsche Autos kaufen, zeitigen natürlich die deutschen Betriebsergebnisse Einbußen.

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Die deutschen Autobauer haben immense Absatzeinbrüche als produzierendes Unternehmen. Aber es beginnt ebenfalls unter den Aktienhaltern Risikospiele, aus Verlustangst Aktien abzugeben oder, bei sinkenden Bewertungen einzusteigen.

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Heute hat die chinesische Börse 5 Prozent Steigerung ausgewiesen – es ist also noch keine Verkaufslawine oder Dominoeffekt ausgelöst.

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Doch hinter all den quasi börseninternen Kapitalistenspielen stehen realwirtschaftliche Drucksituationen. Der Arbeitsmarkt, die Preise, die Produktivität und die Ertragslage wird gestresst:

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Es kann nicht sein, dass alle großen Notenbanken statt unternehmerische Konkurrenzfähigkeit zu organisieren, einfach auf quasi-staatliches Gelddrucken und Inflation setzen, ohne dass dann unweigerlich BLASEN platzen.

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Die Überschuldungspolitik es deutschen Staats, jedenfalls, der als Staats-Nachfrager eine erhebliche Staatsquote“ am Auftragsmarkt aufgebaut hat und dabei ein erheblich umfangreicher Arbeitgeber geworden ist (12 Prozent der Deutschen arbeiten beim Staat – das ist eine apolitische Dienstklasse und kostet Demokratie) – ist ein großes UNHEIL.

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Wer glaubt, das deutsche Unheil wird von der EU und vom EURO aufgefangen? – heute sehen wir, dass der US-IWF und Frau Lagarde in New York der EU härteste Bedingungen genannt haben, GRIECHENLAND zu retten.

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Wir sehen – der DOLLAR arbeitet – er arbeitet auch in China und er arbeitet auch in Griechenland. Deshalb bringt ja die CIA / NSA-Zusammenarbeit so viel Vertrauen und Sicherheit /Honi soit qui mal y pense. Putin hat sich schon mal mit Xi Jinping getroffen.

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