Leonardo da Vinci komischer Jahrestag

Mai 2, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9180

am Freitag, den 3. Mai 2019

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Komisch, wenn man eine herausragende Elitepersonalie feiert, während Elite schon als Wort und als Prinzip verpönt und gemobbt wird.

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Mag sein, dass die Feier des Todestages von dem weltberühmten Leonardo da Vinci, jahrzehntelang Leibeigener, Waffenentwickler und Dekorateur im Palazzo Sforza von Mailand, nur die tägliche Medien-Themenredundanz bedient. Man stelle sich nur vor, wenn die Titelseite einer Zeitung oder einer Startseite eines Werbemedien-Portals ausschließlich Innovation enthielte – man könnte es gar nicht einfach so überfliegen: Ein großes Titelbild (Der Spiegel), zwei Überschriften und etwas Blödsinn – mehr nimmt der Kunde gar nicht auf. Schon wenn – wie hier ein bislang unveröffentlichtes Bild von Leonardo da Vinci gezeigt wird, bleibt das unverstanden (auch eine Erklärung wäre zu kompliziert/innovativ und würde nicht „ankommen“).

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Leonardo, der am 2. Mai 1519 als freier Ehrenrentner in Amboise gestorben ist, hat ein herausragend vielseitiges konzeptionelles Werk von Ideen, Experimenten und auch handwerklichen Spitzenleistungen, wovon ganze Museumsabteilungen in aller Welt zu profitieren versuchen. Herausragend und populär sind Leonardos figürlichen Ölgemälde – wie MONA LISA, die heute im Louvre von Paris aufbewahrt wird – tausende Handzeichnungen und Skizzen auf Papier mit Tintenfedern, Silberstiften, Rötelkohlen angelegt. Sein bildnerisches Werk könnte noch heute jungen Malern als Meisterschule dienen.

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Dietmar Moews meint: Leonardo war nicht der Schneider von Ulm. Er stürzte sich nicht mit seinen Flugapparaten in Grund und Boden. Er war 1452, nahe Florenz, geboren worden und endete im anständigen Alter von etwa 67 Jahren. In Leonardos Zeit lebten Menschen sehr in Herrschaftsverhältnisse integriert, die materiell, intellektuell und religiös – angesichts des Todes – entmündigten.

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„Die Mutter aller Erfahrung ist die menschliche Neugier.“ – Leonardo schrieb lesenswert.

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Über den Modus „Renaissance“ wissenschaftlich und aufklärungsfreundlich seinen Lebenserwerb zu finden, war außer den Adeligen ein heikler Tanz.

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Leonardo war als begabtes Kind und Malertalent mit kleinen Kunststückchen bei dem führenden florentiner Malermeister Verrocchio aufgefallen. Er nutzte seine Jugend, lesen und schreiben zu lernen und in vielen Gewerken jener Zeit Können und Wissen zu erwerben. Leonardo war Linkshänder, konnte links wie rechts schreiben, sogar simultan beidhändig, symmetrisch (also teils spiegelverkehrt).

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Als Leonardo gestorben war, hatte er sein heutiges Ansehen und diese besondere Popularität – im Maßstab der damaligen Zeit – während seine Werke und auch sein individueller irdischer Wandel noch bis heute produktiv wirken:

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Leonardo hatte Individualität, lebte tendenziell Bohemien und selbstinitiert (er war Leibeigener – nicht frei).

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Wir erleben täglich, wie herausstehende Zeitgenossen, die das Zeitliche gesegnet haben, mit Nachrufen und Verlustbeschreibungen festgehalten werden.

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Wir erleben täglich, wie alle Genies und Eliten zur Welt gebracht werden, deren Lebensanfang wirklich Alles verspricht.

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In der Annahme, dass die Abgelebten und die Neuankömmlinge unserer Welt sich auf spezielle Art die Balance halten, können wir unseren eigenen Lebensbogen in der ruhigen Gewissheit ziehen, dass wir weder unsere Geburt noch unseren Tod bewusst miterleben, und von einem Plan, gegen den man etwas machen müsste, uns nichts bekannt ist.

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Das müsste doch gelingen!

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Franz Otto Kopp Systemische Hinrichtung der nichtfunktionierenden Leibniz’schen Rechenmaschine

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Bauhaus 1919 und heute als Qualitätskunst der modernen Welt

Januar 8, 2019

Lichtgeschwindigkeit 8828

am Mittwoch, 9. Januar 2019

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1941: Julius Ralph Davidson (geb. 1889 Berlin) baute Pacific Palisades für Thomas Mann in Los Angeles.

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Bauhaus 100 JAHRE – so labelt die angemaßte völlig überflüssige deutschistische Bundeskulturgestaltungsmacht eine überhaupt nicht nationale oder nationalistische Leistung mit modernem Menschbild.

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Das Bauhaus genannte Gestaltungsschulprinzip wurde 1919 von Walter Gropius in Weimar ausgerufen – Gropius war Architekt.

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Wer heute eine alberne Hypothese in den Raum stellt, nur um sie dann umzuwerfen, diskutiert aktuell die deutsche SALONPERSONNAGE und all die überflüssigen Dienstklassenkünstler an Universitäten und der massenmdialen Kulturindustrie gerne das Wort BAUHAUS, worin BAUHÜTTE anklingt, wo folglich Arts and Crafts drinsteckt, schließlich PURISMUS bis BRUTALISMUS genannter amorpher Stahlbetonbau.

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Dabei ist das Bauhaus eine sehr einfache Zündkraft, die zahlreiche hochbegabte Leute aus aller Herren Länder zusammenkommen ließ.

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Die Unsinnsthese lautet:

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Das Bauhaus ist keine neue Idee, sondern das Bauhaus geht aus aller Vorgeschichte, von Russland bis Holland, von Schweiz, Österreich, Frankreich, Indien bis über USA wieder zurück und noch in Lehmbauten Nordafrikas hervor; dazu Texte und Labeling im Kontrast zur eisenhölzernen Teakholzvelours-Meubleage der Kaiserzeit an deutschen Akademien.

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Dass es zu einer „zweiten Moderne“ kam, besonders in der Architektur, auf die Bauhaus-Gründer Gropius so Wert legte, war eine internationale Erscheinung, die mit den aufkommenden bautechnischen Möglichkeiten des amorphen Betonbaus und des Stahl- und Spannbetonbaus aufkam: Art Brut (auch Brutalismus) entspringt nicht dem Weimarer Bauhaus.

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Das Bauhaus ist eine sozio-künstlerische, marktwirtschaftlich orientierte Schulabteilung an der längst bestehenden konventionellen Kunstschule Weimar, die vom Möbeltischler zur Tänzerin, vom Filmregisseur zum Photographen, vom Maler zum Architekt und Kunst-Prosaist, zum Gärtner und Glasbildhauer, hochbegabte ehrgeizige junge Meister und dazu begehrliche Scharen von Bauhaus-Schülern anlockte.

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Herauskamen Meisterwerke der Kunstmoderne, die inzwischen als Klassiker historisch fortdauernden Rang haben. Das sind einzelne Stile, das sind moderne Werkstoffe, das sind dialogdemokratische Sozialideale, das meist durchaus spirituell angehauchte Paganen, die keine Auftraggeber bei den christlichen Kirchen suchten – dennoch solche ausführten.

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Also: Der Hinweis auf das Zugewachsene von Überall, natürlich Traditionen, natürlich Abhängigkeiten, aber auch Sezession und Veränderlichkeiten, Neuerungen. Schließlich wurde die Manufaktur der Bauhäusler sehr bald zu maschineller Ästhetik, von Art Deko bis Freischwinger-Sitzelemente, von Holzbau zu Betonbau, von Konfektion zu Prototyp.

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Dietmar Moews meint: Ich kann ein Potpourrie von höchst interessanten und fruchtbaren Unikaten der Bauhausmeister aufzählen, wo immer eines stimmt:

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das Genie zum Planziel.

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Doch wer nicht Le Corbusiers Gebäude und des Aachener Mies von der Rohes Weißenhofsiedlung, des Bremers Hans Scharoun mit der Siedlung Onkel Toms Hütte in Berlin oder Joseph Hoffmanns Jugendstilmöbel oder die MacIntosh-Stühle oder El Lissitzky und Alexander Dorner oder Oscar Niemeyer in Brasilia, László Moholy-Nagy aus Ungarn als essentielle Leistungen dieses „modernen Aufbruchs“ sieht, hält dann ein abgespecktes bzw. armes Walter Gropius-Wesen für eine BAUHAUS-EPOCHE.

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Der Begriff BAUHAUS trägt nicht, wenn man die internationalen Neuigkeiten des angehenden 20sten Jahrhunderts subsumieren möchte. Piet Mondrian war keine Folge von Walter Gropius. Alexander Dorner war keine Folge von El Lisitzky.

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Wer über die Ziele diskutieren möchte, sollte das tun.

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Wer mit Bauhaus eine deutsche Anmaßung feiern will, macht sich lächerlich.

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Wer nicht anerkennt, dass Bauhaus eine aus allen erdenklichen Gewerken zusammenkommende Sezession gegenüber Historismus und sogenannter klassischer Geschosshöhen, Renaissance im reaktionären Geist, ist, wo sich Junge von den Etablierten absetzte, verirrt sich in Vielfalt und Gleichzeitigkeiten. Wo die Königliche Kunst-Akademie Dresden noch den Reichstagsarchitekten Paul Wallot und den expressiven Sekundärarchitekturmaler Otto Gussmann als maßgebliche Führer etablierten, kniffen sich handgemachter Jugendstil und bauhäusliche Zweckform als Art Deko. Man sieht, dass Rechthaberei nur dumm ist.

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BAUHAUS ist so sehr international wie seine Spitzenkünstler. Bauhaus ist so wenig Stilismus, dass eine Reihe, mit Romanik, Gothik, Renaissance, Barock, Rokoko und dann vielleicht auch noch als Zeitgeist, Philosophie, Architektur, Kunst, Musik, Literatur, nicht zu fokussieren ist.

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Auf die Bauhausmusik warte ich heute noch – etwa Talking Heads oder Tuxedo Moon? – dass die Malerei der Neuen Sachlichkeit so wenig Bauhaus ist, wie die Farbkästchen-Aquarelle von Paul Klee oder Gotthard Graubner bis Mark Rothko – aber die neue Sinnlichkeit von Dietmar Moews, dem Deutschen Künstlergelehrten, die besorgt es den Brotkünstlern und Philistern der Salonpersonnage ganz eindeutig, denn:

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Daniil Trifonov Genieklavier

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Es geht um großartige Kunst – etwas durchaus Elitäres.

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Es geht nicht um JeKaMi, wie angeblich bestimmte Salonkommunisten es mit Joseph Beuys mal vorstellten, Kunst sei, was Beuys (oder jeder andere, etwa Wilfried Schmickler) dazu erklären.

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Dietmar Moews meint: Warum will man nicht den Schulnamen von 1919, Bauhaus Weimar feiern?

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Davon versteht doch die angemaßte Bundeskunst-Staatssekretärin Monika Grütter nichts.

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Ich kann Farbtafeln von Otto Nebel wie von Gertrud Grunow ebenso studieren, wie rassistische Papiere von Johannes Itten; kann die Werke von Bruno Taut und seine sozialen Wohnsiedlungen, in Berlin-Onkel Tom und Magdeburg-Crakau, loben. Ich kann auch Gartenhofhäuser am Stuttgarter Killesberg oder Tessenows Siedlungen und die Festspielanlage von Dresden -Hellerau feiern. Ob da jetzt Arts and Crafts aus London, De Styl aus Niederlande oder Suprematismus aus Moskau, ob Konstruktivismus oder Betonbrutalismus von Le Corbusier, ob expressionistischen Tanz der Hannoveranerin Mary Wigman beim Bauhaus preisen, was Vorurteile relativeren will.

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Das ist Alles weder kommunistisch noch großkapitalistisch, nicht kleinbürgerlich noch militärisch oder christlich – Bauhaus ist nicht einmal orthodox.

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Ob also Drahtstühle von Herman Miller oder Charles Eames, oder das erste ausgeweißte Bildermuseum mit Petersburger Hängung und brokatbespannten Farbwänden von Alexander Dorner erstmalig im Hannoverschen Landesmuseum mit einem „abstrakten Kabinett“ „modern“ eingerichtet wurde, nährte und veranlasste in der Folge die ganze moderne Welt zur Nachahmung. Der moderne Impetus, gab den aufkommenden Talenten ihre Vision von Freiheit und Vorurteilskritik – wie man bei MARTIN HEIDEGGER vom „Gestell“ lesen kann (und was der Salonpersonnage des heutigen Moderne-Spießertums stinkt):

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„Das Dasein steht hinaus in das mögliche Sein.“

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