JOHANN-WOLFGANG-GOETHE-UNIVERSITÄT – Jüdische Gründer vor 100 Jahren

Oktober 27, 2014

Lichtgeschwindigkeit 5031

am Sonntag, 26. Oktober 2014

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Dr. DIETMAR MOEWS von FOKKO VON VELDE fotografiert

Dr. DIETMAR MOEWS
von FOKKO VON VELDE
fotografiert

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JÜDISCHE ALLGEMEINE“, vom 23. Oktober 2014, Seite 19, berichtet:

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Jüdische Gründer. FRANKFURT Veranstaltungen zum 100. Geburtstag der Goethe-Universität“

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Man kann es drehen, wie man will, wenn man auf das wertvolle deutsche Judentum kommt – werden herausragende Leistungen genannt, die sich auch das Vorurteil vom „guten deutschen“ Bürgertum zugute halten. Und natürlich kommt man dann nicht aus einem sich selbst ernährenden Kurzschluss heraus, den man letztlich auch noch bei Georg Lukacz lesen muss, dass und wie Goethe selbst die Voraussetzung für das nichtrevolutionäre deutsche Bürgertum gewesen sei, den preußischen Bismarck, das sozialdemokratische Kaiserreich, die verratene Weimarer Republik und schlussendlich die furchtbare Hitlerei man auf dem historischen Kerbholz habe. Da passen dann die Goethe-Universitäts-Gründer von Frankfurt am Main genauso dazu, wie die jüdischen Weltkriegshelden, Hermann Tietz (Hertie) bis zum bitteren Ende.

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Deshalb hier – diese interpretierten Kausalitätszwänge ausblendend – gute Geschichte, an die es sich lohnt zu erinnern:

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Sie ist die einzige Universität in Deutschland, die ohne einen Pfennig staatlicher Mittel gegründet wurde: die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Die Eröffnung der heute mit mehr als 45.000 Studierenden bundesweit drittgrößten Universität am 18. Oktober 1914 ist engagierten Bürgern, meist jüdischer Herkunft, zu verdanken. Sie prägten den liberalen Charakter der jüngsten Hochschule des deutschen Kaiserreichs. Erstmals in Deutschland erhielten in Frankfurt jüdische Wissenschaftler Professorenstellen. Auch Katholiken und Sozialisten wurden berufen, denen an anderen Hochschulen der Zugang verwehrt worden war….“

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Die „Jüdische Allgemeine“ erinnert an das „Festjahr“, das am 28. Oktober 2014 zuende geht: „Den Boden für die Universitätsstiftung hatte dem Frankfurter Historiker Notger Hammerstein zufolge die jüdische Tradition begründet, den Zehnten für die Armen aufzubringen. Die Bürger jüdischer Herkunft fühlten sich meist nicht als Juden, sondern als Frankfurter, die einen Teil ihres Vermögens dem Gemeinwohl zur Verfügung stellen wollten.“ Insbesondere der Gründer der Frankfurter Metallgesellschaft AG, Wilhelm Merton, war getrieben von dem Anliegen, die soziale Frage praktisch und wissenschaftlich zu beantworten, und rief dazu Stiftungen ins Leben, so Hammerstein.“

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Dr. DIETMAR MOEWS von FOKKO VON VELDE fotografiert

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Dietmar Moews meint: Große Taten, wie es hier von Frankfurter Juden gesagt werden kann, haben die deutschen Juden als Wesenskern und Ideal ihrer gesellschaftlich-öffentlichen und sozial-politischen Vorstellungen entfaltet.

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Wie schändlich, dass jüdische Professoren nach 1933 entlassen wurden, ins Exil gehen mussten oder von den Nazis ermordet wurden.

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Und wie besonders ruchlos ist die bundesrepublikanische Wiedergutmachungspolitik, die das deutsche Judentum auch nominell vergessen gemacht hat. Man allokatiert einen Verband „Juden in Deutschland“ und stempelt die die Nazis überlebenden jüdischen Deutschen und deutschen Juden zu >Juden in Deutschland< und zu Quasi-Israelis aus Antisemitanien.

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Es geht sicher um Wiedergutmachung an der jüdischen Schicksalsgemeinschaft (Weltjudentum) – doch haben sich überlebende deutsche Juden zu Recht beschwert: Was den Nazis nicht restlos gelungen war, hat das Nachkriegsdeutschland vollendet.

 

Die Frankfurter 100-Jahr-Erinnerungsfeier hat hierzu und hiergegen ein Ausrufungszeichen gesetzt!

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