Was soll man mit PUTIN machen?

November 4, 2014

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am Dienstag, 4. November 2014

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Was soll man mit Putin machen? – kurz diese Frage sacken lassen. Dann neu fragen: Was kann man mit Putin machen?

Was muss man mit Putin machen?

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Für Deutschland hat sich an bestimmten Grundbedingungen wenig verbessern lassen: Deutschland hat viele Nachbarn und viele Grenzen, denen Deutschland Aufmerksamkeit und Achtung schuldet.

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Deutschland hat zumindest, was die Menschen in Deutschland betrifft, einen grenzenlosen Bedarf an zweckrationaler gelingender Politik.

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Folglich hat Deutschland den großen Nachbarn Russland und den russischen Herrschaftsanspruch zu kennen und gewissermaßen anzuerkennen. Sanktionen, die man nicht durchhalten kann, sind objektiv Unfug.

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Nachdem der Warschauer Pakt und die große UDSSR – aus Stalins Zeiten – sich auflöste bzw. verwandelte. Als Jeltzin und Gorbatschow die weltkommunistische Perspektive aufgaben und als Vladimir Putin eine neue Staatsorganisation nach Innen und eine neue Partnerschaftspolitik in der Welt aufgesetzt hatten, war eine der seltenen Neubeginn-Situationen der Politikgeschichte gegeben. Jeder weiss, dass dabei alle möglichen Vorgeschichten, Vorurteile und Traditionen, wie auch die alten Menschen in das Neue einzubeziehen und zu berücksichtigen sind: Offene Vorsicht ist also von Rücksicht mitbestimmt.

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Putin hat sehr bald erkannt, dass die Optionen, mit dem Westen auf reiner Geschäfts- und Handelsbasis, unter den Zwängen das westliche Weltfinanzsystem, die westliche UN-Herrschaft, die weltweiten Militärorganisationen usw. immer bedeuten, sich vom Westen dominieren lassen zu müssen – der WESTEN: das ist immer USA mit Israelansprüchen.

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Putin hat sehr bald erkannt, dass die auf Totalität zielende Monokultur der USA, die totale IT-Überwachung und -steuerung, eine alternativlose Herrschaft nach Gustus der West-Banken bedeutet – und dass das nicht Putins Selbstgefühl in der russischen Geschichte ausreichend aufhebt.

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Es hat sich herausgestellt, dass China, Indien, Afrika, Brasilien – also viele Milliarden Menschen mit nichtamerikanischen oder jüdischen Vorstellungen auch eine eigene Zukunft wünschen, hat sich Putin von den westlichen Beziehungen gewissermaßen auf „symmetrische“ Positionen zurückgezogen.

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Putin macht seitdem, was die USA auch machen, wie beim Schach: ZUG um ZUG dem eigenen Sieg entgegen.

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Dietmar Moews meint: Ich bin sicher, dass Putin längst erkannt hat, dass er, sofern er wirklich seinem russischen Volk dienen will, er Respekt und Interessensicherung in derjenigen Sprache der Welt mitteilt, die die Welt versteht: Die Gewaltherrschafts-Sprache der USA.

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Ich bin auch sicher, dass Putin weiss, wenn man die USA militärisch umschmeißen will, dann muss man in den USA landen und dort kämpfen. Dann sind die USA völlig überrumpelt. Aber, das wäre es, was die USA verstehen.

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Wir können doch nicht über staatsrechtliche oder willfährige Wünsche reden, wenn Wahlfälschung in Florida zu Bushs Gunsten anders beachtet wird als Pseudowahlen in Krim oder Novi-Russland. Was wollte Bundespräsident jetzt von der neugewählten Parlaments-Repräsentation in Erfurt? – will er wirklich über Freiheit und Befreiung reden?

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Von da aus, käme man auf Augenhöhe und auf soziale Gegenseitigkeit (Menschenrechte) in eine freundliche Zusammenarbeit bzw. Koexistenz.

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Man fliegt zur Raumstation, zum Mond, zum Mars, man hat eine BRICS-Weltkreditbank, man hat eigene Internetz-und Cyber-War-Systeme – dann, nur dann, hat man den gewünschten Respekt.…

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Mit Reden ist besser als nur Mitreden: Geburtstag in Petersburg

Mai 5, 2014

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Am 5. Mai 2014

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Altkanzler Schröder, ein deutscher Botschafter in Russland, ein CDU-Politiker (Philipp Mißfelder) haben in Petersburg eine private Geburtstagsfeier gehabt.

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Dr. Dietmar Moews

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Thema: Heutzutage hat jeder Mensch informell, privat, öffentlich und in Berufsämtern und beruflichen Verantwortungsverhältnissen sowie in BGB-gesatzten intermediären Mitgliedschaften legal mehrere Rollen inne. Jeder ist Multirollenspieler und spielt mit Rollen und den Multifunktionen, in denen er auftritt und wirkt, und in denen er öffentlich erscheint.

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Hier wurde ein angeblich unberechtigt angefertigtes Mobilphone-Foto von dieser Geburtstagsfeier angefertigt und in Deutschland publiziert. Abgebildet ist Geburtstagskind Gerhard Schröder, wie er hinter einem Auto den aussteigenden Wladimir Putin zur Begrüßung umarmt. Beide zeigen erfreute Gesichter. Schröder bezeichnet Putin, der sein erwerbsgeschäftlicher Boss ist, als seinen guten Freund. Putin sprach öffentlich mehrfach ebenfalls von Schröder als seinem Freund (das ist nicht privat zu verstehen, weil es von „Profis“ öffentlich so geschieht. Dieses Verhalten ist allemal zweckrational gemeint und so zu verstehen. Eine private Geburtstagsfeier ist nicht privat, wenn sie öffentlich aufgeführt wird. Wer extra aus Hannover kommend nach Petersburg reisen muss, verlässt seinen privaten Rahmen – der feiert seinen Geburtstag öffentlich verdingt.)

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Alle Altkanzler haben sich, nach ihrer Verabschiedung aus der staatstragenden Rolle, gerufen und auch ungebeten, auch später immer wieder in die Politik eingemischt – jeder auf seine Weise: Kohl anders als Schmidt und jetzt also Schröder, der Aufsteiger. Zwergengröße oder Staatsmanns-Format müssten eigentlich allen peinlich sein, die diese Adepten je gewählt hatten. Aber das merkt kaum einer – es ist das Adenauer-Geschwätz von gestern, das vernachlässigt werden kann oder unbemerkt bleibt: ERINNERN und VERGESSEN heißen die beiden großen Kulturerrungenschaften, die wir täglich neu erwerben müssen.

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Jeder muss wissen, dass und wie er selbst politisch ist. Das heißt, wenn dein Land Krieg hat, dann sagt man: „Der Krieg brach aus“.

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Aber ein Krieg bricht nicht aus. Krieg wird zum Ausbruch gebracht. ZUGINSFELD wird gemacht.

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Wir haben also die Petersburger Party-Teilnehmer (Schröder, Putin, Mißfelder, der deutsche Botschafter) als Multirollenspieler im Bild der Massenmedien. Während gleichzeitig in der Ukraine kriegerische Menschen in der Ukraine von einer Dritte-Weltkrieg-Situation weltweit und laut reden.

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Dahinter stehen Interessenkonflikte, die nichts mit der Klärung und von einem Klärungsbedarf der Gegensätze in der Ukraine herrühren. Die Interessenskonflikte von Russland, USA, Israel, Europäischer Union und anderen, werden durch deren den Ukrainekonflikt begleitende und auch in der Ukraine offen und verdeckt eingemischte Kraftspiele, zu einer Bürgerkriegseskalation. In diesem Bürgerkrieg werden Menschen getötet, Geiseln genommen, militarisiert geredet, militärisch gehandelt.

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In dieser Konfliktlage, der Multirollenspieler, der Multirollenspiele und der schwer auszurechnenden Rollenwechsel der Rollenspieler – mal ist Putin Veranstalter der Olympischen Spiele, mal ist er oberster Kriegsherr der russischen Soldaten an der ukrainischen Landesgrenze, mal besucht er „privat“ eine Geburtstagsfeier in Petersburg.

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In dieser Konfliktlage tritt der Multirollenspieler Schröder … als Geburtstagskind, als russischer Energiemanager, als SPD-Altkanzler, als Adoptivvater, als hannoverscher Bürger mit Multirollenfunktion, als Mitglied von BVB Borussia Dortmund 09, öffentlich in Petersburg auf, wo er Putin begrüßt. Im diskreten Rollenwechsel nennt Schröder das privat, während er als SPD-Altkanzler den deutschen Rollenspielen in diesem Ukrainekonflikt Russland/USA auf der Seite der USA steht.

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Der Multirollenspieler Philipp Mißfelder macht ebenfalls den 35-jährigen Familienvater, den Bundestags-CDU-Parlamentarier und den privaten Petersburger Partygast mit Putin.

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Dietmar Moews meint: Die Verhaltensregeln und rechtlichen Rahmenbedingungen für das Innehaben und Ausüben von Multirollen und in Multifunktionen mit diskreten Multirollenwechsel-Optionen bestehen für Deutsche in Deutschland festgeschrieben in Gesetzen und im Rechtspflegespiel.

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In diesem Rechtsrahmen dürfen Medien und Publizisten zündeln und hetzen, so viel man sie lässt und der Absatz bei den Konsumenten am Markt profitabel ist. Geschmacklosigkeiten und Dummheiten, Kriegstreiberei und Zersetzung eingeschlossen.

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Die Party in Petersburg war vermutlich zulässig. Das Gehetze der Medien darüber ist auch zulässig. Dass Putin anscheinend publizistische Vorteile aus diesen banalen Konflikten ziehen kann, liegt auch an der Tumbheit der Medien in Deutschland, denen lediglich an der Aufladung des Reizwertes eines Scheinkonfliktes in Petersburg zu liegen scheint: ihr Absatz und Profit.

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Deshalb erkläre ich es für einen Schwachsinn, und sehe das Petersburg-Gelabere, auch weil darüber ja bis heute keineswegs offen und aufschlussreich berichtet worden ist, als Hetzerei an.

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Dafür muss ich hinnehmen, unverzüglich als Putinversteher, Mißfelderversteher, Schröderversteher, Obamaversteher und so weiter angepinkelt zu werden.

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Darauf scheint mir, bin ich ein Scheißeversteher. Denn die Konfliktlage wird verschärft – es gibt täglich mehr Tote in der Ukraine. Man heizt das an, statt den Wind rauszunehmen.

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Die Multirollen-Geburtstagsgäste in Petersburg haben vermutlich miteinander geredet.

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Miteinander reden ist fast immer die Vorbedingung für Kommunikation. Lediglich von außen mitreden ist in Konflikten nicht so zielführend, wenn man Kommunikation haben will.

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Mitreden ist eher geeignet in der Dreiecksbeziehung, seine Verbalbotschaften über die weltweite Medienöffentlichkeit an den eigentlichen Adressaten zu richten – es ist intrigant, es ist eine Intrige. Deshalb ist im Konflikt miteinander reden die bessere Methode als das Mitreden in der Ferne.

Kurz – mit Obama reden ist schwierig aber notwendig. Obama verstehen wäre hilfreich. Bei Putin ist das nicht anders. Wenn die deutsche Regierungschefin Merkel nicht öffentlich und nicht offen mit Obama und Putin redet, ist das von der weiten Wähleröffentlichkeit schwer einzuschätzen: Wir wissen nicht, was die miteinander und übereinander reden.

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Wenn der Schaden da ist, kann man darüber reden. Aber – welcher Schaden ist da? Der Krieg? die Gekidnappten, die Toten? Das Freihandelsabkommen für Fracking in Deutschland? Die NSA-Spionage nach US-Recht in Deutschland?

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