BOYKOTT der MENSCHENRECHTE und Fußball-WM

Mai 15, 2014

 

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am 15. Mai 2014

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Die Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien steht bevor. Wie schon bei den Winterspielen in Sotschi werden politische Probleme des Gastgeberlandes zum Politikum für die Sportler, die nach Brasilien reisen wollen.

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Hanns Joachim Friedrichs interviewt den Maler der Sportmotive im ZDF Aktuellen Sportstudio

Hanns Joachim Friedrichs interviewt den Maler der Sportmotive im ZDF Aktuellen Sportstudio

Dietmar Moews meint: Ich bin für die weltweite Sportlergemeinschaft und weltweite Sportfeste, weil Sportfeste ein Politikum des Friedens sind.

Ich bin gegen jeden Boykott von unsportlichen Staaten durch Sportler und Sportorganisationen.

Internationale Sportwettkämpfe und Sportlertreffen bilden verlässliche gesellschaftliche Inseln des friedlichen, geregelten Miteinanders, selbst in Despotien und unzivilisierten Staaten.

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Ewald Lienen, Fußballer von Borussia Mönchengladbach

Ewald Lienen, Fußballer von Borussia Mönchengladbach

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Die Fußball-WM in Brasilien oder die Olympischen Spiele in Sotchi zeigen, wie absurd die Diskussion über die Bedeutung der Menschenrechte für die Vergabe sportlicher Anlässe ist. Den Sportorganisationen ist zu empfehlen, auch künftig Ereignisse in Ländern durchzuführen, in denen die Menschenrechte mit Füssen getreten werden.

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Götz Fieseler Verlag, Dietmar Moews Sportgrafik

Götz Fieseler Verlag,
Dietmar Moews Sportgrafik

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Wir haben erlebt, wie die vom us-amerikanischen Westen boykottierten Spiele von Moskau zu einer Art Spartakiade wurden und die vom Osten boykottierten Olympischen Spiele von Los Angeles, eine Art Adidas-Fernseh-Show.

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Wir haben gesehen, wie die Chinesen bei den Spielen von Peking mit dem Thema von freier Berichterstattung und Zensur, Echtzeitsendungen und eingeschränkter Medienöffentlichkeit, Weltoffenheit und internationalen Vergleichen konfrontiert wurden – angesichts des einzigartigen „Vogelnest-Olympiastadions“.

Wir müssen momentan sehen, wie die Weltöffentlichkeit mit sozialen Spannungen in Brasilien beschäftigt wird. Die Teilnahme der Welt an der staatlich organisierten Menschlichkeit in Brasilien gibt den Brasilianern Hoffnung und eine gewisse Sicherheit vor polizeilichen Grenzüberschreitungen.

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Dietmar Moews meint: Kommunikation stellt auf Gegenseitigkeit. Kommunikation schafft soziale Interdependenz und Selbstkorrektur.


Demoskopie-Propaganda im Vergleich

April 22, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4325

am 22. April 2014

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BEISPIEL: Demoskopie Allensbach ermittelt zu blöd: Man fragt irgend wen und zählt die vorgegebenen Jas und Neins im Kuckucksprinzip.

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BEISPIEL: Poll backs Guardian over NSA. Aktuelle Umfrage im Vereinigten Königreich Großbritannien stützen die Zeitung The Guardian für die Veröffentlichung der NSA-Geheimdienstpraktiken durch Snowden.

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Bereits in den 1930er Jahren entwickelten US-Amerikanische Soziologen und Publizisten (Leo Loewenthal „Falsche Propheten“) konkrete Methoden der politischen Propaganda.

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Solche Propagandamethoden brachte die deutsche Publizistin Dr. Elisabeth Nölle (später Noelle-Neumann in Allensbach) aus den USA in die Goebbels-Propagandaschmiede der NSDAP, wo daraus tüchtig Funken geschlagen worden sind. Noelle-Neumanns Karriere in der ersten Bundesrepublik mit erheblichen Funktionen für die CDU-Regierungen und für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, waren systemrelevant.

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Elisbath Noelle-Neumann hat sich niemals von ihrer Altnazi-Vergangenheit distanziert.

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Sie hat insbesondere nie Abstand genommen, von der Allensbach-Umfrage-Propaganda, von den Kuckucksfragen und von den sogenannten Sonntagsfragen (Wen würden Sie wählen, wenn heute Wahlen wären?) ausdrücklich zur Wahlbeeinflussung im Sinne derjenigen Partei, die die Umfrage bezahlt.

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Dabei bezog man Erfahrungen aus der Werbung sowie die rasant verfügbar werdenden neuen Medien und deren neuen elektronischen Echtzeitkommunikationstechniken.

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Zeitungsredaktionen konnten schnell drucken, konnten verbessert Bilder aufbieten. Telefon und Telegramm brachten weltweite Nachrichten, Kino-Film-Weltspiegel, Schallplatten, Radiofunk und Fernsehfunk – eine kommunikative Beschleunigung geriet geradezu aus den Fugen bzw. gab den Impressarios unermessliche Macht.

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Im Bereich der IT-Kommunikation tritt Allensbach nicht durch relevante wissenschaftliche Praktiken hervor, sondern lediglich durch die Benutzung der Telematik, deren Reichweite, Allgegenwart und Geschwindigkeit.

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Eine bis heute unwissenschaftlich und propagandistisch angewendete Einflussmethode auf die allgemeine Alltagswelt, mit überprüfbarer Durchdringung, Reichweite und Wirkung im Sinn von Information, Desinformation, Nichtinformation, sowie von Wertschätzung und Geringschätzung bei den Menschen, sind gezielt formulierte und durchgeführte sogenannte Meinungserhebungen.

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Profitorientierte Demoskopieunternehmen beschäftigen ungelernte Telefonisten und Interviewer, die stellen Kuckucksfragen an einzelne Passanten auf der Straße oder durch private Telefonanrufe.

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Dabei werden standardisierte Fragen und Antworten dem Befragten angeboten. Abschließend werden die Antworten (O-Töne) ausgezählt. Wer nicht antworten möchte oder lügt, wird dabei unterschlagen bzw. gar nicht festgestellt. Man nennt das quantitative Datenerhebung.

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BEISPIEL: Demoskopie Allensbach ermittelt zu blöd: Wir finden immer wieder Allensbach-Umfrageergebisse in der FAZ (einmal monatlich), etwa zu Fragen wie:

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Sind die Deutschen zufrieden?

Sind die Deutschen glücklich?

Haben die Deutschen Zukunftsangst?

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Gefragt wird angeblich repräsentativ, also eine Zufallsauswahl von zu Befragenden wird nach einer Durchschnittseigenschaften-Zuordnung und Anzahl befragt – wenn man sie erreichen kann.

– Was denkst du über die anderen Deutschen? Bist du Deutscher? Hast du Zukunftsangst? Hast du Angst, deine Zukunftsangst am Telefon bekanntzugeben?

– Ist die Frage eigentlich eine Omnisbusfrage? Omnibus nennt man, wenn eine Frage und eine Antwort zugleich für mehrere Fragefelder ausgenutzt werden, (z. B. FRAGE: Bist du glücklich? Bist du zur Anrufzeit telefonisch erreichbar?

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Ausgebeutet wird dein Antwortverhalten dann möglicherweise so: Antwortest du überhaupt auf diese Frage am Telefon, Ja oder Nein? Sagst du Fremden deine Meinung überhaupt? Antwortest du Fremden ehrlich? Wann und wie benutzt du dein Telefon? Welches Wissen hast du zum gefragten Feld? Welches Wissen hast du konkret zum Thema?

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In wie fern ist der Auswahlkreis der angerufenen zu Befragenden repräsentativ, wenn man doch nicht alle im Telefonbuch findet, die dort stehen müssten, damit es repräsentativ werden könnte?

– wie oft wird der repräsentativ Anzurufende wiederholt angerufen, nachdem der mehrfach nicht erreichbar war? Fließt die Erreichbarkeit und Willigkeit an der Umfrage teilzunehmen in die Auswertung der Antworten qualitativ ein?

– wenn man nicht alle Nummern der Mobiltelefoneigentümer kennt,

– wenn Viele bei Anruf einer unbekannten Anrufernummer, den Telefonanruf zur Umfrage nicht annehmen,

– nur diejenigen annehmen, die gerade dazu lustig sind, alle Unlustigen aber nicht,

– wenn der Anruf für den zu Befragenden zur Unzeit kommt, er schläft, er arbeitet, er ist in Eile usw.

– Was passiert, wenn der Befragte eine Gegenfrage zum Verständnis stellt und damit die standartisierte Quantitativerhebung durchbrochen wird?

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Wer jemals zu diesen und anderen Fragen und Problemen bei Allensbachpublikationen Informationen gefunden hat? BITTE MELDEN!

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Den Kuckucksfaktor, den Allensbach beinahe permanent bemüht – also gewünschtes Antwortverhalten durch gezielte Fragestellung erzeugen – erläutert Allensbach nie. Allensbachs Methode ist so gesehen stets Propaganda und nicht Meinungsforschung.

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FRAGE: Glauben Sie an die Spruchweisheit: Wer zahlt, bestellt die Musik?

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BEISPIEL: Poll backs Guardian over NSA. YouGov finds 37% of the British people thought the Guardian was right to publish while 22% thought it wrong (Quelle: Guardian.uk. am 22. 4.2014). Zu Deutsch: „Aktuelle Umfrage im Vereinigten Königreich Großbritannien stützen die Zeitung The Guardian für die Veröffentlichung der NSA-Geheimdienstpraktiken durch Snowden. Das Regierungs-Umfrage-Institut YouGov hat ermittelt, dass 37 % der Briten dachten, der Guardian hatte Recht damit, die NSA-Geheimnisse zu veröffentlichen, während 22 % der Briten dachten, das wäre falsch gewesen.“

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Von allen befragten Briten (100 %) werden hier insgesamt 59 % übermittelt.

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Was fehlt? – Wer kann sagen, ob diese Befragten wahrhaftig geantwortet hatten?

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Wer kann sagen, ob die Befragten die Fragen verstanden haben?

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Ob sie die Voraussetzungen der Fragen zutreffend kannten oder nur auf Gerüchte oder Empfindungen reagierten?

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Wer kann sagen, wer hier im Interview wen gefragt hat – Männlein Weiblein? Alt, jung? Jung, alt?

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Kurz, es mangelt und fehlt bei diesen Umfragen an methodischer Überprüfung, ob und wie hinter den Antworten Meinungserklärungen stehen, denen ein Wertverhalten bzw. Verhaltensnormen zugrunde liegt?

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Und wie verlässlich sind die Wertäußerungen? Fragt man in einer friedlichen Situation am Nachmittag, mag die Antwort ehrlich sein – jedoch, wenn ein Ernstfall das wirkliche Verhalten verlangt, könnte sich der Befragte spontan oder berechnend ganz entgegengesetzt verhalten. Er antwortet im Telefoninterview möglicherweise verantwortungsethisch GUT, handelt aber wenn er praktisch gefordert wird gesinnungsethisch SCHLECHT (also rücksichtslos).

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Die Polls und demoskopischen Umfragen werden von den Umfrageinstituten so gut wie nie auf ihren Wirklichkeitsverlass methodisch überprüft – sie sind so gesehen Müll. Und man kann getrost annehmen: Wer den Auftrag einer Umfrage bezahlt, kann ein wunschgemäßes Ergebnis erhalten.

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Besonders heikel und methodisch unsinnig ist dabei, dass Nichtantworten oder eigene Wertformulierungen nicht qualitativ ausgewertet werden, sondern in ein quantitatives Ja/Nein-Raster gepresst werden.

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Das Kuckucksprinzip dabei besteht in dem inzwischen längst wissenschaftlich festgestellten Antwortverhalten der Befragten:

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Die große Mehrheit aller Befragten antwortet niemals wahrheitsgemäß, sondern flüchtet immer in einen Anpassungsmodus hinein. Die Befragten antworten, was sie glauben, dass bei der Befragung vom Befrager erwartet wird. Durch Affirmation vermeidet der Befragte Nachfragen seitens des Interviewers (entsprechend verhalten sich Menschen überhaupt in heterogenen Gruppen, wo Widerspruch und Gegenfragen aufzukommen drohen können).

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Motive dafür sind zunächst allgemeine Harmoniesucht, alsdann Erleichterungsstreben: Denn wer kontrovers antwortet, riskiert Nachfragen. Wer angepasst antwortet, wird damit eine weitere Befragung oder Nachfragen los.

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Die Befragten möchten nicht Nichtantworten. Denn es entstünde ein Begründungszwang: warum willst du nicht antworten? Man möchte nicht vermeindlich unerwünschte Positionen bekanntgeben. Aber man möchte auch nicht sagen, welche Vorbehalte oder auch welches Insiderwissen man in der befragten Angelegenheit hat.

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Es kommt bei diesen Fragen stets eine nicht ausgewiesene Quote der Kuckucksantworten heraus, die man durch die Fragestellung und durch die Fragesituation vorher hineingebracht hat. Beweis ist leicht zu erbringen, indem man die Frage- und Frager/Befragtensituation ändert und zu den gleichen Wertfragen darauf anderes Antwortverhalten der Befragten erhielte.

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Antworten und O-Töne sind also nur Antwortverhalten.

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Keinesfalls kann man daher in einfacher Ableitung konkrete Wertäußerungen oder gar verlässliche Verhaltensnormen erkennen, außer über Antwortverhalten. Doch auch dieses müsste methodisch qualitativ erhoben, analysiert und interpretiert werden, bis man damit nutzbringend umgehen könnte.

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Was war jetzt beim YouGov-Poll mit den restlichen 41 %? Wir werden es wohl nie erfahren. Wir wissen aber, dass die angeblichen 37 % gegen BIG BOTHER noch Reste von Zivilcourage zeigen.


Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 15

März 23, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4238
am 23. März 2014
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Zum Fall Uli Hoeneß sind Fragen zur gesellschaftlichen Resonanz und zu Wirkungen auf das Wertverhalten der Menschen zu stellen. Die Antworten sind individuell und kollektiv sowie als soziales Geschehen zu fassen und zu interpretieren – nicht mit allgemeinen Statements wie, „kann ich nicht leiden“, „gehört sich nicht“, „die Sitten verkommen“ oder „Raubtierkapitalismus“ abzutun.
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Immer zur Hand und mehr oder weniger offen oder untergründig setzt sich die Anteilnahme an einem auffälligen Fall, wie es Uli Hoeneß geworden ist, nach einfachsten Mustern zusammen.

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Dabei spielen meist einfache Gleichheitspostulate mit, wie das Biblische, „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ und „wie du mir, so ich dir“ also Spielarten der Gegenseitigkeitsansprüche der „Goldenen Regel“.
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Entsprechend kommen Ausprägungen des „kategorischen Imperativs“ von Konfuzius über Christian Wolff und Immanuel Kant, Letzterer zuspitzte: „Jeder solle so handeln, dass danach allgemeine Gesetze geschrieben werden könnten“. Und Kant erklärte: handeln wie ein fürsorglicher Vater am Familientisch. Die europäische Aufklärung hat auf diesem Weg zu den drei Forderungen der „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ gefunden. Der Preußenkönig Friedrich II. erließ das Rechtsstaats-Prinzip, indem für alle, auch für ihn selbst, Gleichheit unter dem Gesetz gelten sollte.

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Im Alltagsleben wird daraus dann leicht: „Was erlaubt sich dieser oder jener?“, „Was sich Jemand herausnimmt“, „da könnte ja Jeder kommen“, „Wer, glaubst du denn, der Du bist?“

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Es ist also das Interesse vorausgesetzt, dass sich Jemand mit Fragen und gegebenenfalls mit einer öffentlichen Auseinandersetzung zur Sittlichkeit befasst und einlässt. Dabei sind Augenmaß, Bildung und Nüchternheit nicht immer in der angemessenen Balance gegeben, weil Interesse meist mit Eigennutz oder Selbstschutz verbunden ist.

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Nur bei individuellem Interesse werden wertende Gedanken ausgesprochen, entweder der Ablehnung und Distanzierung zum Fall und zum Akteur oder der Identifikation mit dem Fall oder dem Akteur durch Solidaritätsbekundung oder durch Abstreiten, Bagatellisieren, Beschönigung und sonstige abschwächende Urteile.
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Dabei sind Auffälligkeit und Skandalisierung eines solchen Falles nicht gleich den etwaig daraus folgenden Beachtung und Wirkungen.
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Wer selbst einmal vorbestraft worden ist, kann leicht Mitgefühle haben. Ebenso ist möglich, dass ein solcher Gleichheitsaspekt dadurch Ausdruck bekommt, nachdem man selbst seine Suppe ausgelöffelt hatte, auch dem Hoeneß dessen Strafe zu gönnen. Ebenso kann auch über die „Schergen“ und den „Obrigkeitsstaat“, den „Polizeistaat“, die „Bluthunde“ gezürnt werden oder es zu einer Gegenattacke kommen: „wer ohne Fehl ist, werfe den ersten Stein“.
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Bei genauerer Betrachtung auf der Suche nach Schäden an der Moral im Einzelnen und im Gesamten wird man jedoch sehen, bei aller Erregung und aller inszenierten Erregung, bei wirklicher oder künstlicher Betroffenheit, entstehen dem Individuum direkt kaum tiefgründige Verletzungen durch solche die Sitte verletzenden Regelverstöße wie beim Fall Hoeneß. Eher wird in sozialen Szenerien mit einem solchen Fallbeispiel im Dreieck hantiert, gedroht, getadelt oder gelobt, meist ohne große Sorgfalt wie und ob das Beispiel tatsächlich passt. Denn auf wen passt schon so ein Fall des prominenten reichen Provinzlers mit Weltgeltung, Uli Hoeneß?

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Anders liegt die Ambition für die „Goldene Regel“, wenn Menschen eine Verschwörung, einen Bund oder eine Genossenschaft bilden. Dann tritt man bei und wird aufgenommen, weil man wünscht, durch gemeinschaftliche Selbstverpflichtung Exklusivnutzen zu erlangen. Es ist hierbei widmungsgemäß nicht möglich, eigensüchtig Vorteile herauszunehmen, indem der Genossenschaft Schaden entsteht. Die Regelverletzung bedeutet Austritt und Verlust der Exklusivnutzen bzw. Fehlverhalten kann von einem Schiedsgericht nach der „Goldenen Regel“ geklärt verfolgt werden.

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Die Gesellschaft und der genossenschaftliche Zusammenhalt besteht anerkanntermaßen aus Triebverhalten. Wir erleben in Spielräumen der Sozio-Kultur Triebverwirklichungen neben Triebhemmungen und neben Triebverzicht. Damit hat jeder Mensch sein individuelles Päckchen zu tragen. Welche sozialen Gruppenbezüge mitspielen, ist in jedem Einzelfall anzuschauen und zu interpretieren. Wie konstant Sitten, Moral, Kampfmoral und Unmoral alltäglich oder ausnahmsweise vorkommen bzw. welchen Wandel wir dabei beobachten können, ist von hochrangiger politischer Bedeutung. Vorab ist aber gewissermaßen Entwarnung gegeben:

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Der Fall Hoeneß und die bedeutenden Erklärungen dazu, seitens des Landgerichts, seitens der Massenmedien und seitens der Bundeskanzlerin (Merkel: Respekt für die Hinnahme des Urteils) sowie wichtiger Rollenträger der Prominenz, hat als gerichtsnotorisches Beispiel Folgen im allgemeinen Ansatz von sittlichem Verhalten von Angeklagten in Strafprozessen. Wie respektabel ist eine Bundeskanzlerin, die anlässlich der Hinnahme eines Strafprozessurteils dem Straftäter dafür ihren ausdrücklichen Respekt öffentlich bezeugt. Oder, wie glaubhaft ist eine solche mutwillige Verbalattacke auf die moralischen Gepflogenheiten, wie dialektisch wird hier durch eine „Verpitbullung“ Mephisto angerufen, um das Gute zu bewirken?

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Wir bewegen uns also in Richtung ästhetischer Bewertungen von Sinn und Form –  die Reizsprache und die Mittel der Skandalisierung und Rücksichtslosigkeiten des investigativen Journalismus und der Publizistik werden wie eine leerdrehende Spirale weitergedreht, ohne dass wir damit Stoff und Träume wirklich treffen. Das spielt wohl stets an den Grenzen der Geschmacklosigkeiten, lässt sich aber bestenfalls als Stilwechsel der öffentlichen Kampfmoral, jenseits moralischer Qualität des Wertverhaltens der Individuen notieren.
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Schließlich müssen wir es für eine anthropologische Konstante anerkennen, dass stets in Gegenwart und Zukunft im menschlichen Wahlverhalten mit der „Macht des Schwertes“ und den Abwägungen des Mächtigen über die Anwendung von Gewalt zu rechnen ist. Zwar sind Rücksichtnahmen und Gerechtigkeit im Familiären üblich. Ansonsten vermeidet der Mensch aber Fairness und Gerechtigkeit, wenn es ihn kostet. Denn im sozialen Hintergrund handelt sich der Rücksichtsvolle den Verdacht auf Schwäche und Dummheit ein.
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Goldene Regel privat oder öffentlich
Als Vergleichsmaßstab des Verhaltens und des etwaigen Wandels werden zwei Hauptperspektiven – das private und das öffentliche Rollenverhalten – betrachtet, die prinzipiell gegensätzlich angelegt sind.
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Das informelle und private Individuum verhält sich egoistisch, zum eigenen Vorteil leistungsorientiert, selbstgerecht, gierig, rücksichtsvoll, empfindsam, sorgsam,  ehrgeizig u. ä.

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Das öffentliche Rollenverhalten der Individuen ist an gesetzten Verhaltensnormen auf Allseitigkeit wie Rechtsstaatlichkeit, Beamtenrecht, Marktgepflogenheiten, Freizeitspiele u. ä. auf Sitte und Alltagsgewohnheiten hin orientiert. Abweichendes Verhalten und ein gewisser Minderheitenschutz sind dabei üblich.

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Dazu verhalten sich Menschen privat-öffentlich in ihren Erklärungen gerne im Rahmen der „Goldenen Regel“: „Wie du mir, so ich dir“ bzw. „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg‘ auch keinem andern zu“. Dabei ist jeder seinen eigenen, möglicherweise inkonstant moralischen Verhaltensweisen und Orientierungen zugeneigt, die er dem anderen ebenfalls einzuräumen bereit ist. Das bezieht sich auf „Großzügigkeit“ hinsichtlich „kleiner Sünden“, Eigenlob, Fehlerverzeihen, Kavaliersdelikte, Heuchelei, Lügen, Unehrlichkeit – jeweils qualitativ seitwärts von Vorschriften und Rechtsnormen. Täuschen, Tarnen, Abfälschen, Abstreiten und Bullshit sind üblich.

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Dabei handelt es sich einerseits um zu erfassende verbale Einlassungen und die darin steckenden Erklärungsnormen, andererseits um praktisches Verhalten und die darin steckenden Verhaltensnormen. Gesucht und untersucht wird ein möglicher prozessuraler Verhaltenswandel. Das beginnt schon mit der Schwierigkeit, eine empirische Bezugslage zu erkennen und in einem nachvollziehbaren Verfahren qualitativ feststellen zu können: Wie moralisch, kampfmoralisch, unmoralisch oder verpitbullend war der anerkannte und praktizierte Moralitätspegel zum Zeitschnittpunkt vor dem Fall Hoeneß eingestellt? Wie konstant oder inkonstant? Was bedeuten dynamisierende soziale Kontrolleinflüsse für Lebensglück und Entfaltung? Was bedeuten verwilderte Spielräume? Anarchie muss jedenfalls bedacht werden. Schließlich wiederum muss in mehreren Zeitschnitten, während des Fallverlaufes, nach dem Urteilsspruch durch das Gericht und zu späteren Zeitpunkten – mit dem Blick auf Veränderungen in den gesellschaftlichen Moralspielen, zersetzende oder inspirierende Wirkungen oder weitreichende Indifferenz erfasst werden.

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Schließlich kann alsdann als wissenschaftlicher Befund zur Hypothese „der kommunizierte Fall Hoeneß trägt zur Verpitbullung der Gesellschaft“ bei, gesagt werden, ob, Was und wie bewirkt worden ist.

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Hauptsächlich sind dirigierte, regulierte, moderierte und freizügige Spiele zu unterscheiden. Rollenverhalten unterliegen organisatorischen Anforderungen von Standardisierung, Elastizität und Flexibilität. Deshalb sind die staatlichen, intermediären, privaten und informellen Rollen verschieden ausgelegt, als Stellvertreter, als multifunktionale öffentliche, als private und als informelle Rollen ist von Rollenträgern Rollentreue verlangt.

Das bedeutet, dass in der heutigen hochintegrierten Lebens- und Arbeitswelt durch ein hohes Maß an Regelbindungen, vorausgehenden, begleitenden und nachträglichen Kontrollen und Steuerungen kaum wesentliche Veränderungen der Moralität und Sitten ohne sofortige Sanktionen zustatten kommen können. Also etwaige Anmutungen durch den miterlebten, mitkommunizierten Beispielfall Hoeneß zunächst bestenfalls Verstimmung, Motivationswirkungen oder Lähmung bzw. Dynamisierung bewirken mag, ohne dass dadurch gleich eine Reformpolitik oder sonstige Ausbalancierung veranlasst werden würde. Man freut sich oder leidet, man meckert oder wendet sich verächtlich ab und stänkert in seinen Familien und Freundschaften
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Fortsetzung folgt


Lichtgeschwindigkeit 129

Januar 1, 2010

Lichtgeschwindigkeit 129 WETTEN DASS CCC

täglicher Kommentar der Medienlage von dem Künstlergelehrten

Dr. Dietmar Moews Dipl. Ing., Piratenpartei Deutschland,

aus Sicht der Piratenbewegung, am Dienstag, 29. Dezember 2009,

im Alphons-Silbermann-Zentrum, Berlin-Pankow Niederschönhausen,

mit DIE WELT, Handelsblatt und Frankfurter Allgemeine Zeitung

vom 29. Dezember 2009, ferner DLF, dradio.de, bild.de, heise.de, piratenpartei.de,

Piratenthema hier: WETTEN DASS CCC und die digitale Revolution

die Piraten schon in einem Jahr die IT-politische Zukunftskraft ist.

Den sonstigen Politikern, die den Rest des Jahres damit vollmüllen,

ihre Unglaubwürdigkeit in Kompromisse zu steigern, würden mit Schweigen

besser rauskommen aus 2009.

In Berlin tagt der Jahreskongress des CCC 26 C3 und here be dragons

und dragons everywhere. Hacker und Hackcenter: Schwächen im Netzwerk-

Design; Sprache hacken im Kampf gegen Zensur; Digitale Agenda der

Hackergemeinde

CCC-Sprecher Frank Rieger fordert ein Stiftung DATENSCHUTZ nach

dem Vorbild der Stiftung Warentest. Ferner soll von den Datensammlern

einmal im Jahr ein „DATENBRIEF“ Bericht erstatten.

Alle Piratenthemen, die der CCC vertritt: Onlinedurchsuchung,

Vorratsdatenspeicherung und die NETZSPERREN SIND nicht vollständig

in Kraft – entweder vom Bundesverfassungsgericht gestoppt wie der

NRW-Trojaner oder wie die von-der-Leyen-Netzsperre vom Bundespräsident

nicht unterschrieben.

Schlusswort: Piraten: Ich halte es für unverantwortlich, dass Piraten,

die der Pressearbeit der Piratenpartei durch persönliche Dummheit

extrem schaden, nicht gestoppt werden.

DIE WELT titelt heute: Das Börsenjahr endet viel besser als befürchtet.

Zippert zappt nicht zum CCC sondern zum Angstthema; Irans Regime;

Jahresrückblick ohne PIRATEN und skurrile Nachrichten.

Dietmarmoews meint: Wetten dass die WELT zum CCC-Kongress 2010

umfangreicher über die IT-Neuigkeiten der zivilen Hackerwelt berichten wird –

weil es unsere Zukunft ist.

Dazu Seite 2: „Zensursula“ und die Piraten: „Zensursula“ heißt der

Spitzname, den sich Ursula von der Leyen (CDU) erkämpfte. Sie stritt im

Wahlkampf mit dem geschmacklosen Thema Kinderpornografie in Altersheimen

und erzählte, durch Internetzsperren könnten Verbrechen bekämpft werden…

Bundespräsident Köhler fordert Korrekturen zu diesem Zugangserschwerungsgesetzes,

bevor er unterschreibt. Zensursula hat nichts erreicht – für die Piratenpartei,

die erstmals zur Bundestagswahl antrat, war das Gesetz dagegen eine Art

Wahlwerbung. WELT Seite 4: Kanzleramt weist Vorwürfe zurück: … Der

Verteidigungspolitiker der SPD Hans Peter Bartels: das weckt den Verdacht,

dass es Gründe gibt, das nicht zu tun. Ich vermute, dass die Bundesregierung

verdecken, vertuschen und verschweigen will“. … Das Ereignis des Luftangriffs

sei groß und wichtig genug, dass sich Merkel dazu äussern müsse. Bartels

forderte die Koalition auf, in ihrer Afghanistan-Politik einen Konsens mit seiner

Partei zu suchen.“ Dietmarmoews meint: Die SPD möchte einen Konsens,

den Streit beizulegen. Gefordert ist aber die Wahrheit zum Wahlbetrug durch

Merkel und Steinmeier vor dem 27. September 2009.

Handelsblatt titelt heute: Wetten dass, in einem Jahr das Handelsblatt die

IT-Politik erkennt. Aber heute: Kronzeugen zwingen Kartelle in die Knie. EU -Kommission

und nationale Aufsichtsbehörden kassieren Bußgelder von illegalen

Wettberwerbsverzerrern, die sich selbst anzeigen.

Handelsblatt Seite 6: Helden der Krise: STEVE JOBS: Das vierfache Genie

der IT-WELT:

Jobs leitet Apple Computers, erfindet I-Book, I-Mac, I-Phone, Computer,

Musik, Telefon, Film und alle Formen der Kommunikation – alles ohne

Konsumentenbefragungen – Steve Jobs fragt sich selbst: Was brauche

ich, wozu habe ich Lust? – das reicht. Aber … „Demokratien produzieren

keine großartigen Produkte. Dazu braucht man kompetente Tyrannen.“

sagt Risiko-Kapitalist Jean-Louis Gasse, einst Mitarbeiter des Tyrannen.

Widerspruch ist gefährlich, wissen zahlreiche Journalisten: I-Jobs, I-God.

Frankfurter Allgemeine Zeitung titelt: Terror, Angst und Propaganda der

USA-Politik. Dietmarmoews meint: Die FAZ ist erschöpft „In bürgerlicher

Gesellschaft“ kommentiert Majid Sattar die Parteien der Bürgerlichkeit und

vergisst, bis zu 40% Nichtwähler der Piratenpartei zulaufen. FAZ vergisst

Piratenpartei Deutschland. Wetten dass 2010 digitale Revolution, CCC-Kongress

und Piratenbewegung kommen.

Produktion, Performance, Autor, Direktion, Dr. Dietmar Moews,

Aufnahmetechnik und Admin, Piratencrew Berlin; Musik: 4 Beads 8 days MP3

zum gratis Download von dietmarmoews.com


Lichtgeschwindigkeit 129

Januar 1, 2010