Schach das schöne Spiel

Juli 20, 2015
Lichtgeschwindigkeit 5759

vom Montag, 20. Juli 2015

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Das Schachspiel wurde angeblich im persischen Sprachraum aufgebracht. Es ist ein Brettspiel, das im Gegeneinander zweier Spieler mit Figuren nach Regeln, Zug um Zug, unter Umständen auch nach Zeit, zu spielen ist.

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Die Königsfigur ist in eine Mattstellung der Wehrlosigkeit zu zwingen. Spielende sind das Remis, die Spielaufgabe und eben das „Schach matt“.

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Mathematisch gesehen besteht aufgrund der Variabilität der Figureneingenschaften und Stellungsvielfalt auf dem Schachbrett die Möglichkeit in Ewigkeit neue Spielverläufe auszuspielen. Während die Schachwirklichkeit aus überwiegend routiniert strategischen Zügen in ein bereits bewährtes Stellungsspiel gegen den entweder bereits bekannten Gegenspieler oder – etwas variabler und interessanter – zwischen einander unbekannten Spielern besteht.

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Von dem wunderbaren aufklärerischen Philosophen in der Nachfolge Leibniz‘, Moses Mendelssohn aus Dessau, wird in einem Nachruf-Brief von Friedrich Nicolai Folgendes zitiert (Moses Mendelssohn Gesammelte Schriften Dokumente I, hrsg. von Michael Albrecht 1995):

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Als Moses Mendelssohn zuerst in der gelehrten Welt auftrat, war es in Berlin Ton unter den Gelehrten, in den Abendgesellschaften Schach zu spielen.

Mendelssohn wollte sich aber nie zu diesem Spiele verstehen, und wenn man ihn dazu aufforderte, so sagte er:

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Schach ist für den Verstand zu viel Spiel, und als Spiel fordert es zu viel Verstand.““

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DIETMAR in Hubertsberg an der Ostsee,1958

DIETMAR in Hubertsberg an der Ostsee,1958

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Dietmar Moews meint: Ich habe als Kind in meiner Familie Schach gespielt.

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Mein Vater konnte es zunächst am besten. Wir spielten auf unterstem Niveau – wir spielten manchmal auch „Raubschach“. Mir war es überhaupt zu langweilig. Denn man muss ja stets warten, bis der andere gezogen hat.

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Kroatische Flagge mit Schachspieler Neubauer aus der NDZ und vertauschten Farbstreifen

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Und anders als in der Malerei, wo sich aus dem nächsten Gemalten das Weitere einem Ergebnis annähert, werden beim Schach stets von Zug zu Zug die jeweils vollständig durchdachten Stellungen und Entwicklungszüge durch den Antwortzug des Mitspielers vernichtet. Man muss erneut auf eine Krönungsstellung und neue Perspektive sinnen, bzw. man trachtet danach eine vorherige Strategie doch noch zu erreichen und wieder kreuzt der Mitspieler das „Meisterwerk“, so, als würde einer was malen und ein anderer übermalt es alsgleich.

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Witzig fand ich, dass jede Stellung Angriffs- und Gewinnperspektiven hat und gleichzeitig Risiko- bzw. Bedrohungsperspektiven durch den Opponenten im weiteren Spielverlauf hat.

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Ich habe mit Schachspielen völlig aufgehört, als ich merkte, dass ein vertrottelter Schachehrgeizling, der Meisterpartien studiert hatte, in völlig unkreativer Zug-um-Zug-Strategie Spiele gewinnt, während der weniger erfahrene Spieler dagegen nicht spielen kann. Er kann dagegen nicht nur nicht gewinnen – er kann nicht spielen – es ist dann kein Spiel.

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Dagegen muss Moses Mendelssohn (1729 Dessau – 1789 Berlin, er überlebte den jüngeren Immanuel Kant, der in Königsberg weitenteils auch Preußischer Untertan war) – glaubt man den vorhandenen Zeugnissen – ein ungewöhnlich intelligenter und freundlicher Mann gewesen sein.

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Lichtgeschwindigkeit 510

August 15, 2010

Lichtgeschwindigkeit 510

GRUNDGESETZ-KULTUR und Kommentar aus Sicht der

IT-Soziologie zur Medienlage von dem Künstlergelehrten Dr. Dietmar Moews

– live und ungeschnitten – muss auch immer die Werte der Primaten

berücksichtigen: Offenheit, Transparenz, Freiheit, Piraterie und

Rechtsstaatlichkeit, am Bebel-Platz, Unterden Linden, Berlin Mitte,

gegenüber der Humboldt-Universität und der Deutschen Staatsoper,

mit dem Reiterstandbild des „Alten Fritz“ am Sonntag, 15. August 2010,

mit Frankfurter Allgemeine Zeitung, BBC.co.uk, focus.de, bild.de,

Piratenpartei Deutschland.de, heise.de, ARD, DLF,

Piratenthema hier: GRUNDGESETZ-KULTUR und Denkmal

„Bücherverbrennung 1933″ des israelischen Objektentwerfers Micha Ullman,

Preisträger der Moses-Mendelssohn-Stiftung 2010 (Moses Mendelssohn,

Philosoph in Berln der Aufklärung, Freund von Kant, Lessing und

Friedrichs des Großen, preußischer Jude).

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 14. August 2010, Seite 33 von

Heiner Mühlmann (Kulturtheoretiker der Hochschule für Gestaltung,

Karlsruhe) schreibt: Wir sind längst nicht mehr kreditwürdig: Das gerade

gemeldete Wirtschaftswachstum kann uns nicht in Sicherheit wiegen.

Der Staatskultur droht der Bankrott.

Heiner Mühlmann ist dagegen den Begriff „Kultur“ ins Grundgesetz

aufzunehmen. Sein Argument lautet: Die Forderung ist ein Denkfehler,

so Mühlmann. Wenn das Geld ausgeht, werden Staatsziele gestrichen,

die nicht natürlich sind. Ein Nationalstaat ist eine Kultur oder es gäbe

ihn nicht. Die Forderung Kultur als Staatsziel ins Grundgesetz aufzunehmen

bezieht sich auf einen falschen Kulturbegriff: Mühlmann vergleicht: Ist

Fahrzeug das Ziel des Autos? Nein! Das Auto ist ein Fahrzeug. Ziele von

Fahrzeugen sind Orte. Kann Kultur das Ziel eines Nationalstaates sein?

Nein! Ein Nationalstaat ist Kultur. Ziele von Kulturen sind das Überleben

in der Konkurrenz mit anderen Kulturen.

In der hoch subventionierten Kulturpolitik fungiert Politik nicht als Teil

der Politik.ultur wird vielmehr als eines von viellen politischen Zielen

betrachtet.

Dietmar Moews meint: Ich befinde Heiner Mühlmanns Argumentation

geltungsschwach, weil nicht hinreichend seinsgebunden. Mühlmann

spricht von natürlichen Staatszielen und andererseits von eher normativ

kulturellen Staatszielsetzungen. In der Finazkrise fallen die menschlichen

Wertorientierungen auf die instinktiv natürliche zurück, Moral und

Kultur bleiben finanzabhängig. Mühlmann nennt also die Forderung

Kultur als Staatsziel grundgesetzlich vorzuschreiben eine etwas

kompliziertere Tautologie. Einerseits ist Nationalstaat ad hoc Kultur.

Wenn er nicht Kultur ist, ist er kein Nationalstaat.

Was Mühlmann nicht klar erkennt, ist, die besonderen „unnatürlichen“

Wertsetzungen im Grundgesetz sollen möglichst selbsteuernd verwirklicht

werden. Das tun sie aber nicht. Freiheit und Macht, Moral und Gleichheit

usw. überall sind selbsteuernde Konflikte und Wertvernichtungen gesatzt.

Ich meine allerdings ebenfalls, dass Kultur nicht ins Grundgesetz gehört.

Lediglich, völlig anders als Mühlmann, sehe ich die konkreten

Begriffssetzungen, wie Freiheit, Gleichheit, Demokratie, Selbstbestimmung

und in der Folge, Würde, Rechtsstaat, Frieden, Weltgemeinschaft,

individuelle und soziale Anthropologie u. a. als bereits genannte Werte,

in der strukturierenden Funktion der grundsätzlichen Kultur. Dazu

gehört die Aufklärung der Bürger, dass und wie mit diesen Grundwerten

von den lebenden Menschen ihren Bedürfnissen netspringende Kultur

prozessural reproduziert, aufrecht gehalten und neugeschaffen wird.

Mühlmanns Ausführung zur Bedeutungsbestimmung des Kulturbegriffs

ist nicht originell aber dennoch gültig: (Daniel Dennett) spricht von

Phänomenen, die nur deshalb existieren, weil es einen Begriff von ihnen

gibt. Kulturen sind Dynamiken, sie sind Populationen und keine

Ansammlungen von Ideen, Kunstwerken oder Veranstaltungen.

Produktion, Idee, Autor, Direktion, Dr. Dietmar Moews;

Aufnahmetechnik und Admin, Piratencrew Berlin