17. Juni 1953 – Erleuchtung der Arbeiterklasse in Berlin

Juni 17, 2015
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vom Mittwoch, 17. Juni 2015

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Der 17. Juni war ein Feiertag in der Ersten Bundesrepublik, der alljährlich an die gewaltsame Niederschlagung eines Arbeiteraufstandes im Jahr 1953 erinnerte. In Ostberlin und zahlreichen Industriestädten der damaligen DDR, der sowjetisch besetzten Zone Nachkriegsdeutschlands, setzte das harte stalinistische Regime polizeilich und militärisch die stalinistische Einpartei-Planwirtschaft (bürokratischer Monopolkapitalismus) auch auf der Straße gegen den Arbeiteraufstand durch:

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Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 stand infolge von konkreten Entmündigungsprozessen der sowjetischen Machtpolitik, indem der sogenannte „Komintern“ in einen zentraldirektiven „Kominform“ geändert wurde.

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Komintern hieß die neue sowjetische Linie für die bis 1945 in Moskau Kommissare aus den europäischen Staaten ausgebildet worden waren, die nach dem Zweiten Weltkrieg zum Ostblock gehören sollten. Diese stalinistischen Kommunisten kehrten 1945 in ihre Heimatstaaten zurück, um ein eigens nationales kommunistisches Partei- und Staats-Regime aufzubauen. Das wurde ab 1947 von Moskau aus in einen Kominform umdirigiert. Die eigenartigen nationalen Kommunismen wurden auf Stalins Druck in einen einförmigen zentralsowjetischen Machtapparat verwandelt.

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Versammlung in Leipzig Oktober 1989

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Viele deutsche Kommunisten hatten auf die eigenständige Entwicklung eines kommunistisch/sozialistischen eigenen Staates gehofft und waren über den von der stalinistischen Zentralmacht erzwungenen „Kominform“ entsetzt. Auch die schlechte wirtschaftliche Lage, anfang der 1950er Jahre stand unter dem Licht des stalinistisch-russischen Besatzers.

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Leipzig Runde Ecke am 9. Oktober 1989

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Ohne großes Federlesen wurde von der Einheits-PARTEI großer Druck auf die DDR-Staatsunternehmen und auf die Produktions-Planziele ausgeübt:

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Normerhöhung“ hieß das Zauberwort von 1953 – höhere Leistungsnormen, bei gleichem Lohn bzw. wer die höhere Norm nicht schaffte, dem wurde der Lohn gekürzt. Der Straßenauflauf am Potsdamer Platz, am Alexanderplatz und auf der Leipziger Straße in Berlin Mitte, der sich am 17. Juni 1953 vormittags aufschaukelte wurde schließlich mit sowjetischen Panzern aufgelöst.

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Dietmar Moews meint: Stalin starb 1956. Die Herrschaft der Einheitskommunisten, der Roten Armee, der planwirtschaftlichen Modernisierungsleistungen, der weltpolitischen Balance, des Zusammenhalts des Warschauer Pakts, zeitigten Zentrifugalkräfte der kommunistischen Internationale. Mit den Solidarnocz-Gewerkschaftsaufständen der polnischen Ostsee-Werftarbeiter von Danzig und Stettin, ab 1980, hatte das stalinistische Regime sein letztes Aufleuchten.

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Noch im Jahr 1968 marschierte die Sowjetarmee in Prag auf den Karlsplatz und übernahm die militärische Macht auf den Straßen der damaligen Tschechoslowakei. Der tschechische Regierungschef Dubzek wurde Landarbeiter.

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Noch im Jahr 1956 marschierte die Rote Armee Stalins in Budapest ein und setzte einen Kominform-Kommissar János Kádár als Regierung ein, während die ungarische Studentenbewegung, die Demokraten, die die ungarische Unabhängigkeit von Stalin erklärt hatten, mit Imre Nagy, beseitigt oder umgebracht wurden.

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So gesehen war der 17. Juni 1953 die erste unverdeckte militärische Warnung und Demonstration für die Weltöffentlichkeit, wie sich Stalin den sowjetischen Machtbereich und einen „Warschauer Pakt“ zu führen gedachte.

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Als Gedenktag fand die alljährliche Erinnerung an den 17. Juni 1953 mit dem 9. Oktober 1989 von Leipzig eine befreiend Erfüllung. Wie man die Knechtschaft der Freiheit erfüllen kann, ist eine ungelöste Pfichtaufgabe für die Zukunft.

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Ich empfinde Schmerzen, wenn wie heute, die ZDF-Heute-Sprecherin Petra Gerster behauptete, „der 17. Juni erinnert daran, dass am 17. Juni 1953 die DDR-Bürger die Demokratie und die deutsche Einheit gefordert hätten.“

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PETRA GERSTER ? LÜGENPRESSE!

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