Werner Berges 1941 – 2017 Kurznachruf

November 8, 2017
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Vom Mittwoch, 8. November 2017

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Werner Berges, deutscher Maler, geboren am 7. Dezember 1941 in Cloppenburg, ist jetzt 75-jährig, am 26. Oktober 2017 in Schallstadt gestorben. Berges war ein deutscher Pop-Art-Künstler im Sinne figürlich-ästhetischer Abstraktion.

Von 1963 bis 1968 folgte ein Studium der freien Malerei an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Berlin bei Alexaner Camaro, 1965 wandte sich Berges langsam der figurativen Malerei zu. Werke aus dieser Zeit zeigen anthropomorphe Figuren, die sich auf der Leinwand verteilen und auf den ersten Blick oft nicht als solche zu erkennen sind. Die einzelnen Figuren präsentieren sich in den mannigfaltigsten Formen, schlängeln sich über die Bildfläche und lassen so einen surrealen Eindruck entstehen, der das Figurative noch dominiert. 1966 wurde Berges Mitglied der 1964 gegründeten Ausstellungsgemeinschaft Großgörschen 35. Eine seiner frühen Einzelausstellungen fand 1966 in den Räumen der Ausstellungsgemeinschaft statt.

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Werner Berges war Mitglied des Deutschen Künstlerbundes und des Künstlerbundes Baden-Württemberg. Berges lebte und arbeitete in Schallstadt bei Freiburg und in Cadaqués/Spanien.

 

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David Hamilton 1933 – 2016 – Kurznachruf

November 26, 2016

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Vom Samstag, 26. November 2016

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David Hamilton, britischer Fotograf, geboren am 15. April 1933 in London, ist 83-jährig, am 25 November 2016, in Paris gestorben.

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David Hamilton ist ein Prototyp einer kulturindustriellen Karriere zur Weltprominenz. Hamilton konnte seit den 1960er Jahren in internationalen westlichen Bunt-Bild-Illustrierten seine weichen Kinderakte plazieren, die im Auftrag von solchen Erfolgstiteln wie „Elle“, „Vogue“, „Twen“, „Bilitis“ aufgenommen und millionenhaft reproduziert und dadurch weltbekannt wurden. Besonderes Merkmal war die Weichzeichnung, die sowohl durch Objektivfilter wie durch nachträgliche Dunkelkammer-Retouchen geschaffen wurden, auch um die demonstrierte Nacktheit der Geschlechtsteile in ein „romantisiertes“ Licht zu stellen.

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So entstanden schließlich Nackt-Bilder-Bücher wie „The Age of Innocence“, bis hin zu Kunstpostkarten und Softpornografie – wie es dem Käufer beliebt.

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Hamilton hat eines seiner Modelle, das seinen Schambereich aus nächster Nähe durch Hamilton hat zu Markte tragen lassen, geheiratet und damit noch eine Restspur kleinbürgerlicher Ordnung bedient – Spaß muss ja sein.

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Mit der konzeptionellen POP-ART-Ästhetik, die Hamilton verfolgte, nämlich die kulturindustrielle preisgünstige Massenware aus den EXKLUSIV-Geschäftsräumen sogenannter West-Art-Syndikate in die Postkartenständer der Discounter zu bringen, hat der WEST-KUNST-Betrieb David Hamilton mehr oder weniger aus den Ranglisten gestrichen, obschon er vermutlich zu den auflagenstärksten POP-ARTISTEN zu zählen ist.

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DAVID HOCKNEY malt WESTMINSTER ABBEY-FENSTER für die QUEEN

November 24, 2016

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Vom Donnerstag, 24. Oktober 2016

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The Guardian hat am 23. November auf theguardian.uk eine Nachricht zum

Maler DAVID HOCKNEY:

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Hockney soll eines der wenigen freien Fenster in der Westminster Abbey farbbildlich gestalten. Es ist seine erste Berührung mit der Glas-Fensterkunst. Hockney will ein Landschaftsmotiv schaffen, wie man es von seiner neueren Tafelbild-Malerei kennt, in der er seine eigentliche Heimat Yorkshire darstellt.

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Hockney, der vor einigen Jahren einen offiziellen Portrait-Auftrag, die Königin zu malen, damit beantwortete, dass er äußerst damit beschäftigt sei, Ihr Land zu malen.

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Das Fenster ist etwa 6 Meter hoch und 1,80 Meter breit. Der Kostenumfang wird nicht genannt.

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Als Finanzquellen werden zwei anonym wohlwollende Private angegeben.

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At the age of 79, the artist David Hockney is tackling a new medium and a new venue: a towering stained-glass window for Westminster Abbey to mark the reign of the Queen, the longest-serving monarch in British history.

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Hockney is promising “a landscape full of blossom that’s a celebration every year”. His design will fill half of one of the few remaining plain-glass windows in the north transept of the abbey – a space 1.8 metres (6ft) wide and 6 metres (20ft) high. It is likely the design will relate to his recent work, some of his best loved, monumental paintings of trees in his native Yorkshire.

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God and the Queen are among the few subjects on which Hockney has not expressed peppery views. In an interview with the Wall Street Journal two years ago, he said: “I’m not atheist, but I’m not a supporter of any organised religion. You can’t legislate religion. There’s always that question. What happens when we die?”

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Having turned down a knighthood in 1990, he revealed to the BBC five years ago that he had been invited to paint a portrait of the Queen, but turned the commission down. “When I was asked, I told them I was very busy painting England actually. Her country.”

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There was clearly no bad blood between them, as in 2012 she appointed him to the Order of Merit following the death of Lucian Freud, the only painter to have held the honour. Hockney went on to create an iPad drawing of the rain-sodden flotilla on the Thames that year to celebrate the Queen’s diamond jubilee. It featured diminutive figures of her and the Duke of Edinburgh standing resolutely to attention at the front of the royal barge.

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David Hockney on what turns a picture into a masterpiece

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The dean of Westminster, the Very Rev Dr John Hall, who has met Hockney to discuss the window, said:

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It will be wonderful to have in the abbey the work of this internationally renowned contemporary British artist who has been honoured by the Queen with membership of the Order of Merit, which is in Her Majesty’s personal gift.”

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The Queen celebrated her 90th birthday this year, and in February will have reigned for 65 years. There have been many links with the abbey, where she was married in 1947 and crowned in June 1953. She will be there again on Thursday, when she and the Duke of Edinburgh attend a service marking the 60th anniversary of the Duke of Edinburgh’s award.

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„Yorkshire“ gemalt von David Hocknes

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The abbey will not disclose the cost of the window, but it will be met by two benefactors. Hockney is still working on the designs, and the window will be made at the Barley Studio in York.

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Dietmar Moews mit Peter Janssen, 1976 in der Stadthalle Hannover vor Moews‘ „Agavenstrand“

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Dietmar Moews meint: Gegenseitiger Respekt ist eine gute Basis, dass etwas Anständiges entsteht.

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Sollte David Hockney eine solche frische Glasbemalung hinkriegen, wie seine meisterliche Malerei vielfach bietet, könnten alle Leute und auch die Queen Freude daran haben.

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Sehr geistvoll ist, dass man dem Maler kein Zeitlimit genannt hat. Die Queen ist inzwischen 90 Jahre alt und „regiert“ seit 65 Jahren in London über das Vereinigte Königreich Groß Britannien.

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Verirrte Kunstorganisation der organisierten Kunstförderung am Museum Ludwig Köln

Februar 27, 2015
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vom Freitag, 27. Februar 2015

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Verirrte Kunstorganisation und das BBK-Erlebnis – so lautet der Titel einer soziologischen Studie zur organisierten Kunstförderung von Dietmar Moews.

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Herauskommt die staatliche organisierte Besetzung der Künstlerrollen und der Kunstmittel durch eine Salonpersonnage, die nicht die Kunst fokussiert, sondern die Irreführung der Gesellschaft und der organisierten Kunst in der Kultur, durch eine Salonpersonnage, die wie Kunstsoldaten den Kunstbetrieb besetzen. Dazu verhilft eine seltsame Nichtkunst-Majorität unter dem Signet von Kunstinteresse und Kunstverständnis, Kunstqualität und Kunstpublikumsambitionen.

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Das Museum Ludwig in Köln legt gerade ein bezeichnendes Solo der verirrten Kunstorganisation in Deutschland hin. Von BBK-Erlebnis kann da nur noch als Schatten der Künstlerselbstbestimmung oder Künstlermitbestimmung sprechen.

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Das Publikum – die Konsumenten im organisierten Kunsterlebnis weren geradezu veralbert. Anlässlich der Vorstellungsveranstaltung des neuen Museum Ludwig Leiters Yilmaz Dwiezior, werden Lichtbilder gezeigt, auf denen sogenannten Installationen, die schon vor hundert Jahren so oder ähnlich stattfanden, Kleiderständer, Flaschentrockner, Lampenläden vor leeren Museumswänden – dass jeder halbwegs Kunstinteressierte mit der stakkatohaften Wiederholung des Wortes „legendär“ nur schweigend den Saal hätte verlassen können. Nicht zuletzt, nachdem zu Fragen aus dem Publikum aufgerufen worden war, die Fragen sofort abgebrochen worden sind:

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Frage: Alle vorgestellten Fotoprojektionen stammten von Veranstaltungen in Bregenz, die der neue mal gemacht hatte, mit lauter Freunden, die keiner kennt bzw. Vali Export kann wirklich nicht als Exposition der zukünftigen Ausstellungsarbeit im Kölner Museum Ludwig gemeint sein – es ist die brotlose Vergangenheit von vor 20 Jahren – Frage aus dem Publikum:

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Seit den ausgehenden 1980 Jahren hat die IT-Revolution unser aller Leben durchdringend erfasst, werden Sie in der Auswahl der Kunstproduzenten für das Kölner Museum Ludwig auch Künstler und Kunst vorstellen, die von dieser IT-Revolution zeugt?

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Aber dieser ignorante Adept der Salonperssonage, der mehrfach beteuerte, er sei als Kunsthistoriker ausgebildet und sei mit einer Arbeit über einen Bauhausarchitekten promoviert worden, zeigt einzig nur ziemlich bornierten Ehrgeiz und Frechheit, weil eine Karriere angestrebt werden soll.

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Das kann im Kölner Museum Ludwig nichts werden. Der Herr Yilmaz Dwiezior müsste ganz vorne sein, er müsste sich wirklich auskennen. Er müsste sich auch in dem ganzen Kunstbetrieb, den die Sammler Peter Ludwig in der ausgehenden Moderne bzw. Postmoderne eingerichtet hatte, auskennen.

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Der Stand der empirischen Forschung zur Verbände- und Interessengruppenorganisation im Kunst- und Kulturbereich ist bislang schwach und rückständig. Zum Zeitpunkt der Zulassung durch die Universität, 1990, zur „verirrten Kunstorganisation und zur Salonperssonage“, bestand weiterhin ein aktiver wissenschaftlicher Bezug zu Forschungsansätzen der Universität Bremen zu Fragestellungen der Verbändeorganisation, der Non-Profit-Organisation und der Intermediarität sowie im lokalpolitischen Blick, hier von Dietmar Moews: aus Sicht der Künstler.

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Die Relevanz des Themas liegt aber besonders in der weitläufig unterschätzten, anteilig großen Bedeutung des Kunst- und Kulturwesens, auch für die Volkswirtschaft und die Beschäftigung:

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Der Bundesinnenminister veröffentlichte 1989 eine vom Münchner IFO-Institut durchgeführte volkswirtschaftliche Studie (die bislang letzte, A. d. V.; HUMMEL et al. 1988, Vorwort), wonach der Saldo der Übertragungen aus dem Bereich von Kunst und Kultur an den Staat (Gebietskörperschaften und Sozialversicherung) positiv ist: 9,6 Millionen DM Ertrag im Jahr (1984). Etwa 300.000 Erwerbstätige, einschließlich vor- und nachgelagerte Bereiche, leisteten dabei einen Beitrag von 40 Milliarden DM zur Entstehung von Einkommen. Das sind 2,3% Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung und 2,7% aller Sozialversicherungspflichtigen oder, als Vergleich zu Kunst und Kultur: der Wirtschaftssektor Energieversorgung (Elektrizität- und Fernwärmeversorgung) leistete 1984 39,6 Milliarden DM mit 226.000 Arbeitsplätzen (HUMMEL et al. 1988, S. 4ff)

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Also nicht nur als der kulturstaatlich beschworene „kreative Kern“, mit seinen Inventionen und dem sozio-kulturell-zivilisatorischen Integrationspotential, ist Kunst beachtlich, sondern auch volkswirtschaftlich. Und Grundwerte, wie Demokratie, Selbst- und Mitbestimmung stehen in Frage, wenn wir lesen:

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„…„Wir setzen schon durch, was wir wollen“, sagte der die Bundesmittel für kulturelle Zwecke dirigierende Ministerialdirektor des Bundesinnenministeriums (BMI) auf einer Anhörung zur Kulturförderung in Bonn …“ (Albrecht ROESELER in SÜDDEUTSCHE ZEITUNG vom 8. Juli 1991, S. 29).

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Während Massenkultur – demokratisch auf Massenbildung und Massenkonsum gestützt – hinreichend bewährt und legitimiert ist, ist hingegen Elite- oder Exklusivkultur Angelegenheit des Marktes, und hier insbesondere der privaten und durchaus staatlichen Nachfrager und Konsumenten. Auch ist staatliche Kunstindienstname zweifellos rechtens.

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Doch werden faschistische Einstellungen der undemokratischen Bevormundung in der OKF (Organisierte Kunst Förderung) praktiziert und – das ist noch nicht so alt – auch frech vom Podium der staatlich allokatierten Salonpersonnage herab proklamiert: Führung ohne Fühlung.

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Und wie man der Hannoverschen Allgemeinen zum 50sten Jubiläum des BBK in Niedersachsen (Bund Bildender Künstler) entnehmen muss: „… wird man der Doppelrolle als Berufs- und als Ausstellungsverband wohl nicht immer optimal gerecht … Das Dilemma ist offensichtlich: über 400 Einzelausstellungen niedersächsischer Künstler führen … ein deutliches Qualitätsgefälle vor Augen./ Folgerichtig hat man für die aktuelle BBK- Ausstellung „Kunstforum Nord 9“ in der Eisfabrik Hannover einen Kurator beauftragt. Ulrich Krempel, Direktor des Sprengel Museums, wählte elf Künstler aus Bremen, Hamburg, Hannover und Schwerin aus, deren Arbeit das Menschenbild im Zeitalter von Internet und Cyberspace auch formal angemessen befragt.

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Immerhin läuft das Ereignis unter dem Titel „Medienkunstausstellung“. Wie bereits kaum nachzuvollziehen ist, warum Künstlerinnen und Künstler in der Produzentenrolle – die wegen Namenlosigkeit keinesfalls in den Genuss von Sponsoring-Mitteln gelangen können – für die Musikgruppe Rolling Stones oder für den Kunstverein, der immer alle mögliche Welt-Kunst nach Qualitäts- Maßgabe der Salonpersonnage ausstellt, gegen Bundesfinanzminister Waigel demonstrierten, damit die Besteuerung des Kunst-Sponsorings gesenkt werden solle; ist ebenso unverständlich der Schritt der Künstlervereinigung BBK- Niedersachsen, nicht ihre eigenen Produzenten und Mitglieder in dieser Jubiläums-Ausstellungs auszustellen, sondern es nunmehr einem sogenannten Kurator zu überlassen, zu bestimmen, was der BBK für hochqualitative Kunst hervorzubringen hätte –Zusammenfassung Stichwort der Qualität hier: „Menschenbild im Zeitalter von …“ wunderbar festzustellen, dass unter dieser Überschrift aber auch jede andere zur Kunst erklärte Tatsache ebenfalls ihre Berechtigung hätte. Es blinkt also die Reflexion auf die Nichtorganisierten auf. So sieht es also mit dem Kritikpotential des BBK, seiner aktiven Mitgliedermehrheit und dem sogenannten Anti-Faschismus aus. Damit kommt diese Studie zum Schluss:

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Gras, wachsen lassen, aber wie? Rahmenbedingungen, wie die vom Grundgesetz kommenden Freiheit, Demokratie, Selbstbestimmung haben für den Kunstprozess nur Sinn als Strukturen der Kultur, aber keinesfalls auch als Funktion in Form von egal was.

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Gerade diese Grundwerte sollen ja Spielräume eröffnen und offen halten, hingegen nicht sollen sie exklusive Vormächte stützen, etwa für irgendeine von beliebigen Interessenten zu solcher erklärten und im Cliqueneigennutz bewirtschafteten Exklusiv-Kunst oder Pseudo-Kunst.

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Émile Durkheim, verdienter Geisteswissenschaftler unserer Vorzeit, wies darauf hin, dass wir am Problem des gesellschaftlichen Zusammenhalts interessiert sein müssten. Durkheim schritt von einer morphologischen Betrachtung gesellschaftlicher Strukturen zur Untersuchung der von diesen Strukturen getragenen Formen des kollektiven Bewusstseins und seiner Stabilisierung. Das heißt ganz eindeutig, die geistige, sinnliche und so weiter Soziabilität von Werken und Zusammenhängen beziehen ihre Qualität von der funktionalen Gültigkeit und Menschennähe und keinesfalls beliebig umgekehrt.

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Hier liegen die sehr wohl abzuklärenden Maßstäbe einer Gesellschaft, die sich als Kulturstaat definieren möchte, in der Aneignung von den Möglichkeiten und Entwicklungspotentialen von Veränderungen, Tradition und Abhängigkeiten.

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Dass das Prinzip des Salons in seiner integrativen Funktion einen anderen gesellschaftlichen Platz einnimmt als das künstlerische Experiment, wäre das Eine. Die Variante ist nunmehr, dass die Salonkunst nicht mehr auf den Salonkünstler angewiesen ist, der die Salonkunst professionell macht. Das ist das Neue.

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Bei der Kunst, deren Qualitäts- und Auswahlbestimmung den unnachempfindbaren Willkürlichkeiten einer Salonpersonnage zugefallen ist bzw. im Rahmen der Neuen Kulturpolitik von Nichtkünstlern angeeignet worden ist (vor dem geistigen Hintergrund einer sogenannten „kritischen Theorie“ adornoscher Prägung, sprich: Personalpolitik) und den Künstlerinnen und Künstlern enteignet worden ist, heißt: Die heutige Salonkunst ist von den Künstlern erfolgreich abgekoppelt worden. Die Budgets für Kunst und Kultur speisen nun die Finanzquellen für die Salonpersonnage, die sich überwiegend aus parteipolitisch orientierten Multifunktionären, Artmen, unechten Künstlern u. ä. rekrutiert.

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Die Salonpersonnage wird an staatlichen Schulen dafür ausgebildet, den Künstlern ihre sozio-politische, sozio-kulturelle und politisch- soziale Rolle quasi arbeitsteilend abzunehmen, allerdings auf diesem Wege die Salonkunst selbst qualitativ zu bestimmen und nun auch noch selbst herzustellen. Es erklärt, wie in unserem Fall möglich wurde, was geschah. Der über sein eigenes Scheitern nachdenkende BBK-Vorstand kann seinen persönlichen Wert dadurch erhöhen, dass die BBK-Mittel in die Hände der Salonpersonnage gegeben werden. Denn diese – z. B.solche Museumsdirektoren – sorgt dafür, dass der BBK in der veröffentlichten Meinung aufgewertet wird und mit ihm der ehrenamtliche und der hauptamtliche BBK-Funktionär. (Die Feuilletons der überwiegend einseitig parteipolitisch SPD-gebundenen Kaufzeitungen bewirtschaften diese Bedingungen ebenfalls schon durch ihre Personal-Politik).

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Der Parteienstaat, der den Kunstprozess derart ins Abseits gestellt hat, reagiert mit einer konzertierten Aktion (siehe EXPO 2000): CDU/CSU Hoch/Exklusivkultur, SPD und Spektrum die Posten bei Staat und Intermediären, der Rest ist Nische sowie Pop.

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Die Selbstbestimmung der Kunstproduzenten beginnt dagegen täglich mit dem Aufklärungscharakter des Selberdenkens, des Lernens und des pathologischen Lernens. So lange sich aus Sicht der Künstlerinnen und Künstler nichts bessert, kann es sich bei diesen sozio-politischen Selbsterkenntnissen nur um pathologisches Lernen bei zu schwacher Transparenz des Geschehens handeln.

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Zwar ist die Dialektik der Aufklärung eine lustige Idee – ähnlich wie Adornos musenmathematische Musikkompositionen -, doch muss Aufklärungspotential jeglichem sozialen Geschehen so oder so konstatiert werden. Ein anderes Ding sind Wachheit, politisches Vermögen und der Zeitfaktor.

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Bis die Kunstorganisation eine funktionale Sehnsucht bei den Klienten zeitigt oder so lange die demokratische Verfassung es noch zulässt, wird man Gras wachsen lassen müssen, auch zu den Fragen, ob die Demokratie überhaupt Transparenz- und Demokratieforderungen angängiger Art verträgt? Was bedeutet die Aussage des NMWK1 zur Gründung der Bundesakademie wirklich: „… Ich will keinen Tag der offenen Tür und nicht einen linken Verein aus der Taufe heben.“ ?

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Statt um weitere BBK-Erlebnisse geht es uns um gemeinsames Wissen, was heißt, einen Staat hervorzubringen, der politische Freiheit verwirklicht. Als politische ist es ja eine Frage nach dem Möglichen, nicht nach dem Gewünschten. Wenn es die demokratischen, sozio-politischen Ressourcen als gesellschaftliche Abhängigkeiten im Kunstprozess nicht zulassen, wird die Ferne der Fernfuchtelei weiter wie bisher technisch herangeholt, hingegen die sinnliche Nähe wird von der Salonpersonnage wie bisher – als verdeckte Machtpraktik – von den Menschen ferngehalten. Wegen der großen Basisdistanz, der geringen Soziabilität und der ästhetischen Unverbindlichkeit, fühlt sich die große Mehrheit der Menschen nicht von der Gegenwartskunst (Picasso ist vergangenes Jahrhundert und also kein Beispiel für einen lebenden Zeitgenossen im angängigen Kunstbetrieb) angesprochen.

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Die große Mehrheit der Menschen wendet sich deshalb von dieser Salon-Kunst und von dieser Demokratie, die diese Kunst für demokratisch erklärt, ab und dem Erleichterungsbetrieb von Sozio-Kultur und schönen Ausstellungsevents in der Freizeit zu. Wohlverständlich und – Recht haben sie. Immerhin steht dafür heute ein großer Reichtum überlieferter Transport-Kunst aller Zeiten gleichzeitig zum mobilen Verbrauch oder sagen wir, zur nicht zweifelsfreien Benutzung.

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Die Gültigkeit von menschlichen Strukturen der Kultur ist aber – wollte man ratsamerweise Durkheim folgen – für den Machterhaltungsstaat, der auch ein Problemlösungsstaat sein muss, nicht beliebig verfügbar.

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Eine solche äußerlich empirische Behandlung des Untersuchungsgegenstands , über eine sozialpsychologische Diskussion des erfassten Materials hinaus bedeutet:

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Wesentliche erfasste Symbole weisen auf das handlungsmotivierte soziale Individuum als Ursprung der soziologischen Tatsachen hin. Außerdem verhallten sich im Untersuchungsfall die ausgeprägten narzistischen Künstlerinnen- und Künstlertypen in den mediatisierten Rollen und Funktionen, wenn sie notwendig/freiwillig in die BBK-Mitgliedsrolle geschlüpft waren, mit wenigen Ausnahmen elend, dürftig und würdelos, selten aber witzig und froh.

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Der festgestellte funktionale – freiwillige oder notwendige – Würdeverzicht im intermediären Kunst-Förderungs-System (IKFS) symbolisiert die Mediatisierung im BBK-Erlebnis zusätzlich, weist auf den Raum des grundrechtlichen Humanitätsgebotes und die an den untersuchten Prozessen Beteiligten auch auf sich selbst zurück.

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Zur Disposition stehen Ideen zur demokratischen Selbstbestimmung, nach denen wir unsere normativen Orientierungen tatkräftig aus uns selber schöpfen müssen, im Widerstand und Kontrast zu unseren eigenen teils verhängnisvollen Traditionen politischer Kultur.

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Damit – „aus uns selber“ – landen wir, induktiv aufgefasst, bei den Menschen, bei unserem Menschenbild und der wichtigen der vier kantschen Fragen:

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Wie ist der Mensch?“

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Nicht nur für den Kunstprozess, sondern für die Organisation überhaupt, werden hier abschließend zwei Anregungen zum Menschenbild zitiert, die zur „lebensnotwendigen Ideologie des guten Willens“, bei der Kritik und Planung von menschlicher Organisation denkwürdig scheinen:

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Es ist Isaiah Berlins allgemeiner Menschheits-Leitsatz, der mit R. G. Collingwoood – „Out of the crooked timber of humanity no straight thing was ever made“ – Immanuel Kant zitiert, der auf die Bibel bezogen schrieb: „Aus so krummem Holze, als woraus der Mensch gemacht ist, kann nichts ganz Gerades gezimmert werden.“

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Und es ist Hannah Arendts Vorschlag aus „Vita Aktiva“, die uns auf den einzelnen Menschen und eine dezentrale Lebenswelt weist: wir sollten nach all den Forschungen der Rationalität doch auch mal die menschliche Irrationalität in den sozialwissenschaftlichen, anthropologischen Blick nehmen, die Unschärfen der Individuationsbegrenzung und die menschliche Inkonstanz in Deutschland aus Sicht der Künstler.

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Dietmar Moews meint: Die peinlich eitele Selbstvorstellung des neuen Museum Ludwig Leiters in Köln, Yilmaz Dwiezior, lässt jeden Künstler oder gar Künstlergelehrten erschaudern – derart vulgäre Oberflächlichkeit lässt sich auch nicht unter „Arte Povera“ oder „Folklore“ aushalten. Denn es geht einfach viel zu viel, eigentlich Alles, verloren.

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Totensonntag mit EUAN UGLOW unter Lebenden

November 23, 2014

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am Sonntag, 23. November 2014

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Heute kann über einen Museumsbesuch in Münster erzählt werden, mit dem eine bedachtsame Totensonntagbenutzung zum Zuge kam.

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Totensonntag, der in den Kalender der Allgemeinheit eingetragene Toten-Gedenktag, hat in der Brauchtumsveränderung, vom Familiengrab zur Ascheverstreuung oder zum anonymen Urnenfriedhof im Wald, doch für jeden Menschen eine persönliche Evidenz.

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Aus der individuellen sozialen Lage heraus ergeben sich soziale Begebenheiten, dass andere über Tote und den Tod sprechen möchten oder dass man selbst was über demnächst Sterbende, bereits Gestorbene oder über den Tod reden möchte oder überhaupt mit irgendwem über irgendetwas reden möchte – wenn Sonntag ist.

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Zwischen „keine Zeit für Sowas“ und „keiner hat Lust zu Reden“ oder eigenen esoterischen Farben und Stimmungen, wenn es um Leben und Tod geht, finden dann Totengedenken, Verlustbeklagung, Angstbeschwörungen wie auch Verbrüderungen und Verschwesterungen unter Lebenden: „So jung kommt man nie mehr zusammen“ zum Anklang.

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Manchmal ist es mehr als nur die anwachsende Streichliste, der im vergangenen Jahr verlorenen Zeugen des eigenen Lebens.

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Oft sind es auch diejenigen zwar längst nicht Gestorbenen, aber in geschwächter sozialer Lebensweise immer mehr schwindenden. Man hört weniger. Die Balance der Verhaltensökonomie wird auf unbeweglichere, sicherere Weisen gestellt, während früher Leichteres umherflog oder in kindlicher Leichtigkeit die für Momente völlige Todesferne ausdrückte.

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Ich habe heute das neueröffnete Kunstmuseum LWL in Münster, die Malerei-Ausstellung „Das nackte Leben“ und den Dom besichtigt.

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EUAN UGLOW Akt im Liegestuhl Öl auf Leinwand

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Das Landesmuseum Westfalen-Lippe für Kunst und Kultur („LWL“) umfasst Kunstgegenstände vom frühen Mittelalter bis heute. Man kann in dieser Sammlung alle wichtigen Kunststile mit hervorragenden Einzelwerken kennenlernen. Dazu kommt der traditionell mit dem LWL verbundene Kunstverein, der die aktuelle Ausstellung und Publikumsprogramme organisiert. Träger sind Land NRW und die Stadt Münster sowie die Bürger privat.

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Den Museums-Neubau hat der Berliner Architekt Volker Staab entworfen. Der Entwurf Staabs legt zusätzliches Gewicht darauf, dass sich der Neubau in die vorhandene kleinteilige Bebauung einfügt. Durch einen neuen Vorhof am Domplatz, durch innere Lichthöfe und ein großzügiges Foyer soll das Erdgeschoss des Museums in die innerstädtische Wegführung einbezogen werden. Auch optisch will sich der Neubau mit seiner Sandsteinfassade bzw. hellen Kunststeinwände am baulichen Umfeld orientieren.

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Das auf geschmackvolle Reize abgestimmte Raumordnungskonzept der Umgebung des Münsteraner Doppel-Chor-Doms (mit dem Denkmal des Graf August Clemens Kardinal von Galen) und einem sensationellen Glockengeläut, steigert mein Lebensgefühl. Der momentan hellfarbene alte frühromanische Dombau geht auf die christliche Frühzeit des Constantin zurück.

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Der Museumsneubau ist hervorragend einplaziert im bestehenden Raumensemble. Aber es hat Herr Architekt Staab einen Baukörper gegliedert, der mit völlig klaren Fluchten, hellen einfarbigen Kunststein-Sichtbetonwänden, funktionierende Portaleingänge an mehreren Seiten, freundlich empfängt – dazu ein reichliches, gut gekleidetes Münsteraner Publikum.

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Durchsichtigkeit aus allen möglichen Ein- und Ausblicken zu den weitest barrierefreien gewidmeten Räumen, vom Foyer,Treppenaufgänge, Bibliothek, Museumsshop, hervorragende Caférestaurant mit einer wunderbaren Auswahl an Spitzen-Sahnetorten, frisch, meisterlich und eigenartig (Maracuja mit Pfefferminz-Sahne – sehr besonders die doppelwandige Jena’er Glastasse), Funktionsräume, Garderoben, Toiletten, in die variablen Ausstellungsräumen:

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Ab der Eröffnung, ab 8. November 2014, der neuen Ausstellung von Bildern gegenständlicher Malerei aus London, seit etwa 1930, noch aktive Maler und längst tote: „Das nackte Leben“

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Die internationale Gruppenschau (bis 22.2.15) eröffnet das Ausstellungsprogramm und weiht die knapp 1.000 Quadratmeter großen Sonderausstellungsräume im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ein.

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Diese erste große Kunstausstellung widmet sich der gegenständlichen Malerei in London mit Arbeiten von Francis Bacon, Lucian Freud, Frank Auerbach, Leon Kossoff, David Hockney, Richard Hamilton, Euan Uglow und anderen. Zu sehen sind rund 120 Arbeiten von 16 Künstlern, die zu den Meistern der figurativen Malerei des 20. Jahrhunderts gehören. „Wir freuen uns, dass wir Leihgaben aus den USA, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, den Niederlanden und aus Deutschland in unser neues Museum holen konnten“, sagte LWL-Direktor Matthias Löb am Mittwoch.

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Die Ausstellung wird das internationale Profil des Hauses schärfen und es unter den wichtigsten deutschen Kunstmuseen positionieren.“

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Dietmar Moews meint: Liebe Leserinnen und lieber Leser hier, meine Empfehlung zum Totensonntag:

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Gehen sie in eine interessante Kunstausstellung – interessant, wo es für Sie etwas zu sehen gibt, das Sie sehenswert finden.

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Für mich waren es in Münster – zum Beispiel im Vergleich zu Bonner Kunsthalle und der dortigen läppischen Restaurant-Café-Peinlichkeit – das wunderbare, barrierefreie neue Kunstmuseum LWL, mit perfekter Beleuchtung, dezenten, manchmal in den Ausstellungs-Sälen etwas willkürlichen Wandtönungen (tiefrot vor überlebensgroßen gothischen Sakralfigur-Skulpturen auf kippligen, viel zu schlanken Rundsockeln und aber wunderbaren Terrazzo- und dunklen Holzböden, in den Treppen-Kunststeinwandungen eingehöhlte Handläufe –

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mehrere großformatige Meistermalereien aus der großen 1960er und 1970er Popzeit von David Hockney (geb.1939) – sein bestes Gemälde (in Ewigkeit für diesen Maler) mit dem Vermeer-Fenster-Anschnitt genialer Lichtfärbung (dann sehen auch Idioten, die Qualität im Vergleich zu dem Schwulen auf der grünen Liege, wo er sich nicht annähernd so viel Mühe gegeben hat) und sowie

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von dem mir bis dahin nicht geläufigen hervorragenden Malers Euan Uglow* (1932-2000), NEUENTDECKUNG in Deutschland, mit Nähe zu Karl Hofer und Richard Diebenkorn – siehe ganz unten und Abbildung auf der Einladung und den Eintrittskarten

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sowie dem im hohen Alter noch zu einer ganz beachtlichen (Willi-Sitte-) Farbfleischlichkeit und meist etwas peinlich gefriemelten Akten gekommenen Lucian Freud,

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dem von mir stets farblich als plump empfundenen Francis Bacon,

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dem in der 1960ger Popart-Malerei führenden R.B. Kitaj oder mit Alan Jones als lokalfarbigem Briefmarken-Designer

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sowie einigen Kunstgewerblern, die an die Neue Sachlichkeit erinnern und an Hausfrauenkunst des Giso Westing in Braunschweig.

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12 Euro Tageskarte.1 Euro Garderobe, 6 Euro Torte und Capuccino.

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*EUAN UGLOW (1932-2000): Die Schau ist in sechs thematische Räume gegliedert, die zum Beispiel dem Umgang der Künstler mit dem Material, ihrer Auseinandersetzung mit klassischen Gattungen und ihrer Arbeitsweise gewidmet sind.

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Hier sieht man in einer Vitrine einige der Fotos, nach denen Bacon malte, manchmal riss er alles Überflüssige ab, so dass nur eine Figur blieb. Hier sieht man Skizzen und Zeichnungen von Auerbach und Kossoff. Und zu Euan Uglows Bild „Flour Man“ ist das Modell ausgestellt, eine Plastik-Werbefigur von 1964.

Uglow liefert auch mit „The Diagonal“ (1971-77) das Plakatmotiv der Ausstellung. Man sieht eine nackte Frau auf einem Klappstuhl. Sie hat erkennbar die Muskeln angespannt, der Körper berührt den Stuhl nur an zwei Stellen. Das sieht ästhetisch aus – aber der Künstler wollte, wie der Bildtitel schon sagt, vor allem eine ungewöhnliche Diagonale darstellen. Wenn man genau hinsieht, findet man im Bild Punkte und Hilfslinien, die den konstruktivistischen Charakter des Werks betonen. „Es hätte auch ein Brett sein können“, sagte Uglow. Aber ein Mädchen sei interessanter. Und diese irgendwie sehr britisch ironische Doppeldeutigkeit zeigt eine andere Facette des „nackten Lebens“.

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He was a figurative painter of what has been called the School of London, and his reputation was built on hard-won images, on relentless looking and describing. His art was founded on empirical measurements, on constant revisions, on a technique that was anything but flashy. His paintings bore the imprint of his repeated returns to the minutiae of observation.

Almost 50 paintings, spanning a half-century, the earliest dated 1949, the last left unfinished in the artist’s studio at his death, are now at the Abbot Hall Art Gallery in Kendal. It is a fascinating show, of an artist who seems more peculiar as time goes by. Uglow was a student at the Slade of William Coldstream, whose own life paintings had about them a chilling air of self-denial, and Uglow went on to develop Coldstream’s approach through his own years of teaching in the same art-college life room. To me, it always smelled like a death room; every year a new crop of belated Euston Road painters would emerge from it, their pallid painted figures nicked with little registration points and tiny painted crosses, like so many torture victims, done-over in shades of umber and grey.

A style like any other, this was and is a look masquerading as a moral quest. About it all hangs an air of futility, and a sense of something murdered: Cézanne with the vitality strangled out of him, Walter Sickert neutered, David Bomberg’s obstreperous painterliness turned into a kind of dry accountancy. Here, the act of looking and recording is presented as a joyless test.

Uglow’s own paintings are, on the other hand, often colourful, but it feels like studio colour rather than the uncontrollable colour and light of the world. His blues are always the same blue, the reds and pinks invariably mixed from the same base hues, whether he is painting skin, the studio floor tiles or the decorated facade of a church in Cypress. Not that Uglow ever used much paint in any case. Like so much else in his art, touch is suppressed and pleasure is deferred. In the end, there is something fussy about Uglow’s art. He lets you see all his difficulties, all those mechanical notations, the surveyor’s plot-lines under the paint. This is an irritating affectation, and I find it hard to ignore his tiresome marginalia. It is as if he wanted us never to forget how much trouble he had.

He had a real thing for putting a naked model in an awkward pose. For session after session, he would seat her uncomfortably on a folding chair, make her lie on a stool too small to support her legs, or insist that she stand, hour on hour, bent over with her hands on her knees, her face directed to the floor. Uglow made huge demands on his models, but his art suggests that he regarded this as nothing to his own labours.

Uglow liked a good shape, but always took the hardest route to achieve it. He either didn’t trust pure imagination, or it was too volatile and dangerous for him. Clearly, the act of painting, and ordering his perceptions, meant more to Uglow than the painting itself. He insisted that he looked at a live model no differently from any other kind of object. This is ridiculous and self-deluding. His paintings tell another story. He takes long hard looks at nipples, bums and pubic hair.

His paintings have in them something of the quietude of Giorgio Morandi, but they entirely lack Morandi’s vitality, that tremor of life and presence. I think there is more human warmth in a dusty little Morandi painted pot than in most of Uglow’s figures, which often look more like folded card models of aeroplanes than human beings. When, occasionally, Uglow wanted us to see what a fun guy he really was, he would paint a novelty toothbrush as though it were a person (the green brush has breasts and an arse, and stands on little feet), or ask the model to pose in a way that he thought echoed the Japanese bridge in one of Monet’s waterlily paintings. Instead, the model looks dead, or like a discarded marionette.

Uglow’s paintings often took a very great deal of time. Many of them took years. Maybe he was measuring time as well as his perceptions. Models age, and fruit withers. The Spanish „realist“ painter Antonio Lopez Garcia spent an entire summer trying to paint a quince tree, and failed because the fruit would insist on ripening and dropping, the leaves shifting and curling. Despite all his efforts, he couldn’t get it right. Victor Erice’s 1992 film, El Sol del Membrillo (The Quince Tree Sun), is a document of the impossibility of the task Lopez set himself, and a celebration of how the world gets the better of us. Lopez used many of the same techniques as Uglow in order to capture his subject exactly – dropping string plumblines between himself and the subject, placing little marker points on bits of paper and pinning them to the tree itself, so as to paint it exactly as it was. But the tree and the weather, oblivious to all this, insisted on constant change. So it was with Uglow’s subjects. His little painting Diary of a Pear recognises this. The damn fruit kept rotting and shrivelling and Uglow kept having to begin again with a fresh pear. Uglow’s models weren’t so lucky. One woman reckoned she spent seven years in the same pose, for a painting which, to my eye, is still unresolved. At least lightbulbs – another Uglow subject – don’t change.

While in Kendal, the director of Abbot Hall, Edward King, showed me some photographs he had taken of the dwelling-cum-studio where Uglow lived and worked in south London. One is struck by its asceticism, and at the same time by the accumulation of characterful junk Uglow kept about him. In the interview with Martin Gayford included in the catalogue, Uglow remarked, defiantly: „I’m not a pop artist. I don’t have a television. I’ve got a wind-up gramophone that’s gone kaput. I have a wireless.“ He slept on a single iron bedstead, with an old chair as a bedside table. He cooked on a 1920s stove and sat at an improvised table. Around him were the home-made backdrops and props of his paintings, the string plumblines and horizon lines that hung from rafters to floor and across portions of the studio. The floor, too, was marked with tape and paint, indicating where chairs must be placed, feet positioned, the easel angled for those interminable poses. It was a place of almost monastic dedication, perserverence and repitition. Maybe Uglow had somewhere more homely to go where he led an even more private life, but I don’t know of it. If he created sets and backdrops for his paintings, so did he for himself.

It is as if Andrei Rublev, the Russian icon painter pitted against the unbelievers in the 1969 Tarkovsky movie, had moved to the Steptoe gaff. Uglow was once taken by David Sylvester to meet Giacometti in Paris in the 1950s; perhaps Giacometti’s existential atelier (recorded by his biographers as a total mess of plaster dust and fag ash) provided Uglow with his model and his style. Perhaps he later saw no reason to change, having charged himself with a certain crazy duty to his art, one that he believed required a particular kind of total vigilance. For some reason, all this strikes me as horribly bleak, and more than a little disturbing. So does Uglow’s art, with its rules, its measurements, its endless difficulty, its unsmiling pleasures.

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Kulturetat 2015: Deutschland steigert den Bundesaufwand

November 16, 2014

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am Sonntag, 16. November 2014

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BundesKanzler Gerhard Schröder vor „Strohbild“

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Die Nachricht von dem Zuschnitt des kommenden Bundeshaushalts ist nicht „einfach“ zu lesen. Jedenfalls: Der Bundeshaushalt 2015 wurde vergangene Woche vom Haushaltsausschuss verabschiedet.

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513_5_97_stoff_zebrafigur

Dietmar Moews 1997 DMW 513.5.97, Öl auf Zebra 140cm / 140 cm In Leipzig gemalt

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Ich möchte hier mit Interpretation der Bundesbemittelung für Kultur auf die Besonderheiten der Bundeskompetenz für Kultur im deutschen Föderalismus eingehen.

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DIETMAR MOEWS "Mexikano" DMW 567.7.0,140 cm / 140 cm, Öl auf Textil, in Dresden im Jahr 2000 gemalt

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Zweitens möchte ich auf die Widmungszwecke dieser Bundesgelder hin die Politik für Kunst und Kultur im deutschen etatistischen Föderalismus kritisieren.

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Aus der Verfassungsgeschichte Deutschlands als demokratische Bundesrepublik nach 1948 ist schrittweise erkennbar, dass Kunst und Kultur sowie Bildung, Schulen, Wissenschaften und Universitäten zunächst praktisch und kompetenzrechtlich von der Kultusministerkonferenz der Länder ausgingen.

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Die staatsrechtliche Zuständigkeit (Kompetenz) wurde auf die „Kulturhoheit der Länder“ festgelegt und so entfaltet.

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Den Gemeinden, als lokalpolitische Basis im Föderalismus, fiel – stets sorgfältig unter Einhaltung des politischen Kompetenztrennungsgebots (ohne Doppelkompetenzen oder Kompetenzüberschneidungen) – der Schulbau zu („Allzuständigkeit der Gemeinden“).

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Während das Land das Lehr-Personal finanziert („Kulturhoheit der Länder“).

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Dem Bund fallen wenige magere Gestaltungsmöglichkeiten zu, in dem der Bund an Länder und Gemeinden Projektbemittelungen oder -bezuschussungen vergeben darf. Mittels wachsender„Kulturgestaltungsmacht“ des Bundes, steigt die Bedeutung der Redewendung „Wer zahlt, bestimmt die Musik“..

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Dietmar Moews 1999 mit „Strohbildern“ vor dem Blauen Wunder in Dresden und bei Schröder in Berlin

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Im Haushaltsposten „Kulturetat des Bundes 2015“ werden also Haushaltsmittel bereitgestellt, die – ohne „Bundeskompetenz“ für die Kunst- und Kulturpolitik – zur Kulturgestaltungsmacht verwendet werden.

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Dietmar Moews 1996 mit „Strohbildern“ in Magdeburg an der Elbe

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Es muss der normale juristisch studierte Staatsbürger aber wissen, dass tatsächlich der Bund keinerlei spezielle Kunst- und Kulturpolitikkompetenz hat. Sei es die Gestaltung der Bundeswappen, der Rückseiten der deutschen EURO-Münzen oder die Frage, soll der Bundesadler den Kopf nach rechts oder nach links ins Bild setzen.

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Alle fiskalpolitischen Festlegungen, die die Finanzministerien der Länder festlegen, werden zwar mit den föderalistischen Steuereinzieh- und verteilungsschlüsseln mit dem Bundesfinanzminister und der Bundesregierung abgestimmt. Aber auch hierfür gibt es keine Bundeskompetenz.

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Der Minister von Sachsen-Anhalt hatte im Jahr 1997 ein „Strohbild“ von Dietmar Moews „abgezweigt“

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Es gibt auch kein Bundeskunst- oder Bundeskulturministerium. Sondern ganz funktionale Kontrolle im föderalen Kunst- und Kulturspiel nimmt seit eh und je ein Staatsminister im Bundeskanzleramt wahr, der sich seit einigen Jahren nunmehr „Kulturstaatsminister“ nennt.

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Dietmar Moews-Ausstellung in Magedburg 1997

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Dadurch, dass die Länder, denen kompetenzrechtlich die Hauptfinanzlast zukommt, in zunehmendem Maße kaum noch fähig sind, die laufenden Unterhaltskosten der Landskultureinrichtungen zu finanzieren, schiebt sich der Bund und die heutige Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) auch gestalterisch in das Zentrum wichtiger Entscheidungen durch Zuschüsse, Projekte, oder deren Verweigerung.

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Bildschirmfoto vom 2014-07-15 16:12:59

Dietmar Moews-„Strohbild“ als Staatsankauf, im Jahr 2010 hinter dem Landwirtschaftsminister

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Angesichts des weithin wenig bekannten Sachverhaltes, dass innerhalb der volkswirtschaftlichen Verhältnisse von Kunst und Kultur im Kernbereich sowie in den Kunst und Kultur vorgelagerten (z. B. Künstlerausbildung oder Produktion von Arbeitsmaterialien, Farbe, Gitarrensaiten u. ä.) und nachgelagerten Bereichen (z. B. Kunstspeditionen, Aufsichtspersonal in Kultureinrichtungen, kulturindustrielle Medien wie TV, Presse u. a.), über 90 % der Finanzmittel aus staatlichen Budgets kommen, ist der Staat in Kunst und Kultur etwa, was der Staat für das Militär und den Krieg ist.

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Das heißt, etwa 5 Prozent bei den Gemeinden (für Pflicht- und Kann-Aufgaben), Land etwa 85 Prozent, Bund etwa 5 Prozent, nur der kleine Rest entspringt den Marktkonsumenten und Privatquellen.

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Landwirtschaftsministerium in Magdeburg

Landwirtschaftsministerium in Magdeburg

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Diese gesamten Budgets werden überwiegend in festen Kostenpositionen im alljährlichen Zyklus für Personal ausgegeben. Dazu kommen sonstige feste Kosten.

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Die Vorstellung, der Bundeskulturhaushalt sage irgendetwas dazu aus, wie es dem einzelnen freien Künstler im kommenden Jahr gehen wird, kann bestenfalls darauf beschränkt werden, dass die Künstlersozialversicherung nicht abgeschafft wird.

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Dietmar Moews-„Strohbild“ mit Minister Dr. Hermann Onko Aeikens

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EINS die Kunstorganisation als ein vollkommen durchorganisierter Politikbereich im Deutschen Kulturrat, im Deutschen Kunstrat und in den einzelnen Kultur- und Kunstverbänden (wie z. B. Gema, Bundesverband der deutschen Galeristen, Deutscher Künstlerbund, Deutscher Musikrat u. v. a.) hermetisch als Struktur der Politik der Kulturindustrie ausgelegt und durchgesetzt wird.

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Gegen die Kulturindustrie und die massenmedialen standardisierten Verwertungsformen haben Einzelkünstler, die handwerklich arbeiten oder Prototypen herstellen, keinerlei berufspolitische Macht, ihre besonderen Interessen durchzusetzen.

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Dietmar Moews 2014 mit „Strohbild“ in der Mainzer Straße Südstadt Köln

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ZWEI Überall, wo solche Finanzmittel für Kunst und Kultur ausgegeben werden, entscheiden stets Gremien oder Parlamente und Ausschüsse, die von den Parteien, hauptsächlich von der SPD dominiert werden.

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Eine kleine Entschädigungsfreude ist der Umstand, dass das verfügbare Geld und die sämtlichen Posten an Hochschulen, Professuren-Planstellen und Projektmittel im Verhältnis zu der großen Zahl der Begehrlichen in den Mitgliederverbänden, hinten und vorne nicht reicht. Nicht jeder, der in die SPD eintritt, kann eine Professur bekommen.

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ZUGINSFELD Goethe-Institut Dresden 2003 Begrüßung durch den Institutsleiter ROBERT SOBOTTA

ZUGINSFELD
Goethe-Institut Dresden 2003
Begrüßung durch den Institutsleiter ROBERT SOBOTTA

Dietmar Moews-Ausstellung 2003 im Goethe-Institut mit ZUGINFELD-Proklamation von Thomas Wipf, Lothar Lange und Dietmar Moews

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Dietmar Moews meint: Die Botschaft vom neuen Kulturhaushalt, aufgestockt um Plus vier Prozent, ist von den Künstlern kritisch aufzunehmen.

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Dietmar Moews 2008 „Das Heldenmotiv“ ZUGINSFELD 36 DMW 667.14.8 Öl auf Leinwand 190cm / 190cm in Berlin gemalt

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Es kommt darauf an, dass der Bund einerseits Kunst und Kultur am Markt kauft, ganz im Sinne des Wirkbereiches und der Kunstindienstnahme.

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Ferner sollte der Staat, insbesondere der Bund, keinen Einfluss auf Kunst und Künstler und Künstler- und Kunstorganisation nehmen – und: keine Auslagerung von Staatskompetenz auf nicht- oder außerstaatliche Gremien und Kuratoren.

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Dietmar Moews 1985 „Endsport“ DMW 352.5.83, 900cm / 600cm Öl und Kunststoff-Dispersion aif Leinwand, 1983 in Hannover gemalt – Ausstellung über dem Portal der Dortmunder Westfalenhalle

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Daneben soll der Bund die Kunstbereitsstellung – also Museen, Publikationen, Transporte, Versicherungen, Aufsichtspersonal und alle pluralistischen Distributions- und Konsumtionsformen ermöglichen. Dabei darf aber keine staatliche Kunstauswahl oder Vorzensur zur Anwendung, wie heute weitgehend intransparent, getroffen werden.

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Dortmunder Westfalenhalle 2010

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Die Künstler, egal in welchem Metier, ob Musik, Theater, Malerei, Literatur, sollen in ihren Verbänden und bei den Topleuten, wie Kulturstaats-Ministerin Monika Grütter (CDU), sagen, wie ein Geld von ihr bei dem einzelnen Künstler ankommt? Der Künstler und der Kunstkonsument müssen anfragen, wie man selbst selbstbestimmt an dieser Vergabeentscheidung beteiligt oder im Sinne der „Freiheit der Kunst“ bevormundet und entmündigt wird.

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Dietmar Moews 2004 „Mondstrohfeld“ DMW 634.3.4, Öl auf Leinwand 60cm / 60cm in Dresden gemalt

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Dietmar Moews – Malerei 2014

April 24, 2014

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am 24. April 2014

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Der Maler Dietmar Moews lädt alle Kunstsammler und Kaufinteressierten sowie jeden an heutiger zeitgenössischer Malerei oder im Allgemeinen und Besonderen Kunstinteressierten ein, seine Malerei und neue Bilder kennenzulernen.

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Dietmar Moews nimmt an den diesjährigen Kölner Atelierbesuchstagen teil – KÖLN SÜD offen!:

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Bild

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Samstag, 3. und Sonntag, 4. Mai jeweils 15 bis 19 Uhr

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KÖLN SÜD offen!

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67 Künstler öffnen ihre Ateliers vom 3. bis 4. Mai 2014

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weitere Informationen finden Sie im Internetz (www.koeln-sued-offen.de)

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Dietmar Moews versteht sich selbst als aktiver Vertreter der Beatlesgeneration, seine Malerei als postmoderne Pop-Art.

Die gegenständlichen Bilder sind schön gemeint und meisterlich*.

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Der Maler wird persönlich anwesend sein. Dietmar Moews wird auf Wunsch Sammlungs- und Finanzierungslösungen anbieten – Verkaufspreise einzeln auf Anfrage nennen sowie über Möglichkeiten des Kunstkaufs als Geldanlage, des Kunst-Leasings, Kunstleihe und des Kunsttauschs Auskunft geben.

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Dietmar Moews fotografiert den Fotografen am 6.Mai 2014 in der Galerie Smend

Dietmar Moews fotografiert den Fotografen am 6.Mai 2014 in der Galerie Smend

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Dietmar Moews ist der Gründer der Neuen Sinnlichkeit, die seit 1979 auch als Blätter für Kunst und Kultur erscheint – im Angebot das beliebte Abonnement auf Lebenszeit für einmalig 500 Euro bei Direktvertrieb.

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Zusätzlich stellt die Galerie Smend anlässlich KÖLN SÜD offen! Dieses Jahr in der Mainzer Straße 31 ausgewählte Meisterwerke von Dietmar Moews aus.

Dietmar Moews und Rudolf Smend begegneten sich erstmalig im Jahr 1977 auf der IKI Köln (Internationale Kunst und Informationsmesse – die heutige ART COLOGNE (Katalog).

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Dietmar Moews wünscht sich, am Sonntag, 4. 5. 2014 um 17 Uhr in der Galerie Smend eine Einführung zu seiner kunstsoziologischen Domäne – im Geiste Alphons Silbermanns – zum Thema

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Können Künstlerverbände Künstlerinteressen vertreten?“

zu sprechen. Der Vortrag ist besonders für Künstler interessant.

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EINTRITT FREI

Genaue Angaben folgen noch – nämlich:

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Ein Vortrag für Berufskünstler

Im Rahmen von KÖLN SÜD offen 2014! kündige ich hiermit an:

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VORTRAG in der Galerie SMEND – Mainzer Straße 31

Sonntag, 4. 5. 2014 17 Uhr

EINTRITT FREI

Es spricht – als Maler – Teilnehmer von KÖLN SÜD offen! 2014 – der letzte Promovend des eminenten Kölner Soziologen ALPHONS SILBERMANN,

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Dr. Dietmar Moews, Dipl. Ing.

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zum Thema der Silbermann/Moews-Domäne : Die Organisation der Kunst

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Können Künstlerverbände Künstlerinteressen vertreten?“

(es soll maximal eine halbe Stunde dauern)

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Weitere Informationen zu Dietmar Moews im Internetz bei:

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WordPress Dietmar Moews‘ Blog Globus mit Vorgarten

Deutsches Literaturarchiv Marbach

Universitätsbibliothek Bremen

wikipedia

Youtube-Kanal dietmarmoews LICHTGESCHWINDIGKEIT

www.dietmarmoews.com

und Email dietmarmoews@gmx.de

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* meisterlich!

Der Maler und Künstlergelehrte ist sowohl ein handwerklicher Meister wie ein Ingenieur, ein Geisteswissenschaftler und ein Philosoph.

Dietmar Moews verbindet mit seinem individuellen und sozialen Dasein eine praktisch entfaltete rationale Lebensart.

Künstlerisches Schaffen und Nachschaffen sind ihm lebensnotwendig. Er hält Kunst, Kunstschaffen und Kunstbenutzung für unerlässliche Angelegenheiten menschlicher Kultur – die man täglich, tradiert, gegenwärtig und zukunftsgerichtet, selbst machen muss. Kultur ist ephemer.

Meisterschaft betrifft für Dietmar Moews sein handwerkliches Geschick, malen zu können, was es werden soll. Meisterschaft betrifft den Werkbereich in jedem sinnlichen Belang, also auch die Werktechnologie, Farben, Pinsel, Rahmen, Verarbeitung. Dietmar Moews unterscheidet Meisterschaft von Experiment, Werk von Konzept oder Studie. Selbstausdruck kann in einem Meisterwerk nicht Selbstzweck sein! –

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Dietmar Moews steht mit seiner Meisterschaft und mit der Neuen Sinnlichkeit wie ein „Knallfrosch unter dem Schweif des dösenden Kulturlöwen“ (Armin Mohler 1980 in DIE WELT). Und aus seiner eigenen Sicht in abgewogenem Konkurrenzverhältnis zur Kunstmoderne der Westkunst – findet sich aber selbst sehr wohl in der zeitgenössischen Weltkunst.

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ORT:

Dietmar Moews, Mainzer Straße 28, 50678 Köln

und

Galerie Rudolf Smend, Mainzer Straße 31, 50678 Köln

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Ihr Besuch wäre uns eine Freude und eine Ehre.


Lichtgeschwindigkeit 226

März 1, 2010

LICHTGESCHWINDIGKEIT 226

DIETMAR MOEWS „EATING THE UNIVERSE 22

täglicher Kommentar zur KUNSTHALLE DÜSSELDORF,

Fr, 28.11.08 bis So, 28.02.10, stellt Malerei von Dietmar Moews

zur Eat Art in Düsseldorf + Johann Wolfgang von Goethe:

Fünfter Gesang REINEKE FUCHS 22, gelesen von Dietmar Moews.

Eat Art. Nein, dahinter steckt kein Starkoch, kein mehrgängiger

Gaumenkitzel. Es geht um Essen in der Kunst. Ganz einfach um

Werke aus Brot, Butter, Salami, Schoko, Vanillecreme. Und,

weiter gefasst, auch um das ganze Drumherum Zubereitung,

Verzehr, Verdauung und die figürlichen Folgen. Offenbar ein echtes

Kultthema. Während der letzten rund zwanzig Jahre hat es in internationalen

Ateliers eine ungeahnte Menge und Vielfalt an Kunstprodukten hervorgebracht.

Enger gefasst bewegt sich die EAT ART auf das traditionelle Feld der Malerei

von Stilleben. Dietmar Moews, der – von der Neue Sachlichkeit zur Pop-Art

seit den 1970er Jahren die stillsten, kargsten und schlichtesten Stilleben zeigt,

gehört zu den Alleinstehenden in der Kunst. Weil er weniger am Tagesgeschehen

im Kunstbetrieb beteiligt ist, als den großen geschichtlichen Bogen der

Künstlergelehrten seiner Zeitgenossenschaft zu verkörpern. Das Stilleben hier

ist im Jahr 2002 in Dresden gemalt worden und trägt den Titel „Mean Mr. Mustard“.

Silhouettenhaft abgegrenzt und gleichwertig nebeneinander vorgestellt werden

die Beatles-Schallplatte, der klassische frische „Knacker“ der Fleischerei Haberland

aus Dresden-Neustadt und der grüne Wirsingkohl. Das Bild als Ölmalerei auf

Leinwand ist 54cm hoch und 65 cm breit, trägt die Werksnummer DMW 597.11.02

und befindet sich in Privatbesitz sowie auf dietmarmoews.com. Es bildet hier

den Höhepunkt der Ausstellung „Eating The Universe-Online.

Weitere Kostproben gibt die Kunsthalle Düsseldorf, wo die Ausstellung

„Eating the Universe auch allerlei Nahrhaftes angerichtet hat:

Reibekuchen an der Wand, gekühlte Skulpturen aus guter Butter,

einen riesigen Brotlaib auf dem Bettgestell, den Einkaufswagen unter

Tonnen von Zucker. Es ist schon spannend zuzuschauen, was sich aus

Material und Motiv alles zubereiten lässt an leichter und auch schwererer Kost.

Der heutige, überwiegend aus Steuergeldern und der diese Gelder

bewirtschaftenden Salonpersonnage, bestrittene Kunstbetrieb treibt seltsame

Blüten, sich selbst und sein Personal auszuwählen, Einschluss, Ausschluss

und Zugang zu gewähren. Die Medienlage von dem Künstlergelehrten

Dr. Dietmar Moews, Piratenpartei Deutschland, aus Sicht der Piratenbewegung,

muss auch immer die werte der Piraten berücksichtigen: Offenheit,

Transparenz, Freiheit, Piraterie und Rechtsstaatlichkeit. Kritik am

Kunstbetrieb fällt da meist aus, aber hier: Vom Fressen und gefressen

Werden, Alphons-Silbermann-Zentrum, Berlin Niederschönhausen

in Lichtgeschwindigkeit,

Produktion, Autor, Direktion: Dr. Dietmar Moews;

Aufnahmetechnik und Admin, Piratencrew Berlin,