Schoki-Test mit GR Georgia Ramona Bean to Bar MANDELN & GEWÜRZE 70 % DUNKLE SCHOKOLADE

November 20, 2016
Lichtgeschwindigkeit 6905

Vom Sonntag, 20. November 2015

.

Dietmar Moews meint:

.

DASS ICH CASALS HÖRTE zu meiner Zeit,

Ist mir ein Trost die Meister lächelten mir zu,

Als der alte Mann den Bogen über die Saiten führte,

Die Erde wurde neu auf einen Augenblick.

Die Hoffenden erkennen sich darin. –

Daß Picasso malte zu meiner Zeit

Und >Guernica< ausrief in Qualen,

Will ich ihm nicht vergessen.

Auch ich, ungesehen, bin in diesem Schrei entalten.

Die Leidenden erkennen sich darin. –

Daß Doktor Schweitzer heilte zu meiner Zeit,

Ist mir ein Wunder.

Nachts manchmal sehe ich den alten Mann

Durch Lambarene gehen,

Ehe er in sein Zimmer tritt in afrikanischer Finsternis.

Er legt seine Hand heilend auch auf mich.

Die Glaubenden erkennen sich darin.

.

Casals, Picasso, Schweitzer,

Drei Namen meiner Zeit,

Splitter der Wahrheit,

Lange leuchtend …“

.

(Walter Bauer 1904-1976; „DASS ICH CASALS HÖRTE“, 1964)

.

Ich probierte eine deutsche MANDEL & GEWÜRZE genannte 70% DUNKLE SCHOKOLADE, Bean to Bar, hergestellt und kreiert von dem Hersteller Georgia Ramon GmbH & Co KG Königswinterer Strasse 624 D-53227 Bonn/Oberkassel Germany.

.

img_9823

.

Kurz vorab: Diese Schokolade von GR ist exquisit. Wunderbar komponiert und perfekt gelungen.

.

Diese dunkle Schokolade enthält eine gemischte Kakaomasse (mind. 70%), verschiedener Herkunftsländer – BLEND genannt – , Kakaobutter, geröstete Mandel (10%), Gewürze (2%) – Zimt, Kardamom, Sternanis, Macis, Bourban-Vanille, Ingwer, Kubeben- und Malabar-Pfeffer, Meersalz, Rohrohrzucker. Sie ist mit einer kleinen 50 Gramm Packung nicht ausreichend bruchsicher. Schaut man auf die Rezeptur, denkt man an Lebkuchen und Weihnachtskekse backen. Dabei sind die Mandel-Häcksel nicht Abfall und Mandelstaub, sondern sehr dezent perfekt kleinteilig, gut auf das dünne Täfelchen zugeschnitte. Diese dunkle BLEND MANDEL & GEWÜRZE knackt klar und sauber, riecht beim Öffenen der Packung anmutig und ist geschmacklich und in der Konsistenz bemerkenswert eigenartig. Sie schmeckt spröde und spezifisch herb nach Kakao, ist wie einige neue Kompositionen von GeorgiaRamon sehr fett, wirkt aber überhaupt nicht so. Sie ist angenehm dezent gesüßt. Sie enthält 0,01 Gramm Salz auf 100 und damit „cum grano salis“ – sozusagen auch geistig vollendet.

.

img_9848

.

Es ist bemerkenswert, dass das Produkt aus Bonn-Oberkassel, mit der Herkunftsbezeichnung „Mischung der Kakaobohnen,“ (Blend) angegeben ist. Der Tester nimmt es so zur Kenntnis, ohne der Anbauregion oder Kakaosorte nachkommen zu können. Mehr Aufschluss gäben Zeitangaben zur Mahldauer der Kakaobohnen und des Conchierens sowie Dauer und Hitze beim Rösten.

.

So weit muss ein Schoki-Test nicht gehen, der ja keine naturwissenschaftliche Lebensmittelanalyse ist. Vertrauenserweckend indes ist die Zusicherung:

.

img_9849

.

Wenn nicht anders gekennzeichnet, sind alle Rohstoffe aus ökologischer Landwirtschaft“ ( das ist nicht „biodynamisch“).

.

Bereits seit den 1990er Jahren erlernte Georg Bernardini das Schokoladenhandwerk, war Mitgründer von der bekannten COPPENEUR /Bad Honnef, wo bis über die Grenzen der Schokoladengeschichte, Schokolade und Konfekt in höchster Qualität produziert und Experimente mit Kakao und Bean to Bar-Köstlichkeiten entfaltet worden waren. Das Unternehmen Schokolade von der Bohne weg, erfordert großen künstlerischen und reiselustigen Enthusiasmus, Kakao einzukaufen. Worauf dann oft eine Produktion mit einfachsten Mitteln folgt.

.

Seit dem Jahr 2010 ist Georg Bernardini auch Fachautor zum Thema „Schokoladentest“ wie mit dem „Schokoladenbuch“ SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK, der SCHOKOLADENTESTER 2015 konzipiert, das jetzt auch den englischsprachigen Weltmarkt anzielt. Seit einiger Zeit produziert Georg zusammen mit seiner Frau Ramona und entfalten den Schwung, eine Chocolatier-Apartheid zu etablieren – einzigartig.

.

img_9884

.

Diese Sorte von GR Georgia Ramon ist eine Bean to Bar Hochqualität. Der deutsche Hersteller ist GR Georg und Ramona Bernardini, deren eigene Kunst in Bernardinis eigenem Schokoladen-Almanach „Der Schokoladentester“ nicht speziell vorgestellt wird – dafür kann er hier von Dr. Dietmar Moews herausgehoben angesprochen werden.

.

www.georgia-ramon.com

.

Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese neue Kreation von GR, MANDELN & GEWÜRZE genannte DUNKLE SCHOKOLADE ist neuerdings auch im Sortiment des wunderbaren Kölner Fachgeschäft HERNANDO CORTEZ zu haben. Und es ist wirklich ein Volltreffer. Der Inhalt der 50 g Packung war am 8. November 2016 frisch, als fest verschlossene Konserve mindesthaltbar zum 7. Mai 2018 datiert.

.

Die Komposition ist super gut – , man schmeckt, wie sowohl der Kakao, die Kakaobutter wie die weiteren Bestandteile wenig Zucker rufen (ein Mini-Quäntchen Salz versteht sich immer), hat ein bemerkenswertes Abbruch- und Abbeißknacken. Die Abbisse schmelzen leicht mehlig, schleimen nicht. Es ist großartig, wenn man – wie hier die BLEND-“Lebkuchen-Mischung“ – den verarbeiteten Kakao schmecken kann. Ich lobe, dass der Chocolatier den Mut besitzt, dezent zu zuckern – I am very delighted. Für Kinder ist das 50-Gramm-Gebinde zu klein.

.

Die Packung enthält noch eine statistische Information, nämlich die Bezeichnung der Röstung als MITTEL und der MAHLDAUER 24 Stunden, ohne CONCHIEREN.

.

Die 50 gr. Tafelpackung enthält die kleine Menge dunkelbraune Tafel mit vielteiligen kleinquadratischem Bruchkanten-Relief oben. Die Unterseite ist ungemustert, roh. Die Konsistenz und der Schmelz sind eigenartig leicht, im Mund nicht klebrig, nicht schleimig. Hier muss Nichts schmelzen, hier löst sich die Masse leicht auf, keine künstlich aromatisierte Geschmacklichkeit, kein Lecithin, kein Gluten, nicht zu süß, wie billigere Produkte meist.

.

Die Aufmachung bei dieser Sorte einer Tafelschokolade von GR Georgia Ramon in bräunlicher Umschlagpappe bringt ein Kreismotiv auf dem lichten Grund der gesamten Packung. Diese warme Farbgestaltung gibt dem wertvollen Inhalt eine eher hausbackende Anmutung durch den Auftritt der Packung. Das übergroße Pappe-Briefvormat, des wiederverschließbaren, zum Postversand geeignete Gebindes, lässt sich als Büchersendung für 100 Cent innerhalb der EU versenden. Zur Versteifung und gegen Transportbruch liegt innen eine aus dem Nutzen gewonnene Falz-Zusatzpappe. Das ist witzig. Doch diese Pappe ist zu schwach. Die darin einliegende kleine Einhüllung des Schokoladen-Riegels, ein Tütchen Transparentpapier, ist kein Vakuumumschlag. Schokolade ist aber an sich für große Dauer „selbstkonservierend“, so sie denn schattig, nicht zu warm und nicht zu feucht gelagert wird. Man kann das Ganze leicht öffnen und wieder schließen.

.

Jedenfalls hat GR auf dem Weg der Aufmachung, keine Anleihen bei der traditionell-industriellen Aufmachung von Tafelschokolade zu suchen, und hier weitermachen, überzeugt. Eine wirklich starke Anti-Bruch-Pappe oder ein originell gestaltetes „Versteifungsmittel“-Holztäfelchen – wie sich Franz Otto Kopp und Dietmar Moews jahrelang per Post zusandten – wäre dem Understatement dieses GR-Höchtswertproduktes angemessen und noch umsatzfördernd im Hochpreis unterzubringen.

.

Auf dem äußeren Umschlag hat der Hersteller die nötigen Angaben dem Konsumenten übersichtlich, aber etwas zu knapp, in zu kleinem Schriftgrad, in schwarzen Buchstaben lesbar mitteilt:

.

VORNE: Das Firmen-Signet GR GEORGIA RAMON, dazu BEAN TO BAR MANDELN & GEWÜRZE 70 % DUNKLE SCHOKOLADE.

.

Dazu das hellgrüne EU-Bio-Siegel DE ÖKO 003, außerdem ein LIMiTED EDITION Abzeichen, eines für „GLUTENFREI“ und für „SINGLE PLANTATION“.

.

img_9824

.

HINTEN: Eine Nährwerttabelle – für die vielen kalorienzählende Konsumenten – auch um diese HR mit den Zusammensetzungsverhältnissen bei anderen Herstellern und Produkten vergleichen zu können.

.

ZUTATEN: KAKAOMASSE (70%), ROHROHRZUCKER, KAKAOBUTTER, GERÖSTETE MANDELN (10%), GEWÜRZE (2%) Zimt, Kardamom, Sternanis, Macis, ourban-Vanille, Ingwer, Kubeben- und Malabar-Pfeffer, Meersalz. Wenn nicht anders gekennzeichnet sind alle Rohstoffe aus ökologischer Landwirtschaft.

.

Die Werbetexte in kleinen Punkt 7 Schriftgrößen sind lesbar, die Gewichtsbestandtteile fehlen, aber hier findet sich jetzt auch eine Nährwerttabelle per 100 Gramm:

.

Energie 551 kcal/2303 kj

Fett 49 Gramm

davon gesättigte Fettsäuren 37 Gramm

Kohlenhydrate 37 Gramm

davon Zucker 30 Gramm

Eiweiß 7 Gramm

Salz 0,01 Gramm

.

Der Kaufpreis bei HERNANDO CORTEZ ist mit 5 EURO 40 hoch. Köln – die schöne Stadt – wo man sowas bekommt.

.

EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese DUNKLE BLEND SCHOKOLADE 70% als Beispiel maßstabssetzender Hochqualität in purer Würzigkeit, Feinheit und dezentem Gezucker – als ein kostbares Vergnügen eines eigentlich erdig-bäuerlich schmeckenden Eindrucks.

.

Hiermit lernt der Mensch, was qualitativ überhaupt möglich ist. Natürliche Aromatisierung durch „Weihnachtsgewürze“ und Zusatzaromen, nichts KÜNSTLICHES: MAXIMALE BEWERTUNG.

.

Ich möchte noch anmerken, wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden.

.

Wer hohe Qualität inhibieren und genießen will, muss nicht nur viel zahlen, sondern er muss Wissen und Erfahrung haben, um letztlich selbst zu beurteilen, ob ein Einzelhändler und ein Chocolatier echt, gut und anständig arbeiten. Denn oft bzw. meist fehlen die prominenten Lables der E U oder von namhaften selbsternannten NGO-Gütesiegel-Beschützer.

.

Das Problem für kleine Qualitätshersteller ist, dass diese angeblichen Qualitätslabels für industrielle große standardisierte Stückzahlen – also tonnenweise braune Zuckerfett-Massen, die aus Fließbändern kommen und an sich minderwertig und hart ausbeuterisch, von der Plantage bis zum Sortimenter im Discount arbeiten.

.

Ein kleiner Qualitäts-Künstler wie Georg Bernardini hat kein Fair-Trade-Lable, weil er zunächst sein Kunstwerk, seine Kreation als Liebhaber, Amateur, Dilettant experimentierend dem weltberühmten Künstlerkonzept der „SELBSTAUSBEUTUNG“ herausbringt – er reist zur Plantage, röstet, mahlt, ggfs. conchiert selbst, testet Ideen, die dann vielleicht nicht marktfein werden – wer will schon Kokosmilch mit Kümmel, kandiert? Und mal erfindet GR auch eigene Lables „FAIR PAID“ ist lustig.

.

Wer also bemängelt, dass GR in Bonn kein pestizidfreies Leitungswasser hat, weil es auch in ganz Deutschland kein „BIO-Brot“ gibt (wegen belasteten Wassers).

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

 

 

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

 


MARINA SPICKERMANN – Altersmalerei in Saint Julien-aux-Boix

August 24, 2016
Lichtgeschwindigkeit 6720

Vom Mittwoch, 24. August 2016

.

IMG_9208

MARINA SPICKERMANN in Laporte, August 2016

.

Folgendes Kurzinterview mit der Malerin Marina Spickermann und diese Kurzvorstellung in LICHTGESCHWINDIGKEIT, im August 2016, ergaben sich aus Dietmar Moews‘ Ausstellungsbesuch in der Dordogne von Südfrankreich:

.

LEONARDO DA VINCI

.

PABLO PICASSO

.

CLAUDE MONET

.

GIOVANNI BELLINI

.

EDOUARD MANET

.

PAUL KLEE

.

Die NAMEN-Reihe ist lang und lässt sich fortsetzen. Marina Spickermann – die Polyglotte, sie spricht viele Sprachen, neben Deutsch, Französisch, English, Niederländisch und viele kulturelle Spracheigenschaften aus aller Welt – kommt ins Rollen, wenn man nachfragt, welche großen Malerei-Werke sie kennt und selbst sich im Laufe ihrer Malerei als „Berufs-Augenmensch“ bis heute vorgenommen zu malen hat.

.

Dabei ist eine eigene KUNST entstanden. Denn Spickermann – dieser schönen, sensiblen, hochintelligenten Einzelgängerin – geht es nicht um Kopie oder Replik oder Nachahmung, sondern um anschauliche Nachempfindung eigener Hand als Altersmalerin. Sie bedient sich dazu in ihrer opulenten, das ganze Landhaus füllende Bibliothek mit Weltliteratur und Kunstfolianten, Katalogen und Monografien, und den allgegenwärtigen Kunst-Abbildungen – z. B. in der abonnierten Wochenzeitung DIE ZEIT aus Hamburg – als Malvorlagen.

.

ALTERSMALERIN – ich schaffe diesen Begriff hier, der einfach ist und bislang dem Feuilleton fehlte, gemessen an den nach Millionen zählenden künstlerisch Tätigen in der Altersmalerei.

.

IMG_9226

Ein wertvoller SPICKERMANN-GAUGUIN, Handformat in Acrylmalerei in Laporte

.

Eine solche Alterskunst ist immer Ausdruck besonderer Lebenserfahrung, Weisheit und nachlassender Sinnesschärfe und Arbeitskraft. Schließlich verändern sich die Sinne und die Empfindungen im fortschreitenden Lebensbogen. Was daran eigen und beachtlich sein kann, lässt sich prominenter wohl bei Claude Monet Alters-Nympheeas oder Henri Matisse Scherenschnitten überzeugend in den Alterswerken finden. Und man wird diese Beispiele nicht als qualitative Leistungsschwäche eines alten Künstlers beurteilen können. So wenig, wie körperliche Behinderung zwar meist individuelle Sensibilität verfeinert, doch nicht ad hoc als künstlerische Stärke und Schaffenskraft wirken muss.

.

IMG_9401

CLAUDE MONET als Bezugsvorlage für ein Katzenbild von SPICKERMANN

.

IMG_9399

.

IMG_9399

CLAUDE MONET, der Lichtmaler der Varianten erhielt von SPICKERMANN Katzengesichter a la SUSAN HERBERT, mit über einem Meter Größe in Acryl auf Leinwand (leider verschwand die Dig-Aufnahme von Geisterhand)

.

Doch ich weise auf die qualitative Nuance zwischen „alter Künstler“ und „Alterskünstler“ hin. Letzteres bezeichnet positive Qualität, während erste Verluste andeutet.

.

IMG_9239

SPICKERMANN-VAN GOGH vor Landhaus Laporte, August 2016

.

IMG_9240

SPICKERMANN-VAN GOGH – „Kirche von Auvers“, Acryl auf Leinwand,

.

Jeder Einzelfall – auch in der Alterskunst – zählt.

.

IMG_9210

Zigaretten- und Kaffepause beim Interview MARINA SPICKERMANN von DIETMAR MOEWS, August 2016 in Laporte

.

Die frühere Berufs-Fotoreporterin und WELT-BILDER-PROFESSIONELLE, wie die Foto-Journalistin MARINA SPICKERMANN, ausgebildet am Münchner „Werner-Friedmann-Institut“, heute „Deutsche Journalistenschule“, als Reporter-Bildjournalistin für DPA und AP, in zahlreichen Kriegsgebieten, von LIBYEN oder dem Münchner Olympia-Massaker 1972, bis in die österreichischen Hohen Tauern zum HELP-Filmset mit den BEATLES, kennt sie alle FLUGHÄFEN der Welt – und hat FOTO-PUBLIKATIONEN in allen und unzähligen Massenmedien, hauptsächlich Zeitungen, und war Auftragslieferantin für alle sonstigen BILDER-Verkäufer und Verwerter, mit und ohne eigene Urheber- und Folgerechte und der VG-BILD-KUNST.

.

MARINA SPICKERMANN hat noch gelernt, dass an jedes Foto zumindest die Annotationen von Ort und Datum gehören, wie man eine Notiz und einen Bericht verfasst, eine Reportage strukturiert sein muss, mehr als das obligatorische:

.

TITEL: Was, Wo, Wer, Wann, Warum nicht? Zusammenfassung und Ausblick.

.

Der normale Mensch weiß überhaupt nicht, wie hoch qualifiziert gute Foto-Reporter und Journalisten meist sind, die uns täglich, fortlaufend versorgen. Dabei werden heute häufig ungelernte Handy-Knipser losgeschickt, weil sie billiger sind.

.

Der „irre“ Reiseberuf war für die junge katholische deutsche Ehefrau und Mutter Marina, Familienmensch, Freundin, Kollegen, Teamplayer, Selbstvermarkterin, oft wie ein Arbeits-Rausch. Vom Dauer-Reisetrip als Foto-Reporterin gesättigt, im Jahr 1989, erwarb sie den Landsitz Laporte in der Dordogne und begann mit der zweiten Berufung als Bildnerin, als Altersmalerin, die sich mit den großen, nicht immer namhaften, aber von ihr geschätzten Kollegen, durchweg Meistermalern, einließ. Die im Jahr 2014 gestorbene Malerin Susan Herbert sei besonders zu nennen, die auch Katzen liebte. Marina Spickermanns Haupthaus ist voller gelesener Bücher, die alle Wände füllen – sowie mit zwei Haus- und Wald- und Wiesenkatern, Rosso (schlanker) und Nero (dick), mit eigenen Katzentüren sowie einem wunderbaren elterlichen Stoffteufel aus der Kindheit bei Niederländern.

.

IMG_9229

Das Kinderspielzeug-Teufelchen aus dem dreijährigen niederländischen Kindheits-Zwischenspiel

.

Feininger, Gauguin, Van Gogh, August Macke, Georges Seurat, Edvard Munch, Franz Marc, Zanella, russische Ikonen, Karl Spitzweg, Susanna Herbert, Fernando Botero, Jan Vermeer van Delft – viele selbst gemalte Prototypen hat MARINA SPICKERMANN verschenkt oder verkauft und teilweise wirklich aus den Augen verloren und vergessen. Die große PICASSO-GUERNICA-Replik der MARINA SPICKERMANN befindet sich in einer Münchner Sammlung.

.

Unser Interview war spontan und unvorbereitet bereits aus dem Stegreif so pickepacke voll mit Einzelheiten, dass hier viel weitreichender und tiefgründiger zu berichten wäre. Insbesondere was die Auswahl- und Treffkunst eines EXTREM-FOTOGRAFEN angeht, wenn daraus eine Altersmalerin der Schönheit und der Vorlieben wird, so gibt es ein reiches Repertoire an Qualitätskriterien, von denen MARINA SPICKERMANN sagt:

.

Wieso? Das mache ich einfach so.“

.

IMG_9232

SPICKERMANN-VERMEER – Foto vom Foto

.

IMG_9234

SPICKERMANN-BELLINI – Foto vom Foto

.

IMG_9233

SPICKERMANN-HERBERT – Foto vom Foto (wegen der extremen Spiegelung sind die Aufnahmen verzogen)

.

IMG_9371

SPICKERMANN-HERBERT – Foto nach Foto

.

IMG_9372

SPICKERMANN-HERBERT signiert „Marina“ – Foto nach Foto

.

IMG_9375

SPICKERMANN-HERBERT signiert „Marina“ – Foto nach Foto

.

IMG_9374

SPICKERMANN-MANET signiert „Marina“ – Foto Dig.- nach Hochglanz-Papierabzug

.

IMG_9237

SPICKERMANN-HERBERT – Foto vom Foto

.

IMG_9243

MARINA SPICKERMANN mit einem „PICASSO“ in Laporte, August 2016

.

Maltechnische Schwierigkeiten oder Hemmungen hat sie dabei überhaupt nicht. Warum auch. Denn tatsächlich entsteht eben aus Leichtfertigkeit eine künstlerische Bildwelt, so gut es eben geht. Darin liegt auch Spickermanns unabsichtlicher eigener Abstraktionsgrad. Anders wäre, wenn sie nachahmen, vortäuschen oder camouflieren wollte. Nein, echt und liebevoll, das sind hier die Wahrheiten. SPICKERMANN wäre ja blöde, täte sie sich Zwänge an oder würde sie sich der Lüge, Manipulation oder Trickserei hingegeben, was für eine Foto-Publizistin, die alle Sorten Pferde im Bild- und Repro-Geschäft hat kotzen sehen, langweilig wäre.

.

Die im Jahr 1940 in München Sendling geborene und aufgewachsene Bilderfrau und Künstlerin, hatte schon als Schülerin im Publizismusmilleu ihre Erlebnisse und dadurch ihre Förderer gefunden und fand nach ihrem Abitur sehr bald zur kostspieligen „stipendierten“ Hochschulausbildung bei „Werner-Friedmann“, (dem naziverfolgten Gründer der Süddeutschen Zeitung in München). Schon während dieser wichtigen erstklassigen Schule, wo eben auch Schreiben zu lernen war, nicht nur Bildbeschriftung, sondern Alles, was im Journalismus gewusst und gekonnt werden muss, bot das „Werner-Friedmann-Institut“ in München an. Bald ging Marina Spickermann zur DPA (Deutsche Presse Agentur), anschließend ging sie im weltweiten internationalen Foto-Journalismus unter die Spitzen-Bildreporter zur New Yorker A P (Associated Press). Ab Mitte der 1950er Jahre, bis mitte der 1990er Jahre produzierte sie.

.

Noch 1992 reiste sie nach Barcelona zu den Olympischen Spielen.

.

Heute hat sie keine eigene Fotokamera mehr und sagt, die Photoshop-Bildbearbeitungs-Bedienung auf ihrem Apple-Notebook habe sie inzwischen vergessen (einen eigenen kabellosen Hight Speed-Internetz-Anschluss hat der Landsitz von Laport auf 12.000 Quadratmetern Wald, Wiesen und Katzen als Echtzeit-Verbindung zur Tageswelt dennoch. Die Altersmalerin ist immer dabei – während sie malt, läuft nebenher zur Freude der beiden Kater das lautstarke vielkanalige Fernsehprogramm.

.

OLYMPIA-SPORT – hier hatten wir unsere Anknüpfung im Interview zum aktuellen fragwürdigen RIO 2016-Olympia-Geschäft, wozu man nur noch den Kopf des schlechten Geschmacks schütteln kann.

.

MARINA SPICKERMANN ist heute eine freie Alterskünstlerin, die auch heute mehr oder weniger täglich ihre Stunden am Maltisch oder an der Staffelei fortsetzt, was sie zuletzt im Auge und in Händen hatte. Ihre Lieblingskater schnurren drumherum und bestimmen durch Fressgier die Pausen. Zufuß-Bewegung tut gut – Leiternklettern überlässt man Jüngeren.

,

In Laporte, dem Landsitz in Saint Julien-aux-Boix, einem bezaubernden Ort nahe der Dordogne bei Argentat in Südfrankreich, lebt MARINA SPICKERMANN, Jahrgang 1940, als Altersmalerin.

.

IMG_9244

SPICKERMANN-PICASSO

.

IMG_9245

SPICKERMANN-FEININGER (2016 in Laporte gemalt)

.

IMG_9248

SPICKERMANN-MAGRITTE

.

IMG_9247

MARINA SPICKERMANN, Altersmalerin mit Armformat, im August 2016 in Laporte fotografiert von DIETMAR MOEWS mit CANON Power Shot SX 240 HS

.

Ihr malerisches Werk umfasst inzwischen ungezählte – also nach Hunderten gezählt – Hand- und Armformate der überwiegend Acryl-Malerei eines eigenen bildnerischen Impetus. Manchmal zeichnet sie auch mit Pinsel oder Stift oder malt mit Buntstiften und erreicht damit pastellartige Bildflächen.

.

Hier in LICHTGESCHWINDIGKEIT stellt Dr. Dietmar Moews, anlässlich eines Besuches und einer Ausstellung bei Marina Spickermann in Laporte, erstmalig eine MARINA SPICKERMANN Auswahl der intensiven Malerei nach Meisterkünstlern im Internetz vor, die, wie hier, meist von Farbreproduktionen abgemalt, seit beinahe 30 Jahren entstehen.

.

Es sind meist gegenständliche Themen und Bilder nach kunsthistorischen Vorbildern, die MARINA SPICKERMANN malt.

.

Kurz, sie malt, was sie liebt.

.

Das waren bislang hauptsächlich Katzendarstellungen in Räumen oder in die Landschaft gestellt oder in Meisterwerke hineingearbeitet. Ferner liebt sie Blumen- und Blüten-Arrangements. Daneben werden die kleinen darstellerischen Verschiebungen, hin zur Karikatur oder Witz, wie die Schweine-Zeichnung nach Picasso oder .. wir werden sehen, wie es weitergeht und – hier herausgestellt – Spickermanns Zusammen- und Auseinandersetzung mit großen Vorbildern der europäischen Malereigeschichte.

.

IMG_9208

.

Marina Spickermann ist nicht Archivarin ihres eigenen Lebenswerkes. Die Schubladen sind voll. Es stapelt sich hintereinander – aus den Augen aus dem Sinn – wer da ein Bisschen in Bilderstapeln hin- und herklappt, wundert sich, was es alles gibt, wie vielfältig hier geschaut, geliebt und gemalt wurde und noch wird. Dabei sind viele Zuckerstücke nicht mehr im Haus. In mehreren regionalen Einzelausstellungen wurde diese Altersmalerin vorgestellt. Hier anzuknüpfen wäre sicher interessant.

.

Bildschirmfoto vom 2016-08-24 14-02-02

PICASSOs Kriegsbild GUERNICA, Vorbild der politisch engagierten Altersmalerin

.

und BESTELLEN

 

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

IMG_1800

Dietmar Moews (Hrsg.) und Franz Otto Kopp. Autoren der NEUE SINNLICHKEIT Blätter für Kunst und Kultut

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

 


Kunstmuseum Bern: Der Maler ALBRECHT ANKER

September 1, 2015
Lichtgeschwindigkeit 5842

vom Dienstag, 1. September 2015

.

Maurice-Anker-mit-Huhn

Albrecht Anker 1877 „Maurice Anker mit Huhn“ Öl auf Leinwand

.

Albrecht Samuel Anker (1831 in Ins, Kanton Bern, geboren, 1910 in Bern, Schweiz, gestorben) war ein genialer Schweizer Maler, Grafiker und Genremaler des schweizerischen Volkslebens.

.

Albrecht Anker (oft auch als Albert Anker bezeichnet) war aus heutiger Sicht der herausragende Meister der Malerei seiner Zeit.

.

Anker ist in jeder Hinsicht sensationell, besonders mit unseren heutigen Augen, wo das meist aufgelöst Hingehuschte aus dem 19. Jahrhundert längst nicht mehr trägt, wird Ankers Genie deutlich. Es lohnt der Vergleich mit dem sehr begabten deutschen Kleinmeister und Zeichner Wilhelm Busch aus Niedersachen.

.

Die vom Kunstmuseum Bern herausgestellten Picasso, Dali, oder momentan Toulouse Lautrec, müssten lange stricken, um in die Nähe der Malereiqualität von Albrecht Anker zu kommen.

.

Anker war ein „großer Meister“ und ist keinesfalls wertend mit dem Begriff „Volksmaler“ anzusprechen.

.

Anlässlich eines Besuchs bei der Präsidentin der Otto-Nebel-Stiftung und Kuratorin des Kunstmuseums Bern in Bern, Frau Dr. Therese Bhattacharya-Stettler, vergangene Tage, habe ich auch im Kunstmuseum Bern die aktuelle Ausstellung Toulouse Lautrec und seine Photo-Beziehungen besucht, ABER:

.

(Neben dem immer wieder bedenkenswerten psycho-pathologischen Pflegefall und „Phantasie“-Zeichner Adolf Wölfflin im Kunstmuseum Bern war der absolute HAMMER:

.

Albrecht Anker.

.

Der Maler Albrecht Anker ist in Bern mit seinem wesentlichen Bestand an Ölbildern vertreten und in einem großen, sehr eindrucksvollen Raum gehängt.

.

Die in dieser Lichtgeschwindigkeit 5832 gezeigten Werke befinden sich teils im Kunstmuseum Bern, teils an anderen Orten, auch in Privatbesitz.

.

Wer Augen hat, staunt.

.

Die gegenständlichen Bilder sind von bestechender Abstraktion der dargestellten Ensembles. Die Bilder sind dicht durchgemalt. Die dargestellten Menschen, oft Kinder, sind lebensecht und haben genial erfasste moderne Gesichts- und Körperausdrücke. Man kann sich kaum satt sehen.

.

Denn moderne Gesichter sieht man in der Malerei ganz selten seriös gemalt.

.

Damit ist auch klar, dass Albrecht Anker keine unmittelbaren Vorbilder hatte.

.

Anker_Trinker_m

Albrecht Anker 1868, „Trinker“ Öl auf Leinwand 69cm / 50cm

.

20130719Albert Samuel Anker Old age-80

Albrecht Anker  1885, „Betagt“ Öl auf Leinwand  82cm / 63cm

.

1280px-Anker_Akt_1887

Albrecht Anker 1877 „Akt“ Öl auf Leinwand 17cm / 45cm

.

1280px-Albert_Anker_-_Die_Badenden_(1865)

Albrecht Anker 1865 „Badende“ Öl auf Leinwand 64cm / 123cm

.

1280px-Ruedi_Anker_1869

Albrecht Anker 1869 „Ruedi Anker auf dem Totenbett“ Öl auf Leinwand

.

1024px-Anker_Kinderbegräbnis_1863

Albrecht Anker 1873 „Kinderbegräbnis“ Öl auf Leinwand 111cm / 171cm

.

800px-Anker_Die_Bauern_und_die_Zeitung_1867

Albrecht Anker 1867 „Die Bauern und die Zeitung“ Öl auf Leinwand 64cm / 80cm

.

800px-Anker_Der_Gemeindeschreiber

Albrecht Anker 1864 „Gemeindeschreiber“ Öl auf Leinwand 64,5cm / 51cm

.

Albert_Anker_-_Schulknabe

Albrecht Anker 1881 „Schulknabe“ Öl auf Leinwand  56cm / 42,5cm

.

504px-Marie_Anker_um_1875

Albrecht Anker 1875 „Marie Anker mit Hampelmann“ Ölskizze

.

Anker_Stilleben_Kaffee_und_Cognac_1877

Albrecht Anker  1877 „Stilleben mit Kaffee und Cognac“ Öl auf Leinwand 34cm / 46cm

.

1024px-Tee_und_Schmelzbrötchen_1873

Albrecht Anker 1883 „Tee mit Schmelzbrötchen“ Öl auf Leinwand

.

1024px-Anker_Stilleben_Bier_und_Rettich_1898

Albrecht Anker  1898 „Stilleben mit Bier und Rettich“ Öl auf Leinwand 32,5cm / 52cm

.

Albert_Anker_-_Selbstbildnis_im_Profil,_nach_links

Albrecht Anker 1891 Aquarell Mischtechnik auf Papier 16,3cm / 12,7cm

 

.

447px-Albert_Anker_Selbstbildnis_um_1908

Albrecht Anker 1908 „Selbstbildnis“ Öl auf Leinwand 48cm / 38cm

.

Anker zog 1854 nach Paris. Er wurde Schüler des Schweizer Malers Charles Gleyre, bei dem ab 1861 Pierre-Auguste Renoir studieren würde. Zwischen 1855 und 1860 besuchte er die École nationale supérieure des beaux-arts de Paris und war von 1859 bis 1885 im Pariser Salon regelmässig mit seinen Bildern vertreten. Zwischen 1856 und 1862 reiste er in die Bretagne, in den Schwarzwald und nach Italien, worauf mehrere Reisen nach Italien, Deutschland, Frankreich und Belgien folgten.

.

Anker war Goldmedaillen-Preisträger in Paris (s. auch Therese Bhattacharya-Stettler über Albrecht Anker).

.

1866 wurde er Mitglied der „Gesellschaft Schweizerischer Maler und Bildhauer“. Anker arbeitete von 1866 bis 1882 als Fayence-Maler. Von 1870 bis 1874 war Anker Mitglied des Grossen Rates des Kantons Bern und setzte sich dort für den Bau des Berner Kunstmuseums ein, das 1873 eröffnet wurde.

.

Albrecht (Albert ist die frankophone Benennung) Anker wurde für seine Werke vielfach geehrt, so war er Mitorganisator der Schweizer Abteilung an der Weltausstellung Paris 1878, wurde im gleichen Jahr zum Ritter der französischen Ehrenlegion ernannt und 1888 in die Eidgenössische Kunstkommission gewählt, an der er bis 1892 sowie von 1895 bis 1898 tätig war. Von 1891 bis 1901 war er Mitglied der Eidgenössischen Kommission der Gottfried-Keller-Stiftung. Am 17. November 1900 wurde er mit dem Ehrendoktor der Universität Bern ausgezeichnet.

.

Die großen Namen seiner Zeit, in etwa Manet oder Courbet, Segantini oder die Impressionisten Monet usw. auch nicht Picasso und die picassesken Modernismen, sind so hoch, so sensibel und geschmackvoll wie Albrecht Anker.

.

Dietmar Moews meint: Ein ganz großer Meister, den die Schweiz hervorbrachte: Albrecht Anker.

.

Herausragend seine modernen Gesichter – selbst die der dargestellten Kinder oder bei den Genre-gekleideten Personen – sind hervorragend und einzigartig. Die Gesichter sind modern abgeklärt (abgebrüht), gewissermaßen illusionslos – das Kind mit der Puppe könnte ebenso ein I-Pad halten. Der Zeitungsleser gibt nicht den alphabetischen Poser, sondern einen beiläufigen modernen Zeitungsnutzer.

.

Ankers Inkarnat ist unglaublich schön – z. B. den Ausführungen von den etwas älteren deutschen Meistern Philipp Otto Runge und Caspar David Friedrich eine Klasse überlegen. Dabei findet sich die Lebendigkeit und Liebenswürdigkeit von Runges „Hülsenbeckschen Kindern“ bei geradezu fast allen Kinderdarstellungen Ankers.

.

Die meisten Kompositionen sind unter Lebensmaßstab in der Darstellungsgröße, ähnlich den Maßstäben des viel älteren Franzosen Jean-Baptiste Chardin.

.

Das Berner Kunstmuseum hat vor geraumer Zeit erstmalig eine besondere Erfassung des Werkes des großen Meister Albrecht Anker veröffentlicht, unter der Federführung von der Berner Kustodin Dr. Therese Bhattacharya-Stettler (die Fachfrau für Otto Nebel).

.

Die stets wachsende und sich wandelnde Sammlung der Schweizer Bundeshauptstadt Bern reicht von der Gotik bis zur Gegenwart und besteht derzeit aus über 3’000 Gemälden und Skulpturen sowie rund 48’000 Handzeichnungen, Druckgraphiken, Fotografien, Videos und Filmen.

.

Die Sammlung preist sich selbst mit Monet, Hodler, Picasso, Giacometti, Rothko, Dali und hat Albrecht Anker nicht ganz vorne stehen – das ist unbegreiflich.

.

Das Kunstmuseum Bern ist das älteste Kunstmuseum der Schweiz mit einer permanenten Sammlung.

.

Damit ist sie nicht nur eine der wichtigsten und vielfältigsten Sammlungen in der Schweiz, sondern besitzt vor allem dank den Werkgruppen der Klassischen Moderne internationale Bedeutung.

.

Aufgrund von Aufbauarbeiten, wird die Sammlung zur Zeit auf beschränktem Raum gezeigt.

.

L1010327

Dietmar Moews in der Schweiz

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

IMG_4566

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein


1914 Die Avantgarden im Kampf Lichtgeschwindigkeit 4106, Dietmar Moews, am 3. Februar 2014 Täglicher Bonus zur Ausstellung in der Bundeskunsthalle von Dietmar Moews und Otto Nebel – 8. November 2013 bis 23. Februar 2014

Februar 3, 2014

1914 Die Avantgarden im Kampf Lichtgeschwindigkeit 4106, Dietmar Moews, am 3. Februar 2014
Täglicher Bonus zur Ausstellung in der Bundeskunsthalle von Dietmar Moews und Otto Nebel – 8. November 2013 bis 23. Februar 2014
c. Dietmar Moews 2014

Dietmar Moews, Köln, am 3. Februar 2014

Dietmar Moews, Köln, am 3. Februar 2014

„Was wäre die moderne Kunst ohne den Ersten Weltkrieg? Eine wunderbar spekulative Ausstellung in Bonn“ – mit solchen Sätzen haut die heutige Salonpersonnage auf die Kacke der medialen Anschlusshöhe, in der Annahme, es wird kein Geschundener jener Kriegszeit mehr dazu kommen, diesen Schmierfinken in die Fresse zu hauen. Wunderbar? Hybris der von sich selbst besoffenen Mediokristen des Salons, die sich selbst wunderbar finden.

Mit der Ächtung des Krieges, die dem Maler Dietmar Moews stets eine Einstimmungsaufgabe zur Kunstkauflust ist, seit den 1970er Jahren mit der „Künstler für den Frieden“- Ausstellungen und jetzt zu „1914 Die Avantgarden im Kampf“ die Ächtung des Krieges und der Gesellschaft, die ihn hervorbringt – ZUGINSFELD – Malerei von Dietmar Moews mit ZUGINSFELD von Otto Nebel, dem expressionistischen Gedicht aus dem Jahr 1918.

Der Erste Weltkrieg gilt als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. 70 Millionen Soldaten standen in Europa, Afrika, Asien und auf den Weltmeeren unter Waffen, 17 Millionen Menschen verloren ihr Leben. Die prägenden Jahre von 1914 bis 1918 waren Endpunkt und Neubeginn zugleich. Mitten in den Auseinandersetzungen kämpften auch die Künstler, und die Ereignisse hinterließen in ihren Werken deutliche Spuren. Während vor dem Krieg die europäischen Avantgarden einen engen Austausch untereinander pflegten, zerstörte der große Krieg dieses fruchtbare Zusammenspiel auf brutale Weise. Bei Kriegsende waren die Weichen für die richtungsweisenden Strömungen des 20. Jahrhunderts gestellt. Die Ausstellung präsentiert die künstlerischen Aktivitäten dieser dramatischen Zeit anhand herausragender Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen von Nebel, Beckmann, Dix, Kandinsky, Kirchner, Klee, Lehmbruck, Macke, Malewitsch, Marc, Picasso, Schiele, Moews und weiteren Künstlern.

.

ZUGINSFELD Kirchentag alle 1997 Mitteldeutsche Zeitung

ZUGINSFELD Kirchentag Halle 1997 Mitteldeutsche Zeitung

.

Otto Nebel war Weltkriegssoldat und entkam im Jahr 1918 der Gefangenschaft aus dem englischen Colsterdale, wo Nebel das Zuginsfeld aufgeschrieben hatte.

.

ZUGINSFELD auf dem Odeonsplatz München, Freilichtausstellung von Schwabing Extra zur Wehrtagung

ZUGINSFELD auf dem Odeonsplatz München, Freilichtausstellung von Schwabing Extra zur Wehrtagung

.

Der Maler Dietmar Moews ist seit den 1970er Jahren einer derjenigen Künstler in Deutschland, die überhaupt stets anderen Künstlern Möglichkeiten gab, zu publizieren. Kataloge, Zeitschriften-Beiträge, Funk, Fernsehen, jetzt das Internetz, insbesondere große Veranstaltungsreihen, wie 1983 bis 1985 „Künstler + Frieden“, wo alle Gewerke, vom Komponist bis zum Maler, Schriftsteller und Philosophen, den Krieg diskutierten.

.

Kriegs Schau Platz 2003 München Odeonsplatz

Kriegs Schau Platz 2003 München Odeonsplatz

.

Es lag Moews auch daran, zu zeigen, dass auch Einzelgänger der Kunst, die in der Gesellschaft nämlich wie alle anderen als eine Berufsgruppe gesehen werden, zur Ächtung des Krieges öffentlich Stellung beziehen können, ohne dabei künstlerisch in billigen Gut/Böse-Kitsch fallen zu müssen.

.

ZUGINSFELD 18 bei Kriegs Schau Platz 2003 München

ZUGINSFELD 18 bei
Kriegs Schau Platz 2003 München

.

 

Oder, was vielen Künstlern wichtig ist – nicht mit ästhetisch gering Geschätzten auf einer Bühne zu erscheinen. Hier lautete die gemeinsame Werthaltung:

ÄCHTUNG DES KRIEGES UND DER GESELLSCHAFT DIE IHN HERVORBRINGT

«Ich bin innerlich zerrissen und geimpft nach allen Seiten, aber ich kämpfe, auch das in Kunst auszudrücken.» Ernst Ludwig Kirchner
Die Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn untersucht das Schicksal der modernen Kunst in ihrem Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg, allerdings unter der einäugigen Kunst-und Künstlerauswahl der heutigen Salonpersonnage. Stets unter Ausgrenzung derjenigen unabhängigen Künstler wie Otto Nebel oder Dietmar Moews.

Während vor dem Krieg die europäischen Avantgarden einen engen Austausch untereinander pflegten, zerstörte der große Krieg dieses fruchtbare Zusammenspiel auf brutale Weise. Schon vor 1914 kamen in Deutschland und Österreich bedrückende Endzeitgedanken auf, andererseits finden sich vielfach Kampfmotive. Zahlreiche Künstler gingen zunächst mit Begeisterung in den Krieg – aus durchaus unterschiedlichen Gründen. Das eigentliche, das tragische Ereignis für die Moderne war der Zusammenbruch des internationalen Zusammenwirkens der Künstler: Viele von ihnen zogen aus dem Atelier ins Feld, manche von ihnen fielen. Während einige Künstler die avantgardistische Formensprache bei der militärischen Camouflage einsetzten, fertigten andere patriotisch-volkstümliche Bilderbögen.
Durch die völlig neuen, existenziellen Erfahrungen des Leidens und der Zerstörung fanden zahlreiche Maler und Zeichner noch in diesen Kriegsjahren zu bewegenden neuen Themen und bildnerischen Verfahren.

Schon während der Krieg wütete, versammelten sich in der neutralen Schweiz emigrierte Kriegsgegner (wohin auch Weltkriegssoldat Otto Nebel später wegen der Nazis emigrieren musste) und gründeten 1916 Dada als internationale Protestbewegung, spätere Surrealisten forderten einen „esprit nouveau“ als Inbegriff der von allem Alten sich befreienden Kultur, wieder andere Künstler näherten sich der vollständigen Abstraktion. Bei Kriegsende waren die Weichen für die richtungsweisenden Strömungen des 20. Jahrhunderts gestellt.
Die facettenreiche Ausstellung präsentiert diese dramatische Zeit anhand von über 300 herausragenden Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen sowie dokumentarischen Fotografien von 60 der wichtigsten Künstler aus ganz Europa, darunter Otto Nebel, Max Beckmann, Otto Dix, Wassily Kandinsky,  Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde, Pablo Picasso, sowie des nachgeborenen Dietmar Moews und vielen anderen, wie des Schirmherren der Ausstellung, Bundespräsident Joachim Gauck, und den nachgeborenen Kustoden dieser Ausstellung.

http://www.ganz-muenchen.de/artculture/2003/moews_ausstellung/zuginsfeld_feldherrenhalle.html

Die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft von SCHWABING-EXTRA
ZUGINSFELD gemalt von Dietmar Moews
Zuginsfeld, expressionistische Dichtung zur Ächtung des Krieges
(insgesamt XIII Abteilungen); aus Kriegsgefangenschaft 1918,
geschrieben von Otto Nebel (1892-1973), 181 Seiten lang

Der Gemeine
DMW 286.35.80, 240/240cm
Öl / Leinwand, Schlagmetall-Vergoldung,
Sept 1980 Hannover Grünewaldstrasse 6 gemalt
Wehrkraft im Geiste
Wer
Der Mann
Pflicht gibt ihm Zwang und nimmt ihm Kraft
Zwang gibt ihm Waffen und nimmt ihm Wehr
Nimmt er das Gewehr über
Übernimmt
Und
Untergibt es ihn
Untergebener
Überlieferter
Der Mann ist geliefert
Vorgesetzter
Zurückgesetzter
So wird der Mann versetzt
Verstellt
Verrückt
Stehen Sie still, Sie!
Rührt Euch
Kopf hoch
Finger lang
Langfinger
Brust raus
Linkes Ohr tiefer
Kinn an de Binde
Augen rechts
Beine raus
Kopf ab
Es ist rührend
Keiner rührt sich
Dieser Stillstand
Wird der Mann gerührt
Brei ist rührig
Der Mann wird gedient
Gedienter Mann wird Bediener
Bedienter Narr ist Herr
Es ist verkehrt
Ganze Abteilung kehrt
Ganz verdreht
Maulhalten
Unterordnen
Ordnung muß sein
Es geht außerordentlich schneller
Geöffnete Ordnung
Geschlossene Unordnung
Unordentliche ordentlich hochnehmen
Ist alles in Ordnung
In Keinem ist sie
Im Kerne nie
Im Keime kaum
Von Untergebenen wird sie verlangt
Gelungen
Hinlegen!
Setzen!
Auf!
Knieen!
Über den Zaun
Auf die Bäume!
Unter die Räder!
Über
Und
Unter Wasser marschmarsch
Um auf die Bäume zu klettern
Um an den Wänden hochzugehn
Es ist ER
Der wahre Staat
Made in Germany
Muster ohne Wert
Gesetzlich geschützt
Schützt er den Mann
Er schützt ihn vor
Finster ist er
Kerkerfenster hat er
Schwedische Gardinen
Keine Luft bekommt er
Stinkkaverne
Stunkkaserne
Kasematte
Kantschukeller
Schilderhaus vor Katakomben
Bombastburg an Schinderschuppen
Zuchthaus hinter Baßtrompeten
Zeughaus
Tollhaus
Dummes Zeug
So verdummt ein Land
So verdummt ein Volk
Wehrmann ist kein Schutz
Schutzmann ist kein Mann
Vordermann ein Hinterhalt
Hintermann kein Unterhalt
Untermensch kein Mensch
Kein Halt
So verkommt ein Volk im Staat
So verkommt im Nichts die Saat
Gehen die Völker vor die Hunde
Und vergehen
Gehen Hunde vor den Völkern
Höllenhunde
Und Vergehen
Und Verbrechen
Brechen Völker in die Kniee
Und verröcheln unter Rädern
Unter Protzen
Ungeschützte
Unter Mordgeschützen
Vorgehetzte
Reiten Schemen vor den Wesen
Flieg die Urkraft hoch
Verpufft
Zu Was
Zu Wasser
Zugrunde
Wer steigt dem Staat auf das Dach
Ach
Zwang entmannt
Entmannter Mann ist gemeint
Der Gemeine

ZUGINSFELD gemalt von Dietmar Moews
Zuginsfeld, expressionistische Dichtung zur Ächtung des Krieges
(insgesamt XIII Abteilungen); aus Kriegsgefangenschaft 1918,
geschrieben von Otto Nebel (1892-1973), 181 Seiten lang

Der Gemeine
DMW 286.35.80, 240/240cm
Öl / Leinwand, Schlagmetall-Vergoldung,
Sept 1980 Hannover Grünewaldstrasse 6 gemalt