Freier Handel? Freihandelsabkommen mit Geheimpreis

Juni 9, 2014

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am 9. Juni 2014

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Demokratie und Mitbestimmung verlangen nach Information. Wir hören beiläufig, dass die EU ein Handelsabkommen mit den USA heimlich aushandelt, das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP).

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Wie soll der Bürger mitverantworten, was durch dieses TTIP an Rechten und Pflichten zu erwarten ist, wenn niemand weiß, um was es konkret geht und den Preis dafür nicht kennt: Wo ist freier Handel für Europa sinnvoll und verantwortbar und wo nicht?

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Es ist unakzeptabel und unglaubwürdig, wer solche untransparenten Machenschaften hinter dem Rücken der Bürger durchzieht.

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Was, wenn durch das TTIP Investitionsschutz für Amerikanische Investoren Einzug hält, indem Fracking-Firmen Gewinnausfälle einklagen können, die bei uns politisch gar nicht legitim sind.

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Wir bestimmen selbst, ob wir unser Grundwasser vergiften.

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Nur weil andere EU-Staaten Fracking erlauben wollen, ist es eine Interessenkollision, die den Deutschen unbenommen bleibt, sich innerhalb der EU dem Fracking zu widersetzen und nicht Strafen dafür an Amerikaner zahlen zu müssen.

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Ferner gibt es europäische Standards der landwirtschaftlichen Produktion und des Verbraucherschutzes im Lebensmittelbereich, des Arbeitsrechts und der Rechtsstaatlichkeit, die wir selbstbestimmt nach dem Grundgesetz verteidigen wollen und nicht vom Europäischen Gerichtshof überstimmt werden.

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Subsidiarität ist auch eine Entscheidungskompetenz für die Basis, wo die Menschen leben, entgegen zentralisitsicher Bevormundung.

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Dietmar Moews meint: Ich frage mich ständig, ob das Misstrauen, das nachweislich und beabsichtigt verbreitet wird, inwiefern produktiv wäre und deshalb hinzunehmen ist? Wieso benehmen sich unsere gewählten Stellvertreter wie amerikanische Statthalter, denen sogar noch die Souveränität im Denken abgeht?

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Ich halte dieses geheime Freihandelsabkommen für eine unkalkulierbare Gefahr für den sozialen Zusammenhalt der Deutschen in Deutschland.

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Ein PRIVILEG der Jugend: FRECH und LERNBEREIT

Juni 8, 2014

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am 8. Juni 2014

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SOCCER CORNER wusste es damals nicht besser. Heute müssen Manager-Betrüger vors Gericht und die BANK OF AMERICA muss Milliarden zahlen.

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Natürlich ist der Tod. Einem anderen Menschen ans Leben gehen oder sein Leben nicht zu retten, wenn es möglich wäre, wer dem Leben ein Ende setzt, verlässt die Gemeinschaft im Geist. Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt, heute Mitherausgeber der Wochenzeitung DIE ZEIT und Ex-Vizekanzler und Bundesinnen- und -außenminister Hans-Dietrich Genscher haben im Jahr 1977 den Tod für Elisabeth Käsemann gewählt. Es steht bestialisch. Ich empfehle Elisabeth Käsemann 1977 – die Dokumentation, der FERNSEHTIPP: DAS MÄDCHEN – Donnerstag, 22.45 Uhr ARD.

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Es müsste auch in einer TV-Mediathek anzuschauen sein. Man muss es sehen.

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Aufs Leben gesehen ist die Betrachtung eines Lebensbogens – von der Geburt ins volle Leben und dann die Talfahrt zum Ende – eine zwar sehr individuelle – endlos scheinende Variation des ewig Gleichen, einschließlich der jederzeit möglichen Brüche.

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Wir Menschen haben eine eigene Kultur und ein eigenes Kulturverständnis. Das betrifft Vorstellungen vom „Sinn des Lebens“, das betrifft soziale Ansprüche, das betrifft die Entfaltungsanstalten für so ein Leben – wie geworfen oder wie einschwingend, wie anthropozentrisch und mutwillig gehen die Menschen das Leben in ihrer Zeit an. Lernen ist gut möglich,wenn Lernbereitschaft da ist.

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Es lernt der Lernling aber auch ohne Lernbereitschaft. Selbst, wer sich absichtlich weigert, lernt.

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Dabei geht es beim Lernen um Aktivität, Begabung und Talent selbst zu entdecken – meist, indem was gelingt, das man kann, aber gar nicht gelernt hatte – und dann erlernt man sehr schnell die Entfaltung und auch die Spezialisierung von Fähigkeiten, für die Talent vorhanden ist.

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Ein anderes auch bedeutendes Lernen betrifft die Aneignung von Fähigkeiten für die das Talent nicht aufdringlich in Erscheinung tritt oder mit garstiger Unfähigkeit Misslingen und Verzicht nahelegt. Hier muss der Lernling einfach das Nichtgekonnte üben – recht und schlecht, immer wieder. Einüben, kleinere Ziele angreifen, Mindestkenntnisse und Mindestvermögen aneignen, wohlwissend, dass Lust und Freude was anderes sind. Und, dass das mühselig Angeeignete ständige Nachübung erfordert, ansonsten geht es weitgehend wieder verloren.

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Wir müssen zunächst akzeptieren, dass Lernen gelernt werden kann. Wer da nicht mitmacht, braucht sehr viel Glück und Leidensfähigkeit einerseits, Vieles nicht im Mindesten zu können, ja, nicht mal zu wissen, was es so Alles gibt.

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Wer indes als Autodidakt seine Entfaltung betreibt, hat mit der freiwilligen Aktivität auch die Garantie, sich im geeigneten Talentierungsmetier zu betätigen und nicht im Gewunste der frustrierten Kleinkünstler, die glauben, Kunst käme von Wollen – sei quasi Wunst.

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Andererseits bringt der heutige Lehrkanon, das Curriculum, eine glibbrige Masse an später nicht mehr verwendbaren Anraunungen, die sich der Autodidakt spart. Ich kenne ehedem Schulschwache, die sogar früher oder später freiwillig Fachbücher lesen, weil sie lernen wollen. Wie genial ist dagegen, einen Meister zu haben, der Fragen beantworten und Fraglichkeiten vormachen kann, damit man Alles lernt, was in einem Metier lernbar ist: ein Meister, eben. Und nicht unfähige Lehrer, die selbst nichts können, außer reden.

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Allemal hat jeder Mensch Begabungen und Fähigkeiten sein Leben einzurichten oder, es reicht bei ihm dazu nicht, dann muss er getragen werden oder endet gelegentlich.

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Unsere Lebenskultur in Deutschland des beginnenden 3. Jahrtausends organisiert sich, weil wir an Organisation glauben. Wir organisieren mangelhaft. Gleichzeitig lernen wir aus vielen Organisationsfehlern nicht, sondern schwimmen in einer Selbsttäuschungs-Praxis der Fehlerignoranz.

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Ungeachtet der Selbstorganisation von Urteilskraft und Handlungskompetenz und deren Verkennung und Schwächen, werden spezielle Formen der Bildung, des Könnens und der Lebensfähigkeiten geübt. Ausgezeichnete Individuen werden dadurch in die Lage versetzt, mit Hilfe gemeinwirtschaftlicher materieller Unterhaltung in kleinen Schritten und oder auch durch epochale Blitze Erkenntnisse herauszubringen und in Zeitgeist und Kultur hineinzubringen, die dem Leben allgemein und oder auch individuell dienen können.

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Die deutsche Gesellschaft organisiert Bildung und Kultur auf Gemeinschaftskosten.

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Dazu gehören die Fähigkeiten, der Wille und die Bereitschaft, sich den politischen Selbstorganisationsaufgaben zu stellen – und sich dafür vorzubilden. Öffentlichkeit und Erfahrung heißen die beiden unbequemen Anforderungen, die sehr viel Form und Sinn, sehr viel Aufopferung und Gemeinsinn erfordern, wenn es gelingen soll.

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Dietmar Moews meint: Ich kenne nicht so viele Leute, die sich ernsthaft der Gemeinschaft widmen, mitdenken und mittun, wenns politisch-öffentlich wird. Das beginnt mit der gebrechlichen Uninformiertheit und endet mit den Sprach- und Verständigungsproblemen, die man gerne vermeidet.

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Stattdessen nutzt man Ausreden und verunglimpft Citoyens, wenn die mit Diskurs, aber nicht mit Spendengeldern aufwarten.

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Vor ca. zehn Jahren habe ich selbst einige Zeit mich an dem Internetz-Blog aus Springe SOCCER CORNER beteiligt. Ungeachtet der Alters-, Erfahrungs- und Bildungskluft zu jenem ursprünglich Jugendspaß von Abiturienten, die in die Welt hinausstrebten, aber Fußball und Party als Lebensumstand gemeinsamer Interessen nutzten, versuchte ich die Aspekte der IT-Revolution, die alle betrifft, anzusprechen. Dabei spielten alle Aspekte der heutigen Organisation von Politik und Kommunikation hinein. Und nun also auch das Lernen. Wer lernt?

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Ein Thema waren die Bankiers auf ihrem Weg zu pejorizierten Bankern. Ich fand und finde es nach wie vor, dass Verantwortliche aus Gier und Rechtlosigkeit dran sein müssen.

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Ich vertrat damals die Auffassung, dass – anders als Machiavelli es mit Stellvertretern macht, deren Schonung er vorschlägt – Bankmanager und Firmenchefs, Entscheider, Vorstände und Beiräte für Misswirtschaft bestraft und zur Rechenschaft gezogen gehören.

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Die SOCCER CORNER-Teilnehmer ließen sich freimütig aus. Sie waren nicht meiner Meinung. Das ist jetzt zehn Jahre her. Erwin Huber (CSU) ins Zuchthaus? – das konnte man sich damals nicht vorstellen. Heute fordert Huber selbst die Bestrafung seiner Bankführer.

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Heute schreibt die Süddeutsche Zeitung (Zumwinkel ist bestraft, Ackermann wurde vorgeführt, Mehdorn kämpft noch, Huber heuchelt), Pfingsten 8. / 9. Juni 2014, Seite 30:

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Bank of America soll zahlen. Als nächstes ist die Bank of America B of A dran.

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Nach übereinstimmenden Berichten amerikanischer Medien muss die zweitgrößte Bank des Landes damit rechnen, mindestens zwölf Milliarden Dollar für Verfehlungen vor der Finanzkrise zu zahlen. Zusammen mit früheren Strafen würden bei der BofA damit 18 Milliarden Dollar fällig. Die Konkurrentin JP Morgan Chase hatte sich mit dem Justizministerium bereits auf einen Deal über 13 Milliarden Dollar geeinigt. Die Strafverfolger werfen der BofA vor „zweifelhafte Hypothekenanleihen verkauft zu haben, ohne die Kunden über die Risiken zu informieren. Die Strafe wäre höher als der letzte Jahresgewinn der Bank (11,43 Milliarden Dollar). Aus der Strafe sollen mindestens fünf Milliarden Dollar an geschädigte Hausbesitzer fließen. Die Verhandlungen sind, wie es hieß, noch nicht abgeschlossen. (Das deutsche Wort Milliarden heißt in US-Englisch „Billions“ – also nicht zu verwechseln Billions und Billionen. Tausend amerikanische Billions sind eine deutsche Billion.

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Und es gibt für diese Straftaten persönlich Verantwortliche, die zu belangen sind und für das Bankgewerbe aussortiert werden müssen.

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Die jüngeren SOCCER-Blogger waren frech und voller Vorurteile – so ist es das Recht der Jugend. Nur Wenigen ist es vergönnt, begabt zu sein, eigene Vorurteile und Gewohnheiten zu korrigieren. Deshalb Geduld Geduld und: Mitdenken und Mitreden, jeder wie er kann, ist erlaubt und erwünscht.

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