Schoki-Test mit BOVETTI CHOCOLAT AU LAIT ORIGINE SAINT DOMINGUE 38% de Cacao

August 24, 2016
Lichtgeschwindigkeit 6723

Vom Donnerstag, 25. August 2016

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Dietmar Moews meint:

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Und es gehen die Menschen hin, zu bestaunen die Höhen der Berge, die ungeheuren Fluten des Meeres, die breit dahinfließenden Ströme, die Weite des Ozeans und die Bahnen der Gestirne und vergessen darüber sich selbst.“

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(Petrarca, 1307-1374, Confessiones X, 8)

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Ich probierte eine französische BOVETTI CHOCOLAT AU LAIT ORIGINE SAINT DOMINGUE 38% de Cacao, hergestellt und vertrieben von BOVETTI als Fabriqué en france, 24120 Terrason.

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Kurz vorab: Diese Bovetti-Chocolats-Sorte kommt zu einer niederschmetternden Bewertung durch den Tester. Denn man gewinnt zweifellos die Ansicht, dass hier eine gewisse, schlechte Qualität sowohl ein Teil der Kostensparsamkeit als auch eine Kundschaft bestätigt, die billige talgige Süßtafeln mit brauner Farbe gerne kaufen und aufessen möchte: GIVE THE PEOPLE WHAT THEY WANT!.

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Neben heller MILKA und heller HERSHEY wurde bislang keine so erbärmliche Qualität in der Lichtgeschwindigkeit vorgestellt und getestet, wie diese BOVETTI. Und das, angesichts der schönen modernen Schoko-Fabrik mit Museum.. Dafür gibt es zusammenfassend eine bildliche Tiefst-Wertung von NULL Kakaobohnen – je nach dem, ob der Süßegrad anspricht oder nicht, vielleicht fünf Zuckerwürfel wenn man in Unterzuckerungsnot sich mit CHOCOLAT AU LAIT ORIGINE SAINT DOMINGUE 38% de Cacao für Fair-Trade aussprechen möchte. Das furchtbare Zeug wird auch noch in gefällig modernem Pappbriefumschlag mit Sichtfenster und der Selbstsignierung: „produits issus de L‘Agriculture Biologique“ versehen.

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Diese Milchschokolade ist jetzt – August 2016 – über 50% aus Zucker und Salz, fett und talgig – I am not amused. Der Tester ist wirklich nicht begeistert. Die Bovetti 38% Cacao schmeckt gar nicht nach Cacao. Sie ist nicht nur viel zu süß und weder fein gemalen oder fein gerührt, mehr wachsig und leer. Sie ist auch mit 2 Euro 90 für 100 Gramm einfach viel zu teuer. Auch die Ansage „Vollmilch“ findet keinen Anschluss. Bovetti hat hier ein Blendwerk geprägt.

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Die Geschichte des Chocolatiers Valter Bovetti, der sich selbst als „Artisan Chocolatier“ bezeichnet, begann vor über zwanzig Jahren. Sein Museum macht mit einer Videodarstellung zu Kakao und Schokolade sowie mit historischen Chocolatiers-Werkzeugen auf. Aber – Alles schön und gut, für 3 Euro 80 Eintrittsgeld und die interessanten Einblicke in den industriellen Produktionsraum – das aufgejazzte Produkt ist ganz öde. (Die Degustation von nussgefüllten Schokokügelchen war weniger horribel).

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Woher Kakao der Blendmischungen jeweils kommt, ist immer ungewiss, liest man die Verpackungsaufschriften – da heißt es mal CUBA, mal Saint Domingue – nun wohlan.

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http://www.bovetti.com

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Auf diese mind. 38 % Kakao-Milchschokolade trifft das zwar zu, aber: Bei hochsommerlichen Temperaturen ist sie mir nicht zu hell, doch schmeckt und schmeckt sie weder nach Kakao, noch nach Kakaobutter, noch nach Milch. Sie ist eine übersüßte talgige Hölle mit viel Salz. Sie knackt nicht, wenn man sie brechen will. Sie bildet keinen Schmelz im Mund. Das genmanipulatierte Soja-Lecithin, scheint wie auch die lapidare Angabe VANILLE einfach nur seltsam und keineswegs „BIOLOGIQUE“.

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Die klassische 100 gr. Tafelpackung im modischen, flachen Papp-Brief-Format enthält die Schokoladentafel mit einem quadratischen Bruchkanten-Relief oben, darauf geprägte Schrift: BOVETTI sowie Artisan Chocolatier. Die Unterseite ist glatt. Sie duftet nicht ansprechend. Die Konsistenz ist nicht knackig, dass man keinen sauberen Abbruch hat. Man beißt ab und lutscht – ohne großes Offenbarungserlebis ist das talgige Gemische wie die untersten angebotenen Qualitäten von MILKA, HERSHEY, STOLLWERK und die grottigste aller, TRUMPF Schogetten, auf diesem Kunstmarkt.

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Das Gebinde hat kein Vakuum, die Süßtafel liegt ohne weiteres Einschlagspapier, schick durch ein Plastikfenster sichtbar, los im Umschlag, – haltbar laut Kennzeichnung mindestens bis: 28.07. 2017.

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Eine sehr schöne pappfarbene Packung in ocker-, dunkelbraunen und beige Tönen, der Firmenname als Schriftzug in kleinem Kästchen, dafür eine aufgedruckte Briefmarke und ein Poststempel, wie eine Briefsendung eben – durchaus ansprechend witzig. Noch aufgedruckte Attributierungen CHOCOLATS sowie PUR BEURRE DE CACAO und ARTISAN CHOCOLATIER. Steht gut außen drauf, kommt gut, ist aber nicht drin.

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Die frischgeöffnete Origine SAINT-DOMINGUE 38% Schokolade riecht kaum.

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Der Kaufpreis liegt mit 2 Euro 90 für 100 Gramm hoch. Das wäre für ein Spitzen-Schoki angemessen. Aufmachung und Verpackung sind eher Jeans-Life-Style-wertorientiert. Keine innere Papier- oder Silberfolie kann eigentlich nur müden Ausdruck halten.

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BOVETTI teilt folgende Zutaten auf der Rückseite der äußeren Papphülle in Französisch und English, nicht mit dem größten Anteil beginnend, mit:

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Ingrédients: 38% cacao, sucre de canne, pur beurre de cacao, masse de cacao, lecithine de soja,

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DER HAMMER IST: Diese Milchschokolade von BOVETTI enthält angeblich kein Milchpulver / poudre de lait

 

ATTENTION: Diese BOVETTI ist so nicht BIO! Diese BOVETTI wird als Fair Trade im Aufdruck reklamiert.

Das Schleimmittel lecithine de soja ist meist aus genmaipuliertem (GENETICALLY MODIFIED ORGANISM) Patentsoja bezogen, wenn es nicht ausdrücklich anders angegeben ist, ebenso das künstliche Vanillearoma.

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OHNE die Kennzeichnung BIO haben wir es folglich mit genmanipulierten bzw. agrachemikalisch optimierten Rohstoffen, also Kakaobohnen, Zucker, Milcheiweiß, zu tun.

 

Die Kennzeichnung FAIR TRADE ist auf wenige Anteile bezogen – wir haben es nicht mit einem sozialverträglichen Herstellungs- und Handelsprodukt zu tun. Leider NEIN.

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Eine Nährwertanalyse oder Tabelle bietet Valter Bovetti wie folgt, auf 100 Gramm bezogen:

 

Energie 2389 kj / 573 kcal

Fett 38 g

saturated 23 g

Glucides 50 g

Zucker 49 g

Protein 5,7 g

Sel 0,2 g

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese industrielle Schokolade nicht. Denn sie ist von erschreckender Qualität. Ein solches Produkt mit 2Euro 90 für 100 Gramm ist zu kostspielig.

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Georg Bernardini, der Schokoladentester erwähnt zahlreiche Bovetti-Sorten in seinem ersten Schokoladentester-Buch im Einzeltest. Beim neuen Buch hat er einen Vermeidungsbogen um Bovetti gemacht. Er gibt dem Chocolatiers Valter Bovetti ohne Weiterempfehlung schlechte Qualifizierung und „zwei Kakaobohnen von sechs möglichen“.

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Schoki-Test mit Casino Bio CHOCOLAT NOIR DEGUSTATION 74% de CACAO

August 22, 2016
Lichtgeschwindigkeit 6713

Vom Montag, 22. August 2016

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Dietmar Moews meint:

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Es war der Tag, an dem die Strahlen der Sonne aus Mitleid mit ihrem Schöpfer ihre Farbe verloren, als ich gefangen wurde, und ich achtete nicht darauf, dass eure schönen Augen, Dame, mich fesselten.

Es schien mir nicht die Zeit zu sein, um mich gegen Amors Schläge zu schützen: Deshalb ging ich sicher meines Wegs daher, weshalb meine Qualen im allgemeinen Schmerz begannen.“

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(Petrarca, Canzioniere, „Sonett III, 1-8“ übersetzt von Andreas Kablitz)

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Ich probierte eine französische Casino Bio Chocolat Noir DEGUSTATION 100 Gramm, 74% Cacao, als französisches Produkt aus 42008 Sant-Ètienne Cedex 2.

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Kurz vorab: Diese Casino Bio Noir ist mal eine Überraschung. Die 100 Gramm-Tafel wird im Internetz für 91 Cent angeboten. Ich habe auf einer französischen Autobahnraststätte etwa 1 Euro 50 gezahlt. Se ist erstaunlich gut.

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Diese Zartbitterschokolade ist jetzt – August 2016 – erstaunlich Der Tester ist wirklich begeistert, sie ist nicht zu süß, sie ist verhältnismäßig fein und nicht wachsig und leer. Sie ist kakaolich ansprechend, nicht zu fett, allerdings ohne weitere Aromen doch mit dem „typischen“ Zartbitter-Kakaogeschmack bei 74% Kakaoanteilen enorm pur.

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Über den Vertreiber „Casino Noir“ war nichts herauszufinden, auch nicht, wer, wo, wie der Hersteller ist

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Aber laut der Webseite www.produits-casino.Fr, sind Casino Produkte Blend Cuverture-Schokoladen, also maschinell angerührte Kakaomischungen, allerdings mit ausgezeichneten „Bio-Lables“, Agriculture Biologique sowie Fair-Trade.

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Im Ausland werden Casio Bio Chocoladen nur im Direktvertrieb durch das Internetz vertrieben.

 

http://www.Produits-Casino.Fr

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Auf diese mind. 74 % Kakao-Schwarze Schokolade trifft das genau nicht zu. Und nun ist es bei hochsommerlichen Temperaturen doch recht. Sie schmeckt nach Kakao und wie Zartbitter, typisch säuerlich. Sie schleimt oder klebt überhaupt nicht, sondern hat eine enorme Feinheit und überzeugt in der Mundfreundlichkeit. Das von Genmanipulation (GMO)-freie) Sonnenblumen-Lecithin, scheint gut hineinkomponiert. Dazu natürlicher Vanille-Extrakt – weitere Aromen sind nicht eingemischt.

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Die klassische 100 gr. Tafelpackung aus wiederverschließbarer Pappe, im klassischen, flachen Standard-Format, enthält die Schokoladentafel mit einem Bruchkanten-Relief oben, darauf ein geprägtes größeres Randteil mit dem Schlagwort Casino. Die Unterseite ist glatt. Sie duftet ansprechend. Die Konsistenz ist gut knackig, dass man einen sauberen Abbruch hat. Man beißt ab und lutscht – ohne großes Offenbarungserlebis ist das Gemische aber zu diesem Preis ungewöhnlich auf diesem Kunstmarkt.

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Die Aufmachung hat bei dieser Sorte einer Tafelschokolade von Casino Bio Noir aus Saint-Ètienne eine grellgrüne Grundstimmung und eine Bio Noir 74% Abbruchstücke-Fotorepro-Vergrößerung in dunkelbraunem Ton und knallroter „CHOCOLAT NOIR DEGUSTATION“-grellen Farbwirkung, nicht poppig, sondern eher geschmacklose Reizwirkung (dem Tester sehen so erfahrungsgemäß Lebensmittel schlechter Qualität aus!!! – anders diese!!! – sieht furchtbar aus, war aber gut.) Die Tafel selbst ist in schönem silbernem Staniol eingeschlagen. kein Vakuum – haltbar laut Kennzeichnung mindestens bis: 11.2017.

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Der Kaufpreis liegt mit 1 Euro 50 bzw. 0.91 Euro im Internetz für 100 Gramm sehr günstig. Das ist für ein gute Industrie-Schoki begeisternd. Aufmachung und Verpackung sind widerästhetischwertorientiert. Die innere Papier-Aufmachung ist so schön mit der wertvollen feinen Silberfolie.

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Casino Bio Chocolat Noir DEGUSTATION 100 Gramm, 74% Kakao teilt folgende Zutaten auf der Rückseite der äußeren Papphülle in Französisch und English, mit dem größten Anteil beginnend, mit:

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Ingrédients: 74% cacao, pate de cacao, sucre de canne, beurre de cacao, émulsifiant: lécithines de tournesol, extrait de vanille (touts l‘agriculture biologique.

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Eine Nährwertanalyse oder Tabelle bietet Casino Bio Noir, als

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INFORMATIONS NUTRITIONELLES

Energie 2335 kj 563 kcal

Matières grasse 42 Gramm

dont Saturies 26 Gramm

Glucides 32 Gramm

dont Sucres 27 Gramm

Fibres 12 Gramm

Protéines 8,3 Gramm

Sel 0,03 Gramm

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese Schokolade aus Saint-Ètienne. Denn sie ist für den Tiefpreis ein Spitzenprodukt – feine Zartbitter, angenehm weniger zuckrig, leicht säuerlich. Ich würde durchaus vier Punkte von sechs geben.

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Georg Bernardini, der Schokoladentester erwähnt diese Casino Bio Noir und diesen Vertreiber in seinem Schokoladentester-Buch weder im Einzeltest, noch überhaupt.

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Schoki-Test mit Pralus Mélissa CRIOLLO chocolat au lait 45% Madagascar

August 13, 2016

Lichtgeschwindigkeit 6710

Vom Samstag, 13. August 2016

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Dietmar Moews meint:

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Ich hab‘ diese ganze Gegend mit Seufzern gefüllt,

beim Blick von diesen rauen Hügeln auf die sanfte

Ebene, wo die geboren wurde, die mein Herz in der Jugend und in reifen Jahren in der Hand hielt

und die zum Himmel gegangen ist und mich zu einem solchen Zustand mit ihrem plötzlichen Aufbruch gebracht hat, daß ich schon von Ferne meine Augen müde mache bei meiner vergeblichen Suche nach ihr, und in ihrer Nähe lassen sie keinen trockenen Platz zurück.

Und kein Reisig und keinen Stein gibt es in diesen Wäldern und keinen Zweig oder belaubten Ast in diesen Auen, keine Blume in diesen Tälern und kein Blatt Grün,

und kein Wassertropfen kommt aus diesen Quellen, und keine wilden Tiere haben diese so wilden Wälder, die nicht wüssten, wie bitter mein Leiden ist“

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(Petrarca, Canzioniere, „Sonett 288“ übersetzt von Andreas Kablitz)

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Louvre Paris – PEI-Pyramideneingang

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Ich probierte eine französische Francois Pralus „Mélissa“ VOLLMILCH-SCHOKOLADE, CRIOLLO, 100 Gramm, 45% Kakao mindestens, vertrieben von Pátisserie Chocolaterie Pralus s. a. s. Frankreich, Herstellungsort und Hersteller sind auf der Packung als Fabriqué en France (Roanne) par Patisserie Chocolaterie Pralus s.a.s. mitgeteilt.

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Kurz vorab: Diese Pralus-Chocolade-Sorte habe ich bereits einmal im Januar 2016 getestet und in der Lichtgeschwindigkeit vorgestellt. Damals kam ich zu einem abschlägigen Test-Urteil. Inzwischen scheint eine neue Charge von Pralus im Laden zu sein, die in wesentlichen Punkten korrigiert und enorm verbessert ist. Dafür gibt es zusammenfassend eine bildliche Höchst-Wertung von sechs Kakaobohnen – je nach dem, ob der Süßegrad anspricht oder nicht, vielleicht nur fünf Kakaobohnen, wenn man sich für Fair-Trade aussprechen möchte.

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Diese Milchschokolade ist jetzt – August 2016 – was sie sein muss. I am very delighted. Der Tester ist wirklich begeistert, sie ist nicht zu süß und nicht mehr wachsig und leer. Sie ist mit 4 EURO 90 für 100 Gramm (Reisekosten!), in Paris bei PRALUS, zwar kostspielig aber nicht zu teuer. Sie ist kakaolich ansprechend, nicht zu fett, leicht vollmilch-säuerlich und damit eine ideale von Kakaogeschmack geprägte Vollmilchschokolade.

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Die Geschichte des Chocolatiers Francois Pralus beginnt mit dem Vater Auguste Pralus, der das Metier in den 1950er Jahren, 1955 in Roanne gründete, bei dem die Söhne, so auch Francois, lernten, letzterer das Geschäft im Jahr 1988 übernahm. Im Jahr 1991 begann er mit Cacao zu experimentieren, und seit dem Jahr 2003 besitzt Pralus auf der kleinen Insel Nosy Be (Madagaskar) eine 17 Hektar große Plantage.

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Seine wichtigsten Produkte sind heute Ursprungsschokoladen und Praluline, spezielle Brioche mit rotgefärbten und karamelierten Mandeln, die aufgrund der begrenzten Haltbarkeit ausschließlich in den eigenen Filialen angeboten werden.

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Im Ausland werden hauptsächlich hochprozentige dunkle Ursprungsschokoladen (75% Cacaoanteil) vertrieben. Charakteristisch für Pralus sind die starke Röstung der Bohnen und ein hoher Anteil Kakaobutter.

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http://www.chocolats-pralus.com

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Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Auf diese mindestens 45 % Kakao-Milchschokolade trifft das genau zu. Und nun ist es bei hochsommerlichen Temperaturen recht. Sie ist mir nicht zu hell bzw. schmeckt nach Kakao und nach Kakaobutter und leicht säuerlich nach Milch. Sie schleimt nicht. Das von Genmanipulation (GMO-freie) Soja-Lecithin, scheint gut hineinkomponiert. Weitere Aromen sind nicht eingemischt.

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Die klassische 100 gr. Tafelpackung im modischen, flachen Standard-Format enthält die Schokoladentafel mit einem Bruchkanten-Relief oben, darauf ein geprägtes größeres Randteil mit dem Schlagwort Pralus. Die Unterseite ist glatt. Sie duftet ansprechend. Die Konsistenz ist gut knackig, dass man einen sauberen Abbruch hat. Man beißt ab und lutscht –  das Gemische ist angenehm fein auf dem heutigen, überwiegend industriellen, meist übersüßfetten Kunstmarkt.

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Die Aufmachung hat bei dieser Sorte einer Tafelschokolade von Francois Pralus eine schicke, dekorative beigefarbene Papierhülle. Innen ist die Schokolade in eine wunderbare prächtige Metallfolie eingeschlagen, außen goldfarbig, Innenseite silber (I love it) – kein Vakuum – haltbar laut Kennzeichnung mindestens bis: 16.06. 2018.

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Eine sehr schöne Packung in ocker-, dunkelbraunen und beige Tönen, der Firmenname als Schriftzug Pralus MAITRE

 

Die Farbbanderole mit Goldschrift wurde inzwischen weggelassen.

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Die frischgeöffnete Mélissa 45% Schokolade riecht ganz wunschgemäß, anregend und echt.

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Der Kaufpreis liegt mit 4 Euro 90 für 100 Gramm hoch. Das ist für ein Spitzen-Schoki angemessen. Aufmachung und Verpackung sind hochwertorientiert. Die innere Papier-Aufmachung ist so schön mit der wertvollen feinen vergoldeten Silberfolie.

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Francois Pralus VOLLMILCH-SCHOKOLADE, CRIOLLO, 100 Gramm, 45% Kakao teilt folgende Zutaten auf der Rückseite der äußeren Papphülle in Französisch und English, mit dem größten Anteil beginnend, mit:

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Ingrédients: 45% cacao, poudre de lait, sucre, pur beurre de cacao, lecithine de soja sans GMO

ATTENTION: Diese PRALUS ist nicht BIO! Diese Pralus ist nicht Fair Trade.

Sans GMO bedeutet, das Schleimmittel lecithine de soja ist nicht aus genmaipuliertem (GENETICALLY MODIFIED ORGANISM) Patentsoja bezogen. ABER was ist mit dem Rest!!

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OHNE die Kennzeichnung BIO haben wir es folglich mit genmanipulierten bzw. agrachemikalisch optimierten Rohstoffen, also Kakaobohnen, Zucker, Milcheiweiß, zu tun.

 

OHNE die Kennzeichnung FAIR TRADE haben wir es nicht mit einem sozialverträglichen Herstellungs- und Handelsprodukt zu tun. Leider NEIN.

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Eine Nährwertanalyse oder Tabelle bietet Francois Pralus nicht. Salz wird unterschlagen – ist aber sicher mit drin.

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese Schokolade. Denn sie ist als Spitzenprodukt mit 4 Euro 90 für 100 Gramm kostspielig, aber nicht zu teuer.

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Georg Bernardini, der Schokoladentester erwähnt diese Pralus in seinem Schokoladentester-Buch im Einzeltest. Er gibt den Chocolatiers generell vier von sechs Kakaobohnen.

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Blätter Neue Sinnlichkeit

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