Paris Konferenz für Artenschutz

Mai 2, 2019

Lichtgeschwindigkeit 9179

am Freitag, den 3. Mai 2019

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DLF.de am 28. April 2019 von Christiane Kaess

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„Konferenz in Paris – Eindringlicher Appell zum Artenschutz

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In Paris kommt zum siebten Mal der Weltbiodiversitätsrat zusammen. Die Wissenschaftler sollen Handlungsempfehlungen für die Politik liefern, um möglichst viele Tier-und Pflanzenarten zu erhalten. Auch der Gastgeber selbst hat dabei allerdings noch Nachholbedarf.

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Zu den Klängen einer dramatischen Musik laufen Mädchen in silbernen Kleidern durch die Reihen der Teilnehmer. Die tanzenden Kinder verkörpern bei der Eröffnungszeremonie die künftigen Herausforderungen für den Artenschutz. Vertreter von mehr als 130 Staaten sind in Paris zusammengekommen. Nach eingehenden Beratungen in den kommenden Tagen wollen sie einen umfangreichen Report absegnen über den Zustand der Tier-und Pflanzenwelt auf der Erde.

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Drei Jahre haben mehrere hundert internationale Wissenschaftler für den Bericht zusammengearbeitet. Fest steht für sie, dass sich in den vergangenen 50 Jahren das Artensterben beschleunigt hat – bis zu einem nie da gewesenen Ausmaß. Biodiversität trage aber essentiell dazu bei, dass die Menschheit genug zu essen und zu trinken habe, heißt es in der Ankündigung der Konferenz, dass sie gesund bleibe und gegen Wetterextreme geschützt werde. Wenn 2050 an die zehn Milliarden Menschen auf der Erde lebten, könne die Natur das nur aushalten, wenn sich unsere Lebensgewohnheiten änderten.

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Frankreich ist Gastgeber der Konferenz und Emmanuel Macron will laut Regierungskreisen das Engagement für die Biodiversität auf die gleiche Stufe heben mit dem Kampf gegen den Klimawandel. Aber schon da stellen Umweltschützer dem französischen Präsidenten ein schlechtes Zeugnis aus: „Macron hat keine konkreten Maßnahmen genannt, wie er gegen den Klimawandel vorgehen will“, kritisiert Lorelei Limousin vom Aktionsnetzwerk Klima die Ankündigungen des Präsidenten von letzter Woche.

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Damit reagierte er auf die Proteste der Gelbwesten. Die Umweltpolitik – so die Kritik – kam dabei so gut wie gar nicht vor. Der Präsident hat zwar einen sogenannten Rat zur Verteidigung der Umwelt angekündigt, dem mehrere Ministerien angehören sollen. Piere Cannet von der Naturschutzorganisation WWF Frankreich fragt aber:

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Was machen denn dann die anderen Ministerien? Die Energiewende sollte jede Woche im ganzen Kabinett umgesetzt werden.“

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Bei der Konferenz zur Biodiversität will die Regierung nun dennoch mit gutem Beispiel vorangehen und nennt ihre tragende Rolle beim Weltklimaabkommen von Paris 2015. In der französischen Zeitung „Le Parisien“ wiesen der französische Umweltminister Francois de Rugy und die Forschungsministerin Frédérique Vidal in einem Meinungsartikel darauf hin, dass ohne einen gemeinsamen Befund der Wissenschaftler die Entscheidungsträger weltweit keine vernünftigen Beschlüsse zum Tier- und Artenschutz fassen könnten.

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Die beiden Politiker rufen dazu auf, diese Konferenz als Geburtsstunde für eine außerordentliche Mobilisierung zu nutzen. Bei der 2020 anstehenden Weltkonferenz zur Biodiversität in China werde man ambitionierte Maßnahmen einbringen, um gegen die Erosion des Ökosystems vorzugehen. Schon 2018 hat sich die französische Regierung das Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren keinerlei Tier-oder Pflanzenarten im eigenen Land mehr zu verlieren.

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Allein Frankreich beherbergt mit seinen Küstengebieten, den Alpen und mit den Überseegebieten, wo es Korallenriffe und Regenwald gibt, zehn Prozent der weltweiten Pflanzen-und Tierarten. Aber ein Viertel davon ist bedroht. Deshalb kritisieren zahlreiche Umweltorganisationen auch hier, dass das Land selbst seine Hausaufgaben in Sachen Artenschutz nicht macht. Es fehle schlicht der politische Wille, heißt es auf Seiten der Naturschützer. Der Artenschutzplan für das Land sei viel zu unkonkret. Auch die Europäische Kommission kritisiert, dass zum Beispiel Schutzgebiete von Vögeln durch die Jagd gefährdet sind.

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Dietmar Moews meint: Meine täglichen Dauerkunden durch den Deutschlandfunk sind, verbunden mit meiner sonstigen Mediennutzung, meist sehr abrundend. Zum Thema der INSEKTEN und des KONGRESSES in PARIS bin ich sehr dankbar, wie das hier zusammenkommen konnte. Vermutlich sendet man sowas, weil es egal ist, was wir denken.

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Dietmar Moews Öl auf Katzenfellen 140cm / 140 cm

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Staatspräsident Emmanuel Macrón fehlt Weisheit

April 18, 2019

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am Freitag, den 19. April 2019

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Die inzwischen zur historischen Episode hingeschaukelten GILETS JAUNES- Demonstrationen französischer Wahlbürger, hat den anfangs forschen Staatspräsident Macron veranlasst – nach kurzzeitiger Besinnungspause – eine sehr aufwendige, ganz Frankreich überziehende regionale und lokale Bürgerkontakte und öffentlichen Diskussionsversammlungen persönlich auf sich zu nehmen (na gut – der ist ein junger Bengel).

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Inzwischen hat Macron bekannt gegeben, dass seine Bürgerveranstaltungen für ihn einen umfangreichen Katalog an Stichworten, Forderungen, Klagen, Wünschen, Kritik eingebracht, den er auf seine konkreten Veränderungen der Reformpolitik der Republik Frankreich beziehen will, um den Bürgern zu entsprechen.

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Hauptpunkt seiner Selbstreform hat Macron inzwischen durchsickern lassen:

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Macron will ein geradezu historisches SYMBOL der großen Republik, das Konzept der Kaderschmieden der ENA, durch das sich die privilegierte Oberklasse der herrschenden Franzosen stets fortpflanzt und die zentrale Burg PARIS hält, schließen.

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Auch Macron – wie fast alle vorherigen Präsidenten, egal welche Partei – stammt von Ena ab.

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Seinen angekündigten Vortrag der kommenden Reformpolitik, mit der Macron auch die Gilets Jaunes beruhigen möchte, fiel nun wegen des alle erschreckenden Kirchenbrandes aus, sodass sein Konzept nicht insgesamt publiziert ist. Doch fehlen bereits – jetzt schon erkennbar – einige Essentials, in denen Macron völlig an den GILETS JAUNES vorbeiagiert und vorbeiargumentiert.

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Dietmar Moews meint: Ich sehe zwei Perspektiven der unzulänglichen Vorgehensweise der Bürgernähe a La MACRON:

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EINS Macron hat in seinen zahlreichen Bürgerversammlungen wirklich geduldig Alles und jeden angehört. Wir wissen aber, dass darunter viele Unzufriedene und Unterprivilegierte des Prekariats sich bemerkbar machten. Nur die GILETS JAUNES haben das Angebot von Staatspräsidentn MACRON nicht angenommen. D. h. Macron hat viele Klagen und Argumente und Wünsche angehört, aber diejenige Gelbwesten-Franzosen haben es abgelehnt, auf seine Integrationsrunden einzugehen, die sie als Alibi und Legitimationsbeschaffung verdächtigten.

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Das ist nur ein Schlaglicht. Gewicht hat vielmehr, dass eben GILETS JAUNES gar nicht Unterprivilegierte und arme Franzsosen sind. Sondern die Gelbwesten sind alle Aufstiegsbegehrlichen, alle Mittelklässler, alle mittleren Dienstklassler, die zum Verdruss begriffen haben, dass das ESTABLISHMENT im PARISER ZENTRALISMUS für sie geschlossen ist:

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Die da oben machen was sie wollen.

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Macron gehört zum Establishment, zur Pariser Oberklasse, Macron kommt auch durch Ena aus der hermetischen ELITE-SCHULE der großen Republik Frankreich.

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GILETS JAUNES sind also kein homogenes Kollektiv, das für gemeinsame Forderungen auf die Straßen geht. GILETS JAUNES sind auskömmliche Franzosen, die nicht in die Oberklasse kommen und nur die Gemeinsamkeit vertreten, gegen das ESTABLISHMENT zu demonstrieren.

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ZWEI EMMANUELLE MACRON will keineswegs von seinen „REFORMEN“ ablassen, die eben viel mehr diese große Zahl der französischen „Mittelklässler“ treffen werden und das Ena-Establishment wird allerdings weitestgehend verschont.

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Es wird also nun von MACRON zwar die Ena, die sowohl die Reproduktionsstruktur wie auch das Obrigkeitssymbol ist, angegriffen, wie es heißt:

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Macron will Kaderschmiede Ena* schließen.

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* Frankreichs Präsident reagiert auf die „Gelbwesten“ und nimmt ein Symbol der Elite ins Visier. Das Beamtentum soll bürgernah werden, die Steuerlast sinken. Ena ist das Symbol der französischen Elitebildung: ihren Absolventen ist die Karriere sicher: Die Ecole Nationale d’Administration (Ena) hat seit Ende des Zweiten Weltkriegs die Verwaltungskader Frankreichs geformt. Ein Teil ihrer Abgänger geht in die Wirtschaft, der Großteil von ihnen in den Staatsdienst, wo sie nahtlos in verschiedene Beamtencorps eingeordnet werden, um meist rasch die Hierarchieleiter hinaufzusteigen. Der Sprung in die Politik ist oft nicht weit: Seit 1974 war in Stichwahlen zur französischen Präsidentschaft immer mindestens ein Kandidat ein Ena-Absolvent.

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Nun will also ausgerechnet Emmanuel Macron, Absolvent des Ena-Jahrgangs 2004, die Eliteschule abschaffen.

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Ich meine, dass hier Macron zwar in den Ameisenhaufen der Esstablishment-Feindschaft der Mittelklassen-Franzosen greift. Dieses Symbol ist beeindruckend.

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Nur, es wird dadurch gar nichts anders in der französischen Gesellschaft. Sozialisation ist nicht ein Abbild eine sozio-kulturellen Modells und nicht ein Wertekatalog – oder anders gesagt: Die Anzahl der Sonnenplätze im zentralstaatlichen Obrigkeitsfrankreich werden ja nicht zahlreicher. Es wird also einfach nur der Konkurrenzkampf verschärft werden. Denn, wenn die bisherige Ena die Strukturen öffnet, gibt es weiterhin die Funktionen der Auswahl und Besetzungen. Während die große Zahl der Gelbwesten davon gar nichts haben.

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Macron hat die Ganzheitlichkeit seines Staates nicht wirklich so erfasst, dass da eine WIN-WIN-Situation in Sicht kommen könnte. Er schließt Ena, schafft aber mit seiner beabsichtigten Reformpolitik in erster Linie KOSTEN, die zugleich die Sanierung der französischen Staats-Defizite nur durch die Verkleinerungen der STAATSQUOTE bringen kann.

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Und man muss beachten, dass die wichtigsten Industrien und Arbeitsplatzgeber staatskapitalistische Organisationen sind. Frankreich ist eben völlig anders gebaut als beispielsweise das Nachkriegs-Westdeutschland.

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Ich bin ganz ruhig bei dem Gedanken, dass dieser junge Macron die heutige Reformlage Frankreichs später mal als sozialpsychologische Disposition verstehen wird und dann andere Wege sehen wird, die er jetzt nicht zu verstehen scheint.

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Jacques Offenbach und die Jacques-Offenbach-Gesellschaft von Bad Ems

Februar 10, 2019

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am Montag, den 11. Februar 2019

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Die Stadt Köln hat ein Offenbach-Jahr eröffnet. Vor 200 Jahren wurde der Kölner Preuße, Jacques Offenbach (1819-1880), einer jüdischen Musikerfamilie abkommend, geboren. Sein Vater war Kantor der Kölner Synagoge und auch Geiger, der seine Kinder zu Musikern erzog. Der 15-jährige Jakob Offenbach wurde in Paris zum Studium versetzt, wo er bald als virtuoser Cellist mit den besten Musikern der Welt professionell auftreten durfte sowie in diversen Pariser Ensembles mitspielte. Darauf wurde er zum Kompositionsstudium zugelassen und brachte bald eigene Kompositionen hervor, deren Aufführungen er mit Nachdruck und Erfolg zu organisieren verstand. In dieser Art „rasant“ verlief eine Weltkarriere.

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Ich studiere derzeit den Kölner Jubilar Jacques Offenbach, seine Lebenszeit, seine Gedanken und seine Werke. Dabei stieß ich heute darauf, dass die Kurstadt Ems an der Lahn, als Bad Ems bei WIKIPEDIA ins Alphabet eingereiht zu finden ist, daselbst unter der Prominenz dieser früheren Weltstadt der europäischen Kurgesellschaft Jacques Offenbach nicht genannt wird, während doch über Jahrzehnte Offenbachs Musik sowie er selbst als prominenter Kurgast sich gegenseitg die Ehre gaben.

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So fand ich die Bad Emser Jacques-Offenbach-Gesellschaft:

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Gründungstag der Jacques-Offenbach-Gesellschaft ist der 19. Oktober 1979. Dort schreibt man:

„Die Jacques-Offenbach-Gesellschaft hat ihren Sitz in Bad Ems, was sich dadurch erklärt, daß sich Jacques Offenbach zwischen 1858 und 1870 wiederholt zur Kursaison im Hochsommer an die Lahn begab. Erst in zweiter Linie der Erholung wegen. In erster Linie suchte und fand er dort sein Publikum, denn ein maßgeblicher Teil der Gäste stammte aus Frankreich, insbesondere Paris. So kam es, daß Offenbach sein eigenes Ensemble mitbrachte, als Dirigent seiner Werke in Erscheinung trat und an neuen Stücken für den Winter in Paris weiterarbeitete. Wesentliche Teile seines „Orpheus“ etwa sind in der entspannten Atmosphäre des mondänen Kurbads Ems entstanden. Zum Emser Stolz gehören auch die acht Werke, die im heute noch erhaltenen Marmorsaal ihre Uraufführung erlebt haben, darunter „Les Bavards“ (1862), „Il Signor Fagotto“ (1863), „Lischen et Fritzchen“ (1863), „Jeanne qui pleure et Jean qui rit“ (1864) und „Coscoletto“ (1865).

Die Jacques-Offenbach-Gesellschaft ist ein gemeinnütziger Verein, der sich der Aufgabe verschrieben hat, das Werk Offenbachs bekannt zu machen, durch Aufführungen wie durch wissenschaftliche Forschung. Ist das nötig? Wird Offenbach nicht landauf landab gespielt? Schon, aber es sind fast immer dieselben Stücke. Der Werkkatalog von Jean-Claude Yon verzeichnet 110 Nummern. Aber wer kennt schon „Tromb-Al-Ca-Zar“ (1856), „Les Trois Baisers du diable“ (1857), „Mesdames de la Halle“ (1858), „Geneviève de Brabant“ (1859/67), „Le Fifre enchanté“ (1864/68), „Les Bergers“ (1865), „La Diva“ (1869), „Madame l’Archiduc“ (1874) oder „La Foire Saint-Laurent“ (1874)? Es gibt viel zu tun!
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1979, im Jahr vor der 100. Wiederkehr von Jacques Offenbachs Todestag, hatte der damalige Kurdirektor von Bad Ems, Heinz Wadepuhl, die Idee, eine Jacques-Offenbach-Gesellschaft ins Leben zu rufen. „Bad Ems als Sitz einer ‚Offenbach-Gesellschaft’ zu wählen, bot sich … an, weil diesem Ort noch immer der legendäre Ruf eines ‚Weltbades’ anhaftet, wobei festzustellen ist, daß die glanzvollen Tempi passati sich allenfalls noch in den Baulichkeiten aus der Blütezeit dieses Badeortes widerspiegeln.“ (Günther Obst) An historischer Stätte, also rund um den architektonisch bedeutenden Marmorsaal des Kursaalgebäudes, sollten Konzerte, Aufführungen und andere Veranstaltungen an den „Mozart der Champs-Elysées“ erinnern und anspruchsvolle Kultur in das einstmalige Weltbad bringen, das unter den verschiedenen Gesundheitsreformen zu kränkeln begann. Im Oktober 1979 unterschrieben im Marmorsaal 49 Emser Honoratioren den Gründungsakt, Ende 1980 waren es 200 Mitglieder, Mitte der 1990er Jahre 400. Kurdirektor Wadepuhl wußte auch, wen er mit der zu erwartenden Sisyphus-Arbeit betrauen mußte: Dr. Günther Obst (1922–2003), Studiendirektor am Bad Emser Goethe-Gymnasium, Kirchenmusiker vor Ort, aber promoviert über die komische Oper in Frankreich.

Von allem Anfang an mußte der Vorsitzende der Gesellschaft und Organisator der seit 1980 im Oktober stattfindenden „Festwochen“ den Spagat zwischen der Werbung für den Kurort Bad Ems und der Werbung für den Komponisten Jacques Offenbach zusammenbringen, mußte Kultur für die Menschen vor Ort und anspruchsvolle Arbeit an einem „verkannten Genie“ gleichzeitig geleistet werden. Die Programmhefte seit 1981 spiegeln beredt wider, wie beides manchmal nebeneinander herlief, aber mit der Zeit immer besser aufeinander zulief und in glücklichen Momenten an die Synthese des 19. Jahrhunderts heranreichte. Im Anhang zu diesem Text sind die diversen Aktivitäten zwischen 1980 und 2008 aufgelistet.

1991 expandierten die „Festwochen“ zum „Internationalen Festival“ mit ausgeweitetem Finanzvolumen und rückten terminlich in die witterungsmäßig attraktivere Frühsommerzeit, beginnend mit dem Pfingstwochenende. Die Stadt Bad Ems trat als Veranstalter auf und beauftragte die JOG mit der Durchführung. „… wer nicht in der Mittelmäßigkeit verharren will, die im übrigen nichts verändert, der muß etwas wagen, auch auf die Gefahr hin, Federn zu lassen“, war Günther Obsts Motto 1990. Dies funktionierte mit mal mehr und mal weniger Einvernehmen bis zum Ende der Amtszeit des Gründungsvaters 2001 über das Interim des Musikdirektors der Universität Koblenz-Landau, Dr. Jürgen Böhme (2001–2004) bis in die Anfangsjahre eines jungen Teams um den Frankfurter Hochschulprofessor Dr. Peter Ackermann (2004–2007). 2008 übernahm die Stadt das Festival in Eigenregie und kehrte zum Oktobertermin der Anfangsjahre zurück.

Die JOG unter dem Vorsitzenden Dr. Ralph-Günther Patocka (seit November 2008), Theaterwissenschaftler aus München, wird sich in Zukunft der Pflege des Offenbachschen Andenkens auf andere als die bisherige Weise zu widmen haben: mit wissenschaftlicher Arbeit und Koordination der so zahlreichen, aber auch so verstreuten Aktivitäten rund um ihren Lieblingskomponisten. „Die ‚Offenbach-Gemeinde’ ist insgesamt gar nicht so klein und unbedeutend, wie man gemeinhin annehmen könnte. … Die Offenbachianer sind nur weit verstreut in Europa und Übersee, so daß das eigentlich anstehende Problem in einer gezielten und wirkungsvollen Information über die kulturellen Aktivitäten der ‚Jacques-Offenbach-Gesellschaft’ steckt.“ So Günther Obst schon 1988. Die 1994 anvisierte Gründung eines Forschungszentrums zu Jacques Offenbach scheiterte an mangelnden finanziellen Ressourcen und damit auch an personellem Potential. Wir wollen die damals geäußerten Ideen unter geänderten Vorzeichen wiederbeleben.“

Quellen:
Günther Obst: La Sté Offenbach de Bad Ems, in: Opérette 82, 1992, S. 15-16
Günther Obst: Die Jacques-Offenbach-Gesellschaft e.V. Bad Ems, in: Rhein-Lahn-Kreis. Heimatjahrbuch 1995, S. 152-154
Günther Obst (Hg.): Betrifft: Gründung eines Forschungsinstitutes zu Jacques Offenbach in Bad Ems. Grußworte – Referate – Dokumente (= Bad Emser Hefte 142 / Offenbach-Reihe 15, hg. von Ulrich Brand), Bad Ems 1995

Peter Hawig: „Das Lahntal hat dem Meister Glück gebracht“. 150 Jahre Jacques Offenbach in Bad Ems, in: Rhein-Lahn-Kreis. Heimatjahrbuch 2008, S. 32-36
Programmhefte der Offenbach-Festwochen bzw. -Festivals 1981ff.

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Alphonse Silbermann, „Das imaginäre Tagebuch des Herrn Jacques Offenbach“; Berlin 1960 u. Piper München 1991

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Auch in Jacques Offenbachs Heimatstadt Köln wurde im Jahr 2015 eine

„kölner offenbach-gesellschaft.e.V.“ gegründet

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Dietmar Moews meint: Die meisten Menschen in unserer heutigen Welt kennen unvergessliche Musik, die Jacques Offenbach komponiert hat. Ich nenne nur die Barcarole aus „Hoffmanns Erzählungen“ und den „Can Can“ aus „Orpheus in der Unterwelt“.

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Was kann ein Musiker mehr erreichen? – außer die beste Musik zu erfinden und vorspielen und damit die Menschen begeistern.

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Z. B. der mehrfach verwendete Bach-Choral „O Haupt voll Blut und Wunden“ – den kennt man – doch der ist durch viele Hände gegangen und geht auf Martin Luther zurück („Ein feste Burg ist unser Gott“) – Bach hat das „adaptiert“ – eine „normale“ Praxis in der Musik, die man dem Offenbach ankreiden zu können, meinte.

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Zu Offenbachs Zeit, Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, vor dem deutsch-französischen Krieg (1871) in Paris, war bereits der unversorgte Künstler ohne Nachfrage angesagt. Der preußische Jude aus Köln, Jakob Offenbach, konnte genialer Weise herausragend virtuos Cello spielen, sodass er mit den besten Pianisten jener Zeit, wie Rubinstein, Liszt und Mendelssohn-Bartholdy, ja dem Komponist Felix Mendelssohn-Bartholdy aus Leipzig, auftreten durfte. Offenbach konnte also als Erwerbs-Cellist und Cello-Lehrer, bereits als 15-jähriger Pendejo, sein trocken Brot verdienen.

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Offenbach hat ein permanentes und druckvolles Marketing aufgezogen, nachmittags in Cafés, abends in Salons und Gesellschaft, seine jüdische Kontakte, antichambrieren bei Damen, bei Soubretten und beim Adel, seine pausenlosen kleinen Kompositionen, seine eigenen Cellisten-Auftritte, seine kurze und ferne Korrespondenz, Verlegerkontakte bis in den Kurort Ems an der Lahn, optimierter Opportunismus, Bestechung auf allen Ebenen, intrigante Gespräche und selbstgeschriebene Elogen in allen möglichen Zeitungen im In- und Ausland. Er wurde Arbeitgeber für 67 Mitarbeiter gleichzeitig an seinen privatwirtschaftlichen Musiktheatern in Paris, hatte Frau und Familie, vier nachwachsende Kinder, letztlich Dirigate und Gastspiele von Paris, nach London nach New York, Wien, Berlin und Köln – mit Gicht und rheumatischen Behinderungen.

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Jacques Offenbach hat eine zeitgemäße politische Oper entwickelt. Es wurden über 600 Kompositionen. Seine Orpheus in der Unterwelt-Oper zählt noch heute zu den meistgespielten Stücken, ebenso das schließliche Meisterwerk zu ETA Hoffmann, Les Contes d’Hoffmann / Hoffmanns Erzählungen, das Offenbach bis zu seinem Tod, Oktober 1880, aufzäumte: Uraufführung 1881.

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Schoki-Test mit CARRÉ CHOCOLAT Enivré Criollo primitif 78% de cacao PIERRE MARCOLINI

Januar 13, 2019

Lichtgeschwindigkeit 8839

am Sonntag, den 13. Januar 2019

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Dietmar Moews meint:

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„Bei strömendem Regen im Biwuak

Kampierten drei müde Rekruten.

Sie legten den Kopf auf den Mantelsack

Und zogen den Hals in die Kutten

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Der Regen rauschte, sie merktens kaum,

Und sachte, vom Wunsch zum Gedanken

Begann in Bälde ein tröstlicher Traum

Vor ihren Augen zu schwanken.

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Sie meinten in ihrer Phantasei,

Als wären sie schon Generäle,

Im Schlachtengetümmel und Feldgeschrei

Diktierend die barschen Befehle.

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Gemeinsam dünkte den dreien vereint,

Man wolle sie überflügeln

Und unerschöpflich flute der Feind

Herab von den mörderischen Hügeln.

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Und Adjutanten kämen gesprengt,

Bleichwangig, umblitzt von Granaten:

»Wir sind umzingelt und eingezwängt.

Man meutert. Man wähnt sich verraten.«

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Da sprach der erste: »Ich hab einen Kern

Von Jägern und von Husaren.

Der Teufel ist ledig und Hilfe ist fern,

Jetzt gilt es, die Ehre zu wahren.«

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Ingrimmig faßt er den Säbelknauf,

Ermahnte zur Pflicht und zur Ehre,

Dann vorwärts ging es in rasendem Lauf,

Als ob es der Sturmwind wäre.

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Aus tausend Schlünden zischte der Tod,

Sie grüßten ihn ohne Bangen;

Die meisten färbten den Boden rot,

Er fiel und wurde gefangen.

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Bewundernd pflegt ihn der edle Feind

Und schenkt ihm den rühmlichen Degen.

Er hatte seit Jahren nie geweint,

Jetzt spürt er im Auge sichs regen.

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Der zweite sprach: »Ich habe zur Hand

Ein Häuflein von Veteranen,

Ergeben Gott und dem Vaterland,

Gehorsam dem Winke der Fahnen.«

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Rasch formt er das Viereck zum letzten Stoß.

»Brüder«, begann er begeistert,

»Gott ist uns dawider, der Feind ist zu groß,

Der Tod nur wird niemals bemeistert.

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Heut heißt es bekunden, was einer wert,

Und ob den Vätern wir gleichen.

Wir kämpfen, so lange der Atem währt,

Und hemmen den Durchpaß als Leichen.«

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»Hurra!« erscholl es wie Donnergebraus.

Dann rückten sie mit Gesange

Langsam aus dem schirmenden Hohlweg hinaus

Zum heiligen Todesgange.

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Und als am Abend nach bitterem Streit

Man sah nach den Toten und Wunden,

Da ward von dem Samaritergeleit

Ein schaurig Schauspiel gefunden.

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Zu Bergen starrte die tapfere Schar,

Leichnam auf Leichnam geschichtet,

Im Toden noch boten Trotz sie dar,

Das Antlitz feindwärts gerichtet.

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Und Freund und Gegner entblößten sich stumm

Vor des Anblicks grausiger Schöne,

Und flüsternd gings in den Reihen um:

»Hier schaut man Heldensöhne.«

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Doch der dritte schweigend die Karte las

Auf der Brüstung der Kirchhofmauer.

Mitunter hob er das Augenglas

Und nahm den Feind auf die Lauer.

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Er spähte nach rechts und spähte nach links,

Die Augen funkelnd vor Tücke.

Wahrhaftig entdeckt er plötzlicherdings

Im Ring die erlösende Lücke.

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Und eh einer wußte, wie das geschah,

Hatt er flugs in die Bresche geschmissen

Die Reserven alle von fern und nah

Und dem Feinde die Walstatt entrissen.

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Der Regen plätscherte nach wie vor.

Da stieg auf verborgenen Stegen

Gewappnet ein riesiger Geist empor

Und schwebte heran durch den Regen.

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Er nickte dem letzten: »Herr General,

Wir lernen uns näher kennen.

Ob früher, ob später, es wird einmal

Der Ruhm deinen Namen nennen.

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Ihr andern beide, merkt euch den Satz:

Entschlagt euch das Oberbefehlen.

In jeglichem Regimente ist Platz

Für mutige Fähndrichsseelen.

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Pflicht, Ehre, Begeisterung geb ich euch feil,

Sich bescheidend im Unterliegen.

Generäle brauch ich im Gegenteil,

Die nicht vergessen zu siegen.«

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(Carl Spitteler 1845-1924; „Die drei Rekruten“ 2. Kap., um 1880)

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Ich probierte eine belgische CARRÉ CHOCOLAT Enivré Criollo primitif 78% de cacao TABLETTE VENEZUELA PIERRE MARCOLINI 63 Gramm Dunkelschokolade, hergestellt von einem industriellen belgischen Hersteller bzw. Vertreiber, Pierre Marcolini Group sa rue du Bassin Collecteur 4 B-1130 Bruxelles.

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www.marcolini.com

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Kurz vorab: Diese Schokolade von Pierre Marcolini ist viel zu teuer und bei hoher Qualität eine der bislang kostspieligsten überhaupt, die hier für die LICHTGESCHWINDIGKEIT von Dietmar Moews getestet wurde: 10 EURO für 63 Gramm. Sie ist angeblich „BEAN to BAR“ hergestellt und kostbar. Sie duftet mild und gut beim Öffnen der Packung und ist als 78% kakaohaltige dunkle Schokolade eine besondere Mischung. Mir ist diese spezielle Geschmacksnote von Criollo primitif im Geschmack und Nachgeschmack zu säuerlich, fast wie Tabak. Sehr werthaltig ist auch das Design der Verpackung:

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Eine Quadratpappschachtel zum Wiederverschleißen mittels der einfachen und gut funktionierenden Steckschließe. Die Schachtel ist vollflächig in weißer Farbe, hat vorne eine schmale schwarze Umrandung mit einem pastellgrünen Schatten, sowie mit feiner schwarzer Titelschrift und gold abgesetzte Markenzeichen, die auch die Oberseiten der diagonal angeordneten Bruchkanten-Teilung – ein Diagonalstrich, oben „P“ und unten rechts „M“, ziert.

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Man hat ein 63 Gramm Gebinde in der Quadrat-Gussform. Es ist quasi optimal kakaoige „klassische (Zartbitter-)Schokolade“, aus Kakaomasse, angemessen dezenter Zuckeranteil, Kakaobutter, als Emulgator Soja-Lecithin ohne Genmanipulation, keine Salzangabe.

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Herkunft und das Anbauland sind angeblich ARAGUA, Hacienda Chuao in Venezuela, eine Bean-to-Bar-Herstellung aus Criollo primitif Cacao. Die Conchier- oder Rührzeiten, Rösttemperatur und Röstdauer sind nicht bekannt. Weder Nährwertangaben noch Kalorien sind außen auf der einfachen, leicht wiederzuschließenden Pappschachtel, angegeben. Man liest mit Vergrößerungsglas.

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Das Haltbarkeitsdatum mit Qualitätsgarantie lautet auf 24.06.2019, aufgedruckt auf einem billigen Selbstkleber. Die Tafel ließ sich gut brechen, knackte bei Zimmertemperatur sehr fein und klar, roch angemessen und war frisch.

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Die Werbetexte sind nicht informativ, in belgischer Sprache, sowie etwas Französisch und English.

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Der Kaufpreis im MARCOLINI-Laden in PARIS betrug 10 EURO für 63 Gramm. Das ist ein Hochpreis und wirklich sehr teuer. Die 63 gr. Tafelpackung enthält die etwa 5 mm starke, dunkelbraune Tafel mit drei mal drei kleinrechteckigem diagonal angeordneten Bruchkanten-Relief oben. Die Unterseite ist ungemustert.

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Die Marke wurde 1995 in Brüssel gegründet. Pierre Marcolini wurde 1964 in Charleroi in Belgien geboren, est un homme inspiré : par sa famille, ses origines italiennes. Dès l’âge de 14 ans, il a su qu’il voulait être chocolatier. Son éducation lui a donné une grande soif d’apprendre et l’envie de se battre pour réaliser ses plus grands rêves. En 1983, à la fin de ses études, il devient chef pâtissier et travaille au côté des plus grands professionnels en Belgique. Marcolini hat mit seinem Filialsystem die ganze Welt erobert, von Japan, Knokke, London, New York, Kuweit City, Paris, Nagoya. Inzwischen macht er auch Kuchen und Desserts.

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Die Packung enthält keine Gütesiegel. Bio- oder Fair Trade-Siegel hat diese CARRÉ CHOCOLAT Enivré Criollo primitif 78% de cacao TABLETTE VENEZUELA PIERRE MARCOLINI nicht.

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese 78% Zartbitterschokolade aus Belgien zur Probe – sie ist aber unmäßig teuer. Sie ist besonders fein und sehr dezent gezuckert. Die Emulgator-Soya-Lecithin-Beimischung macht eine eher unangenehme schleimige Schmelzeigenschaft auf die der Tester gerne verzichtet hätte. SOYA-Lecithin als Emulgator sollte in Mägen und Därmen als Design-Unart ohnehin vermieden sein.

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Der Schokoladentester Georg Bernardini erwähnt PIERRE MARCOLINI in seinem SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK mit superlativer Bewertung von SECHS von SECHS „KAKAOBOHNEN, für alle dunklen Schokoladen. Diese hier, allerdings mit 72% Kakaogehalt, nicht mit 78%, hebt Bernardini lobend hervor.

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Ich möchte noch anmerken, wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden.

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Bei dieser Marcolini fehlen dem Produkt die prominenten Lables der E U oder von namhaften selbsternannten NGO-Gütesiegel-Beschützer.

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Das Problem für kleine Qualitätshersteller ist, dass diese angeblichen Qualitätslabels für industrielle Produzenten die große standardisierte Stückzahlen herstellen – wo also tonnenweise braune Zuckerfett-Massen aus Fließbändern kommen, die an sich nicht hochwertig sind und hart ausbeuterisch, von der Plantage bis zum Sortimenter im Discount, entstehen.

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Ein Hochpreis-Marke wie PIERRE MARCOLINI, hier, hat kein Fair-Trade-Label, weil hier die Spielräume in Gewinnmargen umgesetzt werden, ohne dass die Kakaobauern, Handel und Transport oder die Qualität selbst, maximiert entgolten wären.

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FAZIT der BEWERTUNG: CARRÉ CHOCOLAT Enivré Criollo primitif 78% de cacao TABLETTE VENEZUELA PIERRE MARCOLINI erhält hier FÜNF von SECHS Bewertungspunkten – Bernardinis Sechs von Sechs wird nicht bestätigt – MARCOLINIS Selbstsignatur „HAUTE CHOCOLATERIE“ ist hier auf den Hochpreis schon zutreffend. Bessere Information, Nährwerttabelle, Bio und Fair Trade sind wünschenswert – Lecithin-Emulgator wird bemängelt.

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Schoki-Test mit CARRÉ CHOCOLAT Tendre CHOCOLAT AU LAIT 45% Cacao PIERRE MARCOLINI

Januar 7, 2019

Lichtgeschwindigkeit 8823

am Montag, den 7. Januar 2019

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Dietmar Moews meint:

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„Sankt Ziegenzack springt aus dem Ei

Rumsdibums das Gigerltum.

Vergißmeinnicht rollt um den Stuhl.

Glocke schlägt nur Eins und Zwei

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Abgrund öffnet sich mit Macht.

Stern rollt an den schönen Mund.

Hase hängt betaut am Berg.

In dem Stein ist schwarze Nacht.

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Sankt Fassanbaß springt aus dem Ei.

Rumsdibums die Liegenschaft.

Vergißmeinnicht rollt um den Stuhl.

Glocke schlägt nur Eins und Zwei.“

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(Hans Arp 1886-1966; „Sankt Ziegenzack Sankt Fassanbaß“ 1924)

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Ich probierte eine belgische CARRÉ CHOCOLAT Tendre CHOCOLAT AU LAIT 45% Cacao PIERRE MARCOLINI 63 Gramm Milchschokolade, hergestellt von einem industriellen belgischen Hersteller bzw. Vertreiber, Pierre Marcolini Group sa rue du Bassin Collecteur 4 B-1130 Bruxelles.

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www.marcolini.com

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Kurz vorab: Diese Schokolade von Pierre Marcolini ist viel zu teuer und bei nicht sehr hoher Qualität die bislang kostspieligste überhaupt, die hier für die LICHTGESCHWINDIGKEIT von Dietmar Moews getestet wurde: 7 EURO für 63 Gramm. Sie ist angeblich „BEAN to BAR“ hergestellt, aber qualitativ nicht kostbar. Sie duftet gut beim Öffnen der Packung und ist als 45% kakaohaltige Milchschokolade eine toll aufgemachte aber mittelmäßige Mischung. Das besondere ist hier das äußere Design der Verpackung:

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Eine Quadratpappschachtel zum Wiederverschließen mittels der einfachen und gut funktionierenden Steckschließe. Die Schachtel ist vollflächig in weißer Farbe, hat auf der Verpackungsvorderseite eine schmale schwarze Trauer-Umrandung mit einem orangefarbenen Schatten, sowie mit feiner schwarzer Titelschrift, außerdem gold abgesetzte Markenzeichen, die auch die Oberseiten der diagonal angeordneten Bruchkanten-Teilung der Schokolade – ein Diagonalstrich, links oben „I“ und „P“ unten rechts „M“ und „I“, zieren.

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Die Schokolade selbst liegt innen in einer banalen, schwer zu öffnenden Zellufan-Hülle mit Patent-Wiederschließklebefalz. Man hat ein 63 Gramm-Gebinde in der Quadrat-Gussform. Es ist quasi optimal kakaoige „klassische Vollmilch-Schokolade“, aus Kakaomasse, erheblich hohen Zuckeranteil, Kakaobutter, Sahne-Milchpuver, Laktose, natürliche Vanille, als Emulgator Soja-Lecithin ohne Genmanipulation – Salz.

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Herkunft und das Anbauland werden nicht angegeben, was eine Bean-to-Bar-Herstellung fraglich macht. Die Conchier- oder Rührzeiten, Rösttemperatur und Röstdauer sind nicht bekannt. Die Nährwertangaben noch Kalorien sind außen auf der einfachen, leicht wiederzuschließenden Pappschachtel nicht zu finden.

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Das Haltbarkeitsdatum mit Qualitätsgarantie lautet auf 11.2020, aufgedruckt auf einem billigen Selbstkleber. Die Tafel ließ sich gut, fast wie Nougat oder „Eismoritz“, brechen, knackte bei Zimmertemperatur kaum, roch intensiv und war ansprechend frisch.

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Der Kaufpreis im MARCOLINI-Laden in PARIS betrug 7 EURO für 63 Gramm. Das ist ein Hochpreis und wirklich viel zu teuer. Die 63 gr. Tafelpackung enthält die etwa 5 mm starke, mittelbraune Tafel mit drei mal drei kleinrechteckigem diagonal angeordneten Bruchkanten-Relief oben. Die Unterseite ist ungemustert.

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Die Marke wurde 1995 in Brüssel gegründet. Pierre Marcolini wurde 1964 in Charleroi in Belgien geboren, est un homme inspiré: par sa famille, ses origines italiennes. Dès l’âge de 14 ans, il a su qu’il voulait être chocolatier. Son éducation lui a donné une grande soif d’apprendre et l’envie de se battre pour réaliser ses plus grands rêves. En 1983, à la fin de ses études, il devient chef pâtissier et travaille au côté des plus grands professionnels en Belgique. Marcolini hat mit seinem Filialsystem die ganze Welt erobert, von Japan, Knokke, London, New York, Kuweit City, Paris, Nagoya. Inzwischen macht er auch Kuchen und Desserts.

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EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese 45% Milchschokolade aus Belgien auch nicht zur Probe – sie ist mittelmäßig aber unmäßig teuer. Sie ist nicht besonders fein, nicht dezent gezuckert (wie gesagt, erinnert an Eismoritz). Die Emulgator-Soya-Lecithin-Beimischung macht eine eher unangenehme schleimige Schmelzeigenschaft einen anschließenden leichten Schleim, auf den der Tester gerne verzichtet hätte. SOYA-Lecithin als Emulgator sollte als Design-Unart ohnehin vermieden sein.

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Der Schokoladentester Georg Bernardini erwähnt PIERRE MARCOLINI in seinem SCHOKOLADE – DAS STANDARDWERK mit superlativer Bewertung von SECHS von SECHS „KAKAOBOHNEN, für alle dunklen Schokoladen. Diese hier hebt Bernardini nicht lobend hervor.

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Ich möchte noch anmerken, wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden.

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Hier fehlen den Produkten die prominenten Lables der E U oder von namhaften selbsternannten NGO-Gütesiegel-Beschützern.

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Das Problem für kleine Qualitätshersteller ist, dass diese angeblichen Qualitätslabels für industrielle Produzenten die große standardisierte Stückzahlen herstellen, möglich sind  – wo also tonnenweise braune Zuckerfett-Massen aus Fließbändern kommen, die an sich nicht hochwertig sind und hart ausbeuterisch, von der Plantage bis zum Sortimenter im Discount, entstehen. Im angängigen Testmuster hat man beides nicht – nicht die Bean-to-Bar-Hausmacherqualität, sondern die industrielle, jedoch nicht die für die Industrie zu verlangenden Qualitätslabels. Das ganze Tendre ist ein Design-Gespenst.

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Eine Hochpreis-Marke wie PIERRE MARCOLINI, hier, hat kein Fair-Trade-Label. Hier werden die Spielräume in Gewinnmargen umgesetzt, ohne dass die Kakaobauern, Handel und Transport oder die Qualität selbst, maximiert entgolten wären.

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FAZIT der BEWERTUNG: CARRÉ CHOCOLAT Tendre CHOCOLAT AU LAIT 45% Cacao PIERRE MARCOLINI erhält hier DREI von SECHS Bewertungspunkten – Bernardinis Sechs von Sechs wird keinesfalls bestätigt – MARCOLINIS Selbstsignatur „HAUTE CHOCOLATERIE“ ist hier auf den Hochpreis schon zutreffend. Bessere Information, Nährwerttabelle, Bio und Fair Trade sind wünschenswert.

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Frohe Weihnachten mit Arno Schmidt und Krakatau-Katastrophe

Dezember 25, 2018

Lichtgeschwindigkeit 8788

am Mittwoch, an Weihnachten, den 26. Dezember 2018

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Tsunami in Indonesien – viele Todesopfer – heute 430, aber bis zu 1500 Menschen werden vermisst. Wir feiern in Deutschland traditionell Weihnachten, während gleichzeitig die minütliche Gießkanne der neuesten Weltnachrichten über uns ausgeschüttet wird. Der Papst Franz leistete verlässlich den Weihnachtsdienst: Urbi et Orbi – er ist bei fester Stimme, geduldig auf wackeligen Beinen.

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Der erneute Tsunami in Indonesien, ausgelöst durch einen Vulkanausbruch, hat die arglosen Menschen tödlich überrascht – unzureichende Besetzung der zuständigen Behörde und politische Druckverhältnisse vor Ort hätten die Katastrophe begünstigt.

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DLF lässt Peter Sawicki am 25. Dezember 2018 übers Radio sagen:

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„…Am Tag genau vor 14 Jahren blickte die Welt mit Entsetzen unter anderem nach Südostasien: Ein mächtiger Tsunami fegte damals über den Indischen Ozean, eine Viertel Million Menschen wurde getötet, und erst die Hälfte davon in Indonesien alleine. Und das Land wurde jetzt wieder von einem Tsunami erfasst, wieder sind Menschen ums Leben gekommen – zwar nicht in diesem Ausmaß wie 2004, aber die Anfälligkeit des Inselstaats für diese schweren Ereignisse wurde erneut offengelegt….“

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Thematische Anknüpfung – so heißt die rhetorische Technik – in kürzester Zeit durch Anknüpfungs-Stichworte für den Zuhörer aus einer Neuigkeit, über die Anknüpfung an bereits Erlebtes, Beteiligung herzustellen.

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Wir wissen – TSUNAMI! – da sind Erdbeben unter dem Ozean möglich, die eine Energieexplosion erzeugen können, die an der Meeresoberfläche zu einer flutenden Welle in alle Himmelsrichtungen werden kann.

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TEPKO – die vier SUPERGAUS von FUKUSHIMA – als die ungesicherten und ungekühlten japanischen ATOMKRAFTWERKE hochgingen – und seitdem die ganze Welt vergiften – war von einem Unterwassererdbeben zu einem Seebeben geworden: TSUNAMI.

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Inzwischen gibt es sehr feinnervige Erdbeben-Vorwarn-Alarmanlagen, die den bedrohten Menschen zumindest etwas Zeit einräumen, vor einer Riesenwelle zu fliehen.

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Dietmar Moews meint: Aktuell in Indonesien entstand der TSUNAMI, der allemal erwartbar war – nicht primär durch „Erdbeben“ unter Wasser, sondern durch einen immensen Vulkanausbruch des berüchtigen Vulkans KRAKATAU: Krakatau hatte Überdruck angesammelt, bis Alles in die Höhe flog, ins Meer stürzte und die Welle auslöste, die dann das indonesische Inselland und seine Menschen traf. Aktuell sprudelt KRAKATAU locker weiter mit heißen Gesteinsmassen in das Meer – und man weiß nicht, ob diese Gewichtsverteilung am Meeresgrund Brüche auslösen wird, wodurch weitere TSUNAMIS entstehen können.

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Ich stelle im Folgenden eine meisterliche REALNOVELLE von ARNO SCHMIDT vor „KRAKATAU“, die er etwa 1958 verfasste. Arno Schmidt schreibt den Berichtsfaden und die eigene Texttechnik derart dicht, dass es keine sinnvollen Kürzungen geben kann.

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Es gab also bereits eine KRAKATAU-Katastrophe, die auf der ganzen Welt (nicht nur durch Massenmedien) wahrgenommen wurde. Das war im Jahr 1883. Davon schreibt ARNO SCHMIDT. Ich zerlege KRAKATAU deshalb der Kürzung halber und empfehle ARNO SCHMIDT selbst zu lesen:

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„… Nunmehr, fast genau 100 Jahre später, erinnerte man sich, dass damals, zwischen Ende Mai 1783 und dem 18. Juni, der Vulkan Skaptar Jökull auf Island in einer Kette maßloser Explosionen in die Luft geflogen war, worauf sich – … 75 Jahre sind es jetzt her (Anm. DM 1958), dass dort, fern unterm Äquator, der Berg zerbarst; Wasser und Winde um die Erde pendelten; Schiffe mühsam durch Bimsteinfelder pflügten; und der Schall bis zu den Antipoden reiste.

Dass 50 Tausende starben; während die Magnetnadeln verzückt tanzten, und die Gestirne erröteten und ergrünten – ein Tag, wohl wert, dass die Menschheit seiner gedenke: des 27. August 1883 – und des donnernden Namens: KRAKATAU!!

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Und es steht bei ARNO SCHMIDT, mehr am Beginn dieser KRAKATAU-Novelle:

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„…Atmet auf. Atmet auf —: bis um 5 Uhr 30 des 27. August es über die Wasser her rollt, mit einer bisher unvernommenen Lautstärke; sich wiederholt um 6 Uhr 44; – betäubt, mit aufnahmeunfähigem Trommelfell, stehen die wetterharten Seeleute …. Um 10 Uhr 2 Minuten Ortszeit weckt sie – die schon nicht mehr hören zu können vermeinten – ein Schall, einzigartig in der Geschichte unseres Planeten, als bräche das Firmament zusammen ! .. der sich 50 Minuten später noch einmal, jedoch wesentlich schwächer, wiederholt. –

Um 10 Uhr 2 Minute also, am 27. August 1883, erfolgte jenes Ereignis, jene Katastrofe größten Ausmaßen, von der die von Menschen niedergeschriebene Geschichte weiß – das einzige bisher bekannte, globale Geschehnis, das der gesamte Erdball verspürte. – Immer noch das größte; trotz aller unserer Atombombenversuche.

Was war geschehen? –

Längst hatte man gewusst, dass sich, über Java als Zentrum hinweg, ein großer sogenannter „Grabenbruch der Erdrinde“ hinziehe,

Auf der Insel Java kennt man 49 Vulkane, darunter diverse „Viertausender“ : mehr als die Hälfte davon hat man in der relativ kurzen Zeit der europäischen Ansiedlung – was sind im Geologischen schon 300 Jahre – in Ausbrüchen beobachtet; ein Teil davon befindet sich in ständiger Tätigkeit. heiße Quellen, Schlamm- und Dampf-Ausbrüche überall; Erdbeben sind nichts weniger als selten, und diese Kette von tätigen Vulkanen setzt sich fort, nach Westen über Sumatra; nach Osten bis Flores und Timor.

Und senkrecht zu dieser Ost-West-Linie unterirdischer Tätigkeit verläuft von Nord nach Süd eine zweite tiefe Spalte, längs deren sich die unterirdischen Kräfte manifestieren – beide kreuzen sich inmitten der flachen, selten über 200 Meter tiefen, Sunda-Straße in einem Punkt

KRAKATAU !!! —- Und es war praktisch das erstemal, dass der wohlklingende Namen … (wie kostend): „KRAKATAU“ … der Menschheit geläufigt wurde. …

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Bis eben zu jener Mammutexplosion vom Morgen des 27. August 1883! – Da muss, geologisch betrachtet, folgendes geschehen sein : –

Die Ausbrüche vom Nachmittag des 26. waren von heftigen Lavaflüssen begleitet gewesen. Und, im Gegensatz zu den meisten sonst bekannten Vulkanen, lag Krakatau ziemlich niedrig; wurde also unschwer von Seewasser überflutet.

Das heißt : die Lava, die ohnehin dazu tendiert, sich leicht oberflächlich abzukühlen – während im Innern die Rotglut noch lange erhalten bleibt – war durch den Einbruch des Meeres oberflächlich erstarrt: und hatte über dem Riesenschlot des Krakatau eine Art Propfen gebildet : daher die Pause im Ausbruch während des größten Teils der Nacht.

Inzwischen aber hatte die Spannung der inneren Dämpfe stetig zugenommen; bis sie, in den Vormittagsstunden stetig zugenommen; bis sie, in den Vormittagsstunden des 27., so stark geworden war, besagten Pfropfen zu lüften; erst anzuheben – und endlich, in einer letzten überdimensionalen Kraftanstrengung abzuschleudern.

Das eben war der letzte, der entscheidende, Stoß von 10 Uhr 2 Minuten des 27. August 1883. Er, der alle die globalen Folgen verursachtem von denen im Folgenden die Rede sein wird.

(wie nachdenkend): 10 Uhr Ortszeit Krakatau ? : da ist es in Europa, um sagen wir, Mitteleuropäische Zeit, rund 2 Uhr Morgens; also noch tiefe Nacht liegt über Berlin, Paris, London.

Aber durch die Sunda-Straße rennt bereits die riesige Wasserwand ! –

In Merak, 50 Kilometer entfernt, war sie höher, als die Bauten unserer westlichen Großstädte : 45 Meter hoch überrannte sie Strand und Ortschaften; bis 30 Meter Höhe wurden die Ufer rasiert : 36 380 Menschen ertranken; sämtliche Städte und Orte längs der angrenzenden Küsten, bis tief nach Nordaustralien hinein, wurden zerstört; die Leuchttürme weggeschwemmt – wochenlang danach noch war die Sunda-Straße, schon aus Mangel an Orientierungsmöglichkeiten, unpassierbar.

In Batavia, 250 km entfernt, erlosch am hellen Mittag die Sonne, und Lampen mußten angezündet werden. Fenster und Türen barsten; die Mauern bekamen Risse; sämtliche Gas- und Wasserleitungen setzten aus. In Buitenzorg sprang ein ganzer Gasometer aus seinem Stahlgehäuse!

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Auf Ceylon, 3000 Kilometer entfernt, begann das Wasser im Hafen zu schäumen; Boote und Schiffe wurden an den Strand geworfen; der Hafenintendant verfasste einen entsetzten Bericht.

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In Rodriguez, 4500 km entfernt heißt es : „Hauptwachtmeister Wallis beobachtete am 27. August um 13 uhr 30 im Hafenbecken eine höchst merkwürdige Erscheinung : die See sah aus, als kochte sie heftig auf; und die im Wasser befindlichen Boote kreiselten in allen denkbaren Richtungen. An sich war Ebbezeit, aber unversehens stieg das Wasser um 2 Meter; und floß mit einer Geschwindigkeit von gut 20 Km in der Stunde – ich habe es dergestalt nur über Mühlenwehre hinschießen sehen ! Gleich drauf sank der Wasserspiegel um den gleichen Betrag; und alle Riffe erschienen in einem Maße, wie ich mich nicht erinnern kann, es je während meiner zwanzigjährigen Dienstzeit wahrgenommen zu haben !“

Aus port Elizabeth in Südafrika – also auf der anderen Seite des Indischen Ozeans ! – berichtet der Kapitän eines der großen Postdampfer, die dort vor Anker lagen : „Mein Schiff, die HAWARDEN CASTLE, lag in der Algoa Bay. gegen 8 Uhr 30, am 27. August, bemerkte ich, dass sich plötzlich die Ankerkette bis zum Reißen spannte, so dass ich sofort in aller Eile einen zweiten Anker auswerfen ließ. Der Pegel zeigte eine Schwankung, von mehr als 4 Fuß; und sie wiederholte sich viermal.“

Das war die große Flutwelle des Krakatau, die spürbar wurde, bis nach Europa hon, und den Pegeln des Ärmelkanals.

Zuvor jedoch noch war der Schall um den Erdball gereist ! – In SIngapore“ war keinerlei telefonische Verständigung mehr möglich; sobald man den Hörer abhob, vernahm man ein Brausen, wie von einem Wasserfall, wenn man aus Leibeskräften schrie, hörte man zwar, dass jemand am anderen Ende sprach, verstand jedoch kein Wort. … Staub fiel allerorten vom Himmel – unverkennbar vom Krakatau … die größte Entfernung, bis zu welcher die Aschen- und Bimsteinschauer reichten, betrug 6000 Kilometer in Richtung West-Nord-West … Zur gleichen Zeit ging, vom Krakatau als Zentrum aus, eine Luftdruckwelle um den Erdball : mit einer Geschwindigkeit von 1200 Kilometeren pro Stunde schnellten allerorten die Barometer hoch um 63 Millimeter; und fielen Herzkranke um; bis zu den Antipoden … Aber das war Alles nichts, gegen das, was folgte. – Nie noch hatte auf der Erdoberfläche eine auch nur annährend ähnlich starke Explosion stattgefunden; nie noch waren Staub- und Aschenteilchen in gleiche Höhe getragen worden : 700 km weit hatte man die Rauchsäule wahrgenommen “ Und der Himmel selbst entzündete sich; verfinsterte sich ; erzeugte Farben wie sie nie zuvor ein Menschenauge gesehen hatte ! …“

 

„…

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