Pope Francis als weltlicher Vordenker im Sozial-Strafrecht

Mai 10, 2019

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am Sonnabend, den 11. Mai 2019

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Der argentinische Papst, Franz, Francis, Franziskus, Francisco, Francesco – Jorge Mario Bergoglio, wird in unseren Tagen (inzwischen seit sechs Jahren Papst) mit dümmlichen Wünschen überhäuft, um dann enttäuscht beschimpft und abgewertet wird.

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Papst Franziskus (wie einzig die deutsche Medien diesen Franz Lateinisch nennen) hatte zum Kindersex/ Gewaltthema einen sogenannten Motu-Proprio-Erlass herausgeben lassen, mit dem lateinischen Titel „Vos estis lux mundi“. Damit das jetzt mal klar sei!

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Nun gut – SYMBOLPOLITIK wo man hinsieht. Papst Franz hat das weltweit reichende Strafrecht „Gewaltverbot gegen Kinder“ in die Sonderrechtshoheit

seiner vatikanischen Kirche und deren Sozial-Spiele geholt – und dabei sogar das weithin gültige Bürgerliche Strafrecht links liegen gelassen.

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Immerhin figuriert der Papst im Vatikan als „Stellvertreter Gottes“. –

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Wie weit Gott Schöpfergott ist, aber auch ins tägliche Weltgeschehen ubiquitär durch die Natur und die Menschen gestalterisch eingreift – gehört zum weiten Feld des Glaubens und auch der Religiosität von Menschen.

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Der sexuelle Aspekt der katholischen Männerkirche und die inzwischen auch forensisch aufgegabelte Päderastie wird einerseits zum publizistischen Altershobby von schwulen Katholiken („wie sehr ich heute noch leide“), gelangt aber über die kulturindustrielle Aufregung hinweg über den heute gutgängigen Reizartikel „Kinderpornografie“ und „sexuelle Missbräuche von abhängigen Kindern“, bis hin zu ordnungsstaatliche Duldung und Vertuschung anhängiger Fälle des Kindsmissbrauchs (vgl. Lüdge), auch in den Verantwortungsbereich des katholischen Papstes in Rom gestellt.

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Und ACHTUNG: In der kulturindustriellen Verbreitung nur, so lange die Quote stimmt. Wer sich mit Schweinerei beschäftigt, die keiner sehen will, wird das Thema ganz „schnell wie eine heiße Kartoffel fallenlassen“.

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Dabei werden alle möglichen Modernisierungs- und Reformforderungen, die hauptsächlich mit dem Mitgliederschwund und der zunehmenden Gottes- und Gottgläubigkeits-Ferne begründet werden, immer auch als Kritik an dem jeweiligen Papst zugespitzt.

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Dass wir mit der katholischen Amts- und Laien-Personnage immer mit einem äußerst reaktionären („das war schon immer so“), auf Traditionen und Stilkonservativismus sich berufenden Menschenkreis und Kollektivorientierung zu tun haben, ist bekannt. Dass ein führungswilliger Papst da durchgreifen könnte, ist ein Autoritätskonzept ohne jede empirische Kraft – er kann es nicht. Ein moderner Papst kann es weniger, als es früher möglich war, Kriminelle zu beseitigen; denn heute sind selbst der Vatikan und die Kurie im Mediengeschäft und lancieren Teiltransparenzen.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung titelt heute, Freitag, 10. Mai 2019 mit Daniel Deckers:

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„Worte und Taten

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… mit dem Mann „vom Ende der Welt“ viele, wenn nicht überschießende Erwartungen – Erwartungen, die er selbst genährt und in die Hoffnung auf eine durchgreifende Reform der vatikanischen Kurie begierig aufgesogen worden waren.

 

Längst ist die anfängliche Hochstimmung in Ernüchterung umgeschlagen. Denn mit guten (oder bösen) Worten allein lässt sich einer Kirche nicht beikommen … der persönliche Umgang des Papstes mit sexueller Gewalt im Raum der Kirche war immer voller Zweideutigkeiten. Empathie gegenüber Opfern ging mit Barmherzigkeit gegenüber Tätern einher, grenzenloses Vertrauen in Vertuscher im Kardinalsrang …

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Dass sich an dieser „(UN)Kultur der Straflosigkeit“ bald etwas ändern wird, ist nicht zu erwarten … eine Wahrheits- und Versöhnungskommission oder eine Verwaltungsgerichtsbarkeit, scheuen sie, wie der Teufel das Weihwasser. Sie werden wissen warum“.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung titelt am 10. Mai 2019:

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„Papst ordnet Meldepflicht für Missbrauchsfälle an – Weiterhin keine Pflicht zur Weitergabe an staatliche Behörden / Verfügung gilt von Juni an.

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… Die Anzeigenpflicht umfasst neben dem Missbrauch von Minderjährigen auch jenen von Nonnen und Ordensfrauen sowie von abhängigen volljährigen Priesetramtskandidaten und Ordensnovizen und schließlich jede Form von Kinderpornographie. Während das Schreiben einerseits die Unschuldsvermutung für alle Beschuldigten bekräftigt … dass es beim Prinzip der Selbstüberwachung der Kirche bleibe. … der Erlaß ist ein Ausfluß des gloalen Treffens im Vatikan vom Februar zum Schutz von Minderjährigen in der Kirche und gilt als weiterer Versuch, dem massiven Vertrauensverlust angesichts des jahrzehntelangen Missbrauchs entgegenzuwirken.“

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Dietmar Moews meint: Diese Kirche, wie viele andere religiöse Agenturen und Kollektivgebilde, ist nicht von Gott, sondern von Menschen aufgebaut und tradiert. Menschen hatten das Recht dazu und haben es auch heute noch.

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Es ist allerdings eine Vorentscheidung der staatlichen Entscheidungsebene, wie in Deutschland, der Kirche einen eigenen Rechtsraum zu überlassen, wo tatsächlich die allgemeinen Menschenrechte, die Sozialgesetze usw. durch apodiktische Kirchenwillkür ausgesetzt sind. Unser Staat gibt der Kirche das Recht zum eigenen Kirchenrecht.

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Und dann haben wir nicht jahrzehntelangen Missbrauch, sondern seit mindestens 15 Jahrhunderten, als erste Päpste erste Kurien und erste Machtklicken entstanden – seitdem gibt es „den Schrankdienst im Namen des Herrn“.

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Ich möchte hier darauf hinaus, dass vor den öffentlichen Augen zwei übergeordnete Blicke, zwei Prinzipien, zwei entgegengesetzte Leitbilder gibt, die zunächst mal überprüft werden sollten, wenn man fordert, dass, was als Missbrauch gekennzeichnet ist, aufhören soll, gestoppt wird, Missbrauch sozial unmodern gemacht werden soll.

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EINS Man setzt eine Regel, man setzt den Regelbruch unter schwere Strafe, bis zur Entkommunizierung. Die Päpstliche Autorität beaufsichtigt durchgreifend, wie jeder politische Despot es tut, um Folgschaft, Respekt bzw. Angst zu verbreiten.

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ZWEI Man mahnt endlos ab und sorgt für sozio-kulturelle klare Trennung zwischen Kirchenwelt und Säkular-Zivilität. Da wird das Gute gepredigt und mit den Sündern wird gebetet.

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Die Linie EINS wäre eine Probe wert, weil es nicht sicher ist, dass ein durchgreifender Papst lange leben würde – weil er beseitigt würde. EINS ist aber nur wie das Verbot von Mord: Es gibt Mörder, Mordversuche, Totschläger usw. trotzdem Mord verboten ist und unter schweren Strafen steht. Selbst die harte Nummer, wie unter Hitler, hatte zwar sehr effiziente Führungskraft, war jedoch keinesfalls lückenlos, gegen Dissidenten, gegen Terroristen, gegen nichtunterwerfbare Intelligenz.

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Die Linie ZWEI weiß, dass es darum geht, Missbrauch und Unrecht zu bessern, zu verringern, möglichst abzuschaffen. Damit wird diese Täter-Opfer-Fixierung auf eine gesamtsozio-kulturelle Ebene gehoben: Alle wissen was. Alle sollen darüber sprechen. Alle sollen ihr Lieblings-Hobby, den Sex, in erlaubte Bereiche umlagern. Weil früher keiner geredet hat, waren Praktiken üblich geworden, an denen das Schweigen – bei vielen angeblich Betroffenen jahrzehntelanges Schweigen – mitursächlich ist.

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Denn, was soll der Quatsch? – angeblich viele Jahre beim Schrankdienst mitgemacht, anschließend nicht angezeigt, aber nach dreißig Jahren plötzlich mit selischen Glaubensfragen im Kirchensex den Papst involvieren (der ja anscheinend seine eigene Vergangenheit hat).

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Mit Linie ZWEI kann kein Missbrauch revidiert werden. Bei ZWEI wird auch kein Rachegefühl von „Opfern“ versüßt – da hätten sie sofort kommen müssen, nicht erst nach dreißig Jahren. Aber auf Linie ZWEI veranlasst der Papst von Oben, was ihm möglich ist – nämlich nur, was seine Kardinäle mitzumachen bereit sind.

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Immerhin gelobt Papst Franz Besserung in den üblichen Missbräuchen. Seine „Meldepflicht“ wird beaufsichtigt werden müssen, gemeldete Fälle müssen durchgreifend in berufliche Entscheidungen einwirken; es reicht nicht, einen Kinderficker einfach zu versetzen, wie es bislang gebräuchlich war.

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Jedenfalls kann ein heutiger Papst von Oben nicht beginnen die dreckige Wäsche zu waschen – angefangen bei den Brüdern Ratzinger, zu Bergoglio selbst und den weiteren Insidern – was weiß denn Hans Küng? was weiß denn Hans Mayer?

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Alsdann sollte aber der Papst mal dafür anregen, dass Erwerbskatholiken die wegen sexistischer Nichtbesserung aus dem Kirchendienst entlassen werden, vom kirchlichen Dienstherrn einem rechtsstaatlichen Verfahren anheim gestellt werden (zivile Meldepflicht). Dann weiß man schon noch früh genug, wo der Hammer hängt.

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Ich finde den Vatikan-Korrespondenten der FAZ, Daniel Deckers wie meist, gut informiert, aber ohne relevante Denkweise. Daniel Deckers Leitartikel sind redundant und arschkriecherisch. Das muss kein Papst und kein Normal-Katholik lesen.

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Papst Franz menschelt mit Sexualpraktiken der Erwerbskatholiken

Februar 22, 2019

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am Sonnabend, den 23. Februar 2019

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Die Anti-Missbrauchskonferenz der katholischen Kirche in Rom endet am 24. Februar.

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Vergewaltigung im gewerbsmäßigen Christenpersonal – katholisch, lutherisch – ist mal wieder ein skandalierender Verwirrungsstoff der Träume. Skandal und gleichzeitig Ablenkung von lebenswichtigen politischen Geschehnisse, Gedankenlosigkeit wird auf den Titelseiten und Hauptnachrichten belohnt und als anständig hingestellt.

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Das SEX-Thema der Geschundenen in unserer Gesellschaft und das SEX-Thema, dass die römisch-katholischen Päpste offenbar als „Running-Gag“ treiben lassen, kann nur noch Kopfschütteln und öffentliche Ächtung dieses Moralunternehmens hervorrufen:

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EINS: So fern SEX-Straftaten durch Berufschristen in die Reichweite von staatlichem Strafrecht gehören, kümmern sich STAATSANWÄLTE darum.

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Bürger müssen dann gerichtliche Entscheidungen hinnehmen und haben das Recht über gerichtliche Urteile zu diskutieren und zu publizieren.

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ZWEI: Sofern die aktuelle Skandalmühle über SEX der Berufskatholiken nicht rechtsstaatlich-öffentlich, sondern informell und in Graubereichen des internen christlichen Sozialwesens nur gerüchteweise aufgebracht wird, ist es nicht forensisch relevant, sofern keine Opfer und Kläger mit Argumenten auftreten.

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DREI: In der Art, wie derzeit sogar weltbekannte katholische Kardinäle, als Beklage von SEX-Übergriffen innerhalb katholischer Organisation, auftreten, und der Papst Franz öffentliche Stellungnahmen zu SEX-Übergriffen und missbillige Regelverletzungen abmahnt, muss auch dieser Papst Franz als Trickser und dilatorischer Lügner angesprochen werden. Dieser Papst ist studierter Jesuit, also zu intelligentem analytischem Denken fähig. So fern im Sinne römisch-katholischer Sittlichkeit SEX-Verhalten als soziale Gewalt unter Abhängigen angängig war, aber rechtsstaatliche Staatsanwaltsreichweiten unterschritten werden, sind immerhin die Katholiken und für die vatikanische Kurie der aktuelle Papst „verantwortlich“.

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Folglich muss der Papst klare Ansagen für übliches Verhalten des professionellen Katholikenpersonals setzen. Aber dazu gehört, dass solche Lebensregeln nicht dogmatisch, sondern pragmatisch sozial kontrolliert und gesteuert werden können und Zuständigkeiten damit beauftragt werden:

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Wie darf es sein?

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Was ist Missbrauch?

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Was ist im Kirchenamt verboten?

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Täter müssen aus der Kirche und aus dem Kirchendienst unweigerlich entlassen werden.

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Dazu gehört die soziale Verpflichtung für die jeweils untere Leitungsebene, sich Klagen von Opfern zu stellen, alle Mitglieder nebst Opfer und Täter in eine offene Debatte zu bringen und schließlich sexuelle Übergriffe erwiesen zu ermitteln und durch Rausschmiss zu sanktionieren, oder Beschuldigte frei zu sprechen.

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Dietmar Moews meint: Es ist auch für Berufschristen, auch wenn Kirchen teils von der Reichweite der rechtsstaatlichen Rechtspflege freistehen und stattdessen „Kirchenrecht“ für sie gilt, als allgemeine Sozialnorm einsehbar, dass man nur Rechtsverfahren durchführen kann, wenn Tatbeweise, Täter, Opfer und Konkludenz, für ein neutral-objektives Gericht ausreichen, einen solchen Wertkonflikt zu beurteilen.

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Sofern Papst und Kurie es als eigene rechtliche Angelegenheit ansehen, dass SEX-Übergriffe, die als erwiesen anzusehen sind, einer christlichen Behandlung auszusetzen wären, muss das eben geschehen.

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Warum erklärt dieser BERGOGLIO-Papst, der sich FRANZ nennt, nicht, dass Täter entlassen werden?

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Vorauszugehen hat, dass Opfer mit ihren Klagen in ihrer Gruppe rauskommen müssen, die Verantwortlichen informieren müssen und sich dann einer Debatte stellen, die auf Entlastung oder Entlassung hinauszulaufen haben. Versetzung oder Vertuschung darf es nicht gegeben.

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Wenn Onanieren vom Papst als Körperpflege empfohlen wird, so soll er das sagen. Wenn Gruppenonanieren und Gemeinschaftsduschen – bei Licht oder im Dunkeln – zugelassen sind, so soll der Papst es ausdrücklich erklären. Ob Oral-, Anal- oder sonstige Sublimtechniken des Samensergusses empfohlen werden, muss der „Schrankdienst“ eben so geregelt sein oder – eben – verboten werden und durch Rausschwiss verhindert werden.

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Wer Gift ins Essen mischt, darf nicht in der Küche arbeiten.

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Papst Franziskus vertuscht die Kinderficker im Vatikan

Januar 25, 2017
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Vom Mittwoch, 25. Januar 2017

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Erfahrungsgemäß ist ein ganzseitiger Textbericht in der Neuen Zürcher Zeitung, der skandalöses anrüchiges und anrührendes Übel darstellt zunächst so ernsthaft, dass man sich das näher anschaut – durchließt, hinterfragt.

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NZZ, 21. Januar 2017, Seite 5

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Neue Zürcher Zeitung am Samstag, 21. Januar 2017, Seite 5, INTERNATIONAL lässt ANDREA SPALINGER, ROM schreiben:

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Der Vatikan vertuscht weiter. Der sexuelle Missbrauch von Kindern durch Priester ist auch unter Franziskus weit verbreitet.“

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Kein Papst hat Pädophilie so wortgewaltig verurteilt wie Franziskus. Doch in der Praxis schützt die katholische Kirche auch unter ihm die Täter in den eigenen Reihen noch immer.

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Emiliano Fittipaldi ist nicht der Typ von Journalist, der sich einschüchtern lässt. Die Publikation seines Buches über Korruption und Geldverschwendung in der katholischen Kirche hatte dem 42-jährigen Neapolitaner einen Prozess im Vatikan wegen Veröffentlichung geheimer Dokumente beschert. Nach Monaten wurde er im Juli schließlich freigesprochen. Zu dem Zeitpunkt arbeitete der Enthüllungsjournalist bereits an einem neuen, nicht weniger brisanten Buch über sexuellen Missbrauch durch Geistliche und das Versagen der Kirche, dagegen vorzugehen. Am Donnerstag ist das Buch mit dem Titel „Lussuria“ („Wollust“) erschienen.

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keine Whistleblowers und geheime Dokumente, sondern öffentlich zugängliche Gerichtsakten. Briefe aus Kirchgemeinden und lokale Medienberichte. Daraus zeichnet der Journalist vor allem ein ziemlich düsteres Bild über die Lage in Italien. In den vergangenen zehn Jahren wurden hier 200 Priester wegen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen angezeigt und verurteilt. „Die bekanntgewordenen Fälle sind jedoch nur die Spitze des Eisberges“, betont Fittipaldi in einem Gespräch mit der NZZ … Kinder im Beichtstuhl missbrauchte und 2016 in erster Instanz zu fast fünf Jahren Haft verurteilt wurde. Papst Fanziskus und die zuständige Glaubenskongregation verweigerten in dem Fall die Zusammenarbeit mit den Justízbehörden, sie hielten interne Dokumente unter Verschluss …

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Papst Franziskus hat die Plage des Kindsmissbrauchs mit deutlichen Worten verurteilt und eine Null-Toleranz-Politik gegen Pädophilen angekündigt. Er hat unter anderem eine Kommission eingesetzt, die Vorschläge zum Schutz von Kindern ausarbeiten soll, und die Schaffung eines Tribunals versprochen, das Geistliche im Fall von Vertuschung zu Rechenschaft ziehen soll.

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Leider waren dies reine Lippenbekenntnisse“, kritisiert Fittipaldi. „In der Praxis hat sich die Lage unter Franziskus kein bisschen verbessert.“ Die eingesetzte Spezialkommission habe in vier Jahren ganze dreimal getagt, und das Sondergericht gebe es noch gar nicht. Laut Experten ist eines der Hauptprobleme, dass der Vatikan Priester und Bischöfe nicht dazu verpflichtet, Verdachtsfälle im eigenen Umfeld anzuzeigen. Und so werden pädophile Priester weiter geschützt und hin und her versetzt, anstatt exkommuniziert und gerichtlich verfolgt zu werden, Bischöfe und Kardinäle wiederum, die Missbrauch geschehen lassen oder gar vertuschen, machen Karriere.

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Seit dem Amstantritt von Franziskus 2013 sind bei der Glaubenskongregation 1200 Anzeigen aus der ganzen Welt eingegangen … Franziskus persönlich hat Vertraute mit fragwürdiger Vergangenheit befördert. Drei von neun Mitgliedern seines Kardinalsrates haben eine schmutzige Weste. Das prominenteste Beispiel ist Kardinal George Pell, der Leiter des Wirtschaftssekretariats und dritthöchste Mann im Vatikan … hatte systematisch Missbrauch vertuscht und Opfer bestochen … obwohl er bereits das Pensionsalter erreicht hätte, hält Franziskus an ihm fest … immer dann, wenn Skandale publik wurden und die Betroffenen nicht mehr tragbar waren … Pole hatte erwiesener Maßen jahrelang Kinder missbraucht und pornografisches Material gesammelt. Als erstem ranghohem Kirchenvertreter sollte ihm der Prozess gemacht werden. Doch das Verfahren wurde mehrmals verschoben, und Wesowski starb schließlich, ohne zur Rechenschaft gezogen worden zu sein.“

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Dietmar Moews meint: Papst Franz, Francisco, Francesco, Franziskus –

ja, ich war in Assisi und habe mit den Tauben gesprochen. So ist das mit den Tauben und den Stummen.

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Den Beweis, dass man mit dreckigem Wasser Geschirr spülen kann, hätte Senor Benaglio sich sparen können.

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Papst Franz hat zur Krise gesprochen

Januar 23, 2017
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Vom Montag, 23. Januar 2017

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Papst Franz hat zu Präsident Trump gesprochen, er schlägt vor:

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Abwarten und sehen, was er tut“.

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Deutschlandfunk, am 22. Januar 2017 hatte die Erklärung des Papstes Franz (man nennt ihn da stets auf Lateinisch „Franziskus“; so wird er weder in Italien, noch in Spanien oder Argentinien genannt: Francesco), DLF.de:

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Papst Franziskus will den neuen US-Präsidenten nicht an dessen Worten, sondern an Taten messen. In einem Interview fordert er eine Schonzeit für Donald Trump. Er wolle erstmal abwarten, was Trump mache und dann bewerten, sagte Franziskus. Mit Kritik am Populismus hielt sich der Papst allerdings nicht zurück.

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Natürlich gebe es in Krisenzeiten „Ängste und Sorgen“, Die Gefahr sei, dass die Menschen dann einen Heilsbringer suchten, der ihnen ihre Identität zurückgeben solle. Franziskus zog einen Vergleich zwischen den populistischen Bewegungen in Europa und dem Jahr 1933 in Deutschland. In der Weltwirtschaftskrise, als Deutschland ruiniert war, habe das Volk Hitler gewählt, weil er den Menschen eine neue Identität versprochen habe. Dieser habe sein Volk dann zerstört. Franziskus warnte: „In Zeiten der Krise versagt das Urteilsvermögen“.

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An die europäischen Staaten appellierte der Papst, mehr zu tun, um Flüchtlinge zu integrieren. Mit der Aufnahme der Menschen sei es nicht getan. Es müsse ein Prozess der Integration beginnen. Sonst riskiere Europa die Bildung von Ghettos wie etwa in Belgien. Die Attentäter von Brüssel seien aus solchen Ghettos gekommen.

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Hinsichtlich der Lage der Welt bereiten dem Papst die Kriege die größten Sorgen. „Wir erleben zur Zeit einen Dritten Weltkrieg in kleinen Stückchen. Und in jüngster Zeit redet man über einen möglichen Atomkrieg als würde es sich um ein Kartenspiel handeln.“ 

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Franziskus prangerte auch die soziale Ungleichheit an, die Tatsache,“dass eine kleine Gruppe der Menschheit mehr als 80 Prozent aller Reichtümer hat“. Im Zentrum des Wirtschaftssystems stehe „der Gott des Geldes“, beklagte er.“

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Dietmar Moews meint: Papst Franz hat klug gesprochen, wenn er betonte:

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„In Zeiten der Krise versagt das Urteilsvermögen“.

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Seine rhetorische Äußerung ist in sofern ungeschickt, dass man daraus schließen könnte bzw. latent ausgedrückt wird:

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„In Zeiten der Normalität ist das Urteilsvermögen gültiger“.

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NEIN – die Leute sind – sowie Sie nicht persönlich im Feuer stehen – Majoritäts-ARSCHLÖCHER.

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EINS: Die große Zahl der Menschen verhält sich „HITLERSCHLAU“. Sie wollen gar nicht genau wissen, was läuft, weil sie damit entlastet und nicht verantwortlich scheinen bzw. so tun können.

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ZWEI: Die modernen Methoden übermächtiger PROPAGANDA durch Staatsmedien und Werbe-Demagogen erlauben sich inzwischen in Deutschland eine schamlose LÜGENPRESSE, ohne überhaupt Kritik nur ein einziges Mal sachlich zu beantworten, sondern immer mit MOBBING – wer die LÜGENPRESSE kritisiert, wird als Hassbürger und Volksverhetzer, Rechter und Rechtloser diffamiert.

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Darauf stützen sich wiederum die HITLERSCHLAUEN, indem sie sagen:

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Die da Oben sagen uns nicht, was läuft. Die da Oben machen sowieso was sie wollen. Wir wissen nicht, was die machen.

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Lange nicht strapaziert wurde der FÜHRER-Witz:

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Weiß Merkel das?

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Kirchenchristlicher Habitus

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Lutheraner-Christ BEDFORD-STROHM schwadroniert soziologisch über ISLAM

März 28, 2016
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Vom Montag, 28. März 2016

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Was will man klagen? Es gibt nur einen Deutschlandfunk. Die Lernprozesse des überwiegend mediokren Redakteurs-Personals sind weder durch Bestechungsgeschenke noch durch Kritik oder Verbesserungsvorschläge zu verbessern.

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Am Osterwochenende 2016 wurde der Evangelisch-Lutherische Spitzenfunktionär, den die deutsche Steuerzahler bezahlen aber nicht wählen dürfen, BEDFORD-STROHM von einer DLF-Interviewerin, CHRISTINA FLORIN, die die deutschen Steuerzahler bezahlen aber nicht wählen dürfen interviewt.

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Besser muss man sagen:

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Der Kirchen-Funktionär und Staats-Lutheraner darf über den DLF eine Stunde das Blaue vom Himmel erzählen, ohne dass ihm kompetent in die anmaßende Parade gefahren wurde.

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BEDFORD-STROHM sollte über seine KÄSEGLOCKE, den staatlich-intermediären Spitzenverband, und seine INTEGRATIONS-Ziele aufklären.

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Dass er über den ISLAM, über Krieg und Terror oder gar über Wirkungszusammenhänge von Religiösität, Gewalt, Politik, Islam, Glaubensdinge – kurz über soziale und soziologische Indikationen schwadroniert, hätte zumindest von der Interviewerin auf fachliche – also soziologisch-empirische – Erkenntnisse, Argumente, Analysen, Interpretationsgrundsätze gestützt bzw. hinterfragt werden müssen.

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Da BEDFORD-STROHM mit den Geschehensfeldern dieser Themen aber gar nichts am Hut hat – sondern lediglich seine Verbandspolitik zum Ausdruck zu bringen hat – wird ahnungslos drauflos gemutmaßt, wie jetzt abgekürzt folgt:

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DLF.de am 27. März 2016:

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EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm:

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„Momentan geht Gewalt unter Berufung auf Religion hauptsächlich vom Islam aus“

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Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, wünscht sich eine breite muslimische Bewegung gegen religiös motivierte Gewalt. Er sagte im Interview der Woche des DLF, die jüngsten Anschläge hätten mit dem Islam zu tun, weil sich die Terroristen auf Koranverse beriefen. Es sei deshalb positiv, dass die muslimischen Verbände die Attentate scharf verurteilt hätten.

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Heinrich Bedford-Strohm im Gespräch mit Christiane Florin

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Bildschirmfoto vom 2016-03-11 16:22:27

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Christiane Florin:

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Herr Bedford-Strohm, „Terror ist Gotteslästerung“, das haben Sie bei Facebook gepostet, unmittelbar nach den Anschlägen in Brüssel. Wen wollen Sie damit erreichen?

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Heinrich Bedford-Strohm:

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Natürlich ist das eine Aussage, die sich an alle Menschen richtet, zunächst mal an die Menschen, die diese Pervertierung von Religion selbst betreiben, die also im Namen Gottes Gewalt ausüben. Aber natürlich auch durchaus auch an all die Menschen, die skeptisch oder kritisch auf das Phänomen Religion schauen und die sagen:

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Wenn im Namen von Religion Gewalt ausgeübt wird, dann muss da ein Problem mit Religion als solcher sein.

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Florin:

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Aber ist das größte Problem wirklich die Gotteslästerung?

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Bedford-Strohm:

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Das größte Problem ist zunächst einmal, dass Menschen ums Leben kommen, dass Menschen schlimmes Leid erfahren und die Folgen von solchen Anschlägen ganze Biografien erfassen und ganz weitläufig sind. Aber dann ist natürlich die Frage auch:

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Wie deutet man jetzt solche Vorgänge? Wie deutet man überhaupt dieses Phänomen, dass Terroristen sich auf den Namen Gottes berufen? Und darüber gibt es natürlich auch eine gesellschaftliche Diskussion, die deswegen auch wichtig ist, weil man ja versuchen muss zu verstehen: Was muss geschehen, damit solche Phänomene überwunden werden, damit Gewalt endlich überwunden wird? Und da kommt man dann an dem Thema Religion auch nicht vorbei. Da sind die Religionsgemeinschaften in der Verantwortung, insbesondere die, auf deren Traditionen sich solche Leute berufen. Aber das ist auch eine gesellschaftliche Frage.

„Die muslimischen Verbände haben diesen Anschlag verurteilt“

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Florin:

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Nun taucht die Frage – Was hat das mit dem Islam zu tun? – nach jedem dieser Anschläge auf. Wie ist Ihre Antwort darauf?

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Bedford-Strohm:

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Es gibt eine deskriptive und eine programmatische Antwort. Deskriptiv heißt, dass man einfach das Phänomen feststellt, dass natürlich diese Anschläge etwas mit dem Islam zu tun haben, weil die Menschen sich schlicht und einfach auf diese Religion berufen und weil sie unter Berufung auf Koranverse solche schlimmen Dinge tun. Dann gibt es aber noch eine andere Ebene, nämlich die programmatische Ebene. Da werden die Terroristen sagen: ‚

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Ja, das ist so, wenn man dem Islam folgt‘. Und andere, die hier sagen: ‚

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Wer sich auf die Religion des Islam für solche Taten beruft, der pervertiert diese Religion‘. Die muslimischen Verbände haben sich sofort gemeldet, auch in sehr scharfen Worten diesen Anschlag verurteilt. Ich wünsche mir eine weltweite Verurteilung solcher terroristischer Aktivitäten. Ich wünsche mir eine breite muslimische Bewegung gegen solche religiös motivierte Gewalt.

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Florin:

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Reicht das, sich zu distanzieren? Was müsste jetzt konkret folgen?

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Bedford-Strohm:

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Ich glaube, dass alle Religionen die Aufgabe haben, sich mit ihren heiligen Schriften selbstkritisch auseinander zu setzen. Christen haben dazu auch Anlass, haben das auch jetzt über Jahrhunderte getan. Sie hatten Grund dafür, denn auch im Namen des Christentums wurden insbesondere im Mittelalter und dann in den Jahrhunderten danach, auch in den blutigen Konfessionskämpfen, schlimme Taten begangen. Und man hat sich auch da immer wieder berufen auf bestimmte Bibelstellen, die, wenn man sie aus dem Zusammenhang herausreißt, zu Gewalt aufzurufen scheinen. Und deswegen ist es wichtig, sich selbstkritisch mit den eigenen heiligen Schriften auseinander zu setzen. Im Moment, muss man sagen, geht die Gewalt auf der Welt unter Berufung auf die Religion hauptsächlich vom Islam aus, und deswegen ist es auch für den Islam und für die muslimischen Gelehrten, für die muslimischen Geistlichen wichtig, dass sie sich selbstkritisch mit ihrer heiligen Schrift, dem Koran, auseinandersetzen.

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„Ich will vermeiden, dass hier eine Religion belehrend gegenüber der anderen auftritt“

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Florin:

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Wie kommt das denn bei muslimischen Geistlichen an, wenn Sie als evangelischer Bischof, als christlicher Würdenträger sagen: ‚

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Liebe Leute, setzt euch mal kritisch mit dem Koran auseinander‘? Wirkt das dann hochmütig oder wie eine Verwestlichung?

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Bedford-Strohm:

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Ich sage ja sehr bewusst „die Religionen müssen sich selbstkritisch mit ihren heiligen Schriften auseinandersetzen“. Ich will ja genau vermeiden, dass hier eine Religion belehrend gegenüber der anderen auftritt. Das habe ich auch auf einer Demonstration muslimischer Gemeinden in München gesagt. Während dieser Demonstration, nach den Attentaten von Paris, da habe ich genau dieses Thema angesprochen. Und ich weiß, dass viele auch in den muslimischen Gemeinschaften dieses Anliegen teilen. Und deswegen ist es nicht so, dass die eine Religion der anderen Belehrungen erteilt, sondern das ist einfach eine Aufgabe, die Religionen haben, wenn sie sich bewusst werden, dass sie auch missbraucht werden können. Und der beste Weg, um zu zeigen, dass das wirklich Pervertierungen sind und nicht die Erfüllung dessen, was die Religion als verbindlich den Menschen vorgibt. Der beste Weg dafür ist eben genau dieser kritisch aufgeklärte Umgang mit den eigenen religiösen Traditionen.

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Florin:

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Haben Sie den Eindruck, dass Ihre Apelle, Ihre Postings fruchten?

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Bedford-Strohm:

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Es gibt innerhalb des Islam – wenn Sie jetzt also die Frage stellten, ob sie in den muslimischen Gemeinschaften Widerhall finden – interessante und spannende Diskussionen. In den muslimischen Gemeinden ist viel Bewegung. Da gibt es neue muslimische Persönlichkeiten, die sich engagiert einsetzen für einen Islam, der wirklich „Ja“ sagt zur Demokratie, der die Menschenrechte wirklich auch als Teil der eigenen Tradition sieht. Wenn man etwa das Münchner Forum für Islam sich anschaut, der Imam Benjamin Idriz vom Penzberg, die haben eine hervorragende Broschüre herausgegeben, in der sie Flüchtlingen erklären, warum von wesentlichen theologischen Traditionen des Korans aus die Gleichberechtigung von Frauen eben nichts ist, was man ablehnen soll oder nur taktisch annehmen soll, sondern etwas ist, was dem Koran entspricht. Ich kann mir nur wünschen, dass innerhalb der islamischen Gemeinschaften mehr solcher Diskussionen in Gang kommen. Und dass wir jetzt islamisch-theologische Fakultäten an öffentlichen Universitäten haben, ist für mich eine Riesenchance dafür, dass die Religion des Islam sich eben kritisch-aufklärerisch mit den eigenen Traditionen auseinandersetzt, so wie die christliche Religion das in Deutschland seit vielen Jahren tun kann und tun konnte.

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„Es wäre völlig undenkbar, dass man beim Thema Flüchtlinge schweigt als Kirche“

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Florin:

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Sie haben vorhin das Stichwort „Flüchtlinge“ schon genannt. Wolfgang Schäuble, Finanzminister und evangelischer Kirchensteuerzahler, hat in einem Aufsatz für eine theologische Fachzeitschrift der evangelischen Kirche eine einseitige Politisierung vorgeworfen – und er meinte ganz sicher damit die evangelischen Statements zur Flüchtlingspolitik. Fühlen Sie sich da angesprochen?

 

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Florin:

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Aber ist das größte Problem wirklich die Gotteslästerung?

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Bedford-Strohm:

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Das größte Problem ist zunächst einmal, dass Menschen ums Leben kommen, dass Menschen schlimmes Leid erfahren und die Folgen von solchen Anschlägen ganze Biografien erfassen und ganz weitläufig sind. Aber dann ist natürlich die Frage auch: Wie deutet man jetzt solche Vorgänge? Wie deutet man überhaupt dieses Phänomen, dass Terroristen sich auf den Namen Gottes berufen? Und darüber gibt es natürlich auch eine gesellschaftliche Diskussion, die deswegen auch wichtig ist, weil man ja versuchen muss zu verstehen: Was muss geschehen, damit solche Phänomene überwunden werden, damit Gewalt endlich überwunden wird? Und da kommt man dann an dem Thema Religion auch nicht vorbei. Da sind die Religionsgemeinschaften in der Verantwortung, insbesondere die, auf deren Traditionen sich solche Leute berufen. Aber das ist auch eine gesellschaftliche Frage.

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„Die muslimischen Verbände haben diesen Anschlag verurteilt“

 

Florin:

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Nun taucht die Frage – Was hat das mit dem Islam zu tun? – nach jedem dieser Anschläge auf. Wie ist Ihre Antwort darauf?

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Bedford-Strohm:

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Es gibt eine deskriptive und eine programmatische Antwort. Deskriptiv heißt, dass man einfach das Phänomen feststellt, dass natürlich diese Anschläge etwas mit dem Islam zu tun haben, weil die Menschen sich schlicht und einfach auf diese Religion berufen und weil sie unter Berufung auf Koranverse solche schlimmen Dinge tun. Dann gibt es aber noch eine andere Ebene, nämlich die programmatische Ebene. Da werden die Terroristen sagen: ‚Ja, das ist so, wenn man dem Islam folgt‘. Und andere, die hier sagen: ‚Wer sich auf die Religion des Islam für solche Taten beruft, der pervertiert diese Religion‘. Die muslimischen Verbände haben sich sofort gemeldet, auch in sehr scharfen Worten diesen Anschlag verurteilt. Ich wünsche mir eine weltweite Verurteilung solcher terroristischer Aktivitäten. Ich wünsche mir eine breite muslimische Bewegung gegen solche religiös motivierte Gewalt.

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Florin:

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Reicht das, sich zu distanzieren? Was müsste jetzt konkret folgen?

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Bedford-Strohm:

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Ich glaube, dass alle Religionen die Aufgabe haben, sich mit ihren heiligen Schriften selbstkritisch auseinander zu setzen. Christen haben dazu auch Anlass, haben das auch jetzt über Jahrhunderte getan. Sie hatten Grund dafür, denn auch im Namen des Christentums wurden insbesondere im Mittelalter und dann in den Jahrhunderten danach, auch in den blutigen Konfessionskämpfen, schlimme Taten begangen. Und man hat sich auch da immer wieder berufen auf bestimmte Bibelstellen, die, wenn man sie aus dem Zusammenhang herausreißt, zu Gewalt aufzurufen scheinen. Und deswegen ist es wichtig, sich selbstkritisch mit den eigenen heiligen Schriften auseinander zu setzen. Im Moment, muss man sagen, geht die Gewalt auf der Welt unter Berufung auf die Religion hauptsächlich vom Islam aus, und deswegen ist es auch für den Islam und für die muslimischen Gelehrten, für die muslimischen Geistlichen wichtig, dass sie sich selbstkritisch mit ihrer heiligen Schrift, dem Koran, auseinandersetzen.

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„Ich will vermeiden, dass hier eine Religion belehrend gegenüber der anderen auftritt“

.

Florin:

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Wie kommt das denn bei muslimischen Geistlichen an, wenn Sie als evangelischer Bischof, als christlicher Würdenträger sagen: ‚Liebe Leute, setzt euch mal kritisch mit dem Koran auseinander‘? Wirkt das dann hochmütig oder wie eine Verwestlichung?

 

Bedford-Strohm:

.

Ich sage ja sehr bewusst „die Religionen müssen sich selbstkritisch mit ihren heiligen Schriften auseinandersetzen“. Ich will ja genau vermeiden, dass hier eine Religion belehrend gegenüber der anderen auftritt. Das habe ich auch auf einer Demonstration muslimischer Gemeinden in München gesagt.  Während dieser Demonstration, nach den Attentaten von Paris, da habe ich genau dieses Thema angesprochen. Und ich weiß, dass viele auch in den muslimischen Gemeinschaften dieses Anliegen teilen. Und deswegen ist es nicht so, dass die eine Religion der anderen Belehrungen erteilt, sondern das ist einfach eine Aufgabe, die Religionen haben, wenn sie sich bewusst werden, dass sie auch missbraucht werden können. Und der beste Weg, um zu zeigen, dass das wirklich Pervertierungen sind und nicht die Erfüllung dessen, was die Religion als verbindlich den Menschen vorgibt. Der beste Weg dafür ist eben genau dieser kritisch aufgeklärte Umgang mit den eigenen religiösen Traditionen.

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Florin:

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Haben Sie den Eindruck, dass Ihre Apelle, Ihre Postings fruchten?

.

Bedford-Strohm: Es gibt innerhalb des Islam – wenn Sie jetzt also die Frage stellten, ob sie in den muslimischen Gemeinschaften Widerhall finden – interessante und spannende Diskussionen. In den muslimischen Gemeinden ist viel Bewegung. Da gibt es neue muslimische Persönlichkeiten, die sich engagiert einsetzen für einen Islam, der wirklich „Ja“ sagt zur Demokratie, der die Menschenrechte wirklich auch als Teil der eigenen Tradition sieht. Wenn man etwa das Münchner Forum für Islam sich anschaut, der Imam Benjamin Idriz vom Penzberg, die haben eine hervorragende Broschüre herausgegeben, in der sie Flüchtlingen erklären, warum von wesentlichen theologischen Traditionen des Korans aus die Gleichberechtigung von Frauen eben nichts ist, was man ablehnen soll oder nur taktisch annehmen soll, sondern etwas ist, was dem Koran entspricht. Ich kann mir nur wünschen, dass innerhalb der islamischen Gemeinschaften mehr solcher Diskussionen in Gang kommen. Und dass wir jetzt islamisch-theologische Fakultäten an öffentlichen Universitäten haben, ist für mich eine Riesenchance dafür, dass die Religion des Islam sich eben kritisch-aufklärerisch mit den eigenen Traditionen auseinandersetzt, so wie die christliche Religion das in Deutschland seit vielen Jahren tun kann und tun konnte.

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„Es wäre völlig undenkbar, dass man beim Thema Flüchtlinge schweigt als Kirche“

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Florin:

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Sie haben vorhin das Stichwort „Flüchtlinge“ schon genannt. Wolfgang Schäuble, Finanzminister und evangelischer Kirchensteuerzahler, hat in einem Aufsatz für eine theologische Fachzeitschrift der evangelischen Kirche eine einseitige Politisierung vorgeworfen – und er meinte ganz sicher damit die evangelischen Statements zur Flüchtlingspolitik. Fühlen Sie sich da angesprochen?

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Bedford-Strohm:

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Ja, ich habe zunächst die Pressemeldungen über diesen Aufsatz gelesen und habe mich etwas gewundert. Und dann habe ich den Aufsatz selbst gelesen, und da kann ich nur sagen, konnte ich so ziemlich allem, was Wolfgang Schäuble da geschrieben hat, zustimmen. Er sagt nämlich gar nicht, dass die Kirche sich aus politischen Fragen heraushalten soll, sondern er sagt, dass sie nicht politisieren soll. Politisieren heißt, dass man seine politischen Meinungsunterschiede und Meinungsstreite jetzt in ein religiöses Gewand kleidet, dass man versucht, den besseren Nachrichtenkommentar abzugeben – das wünsche ich mir nicht. Wenn wir uns zu öffentlichen Fragen äußern, gerade auch in der Flüchtlingsfrage, dann tun wir das – ich sage es mal etwas pathetisch – aus geistlicher Bedrängnis. Wir tun das, weil Gottesliebe und Nächstenliebe nicht voneinander zu trennen ist. Wenn jemand Gottesdienst feiert und dann aber teilnahmslos wahrnimmt, wie Menschen in Not ihrem Schicksal überlassen bleiben, dann ist das nicht Gottesdienst, sondern das ist bloßer Kult. Und deswegen ist aus meiner Sicht absolut klar: In den großen Orientierungsfragen, in denen politische Entscheidungen über Leben oder Tod entscheiden können, da muss die Kirche sich einmischen, wenn sie ihrem eigenen Zeugnis treu bleiben will. Es wäre völlig undenkbar, dass man beim Thema Flüchtlinge schweigt als Kirche. Weil jeder weiß – und ich erfahre das zum Teil täglich –, dass Hilferufe von Menschen, bei denen es wirklich um Leben oder Tod geht, darauf nur dann reagiert werden kann, wenn die politischen Rahmenbedingungen entsprechend sind. Und deswegen müssen wir uns da einmischen.

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„Wir wollen keine Parteipolitik machen“

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Florin:

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Wenn Sie explizit den Kurs der Bundeskanzlerin unterstützen, ist das dann noch Politik oder schon Parteipolitik?

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Bedford-Strohm:

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Das ist eine sehr wichtige Frage und wir sind auch sehr, sehr vorsichtig, dass wir einzelne Personen oder womöglich Parteien unterstützen. Das kann nicht der Sinn kirchlichen Redens sein, denn wir wollen keine Parteipolitik machen, explizit keine Parteipolitik machen – egal in welche Richtung. Wenn die Kirchen in diesem Fall gesagt haben, dass die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin von uns Rückenwind bekommt, dann hat das einzig und allein zu tun mit grundlegenden Weichenstellungen, die in die eine oder andere Richtung gegeben werden können. Und da muss man einfach sagen, dass in Deutschland im letzten Jahr viele, viele Menschen sich für Flüchtlinge engagiert haben und damit eben auch ein Stück weit Christentum gelebt haben. In vielen Schriften des Alten Testaments und dann auch im Neuen Testament ist gerade der Umgang mit den Fremden so etwas wie ein Testfall für eine wirklich authentische Gottesbeziehung. Das können wir ja nicht ignorieren. Und wenn jetzt Menschen in der Politik sich abmühen unter schweren Bedingungen, jetzt da verantwortlich diese Impulse auch wirklich in Politik umzusetzen, dann verdienen sie auch unseren Rückenwind. Wir kritisieren, wir wollen auch mal prophetische Kritik üben, aber wenn Menschen sich unter solchen Bedingungen abmühen, solche Impulse auch wirklich aufzunehmen, dann verdienen sie auch Rückenwind.

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Florin:

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Wir sind hier in München und Sie sind ja nicht nur EKD-Ratsvorsitzender, sondern auch Bayerischer Landesbischof. Wie ist es denn nun mit der CSU, mit der Christlich-Sozialen Union? Papst Franziskus hat kürzlich Donald Trump kritisiert und hat gesagt, der sei kein Christ. Wer Zäune errichten wolle, sei kein Christ. Wie christlich ist die CSU?

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Bedford-Strohm:

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Also, ich verteile hier keine Etikettierungen.

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Florin:

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Halten Sie das für falsch, was der Papst gemacht hat?

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Bedford-Strohm:

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Ich will den Papst jetzt hier nicht kommentieren, insbesondere nicht, wenn sich hier ein Papst, der in Rom wohnt, über einen amerikanischen Politiker äußert. Ich glaube, dass wenn eine Partei das Wort „christlich“ im Namen führt, sie eben auch ansprechbar ist und ansprechbar sein muss auf die christlichen Inhalte. Und deswegen ist meine Art mit dem Thema umzugehen, dass ich sehr deutlich und manchmal auch im persönlichen Kontakt und dann auch direkt, die bestimmten politischen Streitfragen anspreche und dann versuche ins Gespräch zu kommen über die ethischen Grundorientierungen, die vom christlichen Glauben her kommen. Und wenn dann etwa der ungarische Ministerpräsident unter Berufung auf das sogenannte „christliche Abendland“ für eine konsequente Politik der Abschottung plädiert, dann muss ich ihm natürlich entgegenhalten, dass es ein Selbstwiderspruch ist, wenn man unter Berufung auf das Christliche nun ausgerechnet Menschen versucht von sich fernzuhalten, mit denen sich unser Heiland, derjenige, an den wir glauben, selbst identifiziert hat. Und ich nehme jetzt in Bayern sehr unterschiedliche Positionen wahr. Auch in der CSU gibt es da eine lebendige Diskussion um die richtige Reaktion auf diese Frage. Und für mich ist die Antwort einfach: Sachliche Diskussionen, Rückkehr zur Sachlichkeit.

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Florin:

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Sie sind jetzt nach Ungarn ausgewichen von Bayern aus – zu Horst Seehofer wollten Sie sich nicht äußern? Der gibt ja nun der Kurs der CSU vor.

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Bedford-Strohm:

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Ja, ich sage ja, ich bin mit ihm im Gespräch über diese Fragen.

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Florin:

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Im Gespräch oder im Streit?

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Bedford-Strohm:

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Auch im Streit – aber ich erlebe das so, dass der Streit normalerweise auch was bringt. Aber nicht alles, was man da so bespricht, eignet sich dafür, es jetzt im Deutschlandfunk allen Menschen bekanntzugeben.

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„Ich halte nichts davon, die AfD jetzt generell zu verdammen“

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Florin:

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Sie selbst haben ein SPD-Parteibuch, lassen aber die Mitgliedschaft ruhen. Kann jemand mit einem AfD-Parteibuch ein hohes Kirchenamt bekleiden?

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Was hält denn die Kirchen am Leben? Ist es der Glaube oder das Geld, die Kirchensteuer?

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Bedford-Strohm:

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Das Geld kann es nie sein. Wenn man so immer über Kirchensteuern herzieht und sagt, dass die sozusagen verhindern, dass wir vital sind – mit diesen Kirchensteuern können wir sehr viel Segensreiches machen und wir tun es auch, nicht nur in der sozialen Arbeit, sondern auch in der weltweiten kirchlichen Gemeinschaft. Trotzdem, das Geld kann nie der entscheidende Punkt sein, der eine Kirche, eine Gemeinschaft am Leben erhält, sondern es muss die innere Kraft sein, die geistige Kraft sein. Und deswegen wünsche ich mir schon eine geistliche Erneuerung unserer Kirche.

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Florin:

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Aber die Einnahmen hängen ja mehr von der konjunkturellen Entwicklung ab als vom Werben neuer Mitglieder oder vom Werben um die Mitglieder, die man noch hat. Sie sind gar nicht genötigt, gewinnend werbend aufzutreten, wenn eigentlich die Steuerpolitik viel wichtiger ist für das finanzielle Polster.

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Bedford-Strohm:

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Das zeichnet jetzt ein Bild, als ob die Kirchen vor allem ökonomisch orientiert seien und jetzt sozusagen ihre Ausdrucksformen danach wählen, welche ökonomischen Konsequenzen sie haben – das ist natürlich nicht der Fall. Das Geld ist ein Mittel, um bestimmte Dinge, die sich als Konsequenz des christlichen Glaubens ergeben, umzusetzen.

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Florin:

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Praktizierende Christen sind jetzt zu dieser Zeit am Ostersonntag im Gottesdienst. Können Sie für nichtpraktizierende oder Nichtchristen erklären, was das Ostergeschehen ist?

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Bedford-Strohm:

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Ja, ich glaube, dass die Osterbotschaft in der Tat nicht nur für Christen von zentraler Bedeutung ist, sondern dass sie für die Gesellschaft insgesamt von ganz zentraler Bedeutung ist. Der Karfreitag ist der Tag, wo wir des Leidens und Sterbens Jesu Christi gedenken. Das ist der Tag – und deswegen ist es gut, dass er ein öffentlicher Feiertag ist –, wo eine ganze Gesellschaft innehält, wo sie die ganze Abgründigkeit des Leidens in der Welt wahrnimmt und sich nahegehen lässt, also aufhört mit dem Verdrängen des Leidens. Und dann kommt der Ostersonntag, der eben nicht einfach nur eine oberflächliche Freude zum Ausdruck bringt oder irgendwie Happy-End-Stimmung verbreiten möchte, sondern Ostern ist die tiefe Gewissheit, dass am Ende das Dunkle, die Gewalt, der Terror nicht das letzte Wort hat. Diese christliche Überzeugung, ich glaube, dass die jenseits auch der Grenzen des christlichen Glaubens von ganz zentraler Bedeutung für eine Gesellschaft ist. Lebt eine Gesellschaft aus der Zuversicht oder lebt sie letztlich aus dem Nihilismus, also aus der Überzeugung, dass sowieso alles den Bach runtergeht? Das ist schon wichtig für eine Gesellschaft und auch für den Zusammenhalt in einer Gesellschaft. Wenn man das Gefühl hat, dass man, wenn man das glaubt, seinen Verstand an der Garderobe abgeben muss, dann kann ich nachvollziehen, wenn Menschen sagen: ‚Ich kann damit nichts anfangen‘. Meine Erfahrung ist aber, dass Menschen sich eigentlich sehnen danach, dass ihr Leben diese Öffnung in die Zukunft, ins Licht anstatt ins Dunkel bekommt.

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„Es hat so etwas wie eine Revolution der Empathie gegeben“

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Florin:

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Nun bietet ein Lebensmitteldiskounter auch gerade eine Broschüre an, in der Ostern erklärt wird und zwar als christliches Fest. Was kann Aldi besser als die Evangelische Kirche in Deutschland, als die EKD?

 

Bedford-Strohm:

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Ich glaube nicht, dass Aldi irgendwas besser kann, sondern ich freue mich, wenn diese Dinge erklärt werden – egal, an welchen Orten es ist.

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Florin:

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Letzte Frage: „Wir schaffen das“, hat Angela Merkel gesagt, ein viel zitierter, viel strapazierter Satz, der wie ein Bekenntnis klingt. Glauben Sie dieses Credo?

 

Bedford-Strohm:

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Ich glaube, dass wir viel mehr können als wir manchmal denken – das letzte Jahr hat es gezeigt. Kein Mensch hätte geglaubt, dass Deutschland und vor allen Dingen die Deutschen eine Million Flüchtlinge in diesem Jahr aufnehmen. Trotzdem ist es geschehen und viele Menschen haben damit auch sehr gute Erfahrungen gemacht. Es hat so etwas wie eine Revolution der Empathie gegeben. Ich bin zuversichtlich, dass wir in 20 Jahren zurückschauen auf diese Jahre jetzt und sagen: ‚Es war schwer, aber wir haben es geschafft‘.

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Dietmar Moews meint: Eigentlich, wenn man sehr genau hinhört, schlägt sich dieses Interview selbst. Außer Ergebenheitsadressen an die SPD und die Evangelische-Staatsagentur Merkel bleibt nur Schwachsinn:

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„… Ich glaube .. kein Mensch hätte geglaubt ..“ (sagte ein Maulwurf: „Ich klaube, kein Maulwurf hätte geklaubt.“)

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Sowohl die DLF-Frau FLORIN wie auch Kirchenverbands-Funktionär BEDFORD-STROHM kulminieren in diesem Satz:

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…Wenn wir uns zu öffentlichen Fragen äußern, gerade auch in der Flüchtlingsfrage, dann tun wir das – ich sage es mal etwas pathetisch – aus geistlicher Bedrängnis. …“

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Funktionärs-Lutheraner BEDFORD-STROHM will mal nicht den Papst kommentieren – aber den ISLAM. Wer soll das denn sein:

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Der Islam? Der Islam in RIAD oder in TEHERAN oder in KAIRO oder wo?

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Dürfte es der Balance halber noch etwas jüdische Orthodoxie der FALKEN von WESTJORDANLAND sein?

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Wenn ein Bankräuber erklärt, er habe den Bankraub wegen seines römisch-katholischen Glaubens begangen, muss sich dann der Vatikan rechtfertigen?

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Sollte nicht zuerst mal nachgeschaut werden, ob wir es hier mit einer dummen Ausrede zu tun haben. Der Heranwachsende aus Brüssel geht nach Syrien schießen und sagt: ISLAM / Scharia /Dschihad. Er könnte auch sagen: Mercedes, BMW, Cadillac oder: Bayern München, Real Madrid, Ajax Amsterdam oder: Jutta, Gertud und Suleika.

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Dr. Dietmar Moews meint: Gewalt von Menschen gegen Menschen hat einen unabdingbaren Impuls:

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Die Gewalthemmung – Mensch gegen Mensch – zu überwinden oder gar nicht zu haben, entweder als deviantes Verhalten oder als Krankheit und Kontrollschwäche.

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Egal, was dann an ideologischer Motivation, Begründung oder wertorientierter Vorstellung als Verhaltensausrichtung der Gewalt gegen Menschen vom Gewalttätigen angesagt wird, handelt es sich immer um eine metaphysische Vorstellung, die nicht als physische Ursachen wirken.

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Insofern sind Religion, Ideologie, Vorstellungen, Metaphysik, Willkürsorientierungen, stets soziale Bezugnahmen, die als Gewalt nicht legitim sind, wo sie die soziale Integration abschneiden.

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Ich halte es für eine peinliche und unverantwortliche Agitation von BEDFORD-STROHM, so zu tun, als sei die mohammedanische Glaubenskultur, selbst in ihren orthodoxen unmodernen Ausprägungen, eine Vorstellung, die nicht auf soziale Integration zielt, sondern auf Feindesermittlung und -vernichtung in aller Welt. Argumente, die sich so interpretieren lassen, finden sich in allen abrahamitischen Text-Monotheismen. So könnte man auch die Feindschaft zwischen Schiiten und Sunniten v. v. nicht mit dem koranbezogenen „ISLAM“ erklären.

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Ursächlich für die Gewaltszenerien – auch in Verbindung mit Tod- und Erlösungshoffnungen – sind soziologische Tatsachverhalte, die als Irrlehren historisch gewachsen sind. Sie haben sozio-kulturell mit den Lehren der Religion und dem angeblichen Gottesbezug überhaupt nichts zu tun.

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Am einfachsten findet man zu dieser sicheren Einsicht, indem man feststellt, dass es hier vollkommen glaubens- sowie textunabhängige Umkehrungen auf jede andere der gewalttreibenden Irrläufer-Gruppen mühelos möglich ist:

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Danach hätte jeder Recht, jeden umzubringen und könnte sich dabei beliebig auf eine der Glaubensrichtungen beziehen.

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BEDFORD-STROHM spuckt anscheinend gerne große Töne. Da ihm die geistigen Mittel fehlen, steht er nun wie ein dummer Fahnenschwenker der evangelischen Sektierer und Steuerszahler da. Grund, aus der Evangelischen Kirche Deutschland auszutreten.

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Die Frau DLF-FLORIN sollte mal ein paar Semster ALPHONS SILBERMANN, empirische Soziologie, dranhängen.

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Papst Franz konfrontiert Israel-Staatspräsident Rivlin in Rom

September 5, 2015
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vom Samstag , 5. September 2015

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Aus der Nachrichtenagentur AFD, erreichte mich die Nachricht vom ersten Besuch des israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin in Rom.

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Das Gespräch fand am vergangenen Donnerstag vor dem Hintergrund zahlreicher Konflikte statt, die zwischen der römisch-katholischen Kirche und Israel in jüngster Zeit auftraten“, schreibt das „neue deutschland“ am Freitag, 4. September 2015 auf Seite 6.

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Papst Franz soll Israel zur Wiederaufnahme direkter Friedensgespräche mit den Palästinensern aufgefordert haben.

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Es müsse eine Lösung gefunden werden, „die dem legitimen Streben zweier Völker“ gerecht werde. Ein entsprechendes Abkommen sei von „grundlegender“ Bedeutung für den Frieden und die Stabilität in der Region.

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DIETMAR MOEWS SPORTFLAGGE Palästina Eisschnelllauf

DIETMAR MOEWS
SPORTFLAGGE
Palästina Eisschnelllauf

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Israels neuer Staatspräsident, Reuven Rivlin, der das höchste Staatsamt seit Juli 2014 ausübt, tritt anders als sein Vorgänger Schimon Peres nicht für einen unabhängigen Palästinenserstaat ein, er engagiert sich stark für die Gleichberechtigung der arabischen Minderheit in Israel.

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DIETMAR MOEWS Mainzer Straße, nördlich Eierplätzchen, Köln Südstadt, Mai 2014

DIETMAR MOEWS
Mainzer Straße, nördlich Eierplätzchen, Köln Südstadt, Mai 2014

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Dietmar Moews meint: Die Formulierung „zahlreiche Konflikte“ ist irreführend. Denn es handelt sich um „schwerste Verbrechen an der Menschlichkeit“, die Israel gegen Palästienser fortlaufend begeht und dadurch gegen alle für Palästina geltenden völkerrechtlichen Verträge verstößt:

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Mord, Totschlag, Massaker, Atombedrohung und Annexionskrieg und Vetreibung – Millionen Kinder und Jugendlichen müssen in Gaza auf ausgebomten Ruinen auf den Winter warten und sind von Hilfe abgeschnitten. Hierfür ist „Konflikt zwischen Papst und Israel“ als Formulierung reine Propaganda, die israelischen Verbrechen gegen die einheimische Bevölkerung von Palästina zu vertuschen.

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Rivlins Israelpolitik einer Gleichberechtigung der israelischen Staatsbürger – seitlich der jüdischen Glaubensdoktrinen und orthodoxen Antisemitismus bzw. radikalem Rassismus gegen Bürger arabischer Abkunft weicht vom Thema und vom Problem ab, denn es ist israelische Innenpolitik.

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Die israelischen Verbrechen der Massaker und Vertreibung der Palästinenser aus deren Land Palästina ist aggressive Außenpolitik und Militarismus.

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Die einseitige Abschaffung der im Jahr 1948 von den Weltstaaten vereinbarte Teilung Palästinas zur „ZWEISTAATEN-Theorie“, je ein Teil Staat Palästina, je ein Teil Palästinas Staat Israel, liegt nicht einseitig in Händen Israels.

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Wenn die Palästinenser eine Aufgabe der ZWEISTAATEN-Theorie wünschen, wäre das ihre eigene Entscheidung.

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Durch die seit 1948 von Israel mit höchster Aggression durchgeführten Vertreibung und Vernichtung der Einheimischen Palästinas wird die Lüge ISRAELS ganz klar, die heißt „Volk ohne Land (Juden) für Land ohne Volk (Palästina)“.

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Palästina war und ist nicht ohne Bewohner – es sind traditionell einheimische Araber.

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Palästina ohne Volk bedeutet: Gewaltsame Vertreibung und Vernichtung der arabischen Menschen durch Juden-Zuwanderer ganz unterschiedlicher Herkunft – als Zionisten aus Europa und USA, als Wirtschaftsflüchtlinge und Militaristen aus Moskau, als Religionszugehörige aus Afrika.

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Außer dem „neuen deutschland“ fand ich bislang keine Informationen im deutschen Blätterwald oder in den elektronischen Massenmedien. Gibt es in Deutschland keine Katholiken, Juden und Araber, die das konkret betrifft und interessiert?

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Papst Franz, als Sprecher des Vatikan und der Römisch-Katholischen Kirche, hatte bereits durch seinen letzten Israelbesuch gezeigt, welche Werte- und Glaubensgemeinschaft Juden und Christen verbindet und verpflichtet, wenn sie sich ihrer geistigen Herkunft aus der Thora stellen.

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Der jüdische Denker Hillel hat das jüdische Diktum eindeutig auf die Texte und die darin geforderte soziale Lebensdienlichkeit der Menschheit angemahnt, ausdrücklich gegen einseitige Selbstsucht:

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Bei Hillel ist „ISRAEL“, „das auserwählte Volk“, stets durch das ausgewählte menschliche Verhalten „selbst auserwählt“. Weder ein Tanz um das „Goldene Kalb“, noch andere blutige Praktiken heutiger Massaker-Israelis könnten die Juden Israels davor retten, eben nicht „ISRAEL“ zu sein.

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Damit ist Israel und der aggressive Teil jenes Gewaltstaates nicht auserwählt, sondern eine übers Land ziehende Mörderbande mit High-Tech-Waffen und Verletzung der internationalen Atomkontrollen, die die gesamte Welt bedroht.

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Ich missbillige, dass Deutschlands demokratische gewählte Repräsentanten – im Schatten der USA – dem heutigem Massaker-Israel Solidarität und Waffenlieferung bietet, sogar von Bestandsgarantie wird geredet – und dadurch den permanenten Verbrechen gegen Menschen Vorschub leistet.

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Dafür sind nicht die kecken Kommentare der Netanjahu-Massaker-Regierung entscheidend: „Israel sei auf deutsche Hilfe nicht angewiesen“ – angebuntet von den forwährenden propagandistischen Unflätigkeiten gegen die heutigen Deutschen, als „Antisemiten“, „Holocaust-Schuldige“ und Ähnliches, bis hin zum Sprachherrschaftsanspruch in der heute gesprochenen Sprache in Deutschland und in der Welt über Deutschland:

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Was soll „Antisemitismus“ bedeuten? Was ist der israelische Rassismus? Was bedeutet der „Judenstaat“ als Gemeinschaftsorganisation als „Demokratie? Was sind Denk-, Publikations- und Sprechverbote? Was bedeutet Friedensordnung? Was gehört zu einem geltenden Verfassungstext, der internationalen Normen gerecht werden soll?

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Israel hat heute keine Verfassung in der der rechtliche Geltungsbereich durch Staatsgrenzen erkennbar wäre.

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Von einer Anbindung der theologischen und glaubenspraktische Wertediskussion von Israels Judentum und römischem Papst können wir nichts entdecken, außer zwischen Buchdeckeln der Elfenbeintürme.

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Hilft Israel syrischen Flüchtlingen? – nein, denn Israel macht ja gemeinsame Sache mit den USA, Saudi-Arabien und Erdogans Türkei, also mit ISIS gegen Kurden und Syrer und Christen.

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Der Vatikanstaat erkennt Staat Palästina an

Juni 26, 2015
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vom Freitag, 26. Juni 2015

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Rheinische Post, 26. Juni 2015, rp-online.de (ap):

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Der Vatikan hat bekanntgegeben, eine endgültige Vereinbarung mit dem „Staat Palästina“ zu dem Vertrag erreicht zu haben. Das Dokument regelt das Leben der Katholischen Kirche in den palästinensischen Gebieten.

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Gallagher sagte, er hoffe, dass der Vertrag als Beispiel für die Kirche in anderen Ländern in Nahost dienen könnte. Der Vatikan hatte die Entscheidung der UN-Vollversammlung 2012 begrüßt, einen palästinensischen Staat anzuerkennen. Mit dem jetzt unterzeichneten Dokument bestätigt der Heilige Stuhl das palästinensische Territorium erstmals rechtlich als Staat. Al-Malki sprach von einem „historischen Abkommen“.

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Dietmar Moews meint: Die staatliche Anerkennung des Staates Palästina sucht die von der ganzen Welt gewünschten Existenz zweier Staaten in Palästina, wie es im Jahr 1948 auf Gegenseitigkeit beschlossen worden war – Israel für die Zionisten und Palästina für die einheimischen Araber – voranzubringen.

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Es muss aufgeräumt werden mit der üblen israelischen Propagandalüge, dass vor Einwanderung und Annexion von Zionisten Palästina ein „Land ohne Volk“ gewesen sei:

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Die Zionisten behaupteten: Volk ohne Land für ein Land ohne Volk.

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Dass aber in dem Land Palästina das palästinensiche Volk lebte, das man gewaltsam vertreibt, wird unterschlagen.

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Dante Alighieri – Italiens Sprachschöpfer vor 750 Jahren

Mai 6, 2015

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vom Mittwoch, 6. Mai 2015

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Dante – sagte Karl Dall: An Dante habe ich schon geschrieben. An Onkel muss ich noch schreiben.

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Es jährt sich mit dem Geburtstag im Mai 1265 in Florenz (gestorben etwa 1321 in Ravenna) die Erinnerung an den Schöpfer der italienischen Sprache.

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Als europäisches Kräftespiel der hin- und hergerissenen Regionen auf der Apeninn-Halbinsel hatte sich das untergehende Römische Reich verabschiedet und war eine von vielen fremden Kulturen wie von vielen lokalen Szenerien und der speziell geprägte Mittelländischkeit geworden.

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Diese Mittelländer entfalteten im ehedem römisch-lateinischen Sprachraum eine ausgesprochen vielfältige Sprechsprache, bis mit Dante der große historische Sprachschöpfer kam, der all diese Idiome zu einer italienischen Schriftsprache ausarbeitete.

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Der argentinische Papst Bertoglio (italienischer Abstammung) betont in diesen Tagen die Bedeutung Dantes für die Menschheit.

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Papst Franz weist auf die „Göttliche Kommödie“ hin, in der Dante Himmel, Fegefeuer und Hölle aufführt und wo jeder normale Mensch sagt, nachdem er darin geblättert hat: Die Hölle (Inferno) ist ganz lustig – Fegefeuer (Purgatorio) geht so – der Himmel (Paradiso) ist enorm langweilig:

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LA DIVINA COMMEDIA ist eine der ersten schriftstellerischen Visionen, die überhaupt in italienischer Sprache geschrieben worden ist – etwa 1303 bis 1307 in Florenz: Lasciate ogni speranza, voi ch‘ entrate (Lasst alle Hoffnung fahren, ihr, die ihr eintretet) steht über dem Eingang zur Hölle geschrieben.

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ZUGINSFELD 28 am 11. Juli 2014 in der Mainzer Straße nördlich Eierplätzchen in der Kölner Südstadt

ZUGINSFELD 28
am 11. Juli 2014
in der Mainzer Straße nördlich Eierplätzchen in der Kölner Südstadt

Dietmar Moews DMW 549.3.99, 198cm/198cm, Öl

auf Leinwand in Dresden gemalt VK 12.000.- EURO

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Dietmar Moews meint: In einer sprachwissenschaftlichen Studie zu Dante Alighieri, von Ruedi Imbach, Iréne Rosier-Catach und Tiziana Suarez-Nani zu einer neueren Übersetzung des „De vulgari eloquentia I – Über die Beredsamkeit in der Volkssprache“, in einer neuen lateinisch-deutschen Übersetzungs-Ausgabe von Francis Cheneval bei FELIX MEINER VERLAG HAMBURG, aus dem Jahre 2007, habe ich die Entstehung der Italienischen Schriftsprache studiert.

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Ich bin davon sehr beeindruckt und begeistert. Dante und der nachfolgende Boccaccio waren schon wirkliche Granaten einer noch relativ dunklen Vorzeit – wir nennen es ausgehendes Mittelalter.

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Das Leben ist eine Komödie –

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ist der Weisheit letzter Schluss für viele Menschen von heute. Es scheint etwas Sinnloses darin zu liegen, etwas Unheimliches, dem man nicht weiter nachgrübelt, als hätte es damit doch einen tieferen Sinn.

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Dietmar Moews „Stilleben – Li sarrazini adorano lu sole“, DMW 557.11.99, Öl auf Leinwand, 52cm/63cm, in Dresden gemalt VK 3.100.- EURO

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Komödie war Dantes Titel des Werkes (Göttliche Komödie machte später Boccaccio daraus). Als Begriff bei Dante bedeutet Komödie nicht das heute gebräuchliche Theater-Fachwort, sondern vulgärsprachlich das Alltagsleben an sich allgemein oder speziell.

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Schopenhauer hat eine Kritik der Komödie geschrieben, die kaum vernichtender hätte ausfallen können: „Direktor ist der sinnlose, blinde, dumpfe Weltwille, und die Komödie ist auch danach.“

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Und so meint es wohl Papst Franz: „Sinn all dieser Komödien ist, dass sie das Leben der Gottheit in ihrem Wandel verwirklichen, dass die menschliche Komödie zugleich die göttliche Komödie ist“.

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Die katholische Kirche sieht eine Erkenntnis, die mit Augustinus im vierten Jahrhundert heraufkommt und mit Dante als mittelalterliche Weisheit in italienische Verse gefasst wird.

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Gerne weist man dann auf das Goethesche Großgedicht FAUST hin – da kann man auch lange drin lesen und studieren – so solle man es mit der KOMÖDIE auch tun.

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Doch hier vertritt Dr. Dietmar den Vorschlag: Sprachforschung JA, ansonsten „lasciate ogni speranza“ mit dieser Divina commedia. Besser sich dem FAUST zuwenden – der ist hervorragend in den Bergschluchten: Hinein Onkel Otto, „begrüßen wir diesen hier im Puppenstand.“

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Papst Franz prügelt die katholischen Karnickelkinder

Februar 7, 2015

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vom Samstag, 7. Februar 2015

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Was macht ein Medienpapst in der überhitzten Massenkommunikation?

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Muss der Papst schnell reden?

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Muss er laut und grimassisch tun – gestikulieren und brüllen?

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Muss er Blödsinn reden, um aufzufallen?

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Kirche lästern? Gotteslästerung? – die sprachliche Sau rauslassen?

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Muss er Faltblättchen mit der „Bergpredigt“ bedrucken und persönlich damit in die Fußgängerzone gehen (natürlich mit Twitter TV-live-Stream)?

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Papst Franz hat eine praktische Antwort: Er meldet sich originell und reizend, um zu sagen, was er sagen möchte, dass gehört werden soll.

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Kürzlich erzählte er zu den Widersprüchen heutiger Lebensweisen hinsichtlich der christlichen Glaubensdinge und wie verantwortungsvolle Eltern sich in der körperlichen Liebe verhalten können:

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Da wird also mit Präservativen, Anti-Baby-Pillen und folkloristischen Verhütungs- und Abtreibungspraktiken gelebt, die der Katholizismus verboten hat – die der Papst durchaus diskutieren kann. Und um von Jedermann verstanden werden zu können, nutzt er sein rhetorischen Vermögen dazu:

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Er sagt beispielsweise: Die Paare haben heute viele bewährte Formen der Verhütung, sodass nicht „verbotene Eingriffe ins Leben“ vorkommen sollen – nur damit sich die Menschen nicht vermehren wie die Karnickel.

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Alle Kinder sind Gotteskinder – bis auf die verhüteten und abgetriebenen, die Schuldlosen, die „Gott“ mit Kollektivschuld und Erbsünde bestraft.

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UND DIE HEUCHELEI war groß: Papst Franz nannte die angängige Zeugungsbegeisterung, lockere Fruchtbarkeit, aber dann Vernichtung der Leibesfrucht: „wie die Karnickel“.

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Das ist schon allseits verständlich, oder? Das ist nicht, weil Papst Franz aus Argentinien kommt, wo die Paisanos eben die „Witze“ etwas griffiger formulieren. Der Herr Bergoglio hat nicht zum Karnickelbild gegriffen, weil er ein Bauer ist oder weil er aus dem rüden Kampfgebiet der Portenos kommt.

 

Er hat den Reiz, die Aufmerksamkeit und seine Wertmitteilung angebracht und – es sitzt! (dumm, dass gleichzeitig der PEGIDA-Anmelder Andersdenkende als Viehzeug bezeichnet hatte).

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Deshalb gilt, was ich sage: Man soll verstehen, was einer meint, nicht, was er sagt. Was hat Papst Franz also thematisiert: Geschlechtsverkehr und Folgen, einerseits. Andererseits – welche offizielle Norm setzt dazu der Papst für alle Katholiken? Das weiß jeder Katholik: Man darf heimlich ALLES. Wer Lust hat, darf sich seiner Sünden bekennen und dann beichten. Das ist auch die REGEL.

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Okee Dokee, jetzt also zum KINDER-PRÜGELN. Die Massenmedien haben sofort – wie beim Karnickel-Ficken – angeschlagen: Der Parpst, dieser Arsch, verpappst, was kein Pappst tun darf – er sagt als Papst:

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Züchtigung – „Schläge im Namen des Vaters“, schreibt der KÖLNER STADT-ANZEIGER am 7. Februar 2015, Seite 2: „Äußerung des Papstes zur Züchtigung stößt auf Unverständnis – Vatikan wiegelt ab“.

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FAZ, 7. Februar 2015

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Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt am 7. Februar 2015, Seite 7: „Will der Papst, dass Eltern ihre Kinder schlagen?“ – „…es gäbe kein würdevolles Schlagen… Die Pressestelle des Vatikan erläutert .. Der Papst habe nicht darüber gesprochen, Gewalt gegen Kinder anzuwenden. Vielmehr gehe es darum, „jemandem beim Wachsen und Reifen zu helfen“ …“

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Im neuen deutschland steht am 7. Februar 2015, Seite 7: „Papst: Kinder ruhig „ein bisschen hauen““.

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Was hatte Papst Franz wirklich gesagt und gemeint?

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Es ging im Pressegespräch, einer Generalaudienz, um die Rolle des Vaters – auch am Beispiel eines Beispieles, indem ein Vater bei einem Treffen mit verheirateten Paaren vor dem Papst erzählt habe: „Ich muss meine Kinder manchmal ein bisschen hauen, aber nie ins Gesicht, um sie nicht zu erniedrigen.“ Der Papst kommentierte: „Wie schön – er kennt den Sinn der Würde, er muss bestrafen, er macht es aber gerecht und geht dann weiter.“

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Klar? Wird klar? Hat der Papst nun eine neue Kinder-Züchtigungs-Kampagne eröffnet? Hat er Gewalt gegen Kinder indirekt befürwortet? …denn, laut FAZ: „wenn ein Freund seine Mutter beleidigt, erhalte er einen Faustschlag.“

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Dietmar Moews meint: Ich habe es selbst im Fernsehen gesehen: Papst Franz hat den Freund mit dem Faustschlag berichtet und dazu einwandfrei einen Schwinger vorgeführt – mit seiner Faust zum Kopf des imaginären Mutterbeleidigers.

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Was hat er also zum Schlagen der Karnickel-Ficker-Kinder sagen wollen?

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Papst Franz – der so wenig Franziskus heißt, wie Benedikt Benedictus hieß oder wie Franz von Assisi auf italienisch natürlich Francesco d’Assisi heißt oder auf Spanisch in Argentinien „Francisco“ – wollte sagen: Alle Kinder sind uns willkommen und unsere Schutzbefohlenen.

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Papst Franz wollte sagen: Eltern sind keine Karnickel – KEINE!

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Er meinte eine soziale Lebenssituation, die jeder Mensch aus eigenem Erleben kennt und die jeder Mensch oft durch eigene oder andere Kinder miterlebt hat, dass „man den Brunnen zudeckt, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist“.

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Er wollte sagen, dass es Situationen gibt, in denen die Beobachtung und die Urteilskraft des Kindes für eine konkrete eigene Aktivität nicht ausreichen mag, Schaden zu verhindern oder eine darin steckende Lehre zu verpassen:

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Auch: Leichte (würdevolle) Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen (alter Spruch). Nein, das meinte er nicht. Papst Franz meinte, dass es akute Situationen gibt, in denen Verantwortung, soziale Situationsbeurteilung, Führung und Führung eines führungsbedürftigen Kindes, eine passende Handgreiflichkeit erfordern kann.

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Dagegen kann der Kinderschutzbund noch lange zetern:

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Aus einer angemessenen Handgreiflichkeit (des geistig und körperlich Stärkeren, im Sinne zumindest symbolischer Vergewaltigung eines geistig und körperlich Schwächeren),

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als Ausdruck der verständlichen sozialen Sprache der Führung und des Führungsanspruches –

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zur Unterordnung des geistig zu schwachen,

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soll nicht „Gewalt gegen Kinder“ werden – reklamiert Frau Paula Honka-Schoberth vom Deutschen Kinderschutzbund (K ST-A). Davon hatte Papst F. gar nicht gesprochen.

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Und zum Verständnis gebe ich noch ein Beispiel:

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Ich wurde in der Nähe des Colosseums in Rom einmal und kurze Zeit später auf der Via Cavour und noch einmal in der Nähe des Bahnhofes Termine jeweils von einer als „folkloristische Zigeunerin“ verkleideten jüngeren Frau, nebst Kind, angegangen.

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Sie trat aus einem Winkel mir entgegen und zeigte mir ein Pappschild. Dann drückte sie mir das Pappschild ins Gesicht, Aufschrift: „Prego …“, während das Kind, etwa vier und fünf Jahre alt, packte mit beiden Armen meinen rechten Arm und riss daran. Ich machte eine Abschüttelbewegung mit dem Arm, auch etwas gehemmt, dem Kind Gewalt anzutun.

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Die „Zigeunerin“ hob schimpfendes Geschrei und Lärmen an, aber wich in wenigen Sekunden samt Kind hinweg. Ich schüttelte den Schreck ab und griff in meine rechte Hosentasche (LEE-Jeans, enge Taschen) – darin hatte ich zwei zusammengefaltete 200 DM-Geldscheine – nun waren die weg.

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Und ich hatte Sowas gemerkt, als die Frau, völlig ohne Distanzscheu mir von Vorne nahekam, das Kind zu schützen – schlangenartig war ihre Hand in meine Hose gefahren.

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Eine halbe Stunde später – beim zweiten Mal – habe ich ein anderes Überfallpaar „Zigeunerin mit Pappe und Kind“ ohne zu stoppen angebrüllt, bin weitergegangen und sie war überrascht und abgewehrt. Auf der anderen Straßenseite sah ich zwei „Zigeuner“ die da zusammenarbeiteten, Frau und Kind zu beschützen, falls sich ein Überfallsopfer wehren sollte und es für das Räuberpaar gefährlich würde.

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Beim dritten Versuch – wieder ein anderes Paar – das mit weinerlichem „Prego com si prega“ sich anscharwenzelte, habe ich sie streng und deutlich angeblickt und gesagt: „Lasciar mi“.

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Michel de Montaigne

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Jeder Mensch wird sich erinnern, wie er als Kind mal aus Übermut oder Überdrüssigkeit, aus Langeweile oder Aufmerksamkeitsbegehr einem Erwachsenen, meist in einem Kreis Erwachsener, wo der Kinderschutz des Kreises besteht, eine Aufdringlichkeit oder eine Mutwilligkeit zugemutet hat.

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Ich überlasse die praktische Form und Inhalt des Beispiels der Erinnerung eines Jeden, wo es zur „führenden Gewaltausübung“ (ich rede nicht von der vollkommen normalen Kindergewalt unter Gleichaltrigen) kam, eines Erwachsenen gegen ein Kind / für ein Kind. Ein Festhalten, ein Arschtritt, ein angedeuteter Faustschlag, ein heftiger Rempler – egal – und sofort war die Lage bereinigt.

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Das Kind hatte förmlich darum gebeten, gezeigt zu bekommen, wo die Grenze ist – und wo soziale Verpflichtung, z. B. auch Rücksichtnahme oder Selbstdisziplin verlangt sind und handgreiflich eingefordert werden, und wo das Kind versteht, dass es gestoppt wird.

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Ich habe selbst mal als Lehrer einer Schulklasse ein in Rage geratenes tobendes Kind einfach ausgehoben: Umarmt, Hochgehoben, Festgehalten und Strampeln lassen. Alle anderen Kinder haben zugeschaut und gesehen, was passierte. Es war gewaltsame Führung gegen den Willen des Kindes.

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Und – Warnung vor dem Hunde!! – mit Schülern ist das nochmal anders als in einer vielköpfigen Familie. Wer mit Vielen am Tisch sitzt, muss sich oftmals mehr gedulden als er lustig ist – und da kommen diese Grenzbereiche des Erlösungsbedarfes, den Papst Franz auch ansprach.

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Papst Franz stieß auf Unverständnis. Es ist das Unverständnis der Verständnisarmen.

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Herta Müller, unsere beste Literatin, die Verfasserein der goldenen Worte, die jedes deutsche Schulkind kennen muss, schrieb in „Mein Vaterland war ein Apfelkern“:

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„… Es gibt Gefühle, gerade bei Kindern, die sind so konkret wie der Körper selbst – nicht mehr und nicht weniger. Die sind einfach da und das reicht. Das ist mehr als genug.“

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Den Maßstab, dass ein reifer Erwachsener sich jahrelang zum Hampelmann eines desorientierten Abkömmlings macht, nur weil jemand unsicher ist, angemessene Formen von Führung und Fühlung, als Funktion von Führung, dem Kind zu liefern – oder weil junge Eltern ihres Einzelkindes glauben, die Nachkömmlinge seien ein Hauptberuf mit Vollbeschäftigung – darf sich im Rahmen des Gesetzes jeder selbst setzen.

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Wer diesen Maßstab dem kleinen suchenden Individuum samt vernachlässigtem Führungsbedarf überlässt, ist nicht reif dafür, ein Kind zur Lebenstüchtigkeit, zur Validität und Selbstständigkeit hin zu begleiten.

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Man kann bei beinahe allen gescheiterten Exzistenzen leicht nachvollziehen, welche Qualität die Eltern während der Aufzucht hatten. Dann ist es bald reif für den Tierschutz bzw. für den Deutschen Kinderschutzbund zu spät.

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Wenn der Papst spricht, läuft er immer Gefahr überhört oder falsch verstanden zu werden.

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Es ist aber gar nicht entscheidend, was Papst Franz wörtlich gesagt hat, sondern dass sich Erwachsene über ihre eigenen Eltern Gedanken machen – Vorbilder und nicht Vorbilder -, um dann nochmal mit den eigenen und anderen Kindern neu anzusetzen.

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Man kann nicht die Polizei anfordern, wenn das Kind gerade mal herausgefunden hat, wie man mit Feuerzeug Gardinen anzünden kann (interessant ist das durchaus).

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Papst Franz hat vermutlich nicht vom Auslassen angestauter Aggressionen gegen Schutzbefohlene gesprochen, durch alkoholkranke Mütter oder dauergeile Väter.

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Orang-Utan hat Rechte

Dezember 30, 2014

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am Dienstag, 30. Dezember 2014

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Eine Tierschützer-Gruppe, die sich Afada nennt, hat vor einem argentinischen Gericht in Buenos Aires ein Gerichtsurteil erwirkt, das gegen die Gefangenschaft eines Orang-Utan-Menschenaffen im argentinischen Zoo entschied.

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Doch das Urteil betrifft lediglich den Grundsatz, dass ein Orang-Utan ein Recht auf Freiheit hat.

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Das Gericht hat nicht dargestellt, wie, durch wen dieses Recht verwirklicht werden muss.

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Das Gericht hat auch gar nicht geklärt, was unter diesem Rechtsanspruch praktisch zu verstehen ist oder verstanden werden muss.

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Schließlich beinhaltet jede individuelle Berechtigung auf eigenes Recht Rechtsmündigkeit oder verordnete Bevormundung sowie eine Definition, in welcher Form dieser Orang-Utan sein Freiheitsrecht gewährt bekommen soll.

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Es ist das erste Urteil, in dem einem Tier Menschenrechte zugesprochen wurden, indem es heißt: „Ein Recht auf ein Leben in größerer Freiheit“

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Es handelt sich um ein einzelnes Orang-Utan-Weibchen im Zoo von Buenos Aires, das mit dem Namen Sandra bezeichnet wird.

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Laut Süddeutsche Zeitung vom 24. Dezember 2014 heißt es: „Der argentinische Chefbiologe Adrian Sestelo erklärte: „Sie (Sandra) hat die letzten 20 Jahre so gelebt. Sie hat viel Platz, Experten kümmern sich um sie … man kann aber tierisches Verhalten nicht vermenschlichen“.“

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Das durch den Urteilsspruch nicht gelöste Problem besteht darin, (schreibt Peter Gaupp am 27. Dezember 2014 in der Neuen Zürcher Zeitung), dass die Kläger argumentierten:

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„Es handelt sich bei der Primatin um eine nicht-menschliche Person, die denke und fühle, sich ausdrücken, lernen und Gelerntes weitergeben könne, über Selbstbewusstsein und Zeitbegriff verfüge, Entscheidungen treffe, zu gefühlsmäßigen Bindungen und Trauer über Verluste befähigt sei.“

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Das Gericht stimmte zu und verfügte, Sandra sei in einer ihren Fähigkeiten entsprechenden Umgebung unter Schutz zu stellen. Eine Ausdehnung der Menschenrechte auf Tiere sei damit freilich nicht gemeint, wird ausdrücklich festgehalten.

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In einem ähnlichen Fall war letztes Jahr von einem Gericht in New York vier Schimpansen das Recht auf Freiheit vor willkürlicher Gefangenschaft (Habeas Corpus) verweigert worden.

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Die argentinische Justiz betritt mit ihrem Urteil also Neuland. Bis jetzt gelten Tiere im Recht des Landes als Sachen, über die, mit den üblichen Einschränkungen wie Tierschutz und Gesundheitsvorschriften, als Privatbesitz verfügt werden kann.

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Was jetzt mit dem Orang-Urang-Weib konkret geschehen soll, ist noch nicht geklärt. In der Wildnis ausgesetzt, könnte es als Zootier kaum überleben. Die Rede ist von einer Übersiedlung in ein Reservat nach Brasilien oder den Vereinigten Staaten, wo Sandra über größere Bewegungsfreiheit und Anschluss an Artgenossen verfügen würde. In Argentinien ist sie das einzige Exemplar ihrer Spezies.“

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Dietmar Moews „Schimpanse spielt“ DMW 677.1.12 ,100 cm / 73 cm; Öl auf Poly, 2012 in Berlin gemalt

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Dietmar Moews meint: Es freut mich, mal mehr als nur hochtrabende Schattenwirtschaft und rückständige Despotenspiele aus Argentinien berichtet zu bekommen.

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In den weichen Bereichen durfte man Argentinien stets als Teil der ersten Welt erleben, Kunst, Schriftsteller, Musik, Philosophie – Jurisprudenz und Menschenrechte nun nicht ausdrücklich, aber:

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Dietmar Moews „Die Wonnen der Gewöhnlichkeit sind die Wehen der Ungewöhnlichkeit“ DMW 338.7.82, 156cm/135cm, Öl auf Poly im Jahr 1982 in Kirchhorst gemalt

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Vielleicht findet Papst Bergoglio ja noch einen entspannenden Gewinn für kreatürliches Mitleid, das einem einsamen Weibchen gebührt.

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Denn, auch wenn es mit der Zurechnungsfähigkeit menschenrechtlicher Eigenverantwortung eines Primaten nur mit dem Körnchen Salz praktischen Sinn ergibt, so sind doch weite und tiefe esoterische und emotionale Lebensqualitäten bei Orang-Utans zu erkennen.

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Dietmar Moews „Karibische Schimpansen“, DMW 651.1.6, Öl auf Poly, 155cm / 135 cm im Jahr 2006 in Springe gemalt

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Wer mal einem Orang-Utan geduldig in die Augen geschaut hat, weiß, dass da unermessliche religiöse – geradezu instinktsichere – Glaubensgewissheiten disponiert sein müssen.

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Und wer weiß, ob eine starke innere Glaubenswelt nicht noch genauer als der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten, zwischen protestantischen und römisch-katholischen und orthodoxen Christen, zwischen orthodoxen Juden und säkulären Juden, zwischen Buddha und einer Büchse feinster Schokoladen Ansprüche ans freie Glaubensleben stellen dürfen sollte.

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Wie wärs also, wenn Papst Franz – dem Vorbild von Assisi folgend, das mit den Vögeln sprach – nun ein geistiges Erbarmen für Primaten auspräche, damit ein neuer Respekt für die wunderbare „Schöpfung“ angeregt würde.

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Vielleicht gibt es für Sandra ein angenehmes Plätzchen im Vatikanischen Garten oder im teutonischen Friedhof am Petersdom?

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