Edward Snowden – Dietmar Moews Portraitzeichnung zur NSA-Solidarität

November 17, 2015
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Vom Dienstag, 17. November 2015

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Vorabdruck aus Neue Sinnlicgkeit 67, erscheint im November 2015 in Köln

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Der US-Amerikaner und Ex-CIA-Techniker Edward Snowden sitzt als Exilant entrechtet in Russland.

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Dietmar Moews, Künstlergelehrter und Herausgeber der Blätter für Kunst und Kultur, Neue Sinnlichkeit, hat für das kommende Heft Nr. 67 eine PORTRAITZEICHNUNG von Edward SNOWDEN gezeichnet, um damit öffentlich zur SOLIDARITÄT mit SNOWDEN anzuregen.

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Die freien Gesellschaften der Welt schulden SNOWDEN Dank dafür, dass er den absurden Rechtsbruch des CIA gegen die Menschheit durch der nachvollziehbare Kopien aus den Datenspeichern des US-Geheindienstes NSA aufgedeckt hat.

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SNOWDEN hat erklärt, er habe es als seine patriotische Pflicht empfunden, den eklatanten Verfassungsbruch des US-Geheimdienstes gegen das Menschenrecht der US-Bürger, zu veröffentlichen, statt weiter selbst mit seinem Berufswissen daran mitzuwirken.

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Der amerikanische Staat hat Edward Snowden der Strafverfolgung und der weltweiten Fahndung ausgesetzt. Die Anschuldigungen gegen SNOWDEN reichen bis zu Hochverrat und Todesstrafe-Forderungen.

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Die deutsche Bundeskanzlerin Dr. Merkel hatte zur Veröffentlichung Snowdens und der Erkenntnis, dass ihr persönliches Telefon vom CIA Dauerüberwacht und abgehört wird erklärt:

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Abhören unter Freunden, das geht gar nicht.“

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Aber, damit sagte sie ganz eigentlich:

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ABHÖREN unter Freunden geht – und alle machen es gegenseitig.

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Außerdem unterstützt Merkel die USA, Snowden zu verfolgen. Deshalb kann Snowden in Deutschland kein Asyl bekommen, denn die USA verlangen seine Auslieferung.

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Dietmar Moews meint: In der Kunst gibt es keine Pausen – in der Kunst geht es immer weiter:

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Wer sich in der zeitgenössischen Kunst auskennen will, braucht den engen Kontakt zum fortschreitenden Kunstprozess und dem aktuellen Kunstschaffen sowie zu den Diskussionen unter den Künstlern und den schwachen Reflexen davon in der staatlichen Kunst-Verwurstung, im Kunstgewerbe am Kunstmarkt und in der SALONPERSONNAGE.

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Neue Sinnlichkeit 67 Blätter für Kunst und Kultur erscheinen im November 2015, 64 Seiten, Erscheinungsort KÖLN am RHEIN.

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Dietmar Moews Portraitzeichnung von Franz Otto Kopp

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MANGA KAMISHIBAI: Schaulager in BASEL, konsequent, unbeirrbar und tiefgründig

Oktober 5, 2014

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am Sonntag, 5. Oktober 2014

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Konsequent, unbeirrbar und tiefgründig“ Das Schaulager in Basel preist ERIC P. NASH mit „MANGA KAMISHIBAI“ als neues Universalgenie unserer Zeit.

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Ganz in der Tradition der individuellen Mythologien darf ERIC P. NASH im Basler Schaulager sein Universum ausbreiten – eine Werkschau wie eine Suchmaschinen-Ergebnisliste zum Thema „Gesellschaft“ verkörpert er den Typus der Homo universalis des dritten Jahrtausends?

Christian Saehrendt

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Macht man einmal das Experiment, ganz ohne Vorkenntnisse in die gegenwärtige Ausstellung des Schaulagers zu gehen, und erliegt nicht der Versuchung, sofort ins Ausstellungsbegleitheft oder auf die Werktitel zu schauen, dann findet man vorbemalte Buchdeckel in Petersburger Hängung, mit Beton ausgefüllte und mit Kabeln verbundene alte Schuhe, Einkaufswagen mit Plastiktüten, alte Pappkartons, Kohlezeichnungen von Greifvögeln, Lumpen hinter Glas, sinnlos in die Wand hineinführende Elektrokabel, Projektoren, die nichts projizieren. Projektoren in vollem Betrieb. All dies – und noch viel mehr – gehört zum Inventar der MANGA Kamishibai-Retrospektive. Aber wo ist der Zusammenhang?

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Nun schauen wir doch ins Begleitheft und erfahren über ERIC P.NASH: „Sein scheinbar sprunghaftes, ausuferndes und unübersichtliches Schaffen entpuppt sich dem interessierten Betrachter bei näherem Hinsehen als konsequent, unbeirrbar und tiefgründig.“ Aha! Und weiter: „Seine Interessen reichen von aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen bis zu zeitlosen, großen Themen der Geschichte, Literatur und Philosophie.“ Oh! Damit aber nicht genug: „Als Video- und Installationskünstler, Zeichner und Maler ist er dabei ebenso versiert wie als Autor und Dozent.“ Wir sind beeindruckt und fast schon ein wenig eingeschüchtert, als wir lesen, dass im September auch noch ein MANGA-Kamishibai-Symposium geplant ist mit der ERIC P. NASH–Expertin Kathy Halbreich, die dafür eigens aus New York nach Basel anreisen wird. Wer ist denn dieser Homo universalis, wie konnte es sein, dass wir bisher noch nichts von ihm gehört haben?

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Geboren im Jahr 1960 in Wells, Baltimore, lebt heute in New York. Vertreten war er u. a. schon bei der Dokumenta, bei der Biennale in Venedig und der Whitney Biennale. Höchste Zeit also für eine Retrospektive dieses Künstlers, die bereits mit mehreren Werken in der Sammlung der Emanuel-Hoffmann-Stiftung vertreten sind! Für die Ausstellung wurde eine komplette Etage des Schaulagers zu einer musealen White-Cube-Raumabfolge umgebaut, um die Videoprojektionen und Installationen angemessen präsentieren zu können. Es gibt einen bekannten Künstlertrick des Bluffs, den auch ERIC P. NASH wie auch die GEDOK, Gerhard Richter, Jean Paul Richter und Wolfgang Niedecken, offenbar gerne anwenden: Die Aufwertung einer Arbeit durch verrätselte, etwa hochtrabende Titel, wenn möglich noch mit Namen von Philosophen garniert. So nennt er beispielsweise einen grossen Tintenstrahldruck, der einen Baum mit einer Krone aus Papierblättern und Wurzelwerk aus alten Schuhen zeigt, „World Wide Trash – thanks for nothing Hegel!“ und stürzt den Betrachter damit tief ins Grübeln. – Zwei digitale 2-Kanal-Videoprojektionen auf Leinwand in monumentalen Querformat bilden die Kernstücke der Schau. Sie nehmen jeweils einen Saal von der Grösse eines Kinos in Anspruch, zahlreiche Nebenprodukte wie Skizzen oder Storyboards füllen die angrenzenden Räume. Während der Film „Happiness (finally) after 35 000 years of Civilisation“ die Bildwelt Henry Dargers aktualisiert und einen immer währenden blutigen Kampf zwischen unschuldig-friedlichen Jugendlichen und militärischen Gewalttätern zeigt, erinnert „Mr. Birds … trash … the future“ entfernt an die Kriegsdarstellungen Goyas: im Mittelpunkt steht hier ein abgestorbener Baumstrunk, der mal von Greifvögeln besetzt, mal mit Leichen behängt ist. Beide Filme breiten in bunter Zeichentrickfilm-Ästhetik höllenartige Szenarien aus. Der ebenso raumgreifende Werkzyklus „The 7 lights“ macht Böden und Wände zu Projektionsflächen bewegter Bilder. Die bisweilen scherenschnittartig scharfen Schatten und die unterschiedlichen Tempi der beweglichen Bildelemente erzeugen eindrucksvolle, fast schon meditative Stimmungen, besonders in jenem Raum, der mit dunklem Holzboden und einem entfernt an Abendmahlszenen erinnernden überlangen Tisch ausgestattet wurden.

Einzelne, an die Art povera erinnernde Arbeiten haben durchaus ihren poetischen und humorvollen Charme, so faszinieren die verschiedenfarbigen, puzzleartig verzahnten Kunststeinplatten mit kryptischen Gravuren und lebenden Moos („Tablet“). Ein Kabel versenkt beide Enden in Wandsteckdosen und trägt den Namen „Argument“ – ein bisschen platt, doch im Blick auf manche Kunstdiskurse, die sich heftig im Kreise drehen, doch auch witzig. Oder bei den schwarzen und weissen Computertastaturen (“Oh, why so serious?“), deren Tasten durch Miniaturgrabsteine ersetzt wurden – da muss man als Kunstkritiker, den „tödlichen“ Verriss im Anschlag, schon lachen – über die Kunst, aber auch über sich selbst.

Eric P. Nash „MANGA KAMISHIBAI“. Selected Works. Schaulager Basel. Bis 19.Oktober 2014.Katalog Fr. 27-. weitere Publikationen anlässlich der Ausstellung. Symposium am 12./ 13. September u. a. mit Kathy Halbreich (MoMA). Zitiert nach Neue Zürcher Zeitung vom 10. September 2014, Nr, 209, Feuilleton Seite 27“.

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Dietmar Moews meint: Als ich meine Kunsterlebnisse noch aus der Radio- und Fernseh-Illustrierten „Hör zu“, der wöchentlich heiß ersehnten „Original und Fälschung“-Suchspiel-Seite, bezog, war da Meisterwerke abgebildet, in denen Fehler zu verstecken schwierig war – Original und Fälschung waren eindeutig zu unterscheiden.

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Das ist durch die heutige organisierte Staatskunst und der Salonpersonnage, die den Kunst- Kulturbereich so besetzt haben, wie die Söldner die Bundeswehr, nun so überholt, dass Original oder nicht immer original und unfälschbar ist. Warum nicht Eric P. Nash? Wenn doch Männer auch Berufssoldat werden sollen? Das nennt man Aufklärung und Emanzipation / Befreiung: Befreiung von Sinn als staatliches Organisationsziel erlaubt nunmehr auch sinnlose Krieg zu betreiben.

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Deshalb folgt hier unten eine Kostprobe der organisierten Salonpersonnage, von einem solchen Soldatenkünstler, Baselitz, der inzwischen meinte: „PARALYMPICS“. (Keine Diskussion, bitte)

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Ein besonderer Aspekt sind rechtliche Bewertungen, wie aus dem Grundrecht der „Freiheit der Kunst“ geschöpft werden können. Das betrifft sowohl das Gebot für Staat, sich von ästhetischer Kunstbewertung zu enthalten. Das betrifft aber auch die volks- und betriebswirtschaftliche Zuordnung von Kunstwerken in Produktion, Konsumtion und Handel . Es betrifft auch den Künstlerstatus und den fiskalischen Berufskünstlerstatus.

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Eine besondere Lage entsteht hinsichtlich Kunst als Kunst an den Grenzen der strafrechtlichen Grenzen, wie z. B. Kunst als Gewalt oder Kunst als Pornografie.

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Konsequent, unbeirrbar und tiefgründig“ Das Schaulager in Basel preist Paul Chan als neues Universalgenie unserer Zeit.

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Ganz in der Tradition der individuellen Mythologien darf Paul Chan im Basler Schaulager sein Universum ausbreiten – eine Werkschau wie eine Suchmaschinen-Ergebnisliste zum Thema „Gesellschaft“ verkörpert er den Typus des Homo universalis des dritten Jahrtausends?

Christian Saehrendt

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Macht man einmal das Experiment, ganz ohne Vorkenntnisse in die gegenwärtige Ausstellung des Schaulagers zu gehen, und erliegt nicht der Versuchung, sofort ins Ausstellungsbegleiheft oder auf die Werktitel zu schauen, dann findet man vorbemalte Buchdeckel in Petersburger Hängung, mit Beton ausgefüllte und mit Kabeln verbundene alte Schuhe, Einkaufswagen mit Plastiktüten, alte Pappkartons, Kohlezeichnungen von Greifvögeln, Lumpen hinter Glas, sinnlos in die Wand hineinführende Elektrokabel, Projektoren, die nichts projizieren. Projektoren in vollem Betrieb. All dies – und noch viel mehr – gehört zum Inventar der Paul-Chan-Retrospektive. Aber wo ist der Zusammenhang?

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Nun schauen wir doch ins Begleitheft und erfahren über Chan: „Sein scheinbar sprunghaftes, ausuferndes und unübersichtliches Schaffen entpuppt sich dem interessierten Betrachter bei näherem Hinsehen als konsequent, unbeirrbar und tiefgründig.“ Aha! Und weiter: „Seine Interessen reichen von aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen bis zu zeitlosen, großen Themen der Geschichte, Literatur und Philosophie.“ Oh! Damit aber nicht genug: „Als Video- und Installationskünstler, Zeichner und Maler ist er dabei ebenso versiert wie als Autor und Dozent.“ Wir sind beeindruckt und fast schon ein wenig eingeschüchtert, als wir lesen, dass im September auch noch ein Paul-Chan-Symposium geplant ist mit der Paul-Chan-Expertin Kathy Halbreich, die dafür eigens aus New York nach Basel anreisen wird. Wer ist denn dieser Homo universalis, wie konnte es sein, dass wir bisher noch nichts von ihm gehört haben?

Geboren 1973 in Hongkong, lebt er heute in New York. Vertreten war er u. a. schon bei der Dokumenta, bei der Biennale Venedig und der Whitney Biennale. Höchste Zeit also für eine Retrospektive dieses Künstlers, der bereits mit mehreren Werken in der Sammlung der Emanuel-Hoffmann-Stiftung vertreten ist! Für die Ausstellung wurde eine komplette Etage des Schaulagers zu einer musealen White-Cube-Raumabfolge umgebaut, um die Videoprojektionen und Installationen angemessen präsentieren zu können. Es gibt einen bekannten Künstlertrick des Bluffs, den auch Chan offenbar gerne anwendet: Die Aufwertung einer Arbeit durch verrätselte, etwa hochtrabende Titel, wenn möglich noch mit Namen von Philosophen garniert. So nennt er beispielsweise einen grossen Tintenstrahldruck, der einen Baum mit einer Krone aus Papierblättern und Wurzelwerk aus alten Schuhen zeigt, „World Wide Trash – thanks for nothing Hegel!“ und stürzt den Betrachter damit tief ins Grübeln. – Zwei digitale 2-Kanal-Videoprojektionen auf Leinwand in monumentalen Querformat bilden die Kernstücke der Schau. Sie nehmen jeweils einen Saal von der Grösse eines Kinos in Anspruch, zahlreiche Nebenprodukte wie Skizzen oder Storyboards füllen die angrenzenden Räume. Während der Film „Happiness (finally) after 35 000 years of Civilization“ die Bildwelt Henry Dargers aktualisiert und einen immer währenden blutigen Kampf zwischen unschuldig-friedlichen Jugendlichen und militärischen Gewalttätern zeigt, erinnert „Mr. Birds … trash … the future“ entfernt an die Kriegsdarstellungen Goyas: im Mittelpunkt steht hier ein abgestorbener Baumstrunk, der mal von Greifvögeln besetzt, mal mit Leichen behängt ist. Beide Filme breiten in bunter Zeichentrickfilm-Ästhetik höllenartige Szenarien aus. Der ebenso raumgreifende Werkzyklus „The 7 lights“ macht Böden und Wände zu Projektionsflächen bewegter Bilder. Die bisweilen scherenschnittartig scharfen Schatten und die unterschiedlichen Tempi der beweglichen Bildelemente erzeugen eindrucksvolle, fast schon meditative Stimmungen, besonders in jenem Raum,der mit dunklem Holzboden und einem entfernt an Abendmahlszenen erinnernden überlangen Tisch ausgestattet wurden.

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Einzelne, an die Art povera erinnernde Arbeiten haben durchaus ihren poetischen und humorvollen Charme, so faszinieren die verschiedenfarbigen, puzzleartig verzahnten Kunststeinplatten mit kryptischen Gravuren und lebenden Moos („Tablet“). Ein Kabel versenkt beide Enden in Wandsteckdosen und trägt den Namen „Argument“ – ein bisschen platt, doch im Blick auf manche Kunstdiskurse, die sich heftig im Kreise drehen, doch auch witzig. Oder bei den schwarzen und weissen Computertastaturen (“Oh, why so serious?“), deren Tasten durch Miniaturgrabsteine ersetzt wurden – da muss man als Kunstkritiker, den „tödlichen“ Verriss im Anschlag, schon lachen – über die Kunst, aber auch über sich selbst.

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Paul Chan. Selected Works. Schaulager Basel. Bis 19. Oktober 2014. Katalog Fr. 27-. weitere Publikationen anlässlich der Ausstellung. Symposium am 12./ 13. September u. a. mit Kathy Halbreich (MoMA). Zitiert nach Neue Zürcher Zeitung vom 10. September 2014, Nr, 209, Feuilleton Seite 27“

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Dietmar Moews meint: Taktik dieser staatlichen Abseitsorganisation, wie im Schaulager Basel, als WESTKUNST grenzüberschreitend durchkoordiniert, ist die Marginalisierung des NEU-KUNST-Bereiches als „Avantgarde“ von der die Gesellschaft und die normalen Menschen sich fernhalten („Davon verstehe ich nichts“). Während die Salonpersonnage das gesamte Feld völlig abgekoppelt beherrscht:

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Kunstmarktakteure (Händler, Agenturen, Messen, Galeristen) können die gesamte Staatskassse für Kunst und Kultur dirigieren und ausbeuten, während auch Funktionäre der willfährigen kulturindustriell ausgerichteten NGOs (Kunstvereine, Kunstverbände, Galeristenverbände usw.) was abbekommen, nur die freien Künstler selbst werden ausgegrenzt.

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Es wird unter der Bedingung, den Staat (Bund, Länder, Gemeinden – in der Schweiz Bund, Kantone und Gemeinden) mittels der OKF (organisierten Kunstorganisation) der Kunstbetrieb gesteuert. Die Salonpersonnage liefert ausreichend Legitimation,denn sie wird mit gut dotierten Planstellen versorgt, als seien Kunst und Kultur durch die Politik befriedigend gestellt. Riesige Geldmittel und unzählige bezahlte Posten werden von der Salonpersonnage abgegriffen.

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SIEMENS dreht sich mal wieder im Grabe

September 22, 2014

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am Montag, 22. September 2014

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Werner von Siemens

Werner von Siemens – Zeichnung von DIETMAR MOEWS

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Der große deutsche, in München sitzende Weltkonzern SIEMENS hat mit einer Investition von 6 Milliarden Euro für einen US-Amerikanischen Energie-Technik-Konzern, das eigene Geschäftsfeld geändert. Denn gleichzeitig hat SIEMENS einen klassischen Siemenszweig, Elektrogeräte, für 3 Milliarden EURO verkauft bzw. solches angekündigt.

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Siemens legt 7,6 Milliarden Dollar (im Us-amerikanisch muss es 7,6 Billions heißen) auf den Tisch und übernimmt das US-Unternehmen Dresser Rand. Gleichzeitig verkaufen die Münchner ihren Anteil an der gemeinsamen Hausgerätesparte an Bosch für drei Milliarden Euro.

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Es gibt also mächtig Bewegung im Siemens-Portfolio. Der Einstiegspreis von 6 Milliarden ist hoch, weil das Interesse des Schweizer Konkurrenten Sulzer mit Ex-Siemens-Chef Peter Löscher an der Spitze an Dresser Rand bekannt geworden war. Zuletzt hieß es sogar, dass auch Siemens-Erzrivale General Electric an Dresser Rand interessiert sei.

Denn über eines sind sich Analysten und Branchenbeobachter einig: ein Zukauf des amerikanischen Öl-und Gastechnik-Spezialisten ist eine perfekte Ehe. Siemens-Chef Joe Kaeser hatte Dresser Rand bereits zuvor als eine attraktive Adresse rausgeguckt. Damit ist die kurze, aber heftige Bieterschlacht um Dresser Rand zu Ende.

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Jetzt werden 83 Dollar je Aktie oder 7,6 Milliarden Dollar geboten (rund 5,8 Milliarden Euro). Wie in der Nacht bekannt wurde, unterstützt der Verwaltungsrat der Amerikaner den Deal und empfiehlt den Aktionären, das Angebot anzunehmen. Siemens rechnet damit, dass die Übernahme bis zum Sommer 2015 abgeschlossen ist. Die ARD.de berichtet heute, 22. September 2014: Milliardenverkauf an Bosch: Gleichzeitig mit dem Zukauf in Amerika zieht sich Siemens aus einem Bereich zurück, der vor allem beim heimischen Verbraucher für fast ein halbes Jahrhundert zum Markenzeichen geworden war. Der 50-prozentige Anteile an der zusammen mit Bosch gegründeten Hausgerätetochter BSH geht für drei Milliarden Euro komplett an Bosch.

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Dietmar Moews meint: Der Siemensgründer Werner von Siemens war ein genialer Deutscher: eine Revolution der Geschichte und Motor der weltweiten Elektrifizierung. Ganz nebenbei entstand so ein unglaublicher SIEMENS-Konzern – Weltmarkt-Konkurrent zu General Electric (GE), dem us-amerikanischen Edisonkonzern.

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Die Entwicklungen gehen weiter. Das Personal muss fortlaufend erneuert und verbessert werden.

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Inzwischen wurde also Siemens eine internationale Großverwaltung ohne noch geistige Führungsrolle der Technikindustrie, wandelte sich zur DDR-Treuhand-Immobilien- und Grundstückehandlung, musste GE auf den deutschen Markt lassen, Siemens nunmehr mehr Bank statt Industrieunternehmen. IT- und Computer hat Siemens AG sehr bald vollkommen aufgegeben. Jetzt hat Siemens also die elektrischen Haushaltsgeräte verkauft. Und mit Dresser Rand ein marktrelevantes wichtiges Feld der Energiewirtschaft eingekauft.

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Ich bezweifele, dass dieser Kauf klug ist. Das Geschäftsfeld für Umweltvernichtung durch Bodenschätze-Raubbau passt nicht zum grünen Siemens-Etikettier-Image.

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FRACKING wird als Wachstumsbrache eingeschätzt. Doch niemand schaut die Schäden an, wie die USA flächenmäßig zerstört werden: der Erdboden, auf dem gerne Menschen leben möchten, wird irreversibel zur Giftküche gemacht. Das kann in Deutschland nicht geschehen.

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Die Kostenseite des Fracking, auch in den USA, ist ungünstig im Vergleich zur sonstigen Öl- und Gasförderungs-Konkurrenz. Saudi-Arabien drosselt nicht die Ölpumpen und bietet billiger an.

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Dafür ist Siemens inzwischen nicht ausreichend deutschnational angebunden, um Fracking gegen die Deutschen in Deutschland durchsetzen zu können. Zwar ist der Siemens-Hauptsitz noch in München, jedoch gehört der Weltkonzern unübersichtlichen Anteilseignern (ISIS lässt grüßen).

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Ein derart intransparentes Kapital-Casino wie Siemens kann nicht mit deutschnationalen Vorteilen kommen.

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FRACKING in Deutschland? Wo denn? – seitlich anbohren? Werner von Siemens hätte seine Marktgängigkeit weniger vom Casinowesen als von technischen Abschätzungen gesucht.

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Leipziger Fußball auf BUNDESLIGA-KURS

Juli 26, 2014

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am Sonntag, 27. Juli 2014

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Und es kündigen sich die neu zusammengestellten Fußballmannschaften für die kommende Saison an. Und es wird viel geschehen, zwischen wünschen und hoffen, Begeisterung und Sensationen. Was kann Paderborn in der Spitzenklasse schaffen? Wann konsolidieren sich die mitteldeutschen Standorte, Magdeburg, Jena, Dresden, Halle, Rostock, Chemnitz und wer sonst noch Ansprüche stellt in der Dritten Liga?

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DIETMAR MOEWS Sportflagge  Ukraine Bodenturnen

DIETMAR MOEWS
Sportflagge
Ukraine Bodenturnen / leipziger Farben

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Ich begrüße begeistert, dass endlich Leipzig kommt. Leipziger Fußball, aus der Stadt, die erste Fußballmannschaften aufstellte, den Deutschen Fußballverband gründete und immer Spitzenfußballer hatte – freut mich sehr.

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Wie komisch und traurig wirkte auf mich das große Zentralstadion, als ich in den 1990er Jahren in diesem Walter-Ulbricht-Spinnweben überzogenen DDR-Bruchwerk Leipzig lebte. Und nach dem Umbau des Stadions, doch keine Sportfeste dort Platz griffen.

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Die SED-Kultur hatte so staatstragende Macht, dass es keine Vereinstradition der Fußball-Stadt, sondern nur des SED-Verbandes gab. Warum wurden auch die alten Vereine gelöscht. Wer konnte nun unter Begriffen wie „Lokomotive“, „Dynamo“ und „Schwarze Pumpe“ einen Amateurspitzenfußball schaffen? – die PDS oder die LINKE?

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Es kam, wie es kommen musste – in Leipzig wie in Dresden – der alte VFB Leipzig war genau wie der Dresdner SC wegorganisiert. Die Fußballfreunde waren nun vom SED-Fußball-Vereinswesen so einbezogen, dass daneben kein weiteres Pflänzchen DSC oder VFB wuchs.

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Es hat zwanzig Jahre gedauert, bis der Frust dem heutigen Bezahlfußball auch nicht als Armeeclub die Stirn bieten zu können, nun doch die ungeliebte westliche Organisationsform „Schuldengeld“ auszuprobieren.

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Superkleber beim Fußball beobachtet von DIETMAR MOEWS

Superkleber beim Fußball beobachtet von DIETMAR MOEWS

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Dietmar Moews meint: Egal, wie kotzig wir den Weggang von Bernd Hobsch aus Skeuditzsch bei Leipzig nach Bremen oder von René Adler noch nachträglich finden mögen – es geht diesen Gang. Und jetzt kommt also RB Leipzig mit Power hoch:

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Rasen Ballsport Leipzig, ein Marketing-Projekt der Firma Rasen Ballsport Getränke (RB), mit Spitzen-Personal und einem konkurrenzfähigen Konzept mit den internationalen Wettberwerbern.

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RB Leipzig spielt jetzt in der Zweiten Profi-Liga, ist alljährlich von unten her jeweils aufgestiegen, steht vor dem Durchmarsch in die Erste Bundesliga, und kann als Konsortium mit RB Salzburg, einer eigenen Fußballschule und einer Exklave in Brasilien, neuartigen Aufbau und Transferpolitik bzw. Spieler-Kauf-Leih-Zirkel unterhalten, die anderen Profi-Vereinen bzw. Erwerbs-Fußballorganisationen überlegen ist. Fußballfachmann Ralf Rangnick hat es in Hoffenheim bereits einmal vorgemacht.

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Was das Dorf Hoffenheim sich an sozialen Bezügen erarbeiten konnte, kann der großen deutschen Fußball-Stadt Leipzig gar nicht misslingen.

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Ob Rasen Ballsport, Rosinen Brotesser oder Red Bullsäufer – das ist das gleiche Blut am gleichen Geld, wie bei Celtic Glasgow, Saint Germain Paris oder Real Madrid. Leipzig ist eine traditionell intelligentere witzige Stadt – man wird sich über eine neu hinzuwachsende Weltbedeutung (im Bezahlfußball) nicht auf Dauer hinwegsetzen. Glück auf!

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Manfred Sexauer 1930 -2014 – Kurznachruf

Juli 20, 2014

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am Sonntag, 20. Juli 2014

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Heute wurde die Todesnachricht von Manfred Sexauer bekannt. Er starb kurz vor seinem vierundachtzigsten Geburtstag in einer Klinik in Saarbrücken.

Sexauer ist ein bekannter Multiplikator der 1960er-Beatmusik.

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Auf der Europawelle des Saarländischen Rundfunks moderierte der gelernte Schauspieler Manfred Sexauer ab dem Jahr 1965 die Sendung „Hallo Twen“. Damit schrieb Sexauer Radiogeschichte: Beat, Rock und Blues waren im öffentlich-rechtlichen Rundfunk vorher tabu. Der Moderator aber spielte solche Platten aus England und den USA, und wurde über die Mittelwelle des SR im gesamten deutschsprachigen Raum eingeschaltet – während die Musikjugend längst zu ausländischen Sendern abgewandert waren.

Dem gelernten Schauspieler und Radiostar gelang später der Sprung ins Fernsehen: Zusammen mit Uschi Nerke etwa präsentierte er von 1972 bis 1985 im Ersten Deutschen Fernsehen den von Radio Bremen produzierten „Musikladen“, und schon gab es auch im TV mehr als Schlager und Volksmusik. Sexauer engagierte sich für “SOS-Kinderdörfer“.

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Dietmar Moews meint: Der heute gestorbene Moderator Manfred Sexauer zählt zu den prominenten Multiplikatoren der Beatle-Mania.

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Als älterer Radio-Funker war Sexauer nicht so avantgardistisch wie die junge Musikgeneration der 1960er Jahre, die sich bei ausländischen Sendern bediente: Radio Luxemburg, BBC, aber im Deutschen Fernsehen.

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„BEAT-CLUB“ weit und breit, einzig und allein, Mitte der 1960er war in der heißen britischen Umbruchzeit der Beatles, im us-amerikanischen Schwall nach Elvis und Buddy Holly, bis zum Tod von Jimi Hendrix, im Jahr 1970, das deutsche Fernsehnadelöhr und Bilderlieferant der Symbole einer weltweiten Kulturrevolution.

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Erst Anfang der 1970er – als es die Beatles, Brian Jones, Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, schon gar nicht mehr gab – kamen Uschi Nerke (vormals Beat Club) und Manfred Sexauer mit dem „Musikladen“. Zu diesem Zeitpunkt war die gesamte Popmusik bereits internationalisiert und es mussten in deutschen Sendern keine Widerstände überwunden werden, um Musikladen zu machen.

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Die später Geborenen können nicht wissen, wie das damals war. Besonders mit dem Wort „68er“ / Achtundsechziger geht den Jüngeren Alles durcheinander:

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Kein 1940 geborener CDU-Politiker hätte sich als 68er bezeichnen lassen oder selbst so bezeichnet.

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Wer – wie der Autor hier – im Jahr 1950 geboren ist, hat die Beatles-Mania von Anfang an selbst konkret miterlebt, war und ist aber keinesfalls als 68er anzusprechen. Diejenigen des Jahrgangs 1950, die sich eventuell an die 68er angehängt haben, waren oder sind Claqueure, aber keine 68er.

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Der Begriff „Achtundsechziger“ bedeutet sehr konkret die Bezeichnung für eine Minoritätsgruppe bestimmter Geburtsjahrgänge von Deutschen. 68er ist eine Bezeichnung für eine kleine Gruppe Deutscher. Es sind solche, die später um das  Jahr 1968 in öffentliche politische Ränge hineinwachsende Deutsche, deren Eltern in der Nazizeit Erwachsene waren, während sie selbst als „Nazikinder“ geboren waren.

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68er lebten in der Hitlerei als Kinder und Jugendliche. Sie trugen noch keine politische Verantwortung, weil sie zu jung waren. D. h. ein 68er wurde etwa zwischen 1928 und 1940 als Deutscher geboren.

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Viele 68er haben möglicherweise irgendwelche Erinnerungen, also keine eigenen Erfahrungen und Urteile aus der Hitler- und Kriegszeit. Die 68er sind aber im Unterschied zu anderen Deutschen aus dieser Kohorte, viel später dann, also z. B. im Jahr 1968, hervorgetreten, indem sie ihre eigene Elterngeneration kritisierten. Sie beschuldigten ihre Eltern und verlangten Rechenschaft darüber, welche Rollen diese Eltern in der Hitlerzeit hatten, was die Eltern damals politisch dachten, wussten, was sie mitgemacht hatten, was sie verschwiegen.

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Die meisten jungen Deutschen, die dieser Jahrgangskohorte angehören (ca. 1928-1940), unternahmen eine solche Elterninquisition nicht. Es wäre also falsch, den Begriff auf den Geburtsjahrgang allein zu beziehen (Papst Franz ist keinesfalls ein 68er – das gabs in Argentinien nicht).

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Dass 68er oft in den Geisteswissenschaften an bestimmten Universitäten aktiv waren, in Frankfurt a.M., in Berlin, in Tübingen, sich mit Marx, Kropotkin oder Mao dekorierten, später in Bielefeld und Bremen eigene 68er-Pools gründeten und einer Krankheits-Literatur der eigenen Psychopathologie des Alltagslebens von Siegmund Freud, Kafka und Simone de Beauvoir frönten, was so gesehen beim Staat fette Beamtenposten einbrachte, hat durchdringenden Einfluss auf die gesamte deutsche Kulturpolitik durch Postenbesetzen und entsprechende Programme, bis heute: Achtundsechziger-Enkel als Heinrich Manns Untertanen.

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Es liegt auf der Hand, dass 1968 bei den Rolling Stones (Street fighting man), bei Bob Dylan (Master of war), den Napalm-Vietnamgegnern oder bei Flower-Power in San Francisco oder mit Love and Peace, völlig abweichende Wertorientierungen ausgefaltet worden sind als diese deutschen Achtundsechziger bewegte.

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Die Beatlesmania brachte Langhaarfrisuren und Musikbühnenauftritte mit Straßenkleidung – viele Details des Verhaltens und der Aufmachung in jener 60er Szene – waren von der britischen Beatmusik, vom Outfit der Musiker und deren Themen bezogen.

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Manfred Sexauer trug wie die deutschen Achtundsechziger noch viele Jahre modifizierte Nazifrisur, Schlips und Kragen, Haare wuchsen mal über die Ohren. Während in der Musikszene und in den Studentenwohnheimen Beat- und Bluesmusik dominierten. Nur in dieser Freizeitperspektive trugen einige 68er dann „Hippiekleidung“ und „Afro-Look“. Innerhalb der Beatlesmania waren die 68er bedeutungslos und im Styling sogar als Spießer erkennbar.

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Verstärkt wurde der deutsche 68er Impetus durch die organisierte Umerziehung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg von den Alliierten. Es entstand ein irreführender West-Marxismus als ziemlich unkritische „Kritische Theorie“, mit dem Oberfunktionär ADORNO als Priester der Begehrlichen. Es wurde Adorno und den Achtundsechzigern ermöglicht, die Kulturpolitik und die Kulturredaktionen deutscher Medien durch eine Salonpersonnage zu dominieren und die „Geisteswissenschaften“, die damit zur internationalen Marginalie herunterkamen: ich sage nur: „tage der neuen musik! (Alex Ross im New Yorker nachlesen)“.

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Der Moderator Manfred Sexauer, der heute gestorben ist, war auch Autor von Büchern zur Unterhaltungsmusik seiner Zeit. Sexauer war als 1930 geborener Deutscher Zeuge und Mitgestalter des musikkulturindustriellen Prozesses. Von kritischen Orientierungen drang bei Sexauer so gut wie Nichts ausdrücklich in seine Musikverbreitung und -kommentierung. Sexauer arbeitete so gesehen politisch angepasst (affirmativ), hatte aus seiner Sicht vermutlich schon genug damit zu tun, die Programmzenzur gegen die westliche Popmusik zu strapazieren.

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Heute geistern nur noch wenige Rest-68er auf dieser Welt herum. Auch wenn die „Münzenbergs“ der neuen Musik behaupteten: „Für die nächsten 50 Jahre Neue Musik besteht keine Sorge – es sind alle wichtigen Professuren der westlichen Welt von uns besetzt (Hans-Werner Henze)“

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Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein


HITLERTAG, aber wie?

Juli 20, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4697

am Sonntag, 20. Juli 2014

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ZUGINSFELD am 19. Juli 2014 in der Mainzer Straße nördlich Eierplätzchen: DIETMAR liest OTTO während FRANK fotografiert, STREET ART KÖLN 2014

ZUGINSFELD am 19. Juli 2014 in der Mainzer Straße nördlich Eierplätzchen: DIETMAR liest OTTO während FRANK fotografiert, STREET ART KÖLN 2014

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Die erste Bundesrepublik Deutschland – 1948-1991 – hatte einige Feier-und Gedenktage in jährlicher Wiederkehr eingeführt, die im Laufe der Jahre und jetzt, nach dem Beitritt der Mitteldeutschen im Jahr 1991, in der zweiten Bundesrepublik Deutschland, in den Herzen des Volkes erkalten.

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Ob Volkstrauertag, 17. Juni, 9 / 11 oder eben der 20. Juli, die Tage sind in den Routinen einschlägiger Verbände fest notiert (und staatlich budgetiert), aber den Leuten sind Helden, die sie nicht kennen, Wurst.

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DIETMAR MOEWS gemalt 1975 in Springe

DIETMAR MOEWS
gemalt 1975 in Springe

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Am 26. April 1986 explodierte der Kernreaktor von Tschernobyl in der ukrainischen UDSSR. Es war eine unglaubliche Aneinanderreihung von vorschriftswidrigen Eingriffen, von Hand, der zur Steuerung und Überwachung des laufenden Reaktors in den Kontrollräumen anwesenden Fach-Ingenieuren. Diese Leute haben Alles getan, dass ein unwahrscheinliches Unglück so passieren kann, als sei es Sabotage. Und heute feiert Keiner den 26. April.

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Man kann sich in sofern darüber beruhigen, dass auch im Anschluss des Supergaus, in nah und fern, weitere Ketten von Fehlern und Lügen als „Feier des Besonderen“ für probat gehalten wird.

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Dr. Dietmar MoewsDSCF0320

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Dietmar Moews meint: Ein einzelner Mensch kann unter Umständen ein großes technisches Unglück auslösen, politische Veränderungen sind dem Einzelnen allein nicht erreichbar (bringt man den Papst um, gibt’s postwendend einen neuen).

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Der Einzel-Zeitbombenleger Georg Elser von München, 1939, der der Überzeugung war, Hitler ist ein Tyrann, ein Tyrann muss durch einen Tyrannenmord beseitigt werden, hat das selbst versucht – es ging schief. Elser wurde sogar sofort gefangen und 1945 umgebracht. Widmet man ihm einen Gedenktag? Nun, dem Elser wird anerkennend gedacht und jeweils öffentlich Dank nachgerufen. Das Elsergedenken hat in den Herzen des Volkes einen Resonanzraum, der weiterträgt, selbst wenn staatliche Anstrengungen sehr abwiegelnd tief gehängt sind.

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Andersherum ist es mit dem 20. Juli:

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So lange nicht ausdrücklich eine Bewertung der Hitlerei zum 20. Juli ausgesprochen wird, dass die kleine Gruppe zum 20. Juli, und der Gesprächskreis aus dem Großbürgertum, dem deutschen Adel und der hohen Militärführung, tausend Jahre lang dieses totalitäre Machtsystem mitorganisiert und getragen hatte. Wenn nicht klar festgestellt wird, dass erst, als Alles klar und zu spät war, im Juli 1944, die Aktion Stauffenberg ein Beispiel einer „erfolgreich scheiternden Organisation“ vollbrachte, anschließend die Aktiven den Tod fanden, so lange wird eine Heldenverehrung oder ein geliehener Trost „man konnte nichts machen“ als Heuchelei und Legitimationsvehikel empfunden bleiben.

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Vielleicht denken sich die deutschen Gedenktag-Designer endlich mal einen Hitlergedenktag aus, der über den Tag hinaus bedenkenswert macht, was, ohne Frage, ab 1933 in ein riesiges Unheil geführt werden konnte:

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Hitlers Todestag? Die Abdankung des englischen Tronfolgers 1936? Die Einführung verheerender Volksabstimmungen? Die Emigration herausragender Künstler oder Wissenschaftler? Spezifische Strukturen der gesellschaftlichen Zersetzung und Führungsbedürftigkeit? Die Etablierung von fortwährenden wissenschaftlich anzustellenden Hitlervergleichen und öffentliche Diskussion dazu, was ist gleich oder ähnlich? Was ist ungleich und nicht gleichsetzbar?

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Kurz, leere Gedenktage sind Murks und innenpolitisch Unfug. Was kann aus Fehlern oder Katastrophen gelernt werden? Was lernen wir aus Hitler?

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https://www.youtube.com/watch?v=xotmrWmtsLw&feature=youtu.be

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Wir können miteinander sprechen.

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ZUGINSFELD auf dem Eierplätzchen Köln Südstadt am 19. Juli 2014

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ZUGINSFELD – Street Art 2014 – Mainzer Straße KÖLN SÜDSTADT

Juli 20, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4697

am Sonntag, 20. Juli 2014

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ZUGINSFELD THOMAS WIPF proklamiert im Goethe-Institut Dresden 2006

ZUGINSFELD
THOMAS WIPF proklamiert im Goethe-Institut Dresden 2006 – LOTHAR LANGE trägt vor und fotografiert

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ZUGINSFELD

IN DER KÖLNER SÜDSTADT, Mainzer Straße, nördlich Eierplätzchen

AKTUELL VIERUNDDREISSIGSTE Ausgabe am Sonntag, den 20. Juli 2014:

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Da kommt jemand aus Chorweiler und meinte: das geht auch nur hier im „grünen“ Veedel von Köln. In Chorweiler wären die Bilder schon abgefackelt oder mitgenommen worden.

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ZUGINSFELD 36 gemalt von Dietmar Moews in Berlin 2008 Öl auf Leinwand 190/190cm

ZUGINSFELD 36 gemalt von Dietmar Moews in Berlin 2008 Öl auf Leinwand 190/190cm

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Da kam jemand aus dem Kölner Norden und meinte dazu: Das weiß man so nicht. In Chorweiler herrschen schon etwas rauhere Sitten – es ist auch möglich, dass „Ächtung des Krieges und der Gesellschaft, die ihn hervorbringt“, in Chorweiler Begeisterung hervorgerufen hätte: Es ist eine neue Form der STREET ART 2014 und es ist eine EHRUNG des OTTO NEBEL 1893-1973 und es ist eine ESELSBRÜCKE für den deutschen Staat, dem die Kriegsbürger weglaufen.

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ZUGINSFELD 35 gemalt von Dietmar Moews, Berlin 2008, Öl auf Leinwand, 190/190cm

ZUGINSFELD 35 gemalt von Dietmar Moews, Berlin 2008, Öl auf Leinwand, 190/190cm

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Ich dachte: Die digitalen Bilder in Zeitungen, Internetzen und Fernsehen, von denen man nicht wissen kann, ob sie von einer analogen Wirklichkeit bezogen wurden oder als Digis gepixelt und manipuliert sind, zeigen die Explosionen von GAZA, DONEZK und die „15. KÖLNER LICHTER“ (das alljährliche „Feuerwerk auf dem Rhein-Fest“).

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ZUGINSFELD am 19. Juli 2014 aktuell: KÖLNER LICHTER mit Zeitungstitel

ZUGINSFELD am 19. Juli 2014 aktuell: KÖLNER LICHTER mit Zeitungstitel

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Mir ist es lieber, wenn, wie früher, die Alten Schwarz tragen – die Farbe der Trauer (enge Angehörige ein Jahr lang in Schwarz). Alte ständig in Schwarz, weil das Leben im Alter aus Trauer und Trauer und Trauer besteht. Wer nicht trauert ist ein Barbar.

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ZUGINSFELD auf dem Eierplätzchen Köln Südstadt am 19. Juli 2014

ZUGINSFELD auf dem Eierplätzchen Köln Südstadt am 19. Juli 2014

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ZUGINSFELD ist als Bilderreihe noch nicht abgeschlossen. Die Malerei ist auch als Gesamtkomposition eines großen Malereiwerkes noch lange nicht am Ende – man kann schon jetzt wissen: Sollte ich das gesamte Werk vollenden können, läuft die farbliche Ausprägung der Malerei auf SCHWARZ hin. Momentan, Sommer des Jahres 2014, kommen bildliche Bezüge zum Malerdichter Otto Nebel hinein – umgekehrt: LEBEN OTTO – wie zuletzt bei ZUGINSFELD 41 „Überwindung“.

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ZUGINSFELD am 19. Juli 2014 in der Mainzer Straße nördlich Eierplätzchen: DIETMAR liest OTTO während FRANK fotografiert, STREET ART KÖLN 2014

ZUGINSFELD am 19. Juli 2014 in der Mainzer Straße nördlich Eierplätzchen: DIETMAR liest OTTO während FRANK fotografiert, STREET ART KÖLN 2014

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Betreffs eines Zwischenfazits zur STREET ART möchte ich sagen: Der öffentliche Resonanzraum und dessen gewidmete übliche Nutzung durch Anlieger und Passanten wurde zusätzlich benutzt. Es erfolgte Resonanz jeder Richtung zwischen Beifall, Zustimmung, Gleichgültigkeit, Ablehnung, Abwehr, dazu massenmediale Anknüpfungen wie auch die täglichen Text-Bild-Blogbeiträge auf „WordPress dietmarmoews“ im Internetz. Keiner hat mit Benzin und Lunte eine Platane samt ZUGINSFELD abgefackelt. Eine günstige Anknüpfung aus Sicht des Malers Dietmar Moews ist seine derzeitige Ausstellung in der Galerie Rudolf SMEND, direkt hier in der Mainzer Straße.

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Die von der geplanten offenen Konzeption des gesamten STREET ART -Auftrittes, seit dem 17. Juni 2014, war weder auf die Zahl 33 / DREIUNDDREISSIG (Tage Dauer) abgestellt, noch auf den 20. Juli 1944 wo der Staat seit vielen Jahren krampfhaft versucht, das vollkommene Versagen der Deutschen Wehrmacht und des Deutschen Adels vor, während und gegen die Hitlerei, in ein öffentliches Heldengedenken umzuwidmen.

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Dietmar Moews meint: Das Scheitern des Georg Elsers ist verzeihlich und gedenkenswürdig – das vollkommene Scheitern des Deutschen Großbürgertums, mit dem Attentat vom 20. Juli 1944 und dem Umsturzversuch, kann nur als ein erfolgreiches Scheitern angesehen werden:

Man hat so lange mitgemacht, bis der Zeitpunkt abzuspringen nicht mehr länger verzögerbar war für eine symbolische Sprengung der Wolfsschanze: ERFOLGREICHES SCHEITERN.

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Brich ab die Heiligkeit, verwirf die Klugheit!

So kommt zum Stehen der große Raub.

Wirf fort den Jadeschmuck, zertrümmere die Perlen!

Und auch das kleine Rauben kommt nicht auf.

Verbrenne die Pässe, brich entzwei dein Siegel!

So kehrt das Volk zu schlichtem Brauch.

Zerspell die Scheffel und reiß ein die Waagen!

Dann wird das Volk sich ohne Streit vertragen“.

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So etwa ist das KuckucksUse von Dietmar Moews zu verstehen, sich jeder einfache Internetz-Nutzer, ohne Sicherheitsverschlüsselung, ohne PIN und ohne Login/Logout durch KuckuckUse gegen die TOTALÜBERWACHUNG wehren könnte: „verbrenne die Pässe, brich entzwei dein Siegel!“

Stattdessen wird das Tragen von Sonnenbrillen ohne Mikro-Chip demnächst verboten. (OBIGES ist ZITAT aus Tao-Te-King)

Die IT-Revolution darf nicht zur virtuellen Fernfuchtelei verkommen. Deutschland kann die Welt nicht militärisch befrieden.

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https://www.youtube.com/watch?v=xotmrWmtsLw&feature=youtu.be

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