Geistloses Schloss der Preussen in Berlin eingeweiht

Juni 13, 2015
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vom Samstag, 13. Juni 2015

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Der Bürger hat Rechte vom Gesetz und durch den Rechtsstaat.

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Gestern wurde das Richtfest des „Berliner Schlosses“ mit staatlichem Getöse gefeiert.

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Ich habe Rechtsstaatsrechte. Meine Rechte werden so oft verletzt, dass ich diesem Berliner Regime nicht traue. Sie zerstören die lokale Politikbindung und den Föderalismus.

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Ich fühle mich zwischen IT-Drohnen, aktiver Käuflichkeit und Ethik schlecht geführt!

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Privatpersonen, Organisationen, Firmen und der Staat verletzen meine Rechte. Der deutsche Staat trickst die öffentliche Meinung aus und verhindert, dass Argumente und Meinungsbildung entstehen können.

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Und die gekaufte Wissenschaft rahmt den geistlosen Unkulturprozess mit mediokrem Personal und paradoxen Pseudo-Gutachten ein:

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Globus mit Vorgarten: Berlin Alt-Pankow 2010

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Wir hören:

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Bürgerinitiative: Die Kämpfer und Finanziers für dieses Wiederbauwerk „Berliner Schloss“ werden als erfolgreiche „HELDEN“ im Staatsfernsehen herausgestellt, anstatt zu zeigen, dass hier Halbwissen und Inkompetenz Geld und Massenkommunikation zur Durchsetzung schädlichen Stumpfsinns durchsetzen – mit letzter Luft wurde die Kampfparole „Humboldt“ ausgerufen:

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Keiner der Propagandisten des „Berliner Schlosses“ konnte eine anständige Vorstellung entwickeln, dazu. was mehr als das raumordnende Element der Fassaden und des camouflierten Beton-Kubus‘ gewonnen werden kann. (Wie weit die Werdersche Kirche vom Klassizisten Karl Friedrich Schinkel wirklich aufgenommen wird oder das Hauptgebäude der Humboldt-Universität oder der Berliner Dom?  – all diese eisenhölzernen Wunderwerke der Architektur – und die Kronprinzenpalais und Zeughaus, das Theater?)

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Dieses „Pseudo-Schloss“ wird ein brachiales Monument der zukunftslosen Geistlosigkeit sein. (Wir können schon mit der Umnutzungsfantasie oder der Abbruchfinanzierung beginnen).

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Der abgerissene „Lampenladen“ wäre zumindest ein denkmalschutzwertes Gebäude einer bedenklichen Architekturphase gewesen – denn die Asbestgebäude formten einen weiten „Alex“.

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Während jetzt die preussistische Angeberei der „Bauhelden“ nur zu retten wäre, wenn man den Dom (ähnlich Goethes Gartenhaus-Doublette von Weimar) originalgroß oben auf das Neubauschloss stellen würde: Eisenholz / Teakholz-Velours.

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EINS „Humboldt-Forum“ soll das neue „Berliner Schloss“ zukünftig genannt werden. „Humboldt“ soll hier der Weltreisende (jüngere) Humboldt, Alexander, sein: Alexander, der romantische Explorer Brasiliens, als Inspirator eines „Humboldt-Forums“ im Berliner Schloss-Neubau-Nachbau.

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ZWEI Berlin – historisches Hauptstadt-Stadtbild

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DREI Deutsche Tradition von Preussens Gloria und Hohenzollerns Staatsgeschichte

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Dietmar Moews meint: Ich bin schockiert, wie die Debatte um die raumordnenden Wertsetzungen und konkreten Maßnahmen des Hauptstadtbaus bislang gelaufen sind.

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Es begann mit der missglückten Bestimmung des neuen Ortes der deutschen Hauptstadt: Berlin hätte es nicht werden dürfen.

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Alles sprach und spricht für Keetenheuves Bonn! (Wolfgang Koeppen „Das Treibhaus“)

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Dresden, Hamburg, München, Karlsruhe, Frankfurt am Main sind Deutschland, haben unter Preussen gelitten, und wären ein weniger belasteter Neustart ins europäische Vereinigungsdeutschland gewesen.

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Der Königsweg lautet: Bonn + gesamtdeutsche neue Verfassung.

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Zu EINS: „Humboldt-Forum“ soll das neue „Berliner Schloss“ zukünftig genannt werden. „Humboldt“ soll hier der Weltreisende (jüngere) Humboldt, Alexander, sein: Alexander (1769-1849), der romantische Explorer Brasiliens, hat noch mit dem älteren Bruder Wilhelm Humboldt (1767-1835) einen leitenden preussischen Beamten als Universitätspräsident von Hegels (1770-1831) Gnaden zur Verstärkung.

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Was soll ausser der preussisch-deutschen Selbstbestimmung, Rückblick und Kolonialbewusstsein mit dem Humboldt-Thema geeignet sein, die Welt und die Integration Europas schmackhaft zu machen?

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Weder Alexander noch Wilhelm von Humboldt noch Georg Wilhelm Hegel sind, ausgehend von der altehrwürdigen britischen und französischen Akademie der Wissenschaften, international beeindruckend.

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Leibniz (1646-1716) war der deutsche (sächsische / hannoversche) Vorkämpfer gegen die preussische Rückständigkeit in Berlin. Leibniz war der Gründer der Preussischen Akademie der Wissenschaften und der ersten Universität zu Berlin. Leibniz – Weltbürger und Weltreisender seiner Zeit, hielt lebendigen Kontakt zu den „deutschen“ Fürstentümern und deren Wissenschaftlern. Leibniz war in Paris, in London, in Wien, und konnte beim preussischen König die Bräsigkeit des Militarismus und der Religiösität durchbrechen. Leibniz bildete die frizianische Eselsbrücke zu Voltaire (1694-1778), nicht die Humboldts, nicht Hegel (1770-1831), Letzterer Recht- und Ordnung, Restauration und die Repetition des Wiener Kongress‘ aus preussischer Beamtensicht inspirierte.

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Der angeblich auf Europa und die Welt – und auf das deutsche Weltbürger-Entfaltungswesen selbst – ausstrahlende Impuls eines „FORUMS“, wie es das „Berliner Schloss“ angeblich werden soll – ist entweder ein bespaßter Indoor-Partykeller oder auch ein Inspirationskern mit erheblicher Aufladung und Nutzbarkeit:

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Dafür steht herausragend der Universalgelehrte und Weltbürger Gottfried Wilhelm LEIBNIZ – es ist das Lebenswerk von LEIBNIZ, dass darauf wartet, gehoben zu werden. Es liegt im Leibnizhaus in Hannover. Die Leibniz-Gesellschaft sitzt an der Nikolaikirche in Alt-Berlin.

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Unsere Schloss-Helden haben davon keinen Schimmer.

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Die Preussen-Propagandisten von Schloss und Humboldt scheinen nicht zu wissen, was Preussen mit Leibniz noch zu tun hätte. Der Ostpreusse Immanuel Kant steht hier als schockierende Biografie mit Weltbedeutung, was Preussen konnte: Preussen hatte seine Chance – und vergurkt: Der große Kant war lebendes Zeugnis der Vergurkung.

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Zu ZWEI Das Stadtbild der heutigen deutschen Bundeshauptstadt wird von mehreren stofflichen Tatsachen bestimmt:

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Erstens ist Berlins historische Herkunft nicht annähernd so tragend, wie viele große Orte – Aachen als fränkische Kaiserpfalz, Köln des Albertus Magnus und Römerort, Magdeburg als europäische Hauptstadt des Otto I., Dresden als sächsisches Philosophiemodell von Herrschaft und Kultur, Karlsruhe als Ort der badischen Demokratie nur als Andeutung. Die preussischen Könige hielten sich bevorzugt in Potsdam auf, nicht im Berliner Schloss.

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Zweitens ist Berlin keine bedeutende Stadtanlage, sondern ein aus den Dörfchen Berlin und Kölln zusammengewürfeltes Haufendorf, an einer jahreszeitlich wechselnden Wasserscheide von Spree und Havel.

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Drittens wurde Berlin im Zweiten Weltkrieg derartig zerschlagen, dass es keinen Wiederaufbau, sondern einen armseligen Neuaufbau aus der Not der Zeit nach 1945 werden musste.

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Viertens hat die Teilung und Aufteilung des unsouveränen Deutschlands, in drei Westzonen und eine Ostzone, in der ehemaligen Reichshauptstadt eine städtebauliche und sozio-kulturelle Neuauslegung erhalten: WEST war die Frontstadt der westlichen „Bundesrepublik Deutschland“ geworden. OST war die Hauptstadt der östlich-sowjetischen „Deutsche Demokratische Republik“.

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Damit war nach der Zerstörung der Vorkriegsbaustrukturen die gesamte soziale Funktion der beiden Teile Berlins hart zerschnitten. Was zusätzlich durch den Ostberliner Mauerbau von 1961 und die militärischen „Staatsgrenzen“ durch das gesamte Restdeutschland bestätigt worden war.

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Ost- und Westberlin blieben durch eine Gesamtumzingelung sowjetischer Sperranlagen, die Berlin umgaben, nach 1945 zwar zusammengeklammert, aber durch die militärische Staatsgrenze und die Mauer geteilt. Nur die alte S-Bahn, die Einflugschneisen und die wasserdurchflutete Landschaft dauerten als kontinuierliche stoffliche Verbindung der Stadt Berlin insgesamt. Die alte U-Bahn wurde von sowjetischer Seite abgeriegelt. Im Westberlin lebten Westberliner und „Wehrpflichtflüchtlinge“ – in Ostberlin lebte die SED-Nomenklatura. Die bedeutende Berliner Industrie sowie die ganzen Stammsitze der deutschen Weltfirmen waren gemeinsam verloren.

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Freie Universität West und Ost-Universität seit 1949 „Humboldt-Universität“ verfolgten geistig vollkommen getrennt gegensätzliche Wissenschaftsgrundsätze, wobei die Naturwissenschaften gemeinsam blieben.

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Ostberlin wurde zu einem „sozialistischen Hauptstadt-Stadtplan“ ausgelegt. Westberlin blieb im westlichen Wartestand – nicht mehr Produktionsort, nicht mehr Verwaltungsort, nicht mehr deutscher Herrschaftsort, aber westdeutscher Sozio-Politikort, ohne wesentliche städtebauliche Ambitionen. Man gebar aus dem Mangel die „Kiez-Szenerie“ Kreuzbergs – das alte Berliner Dorf kam wieder: Wedding blieb für sich, Spandau blieb für sich, Westend oder Grunewald. Tiergarten und Mitte – als Symbol das ehemalige Kommunikationszentrum „Potsdamer Platz“ – lagen brach. Moderne Ambitionen brachten die Nachkriegsarchitekten mit dem „Hansaviertel“, später mit dem postmodernen Spreeufer und herausgehoben, das heutige Kulturforum nahe Potsdamer Platz.

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Wer nach Dresden kommt, erlebt, was eine hohe Lage ist, was ein heiliger Ort ist – allein von der Stadtanlage. Dresdner erhalten quasi „per Geburt Schönheit ins Blut“. Berlin ist der schlechtgemalte Rinnstein, statt die gutgemalte Schlosstreppe: Auf nach Potsdam!

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Zu DREI: Wem die Reichshauptstadt Berlin als Fanal Preussens nicht genügt, genau an dem Ort nicht wieder anzufangen – wem die „Hauptstadt der DDR“ nicht zum Halse raushängt, weil vom Dynamo-Stadion bis zum Majakowski-Ring die von innenangerauhten Arbeitshemden den freien Atem ersticken, weil die Karl-Marx-Allee einen Privilegien-Mob verkörperte, wem die imperialistischen Botschaftsgebäude am Pariser Platz unsympathisch sind, wer sich 70 Jahre lang die bundesrepublikanischen Preussen-Elogen hat antun lassen, um dann im Potsdamer „Sanssouci“ auf Filzschuhen rumzurutschen, wen das schwarz-weiße Dress der Gesamtdeutschen Fußballer nicht an Hohenzollern erinnert, wer mehr in Kant die weltbedeutenden Universalien Leibniz‘ erkennt als beim beamtischen Hegel und trotzdem Berlin, das „Berliner Schloss“ und ein „Humboldt-Forum“ sich wünscht, wird sich auch zukünftig mit dialektischen Ereignissen abzufinden haben – die dann als „Paradoxien“ dekonstruiert werden werden.

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Die Vordenker und inhaltlichen Ansager für die zukünftige Nutzung des „Humboldt-Forums“ können einem nur das gerechte Grausen überstülpen.

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Weder der nominierte Intendant, der Brite Neil McGregor, noch der Wissenschafts-Simulant Horst Bredekamp kommen zu mehr als zu leeren Behauptungen:

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Das Humboldt-Forum ist keine zeitgenössische Wunderkammer, und das Humboldt-Forum wird das gestohlene Ehrenwort „Wunderkammer“ nicht lange missbrauchen können.

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Sowie die ersten Müllhalten der Artists in Residence als „Wunderkammer-Inhalte“ zur Schau gestellt werden und dazu, statt Leibniz‘ Genialität, Humboldtsche Romantik auf dem inferioren Versammlungsort des preussischen „Ordens pour le merite“, von Günther Ücker bis Durs Grünbein, als Falschgeld aufläuft, wird sich das internationale Interesse abwenden: Di hamma ooch – wird der stolze Sachse sagen. (Das Grüne Gewölbe im Dresdner Schloss enthält die Wunderkammer von August dem Starken Liebhaber).

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POSTSKRIPTUM: Bereits bei der Neugestaltung des ehemaligen Reichstagsgebäudes – jetzt der „Deutsche Bundestag“ im Berliner Regierungsviertel, wurde, mit geradezu mafiotischer Härte durchgesetzt, dass alle die Zerstörung von 1945 überstandenen Innenausbauten, Sekundärarchitektur, Holzpaneele, Dekorationen, Wandgestaltungen, – einst von Paul Wallot und Otto Gussmann geschaffenn – die noch heute existieren, verheimlicht wurden.

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Alle diese harten Fakten in die Fach-Diskussion über die neue Ausgestaltung (nach 1990) des Reichstags überhaupt, die erwogen und diskutiert werden konnten, wurden von der Bundesregierung unterdrückt, Die denkmalgeschützten Auslegungen des Architekten Paul Wallot und des Innenarchitekten Otto Gussmann blieben  – natürlich –  in den 1990er Jahren mit staatlicher Gewalt spurlos beseitigt.

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So ist es mit der gesamten Innengestaltung des „Berliner Schlosses“ ebenfalls. Es wurden viele original erhaltene Elemente der Innenarchitektur unterdrückt und überhaupt nicht zur Diskussion zugelassen. Was wir jetzt bekommen, ist ein amorpher Stahlbetonklotz – außen wie innen ohne Geist. Wer es so möchte – bitteschön – auch ohne deutschen Geist: Wer in Deutschland nicht Geist abmahnt, kommt gar nicht erst zu Fragen eines deutschen Geistes (was das ist?)

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DIETMAR MOEWS auf der Augustusbrücke vor der Dresdner Frauenkirche

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Ich eröffne die Diskussion zur Frage, was ist deutscher Geist bei Leibniz? Was ist sächsischer Geist bei Leibniz? Was ist hannoverscher Geist bei Leibniz? Was ist preussischer Geist bei Leibniz? Was ist Geist zu Stadtentwicklung und Architektur?

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Was die „beste aller Welten“ bei Leibniz im „Satz vom zureichenden Grunde“ ist, wird auch der Laie nachempfinden können: Eine Honigsaugung.

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WEIHNACHT mit Papst Franz und PEGIDA unerhört

Dezember 23, 2014

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am Dienstag, 23. Dezember 2014

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Man sieht und hört es mit Erstaunen: Die „Lügenpresse“ macht mobil. Die „Lügenpresse“ zieht an und gibt PEGIDA Stoff.

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Angeblich 17.000 bei der PEGIDA-Versammlung am Montag in Dresden am Italienischen Dörfchen von Stadtbaumeister Erlwein, an der Augustusbrücke, mit den hervorragenden Dekorationsmalereien von Otto Gussmann und Blick auf die Elbe.

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Wir sind das Volk“, „Wir kommen wieder“, „Ich bin Volker“, – der SPD-Dauerbrenner Volker Schorlemmer hat es auf den Punkt gebracht: „Nicht jeder Cranach aus Wittenberg ist von Beltracchi“.

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Okee Dokee, was Menschen machen ist zuerst mal zu respektieren und ernst zu nehmen. Es wird mir als Weihnachtsthema leicht gemacht: „Die Politiker sollen uns zuhören und die wirklichen Probleme annehmen“.

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SOZIOLOGISCH verstehen kann man die derzeitige PEGIDA-Kommunikation durchaus:

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Die allmontäglich in Dresden organisierten PEGIDA-Versammlungen bestehen aus einer kleinen verantwortlichen Kerngruppe und aus den ephemeren freiwilligen Bürgern, die sich miteinander treffen. Auf dem beleuchteten Theaterplatz (Adolf-Hitler-Platz), zwischen Zwinger, Semper-Oper, Italienischem Dörfchen und Hofkirche, am Schloss, auf der Altstadtseite Dresdens, kann man diese Versammlung sehen und wird sie als eine Gruppe verstehen.

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Soziologisch gesehen handelt es sich bei diesem Kollektivgebilde um eine „Menge“ – eine größere Anzahl von Menschen, die unter gemeinsamen sozio-geistigen Ausrichtungen zusammenkommen. Die PEGIDA-Menge hat soziologisch gesehen eine Tendenz zur „Masse“. Masse ist ein Kollektivgebilde mit unter Umständen heterogenen sozio-geistigen Ausrichtungen, jedenfalls eine Menschenzusammenkunft von Individuen, die einander nicht näher kennen.

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Aus dem soziologischen Lexikon:

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Nichts voneinander wissen, unabgestimmte Motive = Masse (mehr als zwei, unabhängig von der Anzahl der versammelten Personen)

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Homogener Gemeinschaftsgeist = Menge (mehr als drei, unabhängig von der Anzahl der versammelten Personen; es gibt folglich größere und kleinere Mengen und Massen)

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Durch das gemeinsame Auftreten und die durch die allgemeine Öffentlichkeit und die von den Massenmedien hergestellte Kommunikationssituation wurde aus der PEGIDA-Menge/Masse eine ganz eindeutig als homogene Gruppe anzusprechende Menge – eine PEGIDA-Menge.

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Die weitere Öffentlichkeit zu und über PEGIDA, definiert durch die durchdringende Herrschaft der Massenmedien über die verbreitete Information und Meinungsführung zu den Montagstreffen am Theaterplatz, macht unweigerlich aus den Versammlungen ein sozio-geistiges Kollektiv.

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PEGIDA-Treffen erhalten eine Homogenität der Gruppe, die man auch mit einigen Wasserwerfern erzeugen könnte.

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Nun sagen die Massenmedien: PEGIDA ist eine Idiotisierung.

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Wenn die Versammelten banale Weihnachtslieder anstimmen, sei das minderwertig. Während „Freude schöner Götterfunken“ am Gärtnerplatz im Münchner Lehel als ein Kulturereignis hingestellt wird: REGIDA (am Münchner Residenztheater).

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Und was sagt der Münchner Demonstrant: „Immer wieder Gänsehaut.“ in Gegenwart des Münchner Oberbürgermeisters, Antifa, Gewerkschaft, Parteien: „Es wird Europäisches missbraucht“, „München ist bunt“ – ja, so kann man das treffend nennen:

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Für die Münchner ist München bunt. Und da ist dann der katholische Bischof von Rom nicht weit – wie hier jetzt erklärend angefügt werden soll:

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München hat sich erfolgreich gewehrt“, behauptet der Deutschlandfunk am 23. Dezember 2014, mittags.

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Das in der deutschen „Lügenpresse“ gängige Vorurteil von dieser „minderwertigen“ PEGIDA von Dresden ist auch ein angeblich vorbestrafter Demo-Anmelder. (Ich denke an Uli Hoeness in der Jugendarbeit) PEGIDA propagiere vollständig leere Parolen gegen die etablierte Staatlichkeit, Medien, Regierungen, Parlamentarier, all die „lügenden Politiker“ usw.

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Ja, sagt die „Lügenpresse“, die PEGIDA will ja nicht mit den Politikern, nicht mit der Öffentlichkeit und nicht mit der Presse sprechen, angebliches Motiv: „Die Presse lüge – die Presse stelle nicht ehrlich dar, was PEGIDA-Demonstranten in Dresden bewegt“.

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Nun ist es ein leicht aufzugreifender empirischer Befund – allein was die „Lügenpresse“ in den vergangenen Tagen an Informationen in Überschriften publiziert hat, reicht für eine weitreichende Staatsverdrossenheit aus Sicht eines normalgebildeten, normalinformierten Dresdners aus – und wir müssen auf die Cloud-Intelligenz des PEGIDA-Flash-Mobs achten, der die konventionelle Massenkommunikation in der IT-Revolution entfremdend aufmischt:

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Ohne Rangfolge folgen jetzt StaMoKap und „Lügenpresse“ empirische Befunde:

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– Weltweite Überwachungs-Rechtlosigkeit und abstreitende Bundesregierung (Snowden).

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– Untersuchung zu Edathy vom Bundestag: Pädophilie, Drogenkonsum, Geheimnisverrat und Heuchelei: Die Aufarbeitung der Edathy-Affäre weckt Verachtung für unser politisches System. CDU sagt: Harte Lügen.

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– TTIP-Freihandelsabkommen als Geheimverhandlungen, ohne dass die EU dazu das Recht hat, politische völkerrechtliche Verträge über die Köpfe der Dresdner PEGIDA hinweg zu schließen. (Ich sage das deshalb etwas ironisch, weil man dieses Argument kaum auf dem Theaterplatz zu hören bekommen wird – stattdessen dumpfen Unmut).

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S. Reicht. (Die StaMoKap-Litanei langweilt. Und Langweilen ist im Show-Business der LICHTGESCHWINDIGKEIT verboten).

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Also dann Franz von ASSISI aus Buenos Aires in Rom:

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Man darf über Alles predigen – nur nicht über zehn Minuten.

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Deshalb ganz kurz: Der Papst hat gestern eine Weihnachtsansprache an seine Kardinäle und Kurienmitglieder gehalten:

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http://www.zeit.de/gesellschaft/2014-12/papst-franziskus-kurie-kritik-liste

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(KURIE sind die Katholiken, die in der Vatikanstadt als Mitglieder der Römisch-Katholischen Kirche leben und tätig sind – die meisten Kardinäle zählen nicht zur Kurie von Rom, sondern zu ihren eigenen Heimat-Bistümern):

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Papst Franz hätte mit Dietmar Moews sagen können: Der Papst, der Pappst, der Parpst.

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Gesagt hat er indes 15 Vorhaltungen gegen die Kurienmitglieder – die kann man jederzeit im Internetz nachschlagen und lesen „Fünfzehn Krankheiten der Kurie“: Als Hit und Top-Slogan brachten die internationalen „Lügenmedien“ Folgendes:

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Spirituelles Alzheimer“ (wortwörtlich in die Gesichter) von seinen Kardinälen, Bischöfen und Priestern prangerte er 15 „Krankheiten“ an – darunter Schizophrenie, Größenwahn und Geschwätzigkeit.

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Der Papst und die Katholische Kirche, die Sezession des jüdischen Christentums in Rom, haben ihre innere Organisation und ihre weltweiten inneren (Jesuiten + Opus Dei) Probleme.

Mit den „15 Krankheiten“ handelte es sich mit einer in alle Welt elektromedial öffentlich übertragene Weihnachtsansprache. Mit dieser Rede spricht Papst Franz die inneren Belange der römischen Kurie konkret und direkt an.

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Das heutige Europa hat sich inzwischen spirituell und rational/irrational vom sogenannten christlichen Abendland entfernt. Die meisten EU-Menschen sind nicht gottgläubig.Während die jeweiligen Kirchen im Sinne des organisierten Christentums als geldheckende Moralunternehmen mit erheblichen steuerstaatlichen Bevorzugungen. Doch auch ohne Gläubige haben die Ausströmungen der Kirchen-Medienmacht konkrete Meinungsbeeinflussung, Verhalten, Werthaltungen, Stereotypien, Sprachwendungen, christlich-abendländisches Gepräge von Sitten, Recht und Ordnung, stets zur Folge.

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Papst Franz redete also zu den Seinen – und nebenbei zu allen anderen Adressaten. Die internationale Gemeinschaft wird von Papst Franziskus so wenig beeinflusst, wie er und seine Kirche konkret Verantwortung für wirkliche Geschehnisse übernehmen.

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Warten wir einfach ab, was eine jede kleine katholische Gemeinde in Deutschland nun mit dieser Weihnachtsansage anfängt? Weitermachen? Oder verändern? Was, wer, wann? Wird Kardinal Reinhard Marx (der hier mit Bergoglio zusammengearbeitet hat) der kommenden Papst?

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Dietmar Moews meint: Rührend, wie Papst Franz marschiert. Er bringt seinen vollen Einsatz offenen Auges, selbst dabei bald zu verbrennen. Denn seine Vatikan-Revolution überfordert menschliche Lebenskräfte. Da hilft Beten wenig.

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Wer nun wirklich wissen will, was PEGIDA-Demonstranten bewegt, was sie motiviert, warum sie die heutige Staatslage ärgerlich finden, der muss nur mal die 15 Krankheiten der Kurie auf Merkel, Seehofer und Gabriel, auf Tillich, Lieberknecht und Bouffier versuchen anzuwenden.

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Es reicht, für die sprachlosen Dresdner PEGIDA-Demonstranten die 15 Krankheiten der Kurie, die Papst Bergoglio jetzt zu Weihnachten 2014 ausbrachte (und die „Lügenpresse“ hat Franz jetzt offiziell zum Friedensnobel-Preis 2015 angemeldet) – gegen die von PEGIDA abgelehnten deutschen Staatsrepräsentanten in Stellung zu bringen.

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Kurz – dass die Große Koalition und die Parteienlage die Parlamente beinahe vollständig in ein Blockparteiensystem ohne Opposition umgestaltet haben. Und dazu die „Lügenpresse“ die sich keinesfalls fähig zeigt, dieses Blockunwesen als unabhängige Medien-Opposition aufzumischen und ständig in Frage zu stellen, reicht zu zeigen, wie unzugänglich dieser Machtblock inzwschen arbeitet.

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Nein, die Staatsmedien hauptsächlich spielen sich als Wirtschafts-Meinungsführer des StaMoKaps (Staats Monopol Kapitalismus) auf und machen alle Skeptiker und Kritiker als „Rechtsextreme“ und/oder „Antiamerikaner“ ab.

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Haben sie nicht selbst von „USA ist Folterstaat“ berichtet! Haben sie nicht selbst die Massaker in Gaza so weit wie möglich ignoriert! Wir sehen Frierende in Syrien, aber rufen nicht zu Spenden für die frierenden Araberkinder in Gaza auf, Gaza, das bis heute vom Massakerstaat blockiert wird.

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Dafür finanziert Deutschland für Milliarden neue Kriegsschiffe für Netanjahu – all das entnehme ich den deutsche Medien, die so gesehen keine Lügenpresse sind, sondern lediglich die Meinungsführung so zu halten versuchen, dass die erheblich geschränkte Besatzungs-Souveränität der Deutschen (PEGIDA) vertuscht bleiben soll: Der Pappst, der Parpst.

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