Léon Poliakov und das schmiedeeiserne Tor in Springe

Oktober 4, 2021

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am Dienstag, 5. Oktober 2021

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Judenfriedhof Springe – Das Friedhofs-Gittertor ist weg – stattdessen Müllberg bei Knochengustav, wo das Gittertor sein müsste

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Zu meiner Überraschung habe ich in dem kürzlich in der Springer-Tageszeitung DIE WELT publizierten Essay von Hannah Arendt den Hinweis auf LÉON POLIAKOV erhalten:

Aktuell brachte die EDITION TIAMAT die deutsche Erstveröffentlichung der französischen Originalausgabe: >Bréviaire de la haine. Le IIIe Reich et les juifs<; 1951. – also: 599 S., Verlag Klaus Bittermann; Berlin 2021

>LÉON POLIAKOV: Vom Hass zum Genozid – Das Dritte Reich und die Juden<, übersetzt, herausgegeben und mit einem Nachwort von Ahlrich Meyer.

Léon Poliakov (1910-1997) war französischer Historiker und Forschungsleiter am Centre national de la recherche scientifique in Paris. Schwerpunkte seiner Arbeit waren Rassismus, Antisemitismus, jüdische Geschichte und der Holocaust. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. das achtbändige Standardwerk „Geschichte des Antisemitismus“.

Klappentext: „Dieses Buch ist ein historisches Meisterwerk. Es erscheint mit siebzig Jahren Verspätung in Deutschland. Die Gründe für die Verspätung sind heute nicht leicht verständlich zu machen. Handelt es sich bei der 1951 veröffentlichten Ausgabe des Bréviaire de la haine doch um die erste systematische Gesamtdarstellung des Mordes an den europäischen Juden auf der Grundlage von deutschen Dokumenten. (…) Poliakov war von 1946 bis 1948 als Sachverständiger der französischen Delegation beim Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg tätig. Er hatte Gelegenheit, umfängliches Dokumentenmaterial aus dem Prozeß gegen die Hauptkriegsverbrecher und den sogenannten Nürnberger Nachfolgeprozessen einzusehen. (…) Gestützt auf die Nürnberger Prozeßunterlagen, wurde Poliakov zum ersten Historiker, der nur wenige Jahre nach den Ereignissen ein umfassendes, dokumentatorisch abgesichertes Bild des Holocaust zeichnete. Was seine Darstellung heute, nach Jahrzehnten der konkurrierenden Interpretationen und Deutungen des Geschehens, lesenswert macht, ist der unverstellte Blick des Autors, die unmittelbare Konfrontation mit dem Quellenmaterial. Bewußt legte er die Dokumente und Aussagen der deutschen Täter zugrunde, um zu rekonstruieren, was geschehen war und wie es geschehen war. Letztlich ging es ihm dabei nach eigenem Bekunden um die Frage, warum die Nazis die Juden vernichten wollten.<

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In diesem Schlüsselwerk fand ich nunmehr, was für die Stadt Springe am Deister nur als beckmesserische unter der Hand kursierende Gerüchte bekannt ist, nämlich so unbekannt, dass der anmaßende Geschichtslehrer Christian Rohde mit dem Springer Museumsverein ein Springer Judenbuch abfasste und herausgeben ließ, ohne wesentliche Verbrechen an den Juden festzuhalten und ohne diese Opfer zu nennen. Besonders der erste Stadtchronist, der jüdische Lehrer in Springe, Dr. Heinz Brasch, wird noch in den 1990er Jahren von Autor Rohde vertuscht. Warum? Böse? Dumm? Man kann es nur bedauern. Denn wenn sogar die Jüdische Verbandsführung in Hannover, die für die Jüdischen Friedhöfe im Hannöverschen zuständig ist, davon nichts weiß, aber auch nichts wissen will, ist von Verabredung auszugehen. Und es steht wohl fest:

Die beiden schmiedeeisernen Eingangstorflügel des früheren Jüdischen Friedhofes, neben der ehemaligen Superintendentur, Völksener Straße, gegenüber des Alten Friedhofs, die der Schüler Dietmar Moews noch auf seinem Volksschulweg – von der Roten Schule zur Sudetenstraße – täglich dort sah, genau, wie er die Bauarbeiter auf dem Alten Judenfriedhof erstaunt sah, wie ende der 1950er Jahre auf dem Friedhof gebuddelt wurde, Grabstellen ausgehoben wurden, eine Baugrube entstand und ein Wohnhaus mit Garage gebaut worden ist – Bauherr der damalige Stadtdirektor Dr. jur. Gustav Degenhardt, im Voksmund auch „Knochengustav“ genannt (wegen angeblicher Knochenfunde in den Gräbern), entnazifiierter NSDAP-Jurist aus Thüringen, bis Kriegsende in Goslar, 1948 in Springe mit Persilschein als Fremder aufgetaucht entnazifiziert, der dem Judenverband mit windigen Erpressungen den Friedhof zum Bauplatz abgehandelt hatte.

Das Friedhofseingangstor zum Judenfriedhof verschwand. Stattdessen erschien ein querverbretterter Zaun, kein Tor mehr, während der Judenfriedhof selbst in Rest-L-Form, am Haus entlang und hinter dem Haus verschwand. Die Bewohner hatten dort Rasen angebaut und spielten dort Federball (das wird vermutlich, ohne Garteneingrenzung, noch heute von den Bewohnern so genutzt). Friedhof war nur noch auf dem Lageplan, aus den Augen aber verschwunden. Wo früher das Tor zur Völksener Straße den Friedhofszugang bildete, lagerten die Nachbarn später ihre Müllsäcke ab. Springer Kultur im Alltag war nicht von besonderem Feingefühl geprägt. Der Judenpräsident in Hannover verweigerte sich, mir gegenüber schriftlich, sich da einzumischen, sich also nicht einmischen zu wollen.

Léon Poliakov schreibt auf Seite 140 rep. auf 139 in Vom HASS ZUM GENOZID:

„… S. 140 … In vielen deutschen Städten verkauften die Gemeindebehörden die Gitter und Grabstätten auf jüdischen Friedhöfen, während im Generalgouvernement die Grabsteine benutzt wurden, um die Straßen zu pflastern (Quelle: XVII, S. 391-420; Schreiben des Büroleiters Neuwied an das Zentralamt des ERR Berlin, 26.1.1943).

S. 139: „…Hinzu kommt die Masse der „privaten“ Diebstähle und Beschlagnahmungen während der „Aktion Reinhardt“, deren Umfang sich kaum je ermitteln lassen.// Die Ernennung von Pohl, dem Chef des WVHA, zum Verwalter sämtlicher beweglicher Vermögen und Immobilien von Juden im Generalgouvernement im September 1942* bildete den Schlußstein dieses Plünderungssystems. Weiter östlich folgten Mitarbeiter des WVHA den mobilen Kommandos, die mit der Vernichtung der Juden in der Sowjetunion beauftragt waren.* Die Letzte Habe der aus West- und Südosteuropa deportierten Juden wurde ihnen zumeist in Auschwitz geraubt. Kleidung und Koffer, die sie mitgebracht hatten, füllten die 35 „Kanada“-Lager. („Kanada“ war die Bezeichnung der Häftlinge für diesen Lagerabschnitt, die auch von den SS-Leuten selbst benutzt wurde.) Zu bestimmten Zeiten waren 2.000 bis 3.000 Funktionshäftlinge damit beschäftigt, die Berge von Wäsche, Kleidungsstücken, Schuhen und eine unendliche Menge verschiedener Gegenstände zu sortieren,* darunter Brillen, Prothesen und Frauenhaar. Wir befinden uns im allerletzten Stadium der Todesindustrie, dort, wo die Knochen zu Phosphat und das menschliche Fett zu Seife* verarbeitet wurden … Mehr als der bloße Schrecken selbst übersteigt die bürokratische Organisation des Schreckens unsere Vorstellungskraft. Sogar die Juden früherer Generationen trugen, obzwar in bescheidenem Maße, zum Wohlstand des Dritten Reichs und seiner Bewohner bei. In vielen deutschen Städten verkauften die Gemeindebehörden die Gitter der Grabstätten auf jüdischen Friedhöfen, während im Generalgouvernement die Grabsteine benutzt wurden, um die Straßen zu pflastern*….“

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Dietmar Moews an der Springer Göbel-Bastei im Jahr 2004

Dietmar Moews meint: In Springe wird obige Bestätigung des stadtbekannten Wissens über die Judenmisshandlung kaum jemand interessieren. Wer kennt dort in der Deisterfauna schon Léon Poliakov oder Hannah Arendt?

In Springe war der Knochengustav viele Jahrzehnte Stadtdirektor, derjenige für die Entnazifizierungslügen zum Heinrich Göbel den verwaltungsrechtlichen Start für 1954 gab:

Die NSDAP-Altgruppe: Degenhardt, Städtler-NDZ, Jürges-Altbürgermeister und Dr. Achim Gercke NS-Rassismusforscher – die haben das Ding gedreht, das heute noch die Stadt Springe der Welt gegenüber diese Nazilüge behauptet:

Göbel 25 Jahre vor Edison, nicht eine Glühlampe erfand, auch nicht eine Glühbirne, sondern als Lügner vor Gerichten im Jahr 1893 in USA letztlich aufs Peinlichste konkret widerlegt und abgeschmettert wurde.

Heinrich Göbel (1818-1893), Henry Goebel, wie er dort figurierte um Amerikaner zu werden, wurde nicht nur wegen Blödheit und weil er dann im Jahr 1893 gestorben ist, nicht für seine falscheidlichen Erklärungen gegenüber Gerichten weiter belangt. Das war aber den Springer Entnazifizierten nach 1945 scheißegal.

Und so behauptet der Bürgermeister FDP-Springfeld es 2021 immer weiter auf ehernen Beschilderungen öffentlich bis ins Internetz http://www.springe.de, gefälschtes Geburtshaus, Glühlampen-Denkmal und an einem Kitsch-Pferdehalfter am Amtsgericht: Der Springer Erfinder der Glühbirne, 25 Jahre vor dem entscheidenden Patent von dem Erfinder EDISON, Göbel – entgegen besserem wissenschaftlichen Gutachterwissen der Originalquellen zu Göbel: Das Licht der Welt aus Springe.

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Denn da proklamiert man offiziös nach wie vor seit 1954 gelogen: Springe brachte der Welt das Licht.

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Und hier können wir jetzt sehen, wie die Springer Fauna, die teilweise lesen und schreiben kann, damit umgeht, dass das Gittertor des Judenfriedhofes wie auch die vielen Originalgrabsteine abhanden kommen konnten. Natürlich, überall fehlten Steine zum Bauen und für Fundamente. Warum also nicht, wenn es doch noch zehn Jahre vorher im Hitlerismus des Dritten Deutschen Reichs ebenso gemacht worden war.

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Ich wollte es nur noch mal dokumentieren – in wirklicher Erschütterung, auch wenn mir sämtliche Details seit sehr Langem geläufig und vielfältig bekannt sind::

DIE WELT, Samstag, 4. September 2021: Seite 25, von Hannah Arendt, DIE GESCHICHTE DES GROSSEN VERBRECHENS, March 1952, Originaltext in „Commentary“ Volume 13, Bumber 3) – aus dem englischen von Barbara Abarbanell.

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20. April 2021 – der historische Durchbruch im Opportunitätsprinzip

April 16, 2021

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am Freitag, den 16. April 2021

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Der alljährliche Ladenhüter-Geburtstag 20. April kommt. Und es gibt eine sozio-geistige Bewegung, die von Intelligenz und Entfaltungskraft zeugt:

Nach Aufklärung durch das „Gutachten zur Quellenkritik Goebel 2021“ gibt es ein neues amtliches Ermessen im politischen Opportunitätsprinzip.

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https://wordpress.com/post/lichtgeschwindigkeit.wordpress.com/54566

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Nazi-Reichskanzler Adolf Hitler bei der alljährlichen Springer-Passage auf dem Weg zum Erntedankfest, Externsteine

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Dietmar Moews meint: Es gibt immer Tradition, es gibt immer Abhängigkeiten, es gibt immer Veränderlichkeiten – sagt der Soziologe und bezeichnet den fortlaufenden Wandel.

So gibt es auch Nazi-Nachfolger und Nachfolger der Nazi-Opfer. Beide Gruppen haben eigenes Recht, wie die Küchenschabe, wenn man sie lässt.

Das ist nun also nicht einfach der Geburtstag von Adolf Hitler und dessen geistigen Kindern bzw. dessen kindischen Nachfolgegeistern. Sondern es ist nunmehr die öffentliche Einsicht, dass der am 20. April 1818 in Springer geborenen HEINRICH GÖBEL ein unterbelichteter Verbrecher war, jedoch kein Glühlicht-Erfinder und kein Elektro-Pionier. Die Eigenschaft als „Tüftler“ wird ihm zuzugestehen sein, immerhin hatte Heinrich Göbel nach eigenen Angaben mit seiner Frau törichte 14 Kinder (s. Charles, Henry Jr., Adolph, George, William und die lügenden Töchter).

So frage ich denn unseren niedersächsischen politischen Exekutivführer, Herrn Ministerpräsident Stephan Weil:

Indem die Niedersächsische Verwaltungsaufsicht den amtlichen Rechtsbruch Springes mit dem Opportunitätsprinzip argumentiert, wird eine Verlagerung des Falles auf die höchste Exekutivebene erzwungen. Es ergeben sich zwei Fragenkomplexe zu den rechtswidrigen Wertverletzungen an der unzweifelhaften historisch Wahrheit der vorhandenen Gerichtsdokumente. Was ist opportun, Herr Weil? Welche Argumente hat der MI für das bemühte Opportunitätsprinzip?

2.1 Herr Weil, wissen Sie, dass mit der Entnazifizierung in Springe – schon kurz nach der Ablehnung in der Auseinandersetzung um die Namensgebung „Heinrich-Göbel-Park“, der dann Volkspark genannt worden ist – in Springe willensstarke Alt-Nazis wieder zum Zuge kamen?

2.2 Herr Weil, halten sie für opportun, dass der Verlagschef des Familienbetriebs Neue Deister Zeitung Willi Städtler, bis 1945 in der NSDAP, den bekannten Nazi und Rasseforscher Dr. Achim Gercke als freien Mitarbeiter der NDZ zum Thema „Heinrich Göbel“ in zahlreichen einschlägigen Text-Beiträgen und Leserbriefen (A.) zum Zuge brachte?

2.3 Herr Weil können Sie opportun finden, wenn der 1948 selbst entnazifizierte neue Springer Stadtdirektor, Dr. jur. Gustav Degenhardt (wir nannten ihn Knochengustav, weil er auf dem Springer Judenfriedhof sein Wohnhaus baute), bis 1945 NSDAP-Mitglied und Amtsmann in Goslar, aus Thüringen gekommen, an den Bundespräsident Theodor Heuß schrieb, dass er zum Lichtfest 1954 nach Springe kommen möge? (A.)

2.4 Herr Weil – zum Verständnis noch – kurz nach dem 2. Weltkrieg genehmigte die vorgeordnete Behörde der Stadt Springe aus einem altstadtnahen Domänen-Sumpf einen Park anzulegen. Als der Park 1950 eingeweiht werden konnte, kämpften bestimmte politische Akteure für den Namen „Heinrich-Göbel-Park“; die Lockerungen der Entnazifizierung waren noch in der Entfaltung – die nazibefreiten SPD-Springer setzten den Namen „Volkspark“ durch. Finden Sie hindurch?

2.5 Im Jahr 1950 konnten die kriegsgeschlagenen, hungernden und frierenden Springer erstmalig ein Volksfest machen, eine Festwoche mit Straßen-Umzug, mit den Schülern, den Feuerwehren, dem Pferde- und Reitverein, Schützen durften noch nicht schießen. Aber Tanz und Bierzelte brachten die ersten vom Überlebenskampf erleichterten Stunden im Deistertal. Man sang „Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld …? Irgendwelche Göbel-Elogen oder Symbolkünste zu Edisons Glühlampen wurden nicht aufs Programm gesetzt – keiner vermisste die „Ewige Lampe“ am falschen Geburtshaus in der Festwoche.

Die Zeitzeugengeschichten der Springer Heinrich Kalisch und Hans Heinrich Seedorf, die sich als frühere Hitlerjungen vorstellten, akzentuieren in ihrem Buch von 2001 nicht, was da die Springer im Jahr 1950 bewegte und wie die von den britischen Besatzern sehr umsichtig moderierte basisdemokratische Selbstverwaltung, bald Parteien zuließen, Ratswahlen und Neuzulassung der Neuen Deister Zeitung. Denn die Alt-Nazi griffen an:

2.6 Herr Weil, wie finden Sie, dass Stadtdirektor Degenhardt an den US- Präsidenten in einem Brief auf „Goebel vor Edison“ hinwies, um für ein Benefit der USA zu bitten? (A.)

2.7 Herr Weil, wie opportun finden Sie, dass der Springer Bürgermeister seit 1918, bis 1945 NSDAP-Mitglied, danach kurzzeitig sogar Stadtdirektor, Fritz Jürges, als Mitautor der „Geschichte der Stadt Springe am Deister“, 1954, mit einigen Lehrern, Hartmann, Fischer, Haverkamp, die allererste offizielle Stadtgeschichte schrieb, jedoch

2.7.1. Weitgehend hat der Springer Lehrer und naziverfolgte deutsche Jude Dr. Heinz Brasch, nach dessen Nazi-Berufsverbot im Jahr 1939, diese Stadtchronik von 1939 bis 1944 erarbeitet (A.). Braschs Autorenschaft wird von Altnazi Jürges unterschlagen. Kein anständiger Mensch kann das opportun finden.

2.7.2 Dr. Brasch kam angeblich 1944, beim Abtransport in den Osten, auf dem Lindener Bahnhof zu Tode (A.).

2.7.3 Eine amtliche Hallermunter-Schrift über „Springer Juden“, 1998, von Springer-Lehrer Hans-Christian Rohde,“vergisst“ Dr. Brasch; dasselbe passierte Rohde in seinem Buch „Göbel-Legende 2007“: Brasch? Fehlanzeige. Brasch hatte aber „Das Licht vom Deister“ geschrieben (Typoskript im Stadtarchiv Springe und Kopie im asz- Archiv, Dr. Dietmar Moews, Dipl. Ing. Köln.)

2.7.4 Und noch 2020 in „Hannoverschen Geschichtsblättern“ zitiert Rohde Fritz Jürges, der Dr. Brasch abgeschrieben hatte (A.), allerdings ohne Quellenangabe. Ist das wirklich der Geist der basisorientierten Selbstbestimmung, der mit dem Opportunitätsprinzip als politische Integrationskunst über den repressiven Verwaltungseingriff zu stellen ist?

2.8 Sind die Göbel angebunteten Textteile in Hartmann/Jürges „Geschichte der Stadt Springe am Deister“ (1954) über Göbel, die Kalisch/Seedorf ohne seriöse Quellennachweise ebenfalls amtlich verbreiten dürfen, zulässig? Diese Geschichtsfälschungen bei Hartmann 1954 auch in „Ortschronik Springe 2002“ vom Autor Andreas Lilge, auf amtliche Herausgebervorgabe durch Prof. Horst Callies, quasi unbearbeitet übernommen – sind die zulässig? Kann man das für opportun halten, im Sinne von Ermessensentscheidung?

2.9 Ich zitiere aus konkretem Opportunitäts-Spiel, allerdings hier beim heutigen Springe-Goebel 2021 als Geschwür der 1954er Alt-Nazi-Konjunktur mit Dr. Achim Gercke und der Neuen Deister Zeitung (NDZ). Da heißt es nämlich:

Fasst der Rat einer Gemeinde einen rechtswidrigen Beschluss bzw. beschließt ein anderes Organ eine rechtswidrige Maßnahme, so besteht grundsätzlich die Einspruchspflicht des Hauptverwaltungsbeamten. Dieser hat dabei bereits in Zweifelsfällen der Kommunalaufsichtsbehörde gegenüber zu berichten (vgl. nur 88 NKomVG). Diese muss dann entscheiden, ob sie gegen den Beschluss/die Maßnahme kommunalaufsichtliche Schritte einleitet. Es handelt sich dabei um eine Ermessensentscheidung. Die Kommunalaufsichtsbehörde kann – abhängig von dem jeweiligen Landesrecht – beanstanden, Anordnungen treffen, die Ersatzvornahme einleiten oder ein Organ durch einen Beauftragten ersetzen (vgl. für Niedersachsen §§ 172 ff. NKomBG). Bei abweichender Rechtsauffassung gegen eine solche Entscheidung besteht die Möglichkeit des Widerspruches und der Klage vor dem Verwaltungsgericht seitens der betroffenen Kommune.

2.10 Herr Weil, meinen Sie denn, es könne als oppportunes Ermessen weitergetrieben werden, wie der obige Passus aus dem Vorwort der Zeitzeugengeschichte 2001 von Kalisch/Seedorf – ob nun irrlaufend oder zynisch – der geradezu danach schreit, so nicht länger amtlich verbreitet werden zu dürfen. Denn es ist die Fortpflanzung der blanken Göbellüge von 1929 über 1954, hier 2001 in die Ortschronik 2002, die noch heute, im Jahr 2021, in Springe auf den öffentlich-amtlichen Texttafeln steht.

2.11 Hier spitzen die beiden Autoren Kalisch und Seedorf vollkommen wahrheitswidrig zu, was die Gesamtverlogenheit dieser Zeitzeugen, aber auch die Göbelkapitel im Besonderen betrifft, wenn sie ein paartausendfach drucken lassen („Zeitzeugengeschichte von Springe 1925-1956“, 2001 – Seedorf nannte Goebel einen Heiligen):

„Seite 3

Vorwort:

Wie war das eigentlich damals?

… Fragen sind bisher in schriftlicher Form von kaum jemandem und auch nur randlich in der sonst vortrefflichen Stadtgeschichte von Wilhelm Hartmann (1954) beantwortet worden. Und auch in den anderen Heimatchroniken der letzten 50 Jahre wird diese Zeit häufig ausgelassen oder doch nur sehr kurz behandelt. Es wird darüber mehr unterdrückt als geschrieben. Das Schweigen hatte viele Gründe…“

2.12 „Seite 26

5. Bericht: Heinrich Kalisch Erste große Göbel-Feier im Jahre 1929

… Der Verband deutscher Elektromechaniker hatte gemeinsam mit der Elektrotechnischen Gesellschaft Hannover an diesem Sonnabendnachmittag in das Hotel Friese eingeladen, um Heinrich Göbels, dem Erfinder der ersten elektrischen Glühlampe zu gedenken. Heinrich Göbel, ein Sohn unserer Stadt, geboren am 20. April 1818 im Hause Zum Oberntor 30 und im Alter von 30 Jahren im Krisenjahr 1848 nach Amerika ausgewandert, hatte 1854 dort seine große Erfindung gemacht….“

2.13 Herr Weil, wie können Sie opportun befinden, wenn die Springer Goebel- Nazimachenschaft durch sozio-geistige Nachfolger über so viele Jahre gegen die Nazi-Opfer und deren Nachfolger (z. B. all die Springer Sozialdemokraten, die bis 1945 von den Nazis eingesperrt waren) mit amtlicher Macht fortgesetzt wird?

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Daraus folgt – wer wachsam die Hierarchie der Gedanken zu mobilisieren vermag:

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WG. Unterlassung amtlicher Bekundungen der Stadt Springe die nicht der Wahrheit entsprechen

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Das rechtsstaatliche Verlangen der zu verfügenden Beendigung des angängigen rechtswidrigen Amtswalten in Zuständigkeit der Stadtverwaltung Springe bzw. nach langjährigen, stufenweisen öffentlichen Appellen seit dem Jahr 1986 (s. Gutachten zur Quellenkritik 2021), Aufklärungsgesprächen zur dokumentierten Quellenlage zur amtlichen Springer Göbellüge der Alt-Nazi und deren Nachfolge-Springer durch die Jahre – immer angesichts der Nichtnazi und deren Nachfolger – bis hin zu Offenen Briefen zur Initiation der Verwaltungsaufsicht, nun nach dem Opportunitäts-Ermessen an die oberste Exekutiv-Instanz Niedersachsens.

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Der angezeigte Missstand und die amtlichen Irreführungen werden noch im April 2021 fortgesetzt. Es werden lügenhafte Erklärungsnormen gegen die weiterhin rechtswidrigen Textpublikationen und sinnlichen Manifestationen von der untersten Exekutivinstanz aufrecht erhalten (s. online Springe.de und Links zum OHG, aktuelle amtliche Buchpublikationen, Denkmäler mit unwahren Betextungen, die Ortsratsprotokolle 2020 und 2021, mündliche Stellungnahmen der Amtsträger, auch unwiderrufene NDZ-Zitationen, zur Fortsetzung der Nazi-initiierten amtlichen Göbel-Lügen).

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Heiliger Bimmbamm!

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