1914 Die Avantgarden im Kampf /3 Lichtgeschwindigkeit 4108, Dietmar Moews, am 5. Februar 2014 Täglicher Bonus zur Ausstellung in der Bundeskunsthalle von Dietmar Moews und Otto Nebel – 8. November 2013 bis 23. Februar 2014

Februar 5, 2014
Dietmar Moews, Köln, am 5. Februar 2014

Dietmar Moews, Köln, am 5. Februar 2014

Lichtgeschwindigkeit 4108, Dietmar Moews, am 5. Februar 2014
Täglicher Bonus zur Ausstellung in der Bundeskunsthalle von Dietmar Moews und Otto Nebel – 8. November 2013 bis 23. Februar 2014
c. Dietmar Moews 2014

Mit der Ächtung des Krieges, die dem Maler Dietmar Moews stets eine Einstimmungsaufgabe zur Kunstkauflust ist, seit den 1970er Jahren mit der „Künstler für den Frieden“-Ausstellungen und jetzt zu „1914 Die Avantgarden im Kampf“ in täglichen Lichtgeschwindigkeit-Folgen – hier Folge 2 – die Ächtung des Krieges und der Gesellschaft, die ihn hervorbringt – ZUGINSFELD – Malerei von Dietmar Moews mit ZUGINSFELD von Otto Nebel, dem expressionistischen Gedicht aus dem Jahr 1918.

„Was wäre die moderne Kunst ohne den Ersten Weltkrieg? Eine wunderbar spekulative Ausstellung in Bonn“ – mit solchen Sätzen haut die heutige Salonpersonnage auf die Kacke der medialen Anschlusshöhe, in der Annahme es wird keine Geschundener jener Kriegszeit mehr dazu kommen, diesen Schmierfinken in die Fresse zu hauen. Hybris der von sich selbst besoffenen Mediokristen des Salons, die sich selbst wunderbar finden.

Der Erste Weltkrieg gilt als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. 70 Millionen Soldaten standen in Europa, Afrika, Asien und auf den Weltmeeren unter Waffen, 17 Millionen Menschen verloren ihr Leben. Die prägenden Jahre von 1914 bis 1918 waren Endpunkt und Neubeginn zugleich. Mitten in den Auseinandersetzungen kämpften auch die Künstler, und die Ereignisse hinterließen in ihren Werken deutliche Spuren. Otto Nebel war Weltkriegssoldat und entkam im Jahr 1918 der Gefangenschaft aus dem englischen Colsterdale, wo er das Zuginsfeld aufgeschrieben hatte. Otto Nebel zählte zum Kreis der Zeitschrift „Der Sturm“ von Herwarth Walden, wo Zuginsfeld in zwei umfangreichen Folgen im Jahr 1923 erstmalig publiziert worden war.

Zuginsfeld Grafik von Otto Nebel

Zuginsfeld Grafik von Otto Nebel

 

„Im Jahre 1930 vervollständigte ich das Werk im übervölkischen Sinne durch fünfzig Tuschfeder-Zeichnungen.“

Otto Nebel zit. nach Band 3 edition text + kritik, hrs. von René Radrizzani, München, Lausanne 1979.

Die Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn untersucht das Schicksal der modernen Kunst in ihrem Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg, allerdings unter der einäugigen Kunst-und Künstlerauswahl der heutigen Salonpersonnage. Stets unter Ausgrenzung derjenigen unabhängigen Künstler wie Otto Nebel oder Dietmar Moews.
Durch die völlig neuen, existenziellen Erfahrungen des Leidens und der Zerstörung fanden zahlreiche Maler und Zeichner noch in diesen Kriegsjahren zu bewegenden neuen Themen und bildnerischen Verfahren. Schon während der Krieg wütete, versammelten sich in der neutralen Schweiz emigrierte Kriegsgegner und gründeten 1916 Dada als internationale Protestbewegung, spätere Surrealisten forderten einen „esprit nouveau“ als Inbegriff der von allem Alten sich befreienden Kultur, wieder andere Künstler näherten sich der vollständigen Abstraktion. Bei Kriegsende waren die Weichen für die richtungsweisenden Strömungen des 20. Jahrhunderts gestellt. Und was brachten ästhetische Erfahrungen mit dem Zweiten Weltkrieg? Was macht die Salonpersonnage mit der Kunst des Jahres 2014,
nachdem ein Kriegsjahrhundert in den Überlebenden die ästhetische Prägungen gefärbt haben? Die Salonpersonnage führt den „Großen Krieg“ ästhetisch als Weisheit vor, während dieselben Kustoden und Funktionäre der Salonpersonnage heute, belanglose Hausfrauenkünstler herausstellen, die weit hinter Tatlin, Rudolf Schlichter und Walter Serner zurückstehen.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck

ZUGINSFELD gemalt von Dietmar Moews
Zuginsfeld, expressionistische Dichtung zur Ächtung des Krieges
(insgesamt XIII Abteilungen); aus Kriegsgefangenschaft 1918,
geschrieben von Otto Nebel (1892-1973), 181 Seiten lang

Zuginsfeld 2, 205cm/205cm, 1984 in Hannover gemalt

Zuginsfeld 2, 205cm/205cm, 1984 in Hannover gemalt

Zuginsfeld 2
Der Gefreite
DMW 361.9.84
Öl / Leinwand / Vergoldung
205 x 205 cm
1984 – 1986 in Hannover gemalt
Euro 14.500,-
Das Gewehr ist die Braut des Soldaten
Auf Weiber ist kein Verlaß
Was nützt denn dem Seemann die Braut
Erlaß: Verlassen Sie sich auf die Flinte
Verlaßt die Flinten
Liebe Modell 98 ist Finte
Braut ist die Gewähr
Fliehet die Fahnen!
Bleibt bei der Stange
Brut ist die Gefahr
Doch Brutus ist ein ehrenwerter Mann
Hammel, hast Du keine Flinte
Himmel, haste keene Tinte
Die Brutbraut freit den Entmannten
Der Gefreite
Mannteufel
Freiheit, die ich meine
Meine du Güte
Minna
Mein Schwarm
Gefreite werden zugeknöpft
Schwärmen für Knöpfe
Links hinaus
Rechts herein
Auf der Grundlinie Eitelkeit
Vereitelt
Esel geht voran
Dienst ist keiner
Dienst ist Dienst
Schnaps ist Schnaps
Schnapsdienst ist Nachtübung
Dämmerschoppen
Spaß beiseite
Grober Unfug
Anschluß beim Teufel
Rindvieh, gefreites, gehen Sie gutes Beispiel voran
Greifen Sie ein
O Thäler weit
O Hohn
Oho
Schonung
Oha
Am Rande Schützen
Schonungen schützen
Schützen schonen
Schützen schützen keine Waldung
Schützen schonen keine Schonung
Schutzmann
Aha
Brüllen Sie
Ahasver
Visier 800
Sie Bulle
Jawohl
Das Maul halten und brüllen!
Zu Befehl
Sie!
Sie Schießbrille Sie!
Zu Befehl
Halten Sie den Rand!
Befehl, halte den Waldrand
Der Kerl ist außer Rand und Band!
Jawohl
(Jawohl heißt: Nein)
Habe Sie nicht gefragt!
Zu Befehl
Was soll das heißen
Schpruuung, – aufmarschmarsch
Du kannst mich am Abend
Ziel ansprechen!
Gefreiter G e r a d e a u s
(Wiederholen!
Radeaus am Kugelbusch
Wiederholen!
Am Kegelbusch
Alleneune
Idiot, alle neun zurück marschmarsch!
Eintreten, der gefreite Paul Maulfaul
Kamel mit Eichenlaub
Zu Befehl
Haltsmaul!
Jawoll
Gar lästig ist die Jagerei
Ausstellungen:
1997 Georgenkirche Halle Kirchentag Leipzig
2003 Odeonsplatz München


Gaucks wahnsinniges Verantwortungsgeheule Lichtgeschwindigkeit 4105

Februar 1, 2014

Gaucks wahnsinniges Verantwortungsgeheule

Lichtgeschwindigkeit 4105, Dietmar Moews, am 1. Februar 2014

 

Zu den Militärpositionen und der Machtverschleierung auf der Münchner Sicherheitskonferenz

c. Dietmar Moews 2014

Bild

Die derzeitigen Spiele in der deutschsprachigen Publizistik benutzen Mittel der Propaganda und der Volksverdummung. Die Sprache der Führer – Obama und Merkel – verzichtet darauf, von den bösen Sachen zu berichten. Stattdessen lenken die Reden von den Transparenz- und Beteiligungsbedürfnissen der Demokratie ab. Der „Westen“ zieht voll durch. Er ringt um totale Weltherrschaft und Weltkontrolle. Die westliche Waffentechnik, die westlichen IT-Cyber War-Mittel sowie die Daten-Vollsteuerung, werden vorangetrieben und zugleich völlig verdunkelt.

Mit der Kampfparole „Sicherheit oder Freiheit“ wird die lebendige Diskussion um die Demokratie in der IT-Revolution an die Wand gedrückt. Die homogenen Verlautbarungen auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2014 – seitens der Deutschen durch Bundespräsident Joachim Gauck (SPD), Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) – stimmen völlig mit den Standpunkten des westlichen Totalitarismus-Deckmantel überein und müssen bei jedem klar Denkenden Atemnot und Beklemmung auslösen.

Aus deutscher Interessenslage erscheint die Verlogenheit der Führer zweifach wahnsinnig. Bundespräsident Gauck – ganz im Anschluss an den damals völlig zu recht verjagten Bundespräsident Horst Köhler, der als Weltfinanzinsider sein Machtwissen der deutschen Öffentlichkeit zum Finanzkollaps des Jahres 2008 verhehlte, und der deutsches Militär zur militärischen „Interessenvertretung in aller Welt“ aufrief – ruft jetzt nach Militär und nennt es Verantwortung.

Zum anderen wird wirklichkeitsnah die Macht des Schwertes als entscheidend hingestellt, dabei aber vertuscht, dass die Schwerter je so eingesetzt werden, wie die Interessenpolitik es will. Es ist Wahnsinn, wenn Gauck so tut als hätten wir eine militärgemeinschaftliche europäische Interessenlage. Militäreinsätze der USA in Afghanistan, von Frankreich in Mali, von England in Argentinien, sind historisch gewachsene in die Zukunft hinausstehende Interessenorientierungen, die keinesfalls denen Deutschlands und den deutschen Allianz-Erfahrungen entspricht.

http://www.ganz-muenchen.de/artculture/2003/moews_ausstellung/zuginsfeld_feldherrenhalle.html

Ausstellung Odeonsplatz-München der SCHWABING-EXTRA mit DIETMAR MOEWS ZUGINSFELD Malerei

Deutschland hat seine Interessen darin zu sehen, die eigene Lebenskultur im Rahmen der Werte des Grundgesetzes fortsetzen zu können. Das ist nicht die Frage von der Größe des Staatsgebietes oder der Stückzahl verfasster Staatsbürger oder der aktuellen Wirtschaftsleistung der produzierenden und handelnden Deutschen. Es ist die Frage der konkreten politischen Möglichkeiten und der möglichen Interessenskonflikte mit allen nichtdeutschen Entitäten. Wer hätte dazu offene Fragen? Die Verhandlungsgegenstände der europäischen Vereinigung, die diversen konfligierenden Argumente und die ungelösten Probleme, die die europäischen Partner in den Ring werfen und schließlich durch jeweils nationale Militär-und Kriegspolitik unterfüttern, weisen doch eindeutig in welche Richtung wir Deutschen unsere Verantwortung auszubauen haben.

Deutschland braucht Stärke, damit friedliche Existenz durch friedliche Koexistenz fortgesetzt werden können soll.

Einer Frau mit Glatze hört niemand zu, schrieb mal eine rückständige Schriftstellerin. Vielleicht hört man einem Christian Lindner (FDP) zu, wenn er mal Glatze haben wird? Kanzlerin Angela Merkel steht in der Verantwortung die Militarismusspiele transparent zu Kommunizieren. Merkels Schaukelei zeigt, dass sie ihre Wähler für nicht wirklichkeitstauglich hält, sondern an intrigante Diskussionsführung glaubt.