Kölsch vor Alt und 1. FC Köln vor Fortuna Düsseldorf

November 18, 2017
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Vom Samstag, 18. November 2017

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Kölsche Nubbel vor der Verbrennung

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Die beliebte Freizeittreffen-Gewohnheit, leicht alkoholische Getränke (Biere) miteinander zu genießen, oft davon aber so viel, als sei die Gemeinschaft besser im Rausch auszuleben.

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In Köln, wo der schöne Sport und das lustvolle Fußballspiel dadurch verleidet wird, dass es hauptsächlich um sehr viel Geschäft und Geld geht, ist doch, wie auch andernorts, die wochenlange Freude, dass man am Wochenende wieder spielen darf, man trifft sich am Stadion, zieht die schönen Uniformen an, Ringelstutzen, Streifenhemden, die besten Fußballschuhe aller Zeiten und dann darf man spielen. Und Zuschauer, die auch Fußball lieben, sind auch meist viele da. Oft gibt es auch organisiertes Singen. Bei guter Laune singen alle, sogar ohne Einpeitscher.

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Jetzt, im Karneval, ist ein zusätzlicher Reiz, wenn die Städte der großen KARNEVAL-Traditionen, Kölle, Hofeditz, Mainz-Helau und Oche, miteinander spielen -. Das war heute in MAINZ 05, wo der 1. FC Köln zu Gast gekommen war. Das Spiel endete 1:0 für den FSV Mainz 05. Aber auch der 1. FC Köln hatte seine Chancen – bei Platzverweis und Elfmeter sind immer viele EXTRAS mit im Spiel. HELAU gegen ALAAF ging hier also tabellenstandgemäß aus.

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Für die freundschaftlich-niederrheinische Rivalität zwischen KÖLSCH und ALT, also Kölle und Düsseldorf, allerdings, trug der 1. FC Köln (letzter der 1. Liga), der bis heute direkt vor FORTUNA DÜSSELDORF (1. der 2. Liga) plaziert war, den Vorteil davon:

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Denn DÜSSELDORF verlor heute den Spitzenplatz an den Verfolger, HOLSTEIN KIEL, die Kieler spielten heute gegen Unterhaching 2;2, gewannen also einen Punkt und verdrängten die FORTUNA von der Tabellenführung.

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Das ist karnevalesk. Das Kölsch wird heute wieder fließen. Der Nubbel weiß, was ihm blüht.

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Dietmar Moews meint: Mainz führt die Karnevalisten an, Köln folgt, Düsseldorf klar vor Aachen – auch Beckum kämpft im westfälischen Hintergrund um Alaaf oder Helau – die Saison/Session 2017/2018 ist kurz.

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Die Kölner, in der ersten Liga, müssen auf Mainz schauen und das schöne Spiel fortsetzen. Schließlich spielen sie weiter europäisch im internationalen Wettbewerb der EUROPA-LIGA, was man in Mainz dieses Jahr nicht geschafft hat. Selbst wenn in Leverkusen Karneval gefeiert würde, und außer den GELB-Schwarzen Aachenern alle Karnevalvereine in ROT-WEISS spielten, wäre schließlich das Maskottchen, der laufende Geisbock HENNES, für den momentan Transfergerüchte umgehen, Aushilfs-Sündenbock nur bis Aschermittwoch, dann wird der wahre NUBBEL den Entlastungsbedarf decken. Bis wieder et Trömmelsche schlägt, stoan wa all parat un jeder hat jesach Kölle Allaf Alaaf

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Rosenmontag-Züge bei Sonne und Wind im Staatsfernsehen

Februar 8, 2016
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Vom Montag, 8. Februar 2016

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Commedia del ARTE

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Karneval in Deutschland ist eine Wintersportart. Witterungs-Unbillen sind am Niederrhein lebendige Humorquellen.

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Seit den 1960er Jahren gehören die Fernseh-Livereportagen, bereits zu Schwarz-Weiß-Zeiten zu den allrosenmontäglichen Vormittagsfreuden der deutschen Hausfrau. Meist konnten die Straßenkarneval-Umzüge aus Köln, Düsseldorf und Mainz in Konferenz übertragen werden.

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Dieses Jahr, 2016, mussten die Verantwortlichen viele Rosenmontagsumzüge im letzten Moment stoppen und absagen:

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Orkan, Sturm und Schrecken waren vorhergesagt. Von Recklinghausen bis Essen konnte im Saale und am Fernsehgerät gefeiert werden, die Umzüge fielen aus.

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Für die karnevalsfernere TV-Kundschaft war das auch eine große Enttäuschung. Bereits am Samstag war der Orkan angekündigt und die Sicherheitsbedenken laut ausgesprochen. Nur Köln widersprach und sagte „Sicherheit auf Sicht“ an.

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Der einzige große Rosenmontagszug der diesjährigen Session fand nun heute in Köln tatsächlich statt. Man hatte alle fliegenden Teile, Fahnen und Aufbauten, Großfiguren und – leider – die gesamten Pferdeherde, die aus aller Herren Länder angekarrt wird, aus Österreich und Sonstwo, musste wegen der Wetteraussichten gestrichen werden.

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Dann kam „de Zooch“ – ab 10 Uhr mit Täterä durch den Severins-Torbogen am Chlodwig-Platz in der Kölner Südtstadt. Die emsige Vorfreude der Karnevalisten ist überhaupt nicht zu beschreiben, weil es eine wochenlange soziale Intensivkur ist, die sich durch feiern und Musik äußert, die in Wirklichkeit eine Hochzeit ist.

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Der WDR hatte in Köln eine eigene Fernseh- und Rundfunk-Technik an mehreren Positionen installiert, auf dem Severins-Torbogen, wieder am Severins-Kirch-Platz völlig fatal platziert, sowie am Dom, und das entsprechende Reportage-Personal losgeschickt. Alle anderen Umzugsorte waren gestoppt.

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Schade um die interessanten und intelligenteren Motivwagen die traditinell in Düsseldorf gebaut werden – auch Mainz hat immer „Määnzer-Fassenacht-Umzugsattraktionen mit Geist – nur in Köln, wo sich die Karnevalisten lieber selbst zeigen, als die Diskussionen um künstlerische und politische Werte zu führen, blieben mit ihren „Persiflage-Wagen“ übrig:

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Der 1. FC Köln, der inzwischen auch als Kölner Karnevalsverein figuriert, fährt im Umzug mit, mit einem roten Mannschaftswagen – na toll.

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Der Sturm tobte nicht, a sunny day, Hochdruck, kein Gewitter – Köln hatte einen windvorbeugenden „Zooch 2016“, die Reitergarden gingen zu Fuß oder mit Steckenpferden – es war eine gelungene ROSENMONTAG-Feier, mit blendender Sonne und nur drei Tropfen Regen. Zumindest zeigten die Düsseldorfer die schönen Wagen in der Altstadt aufgestellt, trotz Wind, Regen und auch Sonne, wo gefeiert wurde.

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Dietmar Moews meint: Der schöne Pferdegeruch, der alljährlich in der Mainzer Strasse von den hunderten Gästepferden, die hier, gegenüber, in der Fachhochschule über Nacht eingestellt werden, fehlte – genau wie die ganzen Pferdeäpfel.

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Doch hier immer nach dem „marxistischen Grundsatz“: „WER MACHT, BESTIMMT“ – „wer die Arbeit macht, dem gehören die Produktionsmittel“ (das ist ähnlich wie, „wer zahlt, bestimmt die Musik“), freue ich mich, den frohen Kölnern und ihren Gästen zuzuschauen.

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Was hier heute das WDR-Fernsehen am Rosenmontag, 8. Februar 2016, geboten hat, war technisch skandalös (fast würde ich sagen, „typisch Frau am Steuer“):

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Am Severinskirche-Platz, wo die Sprecherkabinen und Zuschauertribünen aufgebaut waren, hatte man dieses Jahr experimentiert. Es wurde zwar nicht erklärt, warum. Aber die idiotischen Kamerapositionen 2016 schauten in die Sonne – grelles Gegenlicht – und hätten mindestens fünf Meter mehr Abstand zum Zooch gebraucht. Unmöglich, unmittelbar vom Straßenrand einen passierenden Motivwagen mal als Ganzes ins Bild zu kriegen. Nicht einmal seitlich aufgemalte Persiflage-Texte waren zu überblicken oder sogar mit der Wagenkunst zusammenzuerkenne – das war größter Mist und würde für den Filmstudenten nicht fürs nächste Semester reichen.

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Es befanden sich die Kameras unmittelbar an den engsten Stellen am Umzug, keine Übersicht oder Weitsicht  – kurz, man konnte aus all den  Kamera-Nah-Blicken überhaupt nie mehr als die dichtest vorbei latschenden Karnevalisten anschauen. Ein Close-Up jagte das nächste. Dazu subjektive tragbare Kameras und Reporter. Dazu Bildschnitte, die sich nicht ums Kommentatorengerede kümmerten – nennen wir es dümmliche Verlebendisierung eines Schnittsalates.

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Zu allem Überdruss, der vorwitzige aber leider nicht witzige Guido Cantz aus Porz. Der spulte als WDR-Kommentator in der Kabine seine öden Arschkriechereien herunter. Jeder Promi, der gar nicht Bild war, wurde von Guido promoted, Alfred Biolek, Bittencourt, Thomas Gottschalk, dazu die reizenden Kollegen beim WDR und er selbst, Guido – nur merkte der anscheinend wenig davon, dass seine TON-BILD-SCHERE eine Qual für den Zuschauer wurde, während er aus seinem Leitzordner vorlas..

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Wie schön machte das doch der Kölsche WDR-Karnevalist Gisbert Baltes. Den ich seit der Braushausnacht vermisse – vom Düsseldorfer Fußball-Karnevalkommentator Manni Breuckmann ganz zu schweigen. – Denn – was dieser Guido von Oben sah, den ankommenden Zug von Chlodwig-Platz her, hatten die WDR-Kameras mangels Weitblick nie im Bild.

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Da wäre dem Anfänger schon mal vom Regisseur nachzusteuern gewesen, der Hinweis, gefälligst die Monitore zu beachten, weil was nicht im Bild ist  sonst keiner verstehen kann. So laberten und sangen sich die beiden Kabinen-Spaßvögel durch die Übertragungs-Stunden, aber kein einziger Motivwagen war auch nur einmal im Gesamtbild gesehen worden: EINE QUAL in DAUER-CLOSE-UP mit Scheren-Gerede. Bitte, nie wieder.

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Eine unglaublich eindrucksvoll hochglänzende schwarze Riesen-GONDEL der venezianischen ART, auf dem Wagen, die Damenwelt leicht Strüßje zwinkernd.

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Dann der nächste – die zwei hellblaue Figuren von HINTEN mit VW Emblem verziert – Guido erklärte für Kölsche: V iele W eiber – dann kam ein Kasten mit Verkleideten drauf, die Kamelle und Strüüßje warfen, da stand dran: FORD-BILDUNG.

War das nun FORD-Reklame? FORD-BILDUNG mit VW-Schülern.

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Bei SEPP BLATTER kam es dann noch „kritischer“ – (wer es verstand, war selig) und mit der OB IN-Beschriftung, eines grünen Wagens, sollte die neue (parteilose) Oberbürgermeisterin Henriette Reker akzentuiert werden – an ALLES würde jetzt das IN angehängt.

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Und Guido trat dem EX-OB Roters nach: „Der Roters habe sich ja verdrückt“. Nicht viel später kam dann eine Rote-Prinzengarde-Kutsche, obendrauf JÜRGEN ROTERS persönlich – und GUIDO: AH, DA ist ja auch der EX-Bürgermeister, Jürgen Roters, und alle winken sich zu“:

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ET JITT KEI WOOD – wenn ich an mein Kölle denk‘.

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„Mer stelle alles op der Kopp“: Wieverfastelovend-Kostüm KÖLN 2016

Februar 4, 2016
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Vom Donnerstag, 4. Februar 2016

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„Mer stelle alles op der Kopp“. Das ist das neue Motto für die Kölner Karnevalssession 2015/16. Es soll die Jecken animieren, auch im Alltag Dinge zu tun, die vielleicht ein bisschen verrückt sind:

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Der große Wurf ist uns gelungen –

jetzt gibt’s Pariser für die Zungen.

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Es war für den Köln-Immigranten – egal wie schlau er sich anstellt – nur als freundliches Zeichen der kölschen Lebensart zu werten, wenn zur Ehre eines viel zu früh verstorbenen Genies die WIDMUNG des karneval-offiziellen MOTTOS gesetzt wird:

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„Mer stelle alles op der Kopp“ – feiere ich diesen Karneval zur Erinnerung und Ehre des Künstlergelehrten und Ingenieurs Franz Otto Kopp (1937-2015).

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FRANZ OTTO KOPP (1937-2015) zur Erinnerung und Ehrung

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Im Kölner Karneval wird in jeder Session das Leben auf den Kopf gestellt.

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Es werden Grenzen aufgehoben, gesellschaftliche Unterschiede verschwimmen:

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der Azubi wird zum Superman, der Vorstandschef zum AWB-Männchen.

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Auf der Arbeit wird gefeiert, Fremde zu „Fründen“.

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Um dieses (kölsche) Phänomen zu unterstreichen, hat das Festkomitee Kölner Karneval folgendes Motto für die Kölner Karnevalssession 2016 formuliert:

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„Mer stelle alles op der Kopp“. (hochdeutsch: „Wir stellen alles auf den Kopf.)

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Das neue Sessionsmotto soll dazu einladen, sich selbst und seinen Alltag in Frage zu stellen, so die Organisatoren. „Einfach mal einen anderen Weg zur Arbeit gehen, sich mit anderen Menschen verabreden, die man gar nicht so gut kennt, mal Dinge tun, die vielleicht ein bisschen verrückt sind oder gar den Mut entwickeln, etwas ganz neues anzufangen“.

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Dietmar Moews meint: Denn wenn dat Trömmelje jeit … es ist eine stoffverändernde Tatsache, wie die kölsche Karnevalslebensart die Kölner MULTIKULTUR von Göttlichkeit, Arbeit, MUSIK und Durst stimuliert.

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Spätestens bei der praktischen Musikliebe ist der Kölner Karneval ein Weltereignis – jeder Rhythmus, jede Melodie, jedes Motiv wird bis zur Peinlichkeit usurpiert.

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Kölsche Feierlaune geht ab. Die volkstümliche Unmittelbarkeit überspielt jedes metaphysische Achselzucken (sogar Schunkeln auf der Eins beim Walzer oder im amerikanischen Geschwind-4/4-Marsch + Bützche) – wenn et Trömmelje jeit.

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MOEWS + KOPP – Fotoaufnahmen H. in KÖLN

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Das Karnevalsgebäck von Hütten hat echt 9 EURO fuffzig gekostet und ist ungenießbar. Nicht nur der alte hartgetrocknete schmucklose Lebkuchen-Dom, sondern insbesondere die weiß-rote und blaue zuckerfarbene Dekoration schmeckt wie die Aufsichtsratssitzung des chinesischen Finanzpools, kurz vor dem Kauf von BASF und Bayer Leverkusen.

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Die blaue Zunge ist zweifellos ein originelles Kostüm zur Weiberfastnacht.

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11. 11. 11 Uhr 11 Echte Fründe in Kölle mehr als Suff und Klamotten

November 11, 2014

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am Dienstag, 11. November 2014

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Der Dombaumeister Michael Hauck wurde auf kölsche Art weggemobbt – der Turm hat einen Knick

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Als Kölner erlebt man am 11.11. um elf Uhr den Trompetenstoß (an fast jeder Straßenecke in Kneipen und davor, wo die Raucher im Regen stehen) – und nicht lange danach erklingen die ersten Rettungswagen und Polizeisirenen – für Stimmung wird immer gesorgt – Türken? Ausländer? Salefisten*? sind alle dabei: Also: Session mit neuem Prinzen-Triumvirat, Döskopp un Nubbel: Echte Fründe stonn zosamme un Kölsche Mädsche könne bütze – mer weeßnich wie lange noch: die Müsch die Müsch die Müsch.

* Sale fisten, die in geschlossenen Räumen (im Saale) pupsen

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In allen deutschen Karnevalregionen wird jetzt die dunkle Jahreszeit aufgehellt. Für alle Karnevalsfremden ist die Sangesfreude und das unglaubliche Texte-Mitsinge-Vermögen:

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Helau Alaaf Aloha  – Narrenrufe von Basel bis Beckum in Westfalen.

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Dietmar Moews meint: Der Karneval, der viele Ausprägungen als Straßenkarneval hat, wird hauptsächlich und bis Aschermittwoch in unzähligen, geradezu täglich, Saalveranstaltungen gefeiert oder besser als Zeremonie durchgespielt.

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Die großen Prunkwagen-Umzüge am Rosenmontag, bewegen die Karnevalisten „nebenbei“ das ganze Jahr über, ähnlich wie die Fußballvereine nicht nur aus den Spielern bestehen, sondern auch außerhalb der Spielzeit geradezu Gemeinschafts-Kitt für alle ist. Rot-Weiße und Blau-Weiße und die verschiedenen Karnevalsgesellschaften und Veedelkarnevalisten erdulden, dass der rotweiße EFFZEH am 11. 11. nicht auf dem 11. Platz der Bundesliga steht, aber nach dem 11. Spieltag ein Torverhältnis von 11:11 Toren hat: Dat jiddet.

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EFFZEH 3:4

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Man singt und trinkt, man dichtet und organisiert, man übt und probt und dichtet zum Brauchtum und in Köln, zum rheinischen Sozialwesen zählt nur die Liebe (Höhner). Von Willi Ostermann und den vielen Musikbands, den Zeitungen und dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) mitsamt allen Immigranten, denen es leicht fällt und leicht gemacht wird, dabei zu sein, ist die Antwort auf die Frage: Habt ihr Lust zu singen? eine strahlende Freude (in meiner weiteren Nachbarschaft haben nur wenige Leute den kölschen Zungenschlag – echte Fründe).

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Auch ohne Turm ein Wunder

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Der gelebte Exzistenzialismus in Köln, der öffentlich zugänglich und, zumindest nach unten, offen ist, kann die voranrasenden Jahre eines Lebens zwar auch nicht zügeln, aber bietet Fühlung (man erwähnt unter Umständen auch die vergangenes Jahr gestorbenen „Fründe“ am Heumarkt ab 11 Uhr 11) und singt: Uns jeht et joot.

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Gothische Hundeskulptur in Strasbourg

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Nubbelverbrennung Mainzer Straße – usjespingkst social jeck

März 5, 2014

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am 5. März 2014

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Kölner Südstadt Mainzer Straße – Fackelzug der Nubbelverbrennung am 4. März 2014

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Die Karnevalszeit 2013/14, genannt Session, in Köln war herausragend in manchem Belang – das Motto „Mer spingkse opde Zokunf“ war leider eine beckenbauerische „Schaunmer mal“-Plattheit.

Das neue Motto lautet: „Social jeck – kunterbunt vernetzt“ wird hier als Kernsatz der Neuen Sinnlichkeit zur IT-Revolution ausdrücklich begrüßt und gelobt.

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Das kölner Dreigestirn zeigte herausragende erhebliche Inspiration, Tanzfreude und Leuchtkraft.

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Die Stunksitzung war Sternstunde, sowohl der Konzeption wie der Akteure und ihrer beeindruckend virtuosen Professionalität nach. Sehr stark die Band „Köbes Underground“ und ihr „Frontmann“ Ecki Pieper, ein Spitzen-Marathon-Musikant mit tollen Gaben – waches Publikum während der Fernsehaufzeichnung.

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Die überaus kräftige Freundschaft im Kölner Straßenkarneval hatte heimatbildenden Charakter und färbte alle Kölner und Immis und deren Sangesfreudigkeit. Die letzten Tage des kölschen Fastenobens waren totaler Einsatz und Genuss. Dem tonal geübten Ohr kreisen nun die „Ohrwürmer“.

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Sehr bedeutend waren die Mainzer Prunk- und Motivwagen, „Große Koalition mit Edathy, dem NSA-Star“, „Alice Schwarzer als Frauenquote zu Uli Hoeneß-Steuer-Kriminalität“, „Putin und unsere weltpolitische Einäugigkeit“, die düsseldorfer Wagenbauer hielten sich tapfer, die kölschen Wagen verteidigten wiedermal Platz Drei.

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Die Fernsehsitzungen aus Köln und Mainz waren herausragende Events, weil das Publikum kraftvoll dabei war, das düsseldorfer Sitzungspublikum während der Fernsehaufzeichnungen war zweitklassig.

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Die Büttenreden waren thematisch verpennt. Keiner wagte und vermochte es, die IT-Revolution in der epochalen Härte anzusprechen, das: Wir leben in einer Fortschrittszeit einer herrschenden Klasse des internationalen Finanzwirtschaftswesens – aber die herrschende Klasse wird inzwischen selbst von der Robotik und den Algorithmen beherrscht. Die Karnevalisten haben es auch noch nicht gemerkt.

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Stets waren die Live-Musikanten in den diversen Fernsehübertragungen aus Köln, Mainz, Düsseldorf, Aachen und anderen, hervorragend. Kleinere Karneval-Szenerien wurden unterschlagen: ob Beckum oder Aachen -das ist doch wertvoll und wichtig!

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Hervorgehoben gehören die Köbes-Band der kölschen Stunksitzung und sehr brillant die WDR-Orchester-Formationen, begeisternd die jungen Bands „Kasalla“ und „Cat Ballou“.

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Nicht so erfreulich waren die Karaoke-Playback-Auftritte diverser Alt-Kapellen, „Die Höhner“, „Die Räuber“, Bläck Fööss“, „Paveier“ und „Brings“. Wer diese Bands zu ihren großen Zeiten erleben durfte, verzichtet nun ungern auf die Ausstrahlungskluft der Kölner Karnevalsbands mit Live-Musik, deren Fernseh-Auftritte im Playback affig und unerfreulich sind.

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Der Karneval-Party-Service in WDR-Diensten, mit Gisbert Baltes als Veranstaltungsmoderator wie als Rosenmontags-Kommentator, war für die ARD mit Abstand der Passendste.

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Während gleichzeitig die WDR III-Kommentatoren zu Köln, zu Mainz und zu Düsseldorf, nicht die notwendige Sensibilität bzw. den Erdgeruch ausströmen konnten. Hier besteht ein echtes Nachwuchsproblem beim Fernsehen bzw. wer Manni Breuckmann in Düsseldorf oder Gisbert Baltes in Köln kennt, will nicht weniger. Denn schlechte Kommentare können auch stören.

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WDR/ARD-Bildführung und Schnitttaktik bei den Rosenmontag-Umzügen ist katastrophal: Unmöglich, den Zug zu betrachten. In unsinniger Nutzung der übertriebenen Kamerazahl und -Positionen, subjektive Mobilkameras und Schwenkkräne. Der Fernsehzuschauer musste permanent Close Ups erleiden und Schnitte, die ohne Anschlüsse in hoher Schnittfrequenz gesendet wurden. Es wurde unmöglich überhaupt noch zu verstehen, Was und wo die übertragenen Bild-Details, die Beine, die Köpfe, die Szenen, sich wirklich im vorbeigehenden Zug befanden.

Der Schwachsinn der Fußball-Fernsehregisseure triumphiert in der TV-Hölle: Ball an Füßen und aufgerissene Zuschauer-Mäuler, Schnittverwirrung und Taktbeschleunigung. Es schreit nach einer Totalen – einer Alles gesamt reportierenden Kameraposition. Was trainieren die Fußballer der Spitzenklasse an Systemverhalten? dass man nur noch Bälle an Füßen gezeigt bekommt? Arme Fußball-Dummheit beim Fernsehen. Nicht verwunderlich, wenn demnächst über Quoten gesteuerte Algorithmen nur noch zeigen, wo gerade die Majorität der Nichtfußballer gerade hinschaut.

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Ebenso ging verloren, in welcher Reihenfolge der Zug und die Musikkapellen durch die Stadt zogen. Selbst mit der Chlodwig-Torburg im Hintergrund, im Südstadt-Veedel, wo der Kölner Zug startet, gelang es den Schnittidioten von der ARD, Alles durcheinander zu bringen. Damit wurde der analoge Rosenmontagumzug ein virtuell strukturloses Durcheinander.

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Die live gespielten Umzugsmusiken gingen dabei im Schnittsalat des WDR völlig unter.

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Und – wer war schuld daran? Der Nubbel. Als der Nubbel tot war, war Fastenoben zuende. Der Nubbel wurde in großen Ehren, Fackelzug, Trommelschlag mit Gesang, Weinen und Schimpfen verbrannt – genau so beobachtet von Dietmar Moews im Kölner Karneval 2014.