Blockwart oder WhatsApp Indiskretionen für die CIA

September 18, 2021

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am Samstag, den 18. September 2021

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Blockwart oder WhatsApp Indiskretionen für den CIA - featured image

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Eigentlich kennt das jeder normale Mensch, wenn gesagt wird:

„Ich bin zwar nicht neugierig, aber man möchte doch mal genauer wissen, was so los ist“.

Wer in einem Mietshaus oder einer Siedlung wohnt, aber stets zu wenig Zeit hat, mit den Nachbarn, Bekannten und Freunden die wichtigen Alltagsangelegenheiten auszutauschen, zu bequatschen oder nur der sozialen Wärme halber Vertraulichkeiten vertraulich zu erzählen – kurz, bis zum Klatsch und den indiskreten Bettgeschichten des Beschälers der Nachbarin – könnte eine WhatsApp-Nachbarschafts-APP einrichten.

WhatsApp ist ein 2009 gegründeter InstantMessaging-Dienst, der seit 2014 Teil der Facebook Inc. ist. Benutzer können über WhatsApp Textnachrichten, Bild-, Video- und Ton-Dateien sowie Standortinformationen, Dokumente und Kontaktdaten zwischen zwei Personen oder in Gruppen austauschen und erschließen dadurch die aufkommenden Daten für die große FACEBOOK-Daten-Diebstahl-Kriminalität. Außerdem ist seit Frühjahr 2015 das internetbasierte Telefonieren über die App möglich. Das kalifornische Unternehmen WhatsApp Inc. bietet dabei das eigentliche mobile Anwendungsprogramm (App) namens WhatsApp-Messenger für verschiedene Smartphone-Betriebssysteme an und betreibt die dazugehörigen Server.

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Man unterscheidet zwei unterschiedliche Arten von Apps, die aber nicht immer vollkommen trennscharf voneinander abzugrenzen sind.

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Native Apps: Native Apps sind speziell an ein bestimmtes Betriebssystem (z. B. iOS, Android, Windows, etc.) angepasst und nutzen somit die Ressourcen des Gerätes optimal aus. Aus diesem Grund können sie jedoch nur in dem jeweiligen System ausgeführt werden. Eine Native App ist im Grunde nichts anderes, als ein Anwendungsprogramm für das Smartphone bzw. den Tablet-PC, weshalb eine sehr hohe Bandbreite dieser Apps existiert. Die Anwendungen können einfach von dem entsprechenden Portal des Herstellers heruntergeladen werden. Z. B. iMovie – eine App zum Filmdrehen für Apple-Smartphones.

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Web-App: Eine Web-App ist grundsätzlich nichts anderes als eine Website, die allerdings für die Darstellung auf dem Smartphone bzw. Tablet-PC optimiert wurde. Man spricht in diesem Fall auch von einer mobilen Version der Website. Eine Web App benötigt einen Browser zur Ausführung, das bedeutet, dass die für die App nötige Software jedes Mal, wenn sie aufgerufen wird, auch aus dem Web geladen wird. Z. B.  die App des ZDFs. Die Web-App hat jedoch den Vorteil, dass jedes mobile Endgerät, das über einen Browser verfügt, die App nutzen kann.

App ist die Abkürzung von engl. Application. Damit ist eine Anwendungssoftware gemeint, also ein ausführbares Programm, das eine mehr oder minder nützliche Funktion erfüllt, aber nicht relevant für das Funktionieren eines Systems selbst ist. Auf diese Weise wird der Funktionsumfang eines Gerätes erweitert. Beispiele hierfür sind etwa Wecker-App, Navigations-App, diverse Spiele-Apps usw. Von Apps spricht man nicht nur in Zusammenhang mit Smartphones und Tablet-PCs. (natürlich gibt es auch HYBRID-APPS).

Heute gibt es spezielle APPs, das sind Software-Werkzeuge, die als digitale Internetz-Vereinigungen von speziellen Themenbereichen von Datensammlungs-Firmen, wie z. B Whats App für Facebook, digitale Signale, immer mit den persönlich identifizierten Benutzern markiert, unbegrenzt zentral speichern. Egal ob privat oder indiskret – was Benutzer da über ihre persönliche Schnittstelle aussenden, wird inhaltlich und mit den ebenfalls identifizierten Verkehrszielen gespeichert. Wer sich für eine solche App über seine Schnittstelle persönlich anmeldet, kann selbst die äußeren Inhalte dieser App konsumieren. Die durch Internetz-Verkehr gesammelten Inhalte, die jeder normale Smartphone-Benutzer in seiner Kommunikation benutzt, werden auf diesem Weg vollkommen geheimdienstlich dokumentiert: jeder Name, jedes Thema, jeder soziale Kontakt, jede Idee, jede Frage – eben alle Daten, ungeachtet der Bedeutung. Diese Daten werden komplett gespeichert und kann bis in Ewigkeit anschließend der Profilierung eines jeden Menschen dienen, wenn das den Datenbesitzern gefällt. Diese verfolgen Interessen wie Kundenforschung für Marketing, Polizeiermittlungen zu Straftaten, politische Geheimdienste, gezielte Adressierung für Desinformation in Wahlkämpfen und Konsumsteuerung der App-Benutzer, aber auch aller sonstigen angefallen persönlichen Daten von Menschen, Bank-Kontostand, Kranheiten, die man selbst nicht Daten ins Internetz geben würde, sondern werden durch andere App-Benutzer in Wort, Bild, Ton usw. denunziativ bei deren Netzbenutzung auf dem App-Speicher erwähnt.

Man kann also bei WHATSAPP lesen, was da andere eingegeben haben, man kann auch selbst eigene Informationen hineinspeichern.

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Es könnten sich also alle Hausbewohner auf der Haus-APP, dieser kommunen Webside, akkreditieren und eigene Bemerkungen dort posten, die sie für mitteilenswert finden. Und ebenfalls kann man ständig mitlesen, was da andere Hausmitbewohner eingestellt haben (z. b. kann man sich auch automatisch melden lassen, wenn was Neues auf der App bereitgestellt ist). Zwar sind solche Apps nur für zugelassene Teilnehmer (z. B. der Hausbewohner) zugänglich. Doch weiß jeder, dass solche Internetz-Formate gehackt werden können, dass die Betreiber natürlich keine Gewährleistung für die Diskretion und Sicherheit eintreten und das die Geheimdienste ohnehin immer im Geschäft sein können.

BEISPIEL: Ich möchte schon wissen, welche meiner Mitbewohner CORONA haben oder hatten, wer geimpft und wer nicht geimpft ist, wer die Maskenvorschrift ablehnt oder berücksichtigt. Ich bin allerdings der Auffassung, dass solche Hausangelegenheiten nicht weltweit verbreitet werden sollten.

Wer da nicht mitmacht, dessen Angelegenheiten können auch ohne sein Einverständnis auf einer solchen Haus-WhatsApp gepostet werden. Andererseits wird man leicht übergangen, wenn man nicht aktuell auf dem Laufenden dieses IT-Nachrichtenspiels sich hält.

Jeder Teilnehmer ist in Echtzeit mittels seines Smartphones – selbst im Mallorca-Urlaub – im Heimat- und Hausgeschehen auf dem Laufenden (keiner speichert das – allerdings Facebook, Amazon, Apple, NSA und sonstige IT-Gespenster speichern Alles).

Was dem neugierigen Indiskretions-Klatsch-Nachbarn eine WhatsApp-„Gemeinschaft ist, war der NSDAP bis zum deutschen Zusammenbruch 1945 die gesetzliche Einrichtung der BLOCKLEITER. Damit wurde jede Nachbarschaft fortlaufend ausspioniert und der Geheimen Staats Polizei (Gestapo) verfügbar gemacht.

Zur Nazizeit gabe es BLOCK-LEITER, die im Volksmund BLOCKWART genannt wurden. Das waren persönlich verpflichtete Hausspione und Denunzianten, die jede Besonderheit im Alltagsleben wahrnehmen und melden mussten.

BLOCKWART: Die Dienstbezeichnung Blockleiter der NSDAP gab es in der NSDAP-Parteiorganisation ab 1933. Der Name leitet sich vom innerstädtischen Häuserblock ab. Ein Blockleiter war für 40 bis 60 Haushalte („Wohngemeinschaften einschließlich Untermieter“) mit durchschnittlich rund 170 Personen zuständig. Blockleiter gab es während der Zeit des Nationalsozialismus nicht nur in den Städten, sondern auch in den Dörfern, wo ein „Blockwart“ mehrere Bauernhöfe, Handwerksbetriebe und Arbeiterhäuser überwachte.

Der Blockleiter hatte seine arische Abstammung bis ins Jahr 1800 zurück nachzuweisen und wurde auf Adolf Hitler vereidigt. Er war kein hauptamtlicher Funktionär, trug aber bei dienstlichen Anlässen eine Parteiuniform und war zu „vorbildlichem Verhalten“ auch im Privatleben angehalten.

Die parteiamtliche Benennung Blockleiter setzte sich jedoch im allgemeinen Sprachgebrauch nicht durch, zumal vor 1933 im Organisationsschema der NSDAP für diese Funktionäre die Bezeichnung Blockwart gegolten hatte. Der Ausdruck Blockwart wurde in der NS-Zeit von der Bevölkerung auch als Sammelbegriff für rangniedrige Funktionäre der NSDAP wie ihrer Nebenorganisationen benutzt..

Vom Hauptschulungsamt der NSDAP wurden die Aufgaben eines Blockleiters 1940 so beschrieben: „Der Hoheitsträger muss sich um alles kümmern. Er muss alles erfahren. Er muss sich überall einschalten.“ Seine Aufgaben waren tatsächlich umfassend:

Nach einem Rundschreiben vom 31. Januar 1941 sollten die Blockleiter vermerken, „seit wann der Völkische Beobachter bezogen wird, ob die Familie bereits vor dem Flaggengesetz von 1935 eine Hakenkreuzfahne besaß und welcher Volksempfänger in dem Haushalt vorhanden ist. […] Die politische Beurteilung ist […] mit dem zuständigen Block- oder Zellenleiter vorzunehmen.“ Mitte 1941 erhielten die Blockleiter den Auftrag, alle Wohnungen aufzusuchen und an den Rundfunkgeräten oder an den Bedienungsknöpfen eine Karte anzubringen, die folgende Warnung enthielt: „Das Abhören ausländischer Sender ist ein Verbrechen gegen die nationale Sicherheit unseres Volkes. Es wird auf Befehl des Führers mit schweren Zuchthausstrafen geahndet. Denke daran!“

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Als rangniedrigster Parteifunktionär genoss der Blockleiter kein hohes Ansehen und wurde im Volksmund, besonders in den Städten, verächtlich als „Treppenterrier“ bezeichnet. Er war mit seinen Funktionen ein allgegenwärtiges Instrument der Überwachung und Unterdrückung.

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Heute gibt es spezielle APPs, das sind Software-Werkzeuge, die als digitale Internetz-Vereinigungen von speziellen Themenbereichen von Datensammlungs-Firmen, wie z. B WhatsApp für FACEBOOK, digitale Signale, immer mit den persönlich identifizierten Benutzern markiert, unbegrenzt zentral speichern. Egal ob privat oder indiskret – was Benutzer da über ihre persönliche Schnittstelle aussenden, wird inhaltlich und mit den ebenfalls identifizierten Verkehrszielen gespeichert. Wer sich für eine solche App über seine Schnittstelle persönlich anmeldet, kann selbst die äußeren Inhalte dieser App konsumieren. Die durch Internetz-Verkehr gesammelten Inhalte, die jeder normale Smartphone-Benutzer in seiner Kommunikation benutzt, werden auf diesem Weg vollkommen geheimdienstlich dokumentiert: jeder Name, jedes Thema, jeder soziale Kontakt, jede Idee, jede Frage – eben alle Daten, ungeachtet der Bedeutung. Diese Daten werden komplett gespeichert und dienen anschließend der Profilierung eines jeden Menschen, wenn das den Datenbesitzern gefällt. Diese verfolgen Interessen wie Kundenforschung für Marketing, Polizeiermittlungen zu Straftaten, politische Geheimdienste, gezielte Adressierung für Desinformation in Wahlkämpfen und Konsumsteuerung der App-Benutzer, aber auch aller sonstigen angefallen persönlichen Daten von Menschen, die selbst nicht Daten ins Internetz geben, sondern durch App-Benutzer in Wort, Bild, Ton usw. denunziativ bei deren Netzbenutzung erwähnt werden.

Man kann also bei WHATSAPP lesen, was da andere eingegeben haben, man kann auch selbst eigene Informationen hineinspeichern.

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Blockwart oder WhatsApp Indiskretionen für den CIA - featured image

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Dietmar Moews meint: Neue Sinnlichkeit habe ich das Thema mit Gründung einer eigenen Zeitschrift genannt. Die Menschen wissen, wenn es knallt, kneift man unwillkürlich die Augen zu. Wenn man jemand Etwas sagen möchte, das niemand sonst wissen soll, kann man flüstern. Man klebt einen Brief zu und schreibt auf Postkarten, was jeder lesen darf. Mit der heutigen virtuellen digitalen Echtzeit-Spuren-Speicherung geht das genau nicht: ALLES was man sagt, auch am Telefon (Stimmerkennung), schreibt (Vollspeicher) oder als Abbildung ins Internetz eingibt (Biometrie) wird gespeichert und kann beliebig von jeder STASI, von jedem KGB, Gestapo oder CIA, Mossad oder Maaßen-Geheimdienst auf ewige Speicherdauer gegen den Internetz-Nutzer verwendet werden, ob Telefon oder Tablet, ob Surfen, alle E-Mails oder auf dem eigenen Computer gespeichert, wird inzwischen für Alles die Totalüberwachung möglich. Man kann sich also sicher sein, denn auch parkende Autos in der Stadt nehmen Bilder von Fußgängern auf, die selbst gar kein Internetz nutzen. Die öffentlichen Kameraüberwachungen können aufnehmen, speichern und beliebig fernsteuern, wer immer am Hebel sitzt. TELEMATIK wird in China praktiziert und wird auch bei uns bereits weitreichend praktiziert, ohne dass sich die Leute dessen bewusst sind – wie schön.

Eine Hausgemeinschaft, die im Treppenhaus Zettel anklebt, um zur Teilnahme an einer Haus-APP einzuladen, ist meist gedankenlos und harmlos. Die heutige Praxis, die Arbeiten eines Blockwartes lückenlos auszuüben, im Ergebnis auch noch ohne Denunziationsziele der Informanten, findet aber subversiv statt. Wer was über den Nachbarn per App erzählt will ja nichts Böses – tut es damit aber für Datenspeicher in Ewigkeit.

Meine Kritik zielt nicht auf die Attributierung von ungebildeten WhatsApp-Benutzern.

Die törichten Nachbarn tun das gedanken- und rücksichtslos. Sie finden die Apps bedenkenlos praktisch und wollen so etwas auch im eigenen Haus unter den verschiedenen Wohnungsparteien haben. Nazis müssen kein Nazibewusstsein haben. Man verkörpert NAZI-Gesinnung aus Faulheit oder als Kontrollfreak. Die Eingewöhnung an Indiskretion und dem andauernden Selbstverrat durch eigene private und intime Posts im Internetz mittels solcher digitaler APP-Strukturen, dienen der Überspielung der individuellen Selbstkontrolle und Selbstkontrolle, die unbedenklich aufgegeben werden.

Sobald ein Putin oder ein XiJinping an die Macht in Deutschland kommt, werden alle Menschen in Deutschland zu gläsernen Telematik-Objekten. Ich kann es nicht nachvollziehen, dass Hundertausende, die Hitler erlebt haben, Stalin oder Erich Mielkes Stasi-Überwachungssystem unterworfen waren, unbedenklich ihre individiellen Nervensysteme an das weltweite digitale Gespenstertum abgeben.

Also: MIETSHAUS-APP? Nein Danke!

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Horst Ehmke 1927 – 2017 Kurznachruf

März 13, 2017

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von Montag, 13. März 2017

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Der deutsche SPD-Politiker Horst Paul August Ehmke, geboren am 4. Februar 1927 in Danzig, ist 90-jährig, am 12. März 2017 in Bonn gestorben. Sein Tod folgte – so weit bekannt – nach altersbedingter Hinfälligkeit zuletzt in einem Bonner Krankenhaus.

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Ehmke war noch 1944 Mitglied der NSDAP und wurde seit 1947 – bereits als 20-jähriger Schüler und alsbald als Student – als SPD-Mitglied registriert. Seine gesamte berufliche Linie war auf SPD-Beziehungen ausgerichtet, ohne einen Weg durch die SPD-Ochsentour von unteren Lokalpolitik-Gliederungen über Landes- und Bundespolitik und Gewerkschaftsbund und Evangelische Kirche. Ehmke begann bereits als Jura-Student seine Partei-Hochschulkarriere, einschließlich Promotion und schließlich Professur als Staatsrechtslehrer.

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Horst Ehmke gehörte zum (nordostdeutschen) SPD-Genossenkreis, der mit Willy Brandt, Günter Grass und anderen, die SPD in die Bundesregierung und, im Jahr 1969 Willy Brandt, zur Kanzlerschaft brachte.

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Ehmke war 1969 Bundesminister der Justiz, von 1969 bis 1972 Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes (Kanzleramtsminister) sowie von 1972 bis 1974 Bundesminister für Forschung und Technologie und Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen.

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Horst Ehmke gehört zu den deutschen Geburtsjahrgängen, deren gesamtes Leben von Nazipolitik und Krieg geprägt worden ist. Ehmke wurde als 16-Jähriger, im Kriegsjahr 1943, Luftwaffenhelfer, kam nach dem Notabitur 1944 zu einer Fallschirmjägereinheit der Wehrmacht. Als 18-Jähriger wurde er verwundet und geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft.

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Noch 1945 entlassen, legte Ehmke 1946 das Abitur in Flensburg ab. Er studierte Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Göttingen sowie von 1949 bis 1950 Politikwissenschaft und Geschichte in Princeton (USA). Sein Studium beendete Ehmke 1951 mit dem ersten und das Referendariat 1956 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen. 1952 ermöglichte mannach knapp drei Jahren Studium, schon nach dem ersten Staatsexamen, seine Promotion zum Dr. jur.

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Von 1952 bis 1956 war er wissenschaftlicher Assistent des Bundestagsabgeordneten Adolf Arnd (SPD). Danach war er bis 1960 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Ford Foundation in Köln und Berkeley (USA). Nach seiner Habilitation 1960 wurde er 1961 zum außerordentlichen Professor an der Universität Freiburg im Breisgau ernannt. Ab 1963 war er ordentlicher Professor und Inhaber des Lehrstuhls für öffentliches Recht an dieser Universität. Seit 1974 war er als Rechtsanwalt zugelassen.

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Ehmke widmete sich nach seinem Ausstieg aus der aktiven Politik dem Schreiben von Kriminalromanen, die im politischen Umfeld spielen (Politikthriller).

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Ehmke schied nach der Guillaume-Spionage-Affäre, im Jahr 1974, aus Regierungsämtern aus. Mit dem 12. Deutschen Bundestag, bis 1994, war Horst Ehmke SPD-Bundestagsabgeordneter (MdB).

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Horst Ehmke zählt neben Willy Brandt, Egon Bahr, Günter Gaus und Günter Grass – der Generation der „Vor-1968er“ – zum engsten Akteurskreis der sogenannten neuen deutschen Ostpolitik an.

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Unvergesslich bleibt Horst Ehmke als freundlich-witziger, der Ironie fähiger Parteipolitiker, fallweise eiskalter Frechheit, womit er in der deutschen Nachkriegsszenerie ohne Vorbild und ohne Nachkommen war. Die meist als Berufs-Geheimwissen nicht bekannten Grauzonen im weltpolitischen Geschäft band Horst Ehmke als späterer Krimi-Autor an „fiktive“ Handlungen seiner Unterhaltungsschriftsstellerei an – was ebenfalls für seine herausragende Lebhaftigkeit und Intelligenz und auch so von seiner lebenslangen Gemeinwesenorientierung zeugt. Gewissermaßen ein Nachfolger des, von Thomas Mann bewunderten und beneideten Jakob Wassermann (Ehmke bei EICHBORN-Verlag!).

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STAATSAKT für Alt-Bundespräsident WALTER SCHEEL (1919-2016)

September 7, 2016
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Vom Mittwoch, 7. SEPTEMBER 2016

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Walter Scheel mit dem Bronze-Kopf des ersten deutschen Bundespräsident Theodor Heuss (FDP)

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Heute fand der Staatsakt mit allen staatlichen Ehrungsformen, Halbmast-Beflaggung und höchsten Rednern, Bundespräsident Dr. Gauck, Bundesaußenminister Steinmeier sowie FDP-Staatsmann Wolfgang Gerhardt und in Anwesenheit der höchsten politischen deutschen Repräsentanten, Bundeskanzlerin Dr. Merkel und die weiteren, zum Tod des deutschen Alt-Bundespräsident Walter Scheel im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie statt, sowie Live-Sendungen bei den TV-Staatsendern PHOENIX und ZDF.

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Es war glorioses Spätsommerwetter in Berlin.

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Walter Scheel war 97-jährig, am 24. August 2016, in seiner Alterspflegestätte in Bad Krozingen gestorben. Als Grabstätte wurde der Waldfriedhof Berlin-Zehlendorf Grunewald bestimmt. Scheel war auch Ehrenbürger der Stadt Berlin. (s. Auch Kurznachruf in LICHTGESCHWINDIGKEIT).

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Walter Scheel war zuletzt deutscher Bundespräsident von 1974 bis 1979.

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Scheel war von Hause aus evangelischer Konfession, betonte das später nicht mehr. Und er war als Wehrmachtssoldat der Hitlerzeit Mitglied der NSDAP, was Scheel lange Zeit zu vertuschen versuchte.

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Scheel war Berufspolitiker der FDP (Freie Demokratische Partei).

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Scheel war Staatsmann nach dem Tugendkataog des großen liberalen Sir Ralf Dahrendorf.

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Scheel wurde FDP-Führer der „Wende“ im Jahr 1969, aus der Bundesregierungs-Koalition mit der CDU/CSU hin zur SPD des damaligen Außenministers Willy Brandts, der dadurch zum ersten SPD-Bundeskanzler werden konnte. Hierdurch wurde die sogenannte „Ostpolitik“ („Wandel durch Annäherung“ an die SED in der sowjetisch besetzten Ostzone/DDR, an Moskau und den Warschauer Pakt unter Breschnew) inittiert und durchgesetzt.

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Die  gewaltfreie Revolution am Ende der „DDR“ – Ende 1989 – steht fraglos auch in der Folge des friedenspolitischen Impetus von Brandt-Scheels Ostpolitik.

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Damit war Scheel der FDP-Führer der den „kalten Krieg“ mit der akzentuierten deutschen OSTPOLITIK, gemeinsam mit der Brandt-SPD, hin zu den späteren Ostverträgen und später dem frei gewählten Beitritt der DDR-Wähler zur Ersten Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1991 und dem 4+2-Modus trug und als demokratisch gewählter deutscher Politiker mitverantwortete.

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Scheel war Machtpolitiker des Machbaren.

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Scheel war Bundespräsident zur Zeit des eskalierenden RAF-Terrorismus‘ in der Ersten Bundesrepublik Deutschland. Er war als oberster Staatsrepräsentant der Trauerredner des von der RAF umgebrachten Wirtschafts-Managers Hanns Martin Schleyer.

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Walter Scheel war ein guter Kommunikant und wurde als „Schlager- und Chorsänger“ zum Bestseller mit dem Volkslied „Hoch auf dem gelben Wagen“.

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Walter Scheel im Jahr 2014

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Beim heutigen Staatsakt spielten Mitglieder der Berliner Philharmoniker zum Abschied Walter Scheels Händels HWV Xerxes. Giordani, JS Bach BWV 1068 „Air“, BWV 147 „Herz und…“ u. a. eine bearbeitete Fassung für Militärorchester von „Hoch auf dem gelben Wagen“ – während der schwarze Überführungswagen abfährt :… aber der wagen der rollt“.

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Scheel hatte Humor und sagte in der Außenpolitik:

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Ich bin bereit „alte Zöpfe abzuschneiden“, aber ich vernachlässige dabei die Frisur nicht.“


9. Mai 1945 – Bedingungslose Kapitulation im totalen Krieg

Mai 9, 2015

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vom Samstag, 9. Mai 2015

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Heute vor 70 Jahren, am 9. Mai 1945 in Berlin, unterschrieben die alliierten und die deutschen Militärführer die „Bedingungslose Kapitulation“ des „Deutschen Reichs“ im totalen Krieg.

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Heute finden verschiedene Feiern der Siegermächte statt, besonders die alljährliche „Große Militärparade“ in Moskau, wo das heutige Russland den Sieg der „Roten Armee“ im „Vaterländischen Krieg“ der damaligen stalinistischen Sowjetunion begeht.

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Diese „9. Mai 1945-Feier“ ist die Erinnerung der Siegermächte an den Sieg und aller Staaten an die militärischen und zivilen Opfer und Schäden und das Gedenken an die daraus erhoffte Friedensordnung, die in den Händen der Siegermächte lag.

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Daraus wurde bis heute ein weltpolitischer Dauerkonflikt, in dem sich die Stärksten nur beliebig an die UN-Charta halten.

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Für die Sowjetunion war aus einem kleinen Raubkrieg ein Verteidigungskrieg und schließlich ein Eroberungskrieg geworden. Frankreich war vom deutschen Reich überfallen worden und hatte nun Frieden und ein zukünftiges Mandat eines Hochkommissars in Deutschland, England hatte große Verluste und Besatzungsrechte für Deutschland, während der Beistand Englands für Polen nicht aufgegangen war. Die USA haben sich eine opferreiche exterritoriale Weltkriegsszenerie zugezogen, die am 9. Mai nicht endete. Wer sonst noch untergepflügt worden ist, kann heute nur gemischte Siegergefühle feiern.

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Der 9. Mai 1945 ist aus heutiger deutscher Sicht keineswegs abgeklärt und die großen Opfer gingen bis heute ins absurde Irrwerk über:

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Dietmar Moews meint: Der Ruf nach „Stunde Null“ verhallt, solange nicht erkannt wird, in welchem Maß Urteilsschwäche und Irreführungen der materiellen Bedingungen das sinnliche Verhalten der Menschen bestimmen.

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Dass ein deutscher Sohn eines belasteten Nazibürokraten von Befreiung redete, setzt die Verirrung lediglich fort. „Befreiung Europas“ ist ein metaphysischer Schwachsinn, der die tatsächlichen Antagonismen zerreden will, aber nicht kann.

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Die Würdelosigkeit der Hitlerdeutschen, die eigendynamisch zu Opfern wurden, zeigt, in welchem Maß die Zumutungen an das Individuum Überforderungen sind.

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Anders gesagt: Die Frage „Wie ist der Mensch?“ muss anbetracht des massenmedial organisierbaren Mehrheitsmobs anders beantwortet werden:

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EINS Die Deutschen als moderne Kampfgemeinschaft des Nationalsozialismus bildeten ein Kollektiv. Die Deutschen fanden sich in einer effizienten Machtorganisation einer nachhaltigen gemeinsamen Weltanschauung wieder.

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Wesentlicher, geradezu struktureller Bestandteil dieser „deutschen Weltanschauung“ waren eine revisionistische Ideologie, zu glauben, die Deutschen könnten gegen alle anderen Weltmächte militärisch erzwingen, die Folgen des Ersten Weltkriegs rückgängig zu machen oder aussetzen zu können: Den Versailler Vertrag beseitigen, die Staatsgrenzen revidieren, die repräsentative Demokratie der Weimarer Republik abschaffen und durch ein komplex kapitalistisch-mediatisiertes Führersystem ersetzen – das dürfte niemand überzeugen.

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Diese exklusive rechte Weltanschauung war auf den auf Hitler ausgelegten spezifischen Führerkult gebaut.

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Weltanschauung im Interessenkonflikt ist bis heute – im Jahr 2015 – das Problem – es heißt Exklusivität statt Inklusivität.

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Resilienz statt Härte wäre die Erlösung.

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ZWEI Inzwischen hat die Geschichtsforschung erkannt, dass „der Führer“ mit Verlauf des Krieges aus der deutschen Innenpolitik verschwand. Hitler wurde persönlich innenpolitisch unproduktiv, redete kaum noch öffentlich, bis er völlig untertauchte. Stattdessen mischte er sich wesentlich und „unprofessionell“, strategisch und sogar taktisch, bis zum Zusammenbruch, in die militärischen Entscheidungen ein.

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DREI Die Unmündigkeit und Urteilsschwäche der deutschen Öffentlichkeit, in deren Kommunikationsführung jegliche Kritik und sachliche Erörterung, sofern sie den „Führervorgaben“ nicht entsprachen, noch als Bestärkung der Nazilinie bewertet wurden, machte diese „deutsche Fehlerorganisation“ lernunfähig.

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Sowohl das Militär insgesamt, bis zum einzelnen Soldaten, waren außerstande moralische Pflichten und Mitgefühl in die alltäglich durchgeführten eigenen Kriegsverbrechen entscheidend zu integrieren. Wie wenig das weltanschauliche Wertkonzept des Nationalsozialismus als „Kampfmoral“ weder der allgemeinen Menschlichkeit noch der exklusiven eigenen „Herrschaftsmenschlichkeit“ genügte, wurde nicht verstanden.

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Die fortwährenden Irrlehren und Fehlentscheidungen, die sich bereits mit dem Zerwürfnis mit dem britischen Königshaus im Jahre 1936 und nach Eröffnung des Krieges gegen Russland, im Nachsommer 1941, abzeichneten, dienten den Deutschen zur Stabilisierung ihrer weltanschaulichen Vorurteile.

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Das widersinnige und unmenschliche Diskriminierungs- und Vernichtungsprogramm gegen ausgegrenzte Minderheiten, die vollkommen verirrte Rassenlehre, hauptsächlich im Zeichen eines vollidiotischen bolschewistisch-jüdischen Weltverschwörungsmodells, war die Voraussetzung dafür, dass die Deutschen blind und dumm waren. Der deutsche Nationalsozialismus hatte vorgeführt, wie beinahe selbssteuernd ein mehrheitlicher Mob herangeführt werden kann – um nachträglich noch zu behaupten: „Wusste das der Führer?“ und „Wir haben nichts gewusst“.

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Ohne eine soziale Einschätzung der miteinander interagierenden und interdependierenden Führerfokussierung mit dem jedem Deutschen zuzumessenden völkisch-entkoppelten Verantwortungsdispens bleibt die Hitlerverteufelung eine billige Sündenbocktheorie.

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Sowohl der „Führereid“ wie die „Bereitschaft der Heimatfront“ den „totalen Krieg“ einzugehen, beweist, wie stark Feindbilder, Propaganda und Weltanschauung, auch ohne Führung bis zuletzt reichten.

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Deutsche, die Wahnsinnigen, kämpften vor 70 Jahren aus Weltanschauung

Mai 2, 2015

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vom Samstag, 2. Mai 2015

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Meiner Auffassung war der deutsche Reichskanzler Adolf Hitler, der sich im Zusammenbruch des totalen Krieges, am 30. April 1945 erschoss, wahnsinnig.

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Ich verstehe den langjährigen „Erfolg“ seiner soziale Dynamik unter den Aspekten:

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EINS Die Deutschen der Weimarer Republik verfügten über potenzielle soziale weltanschauliche Anschlusspotentiale. Hitler „ließ die Sau raus“ – seine Staatskritik und Feindkritik affirmierte die verirrten deutschen Selbstbilder zum verlorenen Weltkrieg und den Versailler Auflagen, dem Sündenbock-Mob der kleinen Leute, dem Militär, der Großindustrie. Hitler sprach die völkisch stimmbare deutsche Kommunikations-Gesellschaft an.

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Gleichzeitig ließ er wahnsinnige weltanschauliche Irrvorstellungen über Sinn und Form des gewünschten Lebens aufziehen. Dabei wurde jeder einzelne – anthropologisch und sozial – praktisch exklusiv inkorporiert oder exklusiv bedroht oder beseitigt. Der gesamte Führerstaat wurde als Despotie, als Mobszenerie und Volksaufstand, hierarchisch geordnet und kontrolliert gesteuert.

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ZWEI Hitlers gezielte und persönlich praktizierte und organisierte Gewaltbereitschaft.

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DREI Hitlers Desorientierung bestand in seiner fortlaufend wahnsinnigen Verirrung in die Interpretation der eigenen Verfangenheit in die selbstbeeinflussten historischen Ereignisse.

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Hitler vermeinte zweckrational zu gestalten, während er die objektiven Misserfolge seiner politischen Handlungen unterbewerte. Die aus Hitlers Sicht anscheinend bestätigende, kritische, aber objektiv „wahnsinnige“ Resonanz seiner Berater und seines persönlichen Publikums stabilisierte die falschen Entscheidungen.

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Abgesehen von den ideologischen Verblendungen, die Hitler in seinem Buch „Mein Kampf“ darstellt und seine Beschränktheiten und Dummheit ausdrückt, werden aufs Ende besehen, Hitler sehr früh seine Desorientierungen klar (zum Thema Zweifrontenkrieg / Englands Thronfolger springt 1936 ab. Zum Thema der unsinnigen Rassentheorien und die deklarierte „arische Kulturrasse“. Zum Thema Vorsehung und Teleologie. Zum Unverständnis der Philosophen, ob Kant, ob Goethe, Schopenhauer, Stirner, Nietzsche, begreift die Hitlerei nicht die soziale Vielfalt und die Bedeutung der freien sozialen Dynamik im Gegensatz zur totalen Direktion. Nicht-Moral und Vernichtung der Kritiker und Andersdenkenden als Naturrecht des Stärkeren.

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Hitlers Gesprächspartner, die teils hochqualifizierte Fachleute der Industrie und der Naturwissenschaften waren, zeigten sich als politische Schwachmaten. Hitler war bis zum Schluss von zu objektiven Urteilen unfähigen persönlichen Sozialbeziehungen umgeben.

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In dem Maße in dem Hitler seine Konzeption scheitern sah, verlor er die geistige Bindung zu seinen Vasallen, Beratern und seinen Mitarbeitern. Zum Ende hin fing Hitler seinen soziale Wahn durch Krankheit und Verfall auf. Seine Ärzte, die den Wahnsinn erkennen mussten, versagten in extremer Weise. Ebenso seine Vertrauten, Speer, Bormann, das Ehepaar Goebbels, Rosenberg, die bornierten Frauen im Bunker  – eine inferiore Bande an der Spitze der völkischen Weltanschauung.

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Dietmar Moews meint: Mit der Selbsterschießung Hitlers, am 30. April 1945, endete das weltanschauliche Durchhaltedrama.

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Die gesamte Kriegsgeschichte hat durch die moderne Kriegstechnik totale Züge angenommen – während der moderne Mensch sich davon Kriegsvorteile vorstellte und auch heute noch, im Jahr 2015, nach dem Kriegsjahrhundert, treibt man kriegerische Interessenpolitik.

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Dabei scheint es sich um einen unsterblichen Kollektivwahnsinn zu halten –

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anders ist heutige Kriegstreiberei nicht erklärbar.

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Dass sich frühere Kriegsführer mit militärischen Mitteln anstellten, gewaltsam Kriegsziele durchzusetzen, hatte nicht unbedingtes Einverständnis der jeweiligen Gesellschaften zur Bedingung: Man traf sich auf dem Schlachtfeld.

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Der moderne Krieg bezog unweigerlich die nichtmilitärische Gesellschaft ein, bis hin zum „totalen Krieg“. Die völkische Hitlerei organisierte zur Durchsetzung von Kriegszielen einen „geführten Volksaufstand“.

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Mit dem 30. April 1945 war der Zweite Weltkrieg seitens der Deutschen keineswegs beendet. Die Deutschen fanden sich in eine Kapitulation nicht ein – sie hatten sich zwar längst den vorrückenden Besatzern schrittweise ergeben, setzten ihre weltanschauliche Feindschaft aber fort:

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Sowohl der drohende stalinistische Bolschewismus, wie die amerikanischen Kapitalisten wie auch die „jüdische Weltverschwörung“ trafen auf die weltanschauliche Abwehr der Deutschen im Zusammenbruch unter schlimmsten Ängsten und Befürchtungen. Die völkische Nazi-Weltanschauung der Deutschen war derart nachhaltig, dass ein Danach – auch ohne Hitler – zunächst nur als unvorstellbares Böses befürchtet wurde.

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Der Wahnsinn war viele Jahre geführt worden. Er läuft auch selbststeuernd ins Unheil. Es wird politische Führungskunst und die Kunst der Fühlung, als Funktion von Führung, gebraucht. Doch die Lehre lautet weiterhin:

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Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ – auch vom Wahnsinn.

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