Kent-State-Massaker in OHIO

Mai 5, 2020

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am Dienstag, den 5. Mai 2020

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https://www.youtube.com/watch?v=GI7-m919ynU

 

Vor 50 Jahren fand das berüchtigte Brutalerlebnis für die 68er Studentenjugend in Ohio statt.

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Das Kent-State-Massaker brach eine Studentendemonstration gegen die absurde Vietnam-Kriegsführung der USA, bei der das an sich unbeteiligte Kambodscha als zivile Nachbarschaft bombardiert worden war. Am 4. Mai 1970 versammelten sich Studenten der Uni von Ohio auf dem Campus, um gegen diese Ausweitung des Vietnam-Krieges nach Kambodscha zu demonstrieren. Die Nationalgarde marschierte auf, eröffnete das Feuer – ohne bedroht worden zu sein, wie das FBI später fest stellte. Die Nationalgarde erlegte 4 Studenten tötlich – „four dead in Ohio“, sangen dann Crosby, Stills, Nash and Young.

Martialisch das Auftreten der rund tausend Nationalgardisten: Schwarze Uniformen, schwarze Helme, Masken zum Schutz vor dem Tränengas, das sie verschießen. Dazu die Waffen: halbautomatische Gewehre mit aufgepflanzten Bajonetten.

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Panisch läuten Studenten die Assembly Bell, eine Versammlungsglocke. Ein Trupp Soldaten treibt Hunderte einen Hügel hinauf und auf der anderen Seite wieder hinunter, zu einem Parkplatz. Die Gejagten werfen Steine – ohne zu treffen. Ihre Verfolger bleiben auf Distanz, marschieren schließlich ab, den Hügel wieder hoch.

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Es sah aus wie ein Rückzug. Wir dachten, die ganze Konfrontation sei vorbei. Als sie die Hügelkuppe erreichten, drehten sie sich plötzlich um und schossen.“

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Nixon will Vietnamkrieg ausweiten.

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Die Soldaten schießen nicht in die Luft, sie zielen direkt auf die Studenten. 67 Mal drücken sie ab. 13 junge Menschen werden schwer verletzt, vier überleben nicht. Der Vater der getöteten Sandy Scheuer, ein Jude, war einst vor den Nazis in die USA geflüchtet.

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Dass so etwas möglich ist, Menschen einfach so abzuknallen. Wie damals in Europa, oder in Russland unter dem Zaren.“

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Ihren Anfang nimmt die Tragödie am 30. April 1970. Im Fernsehen spricht Präsident Richard Nixon zur amerikanischen Nation. 1968 hat er noch seine Wahl mit dem Versprechen gewonnen, die 500.000 in Indochina stationierten GIs nach Hause zu holen. Jetzt will er den Vietnamkrieg ausweiten, auf das neutrale Kambodscha.

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Ich bitte um Ihre Unterstützung. Für unsere tapferen Männer. Die heute Abend am anderen Ende der Welt nicht für Geländegewinne oder Ruhm kämpfen, sondern dafür, dass ihre jüngeren Brüder und unser aller Söhne in einer Welt des Friedens, der Freiheit und der Gerechtigkeit aufwachsen können.“

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Massive Antikriegsdemonstrationen gibt es seit Jahren, in den USA und weltweit.

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We want peace in Vietnam!“

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Jetzt verschärfen sich die Proteste. Einen Tag nach Nixons Rede werden an der Kent State University Fahnen verbrannt und Kopien der amerikanischen Verfassung. Der Bürgermeister des Städtchens fordert die Nationalgarde an. Am 3. Mai besetzen die Soldaten den Campus der Universität. Am 4. Mai dann die Katastrophe.

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Keine Anklage gegen die Schützen

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Die Mehrheit der Amerikaner ist entsetzt. An fast 500 Universitäten treten Studenten und Professoren in den Streik. Der Rockmusiker Neil Young schreibt spontan einen Song über die Toten von Ohio, er wird zur Hymne der Kriegsgegner.

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Nie wurde ermittelt, wer den Schießbefehl gab. Ein Richter lehnte es ab, Anklage gegen die Schützen zu erheben.

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Doch nach den Schüssen von Kent begann sich langsam etwas zu ändern im Land. Klaus Bölling, damals Leiter des ARD-Studios in Washington:

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Das schöne Phänomen ist für mich gewesen zu beobachten, wie erst die jungen Männer und die jungen Frauen aufstanden. Gegen diesen sinnlosen Krieg. Und dann allmählich die Eltern sagten, unsere Kinder haben wohl recht. Das war eine zunehmende Moralisierung der amerikanischen Mittelklasse. Und das hat dann auch zum Ende von Richard Nixon geführt.“

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Präsident Nixon trat am 9. August 1974 im Zuge der Watergate Affäre zurück. Die letzten amerikanischen Soldaten verließen am 30. April 1975 Saigon, auf den Tag genau fünf Jahre nach dem Fernsehauftritt Richard Nixons, der die Kent State Proteste ausgelöst hatte. Die Zahl der in Vietnam gefallenen Amerikaner: 58 000. Die der Vietnamesen: rund drei Millionen.

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https://www.youtube.com/watch?v=pAis0cKjJFY

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Dietmar Moews meint: Ich war von diesem Ausdruck der US-Kultur damals sehr mitgenommen und selbst mehr als irritiert, wozu unsere westliche, angebliche Wertegemeinschaft ohne zögern durchzieht – wenn die Verpitbullung die Zähne zeigt.

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In einem biografischen Film, in dem der californische Musiker David Crosby dargestellt wird, sagt der alte, inzwischen todkranke Mann, der auch in verschiedenen Bands Welterfolge feierte, wie mit „The Byrds“ und Hey, Mr. Tambourine Man, 1965 oder eben mit „Crosby, Stills, Nash & Young“, wie es zu dem Song „OHIO“ kam:

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David Crosby hatte sich mit Neil Young mehr zufällig vor dem Haus getroffen, wo sie sich am Auto aufhielten und eine aktuelle Zeitung vom „Massaker in Kent-State-University“ Bilder und Informationen aufgemacht waren. Beide waren tief erschüttert und Neil Young, der seine Gitarre dabei hatte, machte ein Lied dazu – das dann weltberühmt gewordene „OHIO“. Der kurze prägnante Text war nur ein weiterer Beweis für die Genialität des Neil Young, Songs zu gestalten:

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„TIN SOLDIERS AND NIXON’S COMING

WE’RE FINALLY ON OUR OWN

THIS SUMMER I HEAR THE DRUMMING

FOUR DEAD IN OHIO“

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FINE E COMPATTO

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Die GLYPHOSAT-Krüppel in 3sat-Mediathek aus DÄNEMARK

Mai 6, 2016
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Vom Sonnabend, 7. Mai 2016

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Glyphosat zerstört Bakterien. Glyphosat, dieses Gift des Konzerns MONSANTO, zerstört nützliche Darmbakterien im menschlichen Organismus.

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Jeder soll sich diese TV-Dokumentation bei 3sat anschauen.

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http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=58925

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Hunderte dänische Schweinezüchter haben diese missgebildeten Tiere, die mit Glyphosat-Futter ernährt werden. Dazu werden diese Tiere  in ihrer Fruchtbarkeit erheblich geschwächt.

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Man beobachtet die gleichen Deformierungen in der Rinderzucht; Offene Schädel, Zwitter, verdorbene Gliedmaßen, organische Invalidität usw.

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Menschen leiden an den entsprechenden Missbildungen bei ihren Abkömmlingen.

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MONSANTO bolzt weiter mit Pseudo-Gutachten für GLYPHOSAT.

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Millionen Tonnen us-amerikanischem Glyphosat-Soja wird inzwischen in der E U verfüttert. Das Dreckszeug wird in der E U mit nicht Glyphosat-verseuchtem Futter-Soja vermischt – also kann es man nicht mehr vergleichen und daruaf zurückführen, wenn es zu Missbildungen und elementaren Schäden von Geburt her gekommen ist. Den einschlägigen Wissenschaftlern ist diese Machenschaft vollkommen bekannt und klar. Sie schweigen überwiegend dazu.

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Die großen Tumore fingen an zu bluten, Leber- und Nierenschäden, Hirnschäden.

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Ein Wissenschaftler hat exakt die Monsanto-Glyphosat-Versuchsanordnung nachgemacht, nur mit erheblich längerer Laufzeit: ERGEBNIS:

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MONSANTO ist vollkommen widerlegt. GLYPHOSAT ist in keiner Dosierung für Menschen unbedenklich.

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Die Behauptung von MONSANTO, es gäbe Grenzwerte die GLYPHOSAT unbedenklich machten und weitere Vermeidung im Futter irrelevant sei.

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KREBS-Dispositionen wurden inzwischen nachweislich von Glyphosat ursächlich und wesentlich beeinträchtigt.

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Fruchtbarkeitsprobleme der Rinder treten auch in den USA eklatant als hormonelle Nebenwirkunngen auf.

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Dietmar Moews meint: MEDIATHEK von 3sat nachschauen:

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http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=58925

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GIFT im ACKER – Glyphosat, die unterschätzte Gefahr.

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Jeder muss die Krüppel-Jungtiere anschauen, die der Großbauer in seiner Kühltruhe zum Beweis aufhebt und dem Fernsehen zeigt.

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Ein Politikgeflecht aus Industrie und Wisenschaft ist teuflisch. Wissneschaftler trauen sich nicht in solchen Fällen unabhängig zu forschen.

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BEISPIEL: Wenn man einen Panzerturm nach Saudi-Arabien exportiert und den Panzer, ohne Turm und Kanone, nach Qatar, dann lassen sich diesebeiden Komponenten zu einem einsatzfähigen Panzer zur Wirkung bringen.

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Eine solche kontextuelle Anwendung ermöglicht die Ungefährlichkeit von Glyphosat vorzutäuschen.

Doch die Tests und Gutachten von MONSANTO sind solche DEKOMPOSITIONEN, während die analogen Einsatzbedingungen des Glyphosat in der Landwirtschaft, bei der Futtererzeugung, bei der Zuchttiere-Ernährung, schließlich beim menschlichen Verzehr der GIFT-Mischung UNS in dieser Giftnahrungskette alle erreicht. FOLGE:

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Herabgesetzte Fruchtbarkeit, kranke missgebildete Kinder.

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Es geht um viel Geld und die STAMOKAP-Merkel-Blockregierung schiebt erneut die Zulassung für Glyphosat in Brüssel durch.

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Neue Sinnlichkeit 67 – Erfolgskinder

Januar 8, 2016
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vom Freitag, 8. Januar 2016

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Kurzvorstellung des Blattes Neue Sinnlichkeit 67, das im November 2015 im 36. Jahrgang in Köln erschien und nach wie vor von Dietmar Moews verantwortlich herausgegeben wird.

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TITEL

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Zum Geleit

Alles hat einen Zustand des gegenwärtigen Moments – die Gegenwart.

Alles hat eine vollkommen determinierte Vorgeschichte, wie aus der Vergangenheit die Gegenwart wurde. Meist wissen wir nicht, wie und warum die Gegenwart wurde, wie sie ist. Meist reicht es uns, Fragen des Werdens der Wissenschaft zu überlassen. Und die Wissenschaft bringt dann die Billigkeiten – nicht weil damit das Werden der Gegenwart nachvollziehbar verständlich würde, sondern weil die Kundschaft der Gegenwart mit einfachen Antworten zufrieden ist. Daraus wurde auch eine materialistisch-dialektische Gegenwartspolitik – wer ist dafür? / wer ist dagegen? / der Stärkere siegt / wer bestimmt die Gegenwart? – die Poesie der Einsicht?

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Diese Politik in die Zukunft basiert allein auf monokausaler Übergewalt. Diese Politik hat allerdings keine Wahrheit oder Erkenntnis unseres Werdens und Seins für sich, sondern die Wahrheit der Macht, die Wahrheit zu vernichten.

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Die Vernunft und Zweckrationalität der Menschen weist uns Menschen aber darauf hin, dass wir in unserem Sein und Werden nicht einfach NATUR sind. Das merkt Jeder – wir sind auch NATURVERNEINER, indem wir durch soziale Aushandlung und Lebensweise eine wünschbare Kultur in jedem neuen Lebenslauf anlegen. Unsere Kinder werden schon sehr früh von unserer Lebensweise und unseren Werten durch und durch mit fein abgestimmten Werten geimpft, wie man Naturgesetz erkennt, anerkennt und sogleich mit Naturerkenntnis die erste Natur kultiviert – so weit es gelingt.

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Was jeder intelligentere Mensch in seinem Leben lernt, ist die soziale Perspektive anzuerkennen, in die er mit seiner Individualität hineingehen kann, um Verhältnisse, denen er ausgesetzt ist, mitzubestimmen. Bzw. er kann sich fernhalten, wenn es ihn abschreckt Kulturkämpfe einzugehen.

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Es soll jeder wissen: Zwecke und Verhaltensänderungen werden NICHT erreicht, wenn man zudringlich wird. Bekehrung erfolgt nicht durch Druck. Überhaupt sind sogar Sachargumente kaum geeignete Mittel, irgendeine Wahrheit annehmlich zu machen.

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Und hierzu gibt es die Neue Sinnlichkeit:

Das versaute moderne Leben schneidet unser Leben und unseren Lebensraum ab. Doch wir ändern das nicht – als sei die Selbstzerstörung natürlich festgelegt.

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Mit Blättern, die die Welt bedeuten – Blätter für Trost durch annehmlich gemachte Wahrheiten, ist der einfache, naheliegende Aufruf verbunden:

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Klatsche zu keiner Musik, die dir nicht gefällt.

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Es gibt unzählige Wege in die Zukunft.

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Inhalt

und täglich Dietmar Moews in Lichtgeschwindigkeit

auf dem WordPress-Blog „Globus mit Vorgarten“ – die Neue Sinnlichkeit

Inhalt

Umschlag: Plakat vom STRASSENFEST 2015 Mainzer Straße SÜD KÖLN Südstadt 1

Zum Geleit 2

Inhalt 3

IMPRESSUM 3

ERFOLGSKINDER 4

WEIHNACHTSGRÜSSE mit Rudi-Bild von Franz 13

FRANZ OTTO KOPP Aus dem Dintenuniversum 14

ABONNEMENT NEUE SINNLICHKEIT AUF LEBENSZEIT FÜR 500 EURO 19

FRANZ OTTO KOPP MAIL-ART als Ortstagebuch 20

STRASSENFEST Mainzer Strasse Köln-Neustadt-Süd 32

MANUEL KIPER Störende Gerüche im Büro 34

DIETMAR MOEWS Kurznachruf auf Franz Otto Kopp (1938-2015) 47

DIETMAR MOEWS Kurznachruf auf Günter Grass (1928-2015) 51

ADOLPH FREIHERR KNIGGE: ÜBER EIGENNUTZ UND UNDANK 1796

Knigge setzt Kants kategorischen Imperativ in allgemeinverständliche Klarheit; Fortsetzungen XVI. Teil 55

EDWARD SNOWDEN: Portrait: Die Linie von Dietmar Moews 59

DIETMAR MOEWS: Lexikon des Kunstwesens: EBERHARD JÄGER 60

Die Kinderseiten der Epoche: Gott zögerte – dann zog er seine Schuhe an 61

Auflösung Qualitätsrätsel 66: DIETMAR MOEWS

QUALITÄTSRÄTSEL 67: Wer hats geschrieben? 63

Impressum: Neue Sinnlichkeit Blätter für Kunst und Kultur seit 1979 erscheinen in loser Folge im Pandora-Kunst-Verlag, Springe, Hannover, München, Leipzig, Magdeburg, Dresden, Berlin, Köln http://www.neuesinnlichkeit.com; Verlagsanschrift:

Dr. Dietmar Moews Mainzer Straße 28, 50678 Köln ISSN 1432-5268

Fortsetzung Fortsetzung Fortsetzung Seite 17 Fortsetzung Seite 30

………….abschneiden und 0190 ……… augen auf, nur mut …… ……..

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Erfolgskinder

Willkommen, es geht weiter, liebste Leserin und lieberer Leser, in den Erinnerungen und in den noch schönsten Tagen des Lebens, heute, morgen und in Zukunft. Es ist doch tröstlich, dass auch harte Wahrheiten annehmlich und schön sein können, dass immer noch was Neues kommt: im neuen Blatt für Kunst und Kultur. Es ist Numero 67.

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Diese Blätter zur Sinnlichkeit wurden vom jungen Maler Dietmar Moews Mitte der 1970er Jahre erfunden, nachdem er sein pneumatisches Eigenlicht geklärt hatte und in Büchern anbinden konnte. Er nannte das „Neue Sinnlichkeit“.

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Die Neue Sinnlichkeit, in loser Folge seit 1979 hier mit der 67gsten Ausgabe, ist vom Maler und inzwischen Künstlergelehrten für Malereiinteressierte, Gelehrte und Gelehrigkeitsinteressenten ausgelegt. Dabei ist bei Dietmar Moews Malerei etwas sehr Gründliches, ja Tiefgründliches. Es ist nichts Oberflächliches, wie in der heutigen Kunst üblich.

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Kürzlich geschah etwas für mich Neues anlässlich einer öffentlichen Diskussion, an der ich mich beteiligte. Da protestierte jemand empört über einen überraschenden Gedanken, den ich beigetragen hatte. Und – das Neue geschah – ich fand, das wurde längst mal Zeit – das Hunderte zählende Kunstpublikum reagierte irritiert, teils geschockt und irritiert, teils schwiegen sie zustimmend: Jemand hatte dem schweigenden Mob widersprochen und auf die andere Seite hinstimulieren gewollt, die verstockt gegen den Künstlergelehrten Moews stand, nämlich mit folgenden Frageworten:

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Wie reden Sie denn mit einem Genie?“

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Um es klar und im Bild zu sagen: Picasso?

Dietmar Moews hatte Picasso als Beispiel für die heute kaum noch wahrgenommene Oberflächlichkeit Picassos angesprochen.

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Und jetzt wechselt hier das Ich zum Er – er hörte, als sei es in diesem Moment, wie eine mittelschöne Frauenstimme von der Straße herauf in sein Atelier drang: „Aber der soll auch gut sein; ich hab‘ es im Internet recherchiert“.

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Man kann solche Leute nicht lieben. Man erduldet Vieles – „ich habe es im Internetz recherchiert“.

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Ja, soweit taugt Picasso, dass er als Beispiel funktioniert, Picasso war sehr oberflächlich. Picassos Malerei war sehr oberflächlich. Picasso steuerte dabei eine industrielle Bilder-Stückzahl-Produktion an, die ein Weltmarketing nur in hoher Stückzahl und billiger Machart absetzen kann. Picasso kann lieben, wer will. Wir können auch über oberflächliche Liebe und tiefgründige Liebe reden. Doch hier wird eben von gründlicher Malerei gehandelt – also nicht so viel von Picasso. Nicht so viel von der Kunstmalerei des modernen West-Marketings. Denn anderswo auf der Welt sieht Malerei durchaus auch im 21. Jahrhundert gründlicher aus und wird gründlicher und sensibler gearbeitet als mit den Schrubbern und Rakeln bei Gerhard Richter oder Mark Rothko angesprochen.

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Auch Geschmack und Gefühle jedes Menschen (meinetwegen bei Picasso und Rothko und Richter), sind menschliche Aspirationen, die hier nicht in Frage gestellt werden. Was an Kunsterlebnis und Kommunikationspraxis sich die Menschen ausdenken – auch das ist ihnen unbenommen. Weil hier die Malerei den Maler interessiert – wie eine Bildkunst auf den Schultern der Riesen der Kunstgeschichte heute gemacht werden kann, wenn sie gründlich und von höchster Qualität ist. Schauen Sie den „Mexicano“ aus dem Jahr 2000, DMW 567.7.0.

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Er stellt kurz den Inhalt dieses Blattes Numero 67 vor:

Es beginnt mit dem erneuten Näh-Heftungs-Experiment, wie schon die Ausgaben Numero 13, Blätter für geistige Bewegung, November 1984, aus Hannover oder Numero 21, Blätter für heikle Schwingungen, April 1989, aus München oder Numero 50 aus Magdeburg, jetzt also Numero 67, Blätter für Trost durch annehmlich gemachte Wahrheiten aus Köln, in Hannover von Annette Kiper in neusinnlicher Beziehung genäht.

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Es folgt die Franz-Otto-Kopp / Dietmar Moews-Postkarten-Korrespondenz infolge der Künstlergelehrten-Ortstrennung ab dem Jahr 1987, als Dietmar Moews Hannover verließ und dem Jahr 2015, als Franz Otto Kopp (1937-2015) Hannover verließ.

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Leider ist dieses Ortstagebuch von Franz Otto Kopp nicht auch in Form ihm von Dietmar Moews in die Kleine Düwelstraße 16 IV., Hannover- Südstadt, gesendeten, im Korrespondenz-Zeitraum, verfügbar. Die bisherige Nachlassregelung verschleiert das bislang.

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Eine der letzten Karten (es sind insgesamt wunderschön viele) von Franz mit dem KLAPPKRO unterzeichnete Franz mit Franz KATER. Und enigmatisch werden selbst Kleinigkeiten verdaut und Jahre später in neuem Anlauf losgelassen, wie der „Dschungel-Blätter“-Text (hrsg. Alban Nikolai Herbst, Frankfurt a.M.), „annovers etter undervoll“ den er Mitte der 1980er Jahre im U unterm Raschplatz Hannover in einer Lesung von Bodo Dringenberg, Alban Nikolai Herbst, Angela Hoffmann und Dietmar Moews mit eben dem TITEL: ANNOVERS ETTER UNDERVOLL in Franz‘ Brief wieder zum Eröffnungswort worden war.

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Mit dem Tod von FRANZ OTTO KOPP, der am 9. Februar 2015 in seinem Bett gestorben ist, schwebt die hannoversche Künstlergruppe 7 OPQ, die sich bei der gemeinsamen Formierung als Kapitalistischer Realismus verstand, ist nunmehr ein besonderer Zustand da, der ganz in Ruhe abzuwarten ist: JOB CROGIER, der Film-, Foto- und Bildkünstler starb im Jahr 2004 in Mallorca. FOKKO VON VELDE, der Maler und Zeichner, lebt – vom Jahrhundertende, von der Schaffensunlust und Schlaganfall betroffen – im Rollstuhl-Pflegeheim vom Stephans-Stift Hannover. Der Verweser der 7 OPQ ist damit DIETMAR MOEWS. Dazu also ein Kurzbericht hier im Blatt 67.

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Die ruhenden Autoren der NEUEN SINNLICHKEIT reichen inzwischen neben Franz Otto Kopp, von Alphons Silbermann, Eberhard Jäger, Armin Mohler, Thomas Schmidt-Kowalski, Job Crogier, leider sind Fokko von Velde gesundheitlich stark geschwächt und Günter Schulte, der Kölner Künstlergelehrte und Philosophieprofessor ist nunmehr so dement, dass er ihn beim Besuch anlächelte, aber nicht erkannte. Es werden großartige Künstlerinnen und Künstler hinzukommen, Gelehrte und Künstlergelehrte. Hier also nach längerer Zeit ein neuer Beitrag von dem geschätzten Manuel Kiper.

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Mit dem hannoversche Künstlergelehrten und Freund MANUEL KIPER hatten wir gemeinsame Ausstellungsaktivitäten (Kopp, Kiper, Moews in Magdeburg 1996) zu verdanken. Aber auch aufklärerische Texte im Blatt wie jetzt hier die Innenraum- und Bürogerüche als „Störende Gerüche im Büro“.

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Es folgt eine Portraitzeichnung von Dietmar Moews vom Jahrhundertamerikaner EDWARD SNOWDEN – der ging für uns ins Risiko, nicht aus Dummheit, sondern mit Intelligenz, Mut und Gemeinsinn.

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Von einer Bernreise gibt es ZUGINSFELD und Original-Grafiken von Otto Nebel, dem Maler und Dichter, die die Schweizer Otto-Nebel-Expertin Dr. Therese Bhattacharya-Stettler, Kuratorin des Kunstmuseums Bern sowie Präsidentin der Otto-Nebel-Stiftung Bern, in Bern archiviert hat. Von Ihr wurde OTTO NEBEL – MALER UND DICHTER in einer großen Berner Ausstellung und mit der Monografie „Zur Unzeit gegeigt“ platzgreifend zum Weltmeister der Kunst des 20sten Jahrhunderts „musiziert“.

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Mit der 17. Folge von KNIGGE wird dieses Heft erst rund – man liest wie im eigenen Herzen von „Undank und Eigennutz“:

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...
Menschen sind äußerlich tugendhaft, rechtschaffen, großmütig,
gefällig, dienstfertig, gesellig, nicht aus innerem Triebe zum
Guten, nicht aus richtiger Berechnung des Nutzens, den sie dadurch,
wie ihnen die Vernunft diese Pflicht vorschreibt, der menschlichen
Gesellschaft stiften; nein! nur um damit gewisse Vorteile zu
erkaufen, sei es nun Beförderung im bürgerlichen Leben, sei es
irgendein anderer eigennütziger Plan, oder sei es endlich auch nur
des Rufs und Beifalls wegen. ...“ 
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Man könnte durchaus vorstellen, dass sich am Beispiel der Gerechtigkeit und Fairness von John Rawls, die Kundschaft einig und einverständlich ist, wenn gefordert wird:

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Solche politischen und sozialen Güter sind nicht geheimnisvoller als der Sachverhalt, dass die Musiker eines Orchesters, die Spieler einer Mannschaft oder vielleicht sogar beide Mannschaften bei einer Begegnung mit Freude und einem gewissen (berechtigten) Stolz bei der Sache sind, wenn die Aufführung oder das Spiel so gut sind, dass man sich daran erinnern möchte…“.

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Bildschirmfoto vom 2015-07-17 19:44:44

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Und wer unmusikalisch ist und keinen Fußballbazillus hat, muss hier eben verzichten, das GUTE zu begreifen. „Promise of the Real“ heißt die Begleitband von Neil Young für sein MONSANTO-Projekt. Er ist sehr begeistert – endlich mal wieder was richtig Lautes und Ernstgemeintes: Its a new day for love: A Rock Star Bucks A Coffee Shop.

Es sind quasi Enkel. Und es ist politisch: Don’t want a GMO (Genetically Modified Organism).

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Er sieht zwar, dass die Menschen eine Lebenskultur pflegen, in der es zu schwache Anknüpfung für die neue Sinnlichkeit gibt.

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Das ist aber nicht die Vorsehung. Es ist nicht die Natur, schlaue Wirkungen zu verkennen.

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Es ist nicht wirklich zu verstehen, warum zwei verhängnisvolle Kulturmachenschaften herrschen können: Profit und Gewalt. Und die große Zahl der Kulturmenschen glauben, sie selbst stecken nur wehrlos im Entmündigungsbecken.

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Alles ist verdreckt. Das Wasser der Erde bis in die tiefsten Schichten trägt dauerhafte Kunst-Chemikalien. Unsere Atemluft wird nach Grenzwerten vergiftet. Wir schlucken, wenn es heißt „Monsanto-Gene“ bringen Milliardengewinne und dienen der Ernährung von Millionen armen Menschen. Krebsursachen sind nicht nachgewiesen: Krebs – das ist doch klar – kommt von Gott.

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Das ist leicht zu verstehen:

Neue Sinnlichkeit 67 Blätter für annehmlich gemachte Wahrheiten:

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Es gibt die Poesie der Einsicht und das Vermögen zur Selbstveränderung.

Wenn unsere Welt von transnationalen Banken und von haftungsschwachen Geschäftemachern versaut und verbaut wird, muss das einer heteronomen Zweckmoral und -fairness gemäß vom Rechtsstaat verhindert werden.

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Bei Wahlen, darf man die nicht wählen.

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Parteien, die ihre Rechtspflichten in Parlamenten und Regierungen an meistbietende Profitmacher verkaufen, sind korrupt. Wähler, die diese korrupten Parteien wählen, weil sie selbst davon kurzfristig zu profitieren hoffen, aber keinen Schluck klares Wasser mehr zu trinken haben – sind verirrt.

Und es ist das Allerletzte, wenn die Einsichtigen behaupten: Der Konsument ist der Verursacher – NEIN! Die große Zahl ist unmündig und uneinsichtig, sie können nicht gegen die eigene Urteilsschwäche wählen. Die haben nicht die Wahl. Aber die Einsichtigen. Die müssen Vorbild sein und Aufklärung reklamieren.

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Ich sehe es – aber ich kann es nicht verstehen. Denn die sinnliche Qualität ist entweder zu greifen, zu sehen, zu trinken, zu essen, zu riechen, zu hören, zu schmecken oder sie ist sinnlich nicht zu verifizieren.

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Also: Wer kauft Speise, die gut schmeckt, gut aussieht, billig ist usw. die aber krebserregende Stoffe enthält?

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Wer kauft chemisch versetzte Äpfel, die sehr gut riechen, gut aussehen und schmecken, aber voller Gift sind?

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Und hierfür die sinnliche Transparenz politisch rechtsstaatlich zu verlangen, kann jeder vollwertige Mensch – die blöden ausgenommen.

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Wir sind also einem westlichen Finanzsystem ausgesetzt, das uns seine sinnliche Qualität verheimlicht. TTIP wird geheim verhandelt – warum?

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Wir können uns ganz sinnlich nicht damit zufrieden geben, wenn von oben gesagt wird: Dies und jenes ist eben systemisch.

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Die Neue Sinnlichkeit stellt doch lediglich heraus, dass uns in der angeblich freien Demokratie die eigene sinnliche Einbindung in unsere Welt genommen wird. Man will keine Genmanipulation deren Folgen nicht qualifiziert werden können. Er will keine us-amerikanischen Schiedsgerichte, die solchen Lebensvernichtern freie Bahn oder „Verlustausfall-Strafzahlungen“ zusprechen:

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Entweder Zerstörung des Erdbodens durch ein geheimgehaltenes Fracking-Chemie-Cocktail oder Strafzahlungen. Das öffnet jeder verbrecherischen Bank die Produkt-Profilierung von betrügerischen Start-Ups, um Schadensersatzprozesse in Deutschland durchzusetzen: Wie sollen sich dann keine internationale Prozesskosten-Investoren-Pools von Anklage-Designern bilden, gegen die eine kleine Gemeinde in Mecklenburg im Streit mit EXXON vor einem US-Schiedsgericht keine Chance hat? Denn kostspielige Gutachten geben den Ausschlag beim Schiedsgericht. Man weiß: In Unterhose jagt man nicht. Und arme Dorfvorsteher können nicht mal ein Flugticket zur Anreise nach Houston zahlen.

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Neue Sinnlichkeit ist die Trostvariante des Lebens. Es wird Rechtfertigung für öffentliche Zweckhandlungen verlangt und nicht nur designte Mehrheiten akzeptiert.

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Es gibt sinnliche Wahrheiten und naturwissenschaftliche Befunde. Es ist lächerlich, wenn heute der Wissenschaftsbetrieb politisch durchsetzt, dass zukünftig Forschungsförderung da hin gezahlt wird, wo Naturwissenschaftler mit „Geisteswissenschaftlern“ gemeinsam Naturwissenschaften treiben müssen. Das fehlt heute meist.

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Wer keine Ahnung hat, sollte lieber nachfragen. Und feinsinnig bedeutet das: Ein Physiker ist ein Wissenschaftler, dessen Wissenschaft keine Befehle empfängt.

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Ein guter Maler ist ein Künstler, der keine Befehle ausführt.

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Die gesamte kulturbolschewistische Machtübernahme von sogenannten Geisteswissenschaftlern in Kunst und Kultur, zusammen mit dem Mammutanteil von etwa 95 % an den Geldmitteln für Kunst und Kultur, ist die Vermittelalterlichung unserer entsinnlichten dummen Lebensweise Und fragst du warum? Wie?

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Und es wird eben auf Gutachter verwiesen, die mehrheitlich vor Gericht feststellen ließen: Systemisch ist systemisch.

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Als er ein richtiger junger Mensch war, der schon auf eigene Faust und Rechnung leben durfte, hatte er sehr bald ganz eigene Vorlieben ausentwickelt – das ganze Leben umfassend:

Lieblingsfarben (Blau, Rot, Weiß), Lieblingslandschaften (Das Meer von der Küste aus, die heiligen Orte, wie am Gorges du Tarn in den Cevennen, San Miniato al Monte oberhalb Firenze, Fex-Tal, Lüdersen mit roten Ziegeldächern und Steeple zwischen grünen Kastanien, Kaiserallee in Springe …als goethesche Ideallandschaft), Lieblingswetter (Sommerhitze), Lieblingsmenschen (eigenartig freie Sozialdynamiker), Lieblingsmusik (alle Sinnklänge), Lieblingsschriftsteller (Nietzsche, Robert Walser, Gottfried Keller, Jakob Wassermann, Walter Bauer, Ludwig Marcuse), Lieblingsfrauen (Spätmenschen, die Anstrengung witzig finden), Lieblingsarchitektur (Streulandschaftsbauten), Lieblingsmaler (Georges de La Tour, Caravaggio, Breugel Jr., Segantini, Edvard Munch, Piero della Francesca, Giovanni Bellini), Lieblingskomponist (Neil Young, Lennon / Mc Cartney, Jagger / Richards, Beethoven, Schubert, Berlioz, Tschaikowskij, Schostakowitsch), Lieblingsgitarrist (Michael Reinhards, Jimi Hendrix), Lieblingsfußballer (dünnes Müller).

Abgekürzt zu sagen – sein Tagesbogen war stets auf diese Lieblings-Höhepunkte gerichtet. Das ging meist über seine sozial Nächsten, die eine gewisse Anknüpfung zur gewählten Lieblingswelt boten und eine gewisse Sonorität zu solchen Qualitäten eigneten.

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And I was so much older than, I am younger than that now (Song von Bob Dylan).

Oder noch anders: Wussten Sie, man nennt Johann Sebastian Bach auch den fünften Evangelisten. Weil in seinen Oratorien vorwiegend vom Neuen Testament gesungen wird. Das ist die luthersche Individualprotestantik. Während der gleichaltrige Kollege Georg Friedrich Händel überwiegend das Alte Testament bringt – und da ist mehr das kollektive Israelitentum im Britischen angelegt (Jan Assmann / Notger Slenczka).

Er findet das Alte Testament interessanter.

So waren seine Atelierräume in Springe am Deister, anfang der 1970er Jahre so passend, dass sogar die Bildmaße danach bestimmt wurden – der Blick Richtung Osten passte zum Sonnenverlauf.

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Was er nicht nachvollziehen kann, dass Leute sich gegen Vertragsregelungen zwischen Menschen wenden: ZWEI Menschen erörtern einen Wert, den sie sprachlich fassen, dass sie keine Zweifel an dem gemeinsamen Wert und an der dazu verabredeten sprachlich Wertbindung haben. Semantische Verständigung – was sollte daran problematisch sein, wenn ein solcher Vertrag freiwillig verabredet wird?

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Genau so unterscheidet Mikis Theodorakis, der berühmte griechische Komponist seines Landes, Kunst – nämlich „Klang als kreative Harmonie statt Chaos“.

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In einem FAZ-Interview von Juni 2015 von Hansgeorg Hermann sagte Theodorakis zu Thomas Manns “dämonisches Potential des Klanges“: „… Die alten Griechen glaubten, die Quintessenz allen Wissens liege im Erkennen jener Gegensätze, aus denen der Kosmos entstand. Chaos und Harmonie, Leben und Tod, das Nichts und die Unendlichkeit – jeweils zwei Seiten derselben Medaille. Das Material der Musik ist der Klang. So sicher die Musik aus Klang besteht, so wenig ist Klang aber Musik. Der Klang ist lediglich ein Ausschnitt von etwas, aus dem nur dann Musik wird, wenn die Kreativität hinzukommt. Der Komponist schafft Leben, das heißt Harmonie. Und nicht Chaos, denn das wäre Tod. Dieser Gegensatz wird personifiziert von der Harmonie Beethovens und dem Chaos Hitlers – um hier ein Beispiel aus dem Land Thomas Manns zu nennen. … Unser aller Leben hatte einmal einen natürlichen Rhythmus, den haben wir verloren. Wir versinken in ungeheueren Geldbewegungen und einem Bombardement von Informationen, wir verlieren und vergessen unsere Menschlichkeit, unser Menschsein. Dabei haben wir Hunger auf echte Harmonie – nicht auf solche, die als Illusion daherkommt. Die Menschen sollten lernen, der Disharmonie entgegenzutreten und falsche Harmonie zu erkennen.

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An die Politik gerichtet: Es ist äußerst gefährlich. Situationen falscher Harmonie zu erzeugen. … Die Kraft des Chaos. Wir erleben heute das vielleicht größte Chaos, dem Menschen jemals ausgesetzt waren. Wir hatten in Europa furchtbare Kriege, doch ich fürchte, diesmal ist es schlimmer. Das Chaos wird uns eingepflanzt, jeden Tag, und es lebt in jedem von uns. In diesem Moment unseres Gesprächs werden Menschen geschlagen und getötet, überall auf der Welt. Wir sind geworden, was wir nicht sein wollen. … Ich empfinde auch hier den Unterschied zwischen dem Gesetz der Harmonie und dem des Chaos. Jene, die Krieg und Folter wollen, sind die Organe des Chaos.

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Leider muss er feststellen, dass die Kräfte des Chaos und ihre Helfer es geschafft haben, viele Menschen sind Völker, besonders in Europa, zu betrügen. Es schaudert ihn, wenn er hört, dass bestimmte Leute nicht davor zurückschrecken, die Folter als Notwendigkeit für bestimmte Fälle zu betrachten. Wer es wagt, so etwas zu sagen, ist – wie der von ihm genannte Terrorist – selbst ein Ungeheuer. … Musik ist eine Brücke. Sie drückt den Wunsch des Menschen nach Gesellschaft aus. Menschen leben in völlig unterschiedlichen, oft weit voneinander entfernten Gegenden, Ländern, Kontinenten. Die überwältigende Zahl von ihnen wird sich nie kennenlernen, nie miteinander sprechen können, wenig voneinander wissen. Aber genau diese Menschen können alle die gleiche Musik hören und lieben.

Wir haben Tausende solcher Brücken. Musik ist nur eine davon. Leider gibt es auch Brücken, die nicht beschritten werden. Doch schon immer waren wenige herausragende Persönlichkeiten – Philosophen, Musiker, Maler, Schriftsteller – mit ihren Stimmen sozusagen die Einheitswährung menschlicher Kultur und Kommunikation. … Das “Lied vom toten Bruder“, das er als zeitgenössische griechische Volkstragödie bezeichnet, wurde zum ersten Mal im Herbst 1962 in Athen vorgestellt. Sein Aufbau war inspiriert von der antiken Tragödie – mit dem Unterschied, dass er den archaischen Tanz durch ein Orchester mit volkstümlichen Instrumenten ersetzt hat und den ursprünglichen Vorsänger durch einen Liedsänger der Gegenwart. Der Bürgerkrieg war damals ein Tabuthema und die Aufführung des Stücks ein Tabubruch. Entsprechend emotional waren die Reaktionen. Wir haben das „Lied“ dann zu Beginn des Jahrtausends neu aufgenommen, mit jungen Musikern und Sängern; es vergeht jetzt kaum ein Monat, in dem es nicht aufgeführt würde. Mehr als fünfzig Jahre nach seiner Premiere ist die dem Lied innewohnende Idee von der nationalen Versöhnung zum kulturellen Besitz aller Griechen geworden. … Nun, er zumindest werde bald nicht mehr da sein. Sie schon. Sie werden noch leben. Und Sie werden zurechtkommen müssen mit dem Chaos. Wo sollen wir Hoffnung hernehmen? Man raubt sie uns ja jeden Tag. Er ist täglich umgeben vom Chaos. Und doch … plötzlich, völlig unerwartet, fällt ihm eine Melodie ein. Das ist ein Wunder. Jeder Mensch hat Harmonie in sich, er will sie, und er braucht sie. Wir könnten eine harmonische Welt herstellen, wir müssten sie nur wollen. Er spricht hier nicht von dem, was machbar ist, was Wirklichkeit sein kann. Wir dürfen dem Chaos einfach nicht erlauben, sich bei uns einzunisten. Er selbst aber will so schnell wie möglich sterben, seine Eltern und sein Bruder sind schon gegangen, sie warten. (So weit Mikis Theodorakis im Juni 2015 lm Gespräch mit Hansgeorg Hermann).

Nachdem seine ERFOLGSKINDER, politischen Angriffen gedankt, die freiwillige Lese-Kundschaft auf den wertvollen Kern verkürzt haben, darf er es sagen: WIR.

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WIR in der Neuen Sinnlichkeit und seine Künstlerfreunde – dazu muss man schon eigen sein: Wir sind wirklich eigen. Wir sind außergewöhnliche Einzelgänger. Unser Kollektiv besteht in der Heteronomie der Wege und Gangarten – auch das ist WIR.

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Leider scheinen WIR sterblich. Jedenfalls ist er froh, einige derart versprengte Zeitgenossen zu kennen – auch wenn es ein bescheidenes Programm ist. Gustav von Campe merkte Hilde Domin an. Und so zitiert er Hilde Domin hier, die schrieb:

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Hand in Hand mit der Sprache bis zuletzt“.

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Das sitzt nicht schlecht und hier: Hilde Domin (1909 Köln, wie Alphonse, 2006 in Heidelberg gestorben):

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Vaterländer

Soviel Vaterländer wie der Mensch hat

vaterlandslos

heimatlos

jede neue Vertreibung

ein neues Land macht die Arme auf

mehr oder weniger

die Arme der Paßkontrolle

und dann die Menschen

immer sind welche da

die Arme öffnen

eine Gymnastik

in diesem Jahrhundert

der Füße der Arme

unordentlicher Gebrauch unserer Glieder

irgend etwas ist immer da

das sich zu lieben lohnt

irgend etwas ist nie da

Alle diese Länder haben Grenzen

gegen Nachbarländer“

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Hilde Domins Gedicht könnte den Titel WIR

tragen.

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Und er liest über Briefe: Wenn du selbst nicht mehr ganz da bist, kannst du doch Briefzeugnisse der Restzeitgenossenschaft verfassen:

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Er muss dann immer wieder sehen, wie er auf seine eigene Wunschvorstellung hereinfällt, dass Appelle und Argumente nicht geeignet sind, zu überzeugen, wenn man die Wertübermittlung nicht annehmbar vorzunehmen vermag:

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Er hält es aber für dumm – und findet es äußerst annehmbar für jeden Leser, seine Wertäußerung auszuprobieren (Leserinnen machen sowieso nicht, was er will), wenn er darauf hinweist: „Das Wahre, das Schöne, das Gute“ ist immer das Wünschenswerte, nicht nur in der Kunst. Und es ist absurd zu blöde, wie es kürzlich Thomas Steinfeld in der Süddeutschen Zeitung wiederholt erklären wollte – er meint: Das Wahre ist nicht das Wahre, das Gute ist nicht immer das Gute, das Schöne ist nicht immer das Schöne, das Wahre ist nicht das Gute, das Gute ist nicht immer das Schöne, das Schöne ist nicht immer das Wahre usw.“

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Und Burkhard Müller-Ullrich der Seifenhändler der „Achse des Guten“ hilft noch nach: Diese Verdächtigungen des „Guten, Wahren, Schönen“ bedeutet für die heutige Kunst: Das Unschöne, das Unwahre, das Ungute sollen das Gepräge der Kunst manifestieren.

Doch es ist nur dumm, das Böse auch noch mutwillig liebevoll zu gestalten. Und was soll denn ein Kunstwerk, das lieblos gemacht ist? Und ist nicht die gesamte heutige Vorstellungswelt derart unkontrolliert und meist weit unter den Möglichkeiten einer gepflegten Kultur etabliert? Darf denn jeder Sprudelkopf herummachen und noch angelacht wird, während kultivierte Haltung moralisch abgelehnt wird? ANTWORT: JA – darf.

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Und um die Ecke gefragt: Dass die Kunstkammern vor allem die Schaulust ihrer Besucher befriedigen, als geselliger Treffpunkt anstatt zur Erforschung der Welt dienten und über ihre demonstrative Nutzlosigkeit soziale Distinktion herstellen sollten?

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EINS: INKLUSION/ EXLUSION sprechen dafür, wenn es sich um sozio-kulturelle Bedürfnisse handelt, die bedient werden.

ZWEI Wie könnten die unter EINS gewonnenen Vorteile sonstige Aspirationen verhindern oder vernichten? etwa die an der sinnlich-empirischen Kunst uninteressierten Interpretations- und Diskurs-Sperenzien nicht zum Leitbild und zur Herrschaft über Herzen und Köpfen geeignet sind. Selbst nicht, wenn sie die sinnliche Kunst vernichten und verpönen.

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Und soll doch jeder in unserer JEDER IST EIN KÜNSTLER-Verhanswurstung seine belanglosen Schmierereien machen – schon beim ersten Versuch ein HILDE-DOMIN-Gedicht abzufassen, merkt jeder, wie öde Belangloses eben nur ist und eine Kindergrippe – ich übertreibe unnötig – die ersten Masern, sind unendlich inspirierender und kunstvoll in ihrer Natur, oder ob eine transzendente Quelle entsteht.

Kurz –

Leute!

Vertut euch nicht mit Verhanswurstung.

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Das BRIEFSCHREIBEN – es steht dem Altersfußlahmen an, seinen sozialen Rahmen fortzusetzen, ohne den Schlafsaal zu verlassen – man kanns auch diktieren.

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Von einem Badenweiler-Aufenthalt in der Villa Martha gibt es eine erste Vorstellung des genialen deutschen Malers und Zeichners Walter Boeckh (1904-1989) – auch zur Frage: Gibt es Kunst und Künstler, die wir im vergangenen Jahrhundert übersahen?

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Walter Boeckh war ein überragendes Augen-Hand-Genie. Zeitgenossen sprachen Boeckh als „Bildnis-Maler“ an. Tausende Handskizzen, Zeichnungen, Aquarelle, Ölmalereien und Mischtechniken. Dietmar Moews hat das jetzt digital fotografiert und dabei Boeckhs Kinder intensiv interviewt.

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Dass nun mein längst verblichener Freund Eberhard Jäger, (1915-2006) der Kirchenmusiker und Diakon, geboren im Jahr 1915 in Kamenz, wo er noch bei dem Dresdner Otto Gussmann-Kunsthistoriker ERICH HAENEL Schulunterricht genoss – das wird mit einem EBERHARD JÄGER Lexikoneintrag zu seinem Hundertsten gefeiert.

Er freut sich über das Erscheinen dieses 67sten Blattes, des schönen Mainzer Straßen-Festplakats als Umschlag und grüße ganz herzlich die neuen Abonnenten.

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Gerne gibt er eine Andeutung der Anmutung einer Weihnachtssendung, die viele schöne Jahre die Weihnachts beglitt: RUDI – das Weihnachts-Renntier der Briten. Und der Weihnachtsbrief von Franz Otto Kopp hatte die Diade vom Telefon auf das Dintenuniversum übertragen. Das war doppelt schön: Er war vom Telefon entlastet – und es entstanden solch versammelte Aussendungen.

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Dass für EDWARD SNOWDEN die freie Welt eintreten muss, muss so langsam angeschoben werden. Angeblich hat das E U-Parlament dazu einen knappen Mehrheitsbeschluss gefasst.

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Zuletzt ist allen Kunstförderern dieser Blätter wiederum ausdrücklich zu danken. Mit einem Abonnement auf Lebenszeit für einmalige Geldanlage von 500 Euro kann schon eine neue Ausgabe erscheinen. Das ist immer wieder ein kleines Fest, wenn das abonnierte Blatt per Holzpost überraschend hereinflattert (etwaigen Adressenwechsel bitte hier mitteilen). Und sehr froh ist der Künstlergelehrte, wenn aus dem Off Jemand signalisiert: HEUREKA – eine Neue Sinnlichkeit kam hier an. Denn wie sollte sonst der erfolgreiche Versand vergewissert sein?

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Dietmar Moews meint: Die besondere lose Erscheinungsfolge der Blätter Neue Sinnlichkeit für Kunst und Kultur und die von Ausgabe zu Ausgabe wechselnden Untertitel haben den Literaturpflegern des DLA Aufmerksamkeit abverlangt.

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Und jetzt findet jeder Interessent Nachweise und Bezeugung der seit 1979 erscheinenden Blätter und deren zahlreichen Künstlern und Autoren.

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Neben dem DLA-Marbach sammeln auch die Bayerische Staatsbibliothek in München, die Sächsische Staatsbibliothek in Dresden, die Deutsche Universalbibliothek Frankfurt am Main /Leipzig, die Niedersächsische Landesbibliothek, das Hannoversche Stadtarchiv, das Stadtarchiv Springe, die Nordrhein-Westfälische Landesbibliothek die Neue Sinnlichkeit Blätter für Kunst und Kultur, ISSN 1432-5268 seit 1979 aus Hannover, München, Leipzig, Magdeburg, Dresden, Berlin, Köln.

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TTIP-KAMPF: 3.000.000 Unterschriften gegen die USA-Herrschaft

Oktober 7, 2015
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Vom Mittwoch, 7. Oktober 2015

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Drei Millionen Unterschriften gegen TTIP. Berlin. Die europäische Bürgerinitiative „Stop TTIP“ hat am Wochenende mit ihrer Unterschriftensammlung gegen den Freihandelsabkommen die Drei-Millionen-Marke geknackt. Damit hat das über 500 Organisationen zählende Bündnis so viele Unterstützer gesammelt wie keine europäische Bürgerinitiative zuvor. Die Initiative fordert die EU-Institutionen und die Mitgliedsstaaten dazu auf, die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP zu stoppen und das Abkommen CETA mit Kanada nicht zu ratifizieren. Die Unterschriften will das Bündnis am Mittwoch an die EU-Kommission übergeben. (neues deutschland, am Dienstag, 6. Oktober 2015, Seite 17)

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Dietmar Moews meint: Was der deutsche Staat und sein viel zu hoher Anteil von abhängigen Dienstklasse-Menschen fähig sind mit viel Schuldengeld auf die Beine zu stellen, kann dahingestellt bleiben.

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Wer genamanipuliertes monopolkapitalistischse Monsanto-Saatgut finanzieren will, kann zu Hause bleiben – ansonsten sollte man sich jetzt zeigen. Wer es kann, soll nach Berlin fahren und bei Stop TTIP mitwirken.

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Auch überall, wo in den Intermediären Organisationen der Staat als „NGO“ getarnt doch die Fäden zieht, finden stets Hoch-Jazzen und Entmutigungspropaganda statt – ganz, wie es der Staat wünscht.

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Aber jeder Einzelne, der am kommenden Wochenende die STOP TTIP-Demonstration in Berlin auf eigene Kappe besucht und demonstriert für die Selbstbestimmung und den selbstbestimmten Handel, entsteht Mitbestimmung und Mitgestaltung statt Selbstbetrug mit TTIP.

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Nun hat Japan mit USA TTP abgeschlosssen – und was ist nun? neuer Handelsraum in Asien? – NEIN, es ist der alte Handelsraum weiterhin. Nur jetzt muss Japan genmanipulierte US-Lebensmittel reinlassen.

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NIVEA-BLAU

Juli 10, 2015
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vom Freitag, 10. Juli 2015

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Die us-amerikanische Ökonomie-Methode, was immer einem einfällt, zu Markte tragen zu können und nicht verboten ist, ist zunächst zulässig, zeitigt immer wieder die frechsten und auch dümmsten Ideen.

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In den USA hat man eine eigene Rechtskultur. Dazu gehört, wenn jemand was nicht Verbotenes tut, aber dadurch Schaden verursacht, setzt es unglaublich hohe Schadensersatz-Strafen.

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Was ist dagegen der angängige Streit darum, dass die Firma NIVEA / Beiersdorf einen Markenschutz beansprucht, für die Farbe ihrer namensgeschützten NIVEA_Marke.

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Tagesschau-Online berichet dazu am 9. Juli 2015:

Im Markenrechtsstreit um das Nivea-Blau gibt es weiter keine endgültige Entscheidung. Der Bundesgerichtshof forderte nun ein neues Gutachten, das klären soll, inwieweit die Verbraucher die blaue Farbe Nivea zuordnen: ein Erfolg für Markeninhaber Beiersdorf.

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Der Streit zwischen Markeninhaber Beiersdorf und dem Konkurrenzunternehmen Unilever um die Nivea-blaue Farbmarke ist weiter nicht entschieden. Das Bundespatentgericht muss nun per Gutachten feststellen, inwieweit die Verbraucher den speziellen Farbton der Marke Nivea zuordnen, urteilte der Bundesgerichtshof (BGH).

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Der BGH bestimmte zudem, dass eine Zuordnung von über 50 Prozent der befragten Verbraucher ausreicht, damit das Nivea-Blau als abstrakte Farbmarke geschützt werden kann. Damit kann sich Beiersdorf Hoffnung machen, das Patent weiter zu halten.

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BGH senkt die Quote für den Erkennungswert und Beiersdorf hatte im Kampf um sein Blau dem Bundespatentgericht ein eigenes Gutachten vorgelegt, wonach bis zu 58 Prozent der befragten Verbraucher das Blau auf einer Farbkarte Nivea zugeordnet hätten. Doch den Patentrichtern reichte das nicht aus, sie forderten einen Erkennungswert von 75 Prozent.

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Der BGH kippte nun diese hohe Quoten und das Urteil des Bundespatentgerichts und verwies auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), wonach abstrakte Farbmarken geschützt werden können, wenn mehr als die Hälfte der Verbraucher den jeweiligen Farbton als typisches Kennzeichen des Unternehmens in der jeweiligen Branche erkennen.

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Yves Klein Blau? Niemals

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Dietmar Moews meint: Ich will gar nicht wissen, wer und welche Lobby dieses bescheuerte EuGH-Urteil entworfen hatte – es ist Schwachsinn.

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Alle Farben sind frei. Es steht NIVEA frei jede Farbe ständig zu wechseln oder durch Wiederholung ein NIVEA-BLAU sich Wiedererkennungs-Absatz-Vorteile aufzubauen.

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Nur, so wenig wie man sich einen C-DUR-Akkord patentieren lassen kann – wobei es sowohl um ideelle immaterielle wie auch materielle ökonomische Werte und Folgerechte geht – sowenig kann man ein Gen oder ein Molekül oder einen Buchstaben oder eine Farbe zum EIGENTUM rechtlich etablieren.

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Schluss mit Monsanto: NEIL YOUNG hat völlig Recht: Scheiß STARBUCKs.

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Wer Gott und Alles was außerhalb der angeblichen Schöpfung kaufen will, muss das mit Waffengewalt versuchen. Mit der Ubiquität von Rechtsprinzipien geht das nicht. Wirtschaftsrecht unterliegt allgemeinen Rechtsprinzipien.

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Das oberste gültige Prinzip ist das „Recht des Schwertes“. Und – das ich nicht lache – damit hätte Beiersdorf das Recht, alle Leute mit NIVEA-Creme einzuschmieren, bis sie Blau werden.

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Bubrowski oder Bukowski? Gebärmutter oder Reagenzglas

Juni 5, 2015
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vom Freitag, 5. Juni 2015

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Bildschirmfoto vom 2015-06-01 00:24:36

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Während ich in dieser Lichtgeschwindigkeit hervorzuheben gedenke, mich sehr zu freuen, mit der heutigen Holz-Ausgabe, die ich als treuer Zeitungskäufer täglich von meinen Händlern kaufe und bar bezahle, die erste FAZ zu sehen, die schon von der Titelseite her das Gepräge des sehr geschätzten Jürgen Kaube, nun auch mehr Mitherausgeber, zu erkennen:

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Nicht mehr der mir missliebige Schirrmacher, als überkandidelter Honigsauger und Dünnbrettbohrer, der sich eigentlich in gar nichts wirklich auskannte. Immer wenn Schirrmacher was Neues aufgegabelt hatte, hatte er lediglich seinen Schreib-, Telefonier- und Lesefleiß, aber kein tragfähiges Gespür zelebriert. Nichts von Schirrmacher – meine ich – konnte man ungeprüft benutzen. Schirrmacher war also kein kritischer Dienstleister, sondern er machte Arbeit, statt Verlässliches zu bieten. Problem: Er konnte nichts.

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Jürgen Kaube nunmehr verfügt über Geltungsrang durch Augenmaß und Urteilskraft zu den heute gebräuchlichen Orientierungsstrategien in Macht und Politik. Kaube ist eine solide Variante vom Nietzsche-Übersetzer Charles Bukowski („Umarme das Schicksal – jenseits von Gut und Böse“ und Isaiah Berlin „Diesseits von Gut und Böse“).

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Das heißt: Wir Menschen und die Farben der Moral, der empirischen Herrschaftspolitiken und des mutmaßlichen Seinsschlüssels, in die kurze Tagesform einer Frankfurter Allgemeine Zeitung gefasst, sollten erkennbar und belastbar sein (sodass die Verlags-Rechnung aufgehen kann).

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Das war in der heutigen Ausgabe – meinem Wunsch gemäß –  in Titeln der Titelseite der Frankfurter Allgemeine Zeitung so aufgereiht:

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(Oberthema: Erziehungsstreik, Eltern, Kinder, Maximen von Führung und Fühlung mit Führungsanspruch), „Heute:

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Demokratisches Restrisiko

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Moral statt Politik

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Rettung für Hochschulen

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Auf schmalen Schultern

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Büromieten steigen kaum“

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Zu jeder dieser Titelzeilen stehen die tagespolitischen Geschehnisse und Bedrängnisse in steilem Verhältnis: Rechtsstaat und Mob, staatliche Bildungsapparate, Missverhältnis von Genieabhängigkeit zu Mehrheitsintegration, dazu der Kaufvertrag als Über-Ich.

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Was also machen wir mit dem Anfang jeder Gemeinschaft für ein gelingendes Gemeinschaftshandeln, der kollektiven Urteilskraft?

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Die Urteilskraft stärken.

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Wie geht das?

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Durch organisierte Bildung.

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Das kostet – und schon sind die Eltern bedient (Jasper von Altenbockum „Die Eltern sind bedient“ Titel-Kommentar am 5. Juni 2015). Der Wadelbeißer hat hier die Volkshochschulen vergessen, die der Mangelbildung der Erwachsenen abhelfen sollen.

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Wie bildet man Eltern, an denen bereits Erziehung und Bildungsziele verfehlt wurden? Mit Helene Bubrowskis Anti-Bukowski-Text: „Wer denkt an die Kinder?“ (immer noch Titelseite der FAZ) am 5. Juni 2015.

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Es geht mit der wichtigsten Textstellung, FAZ Seite 1, oben links, los:

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„Erziehungsstreik für Schlichtung unterbrochen“ – es fehlt der Hinweis auf den Charakter von Industriegewerkschaften in unserer Zeit: Nicht nur hat die Ver.di-Führung die Erzieher mit diesem Streik verraten, auch führt sie unverschämt vor, wie Herrschaft durch den durchorganisierten Verbändestaat über alle Herzen und Köpfe hinweg durchgesetzt wird. Die FAZ hier ganz bei „sich“, Partei-Zeitung auf der StaMoKap-Seite der herrschenden Blockparteien („demokratisches Restrisiko“, „Moral statt Politik. Aufklärerische Kritik als Wurzel der modernen Dauerkrise …“, „Rettung für Hochschulen“ …).

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Kurz: Kaubes Stichworte stimmen. Doch heraus kommt blendende bzw. kaschierte Herrschaftsmoral („Großer Gott wir loben Dich“ / vom <Kölner Dom-Chor bei geöffnetem Fenster laut anhören).

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Helene Bubrowski schreibt, dass es „In Vitro Fertilisation“ gibt – also Erzeugung menschlicher Abkömmlinge ohne Liebe und ohne kulturelle Vorurteile, quasi „Jenseits von Gut und Böse“, wie Nietzsche es in seiner Vorurteilslehre beschrieb. Dass es mit Heidegger das feindliche Gestell gibt, unsere tradierten Vorurteile, die die Möglichkeiten des zukünftigen Seins ankränkeln, verhindern, indem „Das Dasein in das mögliche Sein hinaussteht“. Und nun schlägt Sloterdijk nach und fordert: „Die schrecklichen Kinder der Neuzeit“ –  sie lernen nicht das Notwendige – denn nun sind sie Heideggerfreunde: Vorurteilsfeindlich (also hirnrissig).

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Helene Bubrowski beschreibt, wie gebunden und geborgen das künstliche Erzeugtwerden nicht ist, wie brutal es für Eilieferanten, Austrägerinnen, Fremdgeborene, Identitätsschwache, Neukranke, nämlich unwerte Menschen, nur sein kann – dagegen die gute Tradition des Sexus Nexus mit allerliebst Liebesleid, Kabalen und missbrauchten Briefen, Inzuchtquoten und KuckucksUse – so weit das Auge reicht Lug und Trug, aber traditionell und herrschaftsbewährt.

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Die junge Frau Bubrowski also voll aus ihrer Lebenserfahrung schöpft, der einfachen Moral das Wort in der FAZ reden möchte. Eigentlich aber liefert sie lediglich eine Stoffsammlung der Plattitüden, ziemlich unsystematisch außerdem, legte man Kriterien der empirischen Sozialforschung daneben. Welche Argumente dagegen das Lebensrecht aller Missgeburten und Geschundenen, Behinderten und Ungelieben, Bastarde und Kuckuckskinder haben, nachdem solche auch noch das Purgatorium der gesellschaftlichen Ächtung in jedem Belang nicht nur überlebten, sondern daraus die Hochbegabung, eine Sonderstellung zu machen vermochten (wenn sie nicht gestorben sind) und den Preis angeboten bekamen, den sie dann dem Helene-Bubrowski-Schwangerschaftsturn-Vereinen der FIFA spendeten – mit dem spöttischen Kommentar angenagelt: „Ihr Manna könnt ihr selber saufn. Es lebe das unwerte Leben.“ – das beschäftigte FAZ-Autorin Bubrowski gar nicht.

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Dietmar Moews meint: Bei aller Zukunftsgenealogie und Integrationsführung hat der Roman-Soldat Schwejk nicht zu Unrecht behauptet: Man muss sie in die Tür einklemmen, will man eine Katze umbringen – die haben ein zähes Leben.

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Ein „so Sollen“ des staatlich geführten Fortpflanzungssinnes, eingeschlossen „Kinder, deren Eltern miteinander Geschlechtsverkehr gehabt haben sollen“ (Bubrowski am 5. Juni 2015), machtmoralisches Pfahleinschlagen des Leitmediums FAZ, die sich eigentlich mehr für USA-hörige Medien- und Militärspiele erwärmt, klingt mir aus dem Munde der Helene Bubrowski nicht klar und deutlich genug:

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Sie sollte es: „Konservatives Umherirren traditioneller Verhängnisse nennen – lieber den alten Krieg als den neuen“. Nein, sie malt Schwarz und Weiß, wie jedes Heinzlein von Heinrich Heine im Keller das Blutfass doch kennt, aber die Anderen für blöde halten möchte.

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Es kann dafür der SPD-Mann Herbert Schmalstieg wenig dafür, dass dieses Thema an ihm sein Leben lang vollständig vorbeigegangen ist (als Nummer Zehn der Prominentenmannschaft immer elegant), der hier auf Seite 8 in der FAZ, 5. Juni 2015 von Günter Bannas als „Schlichter“ vorgestellt wird.

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Und auch hier hat die FAZ-Redaktionskonferenz nicht die nötige Zeit aufgewendet, zu prüfen, ob hinter dieser Tapetentür wirklich der Weg ins Freie führt: Schmalstieg als Schlichter, nachdem Gewerklschaft und Arbeitgeber bereits ihre „FIFA-Methode“ haben durchblicken lassen?

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Ein gezieltes Interview mit Schmalstieg zur heutigen Ausbildungslage der Erzieher, als Kindergärtner, Sozialpädagogen, Erziehungswissenschaftler, Diplom-Erzieher und so weiter, hätte Mehrwert haben können. Der Abrichtungsakt der Schlichtung ist bereits jetzt schon ein Akt der LÜGENPRESSE – die streikenden Erziehungsberufsständlerinnen und -ständler tun mir leid. Und was sagt Helene Bubrowski, deren schutzbedürftiges Klientel hier doch übers Stöckchen springen darf?

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Sie möchte, dass die “Überlistung der Natur“ gesellschaftlich gewünscht, neumodisch nicht unter Strafe stehen, aber nicht zur „Gefahr durch die hässlichen Seiten des Machbarkeitswahns“ werden solle. Das nenne ich verneinte Verneinung des Verneinens: (Don’t be denied /Neil Young)

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Und – ich erlaube mir den Scherz zur Frage: Wohin mit dem Zeigefinger (gehn wir zu Dir oder zu mir?)? – wenn es ein mahnender, aber „zahnloser Zeigefinger ist“ (Helene Bubrowski), so stecke ihn einfach in die Nase.

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ZUGINSFELD 40 DMW 674.1.11 190 cm / 190 cm, Öl auf Leinwand, in Berlin 2012 gemalt

ZUGINSFELD 40
DMW 674.1.11
190 cm / 190 cm, Öl auf Leinwand, in Berlin 2012 gemalt

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Neue Sinnlichkeit Blätter für Wehrrecht und Reisepflicht

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Fronthelfer Grönemeyer, Niedecken und Narren Buffett: KRIEG

Januar 27, 2015

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vom Dienstag, 27. Januar 2015

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We live in a free country“ – so sagte Alphons Silbermann auf die Frage beim Großen Geburtstagsempfang im Jahr 1999; „Ob Fotografieren erlaubt sei?“

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In Deutschland ist ein freier Rechtsrahmen für den Bürger vorhanden, innerhalb sich jeder freimütig politisch artikulieren darf: Von Rechts bis Links – FREI. Erst bei Rechtsradikal und Linksradikal und selbstverständlich bei militantem Extremismus schränkt das Gesetz und kommt die ordnungspolitische Macht des staatlichen Gewaltmonopols – völlig zu Recht.

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Es lässt sich zweifelsfrei feststellen, was und wie dabei als „Rechts und Links“ anzusprechen ist. Extremismus steht ohnehin außerhalb des Rechts.

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Eine verfassungsbrechende und eidesbrüchige Regierungs-Personnage, angefangen bei Bundeskanzlerin Merkel, ist zweifelsfrei „RECHTS“ (Verhinderung der parlamentarischen Kontrollen zur Verwirklichung klarer Verfassungspostulate).

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Massenmedien, die hierüber Schleier und Halbwahrheiten verbreiten sind „Lügenpresse“ und müssen sich vor unabhängigen Gerichten diese Attributisierung nur noch bestätigen lassen, dass „Lügenpresse“ „RECHTS“ ist.

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Wenn nun Grönemeyer und Niedecken in Dresden singen, ist das von vielen Menschen gern gehört und miterlebt. Es ist im Rahmen der öffentlichen Ordnung deren Freiheit, das zu tun.

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Malerische Übernachtung auf dem Weg einer Überführung nach Sizilien

Malerische Übernachtung auf dem Weg einer Überführung nach Sizilien

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Dietmar Moews meint: Wenn – wie gestern in Dresden an der Frauenkirche beim „Bunt-Konzert“ – sich Grönemeyer und Niedecken hinstellen und SCHWARZ-WEIß die rechte Merkel-Blockparteien-Politik verteidigen, die die Opposition ausschaltet und politische Kritik als „staatsfeindlich“ verteufelt, dann ist das peinlich.

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Ich hoffe, Wolfgang Niedecken, der es sicher nicht böse meint, und Grönemeyer als Herbert Dröhnemeyer, der ohnehin nur begrenzt lernfähig ist, finden Kontakt mit den Dresdner Bürgern, die sie als Rechtsradikale mit jeglicher moralischen Desorientierung abstempeln.

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Dann empfehle ich ihnen noch mal die Videos auf YOUTUBE mit Georg Schramm zu Warren Buffetts KRIEG und den genialen FAZ-Artikel von Werner Patzelt, „Edel sei der Volkswille. Was brodelt da eigentlich unter der Pegida-Oberfläche: Nationalismus, Rassismus, Faschismus? Vielleicht geht es ja auch eine Nummer kleiner.“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom Mittwoch, 21. Januar 2015, Seite 12.

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Was Marilyn Monroe und Marlene Dietrich konnten, können auch Bruce Springsteen und Bob Dylan? – nein, Bob Dylan eher nicht, Neil Young auch nicht. Aber Grönemeyer und Niedecken.

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