Katar Qatar Fußball

November 9, 2022

Lichtgeschwindigkeit 10487

am Mittwoch, den 9. November 2022

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Angesichts der kommenden FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft-Endrunde, die – wie alle vier Jahre – die Weltmeisterschaft der besten „Nationalmannschaften“ im Weltverband FIFA in einem zweiwöchigen Turnier ausspielt, möchte ich das massenmedial aufgeheizte MEDIEN-GAG-THEMA „QATAR“: der kleine arabische Wüstenstaat als von der FIFA vorbestimmter Endrunden-Spielort, in dieser Lichtgeschwindigkeit 10489, wie folgt besprechen:

Ich beziehe mich auf eine Exposition, die heute bei dem Online-Portal-GMX.de im Namen eines Autors PIT GOTTSCHALK bereitgestellt worden ist. GMX nennt das KOLUMNE:

„ … Aus allen Ecken ist zu hören, dass das Desinteresse an der Weltmeisterschaft in Katar groß ist. Die Begründung fällt unterschiedlich aus. Mal ist es

der Zeitpunkt („November statt Sommer!“), mal

das Gastgeberland („Was hat Katar mit Fußball zu tun?“), mal

die Umstände vor Ort („Menschenrechte! Arbeitsbedingungen!“),

mal die Art der Vergabe vor zwölf Jahren („Korruption!“).

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Der GMX-Kommentator meint dazu – während die Massenmedien in Deutschland irreführender Weise vom „europäischen Fußball“ schreiben und reden:

„… Jedes Argument ist erstens stichhaltig und zweitens richtig: Die WM 2022 hätte niemals an Katar vergeben werden dürfen. Und wenn ein offizieller WM-Botschafter beim ZDF homosexuelle Menschen die Lebensberechtigung abspricht, ist der nächste Skandal perfekt:

Katar bestätigt damit Vorbehalte und Vorwürfe.

Die Werte des Fußballs mit Füßen getreten…“

Hier schweift der GMX-Kommentator ab: Er spricht von den in der deutschen LÜGENPRESSE propagierten „WERTE“ – damit wird überhaupt nicht das Wertefeld des Fußballs hinreichend erfasst. Eigentlich sind die Pseudo-Homosexuellen-Werte Reste des eurozentristischen Kolonialismus, anderen Menschen sozio-kulturellen Formen aufzuzwingen, die man in der UEFA hat – die aber nicht als FIFA-Werte gelten; bei der FIFA geht es um Fußball-Sportregeln und um weltweite Verbandsorganisations-Regeln, denen alle FIFA-National-Verbands-Mitglieder durch Aufnahme und Mitgliedschaft in die FIFA unterliegen. Diese FIFA hat aber Grenzen der politischen Reichweite, wo UNO-Menschenrechte oder nationalstaatliche Verfassungsgesetze andere Werte vorschreiben. Ein FIFA-Mitgliedsverband hat staatsrechtlich der Verfassung des eigenen Nationalstaats zu gehorchen. Im Konflikt mit der FIFA geht das nationale Gesetz vor.

Der GMX-Kommentator bezieht sich auf einen Buchtitel: „Um jeden Preis: Die wahre Geschichte des modernen Fußballs von 1992 bis heute“. – dem ich nicht weiter nachgehe. Darin wird von „Markterweiterung“ gesprochen, weil es sowohl Geldvermehrung als auch Machtstreben umfasst. Kurzum: Der GMX-Kommentator meint, das sei ein „… Irrweg im Weltverband FIFA, von Gier und Elitedenken gesteuert, konnte nur zum Sündenfall mit Katar führen. Was ich mich nur frage: Wo waren und sind die Kräfte, die rechtzeitig gegensteuern, bevor’s zu spät ist? Alles Fragen ohne Antworten.“

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Dietmar Moews meint: Vorab möchte ich beschreiben, wie ich die große Begeisterung für Fußball bei Menschen verstehe. Das beginnt mit dem Ball als Kleinkind – Erwachsene geben Kindern Bälle als Spielzeug und das spricht an. Nur völlig ballunbegabte Menschen spielen nicht Ball, sondern entfalten Ballangst. Ich kann meine Menschlichkeit und meine Lebenserfahrungen, die durchaus Vergleichen der Vielfalt standhalten können, nicht an rassischen oder genetischen Verschiedenheiten festmachen – zugegeben – man erlebt Vielfalt! – aber ob Asiaten, Afrikaner oder schweinsfarbige Briten, ob Ostfriesen oder Oberlausitzer, alle können Gedichte schreiben und ihre Ehegatten verprügeln – von Springe am Deister will ich ganz schweigen, denn dort bin aufgewachesen und weiß daher unglaublichen Sozial- und Geistesmüll, mit dem das Sozialwesen sein Heimatgefühl aufrichtet und unverfrorenen weltweot vernreitet: Internetz machts möglich.

Dann kommt die Vorbildwirkung fußballbegeisterter Erwachsener, die Kinder in das Ballspiel einbeziehen und für Sport und Kontaktsport haben Menschen unterschiedliche sozial-physiologische und sozial-psychologische Ambitionen. Was daran Maskulinismus oder Feminismus unterschiedlich verursachen, wer mit wem fußballspielt, scheint mir nur als Seiteneffekt von emanzipatorisch-politischer Qualität zu sein. Wer heute Berufs-Spitzensportlerienen Fußball spielen sieht, kommt gar nicht auf die Idee, dass es ein Genderthema sein könnte – ob Fußball „Sport“ ist oder nur „Männersport“ oder Thema der Unterhaltungs-Industrie?

Von den vier Verwertungsbedenken des GMX-Kommentators lasse ich überhaupt nichts stehen! Er treibt lediglich die irreführende Hetzpropaganda der kommerziellen LÜGENPRESSE weiter, denn die Grundbehauptung:

KATAR sei als Austragungs-Staat einer FIFA-WM ein „SÜNDENFALL“

Diese Bewertung ist IRRE, NORMWIDRIG und MITTELALTERLICH – auch die Relevanz diese angeblichen FIFA-SÜNDENFALLS, ist aus kommerziellen Wirkungszusammenhängen mutmaßlich MÜLL: DENN weltwelt wird sich „Qatar“ für alle lohnen und wird massenhaft Zustimmung durch QUOTEN erreichen – völlig abgehoben vom SPORT oder vom „europäischen Fußball“. (Diesbezüglich war die ZDF-Darbietung des wichtigtuerischen JOCHEN BREYER eine peinliche Ärmlichkeit – auch das ZDF unterstellt, dass FIFA-WM in KATAR auszurichten falsch sei). Das ZDF begründet diese Bewertung nur wieder mit den bereits totgejubelten vier Gedanken (s. o.). Man hat die Zusammenlegung der FIFA-Entscheidung für Moskau und Qatar, beim selben Termin, vor zwölf Jahren, als zusätzliche Absprache und Manipulation gesehen – Moskau und Qatar versprachen sich gegenseitig die Vergabe-Zustimmung und dazu weitgehend die FIFA-Stimmen ihrer Klientel, der Araber, der Islamstaaten, der russischen Sateliten usw.

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1. Ich möchte zu Qatar nur feststellen, dass die FIFA-Mitgliedschaft des nationalen Fußballverbandes von QATAR legal und legitim ist.

2. Die Vergabe der FIFA-WM an QATAR war – wie gewohnt – eine intransparente Mauschelei. QATAR hat nichts weiter gemacht, als die Tradition der FIFA zur WM-Vergabe mitzumachen.

3. Wieso sollte nicht jeder „FIFA-Staat“ in seiner Heimat spielen dürfen, wo bekanntlich in Grönland anderes Wetter ist als in Australien oder eben Qatar. Es steht nicht in der FIFA-Satzung, dass „Weltfußball“ nur bei englischem Wetter zulässig ist. (Ich weise nur auf die alpinen Sportarten hin, die mittlerweile auch vollkommen durchkommerzialisiert worden sind. Man macht dort traditionellen Wintersport, wo heute kein Schnee mehr fällt – in den europäischen Alpen. Dazu werden Schnee- und Eismaschinen verwendet, die man auch in QATAR als Hallensport einrichten könnte – WARUM DENN NICHT? (wer betreibt denn die Marketingziele der Hersteller der Schneemaschinen?).

Kurz: Fußball kann und darf überall – zu ganz unterschiedlichen örtlichen Bedingungen gespielt werden. Wer regulär Mitglied der FIFA ist, darf sich beteiligen. Mein Desinteresse an der FIFA-WM besteht mehr darin, dass als „NATIONALMANNSCHAFTEN“ bezeichnet wird, was inzwischen ein vollkommerzialisierter LEGIONÄRSSPORT ist. Für Deutschland spielen eingekaufte NEGER. Und für QATAR wie für ISRAEL spielen ebenfalls eingekaufte NEGER. Auch Asiaten können weltspitzenfußball spielen. Nur die ärmsten der armen STAATSVERBÄNDE müssen mit eigenen Rest-Sportlern auftreten, denn ihre besten Talente werden schon als Kinder mit gekaufter Nationalzugehörigkeit der eigenen Heimat abgeworben: ISLAND, PERU, IRLAND, GHANA, ELFENBEINKÜSTE …

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Ich habe gar nichts gegen die Spitzensportler aus aller Welt – weder für Marathonläufe noch fürs Rodeln am Königssee oder Biathlon bei der Bundeswehr. Es gibt inzwischen eine deutsche Negerin beim Spitzen-Zweierbob – ja, super, sympathische Frau. Die könnte Deutschland bei den kommenden Bob-Weltmeisterschaften in der EISHALLE von DOHA vertreten (schon preußische Könige haben deutsche Söldner ans befeindete Ausland verkauft).

Nur – ich will mir das nicht anschauen, wenn ein deutscher Trainer in Kamerun oder Peking herumturnt, solange damit der NATIONALISMUS angesprochen wird. Immer gerne sah ich die HARLEM GLOBETROTTERS – die virtuosen Basketball-Profis aus New York – doch als Nationalmannschaft von HARLEM kamen die niemals an den Start – sie spielten als SPORT-SHOW, wie Charlie Chaplin oder Mick Jagger, wie alle REIZGENIES.

Dass chinesische Tischtennis-Sportler für Deutschland Weltmeisterschaften spielen – dass ich OLOG BLOCHIN den zauberhaften Fußballer gern sah, der als Ukrainer aus Kiew fürs bolschewistische SOWJETREICH spielte, dass ich Klitschko boxen sah, auch KPDSU-Sowjetsportler aus Kiew, dass ich VALERI BORSOW, den kosmischen Sprint-Olympiasieger von München 1972, toll fand, auch aus Ukraine als SOWJET-ARMEE-Sportler, das ALLES IST DOCH DIE FREUDE AM ZIRKUS – was spricht gegen ZIRKUS? (außer wenns schlechter Familienbetrieb mit Direktors Ehefrau und Pferdenummer war). Im Zirkus erwartete man doch das Genialste von der ganzen Welt, ob BARNUM and BALEYS aus USA oder ZIRKUS KNIE aus der Schweiz oder Manchester City.

Ich war ein begeisterter Fußballsportler – Straßenfußballer in Springe sowie als Kind und als Erwachsener auch als Vereinsfußballer der Sportfreunde Springe (heute FC Springe), Landkreis Hannover, Niedersächsischer Fußballverband im DFB -.

Bis heute verfolge ich das öffentliche Fußballgeschehen, hauptsächlich der Fußballverbände im DFB, UEFA und FIFA (seit 1960 etwa), besonders der kommerziellen Sonderformen, hauptsächlich in Zeitungen, Radio und in den Staatssendern des Fernsehens – nicht in den TV-Kommerzsendern, also auch nicht Sat1 und RTL oder bei Sky-TV. Fußballveranstaltungen als Zuschauer in Fußballstadien mache ich nicht mit – ich gehe auch nicht mehr für Ehrenplätze oder VIP-Logen ins Stadion.

Die etablierten als „Sittenrecht“ rechtssetzenden Formen der öffentlichen Enthemmung und Brutalität für „frei“ vagabundierende inferiore Mitglieder der Gesellschaft in Deutschland, die in und um den Kommerz-Spitzenfußball massenmedial gezüchtet und geführt werden, schließen mich so weit wie möglich von einer sinnlichen Beteiligung dabei aus. Zugegeben – dabei entgehen mir Kenntnisse des Fußballsportgeschehens, die man nur auf dem Sportplatz und im Stadion sehen kann. Auch weil Live-Fernsehübertragungen nicht den Fußball zeigen, sondern zugespitzt „Unterhaltungsfernsehen“. Dieses Geschäft läuft über Zuschauerquoten (eben nicht für Fußballer) für ein möglichst weitreichende TV-Einschalter-Quoten-Publikum. Hiervon ist die überwiegende Mehrheit nicht an fachlichen Aspekten des aktuellen Spiels interessiert. Die TV-Bereitstellungen zielen also mit unglaublichem technischen Aufwand, zahlreichen Kameras, Wiederholungen, Großbildprojektionen usw. – bringen andauernd Kommerzwerbung gemischt mit aufgerissenen Mäulern der Publikums-Irren; oft wird auch der Publikumslärm zu laut ausgesteuert, sodass man kaum ein Live-Spiel im Video und Audio in gemäßigter Zimmerlautstärke anhören kann resp. man versteht nicht, was kommentiert wird.

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Kurz – was als massenmediale Fußballunterhaltung den Fußballsport verfremdet, lässt sich nicht umgehen, wenn man nicht selbst spielt oder als Zuschauer mitmacht. Folglich ist meine Fachlichkeit als Kritiker und Redakteur über Fußballgeschehen als massenmediales Thema nur beschränkt qualifiziert.

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>Das Schöne< in Neue Sinnlichkeit 81 – Blätter für Leibniz anstatt Humboldts Hohenzollern-Mief – September 2022

September 26, 2022

Lichtgeschwindigkeit 10460

Am Dienstag, den 27. September 2022

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Zum Geleit

Grüß Gott, liebe Negerienen und liebe Neger, Sie dürfen für sich jegliche Farbspiele ausleben,
sofern Sie nicht die Farben ihrer Mitmenschen verderben – bekanntlich solche Mischungen die
Farbe BRAUN ergeben. Der Maler PETER JANSSEN erklärte den Kindern, „Man kann den
Baum Blau malen, wenn man daran glaubt“. Ich sage: dass immer eine faire Praxis unsere
Praktiken leiten sollte. Symbolentschlüsselung JA – theoretische Entschlüsselung des Überde-
terminierten LIEBER NICHT. Denn Metaphysik belastet unnötig beim Malen und Farben-
mischen. HEGEL stellte den STAAT knallhart über die GESELLSCHAFT – komisch, dass
Marx, der die gesellschaftliche Unterwerfung anklagte, dann eine Volkssouveränität zugun-
sten des Parteikommunismus verriet, womit LENIN im Oktober 1918 (nicht ohne blutige
Umstände) zur bolschewistischen Staatsherrschaft in Moskau kam.
Neue Sinnlichkeit dient der Kunstfreiheit des Künstlergelehrten und Malers Dietmar
Moews. Seine professionelle empirische Soziologie macht Klärungen zur Urteilskraft und der
Überdetermination möglich. Wir können Motivation einer Bildung zur Freundlichkeit dringend
gebrauchen. Damit ist das SCHÖNE der KÖNIGSWEG der sozialen Emanzipationsgrenzen.
Begründer Pelagius hielt es grundsätzlich für möglich, ohne Sünde zu sein (posse sine
peccato esse). Menschen könnten von der Natur her, jedenfalls, ohne von Erbsünde verdor-
ben zu sein, gut sein. Egal, was geglaubt wird, von Gott geschaffen oder einfach überdetermi-
niert sein, man nicht unterstellend übergreifen soll, als sei ein Teil der Schöpfung böse. Op-
portun bringt SPRINGER GOEBEL SECHS weiterhin den absurden Hegelianer im Landtags-
Wahlkampf 2022 in Hannover, MP STEPHAN WEIL, der sich übers RECHT stellt.

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Inhalt

Umschlag: Peter Grämer-Plakat 1978 in der Ballhof-Galerie Hannover-Plakat PICASSO als Dreiteil-Bild mit PIGASSO 1

Zum Geleit 2

INHALT 3

IMPRESSUM 3

ERFOLGSKINDER 4

DIETMAR MOEWS: Das Schöne 9

DIETMAR MOEWS: Leibniz anstatt Humboldts Hohenzollern-Mief 39

LAYOS DAYATOS: SPRINGER GOEBEL SECHS: Die Lage, Faksimile Alt-Nazi Stadtdirektor Dr. Gustav

Degenhardt und OFFENER BRIEF an SPD-Ministerpräsident Stefan Weil >Goebel Springer 2020

Rechtsstaat und Lauterkeit< 46

DIETMAR MOEWS: Putin in Ukraine + USA in Sibirien, UN-Blauhelme und Särge 50

DIETMAR MOEWS: CORONA und das Eliten-Versagen 51

LAYOS DAYATOS: STAATS-DOCUMENTA FIFTEEN – Kassel 2022

verschusselt 54

ADOLPH FREIHERR KNIGGE: ÜBER EIGENNUTZ UND UNDANK 1796

Knigge setzt Kants kategorischen Imperativ in

allgemeinverständliche Klarheit: Fortsetzung XXVII 56 ABONNEMENT NEUE SINNLICHKEIT AUF LEBENSZEIT FÜR 500 EURO 57 DIETMAR MOEWS: Lexikon des Kunstwesens: ALBRECHT DÜRER 58

KATHERINE: Portrait: Die Linie von Albrecht Dürer A D 1521 59

DIETMAR MOEWS: Lexikon des Kunstwesens: LOUIS ARMSTRONG 60

LOUIS ARMSTRONG: Portrait: Die Linie von Dietmar Moews 61

DIETMAR MOEWS: Die Kinderseiten der Epoche: Bummsti 62

Auflösung Qualitätsrätsel 80: Walther Schmieding 1928-1980

QUALITÄTSRÄTSEL 81: Wer hats geschrieben? 64

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Impressum

Neue Sinnlichkeit Blätter für Kunst und Kultur seit 1979 erscheinen in loser Folge im Pandora-Kunst-Verlag, Springe, Hannover, München, Leipzig, Magdeburg, Dresden, Berlin, Köln

E-Mail dietmarmoews@gmx.de Verlagsanschrift und Abonnement auf Lebenszeit bei:

Dr. Dietmar Moews Mainzer Straße 28, D-50678 Köln ISSN 1432-5268

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Dietmar Moews 2022

DAS SCHÖNE

RHAPSODIE DES SCHÖNEN (IM MODERNEN IRREN)

Hendrikje Gröpler gewidmet

Der Russe Fjodor Michailowitsch Dostojewski begab sich jedes Jahr nach Dresden, um Raphaels wunderschöne Sixtinische Madonna zu betrachten. Vor diesem großartigen Werk verweilte er lange Zeit. Dies ist erstaunlich, denn seine Romane spielen in den düstersten und perversesten Bereichen der menschlichen Seele. Was ihn aber tatsächlich antrieb, war die Suche nach Schönheit (das Schöne täuscht auch – es ist nicht unfehlbar). Seinem Roman „Der Idiot“ verdanken wir den berühmten Satz: „Schönheit wird die Welt retten.“.. Auch Papst Franz meinte kürzlich der Weitergabe des christlichen Glaubens durch die via pulchritudinis (den Weg der Schönheit) besondere Wichtigkeit verleihen zu können. Es reicht nicht, dass die Botschaft gut und gerecht ist. Sie muss schön sein.

Steinworte hüpfen in Deutungen

Der Europäer Friedrich Nietzsche (1844-1900) schätzte den Autor Dostojewski besonders. Doch es passt mir hier die Nummer 299 aus Nietzsches „Die fröhliche Wissenschaft“, womit wir in den Schönheits-Text hineinkommen mögen:

„Was man den Künstlern ablernen soll. – Welche Mittel haben wir, uns die Dinge schön, anziehend, begehrenswert zu machen, wenn sie es nicht sind? – und ich meine, sie sind es an sich niemals! Hier haben wir von den Ärzten Etwas zu lernen, wenn sie zum Beispiel das Bittere verdünnen oder Wein und Zucker in die Mischung tun; aber noch mehr von den Künstlern, welche eigentlich fortwährend darauf aus sind, solche Erfindungen und Kunststücke zu machen. Sich von den Dingen entfernen, bis man Vieles von ihnen nicht mehr sieht und Vieles hinzusehen muss, um sie noch zu sehen -…“.

Ich war Ende Juli in meinem endenden Lebensbogen des schönen Corona-Virus-Jahres 2021 in der Kunsthalle Mannheim, in einer Kunstausstellung mit Malerei, Zeichnungen und sonstigen Bildwerken des belgischen Künstlers James Ensor (1860-1949), den die Salonpersonnage mit pseudobarocken Bilderrahmen aufgenuttet hatte. Wie schön? – das will ich sagen: Da ich selbst Meistermaler bin und eigenartig geübte Augen und Blicke vom Kopf zur Hand habe, besuchte ich Ensor zum vielfachsten Male. Ich sah viele seiner Werke bereits mehrfach vorher, die mein Interesse anregten. Mir schienen sie immer extrem abstrakt – hauptsächlich ideologisch und psychologisch und wenig gelungen. Doch gewichtige Zeugen, wie der von mir sehr geschätzte Paul Klee (1879-1940), an Ensor etwas gefunden hatten – mochte ich glauben, es war bei Klee Ensor als Quelle des Schönen. Ich fand nun in Mannheim Schönes, was in Ensors Haus in Ostende nicht anzutreffen war, was ich jetzt sah und benennen kann.

JAMES ENSOR: Ein ölgemaltes Stillleben, etwa lebensgroß, auf Mahagoni-Holzträger, mit 37,5 cm Höhe auf 46,6 cm Bildbreite, dieses im handlichen Arm-Querformat „Stillleben mit blauer Kanne, 1890/91“ statisch angelegt: Die Kanne und der Fisch in der Mitte der horizontalen Streifenfahne – Alles in hellen Farben. James Ensor hat in jenen Jahren einige Stillleben dieser Art gemalt. Hier das Schöne – bevor ich es noch durch besondere Kontraste Ensorscher Eigenart zeigen will:

Es ist die Schönheit der Zeichnung einer gemalten teilweise sichtbaren weißen Tonpfeife als Malerei – weiter nichts.

Die gemalten Gegenstände im Stillleben, welche diese schöne Zeichnung bietet, vom linken Bildrand nach rechts aufgezählt: sehen wir angeschnittenen dunkelblauen Topfrand, eine aufgeschnittene zertrocknende zum Teil geschälte Apfelsine oder Zitrone, ein Taschenkrebs, eine Art geräucherter Bückling, vielleicht von einer eingetrockneten Makrele, ein kleiner Stapel Spielkarten, schräg darauf, über die Tischkante noch vorne schräg aus dem Bild ragend die angesprochene profane aber elegante Tonpfeife, die die Öffnung des perspektivischen Pfeifenkopfes in geradezu kreisrunder Erscheinung zeigt, in den man hineinschauen kann und der Schatten im Pfeifenkopf nicht gemalter Dreck oder Tabaksreste sind, sondern der Schatten im weißen Tonpfeifenkopf. Zum rechten Bildrand hin finden sich verdorrende Sonnenblumen-Köpfchen und auch am rechten Bildrand ein angeschnittenes Gefäß, eine sinnlose Vase vielleicht. Das gesamte Bild ist ein Emblem einer materiallosen blauen Wasserkanne mit braungoldenem Henkel – Ensor hat nicht versucht Glas darzustellen, noch links daneben ein beinahe unsichtbares Trinkgefäß, rechts ein bernsteinfarbenes Kännchen mit Deckel, immer parallel zum Bildgrund.

Das Schöne ist die geniale Zeichnung der Tonpfeife.

Sie wird in einer unsystematischen Position, also weder parallel noch irgendwie mit blo-ßem Auge beziehungsvoll kontrollierbar dargeboten, aber sicher, dass Ensor der Zeichner sich selbst eine maximale Freude des Schönen gemacht hatte. Der Winkel, in dem der leere hohle Pfeifenkopf mit dem geraden schlanken Pfeifenholm im Hintergrund des ebenfalls schräg liegenden Fisches, ohne Mundstück, verdeckt wird, also verschwindet, macht das Auge glücklich. Warum? Warum so ein gegenständliches Sammelsurium? Ja, es ist in dieser Malerei lediglich eine weiß angelegte Linienzeichnung eines nur teils dargebotenen Gegenstandes, die schrägliegende Tonpfeife; das Warum zu diesem Tafelbild als Motiv für das gesamte Ensemble mutet nämlich wie die Macht des Genies an, eine unregelmäßige gekrümmte regelgemäße Pfeife schräg aufführen zu können. Es ist wie die Macht der Päonie von Erhart Kästner (1904-1974): sie ist mächtig im Mai. Das war es, was Ensor wollte, was er fühlte: Diese Pfeife zeichnen zu können. Das restliche Bild hat er nicht annähernd so schön gemalt, weder den ziemlich schrumpeligen Hintergrund, noch die nachlässigen Materialien, ob Blütenblätter oder das Glas, ob der Fisch oder das Schalentier; das Alles hat er zwar zeichnerisch so erfasst, dass erkennbar ist, was es gegenstellt, aber es ist nur Farbe auf Holz. Die untergeordnet-alltägliche Tonpfeife ist durch Ensor ein gezeichnetes Schönes geworden, das in einer solchen Perspektivik liegt, die den Blick fasziniert. Ob da ein Holztisch seitlich parallel zur Bildkante oder eine marmorierte Tischplatte das Stillleben farblich und kompositorisch auffangen, ist allenfalls geschmacklich oder abstrahiert gut gemalt. Die Zeichnung der Pfeife ist das Schöne. Und nun noch ein Zusatz: Anbetracht aller Ensor-Bildwerke wird völlig klar -, ihn langweilte das Malen in irgendeiner Malereitradition, selbst in einer eigenen, die ihn nicht interessierte. Lieber dudelte er stundenlang auf seinem Harmonium herum. Aber James Ensor wollte epochal sein. Deshalb enthalten alle seine Bildwerke hauptsächlich einen attraktiven Gegenstand, den Ensor zeichnerisch erfasst, ob eine Mücke oder das Todesantlitz seiner Mutter, er zeichnet es faszinierend schön: Die schöne Zeichnung – macht einen schönen Gegenstand. Das Bild für diesen schönen Gegenstand in höchster Kunst des Gelingens insgesamt weiter herauszuarbeiten, etwa zur vollendeten Malerei, dazu hatte Ensor keine Lust. Es ist wie der Klavierschüler, wenn er über die schweren Stellen hinweghuscht. Ich kann es an allen seinen reifen Bildern zeigen – er malte gar keine Bilder, er malte Ideen-arrangements und dann mit einer herausstehenden Schönheit einer zeichnerischen Genieperle, einen Ensor-Geniegegenstand, den keiner außer ihm so isoliert ins Bild gebracht hätte. Gemessen am Schönen sind alle seine sonstigen Erfolgskonzepte, die weltbekannt sind, ob Christliches oder Masken in Bildern oder Programmreihen, konventionelle Langeweile. Die weiße Tonpfeife ist so schön, dass für mich allein dadurch das Genie Ensors erwiesen ist, der so gut sehen und zeichnen konnte, dass es unmöglich wäre, hier mit Zufall ranzukommen; (er hätte die blaue Kanne ebenso schön zeichnen und malen können – hat er aber nicht). Ich würde das Stillleben nicht als Meisterwerk bezeichnen – aber die weiße Tonpfeife ist hinreißend. (Ensor hatte weder mit einer schrägen Stadtansicht von Brüssel noch mit einem schräg ins Bild hinein geruderten Boot Zeichennot – nur zum Zuendemalen reizten ihn die Bildgegenstände immer wieder nicht. Zwar umfassen die Hände des Ruderers die Ruderpinne wunderbar – anders als bei Otto Müller (1874-1930) die Arschbacken, die die Hände verstecken – aber Ensor hat mit seiner Ausmalerei des Ruderbootes eigentlich die schöne Zeichnung verschandelt. Man sieht eben das Schöne noch im Entschönten und sowieso in der Vorstellung des Gegenteils des Schönen. Und es geht hier um das Schöne, nicht um das Genie James Ensors. Vor einem Meistermaler lohnt sich die verirrte Salonpersonnage der Kunstorganisation als Steinwort zu bedenken. Der flache Stein hüpft zwar – um zu versinken.

Du erlebst ein Glücksgefühl, freust dich, findest es so schön, dass du es gleich mitteilen willst. Es kann in deinem Inneren aufkommen. Es kann ein Ideensprung sein, virtuell. Es kann dein eigener Leib sein, physisch greifbar. Es kann ein äußerer Stoff oder sinnlicher Vorgang dein Glückserlebnis auslösen. Jeder kennt die Beglückung eines überraschenden Sonnenstrahls. Wie schön das sein kann. Und es geht nicht um ein mögliches spirituelles Erlebnis durch ein Organisations-Machwerk; es geht um das Glücksgefühl. Mit der rhetorischen Mitteilung vom Glücksgefühl bringst du dein zunächst esoterisches Schönes auf den soziologischen Atlas der Vorstellungswelt. Zeugen können es bezeugen. Oft fehlen die Worte einer Beschreibung des Geräusches, eines Tones, eines Klanges, oder vom Anblick eines beglückenden Lichtes. Wie sagt man es? Was, Ähnliches, lässt sich nennen? (Etwas schmeckte wie Ingwer, nur schärfer). Das kennt jeder Mensch.

Ich werde im nun folgenden rhapsodischen Bericht das Schöne als mögliches Glücks-erlebnis durch Textzitate vorstellen – was nahelegen soll, dass es das Schöne für jeden gibt, hoffentlich zu lesen Spaß macht und mit dem Ursprung im Esoterischen durch eine persönliche Bezeugung als soziale Vorstellung Geltung erhält: Schönheit.

„Wunderschön gesagt“ – diese Worte sind wohlmeinend Worte, die benennen, was alle Welt unter „schön“ versteht. „Schön“ – wohlmeinend – das gilt sinnlich, wie der fliegende Pfeil, aber auch in Veränderlichkeiten. Auch ein schönes totales Leib-Erlebnis kann beglücken. Auch „Wunderschön gesagt, als eine ironische Anmerkung, bedeutet doch das Schön zweifellos schön. Ich bezeuge das Schöne rhapsodisch. Und bezeuge „was wirklich zählt“, indem ich Wege meines Bildungsglaubens vorzeige. Wer Augen hat zu sehen, wie eine befruchtete Frau leuchtet, obwohl sie vielleicht selbst von ihrer Schwangerschaft noch gar nicht weiß. Und es heißt im Lied: derhalben jauchzt, mit Freuden singt“, im beliebten christlichen Adventslied „Macht hoch die Tür“. Jeder kennt das Glas Wasser, halbvoll, halbleer. Man kann beide Sachverhalte so oder so finden. Ich will damit auch – wem das völlig egal sein mag – sagen: Schön ist, was jemand schön findet – es muss derhalben kein ganzer Jauchz sein. Und die eigene Möglichkeit darf man sich wählen. So sollte auch jeder sexuell belebte Mensch eindeutig erkennen und für sich selbst wissen, ob und dass ihm und ihr Koitieren schön anliegen kann und dass ein orgiastischer Höhepunkt, selbst in grenzwertigen Schmerzgefühlen, zweifelsfrei von erlösender Schönheit ist, weil Triebverwirklichung beglückt. Wir sollen Feststellungen zur Schönheit nicht mit Glücksspielarten verwechseln. Weder Priester noch Narr -, öffne ich das Schöne als Gedanken- und Wortgläubigkeit mit sinnspendender Energie. Es ist kein Wortprunk. Weil es herzlich ist. Ich lade es auf, aber das Schöne wirkt auch ohne mich.

Die weitreichend kluge Hannah Arendt ließ sich auf ihrer Abstraktionshöhe auf Schönes ein, wie es in Vita activa – Vom tätigen Leben (1958) zu „Die Beständigkeit der Wahrheit als Kunstwerk“ heißt: „… welche die weltlichen aller Dinge, die Kunstwerke, durch die Jahrhunderte hindurch währen läßt; aber auch diese relative Haltbarkeit ist noch eine Abart des währenden Überdauerns (das Plato für etwas Göttliches hielt, weil es sich der Unvergänglichkeit nähert), das jedem Ding qua Ding zukommt. Jedenfalls ist es diese Eigenschaft, die seine Gestalt, seine Erscheinungsform in der Welt bestimmt und damit die Voraussetzung dafür ist, dass es uns schön erscheinen kann oder häßlich. Dabei spielt natürlich die eigentliche Gestalt für alltägliche Gebrauchsgegenstände eine unvergleichlich geringere Rolle als für die dem Gebrauch entrückten Kunstdinge, und der Versuch des modernen Kunstgewerbes, Gebrauchsgegenstände so herzustellen, als wären sie Kunstdinge, hat genug Geschmacklosigkeiten auf dem Gewissen. Aber der Wahrheitskern, der diesen Bemühungen innewohnt, liegt in dem unbestreitbaren Tatbestand, dass jegliches, das überhaupt lange genug währt, um als Form und Gestalt wahrgenommen zu werden, gar nicht anders kann, als sich einer Beurteilung auszusetzen, die nicht nur seine Funktion, sondern auch seine Erscheinung angeht; und solange wir uns nicht die Augen ausreißen, bzw. uns vorsätzlich der Maßstäbe berauben, die für Sichtbares gelten, können wir gar nicht anders, als alles Dingliche auch danach zu beurteilen, ob es schön ist oder häßlich oder irgendwie dazwischen …“

Traditionell erkennt man das Schöne an einem Wertvorgang, der von uns Menschen-Individuen ausgeht. Vormalige Sinn und Form leben im heutigen modernen Wandel fort. Dabei werden Massenmenschen in entkoppelte Kollektivhaltungen hineingeboren. Sowohl Vergewaltigung durch Technizität und auch Ästhetisierung müssen wir hinnehmen. Sie retardieren und versetzen das Schöne ihrer Anthropologie der Massen (die Masse sind ein Kollektiv einander nicht bekannter und nicht eingeschworener Individuen; eine Menge kennt sich untereinander). Massen in der Massenkommunikation werden zusätzlich der treibenden digitaltechnischen Verwurstung ausgesetzt. Mein Denken der Schönheit sieht uns Menschen konkret einzeln als Kundschaft. Ich stelle mich damit vor die Frage: Was ist der Mensch? und muss bandbreite Möglichkeiten wahrnehmen (soziale Individuen, Massen, Mengen, normierte Gruppen).

Umsonst geschieht mit Hilfe einer Mehrheit, was mit weniger bewirkt werden kann“ – und sinniere hinzufügend: „Nun – da kleben aber Zweifel“. Gnädiger Geduld halber kann in veranschaulichender Wiederholung die oft so harte Abwehr überspielt werden. Uns Fußgängern tut schon auch „üben üben üben“ gut. Darin steckt eine mechanistische Selbststeuerung, eine materielle Quotierung – nachschauen, was wirklich zählt. Und, solange man noch weiß, wo man ist, kann man einfach über die Zeilen hinwegfliegen. Ich glaube an das zugreifend Gemeinte, wie Gottfried Benn sagte: „Schönheit ist ein menschliches Faktum, genau wie Stundenlohnerhöhung oder Klassenkampf, nicht weniger real.“

So, erst groß, um anschließend mit kleineren Münzen zu zahlen: „… Die Vorsehung hat nicht gewollt, dass unsere zur Glückseligkeit höchstnöthigen Einsichten auf der Spitzfindigkeit feiner Schlüsse beruhen sollten, sondern sie dem natürlichen gemeinen Verstande unmittelbar überliefert, der, wenn man ihn nicht durch falsche Kunst verwirrt, nicht ermangelt und gerade zum Wahren und Nützlichen zu führen, in so fern derselben äußerst bedürftig sind. ..“ gleich gemerkt, schrieb ich beim Königsberger Philosophieprofessor Immanuel Kant ab, der in diesem Text im Jahr 1763 „zu einer Demonstration des Daseins Gottes“ wichtig anführte: „…Es ist ein Gott…“und habe im Folgenden einfach als möglichen Beweisgrund meiner Demonstration das Wort GOTT mit dem Wort SCHÖNHEIT getauscht. So möge das heiter werden. Denn Ur-Gott als Ur-Sprung unter Nat-Ur-Gesetzen – gefällt seit Jahrtausenden.

Aber mit Individualität beginnen Persönlichkeiten und Urteilskräfte. Jedes verlangt eine neu zu bedenkende eigene Sinnlichkeit, keine Tricks oder leere Eindruckschindereien; jede Leserin wie jeder Leser hat diese Chance. Das ist nicht einfach „Ästhetik ist in Allem“. Anzuerkennen ist, dass heutige IT-zerstäubte Massen nicht nur Begehrlichkeiten durchsetzen. Sie haben elementare, gewissermaßen legitime Bedürfnisse, denen sie selbst ähnlich fremd sind wie infolge von Instinktschwächen soziale Verankerungen und Wurzeln unterentwickelt sein können. Man greift jeden Strohhalm und versinkt im Narrativen.

Ich glaube hingegen, das Schöne gehört zu den elementaren Bedürfnissen, wollen wir Menschen und Aktanten sein und nicht Pflanzen. Ob wir Menschenglück als Massen mittels Bildungsorganisation für Individuen in ihrem bestimmenden Gruppenwesen erreichen können? Schöne Fragwürdigkeit. Kann individuelles Wohlleben aggressive Entkopplungen in genügend Friedlichkeit auszutanzen? Kann Bildungsorganisation eine individuelle Neuorientierung bewirken, wenn im Zwischenmenschlichen deutlich wird, dass die IT-Zersetzung zuoberst und durchdringend entkoppelt? uns beherrscht und zusätzlich materialistisch bestochen wird. Soll man moralisieren? oder „schöne“ Politik zu machen versuchen? Die Mehrheitsmachtfrage stellen? Materialistisch zu erzwingen suchen? Mitschwimmen? oder Drogen des Umherirrens im Verstellen der Verstellten gebrauchen? Nun ja, „umarme das Schicksal“ lautet Friedrich Nietzsches Feingedanke, der mich immer umgibt. Ich – jedenfalls – glaube an freimütige Bildungslust. Denn ich habe Schönheit als Wirklichkeitssinn auf meiner Seite. Mir genügen für meinen Vorstellungsrahmen des Schönen im Jahr 2022 zwei objektive Umstände:

1. Du kannst Schönes in dir finden; das ist nicht weniger als ein innerer Impuls, ob Idee, sinnlicher Außenweltbezug oder Freude in Bewegung. Und du kannst Schönes begehren – vorstellen, wünschen, anstreben, machen, erleben, aneignen, verwenden, besitzen, weitergeben, inhibieren, besprechen und deinen Menschen zeigen – ich wiederhole nochmal: Hinzuschauen, was wirklich zählt.

Und den zu wenig Selberdenkenden kannst du ausdrücklich sagen:

2. Das Schöne ist nicht Höheres – es ist das Schöne. Es gibt nichts zugänglicheres, demokratischeres und freieres als das sinnlich mitzuerlebende Schöne. Unser Reichtum an Material mit Ausstrahlung – wie Nina Simone und Charlie Chaplin – ist geradezu unerschöpflich Schönes.

Dazu folgendes Zitat eines Buches mit dem Namen „Das einfache Leben“. Wer nachliest, findet die Chance, etwas Schönes zugespitzt wahrzunehmen – hier das Schöne als Kern eines Sprachkunstwerkes, ohne vorab den privaten, daran aufbereiteten Farben des Autors Dietmar Moews ausgesetzt zu sein. Wir lesen:

„… über ein Mikroskop gebeugt, unter dem ein Blatt aus der Blüte einer Dahlie lag, deren Beete draußen wie eine glühende Mauer um das Haus standen.

„Kommen Sie, Orla“, sagte er ohne Überraschung, „und sehen Sie die Schönheit an, die ganz reine, zwecklose Schönheit.“

Er stand daneben und sah zu, wie ein Abglanz des Wunders über Thomas‘ Gesicht ging, der Farben, Linien und Formen, zusammengeschlossen in ein unbegreifliches Bild, und er nickte, als sein Gast meinte, dass also auch in der Entzauberung der Natur etwas liegen könne, was noch tiefer mit Ehrfurcht erfülle, als der Blick unseres gewöhnlichen Auges es schon tue. Nur, sagte er, dürfe man dies vielleicht nicht eine Entzauberung nennen, sondern eine Enthüllung, und es sei eben das Große in diesem schweigenden Pflanzenreich, dass jeder aufgehobene Vorhang näher an das Heiligtum führe, was man beim Menschengeschlecht ja nicht gerade immer sagen könne. …“

Erinnerung – wie sie jeder von uns kennt.

Es passt, wenn man etwa sagt: „Ganz schön“ oder: Nicht schlecht“ -; das ist wohl zuzu-geben. Wir verstehen in diesen Redensarten das Schöne auf alle Vorstellungsbereiche als ansatzweise gültig. Damit werden nicht Gut oder Böse oder Meinungen über Nützlichkeit und Unnützlichkeit oder die Macht zur Gewalt erwogen. Die spielen völlig anders. Man sagt „na ja“ , meint aber nicht Ja. Ist die Wahrheit im Monologschön? ist Lernen aus Politik schön? wie man verdichtet findet: „Den Darm mit Rotz genährt, das Hirn mit Lügen – erwählte Völker Narren eines Clowns, in Späße, Sternelesen, Vogelzug den eigenen Unrat deutend! Sklaven – aus kalten Ländern und aus glühenden, immer mehr Sklaven, ungezieferschwere, hungernde, peitschenüberschwungene Haufen: dann schwillt das Eigene an, der eigene Flaum, der grindige, zum Barte des Propheten!…“ Besser findet man sich allerdings hinein, wenn es heißt: „Die Päonie ist mächtig im Mai“ (Erhart Kästner).

Will da wirklich jemand glauben, man dürfe an der Eindeutigkeit zweifeln, wenn der Dresdner Volker Braun sagt: „Dresden war die Erfahrung von Schönheit und Grauen, Schöpferkraft und Vernichtung – das ist eingebrannt“, (Braun, geb. 1939, ansonsten mit Brecht völlig verrannt). „Das einfache Leben“ von Ernst Wiechert (1887-1950), wo die Dahlien in Orlas Zwiegespräch vorkommen, hilft dabei, Abirrungen über Natur und Objektivität beiseite zu schieben. Ich betone, dass die Wahrheit in unseren Bildern von den Dingen und nicht in den Meinungen liegt – dass man schauen und lauschen muss, wenn man kann – denn die Ambivalenz der individuellen Gefühle ist, lediglich, wie das Schöne selbst, in prüfbaren Tatsachverhalten in der individuellen Objektivität. Dagegen sind viele Beispiele der Redensarten für das sogenannte Schöne lediglich Anklänge zum etwaigen Naturschönen. Wohl sind auch Symmetrien in der Natur Eigenheiten – Münzen, die zum Zahlen geeignet sind, die aber vom Schönen ablenken, wie eine Amsel, die mit Theater von ihrem Gelege ablenkt. Soviel als Einleitung zum Anderssein als Menschenrecht für das Schöne.

Modernes Irren geht ohne Literatur

Damit komme ich zu dem für mich entscheidenden Gedanken vom „modernen Irren“. Die heutige Vorstellung von der geistigen Ausrichtung der heutigen Menschen in Deutsch-land hebt zwar auf möglichst zureichende Bindung an die Erde ab. Doch jeder spürt die löchrige Bewusstseinslage der Menschheit in ihren Farben. Man erlebt geistige Spielräume, durchaus im Sinne von stets zu aktualisierenden Gut und Böse als angesagtem Humanismus. Doch mit den Symbolspielen innerhalb der politisch wertenden Gemeinschaftsformen finden aus meiner Sicht zwei völlig verirrte Ideen Gestaltungsmacht über unsere Menschen-Gewalt-Kultur: Zum Einen dass Nichtwissen (Nichtwissenkönnen als Immanuel Kants relativiertes „Ding an sich“), zum Anderen stattdessen das vielfältige Meinen über die Dingwelt und dessen Effekte – also Unkenntnisse und Meinungsdurcheinander, Irgendwas mit feucht und warm wird es schon sein. Dabei kommt mir „die selbstverschuldete Unmündigkeit“ wie ein leerer Ringschluss vor. Man sollte die „moderne“ Verirrung dingfest machen. Es ist eine verheerende Verirrung, das Schöne nicht erkennen zu wollen, nur weil man die Schönheit als Vehikel der bösen Möglichkeiten und der willkürlichen Verdinglichungen verdächtigt. Das Schöne, als um die Ecke gedachtes Böses in der politischen Geschichte, ist eine goethesche Volte, eine glanzlose Perle. Denn wir können wohl die geradezu historisch gewordene Beschwörung von Lebensdienlichkeit von Bildung und Erziehung und der überdeterminierten Individualität nicht bezweifeln. Und darin steckt als Lohn von Mühe – auch ganz pragmatisch – ein freiwilliges Schönes. Es gehört zweifellos zu unserer Kultur. Wir wählen uns Mühen als gewünschte Rüstung der nicht immer leichtfälligen Kommunikation. Wir nutzen unser Zimmer zum Lesen, nicht nur als Umkleidekabine. Aber oft genügt das Lesen nicht. Und man fragt: Wie ist der Mensch? wie müssen wir uns bewegen, damit Bildung und Erziehung neu, besser gedacht werden. Heere Ziele erklären, ist nach jahrhundertelangen Beschwörungen überfällig geworden. Oder, brauchen wir eine neue höhere Kunst der Bildung (Fichte)? Der moderne deutsche Staat hat das Schöne in der Kultur, besonders im Kunstmeinen (als angeblich aufgeklärtes vormodernes Böses), nunmehr noch in historischen Kunstmuseen. (Wie Deutsch dürfen wir denn sein?) So wird dann gemacht, dass die zeitgenössische Kunstorganisation völlig untransparent, unerklärt und irreführend aufgezogen wird. Egal, was irgendwelche individuellen Künstler desungeachtet in Selbstausbeutung an Schönem hervorbringen. Dafür täuscht das Kunstgewerbe Tauschkunst vor, die dem Handel gefällt aber gar keine echte Kunst des Gebrauchs ist. Digitale Reproduktionen, unverschämt auch noch als K I, Künstliche Intelligenz, bezeichnet. Und mit NFT – das soll Non-Fungible Token (NFT) bedeuten – wird ein nicht ersetzbares digital geschütztes Geldwäsche-Objekt der neueste Gag des Westkunst-Messe-Syndikats im staatlich bezeugten Kunstbetrieb. Immerhin – enthält die Verfassung des Freistaates Bayern noch einen Sonderpassus zur Volkskunst-Förderung. Und das ist nicht nur bayerische Brauchtumspflege, denn Schön – lebte ich in Bayern bis 1995.

Die Schönheit des Schönen kommt auf dich – und hier liegt zugegeben schon eine schlussgefolgerte Willkür – sie kommt jetzt von mir auf dich und aufs soziale Erleben. Ich bezeuge damit, infolge meiner individuellen Entfaltung als Kind in den 1950er Jahren, was auch für alle Menschen gelten soll. Mein Ich-Verständnis war, dass jedes andere soziale Lebewesen als ein eigenes Ich, in der Getrenntheit zum Nicht-Ich, feststand. So widerfährt auch dir, wie dein Ich als eine Vorstellung, Dinge, Meinungen, Schönheit, Absicht, Sichtbarmachen, Lust, Enthüllen, Glücksgefühl, schließlich Denken durch Sprache als Anker herzustellen, anfertigen, gebrauchen und verbrauchen begrifflich immer wie ein schönes Steinwort ausufert, mal scharfsinnig, mal wahrnehmungsstörend, mal verbindend oder zutiefst beunruhigend. Glücklich, wers spürt. (Da wurde bereits viel Ich-Wissen des Fichte (1762-1814 – in kindlicher Naivität durchgekostet). So lässt sich Johann Gottlieb Fichte, dem bedeutenden Kant-Adepten aus seinem Spätschaffen, 1808, zitieren:

„… Ich hatte in jenen Vorlesungen gezeigt, dass unsere Zeit in dem dritten Hauptabschnitt der gesamten Weltzeit stehe, welcher Abschnitt den bloßen sinnlichen Eigennutz zum Antriebe aller seiner lebendigen Regungen und Bewegungen habe; … Mit uns geht, mehr als mit irgendeinem Zeitalter, seitdem es eine Weltgeschichte gab, die Zeit Riesenschritte .. Irgendwo hat die Selbstsucht durch ihre vollständige Entwicklung sich selbst vernichtet, indem sie darüber ihr Selbst und dessen Selbständigkeit verloren; und ihr, da sie gutwillig keinen andern Zweck, denn sich selbst, sich setzen wollte, durch äußerliche Gewalt ein solcher anderer und fremder Zweck aufgedrungen worden. Wer es einmal unternommen hat, seine Zeit zu deuten, der muss mit seiner Deutung auch ihren Fortgang begleiten, falls sie einen solchen Fortgang gewinnt; … Ich setze voraus solche deutsche Zuhörer, welche nicht etwa mit allem, was sie sind, rein aufgehen in dem Gefühle des Schmerzes über den erlittenen Verlust, und in diesem Schmerz sich wohlgefallen und an ihrer Untröstlichkeit sich weiden, und durch dieses Gefühl sich abzufinden gedenken mit der an sie ergehenden Aufforderung zur Tat; sondern solche, die selbst über diesen gerechten Schmerz zu klarer Besonnenheit und Betrachtung sich schon erhoben haben, oder wenigstens fähig sind, sich dazu zu erheben. Ich kenne jenen Schmerz, ich habe ihn gefühlt wie einer, ich ehre ihn; die Dumpfheit, welche zufrieden ist, wenn sie Speise und Trank findet und kein körperlicher Schmerz ihr zugefügt wird, und für welche Ehre, Freiheit, Selbständigkeit leere Namen sind, ist seiner unfähig: aber auch er ist lediglich dazu da, um zu Besinnung, Entschluss und Tat uns anzuspornen; dieses Endzwecks verfehlend, beraubt er uns der Besinnung und aller uns noch übriggebliebenen Kräfte, und vollendet so unser Elend; indem er noch überdies, als Zeugnis von unserer Trägheit und Feigheit, den sichtbaren Beweis gibt, dass wir unser Elend verdienen. Keineswegs aber gedenke ich Sie zu erheben über diesen Schmerz durch Vertröstungen auf eine Hilfe, die von außen her kommen solle, und durch Verweisungen auf allerlei mögliche Ereignisse und Veränderungen , die etwa die Zeit herbeiführen könne: denn, falls auch nicht die Denkart, die lieber dem blinden Ohngefähr, als sich selber verdanken will, schon an sich von dem sträflichsten

Leichtsinn und der tiefsten Verachtung seiner selbst zeugte, so wie sie es tut, so haben auch noch überdies alle Vertröstungen und Verweisungen dieser Art durchaus keine Anwendung auf unsere Lage. Es lässt sich der strenge Beweis führen, und wir werden ihn zu seiner Zeit führen, dass kein Mensch und kein Gott, und keines von allen im Gebiete der Möglichkeit legenden Ereignissen uns helfen kann, sondern dass allein wir selber uns helfen müssen, falls uns geholfen werden soll …“Fichte meinte es ernst, wie auch Nietzsche ernst meinte mit „Von Ohngefähr“ – das ist der älteste Adel der Welt, den gab ich allen Dingen zurück, ich erlöste sie von der Knechtschaft unter dem Zwecke“ („Also sprach Zarathustra III“, 1884).Wir können die Schönheit solcher anscheinend widersprüchlichen Sätze in ihrer metaphysischen Schönheit erkennen, wenn wir sie in unseren Gedanken in sehendes Ohngefähr umwerten. Hier hilft eine Lesepause, damit selbst denkt, was da zum Erkennen anregen könnte.

Nun folgende kleine Darstellung der Schönheit ist auf das Jahr 1925 datiert. In jenem Jahr hatte der Sozialdemokrat Theodor Lessing (1872-1933) seinen Schmähtext über den Militäradeligen, schicksalsschrecklichen Hindenburg, veröffentlicht. Ich schicke voraus: Denken sehe ich hier als Möglichkeit zweckrationaler Vorstellungsorientierung – Denken ist Lebensdienlichkeit. Und ich gebe zu, dass es dazu unendlich verschiedene Denkweisen gibt, denen Zweckrationalität unbestreitbar vorkommt. Man denkt in abfolgenden Sachlagen von Dingen und Personen, von Situationen und sozialen Schlussfolgerungen und Urteilen. Man denkt auch spekulativ, vom Wirklichkeitssinn herkommend zu dinglichen Möglichkeiten. Man denkt auch latente Ursächlichkeiten. Man denkt in ganz verschiede-nen Bewusstseinslagen, scharfschlüssig bis rauschhaft oder schlafend, mit Absicht, auch ohne Absicht oder gegen Absicht. Man denkt und urteilt aber auch über eigene Bewegungen der Gliedmaßen und koordiniert äußerliche und innere Leibesfunktionen. Man überlegt sich wie konkrete Geschehnisse unerwartet werden konnten, während gewohnte Alltäglichkeit wegen Zufälligkeit ausblieb. Man denkt auf seine örtliche Wahrnehmungssituation und wechselt Ort und Zeit in seinen Gedanken. Es kommt durch unser Sprechen zu einer sozialen Geltung. Schreiben hilft. Man kennt Kants Frage nach dem „an sich“. Man nimmt Dinge einer konkreten Wahrnehmung als Symbolspiel verschlüsselter Verläufe, über die das Denken fantasieren kann. Dabei wird aus Gedanken Verstimmung, bis zu Angst, Übermut oder gute Laune. Man nutzt erlernte Symbolspiele, wie Sprachtexte, tritt mit sich selbst in Deutungsverhandlungen und bedenkt während des Lesens linguistische Deutungsvarianten. Man produziert absichtliche Wortäußerungen, spricht oder schreibt unter kontrollierter Nutzung von Medien. Der Künstler denkt das Schöne beim vorgestellten Machen, das er aus sich heraus im Material anfertigt. Denken wird sogar im Gegensatz zur Lebensdienlichkeit gesehen. Der Kunstliebhaber konsumiert als szenisches Erlebnis und im Nachdenken. Es gibt Entfremdungen mittels Drogen. Traumübergänge. Menschen spielen auch gern zur Erleichterung, meiden leicht mal konzentriertes Denken, bis zur Auflösung bewussten Vorstellens in Sinnbezügen oder versuchen Brainstorming und Assoziationsübungen, wenn der produktiv selbstlaufende Fluss gerade nichts bringt. Hier kann ich konkret anknüpfen, ohne dass damit ein genauer Zeitpunkt für den modernen Hass gegen das Schöne angegeben werden soll. Moderne Desorientierung lässt sich zwischen den Vorstellungen von der Schönheit und den Irrläu-fen der Desorientierung durch Erkenntnisgift – bis in die ältesten mir bekannten Texte zitieren (Las ich doch vorjüdische Thora-Texte: wie viele Götter dürfen es denn sein?). Weltweit herrschen vielfältige Vorstellungskulturen, sozial abgegrenzt in Völkern genealogisch vom Leben zum Tod erfolgreich. Doch bei Berührungen und Überschneidungen macht man kriegerische Wertkämpfe zur Macht über die Andersvorstellenden – anschei-nend schwer vermeidbar.

Wertewandel und Umorientierungen, zumal wenn man mal bei Geopolitik angekommen ist – dann wissen wir, dass wir Gartenzwerge im Globus mit Vorgarten sind. Roman Herzogs (1934-2017) Ruck war eine soziale Abirrung infolge der Gedankenarmut eines Juristen – sage ich als empirischer Soziologe. Für die Darstellung der Schönheit ist nicht erforderlich, das Jahr festzulegen. Wann immer die politische Macht das Irren von einer möglichen Denkfunktion zur Denkstruktur angenommen hatte und darauf kommunikativ gewalttätig geworden ist, haben wir Grund unser Denkvermögen zu bemühen – auch das ist schön. Das betrifft unsere staatspolitisch in Macht gehaltene Kulturindustrie. Schon kaiserlich – nicht zu vergessen – bereits der Reichskunstwart Edwin Redslob (1884-1973) machte sich seinen persönlichen Karriere-Expressionismus. THEODOR LESSING stellte sich das so vor:

„Wenn man in das gute väterliche Antlitz des alten Hindenburg blickt, so fällt zunächst auf: die fast furchtbare Schwere dieses Antlitzes. Henrik Ibsen gebraucht von solchen Menschen, die nicht loskommen können von der Begrenzung ihres Selbst, die Formel: „Sie sind eingespunden im Fasse des Ich“. Solch ein Eingespundener, die schwere Masse der Erde, der gewiß nichts ferner liegt als alles leichte Spielen und Tänzertum, solch ein Ernster und Gediegener ist der alte Hindenburg. Ich kenne dies Antlitz und kenne sein Leben seit früher Jugend. Ich habe es oft mit Lächeln, oft mit Ehrfurcht, immer mit Rührung betrachtet. Bismarck hat von sich selber das schöne Wort gebraucht: „Ich bin mit vollem Bewußtsein auf einer gewissen Stufe der Entwicklung stehen geblieben“. Das hatte Hindenburg nicht nötig. Die Natur hat ihn einfach, so gradlinig und selbstverständlich gewollt, daß es überhaupt nichts zu entwickeln gab; nur die unbedenkliche Entfaltung eingeborener Vorurteile. Deutscher, Preuße, Christ, Monarchist, Soldat, Kamerad, zugehörig nach Lebensschnitt und Gesichtskreis der sauberen und gehaltenen Menschenschicht, die im „Kleinen Gotha“ und in der „Rangliste“ ihre Normen hat, das war alles so zweifelsohne und selbstverständlich, daß Menschen, die anders fühlen, eben anmuten wie ein Chinese oder wie ein Anbeter des Buddha. Das mag es geben; aber: „es gehört doch nicht mit dazu“. Und wenn er „Wir“ sagt und „Wir Deutsche“, dann setzt er treu und warmherzig gesinnt voraus: im normalen Falle müßten alle richtiggehenden Menschen eben auch so sein wie die im Gotha und die in der Rangliste. – Wenn man gewöhnt ist, die ungeheure Allseitigkeit und irre Buntheit des Lebens mit der Kraft wissenden Geistes zu bewältigen, dann blickt man mit der Rührung und dem Lächeln, mit dem man auf die Blume und den Vogel blickt, auch auf eine Mannesgestalt, die mit der ganzen Schönheit der Unwissenden durch Meere von Blut, durch Ströme von Galle, über Berge von Hindernissen kinderleicht hinschreitet von ungeheuren Verantwortungen bedrückt, und doch im Kerne unverantwortlich, weil sie nicht einmal imstande, das Recht der anderen Seite und die Doppelnatur alles Lebendigen auch nur zu sehen. Welcher Mensch eignete sich besser zum Fetisch, zur Statue, zum Symbol? Als Hannover noch Königreich war und der König immer in England weilte, da hat man statt seiner in der Hofburg dem leeren Thronstuhl seine Referenz und sein Defilé gemacht. Und man hatte damals nicht einmal eine symbolische Puppe …

Obwohl ich die Gestalt des Helden, der mehr Menschen um der „Ideale“ willen in den Tod schicken konnte als Alexander, Cäsar und Attila, obwohl ich das gute, schwere, demütig treue Antlitz, dank vielerlei zufälliger Verknüpfung aus naher Nähe seit früher Jugend kenne, so habe ich doch die volle Einfalt und Heiligkeit dieser geschichtlichen Person erst später begreifen gelernt. Es war an einem Jahrestage der Schlacht von Tannenberg. Ich war aushilfsweise an einem Gymnasium der Stadt als Lehrer tätig, und die Schulen sollten, „Deutschland über alles!“ singend, an Hindenburgs von der Stadt geschenktem Hause vorüberziehen. Die vielen hunderte von hellbegeisterten Kindern gingen unter Führung der Lehrer froh jubelnd an dem alten Mann vorüber; der stand schwer und ernst auf der Vortreppe seines Hauses; wir hatten das Glück unmittelbar vor ihm zu stehen, als er die Hand hob und seine herzenswarme Ansprache an die Jugend begann. Ich möchte diesen Augenblick wohl noch einmal erleben; diese Mischung der Gefühle, Komik und Ergriffenheit, vollkommene Vereinsamung und Einssein mit allen Kindern; herzliches Lachen des Übermutes und geheiligter Demut; vor allem aber mein Erstaunen, denn diesen Grad von Kindlichkeit hatte ich doch nicht für möglich gehalten. Hindenburg (wir standen Auge in Auge) sagte voller tiefsten Ernstes:

„Deutschland liegt tief danieder. Die herrlichen Zeiten des Kaisers und seiner Helden sind dahin. Aber die Kinder, die hier „Deutschland über alles“ singen, diese Kinder werden das alte Reich erneuern. Sie werden das Furchtbare, die Revolution überwinden. Sie werden wiederkommen sehen die herrliche Zeit der großen siegreichen Kriege. Und sie, meine Herren Lehrer, Sie haben die schöne Aufgabe, in diesem Sinne die Jugend zu erziehen.“ (Die Bengels stupsten sich an und feixten.) „Und ihr, meine lieben Primaner, werdet siegreich, wie die Väter waren, in Paris einziehen. Ich werde es nicht mehr erleben. Ich werde dann bei Gott sein. Aber vom Himmel werde ich auf Euch niederblicken und werde mich an Euren Taten freuen Euch segnen.“

Dies alles in tiefstem, heiligstem Ernste! Man fühlte: dieser alte Mann glaubt Wort für Wort alles, was er da sagt: da ist kein unlauterer Klang. Das glaubt er allen Ernstes: nach dem Tode kommt er zu Gott; sitzt auf einer Wolke; betrachtet sich von bevorzugtem Sitze aus Deutschland und segnet meine siegreichen Jungen. Der keckste von ihnen zeichnete nach diesem „historischem Erlebnis“ ein Bild: Hindenburg als Engel auf der Wolke schwebend und unsere Prima segnend. Es wäre leicht gewesen, solchen Spott zu stärken; aber (und dies ist merkwürdig) es war keiner unter uns, der ihn nicht beleidigt verwarf. Wir fühlten, es ist nicht ritterlich, es ist gemein, dort mit Waffen des Geistes zu kämpfen, wo überhaupt gar keine Macht und Möglichkeit gegeben ist, mit ähnlichen Waffen zu erwidern. Aber selbst im altpreußischen Adel und in jenem Junkertum, dessen geistige Ansprüche vollauf gedeckt sind durch „wochentags die Kreuzzeitung und sonntags eine gute Predigt bei Herr Pastor,“ selbst in jenem ganz von Traditionen und Außenschliff lebenden Beamtenklüngel, der aus den feudalen Korps der Universitäten oder aus den für standesgemäß geltenden bevorzugten Regimentern seinen geistigen Nachwuchs bezieht, dürfte die gleiche Geistesferne und Geistesfremde doch wohl nicht häufig sein. Als Hindenburg als Kommandeur in Oldenburg stand, hielt der Freund meiner Jugend, Wilhelm Jordan, einer der besten und größten Männer Deutschlands, dort in der „Literarischen Gesellschaft“ eine Rhapsodie aus den Nibelungen, Hindenburg wurde gebeten, diesen Abend zu „protegieren“. Er antwortete mit einem Brief, in welchem es heißt: er habe als Militär leider nicht Zeit gefunden, sich mit Literatur zu beschäftigen, und könne daher die Nützlichkeit und den Wert des Abends nicht beurteilen. Es gehört doch immerhin ein gutes Stück Barbarei dazu, um als Deutscher die Bedeutung des Nibelungenliedes nicht zu kennen; aber es bezeugt eine seltene Klarheit und Ehrlichkeit, daß ein braver Soldat das eingesteht. Aber wenn man die Anzahl der Bücher, die er in seinem Leben gelesen hat, gewiß zählen kann, er hat eine Beziehung zu den bildenden Künsten, die merkwürdig ist, er sammelt Madonnenbilder; es kommt nicht etwa darauf an, von wem sie sind, es kommt nicht darauf an woher sie sind. Er sammelt sie, wie andere Briefmarken sammeln, und keineswegs etwa aus religiösem Triebe: ein Zimmer seiner Villa ist dazu bestimmt, nur Madonnenbilder aufzunehmen. Diese Erscheinung bietet dem Menschenbetrachter alle die Freude, die das eng in seiner Grenze beschlossene und seine Grenze naiv bejahende, unbekümmert sich selbst erfüllende Leben gibt. Klare, wahre, redliche und verläßliche Natur, ohne Problematik und Falschheit. So zeigt sich auch dieser Mann im Spiegel seiner Lebenserinnerungen. Aber man soll sich dennoch sehr hüten zu urteilen: das ist ein ganzer voller Mensch. Ich will nicht sprechen von der Unmenschlichkeit und dem warmherzigen Egoistentum dieser naiven Selbstgerechtigkeit. Von dem Augenblick, wo dieser unpolitischste aller Menschen zu einer politischen Rolle mißbraucht wird, wird ein Anderes entscheidend: Dieser Mann ist durch und durch Mann des Dienstes. Hier sind noch nicht einmal die Ansätze zu einer selbst entscheidenden und grübelnden und wägenden Persönlichkeit. Hier wird immer die Instruktion, die Überliefe-rung, der Consensus, das „Man muß doch“, „Man darf doch nicht“ das allein Wesentliche sein. Ein guter „treuer Bernhardiner“ ist der „getreue Eckart“, der „brave Hort und Schirm“ doch nur gerade so lange, als ein kluger Mensch da ist, der ihn in seine Dienste spannt und apportieren lehrt; in Freiheit würde aus ihm ein führungsloser Wolf. Eine Natur wie Hindenburg wird bis zum Tode fragen: Wie kann ich dienen? Es ist gewiß ergreifend und rührend, daß während des Weltkrieges eine der übelsten und bösesten Naturen der Weltgeschichte gerade diese einfältigste und treugläubigste seinem Ehrgeiz und seinem Machtwillen dienstbar machte, gedeckt von der Flagge der nationalen Ideale. Aber da zeigt sich auch die Gefahr! Nach Plato sollen die Philosophen Führer der Völker sein. Ein Philosoph würde mit Hindenburg nun eben nicht den Thronstuhl besteigen. Nur ein repräsentatives Symbol, ein Fragezeichen, ein Zero. Man kann sagen: besser ein Zero als ein Nero. Leider zeigt die Geschichte, daß hinter einem Zero immer ein künftiger Nero verborgen steht….“

Es lohnt, diesen selbstbewussten Ausbund der Zweibeiner, den Greis Hindenburg, in Ruhe anzunehmen – da steckt schließlich auch Schönes drin.

Das Dasein steht hinaus in das mögliche Sein

Liebe Leserin, das Schöne wird hier nicht als Mittel zu Freude, Wohlbefinden, Liebe, Trauer, Gesundheit, Heilung, Erfolg, Genuss, Ruhe, Privatdiskretion, Vertraulichkeit, Hy-giene, Körperpflege, Gefallsucht, Esoterik, Traum, Rausch, Täuschung oder sozialem Schmierstoff erörtert. Wer Esprit erlebt, weiß was schön ist. Wer als hochbegabter Vater mit intelligenter Frau zu Eltern eines blöden Abkömmlings wurde und nach knapp dreißig Jahren merkt, hier wuchs ein dummer, phlegmatischer Fleischklops heran, wird Kindha-ben oder Kindsein nicht schön finden, ob Gottes Ebenbild oder nicht. Und wir sollen dar-über offen und deutlich verkehren. Denn genauso, nur umgedreht, können bescheuerte minderbemittelte Eltern eine genial epochale Tochter haben, die – wie Heinrich Jung-Stilling (1740-1817) – ihnen schon früh entfleucht, ohne dass die begreifen, wie das sein kann. Kurz – Kind haben oder nicht, ist nicht schön, sondern Natur, an der wir wenig Verdienste haben, viel Mühe und auch sehr tiefe Freude und Erfüllung erleben können.

Die Erlösung liegt in der Bildung der Menschen, hin zum Schönen. Das ist mit Kants vier Fragen – Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Wie ist der Mensch? – unsere Bildung zur Fairness, die im Schönen liegt. Ich halte „ohne Begriff“ und ohne Interesse von „allgemein gefallen“ das Schöne für möglich. Mit Kant würde ich es der ausgefalteten praktischen Vernunft zuordnen. Nur, was solls?

Da macht es Schopenhauer – durchaus Kants Tiefgang schätzend – einfacher. Seine Lehre vom „Primat des Willens“ bildet die zentrale Idee der schopenhauerschen Philosophie. Sie begründet die Aktualität von Schopenhauers Werk – ich nenne es einen finalen Kausalismus: Was ist, hatte Gründe so zu sein. Willensfreiheit kennt Schopenhauer nur gemäß seiner berühmt gewordenen These: „Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“ „Daß wir Alle die menschliche Schönheit erkennen […], im ächten Künstler aber dies mit solcher Klarheit geschieht, daß er sie zeigt, wie er sie nie gesehen hat […]; dies ist nur dadurch möglich, daß der Wille, dessen adäquate Objektivation, auf ihrer höchsten Stufe, hier beurtheilt und gefunden werden soll, ja wir selbst sind.“ Arthur Schopenhauer hielt Verneinen für menschenmöglich; auch so rum kommt man zur bedingungslosen Schönheit. Dies reicht, es einmal zu lesen, während Schopenhauer vom Lesen seiner Texte abriet, wer nicht zum Dreimallesen bereit war,

Und nun noch Friedrich Nietzsche, der sinnliche Musikant (1844-1900), dem das Schöne derart zeitgeistlich verlitten war, dass er ins Dionysische verspannt abtanzte: Als der tolle Mensch umarmt Nietzsche das Schicksal (amor fati) und schrieb, die ganze Moderne leide an décadence. Dagegen sei nun eine „Umwertung aller Werte“ nötig. Wie genau allerdings die neuen Werte ausgesehen hätten, wird aus Nietzsches Werk ihm selbst nicht klar. Diese Frage und ihr Zusammenhang mit den Aspekten des Dionysischen, des Willens zur Macht, des Übermenschen und der Ewigen Wiederkunft werden bis heute diskutiert. Dabei ist Nietzsches Wille zur Macht mehr oder weniger nur andersformulierte Schopenhauer-These vom zureichenden Grunde, wie Leibniz beste aller Welten. Und Nietzsche den Thron zu gönnen, behaupte ich, jener Europäer Nietzsche war ein Prinz aus einem preußischen Neunweiberhaushalt, dessen Sensibilität und sozio-geistige Dynamik niemals ernsthaft zweifelnde Erörterungen des Schönen hätten aufkommen lassen können. Haben doch medizinwissenschaftliche Zahnärzte mal Zähnezerstörung als Karries erkannt, erfanden sie eine handwerkliche Anwendung, wie ein befallener Zahn von diesem Zahnfraß durch Bohren und Fräsen befreit werden konnte und dann mit einer Bleifüllung so ein Loch im Zahn ausgefüllt werden konnte, mithin, zunächst „plombiert“, Schmerzen weg und Beißen und Kauen wieder schmerzfrei möglich waren. Aber viel später entdeckte man, dass Blei als Plombe und die späteren Amalgam-Füllungen zu dauerhaften Vergiftungen des Zahnpatienten führen konnten. Wer das entdeckt hat und wem diese Entdeckung dann bestätigt wurde, der hat das Schöne in dieser Naturwissenschaft erlebt und kann es bezeugen. Inzwischen hat die Zahnwissenschaft weniger giftige Füllmaterialien als Zahnergänzung entwickelt, die appliziert werden, und man wundert sich, zur Vorsicht des Gebisses über deren Härte. Und wie ging es dem Physiker Einstein, der das Schöne mittels der allgemeinen Relativitätstheorie erkannte, mittels derer Flugbahnen von Raumfliegern vorherbestimmt wurden, die mit Gravitationseffekten Lichtablenkungen bewiesen und – wir wissen – diese ballistischen Flugschleudern, samt Taikonauten, kamen zur Erde zurück, ohne von der Atmosphäre abzuprallen. Ja, Naturwissenschaft! – wer will da schon mitreden. Für Immanuel Kant, der seine „Relativitätstheorie“ ebenfalls positivistisch betrieb und verstand, finden sich jedenfalls keine seriösen Gegenredner. In der modernen Geisteswissenschaft aber ist das vollkommen anders: Begehrliche Schwachmaten haben mittels parteipolitischer Mehrheitsmobilisierung der Mediokrität den Positivismus zur Dingwelt einfach überstimmt, ohne ihn zu meliorisieren oder zu widerlegen. Folglich produzieren die modernen Geistes-wissenschaften prinzipiell zwar viele Studenten, die man fragt: Was kannst du? völlig verblüfft Geräusche von Medien und Kommunikation nachahmen. Zum Glück schießt man die nicht ohne positivistisches Erkenntnisvermögen ins Weltall, denn sie kämen sicher nicht zurück.

Vermutung zu den eigenen Lieblingsmalern

Ich vermute nun, dass eine Gesellschaft stets und zu jeder Zeit besser und schlechter geführt werden und stattfinden könnte, als es jeweils konkret der Fall ist. Das tägliche allseitige Triebspiel – aus Triebverwirklichung, Triebhemmung und Triebverzicht – muß allen Prinzessinnen und Prinzen von früher Jugend an von ihren Primärpartnern, Familien und Vorbildern ganz nüchtern mitgeteilt werden. Wer mich mit ihrer Brust säugte und aus deren Hand ich das erste Brot aß, ist dran. Es kommt darauf an, immer an das Schöne zu erinnern. Das Schöne ist unkorrumpierbar und für jeden Menschen mitzuerleben. Und das Schöne hat ungeahnte soziale Potenziale, Anschluss und Vertrauen geradezu zu produzieren. Das weiß, wer einmal gemeinsam aufs Meer geblickt hat und dabei hinter der zweiten Sandbank die Heringe in der Sonne hat springen sehen. „Ick seh die im Glase, sächt de Pommer“oder sind es Makrelen? Da ist man dann im Schönen sozial gerettet und aufgehoben. Dagegen blieb Bert Brechts versiechenden Textweiber-Fabrik-Clubs, quasi Krankheit von Unschönheit auszubrüten, es blieb ihnen nichts, als auseinander zu laufen. Die waren für das Schöne verloren – dumm nur, dass heute deren Enkel immer noch glauben als Wechselbalge Staat machen zu können (auch wenn Otto Müller Hände nicht malen konnte und weder vom verbeulten Beuys (1921-1986) noch von der hartschigen Pina Bausch (1940-2009) durch Kettenrauchen zum Zitterspiel und Fiakafahren gelangen). Wohl wahr – da sind feine Violinisten, ob Jean-Auguste-Dominique Ingres (1780-1867) in Montauban und Paul Klee (1879-1940) in Bern, geeignetere Zeugen des Schönen, denen ich hier zuschreibe.

Wie eingangs versprochen, bis auf die Pointen zu Beginn und einem kurzen Zwischenspiel der Moderne-Verirrung, lasse ich die reiche Welt des Schönen meines Lebens sprechen – und komme zum Schluss.

Der fällt überraschend kurz aus:

„Gleich auf das Gute in jeder Sache treffen. Es ist das Glück des guten Geschmacks. Die Biene geht gleich zur Süßigkeit für ihre Honigscheibe und die Schlange zur Bitterkeit für ihr Gift. So wendet auch der Geschmack einiger sich gleich dem Guten, der anderer dem Schlechten entgegen. Es gibt nichts, woran nicht etwas Gutes wäre, zumal ein Buch, als ein Werk der Überlegung. Allein manche sind von einer so unglücklichen Sinnesart, dass sie unter tausend Vollkommenheiten sogleich den einzigen Fehler herausfinden, der dabei wäre, diesen nun tadeln und davon viel reden, als wahre Aufsammler aller Auswürfe des Willens und des Verstandes anderer, so häufen sie Register von Fehlern auf, welches mehr eine Strafe ihrer schlechten Wahl als eine Beschäftigung ihres Scharfsinnes ist. Sie haben ein trauriges Leben davon, indem sie stets am Bittern zehren und Unvoll-kommenheiten ihre Leibspeise sind. Glücklicher ist der Geschmack anderer, welche unter tausend Fehlern gleich auf die einzige Vollkommenheit treffen, die ihnen aufstößt.“, schlägt es Baltasar Gracián schon um 1640 mit seinem „Oraculo manual, y arte de prudencio“, dem geschätzten Handorakel vor, das uns Arthur Schopenhauer überliefert hat.

Ich sehe, wie schon Gracián mit dem Ausdruck Leibspeise den kitzligen Punkt trifft, wo der speisende Leib die Leibspeise als Schönes sinnlich erkennt, und doch nicht das Schöne wirklich konstituiert: Denn für das Schöne einer Leibspeise ist ein Leib nicht nötig.

Ich schließe mit dem Schönen als Wunder, wie es im Grünen Gewölbe von Dresden als

Wettiner Wunderkammer der ganzen Welt bereitsteht und wie das Heilige, als Heilige Orte, das ich vom Causse Mejean in den südfranzösischen Cevennen kenne, von Soglio im Bergell oder wie Andreas C. Junge (geb. 1954) in seiner Film-Erzählung zu „Güstrow – Erzählung einer Reise“ (Youtube), mit eigener Musik geschaffen hat. Immanuel Kant sah, wie der Bestimmungsgrund des Schönen wie auch das Begehrungsvermögen zum Schönen in der Lebensdienlichkeit gegeben sind. Mensch sein ist Vorstellungsorientierung mit Verstand und Vernunft. Wir sehen es, und doch sind wir mehrheitlich zu gruppendumm, an einem Strick zu ziehen – zu Tausenden modern wir in den Grüften von individualer Selbstverdächtigung sinnlicher Bodenlosigkeit und Unkonstanz. Solche Anmaßungen kommen nicht von politischem Denken und Urteilen, sondern werden vom heutigen Staat durch riesige Geldsummen und soldatenhafter Personnage als moderne Irreführung organisiert und exekutiert: Affen Zucker mit brüllenden Fettbuben bei Wagners Tristan in Bayreuth, mit stinkenden Schweinekoben zur Documenta in Kassel und mit dem Langhaarigen, den man nicht vom Kreuz losbekam, in Oberammergau – für jeden Stumpfen etwas noch Niedrigeres als er selbst.

Mein Aufschluss zum „Hindenburg“ vom Sozialdemokraten Theodor Lessing wurde mir zum Zeugnis des Schönen? Als ich den Text immer wieder las, arbeitete es wühlend in mir, weil ich darin eine Art meisterlich schönen Appell empfand, den Autor Lessing – biografisch verstanden – gegen seinen eigenen Sozialdemokratismus geben zu müssen glaubte. Lessing bezeugt Hindenburg (1847-1934) in Hannover glaubhaft. Die Vollkommenheit des Wertbildes des berühmten Berufssoldaten preußisch-absolutistischer Tradition – als humanistische Hoffnungslosigkeit vorgelebt – anerkannte Lessing machtpolitisch. Er beschrieb damit seine eigene Abwegigkeit sozialdemokratischer Ideale, die Lessing bis in den Tod antrieben. Mir gilt dieses Zitat als ein Fall, in dem die Hässlichkeit völlig undialektisch schön geschaut und geformt worden ist. Erstaunlich, dass gerade moderne Sozialdemokraten an die Läuterungskraft des Hässlichen glauben machen wollen. Hat nicht der expressionistische Zweite Weltkrieg als Fanal der Moderne erinnert, was man längst vom schwedischen Krieg, ab 1630 im Dreissigjährigen Krieg, ohne viel Träumerei weiß: Modernes Water Boarding ist keine Steigerung des Schwedentrunks aus Jauche.

Ich wehre mich mit dem Schönen von Kunstwerken, deren Natur durchaus immer singuläre Emanation sind und nicht einem traditionellen oder bezwecktem do ut des gefolgt geschaffen wurden – derer ich in meinem Lebensbogen habhaft wurde: Georges de la Tours lebensgroßer „Jesusknabe, wie er den Alten beim Zimmern des Kreuzes mit Kerzenschein beleuchtet“– ich habe es in vielen hingebungsvollen Stunden andächtig in den 1970er Jahren betrachtend studiert und in mehreren Varianten mit Ölfarben auf Leinwänden selbst wieder gemalt. Unvergleichlich fasziniert war ich von Michelangelo da Caravaggio (1571-1610) und seinem bestechenden Naturalismus im somnambulen Zugriff, schon als 14-Jähriger, ganz junger Meistermaler – ja, warum denn nicht. Viele Stunden habe ich dem Kopieren dieses kleinen Stilllebens „Canestra di frutta“ gewidmet. Insgesamt habe ich fünf Früchtekörbe der teueren Malerei gemacht, demütige Quadratzentimeter, immer erneut bestellt, für reichlich gebrauchtes Bezahlgeld. Weitere Malerei der extremen Schönheit vom Schweizer Violinisten Paul Klee – als Wunder der Striche und der Farben und des Charmes und seiner sämtlich gemeisterten Bildformate. Wer mir angesichts von Paul Klees „Zwitschermaschine“ widerspricht, soll sich die Schönheit all der Farbfeldbilder betrachten, deren exklusive Schönheit schon mit einem unschön gedachten Strich kaputtgingen. Sogar Klees Materialnotbilder zum Kriegsende, oft Collagen aus Zeitungsmakulatur, sind Schönes von Paul Klee. Paul Klee liebte Henri Rousseau (1844-1910). – Ja, hingehen, schauen, wie der Löwe im Busch brüllt und die Zigeunerin neben der Laute schläft. Ich habe den Isenheimer Altar von Mathias Grünewald (1480-1530) in Colmar Unter Linden immer im Sinn, immer auch die wirklich alternative Vielfalt im Schönen erachtend – wer Rousseau liebt, wird auch Grünewald lieben und umgekehrt; beide könnten auch im Grünen Gewölbe von Dresden aufgestellt sein. Wer wegen der Corona-Misere nicht nach Frankreich darf, wird auch in Creglingen, im fränkisch geprägten Main-Tauberkreis, den geschnitzten Marien-Altar von Tilmann Riemenschneider (1460-1531) von 1505 in der Herrgottskirche mit eben solcher Innervierung sehen, dessen anmutige Schönheit mich zu Zeiten (1975) sprachlos machte.

Und der Kürze dieses Schlusses halber noch Piero della Francesca (1415-1482), der mit Frescomaltechnik für weitere Faszination sorgt: Pieros Madonna del Parto in Monterchi – das ist das Schöne als Sensibilität, das nicht dekadent und nicht schwächlich zart ist, sondern mächtig, in den Farben wie Perlmutt, in den Zeichnungen der psychologischen Erfassung und in der Bildarchitektur, wie es auch in dem abschließenden Text einer Fußwanderung in der Toskana als szenische Schönheit im Geschehen beim Lesen situativ aufscheint. Man hält mit Adalbert Stifter den Globus gegen den Horizont und sieht den Architekt als Weltenrichter. Piero della Francesca zitiert im Henri Focillon (1881-1943) Architekt und Universalist Leonbattista Alberti (1404-1472) mit dem Schönen als Worte so:

Als Architekt gehört Piero della Francesca offenbar noch einer Zeit an, die der alten Kunst verpflichtet ist, er erachtet es als seine Aufgabe, die alte Kunst zu neuem Leben zu erwecken, sie neu erstehen zu lassen. Er selbst hat sich in Rom gründlich umgesehen. Seine Zeitgenossen sind der Kirchenbauer Brunelleschi …Das Bedürfnis nach Ordnung, nach Logik geht über die nur konstruktivische Richtigkeit und rein materielle Exaktheit hinaus. Hier nun setzt das Schaffen Pieros ein … führt er, in Übereinstimmung mit Alberti, in die Malkunst eine Architektur ein, die nicht ausschließlich römisch ist, sondern einem universaleren Prinzip gehorcht. Diese Baukunst ist geschaffen für das glückliche Dasein, sie drückt die Poesie eines glücklichen Menschseins aus. Man lese folgende Beschreibung, die Alberti von der idealen Vorstadtvilla, vom idealen Landhaus gibt: <Wenn jemand die Stadt verlässt, dann sollte ihn sein Landhaus mit seiner einladenden Fassade von Ferne grüßen, wie um ihm zu sagen, „Man erwartet dich“. Deshalb möchte ich, dass es in erhöhter Lage stehe; das Gelände darf aber nur unmerklich ansteigen, der Ankömmling soll erst, wenn er oben ist, merken, dass er gestiegen ist; erst wenn er das weite Land entdeckt, das er von da überschaut. Und rings herum will ich blühende Wiesen sehen, Felder im Glanz der Sonne, und schattenkühle Wäldchen, klare Brunnen, Bächlein, kleine Seen, die zum Bade einladen. Ich möchte schließlich, dass die Baumasse auf allen Seiten aufgelockert, und von aller Schwere gelöst und befreit ist, dass goldenes Sonnenlicht überall hereinfluten kann, dass es überall luftig ist, licht und hell …Das wird nun das Ende: „… Damit, wer über die Schwelle des Hauses getreten ist, zögernd sich besinnt, weiter ins Innere zu dringen oder aber im Gegenteil stehen zu bleiben am Ort, wo er gerade ist, da er von allen Seiten her die Lockung des Wohlseins und der Erfrischungverspürt ….

Der vierundzwanzigjährige Walter Spies (1895-1942), schrieb an seinen Vater – er wollte seine noch wackelige Berufswahl als Maler durchsetzen – im Jahr 1919 aus Dresden nach Berlin: „… Meine ersten Zeichnungen waren immer schon von irgend etwas beeinflusst, ich konnte für mein Alter viel zu gut zeichnen, und die Phantasie, die man sonst bei Kindern findet, konnte deshalb nicht frei wirken.Ich zeichnete doch immer nur Tiere, und diese nicht einmal „aus dem Kopf“, sondern ich zeichnete sie meist ab. Und dies wird auch der größte Fehler gewesen sein! auch hatte man mir einen bestimmten „Geschmack“ beigebracht, das schlimmste, was einem passieren konnte. Und jetzt merke ich es ganz besonders, wie an mir dies alles haftet und wieviel Mühe es kostet, es zu überwinden.// Ich möchte absolut werden in allem. Es ist ein Blödsinn, von „Geschmack“, von „Schönheit“ zu reden, es sind dies alles enge Rahmen, die sich eine bestimmte Künstlergruppe setzt, es steht dann einfach der eine unter dem Einfluss eines anderen. Wenn einer von den Stärkeren etwas „schön“ findet, so quatschen es die Schwächeren ihm nach, und alles, was darüber hinausgeht, wird als hässlich proklamiert. Der Begriff „Schönheit“ soll für jeden einzelnen subjektiv sein.Man kann überhaupt nicht von Kunst objektiv reden. Wenn ein Kritiker über ein Kunstwerk redet, so redet er ausschließlich über sich selber, über seinen „Geschmack“, aber ganz und gar nicht über das Kunstwerk. // Jetzt vom „Können“! stell Dir vor, Papa, wie doch die Phantasie in Schranken gehalten wird von diesem verfluchten „Können“. Es ist wie eine Rinne, wie ein Flussbett, in das sich die Phantasie von vornherein ergiesst, und deshalb ist sie immer nur darauf angewiesen, eine bestimmte Richtung einzuschlagen, eine von diesem „Können“ bestimmte. Wenn dieses nicht wäre, wie frei könnte die Phantasie dann in alle Richtungen schalten und walten, ohne Rahmen, grenzenlos! Wieviele Möglichkeiten sind einem doch dadurch genommen, dass man „kann“! Zum Donnerwetter, das ist und ist nicht das „Können“, was zu schätzen ist. Was habe ich davon, wenn ich nach jahrelangem Studium es dahin bringe, ganz fabelhaft geschickt zu zeichnen?! Ich bin fest davon überzeugt, dass es beinah ein jeder durch Fleiss erreichen kann, ebenso wie das Klavierspiel bis zur Virtuosität bringen, oder lernen, Fugen zu schreiben, siebenstimmig nach vorwärts und rückwärts! Es ist dies alles einfach Kunststück! Feuerwerk! Darin steckt doch nicht die Individualität, die Seele des Künstlers, die doch ganz allein uns interessiert! Nicht, „wie geschickt“ es ein Künstler bringt, sondern „wie es empfunden“, wie „individuell dargestellt“, wie „anders als die anderen“! Wenn man naturgetreu etwas „kopiert“, so ist das nichts als „Können“, das ist Handwerk.// Man sagt von neueren Kunstrichtungen, dass sie gewollt, gesucht sind, aber gerade darin drückt sich doch am meisten die Persönlichkeit des Künstlers aus. Stell Dir vor, dass alle Künstler von nun an nur blödes dadaistisches Zeug zusammenschreiben und malen würden. Wie herrlich interessant wäre es zu beobachten, wie es ein jeder einzelne machen würde, wie sofort die verschiedenen Persönlichkeiten zu sehen sein würden! Das freieste absolute Schaffen wäre da! Ohne solche Rahmen wie „Sinn“, „Logik“! Das sind doch auch alles Rinnen, Flussbetten. Der Dadaismus ist das einzige, was noch Existenzberechtigung hat, denn es ist das Blödeste vom Blöden und deshalb das einzige Vernünftige in der Kunst! Dies wird Dir paradox erscheinen, es ist aber wirklich so, war und wird es sein.“Um noch mehr Farbe und Raum zu dieser ungeklärten Mischung aus Individualität und Persönlichkeit zu geben, noch aus dem selben Brief: „wieso … wie ein Humperdinck es ihm vormacht?? Durch die Übungen, die er jetzt allein treibt, hat er sicher doppelt soviel gelernt wie im Laufe seines ganzen bisherigen Studiums. Wir haben zusammen eine sehr interessante Methode erdacht, um Kompositionsübungen zu machen! Wir pfeifen zweistimmige Symphonien. Es ist furchtbar interessant, wie man sich fortwährend gegenseitig beeinflusst, d. h. man arbeitet gemeinsam an einer Sache, die eigentlich keinem von uns ganz eigen ist; als Übung für Stimm- und Melodieführung ganz großartig. Man kommt auf die verrücktesten Einfälle. Schade, dass wir nur zu zweien dabei sind! // Wieder von der Malerei ein bisschen. Gucke Dir nur von diesem absoluten Standpunkt aus die expressionistischen Bilder an. Es sind nur zwei Künstler unter den Modernen, die wirklich absolut sind! Jeder in seiner Art natürlich. Es sind dies: Paul Klee und Marc Chagall. Die blödsinnigste Phantasie und krasse Prosa von Marc Chagall. Und die tiefe, tiefe Philosophie und feinste, zarteste Poesie von Klee. Beide haben das „Können“ überwunden. Was für eine Reinheit und Naivität der Empfindung der beiden! Die sind eigentlich die zwei ein-zigen Wege, die die Kunst jetzt einschlagen kann – der dritte natürlich der, den man selbst zu finden hat. Und ich glaube, dass ich ihn schon gefunden habe oder wenigstens nahe daran bin. Ich will auch „absolut“ werden in Form und Linie! All die Bilder, die ich jetzt hier gemacht habe, sind Vorstudien dafür, in ihnen sieht man die letzten Reste der mir als Kind schon eingeimpften Vorurteile, wie Geschmack und Harmonie der Farben. Ich glaube, dass ich jetzt eine Krisis durchmache. Entweder wird es überhaupt nichts, oder es wird was sehr, sehr Herrliches! Hoffentlich geht alles gut, wenn nicht, so werfe ich die Kunst ganz und gehe irgendwohin aufs Land als Arbeiter. Es ist auch schön, überhaupt ist alles auf der Welt himmlisch!… Genug des Blödsinns, der viel zu wenig Blödsinn ist, es wird ja doch nicht dazu kommen! Vielleicht „leider“! Die Kunst muss und wird mit der Zeit ganz abgeschafft werden. …“

Ich lege, anders als Walter Spies, darauf wert, dass wir sowohl eine fassbare Quantität wie auch das qualitative Ohngefähr – wie von Nietzsche vorgestellt – erspüren können. Darin steckt gerade die Individualität, die eine soziale Erlebniswelt begreifen möchte. Ich unterscheide schön und nicht schön (doch nicht binär, als Gegensätze, so wenig ein Tisch das Gegenteil eines Stuhles ist). Doch wir verkleben in einer rigorosen modernen Irrlehre, die – so nennen sie es – „wider die Diktatur des Eindeutigen“ ihre Modernität als kritisch, individualistisch und zwar durchaus mit regider Eindeutigkeit, ohne Humor oder Ironie politisch erzwingt.

Doch das unabweisbare Schöne findet sich objektiv in der Individualität eines jeden Menschen. Das Schöne ist im individuellen Bewusstsein jedes einzelnen verankert. wie es von jedem durch Weitersagen bezeugt und variant objektiviert werden kann, besonders auch jeweils, wo ein Glücksgefühl gerne bezeugt wird und gegenüber weniger Schönem und Nichtschönem. Walter Spies hätte vermutlich viel Freude am Auswerfen der Steinworte gefunden, die vielfach übers Wasser hüpfen..

Ich nenne das Schöne höchst wertvoll. Denn es geht um unser Leben und das soziale Gelingen. Meine Bezeugung ist kein Versuch. Versuch zu nennen, nur weil das Schöne etwas Scheues ist, auf das man nicht hinzeigen kann wie Albrecht Dürer (1471-1528) auf seine Blinddarmschmerzen, wäre eine Selbstwahrnehmungsverirrung. Wer persönlich betroffen ist von der ins Abseits organisierten Schönheit für die zeitgenössische Kunst darf gegen moderne Meinungspolitik angehen. Als eine Streitschrift ist das hier aber nicht gemeint. Ich streite nicht um Grade, ob es mein Gott, mein Leben, meine Arbeit, meine Mühe, meine Liebe ist. Ich bezeuge nur, wie mit politischer Gewalt das Schöne der Kunst denunziert worden ist und noch weiter wird. Stattdessen multipliziert die Kulturindustrie den wilden, wagemutigen, ehrlichen, freien Staatsorganisations-Künstlerismus einer Salonpersonnage als „moderne zeitgenössische Kunst“. Man vernichtet und verunglimpft die Zeugen und trifft das Schöne und deren Protagonisten durch völlige sozialpolitische Diskredition. Darin steckt eine schöne Glücksbezeugung durch Verkommenheit und Vorteilsnahme. Zwar konnte und kann das Schöne an sich überhaupt nicht ausgemerzt werden. Aber in der Fake-Kunst lebt die Hässlichkeitsmoderne, als wären die Ärzte auf der Quarantänestation alle schwerstens mit Coronaviren infiziert. Sie spielen sich selbst verfassungswidrig mit Staats-Kunsturteilen und als „hochkarätige“ Kulturreiter auf – ich nenne hier nur den Kölner FDP-Gücksritter, den Rechtsanwalt und Ex-Bundesinnenminister der RAF-Zeit: Gerhard Rudolf Baum, noch heute Mitspieler der SPD-Kultur-politischen Gesellschaft Hagen, seit vierzig Jahren einer der Oberentscheider für die OKF (Organisierte Kunst Förderung in der Bundesrepublik Deutschland), für Salonpersonnage und die Vernichtung des Schönen im staatlichen Regulierungskanon. Man sollte als Jurist zumindest für die Freiheit der Kunst den verfassungsgemäßen Mittelmodus der Pluralität wieder zulassen. Und wer sich gelegentlich des Schönen eine Verunschönerung dazu denkt, wird leicht erkennen – wie er selbst sagen würde – ganz schön, unschön, sehr schön -. Es hilft nicht, wenn in Donaueschingen Musikstudenten hingebungsvoll Dodecaphonie demonstrieren, aber die neueste „Wiener Schule“ ausjuriert wird. An den Bildern erkennt man den Maler. Am systematisch belegten qualitativen Sprung erweist sich der Wissenschaftler und der Komponist an der empfindsamen Phrasierung seiner Töne. Es ist schön, wenn im Metier Sinn aufleuchtet.

Meine eigenen Erlebnisse mit dem Schönen in der Freiheit meiner Kunst reichen in die früheste Kindheit zurück. Sie betreffen die dem Kind unendlichen Stapel von leeren Karteikarten im elterlichen Vertiko und die Freiheit mit der Länge der Arme auf Zehenspitzen die oberen Schubladen von unten aufziehen zu können, um die heissbegehrten „Mittel“ herauszuziehen. Darauf wurden unendliche Geschichten mit Liebe und Begeisterung (Stifte, Kugelschreiber) dargestellt. Später im ersten Schuljahr bemalte ich freiwillig die grössten Packpapierbögen mit den unzähligsten buntesten Ostereiermustern dieser Welt, wo andere mit einzelnen ärmlichen Bleistiftkringeln ihrem Zwang Ausdruck gaben. Es kam mir das Schöne aus der Hand, aus dem Wunsch, meinen Augen Spuren meines Eigensinnes zu schenken, ursprünglich unbemerklich von sozialer Resonanz oder Bezeugung, zunächst frei von Lob, Belohnung, Tadel oder Strafe. Mein Vater konnte hervorragend zeichnen und malen, meine Mutter freute sich über alle solche Regungen. Man kann Feminismus und Maskulinismus in der Tiefe studieren. Auch die Überlieferungen mit matriarchalen und patriarchalen Ideen, mit Schlachtenlärm, Schwedentrank und tödlichem Siegen lassen sich geradezu naturwissenschaftlich betreiben. Wer sein Schicksal umarmt, ob männlich oder weiblich – gewinnt die gefragte Schönheit. Wir dürfen darauf hoffen, unser abendländisches Bildungsgewese der Moderne als Vorurteil zu erkennen, die Schlüsselfunktion der Vorbilder zu erkennen und das Genie für das Schöne in das mögliche Sein erblühen zu lassen. Wenn die weiblichen Brüste Männer einschalten, finden die das schön, zeigen oder nicht, feminieren dagegen oder nicht, und nehmen letztlich ihr Recht auf Selbstveränderung wahr, mit Schleier oder im Frauenhaus. Dabei ist Modernisierung an sich ein totales Phänomen, wie die Zeit, die Sonne, der Wandel und der Stoffwechsel. Aber Unqualifizierte und Unmotivierte zur dominanten Quote als Legitimation für Schönheits-Feindschaft in Stellung gegen Künstler einzusetzen, die überhaupt noch wissen, was Schönheit bedeutet, ist Merkmal der stürzenden Spätkultur. Mittlerweile wurde die SPD-Salonpersonnage von Genderienen aus den Schlüsselfunktionen der OKF verdrängt. Wunderkammern – schauen Sie nur – werden dem Publikum und zukünftigen Künstlern überlassen. Essen bleibt uns nicht erspart – schön sollte es sein.

Alphons Silbermann, der mir Émile Durkheim und Induktion brachte, möchte ich meine Hochachtung und Dank aussprechen. In seiner wunderbaren Autobiographie „Verwandlungen“ fand er, auf kurzem Sprachweg zu schreiben: „… mit Reminiszenzen an die schönen Tage von damals angefüllten Plauderstündcheni“. Hendrikje Gröpler hat mir zehn Jahre geduldig beigestanden, als ich um die Publikation meiner längst von höchster Warte (Alphons Silbermann) zertifizierte Dissertation gegen die Blockade-Femineuse, Publikations-Vorsitzende Dr. Marlis Krüger, kämpfen musste (ich habe die drei vor Augen).

Die Wahrheit ist eine philosophische Konstruktion. Der gesunde Menschenverstand ist nicht gesund. Alles fließt schön“ – ist doch schön. Am Schluss von Augustinus‘ Gottesstaat steht ein Hymnus auf die Schönheit des Irdischen. Viele japsen schwimmend nach Luft, Begabtere fummeln rum. Mir scheint – zumeist jedenfalls: Wer das Schöne kennt, will auch das Schöne. Ich wähle hier schließend, von meinem Paten, dem zarten harten Nietzsche: „Die Welt ist sehr leer und verdankt alles, was an ihr prächtig erscheint, dem verklärenden und verschönenden Menschengeist.“

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Dietmar Moews meint: Es gelingt mir nicht nachzuvollziehen, dass es modernde Menschen gibt, deren Denkweisen sehr ungeklärt und verschrumpelt sind, nicht erkennen wollen, dass sie ihr gesamtes Lebens nach dem Prinzip des schönen, wahren, Guten un dem Gelingen ihrer Aktivitäten streben – was oft nicht gelingt, gerade, weil Schön und richtig klar unterschieden wird zu nichtgelungen – aber diese geradezu Lebenserwerbs-Methode abgelehnt wird und stattdessen lieber von Kritik der Kritik zur verschraubten Gegnerschaft zum Schönen herausgekehrt wird. (Mag es Feindschaft zum Schönen wegen des ständigen Scheiterns sein).

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Die Michaeli Freie Waldorfschule von Köln feierte jetzt Einweihungsfest

Mai 5, 2016
Lichtgeschwindigkeit 6489

Vom Freitag, 6. Mai 2016

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Fotoserie von einer Umgehung und Begehung der Michaeli Schule, Köln Südstadt, Vorgebirgswall, am 4. Mai 2016 aufgenommen von Dietmar Moews, Köln

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Es grüne die Tanne, es wachse das Erz, Gott schenke uns allen ein fröhliches Herz“ –

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So viel GOETHE muss sein, wenn schließlich auch von Reinecke Fuchs der Lebenstüchtigkeit halber die Rede sein muss, wenn wir es mit Rudolf Steiner und der anthroposophischen Waldorfschul-Idee heutiger Ausprägung versuchen wollen.

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Letzte Woche – am 29. April 2016 – war nun das erfreuliche Einzugs-Fest in der neuen Kölner Michaeli Schule Köln am Volksgarten, Vorgebirgswall:

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Diese Freie Waldorfschule wurde vom gesamten Schulkörper – Eltern, Lehrer, Schüler, Kinder, politische Parteien, Bürokratie und Medienöffentlichkeit – im Jahr 2001 gegründet, als BGB-Verein selbstorganisiert, selbst kommuniziert, selbst finanziert und zu wichtigen Teilen sogar selbst gebaut.

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Es war eine Ministerin in die Kölner Südstadt gekommen – die Grüne Frau NRW-Landesschulministerin Sylvia Löhrmann. Sie hat den Erfolg und die Leistung der Schulbauer als „Vorreiterrolle“ gelobt. Und der Lehrer Cremers wünschte sich Anerkennung für die Bedeutung der Inklusionsbemühungen, denn das kostet Geld. Darin klang konkrete Kritik an der Nordrhein-Westfälischen Schulbau-Linie aus Sicht der Anthroposophen.

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Mir wurde erzählt, alle mitwirkenden Gründereltern hätten entweder je 180 Bauarbeitsstunden einbringen wollen oder ersatzweise einen Auslöse-Geldbeitrag gezahlt. Hierdurch konnte ein nützlicher Anteil an der Gesamtfinanzierung dieses Werkes „Michaeli Schule am Volksgarten in der Kölner Südstadt“, aufgebracht werden.

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Von Baumängeln, Schwundrissen, tropfenden Dachrinne, stockigen Winkeln, Pilzbefall oder rutschgefährlichen Stufen wurde bislang nichts bekannt.

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Der Bau wurde von dem Architekt Hans-Jörg Hellweg und mit der anthroposophischen Bauherren-Gemeinschaft entworfen und abgestimmt.

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Der Architekt

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Die freundliche Mimik der mehrgliedrigen Holzbauwerke, wurde äußerlich aus einem harten Nadelholz, einheitlich von der Traufe zum Fundament mit vertikal angeordneten naturfarbenen Schalbrettern erreicht.

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Die Michaeli Schule wirkt schlicht und prachtvoll zugleich – sehr gepflegt und edel, eine große Freude.

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So trägt das Gesicht der neuen Michaeli Schule aus Holz Augen als großzügige Fenster-Riegel mit rotgefärbten Außenfenster- und Türrahmen. Tragwerk und Treppenaufgänge innen sind aus Sichtbeton. Innenwände wurden Waldorf-vergleichsweise wenig dunkel-bunt getüncht. Wesentlich wurden an den Bauwerksecken die ganz harten Ecken vermieden und Gebäude-Fluchten innen wie außen großzügig abgerundet.

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Es gibt auf dem Schulgelände, einen zentral als Innenhof angeordneten Schulhof, wo Kinder fußballspielen und mit großem Sandkasten, wenn man reinkommt rechts in der Ecke. Es gibt Räume für Eurythmie und Werkstätten. Die Klassenräume sind in Kreisaufstellung bestuhlt und haben Vorräume als Garderobe, mit Zusatzausstattungen. Das Hauptgebäude ist lichtdurchflutet. Eine Mensa hat eine professionelle Küche und ausreichend Plätze, dass man Lust bekommt, denkt man an das allzu häufige Elend anderswo.

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Diese Schule wurde um den Schulhof herumgegliedert, ist zu den Außenwänden, die fast auf der Grundstücksgrenze stehen, trutzburgartig geschlossen, von weniger kleineren Fenstern unterbrochen. Und zur Innenseite ist Alles ganz offen und fensterhell gehalten. Wir sehen Holz, einheitlich rote Fensterrahmen, das Glas und den blauen Himmel, inmitten des üppigen Volksgarten-Grüns mit riesigen alten Laubbäumen und volllaubigem Mischgehölz, von Hollunder bis Rhododendren.

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Die Abgrenzung des Vorgebirgswalls, an dem die neue Michaeli Schule liegt, nach Süden durch die Güterbahngleise gegen den sonstigen Stadtverkehr abgeschlossen, bringt dem künftigen Schulwesen eine ruhige innerstädtische parkartige Szenerie, für die Fußgänger, Singvögel und Radfahrer den Ton angeben.

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Von der Schulgründung bis zur Einweihungsfeier hat es 16 Jahre gedauert, während der einzügige Schulbetrieb – jeder Jahrgang von 1 bis 13 Jungen und Mädchen zusammen, je eine Klasse – bisher in einem Provisorium in der Loreleystraße längst angelaufen war.

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Herauszuheben sind die Wertziele der Inklusion und der Barrierefreiheit, die nun bei der Michaeli Schule vorbildlich erarbeitet werden konnten. Allein in den vergangenen drei Monaten haben Eltern und Schüler insgesamt etwa 18.000 Stunden hier gearbeitet. Von den etwa 3 Millionen Projektkosten wurden hierdurch 210.000 Euro aufgebracht, geschraubt, geschleppt, montiert, gestrichen, Verkleidungen, 3000 Quadratmeter Parkett und Fliesen verlegt, Sitzkissen genäht, Möbel und Papierlampenschirme gebaut. Der noch offene Rest wurde kreditfinanziert.

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Wie es diesen Waldorflern gelungen ist, in den Volksgarten hineinbauen zu dürfen, weiß ich nicht, aber ich gönne es den Anthroposophen und den Kölnern – während Immobilienspekulanten in karnevalistischer Manier im Grüngürtel bauen.

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Die Michaeli Schule ist im Jahr 2000 als Freie Waldorfschule mit inklusivem Unterricht entstanden, an der die Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur zwölften Klasse gemeinsam lernen. Von Anfang an lernen Kinder mit und ohne Behinderung zusammen.

Ein ausführliches Schulkonzept zum Nachlesen finden Sie hier: http://www.michaeli-schule-koeln.de

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Ich entnehme der gut brauchbaren Internetzseite der Michaeli Schule noch weitere Informationen und Kommunikationsmöglichkeiten, z. B.:

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23 bis 27 altersgleiche Kinder bilden eine Klasse, fünf bis sechs von ihnen mit unterschiedlichen Förderbedarfen (derzeit insgesamt etwa 200 Schüler). Sie bilden eine möglichst bunt gemischte Gemeinschaft mit vielen verschiedenen Persönlichkeiten und Begabungen. So entwickeln sie im gemeinsamen Lernen ihre Fähigkeiten, sie erarbeiten Wissen und erwerben hohe soziale Kompetenz.

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Die Lehrerinnen und Lehrer – das Kollegium besteht zur Zeit aus etwa 30

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Bildschirmfoto vom 2016-05-06 01:31:10

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Zwei Lehrpersonen unterrichten eine Klasse im Team, sie arbeiten sowohl mit der ganzen Klasse als auch in Gruppen – aufsteigend unter drei Leitbildern wandelt sich das Verhältnis der Schüler zu den Lehrerinnen und Lehrern im Laufe der Schulzeit:

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Das Machwerk von Elisabeth-Förster Nietzsche, mit Hilfe Rudolf Steiners, „Der Wille zur Macht“, postmortem Friedrich Nietzsche aus ausdrücklich verworfenen Textresten, Exzerpten und Notaten hergestellt, trotzdem später verlegt.

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EINS: Von der Vorbildfunktion in der Unterstufe, über

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ZWEI: die Autorität durch Sachkompetenz in der Mittelstufe, zum

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DREI: partnerschaftlichen Lernen in der Oberstufe.

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Die Eltern

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Die Eltern tragen ein großes Stück Mitverantwortung für die Entwicklung und das Fortbestehen der Schule.

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In Einzelgesprächen und bei Elternabenden findet zum Wohle der Kinder ein ständiger Austausch zwischen Lehrpersonen und Eltern statt.

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Die Eltern nehmen ihre Mitverantwortung auch wahr, indem sie in den Schulgremien und Arbeitskreisen mitarbeiten. Dabei ist es durchaus erwünscht, dass sie ihr besonderes Fachwissen einbringen.

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Offensichtlich haben Menschen, deren Eltern zuwenig Alltagszeit mit ihnen verbringen, keine Urteilskraft über Herstellen und Zerstören. Seit vierzig Jahren wiederholen Führungsbedürftige, abseits jeglicher Kreativität und Fantasie, solche nachgemachten kunstlosen Sprayschriften.

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Die Zielsetzung: Verzicht auf Auslese – nicht auf Leistung

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Gründungsimpuls war die Idee, eine Schule zu schaffen, in der Mitmenschlichkeit, Anteilnahme, gegenseitiges Helfen und Miteinander als Grundprinzipien im Vordergrund stehen. Das alles, ohne die eigene Individualität und Andersartigkeit aufzugeben. Unterschiedliche Begabungen sollten gefördert, verschiedenartige Beeinträchtigungen berücksichtigt werden. Deshalb ist die Michaeli Schule als Freie Waldorfschule mit inklusivem Unterricht entstanden, an der die Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur zwölften Klasse gemeinsam lernen.

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Waldorfschule – Integration – Inklusion

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Die Waldorfschule möchte den Menschen zum Menschen bilden. Sie orientiert sich dabei an der kindlichen Entwicklung. Das Leistungsprinzip wird nicht abgeschafft, es wird modifiziert. Den ganzen Menschen im Reichtum seiner seelischen Kräfte, im Denken, Fühlen, Wollen zu fördern, ist das Ziel.

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Die Schulleitung

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Die pädagogischen Mitarbeiter der Michaeli Schule Köln delegieren ein Gremium, das die Leitung im pädagogischen Bereich der Schule übernimmt, die Schulleitung. Zurzeit hat die Schulleitung fünf Mitglieder, die sich die verschiedenen Ressorts untereinander aufgeteilt haben.

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Dietmar Moews meint: Ich gratuliere den freien Schulbauern von Köln zur neuen Michaelis Schule und kann mir gar nichts anderes vorstellen als große Begeisterung und weite Anerkennung.

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Zum Einzug sagt der Dichter Goethe:

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„…

Tages Arbeit, Abends Gäste!

Saure Wochen, frohe Feste!

Das sei dein künftig Zauberwort.“

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Das Goetheanum in Dornach / Schweiz

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Es sollte jeder in unserem Lebenskreis wissen. Der hier angerufene Vordenker Steiner war Goetheaner im engen Sinn. Rudolf Steiner hatte sein wissenschaftliches Gesellenstück der Herausgabe der Erstedition der Naturwissenschaftlichen Schriften Johann Wolfgang Goethes gewidmet.

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Des Weiteren wurde Rudolf Steiner in seiner „zweiten geistigen Konfirmation“ von dem genialen Friedrich Nietzsche geimpft, dessen Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche der Dr. Steiner Nachhilfestunden in Nietzsches Denken gegen Bezahlung gab und in ihrem Auftrag Steiner auch noch mit der Herausgabe eines posthumen viergliedrigen Buches, das Nietzsche ausdrücklich verworfen hatte, befasst war. Sie nannten es unautorisiert „Wille zur Macht“ – während Friedrich Nietzsche davon lediglich den vierten Teil „Der Antichrist“, noch in seinem letzten Jahr, 1888, zur Einzelpublikation bestimmt hatte.

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Rudolf Steiner stand vollkommen unter der geistigen Vormundschaft von Goethe (der Kantianer) und Nietzsche (der ebenfalls Goetheaner war). Nur das mit Goethes Gottlosigkeit und Nietzsches „Antichrist“ hat Steiner in seiner Anthroposophie nicht so recht unterbringen können. Immerhin hat Steiner eine Anthroposophie angestftet, die bis heute zahlreiche selberdenkende Anthroposopher initiert hat und die noch immer weiter auch die Schriften Steiners gründlich studieren und kritisieren.

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Heutige „Goetheaner“ sind jedenfalls selten Rassisten oder Schwarzafrikaner mit zu viel Sonne, während Steiner in „Vom Leben des Menschen und der Erde / Über das Wesen des Christentums“ (723), darin DRITTER VORTRAG, 3. März 1923 „Farbe und Menschenrassen“:

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… Wir sind also die weiße Rasse. Innerlich ist das Weiß durch unser Blut gefärbt. Dann ist da die gelbe Rasse, die Mongolen, und dann ist da die schwarze Rasse. … Da erklärt sich die ganze Geschichte …“

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Wir können uns nur wundern. Und die Anthroposophen in Deutschland sollten sich mal den Holländischen anschließen und Steiners Rassismus verabschieden, wo es heißt (a.a.O S. 54, Dornach 1923).

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… Sie sehen an dem Unterschied zwischen Kohle und Schnee, wie das eigentlich ist mit dem Verhältnis der Gegenstände auf Erden zum Weltraum .. Sehen wir uns zunächst die Schwarzen in Afrika an. Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, daß sie alles Licht und alle Wärme vom Weltraum aufsaugen. Sie nehmen das auf. Und dieses Licht und diese Wärme im Weltenraum, die kann nicht durch den ganzen Körper durchgehen, weil ja der Mensch immer Mensch ist, selbst wenn er ein Schwarzer ist. Es geht nicht durch den ganzen Körper durch, sondern hält sich an der Oberfläche der Haut, und da wird die Haut dann selber schwarz. So daß also ein Schwarzer in Afrika ein Mensch ist, der möglichst viel Wärme und Licht vom Weltenraum aufnimmt und in sich verarbeitet. Dadurch, daß er das tut, wirken über den ganzen Menschen hin die Kräfte des Weltenalls (Zeichnung S. 56, links). Überall nimmt er Licht und Wärme auf, überall. Das verarbeitet er in sich selber. Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was im Menschen drinnen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammenhängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, ist das Hinterhirn.

Manchmal wirft die Einrichtung des Menschen noch solche Nebenprodukte ab. Das kann man gerade beim Neger sehen. Der Neger hat nicht nur dieses Kochen in seinem Organismus, sondern er hat auch noch ein furchtbar schlaues und aufmerksames Auge. Er guckt schlau und sehr aufmerksam. Das könnten Sie leicht als Widerspruch auffassen. Aber das ist so: Wenn da vorne der Nerv des Auges sitzt (Zeichnung S. 56), so gehen die Nerven just ins Hinterhirn hinein; die kreuzen sich da. Der Nerv geht also ins Hinterhirn. Und weil der Neger das Hinterhirn besonders ausgebildet hat, deshalb guckt er auch so schlau, deshalb ist er ein schlauer Beobachter der Welt. … Der Schwarze ist ein Egoist, der nimmt alles Licht und Wärme auf … Der Neger ist viel mehr auf Rennen und auf die äußere Bewegung aus, die von den Trieben beherrscht ist …“ (a.a.O. S. 57 usw.)

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Mit Verlaub – solche Rassenargumentationen findet man weder bei Goethe noch bei Nietzsche. Das hat sich Rudolf Steiner mutmaßlich von anderen Geistern bezogen.

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Gut, mögen darüber Svedenborg und der Erzengel Michael wachen, ob hier mit Rudolf Steiner die weiße Rasse noch eine gewisse Bringschuld hat.

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Johann Wolfgang von Goethe

Der Schatzgräber

Arm am Beutel, krank am Herzen,
Schleppt ich meine langen Tage.
Armuth ist die größte Plage,
Reichthum ist das höchste Gut!
Und zu enden meine Schmerzen,
Ging ich einen Schatz zu graben.
Meine Seele sollst du haben!
Schrieb ich hin mit eignem Blut.

Und so zog ich Kreis um Kreise,
Stellte wunderbare Flammen,
Kraut und Knochenwerk zusammen:
Die Beschwörung war vollbracht.
Und auf die gelernte Weise
Grub ich nach dem alten Schatze
Auf dem angezeigten Platze;
Schwarz und stürmisch war die Nacht.

Und ich sah ein Licht von weiten,
Und es kam gleich einem Sterne,
Hinten aus der fernsten Ferne.
Eben als es zwölfe schlug.
Und da galt kein Vorbereiten:
Heller ward’s mit einemmale
Von dem Glanz der vollen Schale,
Die ein schöner Knabe trug.

Holde Augen sah ich blinken
Unter dichtem Blumenkranze;
In des Trankes Himmelsglanze
Trat er in den Kreis herein.
Und er hieß mich freundlich trinken,
Und ich dacht‘ es kann der Knabe
Mit der schönen, lichten Gabe
Wahrlich nicht der Böse sein.

Trinke Muth des reinen Lebens!
Dann verstehst du die Belehrung,
Kommst, mit ängstlicher Beschwörung,
Nicht zurück an diesen Ort.
Grabe hier nicht mehr vergebens!
Tages Arbeit, Abends Gäste!
Saure Wochen, frohe Feste!
Sei dein künftig Zauberwort.

(1797)“

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WM-Kirche: Spanier vielleicht ohne BLUTDOPING?

Juni 19, 2014

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am 19. Juni 2014

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Bei der FIFA-Mercedes-WM in Brasilien sieht man, wie Chile oder Kroatien sehr gut aufspielen. Bei der Niederlage der Spanier liegt natürlich die FUENTES-FRAGE schreiend auf dem Tisch: War denn da kein besseres Blut verfügbar?

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Dietmar Moews meint: Da das Thema Doping sich ohnehin immer nur mit den unerlaubten Doping-Stoffen beschäftigt, die getestet werden – Alles andere ist offenbar erlaubt – sehen wir besser auf die Ergebnisse von Helmut Kohl: Was hinten herauskommt.

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Es kommen zwei Sachen heraus:

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ERSTENS: Die Sportverbände haben die vorhandenen Protokolle zu den gedopten Fußballern aus den spanischen Blutküchen abgelehnt anzunehmen und abgelehnt diesen Fällen nachzugehen.

ZWEITENS: Die Spanier liefen schlecht – die Kroaten liefen gut. PROST

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WM-KIRCHE: GYULA GROSICS 88-jährig gestorben

Juni 14, 2014

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Vom 14. Juni 2014

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Der herausragende frühere Fußball-Torwart Gyula Grosics, der auch das WM-Endspiel 1954 in Bern gegen Deutschland bestritt, ist vergangene Woche

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88-jährig in Ungarn gestorben. Gyula Grosics gehören höchste menschliche Achtung und Respekt – er thront nun im Olymp, denn:

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DIETMAR MOEWS Sportflagge 1977

DIETMAR MOEWS
Sportflagge 1977

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DIETMAR MOEWS Sportflagge 1977

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Sportflagge 1977

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Dem ungarischen Sportler Grosics geschah infolge des nicht gewonnenen WM-Titels des Jahres 1954 großes Leid – sein Leben als Ungar in Ungarn wurde stalinistisch gebrochen. Man warf ihm vor, drei Gegentore hingenommen zu haben: Deutschland gegen Ungarn endete 3 : 2 für Deutschland, nachdem die Ungarn bereits 0 : 2 geführt hatten. Ungarn war in jenen Jahren die „Wundermannschaft“ – die mit Abstand beste Mannschaft mit herausragenden Einzelspielern, wie Grosics, Ferencs Puskas, Hidekuti u.a.

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Was war geschehen?

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Es war ein spannendes sehr kämpferisches Spiel. Die Deutschen konnten mit aufopferungsvollem Einsatz ihre fußballerische Unterlegenheit mindern – sie hatten in der Vorrunde bereits gegen Ungarn mit 2 : 7 verloren – und hatten jetzt in zahlreichen Spielszenen auch Glück in der Torverhinderung.

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Schließlich wurde ein Tor vom Schiedsrichter anerkannt, das in Folge eines eindeutigen Foulspiels des deutschen Mittelstürmers Ottmar Walter gegen den ungarischen Torwart Grosics verursacht wurde und zum 2 : 2 Ausgleich führte:

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Der Ball wurde von Links hoch quer durch den Torwartraum hineingeflankt, Torwart und Mittelstürmer stiegen hoch und behinderten sich gegenseitig, beide verpassten den Ball, der dann am langen Eck von Helmut Rahn, aus spitzem Winkel ins Tor geschossen werden konnte.

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Ottmar Walter hatte den Torwart im Hochspringen abgeblockt – es war eine regelwidrige Torwartbehinderung im Torwart-Raum – sodass der Ball nicht vom Torwart abgefangen werden konnte; man nennt das Freisperren. Anzumerken ist, dass Ottmar Walter nicht mit dem Rücken zum Tor hochsprang. Also, man kann nicht annehmen, Ottmar Walter habe den Torwart, nicht gesehen, versehentlich behindert und rückwärts abgeblockt. Nein, er war so hochgesprungen, dass er den Ball gar nicht erreichen konnte, aber mehr oder weniger Brust an Brust mit Grosics den Ball passieren ließ.

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Dietmar Moews meint: Mein Fußballsinn ist verletzt, wenn ich höre, welchen Pressalien Grosics ausgesetzt worden ist, nachdem die Ungarn von Bern nach Budapest zurückgekehrt waren. Und viel später Grosics hierzu sagte – es habe ihn traurig gemacht, dass noch viele viele Jahre später kein deutscher Spieler, zumal nicht Ottmar Walter, ein Wort des Bedauerns oder der Anerkenntnis dieses Fehlurteils des Schiedsrichters im WM-Endspiel von Bern gesagt hätten: Torwart Grosics konnte den Ball nicht halten, weil er von Ottmar Walter gefoult worden war.

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Wie überflüssig war dann der Buntfilm von Sönke Wortmann im Jahr 2005 über das Endspiel von Bern 1954. Sönke Wortmann – selbst ehemals Profi-Fußballer –  stellte diese Torszene in seinem Film falsch nach. Nunmehr in diesem neuen Film der Ottmar-Walter-Darsteller den Torwart-Gosics-Darsteller mit dem Rücken ansprang – als habe Ottmar Walter den Torwart nicht sehen können. Böseböse Fälschung – Geschichtsklitterung durch den DFB und den Filmer Wortmann.

Das ist – angesichts der endlosen Wembley-Lattenschuss-Debatte – nun mal so langsam auf den Boden des Hölzenbein-Elfmeters von 1974 herunterzuholen. Schande für Ottmar Walter und für Sönke Wortmann.

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UMARMEN – Gefühlsecht in KÖLN

Juni 14, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4525

Vom 14. Juni 2014

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Ohne Zögern kommt hier ein Gastautor zum Zuge.

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Es rührt mich sehr, wenn mir vollkommen gleichschwingend eine Aktion auf der Straße begegnet, die ich selbst im Jahr 1981 in der Ballhof-Galerie Hannover mit einer Kunstausstellung und mit Goethezitaten veröffentlicht hatte: Küsse einen Künstler.

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Hier tauchte also der Umdruckzettel folgender Beschriftung auf – es reichte aus: HORST:

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UMARMEN

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Umarmen ist gesund. Es unterstützt das Immunsystem des Körpers, es erhält dich gesünder, es heilt Depressionen, es vermindert Stress, es fördert den Schlaf, es ist belebend, es ist verjüngend, es hat keine unangenehmen Nebenwirkungen, und Umarmen ist nichts Geringeres als eine Wunderdroge.

Umarmen ist ganz natürlich. Es ist organisch, natürlich süß, keine Pestizide, keine Konservierungsstoffe, keine künstlichen Inhaltsstoffe und zu hundert Prozent vollwertig. Umarmen ist praktisch perfekt. Es gibt keine beweglichen Teile, keine Batterien, die Nachlassen, keine wiederkehrenden Überprüfungen, geringer Energieverbrauch, höherer Energiegewinn, inflationssicher, macht nicht dick, keine monatlichen Raten, keine Versicherungsansprüche, diebstahlsicher, steuerfrei, umweltfreundlich, und natürlich wiederverwertbar.

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ROLAND DÖRFLER Zeichnung "Figur", 1975

ROLAND DÖRFLER
Zeichnung „Figur“, 1975

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Alfred Neven-DuMont kämpft – Quotenjagd mit psychiatrischem Verdacht beim KÖLNER STADT-ANZEIGER

Juni 13, 2014

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Vom 13. Juni 2014

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Dr. Dietmar MoewsDSCF0320

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Neven-DuMonts Blatt bedroht einen Dom-Baumeister und erklärt ihn zum Verdächtigen, von einer psychiatrischen Beeinträchtigung gefärbt zu sein:

Kölner Stadt-Anzeiger vom 10. Juni 2014, Seite 26: „Dombaumeister vor dem Aus“

Dem Beitrag LICHTGESCHWINDIGKEIT 4512 an die Seite gestellt, der Erhellung, wie ein Medien-Mogul, ein Marktbeherrscher, seine Personnage aufstellt. Wie der Kölner Alfred Neven-Dumont sets die Finger drin hat, ohne wirklich Verantwortung zu übernehmen. Die Blätter akzentuieren oder verschweigen, holen Personal herein oder halten warm, bringen mal eine Presserklärung oder ein Interview oder einen Brief an den Herausgeber – oder eben nicht. Wer glaubt, er sei in Köln vom Stadt-Anzeiger, vom Express und von der Rundschau unabhängig, der wird sich wundern über Alfred Neven-Dumonts Selbstverständnis und dessen Praktiken.

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ALFRED NEVEN-DUMONT in der Süddeutschen Zeitung am 14. März 2009, Seite 23

ALFRED NEVEN-DUMONT in der Süddeutschen Zeitung am 14. März 2009, Seite 23 über seinen NAZI-Vater

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Hierzu ist eine Probe der Kölner Geschichte von mir – in Erinnerung an den großen Kölner Alphons Silbermann – aus Silbermanns Autobiografie-Bestseller „Verwandlungen“ bei Gustav Lübbe Verlag:

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Alfred Neven-Dumont und Alphons Silbermann:

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SILBERMANN, 1989, Verwandlungen, Seite 458

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Alphons Silbermanns Bestseller-Autobiografie "VERWANDLUNGEN" bei Gustav Lübbe

Alphons Silbermanns Bestseller-Autobiografie
„VERWANDLUNGEN“ bei Gustav Lübbe

…Im Augenblick bereitet er sich auf die fällige Flugfahrt zumbesuch des Vaters und seiner Latifundien in Sydney vor. Es ist Freitagvormittag an einem der in Köln seltenen wohligen Sommertage, und nachdem er dem zu dieser Jahreszeit in Australien regierenden Winter entsprechend die Koffer mit dickem Zeug angefüllt hat, wendet er sich dem Morgenkaffee nebst Lektüre des Lokalblattes, der „Kölner Stadt-Anzeigers“ zu.bei der im allgemeinen mit wenig anreißerischen Schlagzeilen versehenen Feuilletonseite angelangt, brüllt ihm in fetter Letternschrift sein Name mit dem Zusatz „muß Universität Lausanne verlassen“ entgegen. Dreimal liest er den darunterstehenden, spaltenlangen, mit einer Diffamation nach der anderen gespickten Artikel durch und glaubt sich auf den Mond versetzt: jahrelang habe man sich an der Universität Lausanne mit seiner Unfähigkeit und seinen Untugenden als Lehrer, Forscher, Verwalter abgefunden, bis das Faß übergelaufen sie, der Rausschmiss erfolgte und der Nichtskönner nunmehr an die Kölner Universität zurückgekehrt sei.. seine Haare haben kaum Zeit, sich zu sträuben, und schon klingelt das Telefon: „Hast du den Stadt-Anzeiger gelesen? Was wirst du tun?“ fragen ihn wohlgesinnte Freunde einer nach dem anderen.. dem Rat des Theaterkritikers Wilhelm Unger folgend, eines liebenswerten Menschen, der ebenso wie er durch die Mangel von Verfolgung und Emigration gedreht worden ist, ruft er den ihm bekannten Verleger des „Stadt-Anzeigers“, Alfred Neven-DuMont, in dessen Privatwohnung an. Der hatte noch nicht in sein Blättchen geblickt, dann aber bittet er ihn mit entsetztem „Um-Gottes-willen“-Ausrufen am Frühnachmittag ins Verlagshaus, um die Angelegenheit zu besprechen. Gesagt, getan, doch nicht ohne Anwalt. Der Rechtsgelehrte Professor Ulrich Klug, mit dem er … erklärt sich sofort bereit, ihm zur Seite zu stehen.

Sie betreten ein Konferenzzimmer, wo sie von einer aus Verleger, Justiziar, Chef-, Lokal- und Feuilletonredakteur und anderen Tageszeitungsverfertigern bestehenden Korona mit frostigen Gesichtern erwartet werden. Ohne weitere Präliminarien legt Silbermann hastig zusammengesuchte Unterlagen auf den Tisch: Ernennungs- und Entlassungsurkunde, offizielle Dankschreiben, sein Verlassen der Universität Lausanne bedauernde Zeitungsartikel, ein Bündel seiner Schriften und Bücher und was ihm sonst noch in seine vor Wut und bitteren Zukunftsvisionen zitternden Hände gefallen ist. Ohne rhetorisches und pathetisches Drum und Dran erklären sein Rechtsanwalt Professor Klug und er, dass sie die Zeitung wegen nachweislicher Verleumdung und Schadensersatz in Höhe von einhundertfünfzigtausend Mark verklagen werden. Inzwischen haben die Herren das Sammelsurium von Dokumenten angeblättert, doch kein Wörtchen einer verteidigenden Gegenrede lässt sich hören. Spricht der versierte Verleger, sich an den Feuilletonchef wendend: „Wo haben Sie den Artikel her, wer ist der Verfasser, haben Sie selbst recherchiert?“ Hierauf stottert sich der Angesprochene etwas zusammen, spricht von einem gelegentlichen, in Genf ansässigen Korrespondenten, den er persönlich nicht kenne, und drückt sich höchst ungeschickt um die Frage nach der publizistischen Verantwortung, nämlich des Recherchierens, herum. Niemand, auch nicht Alphons Silbermann, hat je von dem Verbreiter der absonderlichen Diskreditierungsgeschichte gehört … wird Silbermann als Vorschlag zur Wiederherstellung seiner Ehre die Bereitschaft der Veröffentlichung eines Dementis unterbreitet, zu dem er weder ja noch nein sagt. … kommt wieder der Vorschlag einer ihm nach dem Pressegesetz zustehenden Berichtigung auf den Tisch, über den er sich mit dem ihm begleitenden Rechtskundigen berät. Es bedarf keines langen Überzeugungspalavers, um einzusehen, dass eine sofortige Richtigstellung der belastenden Verunglimpfungen für sein Ansehen vollwertiger ist als ein langwieriger, sich hinter Gerichtstüren abspielender Prozeßgang durch die Instanzen. Also erklärt er sich mit der Veröffentlichung einer Berichtigung einverstanden; allerdings nicht bedingungslos. Der beschlagene Medienfachmann weiß nur allzu gut, dass die üblichen Richtigstellungen nichts weiter als floskelhafte, in irgendeiner Ecke des Presseobjekts versteckte Kurznotizen sind, auf dass sie nur nach längerer Suchaktion zur Kenntnis genommen werden können. Dieses billige Spielchen wird er nicht mitmachen. Er verlangt für die Ausgabe des nächsten Tages einen Artikel, der in den gleichen Drucktypen, in der gleichen Länge und an der gleichen Stelle Verleumdung nach Verleumdung richtigstellt, und obendrein, unter die Schlagzeile gesetzt, eine ausführliche Entschuldigung des Verlags für den ihm angetanen Tort. Das Manuskript wünschen er und Professor Klug vor Drucklegung einzusehen. Und so geschieht es denn: In der weitverbreiteten Samstagsausgabe erscheint, vom unachtsamen Feuilletonchef verfasst, das erschöpfende Gegenbild zu den verräterischen Aufhetzungen; darüber abgedruckt eine selbstanklägerische Entschuldigung für den publizistischen Fauxpas, die ebensoviel Aufsehen erregt wie der ganze Vorgang. Sie muss dem Zeitungseigentümer – heute noch einer seiner ihn freundlich grüßenden Bekannten – seine hundertfünfzigtausend Mark wert gewesen sein. (S. 461)…“.

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Heute ist nicht der gutausgestattete Alphons Silbermann der Kolateralschaden der AfredNeven-DuMont’schen Salonpersonnage, sondern ein Dombau-und Steinmetzmeister aus Bayern. Wir wollen es sehen.

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KURDISTAN entsteht: Aus ISIS, ISRAEL und Rüstungsexporteuren

Juni 13, 2014

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Vom 13. Juni 2014

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Dietmar Moews meint: Wir erleben bei aufmerksamer Anteilnahme und lückenhaften Informationen gewisse Wirk-Geschehnisse in den politischen Wandlungsprozessen, die nicht mit den Verlautbarungen der Akteure oder der Lobbyisten oder der Koalitionäre oder der vielseitigen Randinteressent – und sei es den Absatz von Kriegswaffen in Gang zu halten – wie es zweifelsfrei Ziel und Weg der Deutschen in dieser Täter- und Opferwelt ist: TAG für TAG, JAHR für JAHR. Die Strafe wird kommen.

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Wir erleben also wie sich im arabisch-mohammedanischen Erdteil bis Pakistan und Indonesien, bis Saudi-Arabien und Türkei, Algerien und Mali, die Verhältnisse zwar wandeln, doch Kontinuität haben KRIEG und Waffenlieferungen.

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Wir erleben, wie die Geschichte der verleugneten Kurden, ähnlich den verleugneten Armeniern, in dieser historisch-dümmlichen Peristaltik sowohl bei redlichem Bemühen nicht zu Potte kommen kann. Wie Kurdistan andererseits momentan zum wachsenden POL in diesem Kriegsgeschehen werden. (Irakisch Kurdistan soll angeblich über 200 000 Soldaten modern bewaffnet haben)

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KURDISTAN entsteht. Ich bin dafür.

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Das infolge der schiitischen Unfugspolitik des Staats- und Militärchefs IRAKS, Maliki, geradezu gerufene sunnitische ISIS, überzieht die gebeutelten Iraker mit einer erneuten Fluchtsituation.

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Sunnitische ISIS kommt angeblich aus dem syrischen Aleppo und erhält Waffen des sunnitischen Saudi-Arabien sowie Qatar. Sunnitische Araber wollen anscheinend die Macht in BAGDAD. Und das sieht aus, als wollten saudi-arabische Sunniten die schiitische-persische Interessensmacht wegjagen. Was macht der Maliki auch für verheerende Politik, dass ihm das eigene Militär wegläuft und die Iraker nach irakisch Kurdistan sich zu retten versuchen.

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Ist es nicht wie gerufen? Was machen also USA und ISRAEL? Nennen sie sich jetzt mal wieder der Westen? Tun sie so, als säßen sie nicht auf dem Pulverfass?

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DIETMAR MOEWS "IRAK als Sportflagge: Misfits", Seidenapplikation, 2004 in Dresden

DIETMAR MOEWS
„IRAK als Sportflagge: Misfits“, Seidenapplikation, 2004 in Dresden

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Antwort: Bekanntlich haben wir jetzt den vom EU-Beitritt befreiten Türken Erdogan. Der ist ein kraftprotzender Leichtathlet.

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Die hauptsächlich sunnitische-osmanische Türkei wird in den Krieg gegen Syrien ziehen. Die Türkei wird dafür mit Israel kommunizieren müssen. Die Türkei wird an ein nordirakisches KURDISTAN andocken müssen. Die Türkei wird an ein südsyrisches KURDISTAN andocken müssen. Die Türkei wird ein anatolisches türkisches KURDISTAN heraufkommen lassen müssen. Der kurdische Inselhäftling wird demnächst als Friedensengel der Türkei herumgereicht werden.

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Wir sehen, wie die deutsche Friedenspolitik durch Waffenherstellung- und Hochrüstungsgeschäfte die Balanceakte der Kriegslustigen stützt. Nennen wir es Scharia, nennen wir es Abrahamitismus zur Lächerlichkeit preisgegeben vor allen anderen Weltreligionen.

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WM-KIRCHE: Die Magie des Preisfußballs BRASIL vs. KROATIA 3 : 1

Juni 13, 2014

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Vom 12. Juni 2014

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Welche Wärme, wenn Reibung nicht wärmt? Wie vorherbestimmt kam es heute – für Niemand überraschend. Auch die Kroaten wussten Bescheid. Sie werden dafür entschädigt werden.

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Das erste Spiel in Brasilien zwischen der Heim-Auswahlmannschaft BRASILIA und der Mannschaft von Kroatien endete mit 3:1 für Brasilien.

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Es war vorausbestimmt, dass Brasilien gewinnt. Nachdem sich abzeichnete, dass das Vermögen der brasilianischen Auswahl nur zweitklassig ist, während Kroatien eine Weltelf vorstellen konnte, hat der japanische Schiedsrichter das Ding geknickt. Er pfiff, wie zu Erich Mielkes Zeiten, Elfmeter.

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Ganz klar, dass die Kroaten beim Reklamieren nicht aus der Rolle fielen. Ebenso klar, dass die Kroaten nicht durch Ungerechtigkeit zurückgesetzt mit der Wut des Michael Kohlhaas zurückschlugen. Denn sie wussten ja, Brasilien gewinnt. Nico und Robert Kovac, die beiden Berliner Nationalspieler und heute Coaches von Kroatien, blieben ebenfalls ruhig.

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Dietmar Moews meint: Für alle Produzenten dieser Geschäftsidee FIFA-Weltmeisterschaft, die hier statt Jahresurlaub zu machen, ein starkes Millionengeschäft miteinander auflegen, wollen das Preisgeld auch erreichen, weshalb sie das machen. Dazu gehört, dass der Rubel rollt, statt dass in Brasilien die Ärmsten, die hier mit Doping und Choreografie stimuliert und noch ärmer gemacht werden, in einen Bürgerkrieg ausbrechen.

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Ausbrechen ist das bestimmende Gefühl, wenn man spürt, eine Zwangsjacke anzuhaben. Mit den Bleitropfen dieses läppischen 3 : 1-Sieges auf den verhärtenden Muskelansätzen, wird es noch eklatant deutlich werden – sieben Spiele, sieben Elfmeter. Und der Elferkönig, Schütze Neymar, erhält als Bonustrack die Goldene Schiedsrichterpfeife für die Vitrine zu hause.

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Purzel frisst Blumen: Vergissmeinnicht die Schiedsrichterpfeife

Purzel frisst Blumen: Vergissmeinnicht die Schiedsrichterpfeife

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DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, der sich aus der politischen Verantwortung gerne mit Keckheit herausdreht, sagte also auf Bestellung, wer gewinnen wird: BRASILIEN – FIFA-Boss Blatter hätte das gesagt. Was der Blatter sagt, wird geschehen.

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So – wer also Lust auf Fußball-WM der Blatter-FIFA hat, statt Fußball-Sommerpause, kann ganz entspannt in die Abendstunden hineinschauen,

was sie sich ausgedacht haben, dass wir lustig, luschtig, lutschig finden. Der Sportreporter mit seinen Hobbyambitionen als Conférencier und der peinliche Boris Becker, der gerne mal wieder eingeladen würde. Boah ey.

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Alfred Neven-Dumont kämpft – Quotenjagd mit psychiatrischem Verdacht beim KÖLNER STADT-ANZEIGER

Juni 11, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4512

Vom 11. Juni 2014

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Vor Jahren brach in Köln der Endkampf aus. BILD drängte – Neven-Dumonts KÖLNER EXPRESS, mit dem KÖLNER STADT-ANZEIGER und der KÖLNISCHEN RUNDSCHAU im medialen kölner Resonanzraum hielten dagegen.

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Wer dabei war, wird sich erinnern. Für die Jüngeren: BILD und EXPRESS, die beiden Boulevard-Bätter von Köln, also AXEL SPRINGER und ALFRED NEVEN-DUMONT, senkten die Kaufpreise am Kiosk. Zug um Zug erschienen bald beide – BILD und EXPRESS – in Köln kostenlos. BILD konnte Köln nicht übernehmen. Noch heute ist der EXPRESS vorne bzw. beide kämpfen auch durch Qualität der Blätter.

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Es hatte mal der KÖLNER STADT-ANZEIGER eine Reichweite, die jeder deutschen Vollzeitung zur Ehre gereicht hätte. Im Jahr 1980 berichtete der KÖLNER STADT-ANZEIGER über DIETMAR MOEWS und SABINE ETZOLD über die NEUE SINNLICHKEIT.

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Es hatte mal der KÖLNER STADT-ANZEIGER einen harten Konflikt mit dem eminenten Kölner Soziologen Prof. Dr. Silbermann. Alfred Neven Dumont musste einen Rückzieher machen.

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Alfred Neven-Dumont hat einen Sohn. Der Sohn soll die Neven-Dumont Medien-Marktmacht von Alfred Neven-Dumont fortsetzen. Doch der inzwischen hochbetagte Alfred hatte inzwischen gewisse psychiatrische Anwandlungen, die nicht mehr mit Wettbewerbskampf und Insider-Instinkt erklärbar sind. Der Sohn musste sich abwenden.

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Als noch Adenauer und Bauwens in Köln, von der Partei bis zur Kirche, vom Fußball zur Grundstücksspekulation, Köln schaukelten und auch verschaukelten, tauchten dann die Kontinuität der Familien Adenauer und die Kontinuität des Patrons in Person, Alfred Neven-Dumont, der fast Alles weiß und in fast Allem seine Hände hat. Hat er die Hände nicht drin, steckt er sie hinein, belohnt und straft, multipliziert, sorgt für mediale Resonanz oder verschweigt.

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Was geschieht auf der Brauerei-Baubrache an der Alteburger Straße?

Welche Fachhochschul-Baupläne laufen für Köln wo? Wer baut eine U-Bahn im Fliessand, wenn ein Grundstücksgeschäft auf zukünftige Infrastruktur gesetzt wird und – wie schön Familie Bauwens, Familie Adenauer machen den ungeheueren Schnitt. Während das Stadtarchiv in die U-Bahn-Höhle versinkt.

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Welche Stadtsparkasse hat den RTL-Deal mit der alten KölnMesse gemacht.

Und dann die Mietverträge mit den großzügig finanzierten Messe-Neubauten durchgezogen? Alfred Neven-Dumont hat nicht genug gewusst? Mit Interesse lese ich seine Blätter.

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Dietmar Moews meint: Wieviel Schweigegeld bekommt man eigentlich, wenn man wie abwesend nur still ist? Natürlich gar keines.

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Wie demokratisch darf denn die Diskussion geführt werden, damit Alfred Neven-Dumont nicht Schweigen anordnet bzw. seine Medienmacht nutzt, das keine mediale Resonanz entstehen kann?

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Ich sehe momentan, zwei Tage vor der BRASILIEN-WM, dass der tägliche Angriff auf Neven-Dumont, der das Internetz etwas verpennt, durch Axel Springer mit BILD.de, BILD, BamS und DIE WELT, mit KÖLNER THEMEN von Neven-Dumont versucht wird abzublocken.

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Durch selbstgemachte künstliche Aufregung versucht Alfred NEVEN-DUMONT an den KÖLNER STADT-ANZEIGER, KÖLNER EXPRESS und KÖLNISCHE RUNDSCHAU städtische Kommunikation zu impfen und zu führen.

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Allerdings tragen diese Ideen nun psychiatrisch verdächtige Züge. Der DOM von KÖLN ist ein ewiges REIZTHEMA. Aber Menschen fertig machen lassen wird auch von der KÖLNER SEELE (leben lassen) nicht mit Fußballbegeisterung belohnt werden. Alfred Neven-Dumont hat die Hölle eröffnet. Der Ruf nach psychiatrischer Begutachtung kann nicht ausbleiben.

Neven-Dumont darf nicht – was die Nazis mit den Juden machten – anzündeln.

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Mit dem Kölner Juden Alphons Silbermann hatte Alfred Neven-Dumont bereits vor vielen Jahren erlebt, dass Indolenz im aufgeklärten Rechtsstaat gestoppt werden kann. Ausweg für den Rechtsstaat sind psychiatrische Gutachter. Ich rate dem Alfred Neven-Dumont, dass er mit der Menschenhetze gegen den aktuellen Dombaumeister Michael Hauck sofort aufhört.

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Mich wundert, das noch kein Staatsanwalt zum Artikel im KÖLNER STADT-ANZEIGER vom 10. Juni 2014:

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„Dombaumeister vor dem Aus“ –

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die originellen Diener des Neven-Dumont, die hier namentlich ihrer Meinungsfreiheit freien Lauf für Bezahlung lassen durften: Herr FRANK, musikbehinderter Nachkomme von Cesar Franck sowie Herr PESCH, Nachkomme des stilprägenden Möbel-Meinungsführer PESCH, dürften noch nachlegen: Hat der Dombaumeister etwa eine zerrüttete katholische Ehe?

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Wie kann man derart TOTMACHEN?

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Der Ruf nach der Psychiatrie – Herr Alfred!

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– ohne irgendein einziges Argument. Weil Sie den Skandal machen, wie es Ihnen gefällt. Das wüssten wir nun gerne ganz digital, jedes Bit einer Verfehlung von Michael Hauck, jeden kleinen Konflikt, jede kleine Stimmung der Staatlichen Dombauhütte, jede Blähung der Sesselfurzer vom Domkapitel, und das Alles auf allgemeine Kosten von uns Steuerzahler, wie – sagen Sie es kurz und klein – ohne irgendein Argument? – wie hatte man diesen Dombaumeister Michael Hauck hergewählt?

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Weil er eine Spitzenkraft vom Fach ist – wovon seine bisherige Lebensarbeit zeugt: Köln wollte den Besten.

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Und jetzt: Wie blöde ist das denn? – jetzt schreiben Sie, der hatte bereits in Regensburg Schwierigkeiten bereitet. Dann hätten Sie den nicht hergeholt. Der Psychiater ist für alle da. Ein Alfred-Bogen Lebensarbeit geht zweifellos zuende.

 

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