Völkerrechtsverletzer Davutoglu als deutscher Merkelskandal in Berlin

Januar 22, 2016

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Vom Freitag, 22. Januar 2016

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Der rechtsextremistische türkische Regierungschef Davutoglu (AKP) wurde heute in Berlin von der deutschen Bundeslanzlerin Merkel (CDU) zu einer ersten „Regierungskonsultation“  empfangen.

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Davutoglu wurde willkommen geheißen, weil sich Deutschland von der türkischen Erpressung mit den Flüchtlingsmassen erleichtern will, statt einfach Millionen von Notflüchtlingen als Gästen in Deutschland Herberge zu geben:

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Die Flüchtlinge wurden von den Europäern und den Deutschen zu einem Flüchtlingsproblem gemacht. Der Fehler liegt in dem Begriff INTEGRATION. Mit INTEGRATION werden unerfüllbare Versprechungen gemacht und garantiert zukünftige Zusatzprobleme aus Enttäuschungen produziert:

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Die Zuwanderer sollen GÄSTE sein – und anschließend werden sie als „Heimatvertriebene“ wieder zu „Heimkehrern“.

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Diese Notflüchtlinge sind Emigranten aus Todesbedrohung und nicht wegen Auswanderungslust ins kalte Deutschland.

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Der Ministerpräsident Davutoglu zieht gemeinsam mit dem Staatspräsident Erdogan (AKP) eine totalitäre Mehrheitspolitik mit Beseitigung der Minderheiten gewaltsam durch.

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Heute forderte Davutoglu weitere Aufstockung der 3 Milliarden EURO Ablösezahlung von Deutschland, damit die Türkei den Flüchtlingsauszug von der türkischen Küste über das Mittelmeer nach Griechenland unterbinden solle.

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Die Türkei kann den Flüchtlingsstrom aber nicht an der Küste stoppen. Die Türlei müsste aufhören, die Ursachen des Flüchtlingsstroms von den Flüchtlingslagern in Anatolien Richtung Griechenland auszulösen:

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Wo bislang Flüchtlinge in der Türkei in Lagern überleben konnten, wird jetzt von der Türkei das Leben derart erschwert, dass diese Flüchtlinge wiederum aus Not nach EUROPA zu fliehen versuchen.

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Dietmar Moews meint: Deutschland soll Lebensmittel und Hilfsgüter für die anatolischen Flüchtlingslager liefern, statt den türkischen Zuhältern Milliarden zu spendieren, damit sie Kurdistan zerbomben.

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Die eiskalte Erpressung durch ERDOGAN und DAVUTOGLU. mit dem Druck durch den Millionen-Flüchtlingsstrom, hat mehrere Aspekte:

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EINS Es sieht so aus, als würde die Majorität der türkischen Wähler, überwiegend rückständige Nationalisten mit ISLAM-Orthodoxie und Liberalitätshass, mit Erdogans FÜHRER-Politik“ bedient und befriedigt.

Dazu gehört die Vernichtung der demokratischen Demonstranten im europäisch-thrakischen Istanbul wie die Unterdrückung der sunnitischen Kurden und der christlichen Armenier in Südostanatolien.

Der europäische rechtsstaatliche Verfassungsgrundsatz Majorität vor Minorität, aber mit Minderheits-Schutz, wird von der türkischen Majorität abgelehnt.

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ZWEI ERDOGAN bombt in im kurdischen Diyarbakir die zivile schutzlose Altstadt mit schweren Panzern und Angriffswaffen der türkischen Armee, ohne irgend welchen Schutz für die Einwohner. Es besteht darin kein Unterschied gegenüber ASSADs Militäreinsatz im syrischen Bürgerkrieg.

Der politische Konflikt zwischen der Selbstbehauptung der anatolischen Kurden und Armenier und dem anatolischen AKP-Unterdrückerregime Erdogan wird heute von der Türkei über die kurdischen PKK-Kampftruppen hinaus flächendeckend gegen das gesamte kurdische Leben geführt.

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DREI Deutschland zahlt nun Millionen, ohne dass die erhoffte Eindämmung der Not der Flüchtlinge von ERDOGAN erbracht wird. Und es ist offensichtlich, dass, solange die Flüchtlingsnot seitens der Türkei erhöht wird, der Flüchtlingsstrom ansteigt. Denn auch ERDOGAN kann nicht die türkische Küste kontrollieren und nicht abriegeln.

Deutschland zahlt also für wohlfeile Kurden- und Armeniervernichtung, ohne dafür eine Nothilfe in den türkischen Flüchtlinbgslagern zu erreichen.

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VIER Wir müssen von der deutschen Schande reden:

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Bereits unter Bismarck hat Deutschland die türkische (osmanische), Sunniten wie die Türken, Kurden und Armenier-Christen-Vernichtung unterstützt bzw.als Bündnispartner gedeckt und verschwiegen. Es geht um Hunderttausende Opfer – Millionen Tote und Vertriebene.

Der Völkermord an den Armeniern, mit 1,5 Millionen vernichteten vertriebenen, aufgeriebenen (anatolisch-kurdischen) christlichen Armeniern um die Jahre 1906 (Musa Dagh), die von diesseits des ARARAT stammten und vom osmanischen Türkenstaat vollkommen ausgerottet worden sind, fand in Nachfolge Bismarcks ebenfalls mit Unterstützung des deutschen Kaiserreichs statt. Deutsche Unternehmen bauten an der BAGDAD-Eisenbahnlinie, die ebenfalls zur Deportation der Armenier genutzt worden ist.

Die historischen Dokumente der türkischen Schuld und des deutschen Opportunimus sind erdrückend.

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ZUGINSFELD 28 am 11. Juli 2014 in der Mainzer Straße nördlich Eierplätzchen in der Kölner Südstadt

ZUGINSFELD 28
am 11. Juli 2014
in der Mainzer Straße nördlich Eierplätzchen in der Kölner Südstadt

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FÜNF Das damals angeblich – wie aktuell auch – unverzichtbare Bündnis mit diesen osmanische TÜRKEN wurde dann sowohl im Ersten wie im Zweiten Weltkrieg eine „hervorragende politische und militärische Hypothek“.

Ich vertrete die Auffassung, dass sich die Bundeskanzlerin Angela Merkel mal aus dem Schatten von Bismarck (1870), Bethmann-Hollweg (1915) und Hitler (1933) herausbewegen sollte, um die Werte des heutigen Grundgesetzes und der angepeilten EU-Verfassung zu berücksichtigen:

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Kein Geld für die türkischen Massaker im anatolischen Kurdistan!

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ZUGINSFELD 40 DMW 674.1.11 190 cm / 190 cm, Öl auf Leinwand, in Berlin 2012 gemalt

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DMW 674.1.11
190 cm / 190 cm, Öl auf Leinwand, in Berlin 2012 gemalt

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Der deutsche Staat unterhält eine staatserhaltende Propagandamaschine, hauptsächlich elektronischen Massenmedien, Sender und Redaktionen mit massenhaft Dienstklassen-Publizisten, die die Information der Gesellschaft im Staat mit staatserhaltenden Werten beliefert und führt.

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Das gesamte staatliche Kommunikationsstruktursystem ist in das gewaltengeteilte politische Reproduktionssystem so eng eingewoben, dass es hält – allerdings nicht unbedingt, was es verspricht: RECHT und ORDNUNG?

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ZUGINSFELD 30 auf der Mainzer Straße in der Kölner Südstadt, am 4. Juli 2014

ZUGINSFELD 30 auf der Mainzer Straße in der Kölner Südstadt, am 4. Juli 2014

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Es hält ORDNUNG – sobald man den Begriff als Organsiationsbegriff Unordnung wörtlich nehmen wollte. ARMBINDE: Aufschrift ORDNER – bitte nicht über die Augen ziehen:

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Was ist mit den türkischen und israelischen Massakern (Israel ist im Begriff das annektierte palästinensische Westjordanland vollends zu rauben) im massenkommunikativen Schatten der selbstgemachten „deutschen“ Flüchtlingsproblematik

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Dänemark-Parlaments-Wahl: Wechsel nach Rechts – Regierung verliert

Juni 19, 2015
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vom Freitag, 19. Juni 2015

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Das christliche Kreuz auf der Flagge Dänermarks mit Stabhochspringer von DIETMAR MOEWS

Das christliche Kreuz auf der Flagge Dänermarks mit Stabhochspringer von DIETMAR MOEWS

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Das Mitte-Rechtsbündnis des ehemaligen Ministerpräsidenten Lars Lokke Rasmussen hat die Wahl in Dänemark gewonnen. Die rechtspopulistische Dänische Volkspartei wurde zweitstärkste Kraft.

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Helle Thorning-Schmidt, die dänische Regierungschefin, hat ihren Rücktritt eingereicht.

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Ferner hat sie die Führung ihrer Partei und Fraktion gekündigt.

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Thorning-Schmidt geht, obwohl ihre sozialdemokratische Partei die stärkste Partei im dänischen Parlament ist und sogar noch Stimmen hinzugewonnen hat. Die Dänemark-Parlaments-Wahl hat den Verlust der Möglichkeit für die sozialdemokratische Fortsetzung einer Regierungskoalition erbracht.

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Trotzdem Thorning-Schmidts Partei noch Stimmenanteile gewinnen konnte, haben die kleineren Parteien, weiter rechts, jetzt die eindeutige Mehrheit. Es wird eine neue Regierung und einen neuen Regierungschef für Dänemark geben. Das ist die Entscheidung der Wähler.

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ZEIT-Online berichtet heute, 19. Juni 2015: „Die Dänen finden ihr Land richtig gut. Nun sind die Rechtspopulisten zweitstärkste Kraft geworden.

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Der eigentliche Wahlgewinner, Kristian Thulesen Dahl, Vorsitzender der Dänischen Volkspartei meint:

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Es ist sehr einfach herauszufinden, dass die Dänen ihr Land gern mögen. In jeder Kleingartenanlage flattert der Dannebrog an den Masten. Herkömmliches Mineralwasser wird gerne als Danskvand herausgehoben, also „dänisches Wasser“. Und der elektrische Handtrockner, der in fast allen Gaststätten-Toiletten hängt, wird von der Firma Dan Dryer hergestellt, deren Logo aus einem Wikinger besteht, der stolz einen weiß-roten Helm auf dem Kopf trägt.

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Was dänisch ist, muss gut sein, diese Idee gefällt vielen. Nur gibt es logischerweise Dinge, auf die das nicht zutrifft. Zu denen gehört die Dansk Folkeparti – die Dänische Volkspartei. Die rechtspopulistische Partei stieg auf 22 Prozent der Stimmen und wurde damit zweitstärkste Kraft bei der gestrigen Parlamentswahl. Ihr Erfolg übertrifft alle Prognosen.

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Eigentlich war es lange Zeit Konsens, dass es sich bei der Dänischen Volkspartei nicht um dänische Qualitätsware, sondern eine gehörige Fehlkonstruktion handelt. Der ehemalige Staatsminister Poul Nyrup Rasmussen warnte im Jahr 1999 in einer Parlamentsdebatte:

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Die Dänische Volkspartei sei dabei, ein ethnisches Prinzip in der Politik einzuführen, das Dänemark vor einigen Monaten noch im Kosovo bekämpft hätte. Rasmussen schloss mit den inzwischen berühmten Worten: „Egal, wie sehr ihr euch anstrengt, stubenrein werdet ihr nie!“

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Doch schon zwei Jahre später erhielt die Volkspartei bei der Wahl 13 Prozent der Stimmen und schaffte den Durchbruch: Der damalige Parteichef der Liberalen, Anders Fogh Rasmussen, ließ sich in einer Minderheitsregierung von der Partei tolerieren. Damit war der Vorwurf, sie sei nicht stubenrein, von der Realität widerlegt worden. Die Fehlkonstruktion wurde irgendwie akzeptiert.

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Inzwischen ist die Volkspartei auf dem Weg, so etwas wie der Dan Dryer der Politik zu werden: viel heiße Luft, aber sehr populär und rundum akzeptiert. Dazu beigetragen hat unter anderem der neue Vorsitzende Kristian Thulesen Dahl, dem seine Parteizugehörigkeit – anders als bei seiner Vorgängerin Pia Kjærsgaard – nicht mehr sofort anzumerken ist. Er hat die Ausstrahlung eines Staatsmannes, hält sich mit extremen Äußerungen zurück und spricht viel über Sozialpolitik.

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Dahl ist der neue mächtige Mann Dänemarks. Ob er auch Ministerpräsident wird, ist noch fraglich: Im Wahlkampf hatte er stets abgelehnt, in die Regierung zu gehen; als Mehrheitsbeschaffer im Parlament habe er größeren Einfluss, sagt er. Stattdessen wird es wohl der Venstre-Vorsitzende Lars Løkke Rasmussen, der eigentlich der größte Wahlverlierer ist – und nach Dahls Pfeife tanzen müssen wird.

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Mit Einwanderungsthemen auf Stimmenfang gehen, mussten er und Helle Thorning-Schmidt schon im Wahlkampf. Aus Angst, noch mehr Wähler an die Rechtspopulisten zu verlieren, stiegen sie in die Ausländerdebatte ein. Genützt hat es ihnen nicht, Dansk Folkeparti triumphierte.

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Doch woher kommen bloß die vielen Wähler? Wer das verstehen will, muss sich mit der innigen Beziehung der Dänen zu ihrem Land auseinandersetzen. Und da hilft ein Blick in die Geschichte: Anfang des 19. Jahrhunderts verlor das einst große und stolze Dänemark wichtige Bestandteile seines Territoriums. 1814 musste es Norwegen an Schweden abgeben, nach dem deutsch-dänischen Krieg 1864 noch mehrere Herzogtümer.

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In der Folge konzentrierte sich Dänemark vor allem auf sich selbst. Große Denker wie Nikolai Frederik Severin Grundtvig, einer der Gründungsväter der dänischen Demokratie, hielten das dänische Volk für auserwählt und machten sich daran, dem Schmerz des Verlustes durch den Aufbau eines besonders schönen, wenn auch eben kleinen Landes entgegenzuwirken.

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Dietmar Moews meint: Es ist ein hohes Gut in der zivilisierten Welt, dass die Bürger freies Wahlrecht haben. Die Dänen haben gewählt. Das Ergebnis ist willkommen, denn der Wählerwille wird mehrheitlich durch dieses Wahlergebnis repräsentiert. Dänemark hat gepflegten Minderheitenschutz, aber die Mehrheit soll entscheiden.

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Dänemark ist Mitgrüder der NATO. Europa und die Europäische Union sollen aufmarksam beobachten, wie sich diese Wählerstimmung entwickelt hat und welche Werte dadurch betont werden.

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Es liegt im Bereich der freien Wahlen, dass in Frankreich demnächst die rechte Le Pen-Partei an die Macht kommt – und hier heißt „Rechts“ Durchregieren und die Unterdrückung der Minderheiten. Es wird interessant, wie alle EU-Partnerstaaten jeweils nationale Wahlergebnisse hervorbringen werden – oder europäische Impulse daraus hervorkommen können.

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Die Liebe der Dänen zur eigenen Nation ist bis heute zu merken. Etwa in der fællesskab, also dem starken Gemeinschaftsgefühl, das unter anderem dafür sorgt, dass die meisten Dänen ohne Wimpernzucken einen Spitzensteuersatz von 63 Prozent hinnehmen – für ihr schönes Land. Keine Frage: Auf vieles können die Dänen stolz sein, sei es die breite Akzeptanz von Homosexuellen oder die hohen Investitionen in erneuerbare Energie.

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Die Staatsfrau Helle Thorning-Schmidt war eine angenehme wache „Nachbarin“ Deutschlands. Sie ergab mitsamt der intelligenten dänischen Königin Margarathe eine witzige sozial-ambitionierte Personnage.

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Hervorzuheben ist Margarethes Wortschöpfung „Schlaudumm“. Das ist nicht unverwandt der hier propagierten „Hitlerschlauheit“ (Deutsche stellen sich dumm – haben nichts gewusst – in „Musa Dagh“ bei Franz Werfel gibt es „Dummschlau“).

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Der Völkermord an den Armeniern war Völkermord

April 21, 2015

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vom Dienstag, 21. April 2015

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Völkermord wurde von den massenhaften Morden an den Armeniern im Jahr 1915 her definiert. Es wurden etwa 1,5 Millionen Armenier von den Türken durchs osmanische Land Richtung Antiochien, Mittelmeer, nach Adana, Fevzipasa, Aleppo, Beirut, Amman deportiert, getrieben und ermordet.

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Die nach-osmanische Türkei stritt diesen Völkermord als historische Tatsache ab. Die heutige Erdogan-Türkei streitet den Völkermord definitorisch ab: Es sei kein Völkermord gewesen – es geschah im politischen Konflikt.

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Die deutsche Bundesregierung will den Begriff VÖLKERMORD nicht für den Völkermord an den Armeniern benutzen, weil die heutige Türkei diesen Begriff ablehnt.

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Es ist eine hier zu gehörende historische Tatsache, dass das deutsche Kaiserreich erheblich am Völkermord an den Armeniern beteiligt war. Bspw. bauten Deutsche in den Völkermordregionen im Jahr 1915 eine Eisenbahnlinie und unterstützten die Türken. Das deutsche Kaiserreich und das Osmanische Reich waren ab 1914 gemeinsam militärische Bündnispartner im Ersten Weltkrieg.

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Ferner gab es zwischen den Jahren 1904 bis 1908, unmittelbar im zeitlichen Zusammenhang den ersten großen Völkermord des zwanzigsten Jahrhundert, den deutsche Kaiserliche an den Herero verübten.

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Deutscher Kolonialismus in Südwestafrika, heute Namibia, trieb das Volk der aufständischen Herero in die wasserlose Wüste und ließ sie verdursten –  Kriegsführer Trotha zielte auf die vollständige Vernichtung der Herero ab („Ich glaube, dass die Nation als solche vernichtet werden muß“ – ausdrücklich „stimmte der deutsche Kaiser Wilhelm II. diesem deutschen Vernichtungsdiktum zu.“

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Dietmar Moews meint: Es sieht so aus, als wolle Deutschland die Nazi-Judenvernichtung, bis 1945, als einmalige und voraussetzungslose Katastrophe hinstellen: Schoa und Genozid sollen als Fremdwort-Kodierung verwendet werden.

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Wenn neudefinitorisch Herero und Armenier bereits 40 Jahre vor der Judenvernichtung der Hitlerei ebenfalls Opfer systematischer Massenmordes von massenhaften Deutschen bzw. türkischen Massenmördern gewesen sind, erleidet der Exklusiv-Begriff Völkermord eine Abnutzung.

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DIE DEUTSCHEN SIND SICH DER DEUTSCHEN BETEILIGUNG AM Völkermord von 1915 gar nicht bewusst – und wollen es gar nicht wissen, denn – gemordet wurde doch zu allen Zeiten.

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Deshalb sollen jetzt in der deutschen Lügenpresse auch die neu eingeführten JUNGTÜRKEN die Völkermörder gewesen sind und nicht die TÜRKEN.

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Ist ERDOGAN ein JUNGTÜRKE? Ist MERKEL eine JUNGTÜRKIN?

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Die Farben des deutschen Kaisers und des Deutschen Reichs im Jahr 1915

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Im DLF sprach man heute vom BEGRIFFS-KOTAU:

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Kotau – das ist eine schlimme Sache.

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„THE CUT“ – Film startet heute: Türkischer Völkermord an den Armeniern 1915-1923

Oktober 16, 2014

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am 16. Oktober 2014

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FILMPREMIERE in deutschen Kinos: CUT – THE CUT lautet der Titel eines in deutscher Sprache von einem deutschen Türken verwirklichte Spielfilm. Es ist der erste Spielfilm in dem der Völkermord durch die Türken mit ca. 1,5 Millionen Toten – in den Jahren 1915 bis 1923 – als historische Grundlage exponiert wird.

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Die Opfer der moslemisch-sunnitischen Türken waren christliche Armenier. Armenien muss bis heute damit leben, dass die eigene Geschichte für diese Opfer nicht allgemein anerkannt wird, weil die Türkei über 100 Jahre lang diese unglaubliche Vernichtung der Armenier abgestritten und zum Verschwinden bringen wollte.

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In Deutschland war in den 1950er Jahren ein Roman von Franz Werfel „Musa Dagh“ mit dem Völkermord an den Armeniern erschienen. Dabei handelt es sich um eine Familiengeschichte und eine spezielle Kampagne, in der ca. 5.000 Armenier getötet worden sind. Keine Rede von Millionen Todesopfern.

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Völkermord, Ausrottung, Vernichtung, Genozid – was war der Dreissigjährige Krieg? – was weiß man? – was lernt man? Was geschieht heute? Was machst du?

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Das deutsche Kaiserreich war an der Armenier-Vernichtung durch die Türken zwischen 1915 und 1923 beteiligt. Wir reden von über 100.000 vernichteter Armenier. Wir reden von Todesmärschen, Flucht, wir reden von 300.000 bis zu 1,5 Millionen von den Türken vernichteten Menschen.

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Wie oft habe ich über „Die vierzig Tage des Musa Dagh“, dem Genozid-Roman von Franz Werfel aus den Jahren 1933-1947 gesprochen? Werfel ist nicht so bekannt – nun ja, er lebt auch oft vom guten Willen.

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Jetzt hat also der deutsch-türkische Filmregisseur Fatih Akin (41) seine persönliche „Musa Dagh“-Verfilmung veröffentlicht und in seiner Heimatstadt Hamburg bzw. vom alljährlichen Hamburger Filmfest, den Douglas-Sirk-Preis, erhalten. Der Preis ist Ehrung der Persönlichkeit und wurde am Samstag anlässlich der Filmpremiere von „The Cut“ übergeben.

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Erst unter Erdogan wird über den Genozid an den Armeniern gesprochen und es werden staatliche Bezeugungen und Entschuldigungen gegenüber den Opfern ausgesprochen.

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Dietmar Moews meint: Im Vorbericht zu „The Cut“ wird kritisiert, dass es eine Spielfilm-Story ist, die den historischen Informationsstoff zwar transportiert. Aber es wird relativiert, wenn die Rede von:

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Siehe auch:

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„THE CUT“ – Buntfilm als geistlose Staatskunst von FATIH AKIN

Oktober 19, 2014

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Todesmärsche, Vergewaltigungen, Massenexekutionen, tausendfacher Hungertod, Zwangskonvertierung der armenischen Christen zum Islam, Verkauf ihrer Kinder an Beduinen, Schicksal der Frauen in Bordellen. Selbst deutsche Stimmen sind kurz zu hören, Kolonialoffiziere mit Tropenhelmen, stellvertretend für die Mitschuld des Kaiserreichs, irische Gleisbauer und schließlich:

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Es wird durch THE CUT möglich, dass es Türken, die von diesem unerwünschten Bestandteil der großen türkischen Geschichte, bis heute, nichts wissen, sich damit bekannt machen. Denn – und das scheint hier der gewählte ästhetische Modus des Regisseurs Fatih Akin zu sein: Der Film THE CUT erlaubt es den Verdrängern der Geschichte weiter zu verdrängen.

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Wenn plötzlich irische Gleisbauer in den USA als irreguläre Horde gezeigt werden, als Vergewaltiger und Mörder – das insinuiert: Männer, die sich wie Tiere aufführen, gibt es überall (so kommt es daher). Und das entwertet die politische Aussage zum Genozid der Türken an den 1,5 Millionen Armeniern.

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Die heutige Rezeptionssituation im kommerziellen Kino erlaubt nicht beides: Missliebige Aufklärung und gute Unterhaltung von Armeniern und Türken, vor Kinogängern in Deutschland.

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Jedenfalls muss so eine kulturindustrielle Produktion das Geld einspielen und ist dazu auf mehr Publikum angewiesen, als es hier die Rehabilitation der Armenier und gleichzeitig die Schuld der Türken anzusprechen sucht bzw.finden kann.

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Ob und wie durchdringend die deutsche Kinoöffentlichkeit an die Kassen von „THE CUT“ gehen wird, ist abzuwarten. THE CUT ist ein Zwitter der Filmästhetik geworden, zwischen verschobener Aufklärungsgeschichte und affirmativer Handlungsfaden-Spielfilmerei.

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USA und der Totalitarismus integrieren den Welt-ISLAM als anti-moderne Schafherde

Oktober 15, 2014

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am Mittwoch, 15. Oktober 2014

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Die Geschichte der westlichen Moderne zeigt eine Integration des „Westens“ unter US-Dollar-Regiment, gleichzeitig erscheinen panarabische Bewegungen, deren Integrationsbestrebungen immer wieder an Konfliktbeziehungen untereinander scheitern.

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In der gegenwärtigen ISIS-genannten Kalifatsbildung werden nunmehr Ansprüche auf Weltherrschaft gestellt.

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Die sunnitischen Miliz-Akteure vermeinen das Böse, das USA-Moderne als weltweite teuflische Gottes-Verleugnung zu erkennen. ISIS zieht die sunnitische Jugend aller Welt an sich, noch umfassender als Al Qaida und Bin Ladin.

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ISIS setzt dabei auf den rechten Glauben an Gott und die worte des Propheten Mohammed, an Jihad und Scharia, ohne Staatsgrenzen, und findet damit weitreichend Zuspruch unter Sunniten, weit über die Probleme von Arabismus oder Panarabismus hinaus.

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Dietmar Moews meint: Es ist zumindest eine Arbeitshypothese für unsere amerikanischen Partner zu erwägen. Die „proklamierte Allianz der Willigen“, unter Einheitsführung der USA, macht erst durch die geballte Militärmacht, die noch größer ist als „der Westen“, die Kalifat-Islamisten einig.

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In dem Sinne ist der „große Wolf“ USA kontraproduktiv und führt die Schafherde, die Sunniten, zusammen.

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Es entspringt eine neue Lebensweise der Völker – eine Kalifats-Weltgemeinschaft ohne Staaten und Nationalitäten.

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Wie weit multiethnische Miliznetze ein sunnitisches Kalifat entfalten und unterhalten können, wenn der Nachschub an Rohstofferlösen wegen zerbombter Ölraffinerien und der Nachschub an US-Waffentechnik ausgehen?

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kommt jetzt als Frage an eine aufgeklärte Postmoderne in den Blick.

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U-Bahn für die mainzer (auch als Bunker im Alarmfall)

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ZUGINSFELD auf dem Eierplätzchen Köln Südstadt am 19. Juli 2014

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„THE CUT“ – FILMEMPFEHLUNG

September 30, 2014

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am Dienstag, 30. September 2014

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Türken, Briten und Deutsche waren 1915 verbündet

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Völkermord, Ausrottung, Vernichtung, Genozid – was war der Dreissigjährige Krieg? – was weiß man? – was lernt man? Was geschieht heute? Was machst du?.

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THE CUT“ – FILMEMPFEHLUNG: Spielfilm zum türkischen Völkermord an den Armeniern 1915-1923, vom Hamburger Filmpreisträger FATIH AKIN:

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Das deutsche Kaiserreich war an der Armenier-Vernichtung durch die Türken zwischen 1915 und 1923 beteiligt. Wir reden von über 100.000 vernichteten Armeniern. Wir reden von Todesmärschen, Flucht, wir reden von 300.000 bis zu 1,5 Millionen von den Türken vernichteten Menschen.

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Wie oft habe ich über „Die vierzig Tage des Musa Dagh“, dem Genozid-Roman von Franz Werfel aus den Jahren 1933-1947 gesprochen? „Musa Dagh“ geht von einem konkreten Erlebnisbericht aus. Er thematisiert eine Vernichtungs-Story, bei der etwa 5000 Armenier umkamen – es ist keine historische Erfassung des türkischen Genozids. Werfel, der Lyriker, ist nicht so bekannt – nun ja, er lebt auch oft vom guten Willen. Werfels Verdi-Roman ist lesenswert.

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Jetzt hat also der deutsch-türkische Filmregisseur Fatih Akin (41) seine persönliche „Musa Dagh“-Verfilmung veröffentlicht. „The Cut“ ist eine Filmnovelle und bietet erweiterte Informationen zum Genozid.

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Am vergangenen Wochenende erhielt Akin in seiner Heimatstadt Hamburg bzw. vom alljährlichen Hamburger Filmfest, den Douglas-Sirk-Preis. Der Preis ist Ehrung der Persönlichkeit Fatih Akin und wurde dem Filmkünstler persönlich am Samstag anlässlich der Filmpremiere von „The Cut“ übergeben.

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Laut neues deutschland würdigte die Hamburger Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) Fatih Akin als „aufmerksamen Wanderer zwischen den Welten“. Auch die Morddrohungen, die Akin in der Türkei erhalten hatte, sprach sie noch einmal an.

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The Cut thematisiert den Völkermord an den Armeniern, der von den Türken und in der Türkei bis vor Kurzem ignoriert wurde bzw. unbekannt gehalten und abgestritten wurde, auch vom Staat als Volksverhetzung gerichtlich verfolgt wurde. Erst unter Erdogan wird über den Genozid an den Armeniern gesprochen und es werden staatliche Bezeugungen und Entschuldigungen gegenüber den Opfern ausgesprochen.

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In „The Cut“ erscheint auch, dass damals mit der Türkei –  insbesondere den „Jungtürken“, das deutsche kaiserliche Militär führend teilnahm. Sie bauten im Hinterland an der Bagdad-Eisenbahn und wirkten teils an der Vernichtung der Armenier mit bzw. sie billigten das wissentlich und versuchten keinerlei Rettung.

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Die „Jungtürken“ hatten bereits von Anbeginn in ihrem Parteiprogramm die Türkisierung des Osmanischen Reichs vor. Die verbündeten Deutschen des Kaiserreichs verteidigten Istanbul gegen die britischen und französischen Militärangriffe von See her, während die osmanischen Armenier gegen die Jungtürken mit den russischen Kriegsgegnern kolaborierten. Osmanen bekämpften einander quasi im heißen Krieg. Etwa so kommt es, dass Erdogan heute die Vernichtung der osmanischen Armenier nicht als Völkermord ansehen möchte. Es gab auch aserbeitschaninsche Armenier und armenische Armenier, die nicht bekämpft wurden.

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Dietmar Moews meint: Ich werde „The Cut“ anschauen. Ich freue mich auf den Film, auch wenn ich kein Interesse an Spielfilmen habe und Langeweileanfälle bekomme, wenn ich statt meine Arbeit machen zu können, da nur sitzen soll. Aber ein Film, aus dem etwas Lebenswichtiges gelernt werden kann, freut mich.

 

„The Cut“ Ab 16. Oktober 2014 im deutschen Kino-Filmverleih.

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Meine Kinoempfehlung für „The Cut“ ist ausschließlich auf die „Novelle“ des türkischen Völkermordes an den osmanischen Armeniern bezogen.

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Eine Werkkritik von „The Cut“, bei der über Sinn und Form als Kunstwerk und als Kinoerlebnis berichtet werden kann, wird nachgereicht, nachdem ich den Film angeschaut habe.

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DIETMAR MOEWS „Das goldene Mädchen aus den Straßen von Masaya“ DMW 380.1.86, 155 cm / 287 cm, Öl auf leinwand 1986 in Hannover gemalt

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TÜRKEN-Reflexe vor Musa Dagh

August 6, 2014

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am Mittwoch, 6. August 2014

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Deutschland muss seine Türkeipolitik korrigieren:

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In Deutschland wird seit der Nazizeit politisch unterschätzt, wie groß der Führungs- und Fühlungsbedarf in den gesellschaftlichen Gruppen unterernährt wird und als Stress leistungsmindernd sich auswirkt.

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Mit Leistungsminderung wird hier aus soziologischer Sicht gesagt, dass die tägliche Integration und Reproduktion auf soziale Dynamik und Aktivitätskraft angewiesen ist. Das gesamte soziale Geschehen muss in seinen Potentialen analysiert und organisatorisch koordiniert werden. Freundlichkeit, Stimulation und  Inspiration sind jeder Wertverwirklichung vorausgesetzt. Angst und Druck sind immer bedenkliche Kosten. Hierauf sind die organisatorischen Steuerungsmaßnahmen einzustellen. Es reicht also nicht Drogen oder Schlaftabletten zu verteilen, Volksbelustigung und Zersetzung zu organisieren und schon in der Kindererziehung für Irritation und Bindungsschwächen hin Gift und Minenfelder unterzumischen.

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Es muss Animation und Bildung durch Meister und Vorbilder, durch zuverlässige Eltern und verlässliche offiziale Information sowie durch kommunikationsfreundliche Leitbilder und Symbole geprägt werden.

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Staatsorganisation kann das Leben lebendig stimulieren oder lähmen und vergiften. Hierfür ist das Führen und Fühlen stärker auf Tradition und Gewohnheiten angewiesen, als es der moderne Sozio-Kulturler gerne glauben möchte. Hierin liegt, warum sich neudeutsche Türken – völlig normal – als Orientalen einzurichten wünschen. (Wir sehen, in aller Welt bilden Einwanderer Kolonien).

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Dietmar Moews meint: Ich möchte einen kleinen Textauszug vorstellen, der die Führungs- und Fühlungsdynamik von Menschen zeigt:

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Gabriel – er wendet den lauschenden Blick noch immer von der Villa nicht ab – hat den Großvater gekannt. Er wurde ja unten in dem Hause geboren und hat so manchen langen Kindheitsmonat dort verbracht. Bis zu seinem zwölften Jahr. Und doch, dieses frühere Leben, das einst das Seinige war, berührt ihn unwirklich bis zur Schmerzhaftigkeit. Es gleicht einem vorgeburtlichen Dasein, dessen Erinnerungen mit unwillkommenen Schauern die Seele ritzen. Hat er den Großvater tatsächlich gekannt oder ihn nur in einem Knabenbuch gelesen oder abgebildet gesehen? Ein kleiner Mann mit weißem Spitzbart in einem langen, gelb-schwarz gestreiften Seidenrock. Der goldene Kneifer hängt an einer Kette auf die Brust herab. Mit roten Schuhen geht er durch das Gras des Gartens. Alle Menschen verbeugen sich tief. Zierliche Greisenfinger berühren die Wange des Kindes. War es so, oder ist es nur eine leere Träumerei? Mit dem Großvater ergeht es Gabriel Bagradian ähnlich wie mit dem Musa Dagh. Als er vor einigen Wochen den Kindheitsberg zum erstenmal wiedersah, die dunkelnde Kammlinie gegen den Abendhimmel, da durchflutete ihn eine unbeschreibliche Empfindung, schreckhaft und angenehm zugleich. Ihre Tiefe ließ sich nicht ergrübeln. Er gab es sofort auf. War es der erste Atemzug einer Ahnung? Waren es dreiundzwanzig Jahre?

Dreiundzwanzig Jahre Europa, Paris! Dreiundzwanzig Jahre der völligen Assimilation! Sie gelten doppelt und dreifach. Sie löschen alles aus. Nach dem Tode des Alten liebt die Familie, vom Lokalpatriotismus des Oberhauses erlöst, diesen orientalischen Winkel. Der Hauptsitz der Firma bleibt nach wie vor in Stambul. Doch Gabriels Eltern leben mit ihren beiden Söhnen jetzt in Paris. Der Bruder, auch er heißt Awetis, um fünfzehn Jahre älter als Gabriel, verschwindet aber rasch. Als Mitchef des Importhauses kehrt er in die Türkei zurück. Nicht zu Unrecht trägt er den Vornamen des Großvaters. Ihn zieht es nicht nach Europa. Er ist ein einsamkeitssüchtiger Sonderling. Die Villa in Yoghonoluk kommt nach mehrjähriger Verlassenheit durch ihn wieder zu Ehren. Seine einzige Liebhaberei ist die Jagd, und von Yoghonoluk aus unternimmt er seine Weidfahrten ins Taurusgebirge und in den Hauran. Gabriel, der von dem Bruder kaum etwas weiß, geht in Paris aufs Gymnasium und studiert an der Sorbonne. Niemand zwingt ihm den kaufmännischen Beruf auf, zu dem er, eine wunderliche Ausnahme seines Stammes, nicht im geringsten taugt. Er darf als Gelehrter und Schöngeist leben, als Archäologe, Kunsthistoriker, Philosoph, und empfängt im übrigen eine Jahresrente, die ihn zum freien, ja wohlhabenden Mann macht. Sehr jung noch heiratet er Juliette. Diese Ehe bringt eine tiefere Wandlung. Die Französin zieht ihn auf ihre Seite. Nun ist Gabriel Franzose mehr denn je. Armenier ist er nur mehr im akademischen Sinn gewissermaßen. Dennoch vergisst er sich nicht ganz und veröffentlicht einen oder den anderen seiner wissenschaftlichen Aufsätze in armenischen Zeitschriften. Auch bekommt sein Sohn Stephan mit zehn Jahren einen armenischen Studenten zum Hofmeister, damit ihn dieser in der Sprache seiner Väter ausbilde. Juliette hält das anfangs für höchst überflüssig, ja sogar schädlich. Da ihr aber das Wesen des jungen Samuel Awakian angenehm ist, gibt sie nach einigen Rückzugskämpfen ihren Widerstand auf. Die Zwistigkeiten der Gatten wurzeln immer in ein und demselben Gegensatz. Wie sehr sich aber Gabriel auch bemüht, im Fremden aufzugehen, er wird dennoch von Zeit zu Zeit in die Politik seines Volkes hineingezogen. Da er einen guten Namen trägt, suchen ihn etliche der armenischen Führer auf, wenn sie in Paris sind. Man bietet ihm sogar ein Mandat der Daschnakzagan-Partei an. Wenn er auch diese Zumutung mit Schreck von sich weist, so nimmt er doch an dem bekannten Kongress teil, der im Jahre 1907 die Jungtürken mit der armenischen Nationalpartei vereinigt. Ein neues Reich soll geschaffen werden, in dem die Rassen friedlich und ohne Entehrung nebeneinander Leben. Für ein solches Ziel begeistert sich auch der Entfremdete. Die Türken machen in diesen Tagen den Armeniern die schönsten Komplimente und Liebeserklärungen. Gabriel Bagradian nimmt nach seiner Art den Treueschwur ernster als andere. Dies ist der Grund, weshalb er sich bei Ausbruch des Balkankrieges freiwillig zu den Waffen meldet. Er wird an der Reserveoffiziersschule zu Stambul im Eilverfahren ausgebildet und kommt noch zurecht,um als Offizier einer Haubitzbatterie die Schlacht bei Bulair mitzukämpfen. Diese einzige große Trennung von den seinigen währt länger als ein halbes Jahr. Er leidet tief unter ihr. Vielleicht fürchtet er, Juliette könnte ihm entgleiten. Irgend etwas in ihrer Beziehung zu ihm fühlt er gefährdet, obgleich er keinen wirklichen Anlass zu diesem Gefühl hat.

Nach Paris zurückgekehrt, schwört er allen Dingen ab, die nicht allein dem inneren Leben gelten. Er ist ein Denker, ein abstrakter Mensch, ein Mensch an sich. Was gehen ihn die Türken an, was die Armenier? Er denkt daran, die französische Staatsbürgerschaft zu erwerben. Damit würde er vor allem Juliette glücklich machen. Zuletzt hält ihn immer wieder ein Missgefühl davon ab. Er ist freiwillig in den Krieg gegangen. Wenn er auch in seinem Vaterland nicht lebt, so kann er es doch nicht widerrufen. Es ist sein Väter-Land. Die Väter haben Ungeheures dort erlitten und es dennoch nicht aufgegeben. Gabriel hat nichts erlitten. Er weiß von Mord und Metzelei nur durch Erzählungen und Bücher. Ist es nicht gleichgültig, wohin ein abstrakter Mensch zuständig ist, denkt er, und bleibt ottomanischer Untertan. Zwei glückliche Jahre in einer hübschen Wohnung der Avenue Kleber. Es sieht so aus, als seien alle Probleme gelöst und die endgültige Lebensform gefunden. Gabriel ist fünfunddreißig alt. Juliette vierunddreißig, Stephan dreizehn. Man hat ein sorgloses Dasein, keinen besonderen Ehrgeiz, geistige Arbeit und einen angenehmen Freundeskreis. Was letzteres anbetrifft, ist Juliette tonangebend. Dies zeigt sich hauptsächlich darin, dass der Verkehr mit Gabriels alten armenischen Bekannten – seine Eltern sind längst verstorben – immer mehr einschrumpft. Juliette setzt gleichsam ihr Blut unnachgiebig durch. Nur die Augen ihres Sohnes kann sie freilich nicht ändern. Gabriel aber scheint von alledem nichts zu merken. Ein Eilbrief Awetis Bagradians bringt den Umschwung des Schicksals. Der ältere Bruder fordert Gabriel auf, nach Stambul zu kommen. Er sei ein schwerkranker Mann und nicht mehr fähig, das Unternehmen zu leiten. Darum habe er seit Wochen schon alle Vorbereitungen getroffen, um die Firma in eine Aktiengesellschaft zu verwandeln. Gabriel möge erscheinen, um seine Interessen wahrzunehmen. Juliette, die auf ihren Weltsinn nicht wenig pocht, erklärt sogleich, sie wolle Gabriel begleiten und während der Verhandlungen unterstützen. Es gehe ja um sehr große Dinge. Er aber sei von harmloser Natur und den armenischen Kniffen der anderen keineswegs gewachsen. Juni 1914. Unheimliche Welt. Gabriel entschließt sich, nicht nur Juliette, sondern auch Stephan und Awakian mit auf die Reise zu nehmen. Das Schuljahr ist ja so gut wie zu Ende. Die Angelegenheit kann sich lange hinausziehen und der Lauf der Welt lässt sich nicht berechnen. In der zweiten Juliwoche kommt die Familie in Konstantinopel an. Awetis Bagradian jedoch hat sie nicht erwarten können. Er ist mit einem italienischen Schiff nach Beirut abgereist. Sein Lungenleiden hat sich in den letzten Tagen mit grausamer Schnelligkeit verschlechtert und er konnte die Luft von Stambul nicht länger ertragen. (Merkwürdig, der Bruder des Europäers Gabriel geht nicht in die Schweiz, sondern nach Syrien, um zu sterben.) Anstatt mit Awetis verhandelt Gabriel nun mit Direktoren, Rechtsanwälten und Notaren. Er muss aber erkennen, dass der unbekannte Bruder für ihn auf die zarteste und umsichtigste Art vorgesorgt hat. Da kommt es ihm das erstemal ganz stark zu Bewusstsein, dass es dieser kranke ältliche Awetis ist, der für ihn arbeitet, dem er sein Wohlergehen verdankt. Welch ein Widersinn, dass Brüder einander so fremd bleiben müssen. Gabrieler schrickt vor dem Hochmut, den er in sich gegen den „Geschäftsmann“, gegen den „Orientalen“ nicht immer unterdrückt hat. Jetzt erfasst ihn der Wunsch, ein Unrecht gutzumachen, ehe es zu spät ist, ja eine leichte Sehnsucht. Die Hitze in Stambul ist wirklich nicht auszuhalten. Nach dem Westen zurückzukehren scheint jetzt nicht ratsam. Lassen wir den Sturm vorübergehen. Hingegen ist schon der Gedanke an eine kleine Seefahrt eine Erquickung. Einer der neuesten Dampfer des Khedival Mail läuft auf dem Wege nach Alexandria Beirut an. Auf den westlichen Hängen des Libanon sind moderne Villen zu mieten, die den unbescheidensten Ansprüchen genügen. Die Kenner wissen, dass keine Landschaft der Erde schöner ist als diese. Gabriel aber hat es gar nicht nötig, mit solchen Überredungskünsten aufzuwarten, denn Juliette ist sogleich einverstanden. In ihr lebt schon seit langer Zeit eine dumpfe Ungeduld. Die Aussicht auf etwas Neues lockt sie an. Während sie auf hoher See sind, prasseln die Kriegserklärungen der Staaten aufeinander. Als sie den Landungsquai von Beirut betreten, haben in Belgien, auf dem Balkan und in Galizien schon die ersten Kämpfe begonnen. An eine Heimkehr nach Frankreich ist nicht mehr zu denken. Sie sitzen fest. Die Zeitungen berichten, dass die Hohe Pforte in den Bund der Mittelmächte treten werde. Paris ist Feindesland geworden. Der tiefere Zweck der Reise entpuppt sich als verfehlt. Awetis Bagradian ist dem Bruder zum zweitenmal entronnen. Er hat Beirut vor ein paar Tagen verlassen und die beschwerliche Reise über Aleppo und Antiochia nach Yoghonoluk gewagt. Auch der Libanon genügt ihm nicht für den Tod. Der Musa Dagh muss es sein. Der Brief aber, in dem der Bruder diesen seinen Tod selbst ankündigt, trifft erst im Herbst ein….“

aus „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ von Franz Werfel , 1947,

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