Jacques Offenbach und die Jacques-Offenbach-Gesellschaft von Bad Ems

Februar 10, 2019

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am Montag, den 11. Februar 2019

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Die Stadt Köln hat ein Offenbach-Jahr eröffnet. Vor 200 Jahren wurde der Kölner Preuße, Jacques Offenbach (1819-1880), einer jüdischen Musikerfamilie abkommend, geboren. Sein Vater war Kantor der Kölner Synagoge und auch Geiger, der seine Kinder zu Musikern erzog. Der 15-jährige Jakob Offenbach wurde in Paris zum Studium versetzt, wo er bald als virtuoser Cellist mit den besten Musikern der Welt professionell auftreten durfte sowie in diversen Pariser Ensembles mitspielte. Darauf wurde er zum Kompositionsstudium zugelassen und brachte bald eigene Kompositionen hervor, deren Aufführungen er mit Nachdruck und Erfolg zu organisieren verstand. In dieser Art „rasant“ verlief eine Weltkarriere.

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Ich studiere derzeit den Kölner Jubilar Jacques Offenbach, seine Lebenszeit, seine Gedanken und seine Werke. Dabei stieß ich heute darauf, dass die Kurstadt Ems an der Lahn, als Bad Ems bei WIKIPEDIA ins Alphabet eingereiht zu finden ist, daselbst unter der Prominenz dieser früheren Weltstadt der europäischen Kurgesellschaft Jacques Offenbach nicht genannt wird, während doch über Jahrzehnte Offenbachs Musik sowie er selbst als prominenter Kurgast sich gegenseitg die Ehre gaben.

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So fand ich die Bad Emser Jacques-Offenbach-Gesellschaft:

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Gründungstag der Jacques-Offenbach-Gesellschaft ist der 19. Oktober 1979. Dort schreibt man:

„Die Jacques-Offenbach-Gesellschaft hat ihren Sitz in Bad Ems, was sich dadurch erklärt, daß sich Jacques Offenbach zwischen 1858 und 1870 wiederholt zur Kursaison im Hochsommer an die Lahn begab. Erst in zweiter Linie der Erholung wegen. In erster Linie suchte und fand er dort sein Publikum, denn ein maßgeblicher Teil der Gäste stammte aus Frankreich, insbesondere Paris. So kam es, daß Offenbach sein eigenes Ensemble mitbrachte, als Dirigent seiner Werke in Erscheinung trat und an neuen Stücken für den Winter in Paris weiterarbeitete. Wesentliche Teile seines „Orpheus“ etwa sind in der entspannten Atmosphäre des mondänen Kurbads Ems entstanden. Zum Emser Stolz gehören auch die acht Werke, die im heute noch erhaltenen Marmorsaal ihre Uraufführung erlebt haben, darunter „Les Bavards“ (1862), „Il Signor Fagotto“ (1863), „Lischen et Fritzchen“ (1863), „Jeanne qui pleure et Jean qui rit“ (1864) und „Coscoletto“ (1865).

Die Jacques-Offenbach-Gesellschaft ist ein gemeinnütziger Verein, der sich der Aufgabe verschrieben hat, das Werk Offenbachs bekannt zu machen, durch Aufführungen wie durch wissenschaftliche Forschung. Ist das nötig? Wird Offenbach nicht landauf landab gespielt? Schon, aber es sind fast immer dieselben Stücke. Der Werkkatalog von Jean-Claude Yon verzeichnet 110 Nummern. Aber wer kennt schon „Tromb-Al-Ca-Zar“ (1856), „Les Trois Baisers du diable“ (1857), „Mesdames de la Halle“ (1858), „Geneviève de Brabant“ (1859/67), „Le Fifre enchanté“ (1864/68), „Les Bergers“ (1865), „La Diva“ (1869), „Madame l’Archiduc“ (1874) oder „La Foire Saint-Laurent“ (1874)? Es gibt viel zu tun!
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1979, im Jahr vor der 100. Wiederkehr von Jacques Offenbachs Todestag, hatte der damalige Kurdirektor von Bad Ems, Heinz Wadepuhl, die Idee, eine Jacques-Offenbach-Gesellschaft ins Leben zu rufen. „Bad Ems als Sitz einer ‚Offenbach-Gesellschaft’ zu wählen, bot sich … an, weil diesem Ort noch immer der legendäre Ruf eines ‚Weltbades’ anhaftet, wobei festzustellen ist, daß die glanzvollen Tempi passati sich allenfalls noch in den Baulichkeiten aus der Blütezeit dieses Badeortes widerspiegeln.“ (Günther Obst) An historischer Stätte, also rund um den architektonisch bedeutenden Marmorsaal des Kursaalgebäudes, sollten Konzerte, Aufführungen und andere Veranstaltungen an den „Mozart der Champs-Elysées“ erinnern und anspruchsvolle Kultur in das einstmalige Weltbad bringen, das unter den verschiedenen Gesundheitsreformen zu kränkeln begann. Im Oktober 1979 unterschrieben im Marmorsaal 49 Emser Honoratioren den Gründungsakt, Ende 1980 waren es 200 Mitglieder, Mitte der 1990er Jahre 400. Kurdirektor Wadepuhl wußte auch, wen er mit der zu erwartenden Sisyphus-Arbeit betrauen mußte: Dr. Günther Obst (1922–2003), Studiendirektor am Bad Emser Goethe-Gymnasium, Kirchenmusiker vor Ort, aber promoviert über die komische Oper in Frankreich.

Von allem Anfang an mußte der Vorsitzende der Gesellschaft und Organisator der seit 1980 im Oktober stattfindenden „Festwochen“ den Spagat zwischen der Werbung für den Kurort Bad Ems und der Werbung für den Komponisten Jacques Offenbach zusammenbringen, mußte Kultur für die Menschen vor Ort und anspruchsvolle Arbeit an einem „verkannten Genie“ gleichzeitig geleistet werden. Die Programmhefte seit 1981 spiegeln beredt wider, wie beides manchmal nebeneinander herlief, aber mit der Zeit immer besser aufeinander zulief und in glücklichen Momenten an die Synthese des 19. Jahrhunderts heranreichte. Im Anhang zu diesem Text sind die diversen Aktivitäten zwischen 1980 und 2008 aufgelistet.

1991 expandierten die „Festwochen“ zum „Internationalen Festival“ mit ausgeweitetem Finanzvolumen und rückten terminlich in die witterungsmäßig attraktivere Frühsommerzeit, beginnend mit dem Pfingstwochenende. Die Stadt Bad Ems trat als Veranstalter auf und beauftragte die JOG mit der Durchführung. „… wer nicht in der Mittelmäßigkeit verharren will, die im übrigen nichts verändert, der muß etwas wagen, auch auf die Gefahr hin, Federn zu lassen“, war Günther Obsts Motto 1990. Dies funktionierte mit mal mehr und mal weniger Einvernehmen bis zum Ende der Amtszeit des Gründungsvaters 2001 über das Interim des Musikdirektors der Universität Koblenz-Landau, Dr. Jürgen Böhme (2001–2004) bis in die Anfangsjahre eines jungen Teams um den Frankfurter Hochschulprofessor Dr. Peter Ackermann (2004–2007). 2008 übernahm die Stadt das Festival in Eigenregie und kehrte zum Oktobertermin der Anfangsjahre zurück.

Die JOG unter dem Vorsitzenden Dr. Ralph-Günther Patocka (seit November 2008), Theaterwissenschaftler aus München, wird sich in Zukunft der Pflege des Offenbachschen Andenkens auf andere als die bisherige Weise zu widmen haben: mit wissenschaftlicher Arbeit und Koordination der so zahlreichen, aber auch so verstreuten Aktivitäten rund um ihren Lieblingskomponisten. „Die ‚Offenbach-Gemeinde’ ist insgesamt gar nicht so klein und unbedeutend, wie man gemeinhin annehmen könnte. … Die Offenbachianer sind nur weit verstreut in Europa und Übersee, so daß das eigentlich anstehende Problem in einer gezielten und wirkungsvollen Information über die kulturellen Aktivitäten der ‚Jacques-Offenbach-Gesellschaft’ steckt.“ So Günther Obst schon 1988. Die 1994 anvisierte Gründung eines Forschungszentrums zu Jacques Offenbach scheiterte an mangelnden finanziellen Ressourcen und damit auch an personellem Potential. Wir wollen die damals geäußerten Ideen unter geänderten Vorzeichen wiederbeleben.“

Quellen:
Günther Obst: La Sté Offenbach de Bad Ems, in: Opérette 82, 1992, S. 15-16
Günther Obst: Die Jacques-Offenbach-Gesellschaft e.V. Bad Ems, in: Rhein-Lahn-Kreis. Heimatjahrbuch 1995, S. 152-154
Günther Obst (Hg.): Betrifft: Gründung eines Forschungsinstitutes zu Jacques Offenbach in Bad Ems. Grußworte – Referate – Dokumente (= Bad Emser Hefte 142 / Offenbach-Reihe 15, hg. von Ulrich Brand), Bad Ems 1995

Peter Hawig: „Das Lahntal hat dem Meister Glück gebracht“. 150 Jahre Jacques Offenbach in Bad Ems, in: Rhein-Lahn-Kreis. Heimatjahrbuch 2008, S. 32-36
Programmhefte der Offenbach-Festwochen bzw. -Festivals 1981ff.

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Alphonse Silbermann, „Das imaginäre Tagebuch des Herrn Jacques Offenbach“; Berlin 1960 u. Piper München 1991

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Auch in Jacques Offenbachs Heimatstadt Köln wurde im Jahr 2015 eine

„kölner offenbach-gesellschaft.e.V.“ gegründet

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Dietmar Moews meint: Die meisten Menschen in unserer heutigen Welt kennen unvergessliche Musik, die Jacques Offenbach komponiert hat. Ich nenne nur die Barcarole aus „Hoffmanns Erzählungen“ und den „Can Can“ aus „Orpheus in der Unterwelt“.

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Was kann ein Musiker mehr erreichen? – außer die beste Musik zu erfinden und vorspielen und damit die Menschen begeistern.

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Z. B. der mehrfach verwendete Bach-Choral „O Haupt voll Blut und Wunden“ – den kennt man – doch der ist durch viele Hände gegangen und geht auf Martin Luther zurück („Ein feste Burg ist unser Gott“) – Bach hat das „adaptiert“ – eine „normale“ Praxis in der Musik, die man dem Offenbach ankreiden zu können, meinte.

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Zu Offenbachs Zeit, Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, vor dem deutsch-französischen Krieg (1871) in Paris, war bereits der unversorgte Künstler ohne Nachfrage angesagt. Der preußische Jude aus Köln, Jakob Offenbach, konnte genialer Weise herausragend virtuos Cello spielen, sodass er mit den besten Pianisten jener Zeit, wie Rubinstein, Liszt und Mendelssohn-Bartholdy, ja dem Komponist Felix Mendelssohn-Bartholdy aus Leipzig, auftreten durfte. Offenbach konnte also als Erwerbs-Cellist und Cello-Lehrer, bereits als 15-jähriger Pendejo, sein trocken Brot verdienen.

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Offenbach hat ein permanentes und druckvolles Marketing aufgezogen, nachmittags in Cafés, abends in Salons und Gesellschaft, seine jüdische Kontakte, antichambrieren bei Damen, bei Soubretten und beim Adel, seine pausenlosen kleinen Kompositionen, seine eigenen Cellisten-Auftritte, seine kurze und ferne Korrespondenz, Verlegerkontakte bis in den Kurort Ems an der Lahn, optimierter Opportunismus, Bestechung auf allen Ebenen, intrigante Gespräche und selbstgeschriebene Elogen in allen möglichen Zeitungen im In- und Ausland. Er wurde Arbeitgeber für 67 Mitarbeiter gleichzeitig an seinen privatwirtschaftlichen Musiktheatern in Paris, hatte Frau und Familie, vier nachwachsende Kinder, letztlich Dirigate und Gastspiele von Paris, nach London nach New York, Wien, Berlin und Köln – mit Gicht und rheumatischen Behinderungen.

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Jacques Offenbach hat eine zeitgemäße politische Oper entwickelt. Es wurden über 600 Kompositionen. Seine Orpheus in der Unterwelt-Oper zählt noch heute zu den meistgespielten Stücken, ebenso das schließliche Meisterwerk zu ETA Hoffmann, Les Contes d’Hoffmann / Hoffmanns Erzählungen, das Offenbach bis zu seinem Tod, Oktober 1880, aufzäumte: Uraufführung 1881.

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Theo Adam 1926 – 2019 Kurznachruf

Januar 12, 2019

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am Samstag, 12. Januar 2019

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Theo Siegfried Adam wurde am 1. August 1926 in Dresden und ist jetzt 92-jährig, am 10. Januar daselbst gestorben. Er war als deutscher Opernsänger als Bassbariton sowie Opernregisseur einer der größten Meister seines Faches.

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Theo Adam lebte in Dresden-Loschwitz, war verheiratet und hatte drei Kinder (Zwillinge und einen weiteren Sohn). Er starb nach langer Krankheit in einem Pflegeheim in seiner Heimatstadt Dresden.

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Theo Adam, Sohn eines Dekorationsmalers, war von 1937 bis 1944 Mitglied des Dresdner Kreuzchores und erhielt dort seine erste musikalische Ausbildung. Nach dem Abitur wurde er Soldat der Wehrmacht und geriet in Kriegsgefangenschaft. Von 1946 bis 1949 war er Neulehrer in Dresden, nahm privaten Gesangsunterricht bei Rudolf Dittrich und erhielt 1949 ein Engagement an der Staatsoper Dresden. Er debütierte mit dem Eremiten aus Carl-Maria von Webers Oper „Der Freischütz“. Bereits 1952 sang er erstmals bei den Bayreuther Festspielen. Bis 1980 gastierte er regelmäßig in Bayreuth und sang alle Wagner-Partien seines Fachs.

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1953 wurde Adam Ensemble-Mitglied der Berliner Staatsoper. Seit 1954 hatte er ständige Gastverträge an der Städtischen Oper Frankfurt am Main, der Wiener Staatsoper und der Londoner Covent Garden Opera, wo er 1967 erstmals Wotan in Wagners „Ring des Nibelungen“ sang. 1955 wurde er zum Kammersänger ernannt. 1963 debütierte er mit der Partie des Hans Sachs in den „Meistersingern von Nürnberg“ an der metropolitan Opera New York. 1969 sang er erstmals Ochs auf Lerchenau in Richard Strauss‘ „Rosenkavalier“. Von 1981 bis 1999 wirkte er bei den Salzburger Festspielen. Der Bassbariton erreichte Weltgeltung vor allem mit Opern-Partien von Wagner und Strauss, als Interpret von Liedern von Brahms, Schubert, Richard Strauss und Wolf sowie als Oratoriensänger. Weit über 100 Partien hat Adam im Laufe seiner Karriere erarbeitet. Insbesondere seine Interpretation des Wotan im Ring des Nibelungen, den er unter anderem von 1963 bis 1975 bei den Bayreuther Festspielen sang, hat Maßstäbe gesetzt.

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Neben der Erarbeitung klassischer Partien seines Fachs engagierte er sich auch für die Moderne: er sang u. a. Wozzeck in der gleichnamigen Oper von Alban Berg, Doktor Schön und Schigolch in Bergs „Lulu“, Cadmos in Hans Werner Henzes „Bassariden“ sowie die Titelrollen in Paul Dessaus „Einstein“ und Ernst Kreneks „Karl V.“ 1981 gestaltete er die Titelpartie in der Uraufführung von Friedrich Cerhas Baal mit den Wiener Philharmonikern und Christoph von Dohnányi. In konzertanten Aufführungen sang Theo Adam u. a. in Penthesilea von Othmar Schoeck (1982), „Dantons Tod“ von Gottfried von Einem (1983) und in „Die Gezeichneten“ von Franz Schreker (1984).

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Seit 1972 trat Theo Adam auch als Opernregisseur in Erscheinung. Er inszenierte an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, an der Staatsoper München und an er Dresdner Semperoper Werke von Wagner, Mozart, Tschaikowski und Strauss. Ab 1977 hatte Adam eine eigene Sendung im Fernsehen der DDR.

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Theo Adam erhielt für sein Schaffen zahlreiche Auszeichnungen und Würdigungen. 1977 wurde ihm die Große Goldmedaille des Cercle Nationale Richard Wagner verliehen. Von 1978 bis 1991 war er Mitglied der Akademie der Künste der Deutschen Demokratischen Republik (ab 1990 Akademie der Künste zu Berlin). 1979 wurde er Honorarprofessor an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.

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Adam gehörte ab 1982 dem Musikrat der DDR an und war zudem Präsident des Kuratoriums der Staatsoper Dresden. Für sein Wirken wurde er mit dem Nationalpreis der DDR (1969), mit der Johannes R. Becher-Medaille (1979), mit dem Vaterländischen Verdientsorden in Gold (1984) ausgezeichnet. Den anlässlich seines 40-jährigen Bühnenjubiläums am 7. Oktober 1989 verliehenen

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Großen Stern der Völkerfreundschaft gab er im Dezember 1989 mit der Begründung zurück, „die Empörung über die jetzt bekannt werdenden Machenschaften einer korrupten Staatsführung“ veranlasse ihn zu diesem Schritt.

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1990 wurde Adam Ehrenmitglied des Deutschen Musikrates und 1994 Ehrenmitglied der Semperoper in Dresden. 1995 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.

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Nicolai Gedda 1925 – 2017 Kurznachruf

Februar 12, 2017
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Vom Sonntag, 12. Februar 2017

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Nicolai Gedda, der schwedische Opern- und Liedersänger (Lyrischer Tenor), geboren als Harry Gustaf Nikolaj Gädda, geborener Nicolai Ustinov, am 11. Juli 1925 in Stockholm, ist am 8. Januar 2017 in Tolochenaz, Kanton Waadt, in der Nähe von Lausanne, in der Schweiz, gestorben. Auf seine Veranlassung wurde sein Tod erst jetzt, ein Monat nachträglich, öffentlich bekanntgegeben.

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Gedda wuchs als Kind in Leipzig auf, wo sein Vater Musiker einer russisch-orthodoxen Kirche war. Später studierte Gedda am Musikkonservatorium in Stockholm Gesang und wurde bald Mitglied der Königlich Schwedischen Nationaloper, wo sein Weltruhm als Mozart- und Oratorieninterpret und Verpflichtungen in allen ersten Häusern der Welt entstand. Geddas Sessions an der New Yorker Met. und an der Mailänder Scala und anderen, über Jahrzehnte, haben ihn zum künstlerischen Maßstab für den Tenor gemacht (man spricht vom besten Tenor aller Zeiten, neben Richard Tauber – na ja).

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Besonders hervorheben möchte ich auch Nicolai Gedda als Lied-Sänger, besonders die Schubert-Lieder und Liederzyklen mit Klavierbegleitung.

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Dietmar Moews meint: Als Gefühlsnachbar des Fischer-Dieskau-Gesanges ragt dennoch eine „DIE SCHÖNE MÜLLERIN“ von Franz Schubert (1797-1828)-Aufnahme, in Klavierbegleitung des jungen Schweden JAN EYRON, der EMI aus dem Jahr 1972, mit NICOLAI GEDDA heraus, die meine Schubertohren trainiert haben.

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Nicolai Gedda 1925 – 2017 Kurznachruf

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Neville Marriner 1924 – 2016 – Kurznachruf

Oktober 3, 2016
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Vom Dienstag, 4. Oktober 2016

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Der Geiger, Musiklehrer, Orchestergründer und Orchesterleiter, Dirigent und Maßstäbe setzender Interpret der europäischen Barockmusik, Sir Neville Marriner (Orden CH, CBE) wurde am 15. April 1924 in Lincoln, England, geboren und ist jetzt am 2. Oktober 2016, ruhig, 92-jährig, zu hause in London gestorben.

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Marriner war einer größten Orchestermusiker der vergangenen 50 Jahre und bekommt hier einen etwas detaillierteren Kurznachruf.

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Die ästhetischen Erlebnisse, die ich bei Konzerten seines Londoner Orchesters St.- Martin in the Fields geschenkt bekommen habe, haben intensive Maßstäbe speziell für Barockmusik gesetzt. Mariner ließ fein und sensibel spielen und räumte mit dem Barock-Bombast auf.

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Marriner gründete die Akademie von St. Martin in the Fields – es wurde die meist aufgenommene Zusammenarbeit weltweit zwischen einem Orchester und Dirigent überhaupt.

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Neville Marriners Vater war Zimmerer, seine Mutter Hausfrau, er ging zur Lincoln-Grundschule, wo er schon früh Jazz in einer Band mit dem Komponist Steve Race spielte. Dadurch angeregt lernte er von seinem Vater Geige und gleichwohl Klavier spielen, anschließend studierte er Geige bei Frederick Mountney. 1939 ging Marriner zum Royal College für Musik. Er erlangte den Einstieg bei den zweiten Geigen des London Symphonie Orchester, damals von Henry Wood dirigiert, nachdem viele der Orchestermusiker nach Ausbruch es Zweiten Weltkriegs eingezogen wurden. 1941 musste Marriner ebenfalls als Aufklärungssoldat einrücken. Aber bald wurde er nierenkrank und kehrte zum Royal College zurück, wo er sein Studium bei dem Geigenlehrer Billy Reed fortsetzte. Anschließend wechselte Marriner an das Konservatorium in Paris zum Meister-Geiger René Benedetti.

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Nach einer kurzen Zeit als Musiklehrer am Eton College wurde er im Jahr 1948 Professor des Royal College of Music und übernahm die zweite Geige des Martin Streichquartetts, mit dem er dann 13 Jahre zusammenspielte. Er lernte den Cembalist Thurston Dart im Kriegslazarett kennen, mit dem er ein Duo zusammen bildete, das dann zu einem virtuosen Geigen-Trio mit Peter Gibbs anwuchs. Es entstand daraus das Dart‘s Jacobean Ensemble in dem Marriner seit 1951 spielte, dazu als Geiger in zwei weiteren Londoner Orchestern, dem Philharmonischen Orchester London und dem London Symphonie Orchester (LSO) als Gruppenleiter der zweiten Geigen (1954-69).

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Außerdem spielte Marriner noch mit den Kammerorchestern von Reginald Jacques und Boyd Neel wie auch mit den Londoner Mozartspielern.

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1958 gründete Neville Marriner die Akademie von St Martin in the Fields (Downtown London, nahe Trafalgar Square), ein zwölfköpfiges Kammerensemble, das sehr bald zu einem erweiterten Kammerorchester anwuchs und Spitzenmusiker anzog, wie Dart, Iona Brown, Christopher Hogwood und Alan Loveday – und mit denen begann Marriner das Riesenwerk der Studioproduktionen. Zuerst 1960 noch geigend und dirigierend. Dann ermunterte ihn der LSO-Chef Pierre Monteux, sich noch mehr dem Dirigieren zuzuwenden, an dessen Schule Marriner um 1950 in den USA studiert hatte.

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Marriner wurde Gründer und erster Musikdirektor von 1969 bis 1978 des Los Angeles Kammer-Orchesters. Von 1979 bis 1986 war er Musikdirektor des Minnesota Orchesters. Zusätzlich übernahm er die Leitung und Dirigate des Stuttgarter Radiosymphonieorchesters und blieb bis 2011 Musikdirektor der Akademie von St Martin in the Fields, so dass man ihm diesen Titel auf Lebenszeit verlieh.

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Marriner dirigierte ferner viele bedeutende Orchester, wie the New York Kammerorchester, Gulbenkian Orchester, Israel Kammer Orchester, Australisches Kammerorchester und Wiener Philharmoniker. Und Marriner dirigierte weiter, sodass er 2014 der älteste Dirigent der Spitzen-Konzerte, mit 90 Jahren, wurde.

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Im Nachruf des TELEGRAPH wird die Akademie von St Martin in the Fields als Erneuerer einer frischen, technisch brillanten Interpretation der Barock- und der Klassischen Musik gepriesen wird.

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Marriner bevorzugte moderne Instrumente und Effekte und wurde dafür kritisiert, die angeblich „authentischen Klänge“ zu missachten. Stattdessen war Marriner ein kreatives Original des Orchesterklanges. Später widmete er sich in diesem Sinne mit außergewöhnlichen Leistungen auch romantischer und frühmoderner Musiliteratur.

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Marriner spielte über 600 Studioproduktionen mit über 2000 verschiedenen Werken – das ist umfangreicher als irgendein anderer Dirigent (ausgenommen Karajan) – bei verschiedenen Plattenfirmen, Argo, L‘Oiseau, Philips und EMI Classics. Seine Auswahl reicht von Barock zur britischen Musik des 20sten Jahrhunderts, wie auch Opern, die Mozartaufnahmen erhielten den Oscar für den Film „Amadeus“ im Jahr 1984, einem der bekanntesten Musikfilme aller Zeiten, wovon 6,5 Millionen Platten verkauft wurden.

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Neville Marriner war mit der Cellistin und späteren Buchautorin Diana Carbutt seit 1949 verheiratet. Ihre zwei Kinder Susie, Schriftstellerin und Andrew, Klarinettist, der oft mit seinem Vater zusammenarbeitete, ist heute erster Klarinettist des London Symphony Orchesters. Marriners Ehe endete mit Scheidung. Seine zweite Frau wurde Elizabeth Mary Sims, die er 1957 heiratete. Sie lebten in London und später in Chardstock in Devon.

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Nach einer Grabstein-Aufschrift befragt, nannte Marriner einfach:

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Folge dem Schlag“

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Marriner wurde 1979 als Commander of the Order of the British Empire (CBE ausgezeichnet. Dann, 1985, zum Knight Bachelor und 2015 mit der Queens Birthday Honours geehrt, außerdem zum Member of the Order of the Companions of Honours (CH), ferner ausgezeichnet als Offizier des französischen Ordens der Künste und Literatur. Seine Mozart-Aufnahmen wurden mit zwei Gemeinde-Auszeichnungen des Österreichischen Musikakademie ausgezeichnet.

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Neville Marriner ist gestern, am 2. Oktober 2016 in London gestorben.

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Hans-Dietrich Genscher-Abschiedsfeier und Multi-Kulti-Integrationsquatsch

April 17, 2016
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Vom Sonntag, 17. April 2016

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Trauerfeiern, wie die um Genscher, heute, sind aus soziologischer Sicht deutsches Gepräge und nicht Multi-Kulti.

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Es geht um kulturelle Homongenität als fortwährenden massenkommunikativen Homogenisierungsprozess, wie die Deutschen sowas machen.

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Dies ist ein objektives Kriterium, kein Werturteil und keine Zurücksetzung der empirischen kulturellen Vielfalt der heutigen Menschheit.

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Es ist eine anthropologische Konstante der menschlichen Sozial-Integration und Diversifizierung, es ist keine individuelle soziale Wertentscheidung, sondern ein sozio-kultureller Seinsbefund.

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Wichtige Abschiedsfeiern haben umständehalber in letzter Zeit wie ein Bombenhagel eingeschlagen. Sie waren glücklicherweise in berührender Art. Diese herausgehoben öffentlichen Trauerfeiern sind von deutscher Kultur sinnlich geprägt und drücken geistig-seelische Integration der Deutschen im Deutschen aus.

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Die Gestaltung solcher Feiern stellt auch einen empirisch-sinnlichen Kern zur Assimilation von neuen deutschen Menschen.  Sie können die Tradition der Sitten, Gebräuche und die von den Deutschen getragenen Veränderungen und Abhängigkeiten bei solchen Anlässen kennenlernen. Sie können an solchen weithin öffentlichen Trauerfeiern auch als Gäste teilnehmen. Eigene Beiträge von Fremden, zur Prägung der form-inhaltlichen Auslegung von weithin öffentlichen deutschen Trauerfeiern und eigene fremde Formspiele, können als Gastbeiträge gekennzeichnet mitwirken.

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Multi-Kulti von Vermischung wäre nicht entsprechend sozio-psychologisch gemeinschaftsbildend für die Genscher-Trauergruppe:

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Die Deutschen und die Anderen.

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Diese zeitgemäße deutsche Intensität einer Trauerfeier ist nicht als orientalische oder afrikanische, ostasiatische oder sonstwie fremdkulturelle Feier oder als stilistisches Feiergemisch vorstellbar.

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Liebe Benutzer der LICHTGESCHWINDIGKEIT. Heute fand in Bonn, mit Rheinblick, der Staatsakt für den herausragenden genialen deutschen Staatsmann Hans-Dietrich Genscher (1927-2016) statt. Einen Kurznachruf finden Sie als Lichtgeschwindigkeit 6413, vom 1. April 2016.

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Alle wichtigen deutschen Staatspersonen nahmen heute in Gegenwart der Witwe Frau Barbara Genscher, und den Familienhinterbliebenen, Tochter und Enkelin, an diesem Staatsakt teil.

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Würdigende Ansprachen von Bundespräsident Joachim Gauck, Alt-Außenminister Klaus Kinkel und Alt-US-Außenminister James Baker, Friedrich Schorlemmer, ein evangelisch-lutherischer Ex-DDR-Pastor, sprachen zur Öffentlichkeit. Das deutsche Staatsfernsehen ZDF wie auch der Deutschlandfunk übertrugen.

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Das Zeremoniell findet im ehemaligen Plenarsaal des Bundestags im heutigen „World Conference Center Bonn“, dem wunderbaren Günther-Behnisch-Bau, statt

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Im Geiste Genschers wurde ein Grillparzer-Gedicht zur Bescheidenheit zitiert.

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Ein hervorragendes Bonner kleines Streichorchester spielte ausgewählte Stücke von Gluck, Händel, Elgar, Mozart, Beethoven – zuletzt die „Ode an die Freude“ und Haydns österreichisches Kaiserlied.

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Es wurde dazu ein militärisches Abschiedszeremonial der Bundeswehr gezeigt sowie ein Ehrenspalier und eine Trauer-Blasmusik der Bundeswehr, draußen, auf dem Vorplatz des Bundessaals, und abschließend „Das Lied vom guten Kameraden“.

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Genscher wird im privaten Kreis, an seinem langjährigen Wohnsitz in Wachberg, nahe Bonn, bestattet.

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Dietmar Moews meint: Vielleicht etwas überraschend möchte ich den heutigen Staatsakt, das neuerliche massenmediale soziale Gemeinschaftserlebnis, kurz unter dem Aspekt der sozialen INTEGRATION und den Möglichkeiten etwaiger Multi-Kulti-Anmutungen für die Deutschen, ansprechen.

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Ich kann und möchte mir nicht vorstellen, wie hier Lady Smith Black Mombazo, der sensationelle südafrikanischen Neger-Chor, gesungen hätte, auch nicht ein Funeral-Umzug wie in New Orleans, nicht wie griechische Klageweiber Ihren Trauerausprägungen Ausdruck geben müssten, sondern unsere deutsche Form bestimmend sein soll – das kann durchaus Vicky Leandros mit einem deutschen Lied sein.

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Ob Helmut Schmidt, Egon Bahr, zuletzt Guido Westerwelle, jetzt bei Hans-Dietrich Genscher, feierten wir in einem deutschen Gebäude, mit deutscher Musik und mit Ausdruck der vielfältigen feinen Nuancen deutscher Kultur und deutscher Kulturgeschichte.

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Was bei Schmidt die Hamburger Nazigeschichte war, bei Bahr das Hotel Lux im stalinistischen Moskau, bei Westerwelle der rheinische Karneval und bei Genscher das bedeutende Halle an der Saale – hat den Anspruch, von der Trauergemeinschaft auch gestalterisch tief ausgedrückt und verinnerlicht zu werden.

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Jede andere Kultur anderer Menschen hat das eigene Recht, Trauer – Abschieds- und Gedächtnisfeiern in eigener Form zu begehen – sei es als Freuden- und Tanzparty – eben je eigen kulturspezisch. In der eigenen Kulturform liegt die vertiefte Integration und Ausstrahlung auf den Rest der Welt.

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Eine multikulturelle, gestalterisch gemischte Form bildet eine multikulturelle Integration bzw. Differenz und Segregation als emotial sozio-geistiger Einfluss.

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Es ist eine solche deutsche Feier, wie heute bei Genscher, oder kürzlich bei Helmut Schmidt, eine Hochzeit deutscher und abendländischer Hochkultur, insbesondere als öffentliches Musikerlebnis.

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Die Gemeinde ist ruhig und andächtig, man sitzt still, man steht still, man geht gemessen geschlossen. Man singt auch mal Solo oder im Chor, auch die Trauergemeinde singt – hier das „Deutschlandlied“.

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So gerne profane Leute gerne ihren Lieblingsschlager bei einer Beerdigung anhören, oder fremde Menschen anderer Kulturkreise mit eigener Profan- und Hochkultur die eigenen Rituale zur Aussegnung ausdrücken, so möchte ich auf die Integration, wie heute bei Genschers öffentlicher Trauerfeier, als Staatsakt, nicht verzichten.

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Gerade das, worauf es im Sinne einer Multi-Kultur ankäme, würde das deutsche Gepräge aufmischen. Und wir würden sehen, wie österreichische oder britische oder andere Reichtümer unserer Kulturgemeinschaft für sich steht, ohne feindlich gegen andere eingestellt sein zu müssen, wie aber das Andere der Anderen als befremdlich und in eben diesem Sinn desintegrierend weiterwirken würde.

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Der heutige Staatsakt im Bonner Plenarsaal als öffentliche Abschiednahme von Hans-Dietrich Genscher war würdevoll und angemessen deutsch.

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Ladislav Kupkovič wird 80 – Neue und Neueste Musik

März 15, 2016
Lichtgeschwindigkeit 6376

Vom Dienstag, 15. März 2016

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„Portrait Ladislav Kupkovic“, DMW 213.13.79 von Dietmar Moews, Öl auf Leinwand, 130cm/110cm im Jahr1979 in Hannover gemalt.

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Der slowakische Geiger, Freiheitskämpfer, Komponist, Dirigent und Musikprofessor, Ladislav Karol Kupkovič, geboren am 17. März 1936 in Bratislava (Preßburg) der Tschechoslowakei, wird hier zu seinem 80sten Geburtstag gehuldigt.

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Es ist die PFLICHT laut Staatsvertrag, dass die deutschen Staatssender – Radio, Fernsehen, und deren Klangkörper, Budgets und Programme. Kupkovic einüben und öffentlich bereitstellen. Nicht nur Rachmaninow oder Beethoven haben teuflische Stellen, nicht allein Paganini war eine Augenweide!

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SYMPHONIE B-DUR. Es spielt Slovak Sinfonietta Zilina, Dirigent Leos Svarovsky. Es sind 4 Sätze, Orchesterbesetzung 2-2-2-2 2-2 Timp. und Streicher. Die Uraufführung fand statt am 31. 5. 2015 in Zilina (deutsch: Sillein), ein Tag später in Nitra (deutsch: Neutra) und zwei Tage später in Cifer (Musikfrühling Cifer)

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Ladislav Kupkovič studierte Geige und war bis 1961 fünf Jahre Mitglied und Konzertmeister der Slowakischen Philharmonie mit internationalen Gastspielen.

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Was dann geschah, lag auch an seiner herausragenden Musikalität, Kraft, Dynamik, Geschmack und Sensibilität, die unweigerlich den gegebenen sozialen Rahmen durchbrechen musste. Er fand Anschluss im Westen, in Italien und im freien Deutschland.

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Ende der 1960er Jahre hatte Ladislav Kupkovič Kontakt zum nichtstalinistischen Westen und konnte als 68er in der NEUEN MUSIK als „Avantgardist“ seine Chance vorhersehen. Kupkovič holte Luigi Nono nach Bratislava, organisierte experimentelle „Neue Musik“-Veranstaltungen. Damit geriet er unter den Druck der offiziellen bolschewistischen Musikdirektion der damaligen Tschechoslowakei – Partei-Linie im Musikerverband. Wir denken an Schostakowitsch und VOLKOWS Biografie, wir denken an Kopelew und Solschenyzin, die Kritik, den Gulag, die Selbstkritik und Säuberungen ab 1936 – ein sauberes Geburtsjahr.

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Der Zwang in der Musik seiner Heimat machte aus dem Musikliebenden einen Musikpolitik-Widerständler. Sein Revolutions- und Freiheitsgeist suchte schließlich den Notausgang im Emigrantenschicksal.

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Kupkovič und seine Ehefrau fanden nach der Flucht in eine westliche Freiheit auch als „Neue Musiker“ und Musiklehrer Anschluss und Lebenserwerb.

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Ladislav Kupkovič kam über Berlin nach Köln, wurde von den Lokalmatadoren Karlheinz Stockhausen, Wolfgang Rihm, Mauricio Kagel, freundlich empfangen und in die Programme der staatlichen Neue-Musik-Tage, in Donaueschingen, Darmstadt, Berlin im In- und Ausland aufgenommen. In jenen Jahren ging so langsam Alles schneller, aus Dodekaphonie und Atonalität wurde sehr bald Aleatorik und sonstige „Moderne Kunst“-Stilismen – Minimal, Arte Povera, Serielles, Mixed Media.

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Man malte Partituren, gab getextete Spielanweisungen, warf die Musikausführenden in freigestaltete, manchmal zwei Meter breite grafische Partiturbögen. Vorgegeben waren unsinnige Geräuscherzeugungen und Verfremdungen der Instrumente, preparierte Klaviere oder Orchester-Cluster auf Lichtsignale durch den Kompositeur in der Ferne.

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So Ladislav Kupkovič – er produzierte mit Mehrkanal-Tonband-Collagen aus Musikgeschichtszitaten (bspw. J S Bach) und Alltagsgeräuschen oder Tierstimmen, sogenannte Wandelkonzerte in unterschiedlichen Maßstäben der Spielorte und der Spieldauer:

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Die jeweilige Besetzung – mehrere Instrumentenspieler spielten an getrennten Orten, verschiedene Töne und Klangfiguren, teils als korrespondierendes Spiel, teils als eigenkreative Dialogentwicklungen – meist langweiliges Gedudel, weil den Spielern kaum was Gutes einfiel: Jemand spielt ein Glissando auf der Posaune, der nächste antwortet ebenfalls glissandierend mit seiner Blockflöte, Sänger machten Stimmintervalle, Geiger spielten das Echo nach.

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So etwas – wie beim Kettenroman – dass die nacheinander oder miteinander aufeinander musikalisch reagierenden Instrumentalisten eine Entwicklung, Motiv, Harmonie, eine gute Melodie oder strukturiertes Zusammenspiel zum Klingen brachten, war selten der Fall. Meist erreichten diese respondierenden Klangwerke mehr ein Jux für das Publikum, das zwischen den Spielern herumgehen sollte, zuhören, so lange es interessant klang – „Wandelkonzerte“, bei denen man mehrere Spielquellen mithören konnte.

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Aber Kupkovič trieb es auf die Spitze:

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Mit einem 24-stündigen Wandelkonzert in der schönen Stadt Bonn am Rhein, ziemlich wenig im Geiste Beethovens, in verschiedenen Gebäuden und verteilten Spielorten, konnte zwar das Publikum die Wege von Klangquelle zu Klangquelle abgehen. Ein Musikgenuss, ein Musikerlebnis entstanden nicht – vielmehr ein Selbsterlebnis des Publikums.

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Und der Komponist als Kondukteur, Dirigent, Betriebsnudel, Organisationsleiter, Motivator und Kunsterzieher der überwiegend Musikhappenings für Unmusikalische, überzeugte die Mitwirkenden durch sein freundliches bzw. verschlagen-freundliches Sozialwesen – die Musiker sind extrem ehrgeizig und eitel und „Kupko“ hatte ein ganz großes Herz. Das war SUPER-HEAVY – aber wenig Musik.

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Ladislav Kupkovič hatte damit eigentlich den vorletzten theoretischen Schritt vor der GENERALPAUSE der zeitgenössische und seiner eigenen MUSIK, in einer Praxis als Komponist bzw. Autor, erreicht.

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Ein Musikerlebnis zwischen Produzent und Konsument um ein musikalisches Werk herum wurde nicht mehr geschaffen und entstand so nicht. Die Sache gefiel besonders all den gelangweilten Musikerziehern, Flötenlehrern und Musikkritikern, die ohne viel musikologisches Wissen von einem AHA-Erlebnis in die nächste INNOVATION stürzten und Alles bejubelten, was frech oder seltsam war. Nach dem Konzert gingen sie in die Kneipe, um dem tonalen „Affen den Zucker“ mit John Lennon zu geben. Lazo beobachtete das Publikum – während ihn selbst viel mehr Gesualdo und Puccini, Mozart, Bach und Beethoven begeisterten – und er empfand die wachsende Basisdistanz im zeitgenössischen Musikkonsum zu den staatlichen musikakademischen Anstrengungen. Entweder stiegen die Spezialmusikprofessoren exklusivem Historismus nach oder bugsierten als Salonpersonnage exklusive, blind-taube „NEUE MUSIK“ ins musikalische Abseits ohne Publikum.

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So lange die Dienstklassen-Redakteure bei Funk und Fernsehen, Preisvergaben und Stipendien, als exklusive Zielgruppe den Schein von zeitgenössischem Musik-Geschehen weiter vortäuschten, war das den „verkannten Aleatorikern“ egal, denn es ernährte sie alle.

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Ladislav Kupkovič sagte dann, „wie kann ich meinen schönen jungen Studenten erklären, wie das Schöne schön ist, wenn ich es gar nicht schön finde?“ – Er begann mit tonalen Sonatinen, drei -und viersätzigen Kompositionsformen, verrückten Teufelsgeiger-Petitessen (Souvenier; Marsch). Seine eigene virtuose Geiger und -Bratschenspielkunst, seine Instrumenten- und Orchestrierungskenntnisse, sein persönlicher Musikgeschmack, schlugen jetzt zu Buche.

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Ladislav Kupkovič Familie war inzwischen um zwei reizende Töchter, Ida mit der Baßgeige, Danica mit der Violine, angewachsen. So brachte er seit Anfang der 1970er Jahren und seiner Berufung als Professor für Tonsatz mit Stufen- und Funktionssystem, an der Musikhochschule Hannover, seinen Broterwerb in „trockene Tücher“. Seinem künstlerischen Freiheitsdrang folgend, ließ er auf den alljährlichen „Tagen der NEUEN MUSIK“ in der Hannoverschen Musikhochschule seine ersten tonalen Virtuosstücke aufführen. Da geigten die ersten Geiger der Stadt für die Studenten am Emmichplatz, Professor Attila Aydintan, Ronald Hoogeveen, NDR-Konzertmeister aus Hilversum, Professor Elsbeth Moser, den neuesten tonalen „Kupko“ und es war der SKANDAL für diese tonale NEUESTE MUSIK:

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Zunächst dachten die Leute wohl an Gerard Hoffnung und MUSIK-Scherze, trampelten vor Begeisterung über ein C-DUR. Als die NEUE-MUSIK-Priester doch sehr bald merkten, dass hier längst nichts Aleatorisches mehr abging, sondern tonale Formspiele und Musikliebe, traf den Verräter-Komponisten Ladislav Kupkovič Ablehnung, Verachtung und Nestbeschmutzer-Ächtung.

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Ladislav Karol Kupkovič hatte inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen, mit seiner zweiten Frau auf dem Land ein eigenes Haus gebaut und schrieb in der Neuen Sinnlichkeit: „Klatscht bei keiner Musik, die Euch nicht gefällt“.

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„Ladislav Kupkovic“ DMW240.40.79 von Dietmar Moews, Öl auf Leinwand, 130cm/110cm,imJahr1979 in Hannover gemalt

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Musik von Ladislav Kupkovič, Uraufführungen neuester Werke, Konzerte, Kammermusik, Vokalmusik, sogar Oper, Filmmusik und Sinfonien, sind seit den 1970er Jahren bis heute ständig präsent. Mit seinem Alter kann der Komponist nach wie vor Junge und Jüngere begeistern, die sowohl in Deutschland, auch im Raum Hannover, wie auch in Bratislava und anderen Städten der Slowakei die neueste Musik aufführen.

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Wer es nicht glaubt, kann das jedem Musiker bekannte „Souvenir“ anhören, wie es neben Gidon Kremer noch weitere Geigenvirtuosen spielen.

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Ladislav Kupkovič ist ein kraftvoller, dynamischer und äußerst zugreifend sozialer Typ, der Menschen bewegt und der seine ungewöhnliche Musikalität lebt und auslebt und damit auch ein bedeutender Lehrer, Anreger und Freudenspender ist.

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Der Deutschlandfunk brachte jetzt am Samstagabend, 12. März 2016, zur HULDIGUNG des Ladislav Kupkovič eine Radiosendung von Robert Nemecek:

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Bildschirmfoto vom 2016-03-12 03:58:49

Ladislav, Aufnahme von Irmhild Kupkovič

und Symphonie

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Zum 80. Geburstag des Komponisten Ladislav Kupkovič, am 17. März 2016, dem in Bratislava geborenen, mit dem Titel

>Cluster, Menuett und Klanginvasion<

Klassik-Hörer werden den Namen Ladislav Kupkovič mit dem ebenso amüsanten wie kurzweiligen Geigenstück „Souvenir“ in Verbindung bringen; denn der 1936 in Bratislava geborene Komponist imitiert darin souverän den Stil der virtuosen Geigen-Pièce à la Paganini.

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Die Anverwandlung an einen musikalischen Stil der Vergangenheit wurde indes zum Markenzeichen des Komponisten, der seit geraumer Zeit im tonalen Idiom komponiert. Dadurch ist fast in Vergessenheit geraten, dass Kupkovič in den 60er- und 70er-Jahren zu den führenden Vertretern der osteuropäischen Avantgarde zählte und eine Experimentierlust an den Tag legte, die der seiner Kollegen im Westen in nichts nachstand.

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Aus Anlass des 80. Geburtstages des Komponisten erinnert Autor Robert Nemecek vor allem an den Avantgarde-Künstler Kupkovič und sucht nach Antworten für dessen radikale Abkehr von der Neuen Musik.“

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DIETMAR MOEWS DMW 241.41.79, 215 cm / 365 cm, KUBUS Hannover 1980 Künstlergruppe Neue Sinnlichkeit

DIETMAR MOEWS DMW 241.41.79, 215 cm / 365 cm,
KUBUS Hannover 1980
Künstlergruppe
Neue Sinnlichkeit – LINKS HINTEN Ladislav, RECHTS VORNE Dietmar

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Dietmar Moews meint: Ich grüße meinen lieben Lazo und wünsche ihm und seiner Familie Glück und Gesundheit.

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Wir haben uns 1976 in einer Bilderausstellung kennengelernt. Manchen Geburtstag feierten wir gemeinsam. Unvergessen sind seine Chinesischen Kochkünste-Gastmahle mit vielen Musikern. Mit seiner Beratung schaffte ich einen kleine Flügel für meine Ballhof-Galerie an, dazu eine Bestuhlung. In meinen neugegründeten Kunstblättern NEUE SINNLICHKEIT schrieb Ladislav Kupkovič kämpferische Musik-Aufsätze, es wurden neue Faksimile-Noten gedruckt, es wurden Uraufführungen live gespielt. Lazo spielte sogar die Klavierbegleitung neuer Sonatinen zu Kazuo, dem NDR-Geiger. Es entstand eine mehrjährige intensive Konzertreihe mit fantastischen Musikern in der Ballhof-Galerie Hannover und in der NEUEN SINNLICHKEIT, und Ladislav Kupkovič hatte daran wesentlich Anteil. Oft stand das Publikum bis vor die Tür auf dem Ballhof-Platz.

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Bei dem Malerunterfangen zweier Portraits, die ich 1977 und 1979 von Ladislav Kupkovič in der Rühmkorffstraße 17, Hannover-List, während langen Gesprächen und Unterhaltungen über Musik, Kunst und neue Sinnlichkeit und die vielen reizenden Weiber, malte, verankerte sich unsere Künstlerfreundschaft. Bei der „COMPOSER’S PORTRAIT“- Schallplatte der ELECTROLA MRC-Lable erschien – aus dem ersten meiner beiden Portraits-Malereien – ein Ausschnitt zum Cover-Bild.

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Pierre Boulez 1925-2016 – Kurznachruf

Januar 6, 2016
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Vom Mittwoch, 6. Januar 2016

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Pierre Boulez, Komponist, Salonpersonnage, Musikpolitiker und Dirigent, geboren am 26. März 1925 in Montbrison, Département Loire, France, gestorben 90-jährig am 5. Januar 2016 in Baden-Baden, Deutschland.

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Die Elogen in den aktuellen Nachrufen sind eine machtbewusste musikpolitische Kulturschande der deutschen Salonpersonnage. Die Nachrufer sollen täglich am geöffneten Schlafzimmerfenster Musik von Boulez zur Frühgymnastik anhören, ab und zu etwas Adorno-Musik und Alban Berg.

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Boulez studierte bei dem Sondermusiker Olivier Messiaen in Paris und stieg anfang der 1950er Jahre in die von den Allierten gesteuerte Kulturpolitik, konkret der Umerziehungs-Musikpolitik der „Neuen Musik“ ein, mit der Musik Concrète und besuchte 1952 erstmals die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt. Dort wirkte er 1955–1967 als Dozent und als Dirigent des Darmstädter Kammerensembles. Boulez wurde also bereits als 25-jähriger zum staatlichen Musikfunktionär für die Salonpersonnage in Deutschland.

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Da niemand die aleatorischen Klangcollagen von Boulez spielen und dirigieren wollte, benutzte Pierre Boulez seine offizialen Verbindungen der Salonpersonnage dazu, selbst als Dirigent seiner eigenen „Kompositionen“ für Aufführungsfinanzierung sorgen zu können – seitdem steht Boulez „Musik“ auf den Staatlichen Musikagenden und Rundfunkprogrammen in Deutschland: Das die unechte Salonpersonnage Kampftruppe, die Richard Wagner von Boulez, Schlingensiff und Klaus Staeck braucht.

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Instrumentalisten, Ensembles, Solisten, Orchester, erhalten bezahlte „Gigs“, wenn sie Boulez spielen, Professuren werden im Namen der „Neuen Musik“ vergeben (ein anderer Funktionär der Nachkriegsmusik-Politik, Hans-Werner Henze, erklärte noch unlängst vor seinem Tod: „Um die nächsten 50 Jahre Neue Musik ist mir nicht bange. Denn wir haben die 50 wichtigsten Professuren für Komposition besetzt“).

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Man versammelte sich über die deutschen Staatssender von ARD, Deutschlandfunk und ZDF unter der Kampfparole des CIA und des KGB und des Schlüsselmannes ADORNO zum Stichwort „Umerziehung der Deutschen nach dem Krieg“ mit der sogenannten Frankfurter Schule, einer westliche Marxismus-Religion, einer angeblich kritischen Theorie, einer Psychoanalyse und dem Machtprinzip:

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„Die Partei hat immer Recht“. (und wer Recht hat, der hat immer Recht).

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Das auf der Hand liegenden Elend der Musik des zwanzigsten Jahrhunderts in und aus Deutschland bediente sich deshalb mit anderen Komponisten, den US-Amerikanern, den Russen und der im weiten Feld der im technischen Fortschritt herauskommenden Popmusik.

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Serielles, Klang-Collagen, Alleatorik oder gar Zwöftontechnische Werke wurden auf das Hörererlebnis heruntergestuft – NIEMAND WOLLTE UND WILL DAS HÖREN, außer die Salonpersonnage und ihre Familien, die als Teil der staatlichen Diensklasse unweigerlich an Professor Unrat und Heinrich Manns Untertan erinnert.

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John Cage ließ den Klavierdeckel nach 4.33 klappen – und das war’s. Wer dagegen mal Thomas Schmidt-Kowalski von 2010 oder Ladislav Kupkovic von 2014 hört, weiß, was wir Bach, Puccini, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann, Tschaikowski, Berlioz, Schostakovic und Leonard Bernstein zu verdanken haben.

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Problem mit der Boulez-Funktionärsmusik der Salonpersonnage ist, dass kein Mensch das hören möchte. Junge Kompositionsstudenten müssen an deutschen Musikhochschulen solche „Neue Musik“ als Pflichtübung für Prüfungen annehmen, erhalten dafür Preise und Schallplatten-Finanzierungen – ganze Ensemble werden von den deutschen Staatssendern finanziert, Festivalprogramme durchgesetzt.

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Die Musikpolitik der 68er unterscheidet sich gegenüber dem Stalinismus darin, dass Fotoalben nicht von der Geheimpolizei auf missliebige Musiker hin gefilzt werden – ungelogen – das machen diese Musiker aus Verwertungsbedenken selbst. Man kann es überall lesen, wenn bei wikipedia steht, wer was mit wem gespielt hat und was vom tatsächlichen Lebenswerk alles weggelassen wird.

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Man kann Sonntag nachts im Deutschlandfunk anhören, welche Aleatorik uns als staatlich verordnete Neue Musik da ausgesendet wird – meist ist das schreckliche Zeug als „Neu“ gekennzeichnet, allerdings bereits 30, 40, 60 Jahre alt.

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Noch immer erzählen Musikpolitiker, hier seien die konventionellen Hörgewohnheiten entscheidend – man habe sich eben an die Neutöner noch nicht gewöhnt.

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Die Wahrheit ist, auch solche Musikanten gehen nach dem Stadel nach Hause und legen sich erstmal eine schöne tonale Platte von John Lennon auf.

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Wir haben jetzt die Gelegenheit noch ein letztes Mal den Klangschrott von Boulez anzuhören, indem wir die staatlichen Nachrufe anhören. Ich muss hier ganz klar für resignierte noch lebende oder bereits tote Komponisten sprechen, denn Politiker wie Boulez haben viel Genie, Begabung und Musikerseelen vernichtet. Die Salonpersonnage hat Musiker vernichtet.

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