Preis der unkultivierten Freiheiten mit Todsstrafe der USA

Januar 11, 2021

Lichtgeschwindigkeit 10155

am Montag, 11. Januar 2021

.

Der ehrlose 45. US-Präsident Donald Trump, auf dessen Drängen durch Justizminister William Barr die bundesweite Todesstrafe im Juli 2019 wieder eingeführt worden ist, war bereits nicht erst seit seinem Einzug ins Weiße Haus großer Befürworter der Todesstrafe.

Es ist anzuerkennen, dass alle 50 US-Staaten eigene Justiz und Strafkultur haben.

Die allermeisten Demokratien der Welt haben die Todesstrafe im Laufe der vergangenen Jahrzehnte abgeschafft – nicht so die USA. Die Situation dort ist allerdings komplex: 22 der 50 Bundesstaaten haben die Todesstrafe inzwischen abgeschafft, zwölf weitere haben in den vergangenen zehn Jahren keine Menschen hinrichten lassen.

Insgesamt, so die Nichtregierungsorganisation Death Penalty Information Center (DPIC), sei die Todesstrafe in Amerika auf dem Rückmarsch. 2020 wurden in den USA 18 Todesurteile gesprochen – der niedrigste Wert der vergangenen vier Jahrzehnte. 17 verurteilte Straftäter wurden im vergangenen Jahr hingerichtet. Das waren so wenige wie seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr, wurde aber von Trump auf Bundesebene 2019 wieder eingeführt.

Allerdings wurden nur sieben der 17 Betroffenen nach den Gesetzen der Bundesstaaten hingerichtet. Zehn dagegen auf Bundesebene.

Die Wertvorstellungen von Gesellschaften zum Rechtssystem und zur Fairness- und Strafkultur sind äußerst unterschiedlich, teils geradezu gegensätzlich:

Uneinig sind Gesellschaften ohnehin stets relativ, durch angängige Majoritäten und Minoritäten, während vollkommene Werteinigkeit nirgends zu finden ist.

Völlig gegensätzlich werden die Möglichkeiten von Strafe, als Mittel der Verringerung der Kriminalität eingeschätzt:

Es muss verstanden werden, dass MORD an sich immer schon verboten und geächtet war, MÖRDER sich aber durch Angst vor Strafe wenig leiten lassen, sodass insbesondere MORD – als Ausdruck niederträchtiger und böser Motivation des Täters – kaum durch rechtsstaatliche Todesstraf-Androhung verhindert werden kann.

Völlig gegensätzlich sind angängige Vorstellungen zu der Bedeutung der Wertorientierungen zur STRAFE als SÜHNE und RACHE, bei den Nicht-Straftätern – viele wünschen sich starke ZEICHEN der Obrigkeit für Recht und Ordnung durch harte Strafen. Andere glauben an sozialpädagogische Therapien, manifeste und potentielle Rechtsbrecher durch kultivierte Vorstellungserweiterungen an den Sinn und Wert von Friedlichkeit und Sozio-Kultur heranzuführen, anstatt die Angst und Drohung durch harte Strafen zuzuspitzen.

In der kapitalistisch-freien rechtsstaatlichen Demokratie, die in Deutschland angeht, bestehen andere Traditionen, Abhängigkeiten und Veränderlichkeiten in der menschlichen Fühlung und Führung durch das Politiksystem als in den USA.

In den USA werden Bildungsbedenken allenfalls zur Leistungsmaximierung der freien Individuen bewertet. Dagegen wird die Entfaltung von Urteilskraft, neben konkreten Profitzielen, nicht besonders geschätzt.

Dabei ist prinzipiell jeder Amerikaner von Polizei- und Justizwillkür bedroht. Doch praktisch herrschen rassistische Weiße im Weißen Haus und schießen privilegierte Weiße auf rassisch diskriminierte US-Bürger (der Trump-Sturm aufs CAPITOL wurde von Weißen aufgeführt – nicht auszudenken, hätte man Washingtoner demokratische Afro-Amerikaner sehen müssen, die das CAPITOL gewaltsam stürmen).

Als in den 90er Jahren fünf jugendlichen Schwarzen und Latinos vorgeworfen wurde, eine Frau im New Yorker Central Park vergewaltigt zu haben, schaltete der Milliardär eine ganzseitige Zeitungsanzeige. Darin forderte er die Wiedereinführung der Todesstrafe im Bundesstaat New York und die Exekution der Täter. Später stellte sich heraus, dass die „Central Park Five“ unschuldig sind. Seit 1976 sind 13 Personen auf Basis des US-Bundesstrafrechts hingerichtet worden – zehn davon allein im zweiten Halbjahr 2020. Nicht nur die Zahl hat in den USA für Aufsehen gesorgt. Im September 2020 starb zum Beispiel der 40-jährige Christopher Vialva durch eine Giftspritze. Er war wegen der Beteiligung an der Ermordung eines Ehepaars im Jahr 1999 verurteilt worden. Vialva war damals 19 – es war die erste Hinrichtung für die Tat eines Unter-20-Jährigen seit 68 Jahren.
.

Dietmar Moews meint: Ich meine, dass soziologische und sozio-kulturelle Erkenntnisse stets auf anthropologischen Grundtatsachen beruhen bzw. dadurch bedingt sind und davon ausgehen.

Also: Wie ist der Mensch? Ist er ein exzentrischer selbstüberhobener „kleiner Prinz“ einer maßlosen individuellen Selbstgerechtigkeit? Oder ist ein Mensch, als Abkömmling und Nachfahre von Eltern staatsbürgerlicher Bildung individuell zu einer gesellschaftsfähigen Urteilskraft entfaltet worden, die ihm ermöglicht, gesellschaftlich etablierte und gesetzlich gültige Normen zu kennen und zu befolgen?

Wer das gar nicht kennenlernte, schwimmt in seiner Gefühlswelt des weitreichend materiell disponierten egozentrierten Kampfdaseins.

Was man als Kind nicht vorgemacht bekommt, sondern allenfalls gepredigt mitbekommt, wird keine UTOPIA, keinen Glauben an Selbstorganisation und Steuerung von Wertverhalten vorstellen können, die mehr als Überlebenskampf ist.

Die weithin verdorbenen Machtsysteme der heutigen Staaten, erhöhen täglich die Basisdistanz. Das organisierte LÜGENPRESSE-System erzeugt täglich Abwendung und Skepsis. Doch ohne tragfähige Kommunikation lässt sich eine demokratische Partizipation nicht halten.

So mordet jeder Mörder bei Bedarf und versucht der Strafe zu entkommen. Und wer es sehen will, kann diese Kampfmoral bei der Schwalbe im Fußball und bei dem millionenschweren Uli-Hoeness-Steuerbetrug beobachten – Strafrecht und Abschreckung sind damit mehr oder weniger Jenseits von Moral ein Gesellschaftspiel mit sehr ungerechten Ressourcen für die Spieler.

Ich bin gegen TODESSTRAFE. Für Fälle in denen die allgemeine Gesellschaft Schutz vor steuerschwachen oder bösartigen Individuen braucht, halte ich nach sorgfältiger Erwägung den Ausschluss solcher Bürger vom freien öffentlichen Leben, also geschlossene Unterbringung für solche Gefährder. Gegebenenfalls mögen eine zeitweilige Entmündigung und begleitende Gespräche zwischen Fachtherapeuten und Delinquent, Deviant bzw. Patient für eine domestizierte Wiedereingliederung, den angemessenen gesellschaftlichen Aufwand politisch setzen, anstatt nur den lebenslangen kurzen Prozess amtlich zu erzwingen.

Ich bin der Überzeugung, dass möglicherweise dem Gemeinwesen große alljährliche Millionenbeträge für die Wiedereingliederungs-Behandlungen anfallen werden. Doch kann eine Menschlichkeit, die allen gleich bereitgehalten wird, von allen, die nicht darauf angewiesen sind, doch gerne gezahlt werden. Weil es schön ist, wenn unsere verfassten Normsetzungen als zweckrational gedacht sind, doch keineswegs mögliche Devianz erlauben, wir uns gemeinsam glücklich schätzen dürften, wenn für Abweichler lebenswerte Spielräume im sozialen Hintergrund bereitstehen.

Trumps CAPITOL-Sturm brachte mehreren Menschen den Tod, davon auch ein Schutzmann im Dienst. Nach oberflächlicher Einschätzung ist dieser Gewaltakt Trump kausal zuzurechnen. Es ist keine Parallelität der Wertvorstellungen von Mob und Trump oder eine Korrelation, sondern eine ehrlose, rechtswidrige Ordnungszersetzung, zur rechtswidrigen gewaltsamen Verhinderung der konkreten Kongressarbeit zur Inauguration des kommenden US-Präsidenten Biden.

Die Unbilligkeit Trumps Verhalten, mit der Bewertung „niederes Motiv“, muss zur juristischen Beurteilung von Täterschaft mit Todesfolge, als Totschlag, Mord oder Fahrlässigkeit mit Todesfolgen oder andere Interpretationen, gegen die konkreten Opfer oder gegenüber allen Bedrohten oder der gesamten Öffentlichkeit in Washington …

Meiner Meinung nach wäre ein seriöses öffentliches TRIBUNAL für den ehrlosen Trump US-gesellschaftlich wie auch weltöffentlich sinnvoll. Dabei müsste Trump zur Rede gestellt werden, um forensisch festzustellen wie weit er nur dumm und urteilsschwach ist, wie wahrnehmungsgestört er ist oder wie banal machtlüstern und anarchistisch er an Zwänge einer unorthodoxen FAKE-FÜHRUNG als Folge der US-Verfassung glaubt.

.

FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

.

WARNUNG: recommended posts

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein


NPD-Verbot und Oster-Selbstmord-Diskussion im AIRBUS-Dolorosa

April 5, 2015

Lichtgeschwindigkeit 5484

vom Sonntag, 5. April 2015

.

IMG_4456

.

Pünktlich zu Ostern haben die deutschprachigen Massenmedien – insbesondere der staatlich organisierte Themen-Schwall – von der geschmacklosen Inszenierung des kranken „Selbstmörders“ im AIRBUS320 abrupt abgelassen.

.

Thematisch enggeführt blieb man aber bei der Sache:

.

Vom Absturz zur Kreuzigung ist es nicht weit, zur Erlösungs-Selbstopfer-Feier des „Selbstmörders“ Jesus, der sich mutwillig kreuzigen ließ – so behauptet es die christliche Sage im neuen Testament der christlichen Evangelisten – stellte sich Jesus ohne Not der römischen Polizei, statt den Garten hintenrum zu verlassen, auf dass es Ostern werde.

.

Und – eh‘ man sich versieht – sind wir beim NPD-Verbot -, denn man publiziert die parlamentarischen Rechthaber gerne im Zusammenhang mit denen der NPD angehängten Morde, Tötungen und Tötungsversuche und SELBSTMORDE –.

.

Ja, die so signierten RECHTEN, bevor sie als Zeugen vor Gericht aussagen, machen angeblich gerne Selbstmord. KÜRZLICH ERST WIEDER EINE 20-jÄHRIGE.

.

IMG_4102

.

Dietmar Moews meint: Da haben wir nun alle Tassen im Schrank:

.

Ein kranker „Selbstmörder“ im AIRBUS: Er hätte ja als schuldfähiger Täter seinen Selbstmord nicht als „Mörder“ durchführen müssen. Man sagt: GOTT ist mit den Schwachen und Kranken, weil die besser durchs Nadelöhr gehen.

.

Ein Jesus, auch auf die Besatzungssituation des damaligen Palästinas nicht besonders politisch reflektierender Devianzpraktiker, ging derart unnötig ans Kreuz, dass man an seiner „Freiwilligkeit“ starke Zweifel hat, dass man GOTT in Anspruch nimmt, seine Hände im Spiel zu haben.

.

Ein NPD-Verbot wird nicht kommen – wie es Julia Klöckner (CDU) zutreffend zu Ostern erklärt hat, weil

.

Kreuzigen von I Ms seitens der Arbeitnehmervertretung umstritten wird,

.

AIRBUS-Abstürze – auch für die teils staatliche LUFTHANSA-Germanwings – zu teuer,

.

schließlich die staatlich gewünschte, parteiorganisatorische Kollektivierung und Klientelisierung zu den innenpolitischen Zwecken der „Ordnungspolitik“:

.

Man nimmt ein „rechtsradikales“ Potenzial der Gesellschaft – anders gesagt, den Selbstbestimmungsanspruch und die freie soziale Dynamik öffentlicher Meinungsprozesse (PEGIDA) – und setzt den polizeilichen Dämpfer und die IM-Keule drauf.

.

Was ist eigentlich an Brandstiftung RECHTS? – Brandstiftung ist eine Straftat.

.

Was ist an einer freien politischen Meinungsäußerung „rechtsextremistisch“?

– es ist rechtsextremistisch, wenn damit zu politisch-motivierten Straftaten aufgefordert wird.

.

Was ist am Programm der NPD RECHTS bzw. RECHTSEXTREMISTISCH?

.

Von Aufforderung zu Straftaten steht da nichts drin: Deutsche Gerichte werden sich hüten, DUMMHEIT zu verbieten. Denn dann könnten sie gleich das Volk der Hitlerschlauen und Verpitbullten auflösen und ein neues wählen.

.

NPD-Verbot hätte schlüssiger Weise weitere Parteiverbote der Blockparteien zur Folge. Und man weiß doch, dass diese Parteien schöne Käseglocken für potenzielle Menschenfeindlichkeit sind. Gerade heute startet der GRÜNE niedersächsische Minister das Atomkraftwerk Emsland erneut.

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

IMG_4071

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein


Sterbehilfe im deutschen Bundestag

November 13, 2014

Lichtgeschwindigkeit 5077

am Donnerstag, 13. November 2014

.

IMG_3911

.

Hingebungsvoll redeten heute unzählige Nobodys im Deutschen Bundestag (Kanzlerin Merkel war ja auf Weltreise), wie sie sich ein Gesetz wünschen, das eine lizensierte „Sterbehilfe“ fassen solle.

.

So viel Selbstgewichtung mit Blödheit zum Thema habe ich selten angehört (ich habe es stundenlang bei TV-Phoenix mitgehört). Wie engagiert und leidenschaftlich? – wie kann das sein, wenn das Thema verfehlt wird.

.

Was ist ein guter Tod? Was ist ein schlechter Tod? Was ist eine palliative Sedierung? – am Leben orientieren blablabla. Die Ärzteschaft ist jetzt aufgefordert“ …

.

wie elend leer diese Geräusche! Ich würde mir als Arzt solche Labereien in der weitesten Öffentlichkeit vom Leibe halten. Als seien Ärzte hohl.

.

Da fordert Edgar Franke von der SPD: Wir brauchen die Diskussion, wir brauchen den öffentlichen Diskurs zur Sterbehilfe.

.

IMG_0634

.

Dietmar Moews meint: Warum nur? – ich sage es: Diese absurden Bundestagsredner wollen sich mal so richtig auskotzen, in dem sie erzählen, wie sehr „gutmenschlich sie sind“, während sie täglich Mord und Totschlag, Zynismus und Drecksgeschäfte abnicken: Wer schenkt Israel die Marine-Korvetten? Wer entsendet Waffen in den Irak? Ja, so ist es hier: Sie rufen:

.

Haltet den Dieb, jagt die in Graubereichen tätigen Sterbehelfer. Wieso nur?

.

Es ist definitiv mit der Normierung, mit dem Zugriff aufs analoge Leben einfach: Man kann es nur totalitär dirigieren, kontrollieren und steuern. Leben totalitär? Nein, Danke!

.

Genau das kann man mit der Geburt nicht – das kann man mit dem Sterben nicht. Warum nicht? Weil es jeder ganz individuell geschehen lässt. Das Neugeborene kann nicht dem Strafrecht stärker zugeordnet werden, als es heute ist.

 

Die Mutter bestimmt, es ist die Mutter, die leibeigene, dann ist es irgendwelches normiertes Fachpersonal, einschließlich Strafrecht. Wie sollte dem Neugeborenen noch stärkere Selbstbestimmung und Rechtsschutz durch Gesetz gegeben werden können?

.

Und sagte die Rednerin Maria Michalk CDU, „es ist ihr ein herzliches Anliegen, allen Rednern zu danken, weil sie ganz einfach an den Anfang des Lebens geht: Niemand habe bestimmt, wann wir geboren werden … Blablabla Kinder der Liebe“.

.

Welches Recht sollte denn über das Recht des Lebenden, zu sterben, gestellt werden? Und warum will man den Sterbewilligen verstärkt unters Strafrecht stellen? Warum? Weil man den Rollstuhlfahrer hindern möchte, sich eine Pistole zu beschaffen? Frage nach dem Motiv? Ja klar, aus Wichtigtuerei. Man kann ein Gesetz machen. Ja, und dann?

.

Geschäft mit dem Tod? Ist verboten.

.

Mord? Ist verboten.

.

Totschlag, fahrlässige Tötung – Alles verboten und strafbewährt.

.

Was will man jetzt über den hippokratischen Eid, der Hilfepflicht der Ärzteschaft, hinaus noch regeln, wo es nichts zu regeln gibt ?– schon gar nicht durch Marktwirtschaft.

.

Ein Geheimnis kennt niemand. Wer will durch Gesetz einen Lokführer davor schützen, dass sich mit Sterbehilfegesetz jemand vor seinen fahrenden Zug wirft? – Unsinn, Blödheit, Heuchelei, Wichtigtuerei – und jeder weiß es: Mit solchen Debatten wird keinesfalls irgend eine Geburt oder ein Tod „verbessert“.

.

Ist es so schwierig zu verstehen, dass ein Verbot von Flugzeugabstürzen, die Abstürze-Zahl nicht reduzieren könnte?

.

Wer also aus seinem Tod eine Operette machen möchte, sucht nicht den lizensierten Sterbehelfer in der Schweiz auf. Wer sich im Rollstuhl erschießt, wirft sich nicht vor die U-Bahn, fährt nicht mit dem großen BMW gegen die Autobahnbrücke, nimmt keine gesättigte Zuckerinfusion usw. alles selbstbestimmt.

.

Den Gesetzmachern geht es einzig um eine einzige Qualitätsveränderung im analogen Leben: Man will ein neues Gewerbe lizensieren.

.

IMG_3815

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

IMG_3883

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 10.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 2.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein


Deutsche Erkenntnis mit Michael Buback

Mai 11, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4395

am 11. Mai 2014

.

Äußerst zersetzend wirken die Machenschaften der Staatsanwaltschaft und des Landgerichts München beim NSU-Prozess, die ziemlich offen einen Neo-Nazi-Prozess aufgerufen haben, sich selbst aber gar nicht an Roland Freislers Volksgerichtskultur zu erinnern scheinen. Wie soll man sich all die Unregelmäßigkeiten sonst erklären, wenn sich Gericht, Staatsanwaltschaft, bayerische Justizpolitik und die Meinungsführer der Massenmedien in Deutschland fortlaufend aufführen, als habe sich die Wahrheit tonlos zu unterwerfen, so, als seien die Gesellschaft sowie ihre Mitglieder an Wahrheit und Aushandlung des Umgangs mit der Wahrheit mehrheitlich uninteressiert.

.

Hierzu hat Professor Dr. Michael Buback, Göttingen, einen „Brief an die Herausgeber der FAZ“ geschrieben, der in folgender Form abgedruckt worden ist – an prominenter Stelle, oben links, doch bislang ohne weitere Echos.

.

Buback spitzt staatliche Rücksichtslosigkeit gegen Wahrheit und Rechtsgefühle im Vergleich der gerichtlich organisierten Nichtaufklärung der anhängenden NSU-Morde mit dem Buback-Mord zu. Man muss es sich klarmachen: Der ermordete Siegfried Buback, dessen Tod nicht aufgeklärt wird, war der oberste Staatsanwalt der Bundesrepublik, der höchste Wächter unseres Rechtsstaats: Generalbundesaanwalt.

.

Ohne Erörterung, was Deutsch ist oder für Deutsch gehalten werden kann, wird hier von Deutscher Erkenntnis geredet, die Veränderungen als einen normalen permanenten Wandlungsgang des Zeitgeistes, des Volksempfindens, aber auch der kurzfristigen politischen Handlungsmaximen verstehen. Wir müssen also immer den kleinen angefeuchteten Finger in den Wind halten, um zu erkennen woher er pfeift, damit das Deutsche gelingt und nicht überstresst wird: To bite of more than one can chew – dafür muss man zur öffentlichen Sprache kommen, wo die Fallen liegen.

.

Hierzu sind ordnungspolitische Unterlassungen und staatlich auffällig aufgeführte Belanglosigkeiten beachtlich, genau wie die teils absichtlich schiefen Ausformungen normativer Spielräume. Was müsste der Staat moralisch vorbildlich machen? Was darf sich der Staat an Rechtsbrüchen leisten? Wie hält man die Gesellschaft in der staatlichen Beziehung und bei Stimmung? Sind Integration und Beteiligung oder Zersetzung gewünscht?

.

Michael Buback in der FAZ vom 10. Mai 2014, „Briefe an die Herausgeber“ – Dietmar Moews hat auf entsprechende NSU-Reflektionen in der gegenwärtig veröffentlichen Lage zu der NSU-Prozessführung am Münchner Landgericht hier im Blog ebenfalls LICHTGESCHWINDIGKEITS-Signale ausgesendet:

.

NSU und RAF – Zum Beitrag „Minirock und Bomberjacke“ /F.A.Z. Vom 5. Mai): Was bringt es, über Beate Zschäpe zu schreiben: „die Einzige, die sagen könnte, wie es war, schweigt beharrlich“? Soll das heißen, die Justiz benötigt die Unterstützung von Angeklagten, um Verbrechen aufzuklären? Angeklagte sind nicht verpflichtet, sich zu belasten. Es gibt keine Alternative zur konsequenten Arbeit der zuständigen Ermittler und Strafverfolger.

Im ausführlichen Beitrag zum NSU-Verfahren wird nicht auf die vielfältigen Parallelen zum kürzlich beendeten Stuttgarter RAF-Prozess hingewiesen. Auch beim Karlsruher Attentat wurde über sehr lange Zeit nicht gegen dringend Tatverdächtige vorgegangen, Akten verschwanden oder wurden vernichtet, und es gab Kontakte zwischen terroristischem Bereich und Geheimdienst. Der Stuttgarter Senat konnte seine Aufklärungspflicht nicht erfüllen und die Karlsruher Mörder nicht nennen. Beim NSU-Komplex sind Ermittler und Strafverfolger erst nach dem Tode von zwei Tatverdächtigen überzeugt, dies seien die Mörder gewesen, da die Tatwaffe in ihrem Bereich gefunden wurde. Beim Karlsruher Attentat zog die Bundesanwaltschaft den umgekehrten Schluss: Die zwei Personen, die bei ihrer Ergreifung die Tatwaffe mit sich führten, seien nicht die beiden Tatausführenden gewesen, da eine solch brisante Waffe an Dritte weitergegeben würde. Was gilt denn nun?

Die Verbrechensaufklärung wird offensichtlich schwer, wenn es ein Zusammenwirken geheimdienstlicher Stellen mit Personen im terroristischen Bereich gegeben hat, und die weisungsgebundene Bundesanwaltschaft stößt an ihre Grenzen. Wie soll die Aufklärung der NSU-Morde durch die Befragung von Ferienfreunden und ehemaligen Nachbarn des Trios vorangebracht werden, wenn ein Verfassungsschützer, der in Kassel zur Tatzeit beim Tatort war, nichts bemerkt hat? Wenn Geheimdienste im Spiel sind, kommt man nicht weiter, sagte mir ein kenntnisreicher Beobachter zu Beginn des Prozesses. Dies wollte ich nicht glauben. Wer Angehörige durch ein politisch motiviertes Verbrechen verloren hat, bei dem die Täterschaft in einer Grauzone liegt, muss sehr viel hinnehmen und auf Auskünfte über Tat und Täter verzichten, die nicht nur ehemalige Terroristen geben könnten. Professor Dr. Michael Buback, Göttingen“ (so laut FAZ).

.

Dietmar Moews meint: Ich finde es dankenswert, dass Michael Buback weiterhin staatsbürgerlich öffentlich mitdenkt. Ebenfalls, dass die FAZ Buback abgedruckt hat.

.

Tote werden nicht wieder lebendig. Fehler können nicht rückgängig gemacht werden. Fehlerlernen kann meist von Sonderfällen her nicht auf allgemeine Verhaltensmaßgaben umgelegt werden. So, was?

.

Die große Zahl in der Gesellschaft wird geführt. Grobe Klötze und Keile sind auch die Stilmittel, die unsere gewählten Repräsentanten dafür übrighaben. Auch deshalb, weil die Majorität in der Öffentlichkeit nicht akzeptiert, wenn sich die Hauptverantwortlichen mehr und gründlicher um Buback oder Zschäpe, um Geheimdienst und Überwachung, Sicherheit, Willkür und Verunsicherung kümmern und dazu äußern würden.

.

Die Wähler-Majorität macht den Schnitt – die Dummheit kann nicht abgewählt werden. Überforderung versaut die Stimmung. Gerne läse man mal Genaueres über ordnungspolitische Grenzgänge durch den ständig aktiven Geheimkomplex. Wo wird vorhersehbar momentan oder morgen gezündelt?

.

Noch lauern Blindgänger.


Deutsche? Hochbezeugung für Aung San Suu Kyi aus Myanmar

April 10, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4287

am 10. April 2014

.

Aung San Suu Kyi (68), Oppositionelle in Myanmar, die nach 15 Jahren politischer Haft bzw. Hausarrest im eigenen Haus, unter der Militärherrschaft von Myanmar inzwischen in der politischen Öffentlichkeit ihres Vielvölkerstaats lebt, besucht Berlin. Die Politikerin Aung San Suu Kyi wird von allen hohen deutschen Repräsentanten empfangen und soll einen SPD-Willy-Brandt-Preis verliehen bekommen.

.

Die staatlichen und marktwirtschaftlichen deutschen Massenmedien vermeiden das Wort „Myanmar“ und reden meist von Birma und Burma. Birma lautete eine frühere Staatsbezeichnung von Myanmar und wird vom Namen einer der zahlreichen Volks-und Religionsgruppen von Myanmar, den buddhistischen Birmesen, bezogen.

.

Birma und Burma sind also nicht korrekt, auch offizial völkerrechtlich nicht korrekt. Die Axel-Springer-Medien würfeln stets Birma und Burma gegen Myanmar.

Es ist auch fragwürdig den Namen einer Gruppe zu benutzen, wenn alle Volksgruppen Myanmars traditionell und auch aktuell gewaltsam in Konflikten leben.

.

 Es ist ein Gegenbesuch „unter Freunden“: Für Bundespräsident Joachim Gauck ist Aung San Suu Kyi, Birmas ‚Lady‘, wie sie liebevoll von ihren Anhänger genannt wird, seit seiner Südostasien-Reise im Februar genau das: eine Gleichgesinnte im Kampf gegen die Diktatur. Am heutigen Donnerstag trifft die Friedensnobelpreisträgerin aus dem lange von harter Junta-Hand regierten Land in Berlin ein.

.

Es ist ziemlich fragwürdig, dass der Bundespräsident sich selbst als „im Kampf gegen die Diktatur“ tituliert. Joachim Gauck war in der DDR kein Kämpfer gegen die Diktatur, sondern Amtsträger der vollkommen integrierten Evangelisch-Lutherischen Kirche der DDR bzw. von Mecklenburg. Aung San Suu Kyi, ihrerseits, ist heute bestenfalls Oppositionspolitikerin in Myanmar.

.

Immerhin, Aung San Suu Kyi, wird in Berlin den Bundespräsidenten wiedersehen, außerdem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Denn am Freitag wird Aung San Suu Kyi mit dem Willy-Brandt-Preis ausgezeichnet. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) wird die Laudatio halten.

 

„Wir haben eine ähnliche Biografie“, hatte Gauck im Februar in Naypyidaw, der neuen und hässlich-absurden Hauptstadt Myanmars, geschwärmt und sich begeistert von seiner Gastgeberin gezeigt. Suu Kyi sei „eines seiner großen Vorbilder“.

.

Und die gemeinsame Erfahrung, in einer Diktatur gelebt zu haben, verbinde, sagte Gauck. „Es gab wegen unserer Sehnsucht nach Freiheit, unserer Liebe zur Freiheit und unserem Kampf für Demokratie viel Gemeinsames.“

.

Die Oppositionsführerin war ebenfalls angetan von ihrem Gast, auf ihre kerzengrade, gefasste Art: Gauck, der selbst in seiner politischen Vergangenheit gelitten habe, würde ihr Volk besser verstehen als andere, erklärte Suu Kyi.

.

An dieser Stelle ist Kritik gegen Heuchelei angebracht bzw. Häme gegen Hoffart.

.

Asiatische Version von David gegen Goliath

.

Der zerbrechlich wirkenden Politikerin mit den Blüten im Haar wurden schon viele schmeichelhafte Titel verliehen: Sie ist „Mutter Suu“, die Demokratie-Ikone, die tapfere Heldin des gewaltfreien Widerstands, die schöne asiatische Neuversion von David gegen Goliath. Ihr Leben wurde verfilmt, lange bevor das letzte Kapitel darin geschrieben ist.

.

Nach 15 Jahren Hausarrest war die heute 68-Jährige im November 2010 mit ungebrochenem Tatendrang wie Phönix aus der Asche gestiegen und stürzte sich in ihrer zur Demokratie wiedergeborenen Heimat nach Leibeskräften in die politische Arbeit.

.

Es gab vieles aufzuholen, nachdem die Generäle im März 2011 ihre Uniformen abgelegt hatten und sich recht überzeugend auf das Wagnis einer Nicht-Diktatur einließen. Das frühere Birma, von den Generälen in Myanmar umbenannt, wurde zum Musterland einer demokratischen Neuerfindung. Die neue Garde einstiger Generäle meinte es mit ihrem Projekt einer zivilen Regierung und einer Öffnung tatsächlich ernst.

.

Suu Kyi macht wie zuvor unter dem Druck des Militärs auch unter den neuen Vorzeichen eine gute Figur. Sie sprüht trotz der Jahre voll bitterer Entbehrungen, trotz ihrer fragilen Konstitution vor Engagement. Ihre Partei, die Nationale Liga für Demokratie (NLD), errang bei den Nachwahlen vor zwei Jahren mit Abstand die meisten Stimmen, und sie zog ins Parlament ein.

.

Aung San Suu Kyi will Präsidentin werden

.

Es ist nicht überzeugend, warum ausgerechnet diese Person alle Bürger und Volksgruppen als Präsidenten repräsentieren können sollte. Denn die heutigen Konflikte, insbesondere die Gewalt gegen muslimische Bergvölker, die in Myanmar heute betrieben wird, müssten eine von allen anerkannte Repräsentantin finden – diese müsste für die friedliche Sicherheit und für vom Staat verteidigten Minderheitenschutz stehen. Daran arbeitet Aung San Suu Kyi nicht.

.

.

Unermüdlich arbeitet Aung San Suu Kyi seither an einer Änderung der Verfassung, die noch immer zahlreiche Vorrechte des Militärs zementiert – und die es ihr bisher als Mutter von Kindern mit ausländischen Pässen verbietet, Präsidentin zu werden. Dennoch rückt ihr großes Ziel, eines Tages Myanmars Staatschefin zu sein, in immer greifbarere Nähe.

.

.

Doch Myanmars Politik ist kein Märchen und die „Lady“ keine Zauberfee – auch wenn sie im Ausland bisweilen fast als solche angesehen wird. Die Realität hat Suu Kyi eingeholt, und mit ihr all die weniger schönen Themen des täglichen politischen Geschäfts. Myanmar ist ein hoch komplizierter Vielvölkerstaat – auch ohne eine Junta, die alle und alles unterdrückt.

.

Und so verblasst der Glanz der „Ikone“ ein wenig, je mehr die Welt erkennen muss, dass auch Suu Kyi nur eine Politikerin ist, eine mit Prioritäten und Themen, die eben nicht ihre Herzensthemen sind, auch wenn Menschenrechtler sie für wichtig halten.

.

Sie habe nur die nächste Wahl im kommenden Jahr im Blick, sagen Kritiker, inzwischen selbst innerhalb ihrer eigenen Partei. Sie stelle sich mit dem noch mächtigen Militär allzu gut und schweige zu heiklen Konflikten im Land.

.

Davon gibt es genug, zum Beispiel den Konflikt mit Rebellen der Kachin-Minderheit im Norden Myanmar. Dem Militär, das dort einen Kleinkrieg gegen die eigenen Bürger führt, werden Mord, Folter, Vergewaltigungen und Vertreibungen vorgeworfen. Doch Suu Kyi hält sich bei dem Thema eher zurück.

.

Heimlicher Völkermord

.

Der größte Stein des Anstoßes ist ihr Umgang mit dem Konflikt zwischen den Muslimen und Buddhisten im westbirmesischen Rakhine-Staat. Die muslimische Volksgruppe der Rohingya dort wird verachtet und massiv unterdrückt. Die Rohingya werden nicht als eine der 134 offiziellen Ethnien Myanmars anerkannt.

.

Die Vereinten Nationen bezeichnen die Rohingya als eine der am schlimmsten verfolgten Minderheiten der Erde. Ein Gesetz aus dem Jahr 1982 verweigert ihnen die Staatsbürgerschaft. Der Grund: Sie werden als Einwanderer aus dem Nachbarland Bangladesch betrachtet, die im 19. Jahrhundert mit den britischen Truppen ins Land kamen.

.

So sind die Rohingya staatenlos und schutzlos einem „heimlichen Völkermord“ ausgeliefert, warnen Menschenrechtsexperten wie William Schabas von der Internationalen Gesellschaft für Genozid-Forscher.

.

Die brutalen rassistischen Übergriffen und organisierten Attacken mit über 200 Toten hatte Aung San Suu Kyi lediglich beide Seiten zur Mäßigung aufgerufen und Rechtsstaatlichkeit angemahnt. In einem BBC-Interview erklärte sie, es gebe keine „ethnische Säuberung“, beide Seiten würden gleichermaßen leiden.

.

Kritik von Menschenrechtler

.

Aussagen wie diese sind den Menschenrechtsorganisationen nicht genug. Sie machen aus ihrer Enttäuschung keinen Hehl. So kritisiert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Aung San Suu Kyi vor deren Deutschlandbesuch, zu wenig gegen die Unterdrückung der Muslime in ihrem Land zu unternehmen.

.

„Wir sind tief enttäuscht, dass die selbst so lange verfolgte Oppositionspolitikerin zur systematischen Ausgrenzung und Vertreibung der muslimischen Rohingya-Minderheit schweigt“, sagte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen. „Wenn die Friedensnobelpreisträgerin aus Populismus und mit Blick auf die Wahlchancen ihrer Partei die dramatische Lage der Flüchtlinge unbeachtet lässt, verspielt sie ihren Nimbus als Freiheitsikone“

.

Buddhistische Wähler sind ihr wichtig

.

Beim Gauck-Besuch im Februar hatten Journalisten Suu Kyi nach den Rohingya gefragt. Es sei ein „schwieriges und komplexes Thema“, musste sie wohl oder übel antworten. Man müsse es lösen, „aber mit allen Beteiligten“.

.

.

Vorher schon, als Suu Kyi im Juni 2012 in Oslo mit elf Jahren Verspätung endlich ihre Dankesrede für den Friedensnobelpreis halten konnte, hatte sie auf die Frage, ob die Rohingya Staatsbürger in Myanmar werden sollten, nur geantwortet: „Ich weiß nicht.“

.

Suu Kyi selbst hat diese Kritik Ende vergangenen Jahres in einem Interview abgetan: „Ich habe als Politikerin begonnen – nicht als Verteidigerin der Menschenrechte.“

.

Bundespräsident Dr. Gauck (SPD) ist auch ein „Gleichgesinnter im politischen Kampf“. Das passt ja.


IT-Revolution H U Gumbrecht diskutiert in FAZ

März 16, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4217

am 16. März 2014

.

Das Denken muss nun auch den Daten folgen – Auftakt unserer neuen Serie: Die Geisteswissenschaften reagieren ratlos auf die digitale Revolution. Doch die verändert die Welt und die Art, wie wir uns selbst erleben, dramatisch. Es ist überlebenswichtig, diesen Wandel mit neuen Begriffen fassen und beeinflussen zu können. Von Hans-Ulrich Gumbrecht“ S. 14, FAZ Nr. 59 v. 11. März 2014

.

Das BERLINER MANIFEST von Dietmar Moews sollte von den Meinungsführern nicht ignoriert werden. Bitte den Youtube-Link, unten, beachten:

.

Nachdem seit einiger Zeit in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Autoren mit interessanten Beiträgen zur IT-Revolution hintereinander publiziert werden, entsteht daraus doch bislang keine Debatte. Auch weil es keine intensive Leserbeteiligung in der FAZ gibt.

Die Rubrik „Briefe an die Herausgeber“ bildet in der FAZ eine immer schlapper gemachte Abteilung.

.

NDZ050226

.

Mit „Das Denken muss nun auch den Daten folgen“ soll von der FAZ eine weiterführende Debatte eingeleitet werden. Autor Gumbrecht spitzt wie folgt zu, unterlässt dabei allerdings, die vorhandenen (empirischen) Wirkkräfte einzuorden.

.

In der geltenden Hierarchie steht das deutsche Grundgesetz (GG) über machtpolitischen und marktkonformistisch-finanzpolitischen Einflüssen.

.

Das Recht der Deutschen auf demokratische Selbstbestimmung im deutschen Rechtsstaat beansprucht völkerrechtliche Geltung:

.

Gumbrecht exponiert in og. FAZ-Beitrag: „… unter elektronischen Bedingungen über unser Bewusstsein herausbildendes neues Verhältnis zur Welt und zu uns selbst begreifen … dieses Prozesses in intellektueller Nüchternheit muss es gehen, jenseits von Fortschritts-Euphorie und kulturkritischem Gejammer …“

.

Eine nüchterne Betrachtung der IT-Revolution zeigt den technischen Fortschritt, basierend auf finanziellen, profitorientierten Entscheidungen. Hinzu kommen die konsumtiven praktischen Nutzungen durch menschliche Organisation.

.

Der Seinsschlüssel dieser emergierenden Wirkkräfte, besteht folglich aus drei interdependierenden verschiedenen Strukturelementen:

.

1. Machtpolitische Entscheidungstatsachen*

.

2. Finanzielle Entscheidungstatsachen*

.

3. Technologische Fortschritte*

.

*Ohne Begeisterung, Freundlichkeit und Inspiration der Menschen geht gar nichts.

.

Zu 1) Zunächst ist zu verstehen, dass Macht durch Handlungsmacht in praktisch-empirischer Wirkung zum Ausdruck kommt. Wir haben es bei der ersten Wirkkraft „Entscheidungsmacht“ nicht mit einer normativen Diskussion zu tun. Wir müssen nicht von Totalitarismus oder Schicksalhaftigkeit, Naturkatastrophen oder Götterstrafen mutmaßen, ob nun Menschen Obermacht haben oder nicht. Die angängige IT-Revolution steht zweifellos in der Folge von wirksamen Entscheidungsmachtverhältnissen.

.

Zu 2) Finanzentscheidungen gehen immer mit dem konkreten Machtrahmen einher. Die Interessen des Kapitalismus auf dem Weltmarkt, der Eigenmacht von supranationalen Profiteuren und von staatskapitalistischen Interventionen, bilden jeweils die Voraussetzungen für den technologischen Fortschritt.

Es gehört zur Seriösität dieser Argumentation immer, dass die heutige IT-Revolution durch erhebliche staatskapitalistische Investitionen der US-Regierungen in entsprechende Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu Zwecken des Militärs der USA geschaffen worden ist.

Die USA halten die weltweite Organisations-Vormacht. Zwar wirken die zivilen Nutzer als Konsumenten sowie die Massen-Konsumenten-Intelligenz wie auch die zivile Massenkaufkraft in die IT-Entwicklungen hinein. Doch zweifellos beherrscht das in den USA gestützte Finanz-und Militärkapital weiterhin die Kontrolle, die Entwicklungen und die Richtung der IT.

Selbst, wenn heute auf dem zivilen Konsumenten-Weltmarkt international agierende us-amerikanische Firmen, wie Apple, Google, Facebook, Amazon, Microsoft, Lenovo u. a. bzw. deren möglicherweise chinesischen oder russischen Stakeholder, Investitionen entscheiden, bestehen klare Kompetenzen für Staaten und Verfassungen, politisch und gesetzgeberisch zu bestimmen wo es lang gehen darf.

.

zu 3) Deshalb ist, Drittens, die heutige Weltordnung des völkerrechtlich genormten Miteinanders auf die jeweils geltenden völkerrechtsvertraglichen staatliche Handlungsrahmen abgestellt. Das ist in Deutschland das Grundgesetz und die rechtsstaatlichen Regelungen. Außerdem das geltende, seit 1945 mehrfach erneuerte US-Amerikanische Besatzungsstatut zur Bevormundung resp. geschränkter Staatssouveränität . zuletzt erneuert im Jahr 1991 – über dem deutschen Grundgesetz (GG).

.

https://lichtgeschwindigkeit.wordpress.com/2014/07/29/deutschland-ist-weder-staatsrechtlich-noch-militarisch-souveran/

.

In Deutschland gilt einerseits die nationale Selbstbestimmung nach genormten freien Wahlprozeduren der repräsentativen, föderalen Demokratie.

Die Deutschen haben also den alltäglichen organisatorischen Handlungsrahmen der Steuerung und Kontrolle des sozialen Verkehrs durch das Geld, den Kaufvertrag und die unabhängige Gerichtsbarkeit.

Danach dürfen die Menschen als Konsumenten am Angebotsmarkt Alles an Hard- und Software kaufen und im Rahmen der zulässigen Netzwerke nutzen, wie sie lustig sind. Doch besteht ein erheblich ausdifferenziertes sozio-kulturelles und bildungspolitisches Bett der Zivilitätstreue und der Gesetzesbestimmungen.

.

.

Die IT-Revolution wird in Deutschland demokratisch reguliert. Auch, wenn die deutsche Militärkraft und Finanzkraft, die deutschen Marktanteile als Konsumenten nicht weltbewegend sind, selbst wenn die deutsche IT-Intelligenz weder in der Technologieentwicklung noch in der Nutzerkultur Vorrang einnehmen, und wenn die herrschenden internationalen IT-technologischen Praktiken lediglich Anpassung und Mitmachen zulassen, nicht jedoch demokratische deutsche Mitbestimmung in Betracht ziehen, ist es Selbstbestimmung der deutschen Demokraten, zu entscheiden, welche Ausprägungen die IT-Revolution nimmt.

.

Hier allerdings lärmen – nüchtern betrachtet – längst die Alarmzeichen der it-technologischen Entmündigung. Die Stichworte heißen Militärmacht der USA, Telematik, NSA, Prism, Cyber War, Entkopplung und Entfremdung menschlicher Urteilskraft, Robotik 4.0.

.

Und Deutschland hat einen zweiten meist vertuschten Machtaspekt. Deutschland ist in Folge des Besatzungsstatus von 1945 und der vertraglichen Folgevereinbarungen mit den Alliierten nicht vollumfänglich souverän. Noch im Jahr 1991 wurde die völkerrechtlich geltende Unterwerfung Deutschland, einschließlich der beigetretenen Ex-DDR, unter die drei Westalliierten USA, Großbritannien und Frankreich verlängert. Lediglich Russland hatte dieses Bevormundungsrecht gegenüber der russisch besetzten Zone (spätere DDR) aufgegeben.

.

Deutschland ist also völkerrechtlich den USA unterworfen. Deutschland hat dennoch politische, kommunikative und sozio-kulturelle Weltbeachtung und damit Einfluss darauf, was Menschen glauben und für wahr halten. Selbst die US-Amerikaner beziehen immer wieder interdependierende Anregungen von den Deutschen, als Kommunikationsmarkt der Freiheit.

.

Völker hört die Signale! – die FAZ macht Spielchen zur IT-Revolution. Es fehlen die geltenden Normen der Verfassung: Demokratie, Selbstbestimmung, Freiheit – die rechtsstaatlich umzusetzen sind.

.

Gumbrecht will also eine us-amerikanische Debatte aufziehen, wenn er die Demokratie und das Vorrecht der demokratischen Menschen in der IT-Revolution unterschlägt.

.

Die klassische Debatte führt ja Technologie, Kapitalismus und Demokratie ins Feld. Kommt dann zur Vormacht des Kapitalismus, dessen Investitionen die IT-Revolution vorantreibt, wodurch dann die Algorithmen und die Rechnerleistungen die Schlüsselstellung einnähmen. Wie Gumbrecht meint: „Das Denken muss nun auch den Daten folgen“. Doch das ist falsch vorgestellt.

.

Wir Menschen sind jederzeit in der Lage NEIN zu sagen. Das Berliner Manifest hat die Kriterien der gesellschaftlichen Selbstbeglückung vorgestellt. Ich würde mich freuen, wenn Selberdenken Anschluss fände.

.

Das ist nicht der Ruf, den Bildungsdruck zu erhöhen, wie ihn kulinarische Metaphysten à la Habermas stets im hegelschen Ärmel haben. Es ist die Mehrheitsdemokratie als Entscheidungsmacht. Mord ist verboten – dennoch wird gemordet. Wir können uns des ungeachtet für den Schutz der Mitbürger und Mordvermeidung demokratisch engagieren: Berliner Manifest.

.

 

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews,

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

L1010327

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 10.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 2.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein