Lichtgeschwindigkeit 437

Juli 1, 2010

LICHTGESCHWINDIGKEIT 437

Der Vollweise der FAZ 6 und Kommentar aus Sicht der

IT-Soziologie zur Medienlage von dem Künstlergelehrten

Dr. Dietmar Moews – live und ungeschnitten – muss auch immer

die Werte der Primaten berücksichtigen: Offenheit, Transparenz,

Freiheit, Piraterie und Rechtsstaatlichkeit, aus Globus mit

Vorgarten Berlin Pankow, am Montag, 28. Juni 2010, mit

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 15. Mai 2010, und

vom 16. Juni 2010, Piratenpartei Deutschland.de, RP.de, heise.de

sowie Phoenix, ARD, ZDF, DLF,

Piratenthema hier: Wie kommen wir zur Diskursfähigkeit? Ohne

Diskurskompetenz keine virtuelle Kommunikation. In dieser Folge 6

DER VOLLWEISE von EDO REENTS in FAZ 111 geht es um

empirische Tatsachen: Was will der VOLLWEISE PETER KLUGE

ohne Expertenwissen und mit dem diffusem Mitmachoptimismus,

das die Piraten verwirrt? Was ist piratig?

Will man in den bescheidenen Schritten des Immanuel Kant zur

Urteilskraft gelangen, muss man den Fragen folgen: Was kann

ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Wie ist der

Mensch? Dann kommen wir an eine Bedingung für jede kollektive

Intelligenzbestrebung: Will man basisdemokratischen Zugang

und Offenheit der Entscheidungen gewähren, müssen die Teilnehmer

Sprachkompetenz und Diskursfähigkeit mitbringen oder dahingehend

geschult werden.

Hier beginnt nun eine neue Erkenntnis: Die digitale, virtuelle

Schriftkultur fördert nicht die reflektierte kritische Urteilskraft,

wie die klassische Schriftlichkeit. Sondern die Teilnehmer

am Netz verzichten auf Logik, Kritik und Responsibilität und

entfalten nicht Wissen, sondern eine Vermischung von Konsumtion

und Produktion, nämlich Prosumtion.

Charles Ess wird von Manuela Lenzen in der FAZ

vom 16. Juni 2010, Nr. 136, S. N3 zitiert:

„mit der Kultur der klassischen Schriftlichkeit verschwinden

Fähigkeiten, die das reflektierte und kritische Selbst ausmachen.

Ja, aber es kann nicht Etwas verschwinden, was gar nicht da ist.

Denn die klassische Schriftlichkeit ist eine Kulturtechnik, die

jeweils von jeder Generation neue erlernt werden muss, aber

am E-Mail nicht verlangt wird und nicht mehr entsteht.

Web 2.0 oder Social Media bieten unbegrenzten Zugang und

bieten vollkommen unverbindliche Teilnahme. Geistige Teilhabe

entsteht allerdings nicht. Es ergibt lediglich eine schmierige

Prosumtion ohne qualitative Produktion. Es ergibt also kein

Konsumerlebnis des Produktes, wenn vorher kein Produzent

produziert hat. Charles Ess von der Drury University in

Springfield/Missouri /Brave New World? The Once and

Future of Information Ethics), interessiert sich für das Selbstbild

der Nutzer, er sieht die Tendenz zum „verschmierten Selbst“

mit Unbehagen. Nachdem er anfangs hoffte, die sekundäre

Oralität des Cyberspace, das schriftliche Gespräch wie es

durch das E-Mail und Netz möglich wurde, werde neben die

klassische Schriftlichkeit treten, sieht er Letztere bei der

jungen Generation nun auf verlorenem Posten. … Ausbildung,

Individualität, Wissenschaft, Demokratie wird durch diese

virtuelle Scheinschriftlichkeit nicht entfaltet. Ess behauptet:

Mit der klassischen Schriftlichkeit verschwinden jene Fähigkeiten,

die das reflektierte und kritische Selbst ausmachen …Am Ende

bringt uns das Netz gerade nicht die Demokratisierung von

Wissen, flache Hierarchien und interkulturellen Austausch,

sondern ertränkt uns in irrelevanten Informationsmassen,

macht uns passiv und unreflektiert und ruiniert so die Art

von Individuum, die liberale Demokratien für ihr Fortbestehen

benötigen.

Dietmarmoews meint: Für die Piratenpartei ist es nicht möglich

Basisdemokratie und direkte Demokratie zu verwirklichen,

indem einfach jeder Nachfrager zu quantitativen Abstimmungen

zugelassen wird. Es ist notwendig, von Experten auf höchstem

Niveau politiktaugliche Sätze zu erarbeiten, die auf der Höhe

der Probleme Lösungswege eröffnen, über die dann Aufklärung

und Abstimmungen erarbeitet werden können. Am Anfang steht

also die Frage: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Antwort:

Schulung der Piraten.

Produktion, Idee, Autor, Direktion, Dr. Dietmar Moews;

Aufnahmetechnik und Admin, Piratencrew Berlin;


Lichtgeschwindigkeit 436

Juli 1, 2010

LICHTGESCHWINDIGKEIT 436

G8 PLEITEBANKEN von TORONTO und täglicher Kommentar zur

Medienlage von dem Künstlergelehrten Dr. Dietmar Moews,

Piratenpartei Deutschland, aus Sicht der Piratenbewegung – live

und ungeschnitten – muss auch immer die Werte der Primaten

berücksichtigen: Offenheit, Transparenz, Freiheit, Piraterie und

Rechtsstaatlichkeit, aus dem Mobilen Büro für Lichtgeschwindigkeit

aus Globus mit Vorgarten in Berlin, am Montag, 28. Juni 2010,

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Neues Deutschland, Berliner

Morgenpost. Dazu die Internetz-Online-Lage von BILD.DE, BMI.de

sowie Phoenix, ARD-Fernsehen, ZDF, WDR-Fernsehen, DLF, WDR 5,

Bundeskanzlerin.de, dradio.de

Piratenthema hier: Am vergangenen Wochenende trafen sich die

Regierungschefs der großen Weltwirtschaftsmächte G 8 in Huntsville

Canada. Die Weltbankenkrise und die Finanzkrise und die riesige

Verschuldungsschieflage der G8-Volkswirtschaften stand auf dem

Programm. Alle Privatbanken sind quasi pleite, und können nur

durch staatliche Absicherungen weiterwursteln, lehnen indes

Regulierungen ab. An der Schwelle zwischen Vergesellschaftlichung

und Regulierung sind hier zunächst die Lehren und die

Verbesserungsideen der Banken selbst anzuhören. Die Banker

wollen aber unverändert in die nächste Krise hinein weiterwursteln.

Da nun die Staaten als Bürgen die Kosten dafür tragen müssen,

ist die gesellschaftpolitische Forderung nach vernünftiger Regulierung

vollkommen vernünftig, legal und legitim. An Forderungen werden

Transaktionssteuern sowie höhere Kapitalrücklagen diskutiert, also

Regulierungen. Der USA-Präsident Obama verlangt weiterhin

Deficit-Spending zu Gunsten des Konsums und des Wachstums.

Kanzlerin Merkel muss das eigene Sparpaket bedienen und verlangt

Wachstum und Sparpolitik. Während die EU zwar den Euro retten

will, aber keine Lust hat zu sparen, steht die deutsche Regierung

alleine da.

Herauskam in Huntsville, dass man in Toronto unter den G20,

also G8 gemeinsam mit den wirtschaftsstarken Schwellenländern,

eine Regelung besprechen wollte. Also wurde von den

Schwellenländern, die nicht derart verschuldet sind, die Regulierung

abgelehnt, Obama freute sich, Dr. Merkel freute sich über den

4:1-Sieg Deutschlands gegen England und über die gute Ausrede

gegenüber dem eigenen scheiternden Sparpaket: Dass die anderen

G20 eben keine der Regulierungsideen akzeptieren wollten. Die

Beschlüsse oder Empfehlungen von G8 und G20 sind ohnehin nur

unverbindliche Aussprachen, Meinungsbilder, die niemand befolgen

muss.

Dietmarmoews meint: Wenn also G 20, G8, EU, alle nicht sanieren

und balancieren wollen oder können, dann muss die deutsche

Nationalvolkswirtschaft alleine solide Finanzpolitik versuchen. Die

Tagesnachricht hieß: Die deutschen Gemeinden weisen 2010 eine

Neuverschuldung von über 19 Milliarden Euro aus.

Dass man jährlich 3 Milliarden Euro sparen könnte, wenn aus dem

unsinnigen Afghanistankrieg ausgestiegen würde, wird nicht erwähnt.

Produktion, Idee, Autor, Direktion, Dr. Dietmar Moews;

Aufnahmetechnik und Admin, Piratencrew Berlin