Deutschlandfunk-Sprachperistaltik

Dezember 30, 2014

Lichtgeschwindigkeit 5218

am Dienstag, 30. Dezember 2014

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Hier geht es um eine willkürliche aber maßgebliche Zitatfälschung im DLF.

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Die Nachricht zitierte Bundesminister Wolfgang Schäuble (CDU), der anlässlich zuwanderungsfeindlicher Meinungen bei PEGIDA gesagt haben soll, „… die Zuwanderer waren nach dem Krieg maßgeblich am Aufbau Deutschlands beteiligt.“

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Ich stelle das „maßgeblich“ als falsch heraus:

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EINS: Ich habe Schäubles Interview im Staatsfernsehen ausschnittsweise gesehen – er sagte „nützlich“, er sagte nicht „maßgeblich“.

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ZWEI: „Maßgeblich“ waren die Zuwanderer und Flüchtlinge nicht. Die geschichtliche Wahrheit, über die Maßgeblichkeiten in Deutschland seit 1945, lässt sich leicht an den Fragen des geltenden Besatzungsstatuts und den daraufhin von Deutschland anerkannten Vertragsverpflichtungen gegenüber den alliierten Kriegsiegermächten ablesen, bis heute.

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Welcher trottelige DLF-Text-Schmied hat aus „nützlich mitwirken“ „maßgeblich“ gemacht?

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Wie wären wohl heutige Asylanten oder Kriegsflüchtlinge maßgeblich am Gelingen des Lebens in Deutschland beteiligt?

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Selbst die Integrationsfragen, die man als Problemlösungen verstehen sollte, werden maßgeblich nicht von den Zuwanderern sondern von deutschen Entscheidungen bestimmt.

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„Zuwanderung nützt allen“, sagt Bundesfinanzminister Schäuble mit Blick auf die Pegida-Demonstrationen, schreibt die Wochenzeitung DIE ZEIT.

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Laut Deutschlandfunk-Nachrichten (DLF) habe Schäuble sich zur PEGIDA-Diskussion zu Wort gemeldet und gesagt: „Nach dem Krieg haben die Flüchtlinge und Zuwanderer maßgeblich am Aufbau Deutschlands mitgearbeitet“. In diesem Zusammenhang spricht Schäuble die heutigen Flüchtlinge und Migranten an.

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Die FAZ schrieb hierzu: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die deutsche Politik für die Demonstrationen der Bewegung “Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) verantwortlich gemacht:

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Die deutsche Politik habe versagt. Viele Menschen hätten das Gefühl, „dass sie sich in der institutionell verfassten Politik nicht wiederfinden“, sagte Schäuble der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). Sie müsse daher wieder mehr „zuhören und argumentieren“, sagte er.

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Gleichzeitig wandte sich Schäuble gegen Menschen, die Pegida nutzten, um bewusst fremdenfeindliche Ressentiments zu schüren. „Die muss man wirklich bekämpfen“, so der CDU-Politiker weiter. Deutschland sei auf Zuwanderung angewiesen. Sie zahlten erhebliche Summen in die Staatskasse – deutlich mehr, als der Staat für sie bezahle. Zugleich trage Deutschland eine große Verantwortung gegenüber Flüchtlingen. „Was wären wir denn für Leute, wenn wir bei unserem Wohlstand die Flüchtlinge abweisen würden?“, fragte der Finanzminister.

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Der Evangelische KD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm sagte als der höchste Repräsentant der 23 Millionen deutschen Protestanten dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwoch). „Das Kind in der Krippe hat nur überlebt, weil seine Eltern in Ägypten Asyl gefunden haben.“

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Dietmar Moews meint: Ich bin seit meiner von meinen Eltern veranlassten Anmeldung und Taufe Mitglied der Evangelischen Kirche – meine (1945 kirchlich getrauten) Eltern sind in den 1970er Jahren aus der Kirche ausgetreten (wünschten keine kirchliche Aussegnung).

Wieso bringt der EKD-Rat hier in die politische Auseinandersetzung kein politisches Argument? Welche Blödheit soll er denn aufkochen dürfen mit dem „Kindlein in der Krippe (auf der Müllkippe)“? Gerade bei PEGIDA sollte es um Seinsbindung gehen und nicht um Selbstetikettierungen durch Ammenmärchen. (Da fehlt jetzt noch der Urchrist: „Jesus war Marxist“; die Ägyptengeschichte ist historisch nicht erwiesen, sie ist eine jüdische Erfindung)

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Das fortwährende sozio-geistige Elend, dass die Sprecher der christlichen Kirchen aussenden, war und ist für mich stets unakzeptabel.

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Desungeachtet steht für mich die traditionelle Bindeweise in der lokalen Lebenssphäre wie auch in der weltweiten christlichen (us-protestantischen und der christlich-abendländischen wie der säkular-politischen Strukturen) Kulturwelt in einer selbstbewussten lebenden Kulturtradition.

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Diese Tradition beherrscht Alles in Allem – durch die christlichen USA – militärpolitisch und technisch-materiell die gesamte Welt. Es ist eine verheerende Kampfgeschichte mit vulgärmaterialistischen Zukunftsaussichten, betrachtet man die angängige IT-Revolution und deren Design-Prinzip.

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Die IT-Revolution wird maßgeblich profitmaximierenden Bemessungskriterien anheimgestellt und verfährt dabei zunehmend nach menschenfeindlichen algorithmisch ermittelten Mutmaßungen.

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Fernfuchtelei in der Produktion, wie es die fortschreitende Telematik und Robotik nach dem 4.0-Prinzip (selbststeuernd) entfaltet, macht das technisch Mögliche wirklich.

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Es schwelen untergründig sinnliche Widerstände und Gegensätze zwischen christlichen Normen und Lebenstraditionen und der menschenfernen IT-Revolution. In dem konkreten Konflikt von Entscheidungen zur Frage “Mensch oder Maschine“ werden die christlichen Institutionen eine eigene Beharrungskraft entfalten können.

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Jedenfalls neigt die sinnliche Überzeugungskraft in der Abwägung zwischen „Kölner Dom“ oder „Apple I-Phone“, zwischen „San Miniato al Monte“ und „LENOVO 3000“ oder zwischen einem „einbalsamierten Johannes XXIII. im Schneewittchensarg im Petersdom“ und der „Maut-Brücke an der A 1“, dem „Micro-Chip im Cocker Spaniel“ oder dem „Google Car mit Tamagoschi“ eindeutig zu den fleischlichen Entscheidungen und der menschlichen Herrschaft über das BIG-DATA-Schauspiel.

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Ich erwarte, dass die biblische (der abrahamitisch-christliche Kanon) illusionslose Sicht vom Menschen und seinen irdischen Bedingtheiten, das Vorstellen und Handeln, aus der Tradition kommend, in die Zukunft verharrend, doch die kulturelle Hoheit über die selbstgemachten irdischen Bedingtheiten (IT-Revolution) halten wird.

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Wie jedes Jahresende findet derzeit das Jahrestreffen des Chaos Computer Clubs (CCC) statt. Intelligente Menschen, auf eigene Rechnung, improvisieren ungemütliche Reisen, schlafen auf Couches in Schlafsäcken und bringen ihre hohen Begabungen in unendliche Kommunikationsausuferungen ein, zäh, ohne Erlösung, angesichts der Ohnmacht. Und doch bleibt ein kleiner virtueller Ertrag, ein Gewinn, ein Fortschritt.

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Und die Schranzen der Politik staunen. Denn sie haben es längst aufgegeben, in der IT-Revolution eigene Entwürfe beizutragen:

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Auch Dr. Merkel ist nur HONIGSAUGER der CCC. Sie muss verlauten lassen: Kein Virus im Kanzler-Computer.

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Aber sie weiß: JEDER weiß, MERKEL lügt.

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Merkel kann überhaupt nicht wissen, was in ihrer Computernutzung wirklich läuft. MERKEL kann nicht mal mehr wissen, ob ein Echtzeittelefonat (Echtzeit-Stimm-Simulation), schon gar nicht von E-Mails oder SMS-Botschaften, selbst mit ihrer persönlichen Sekundantin im Vorzimmer, manipuliert oder analog verlässlich sind. MERKEL schwimmt – maßgeblich.

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Man sieht – es ist nicht gleichgültig, ob die Einwanderer „nützlich“ sind, oder, ob sie „maßgeblich mitgearbeitet“ haben, wenn man seine Sprache und die Bedeutung von „Maßgeblichkeit“ in eine semantische Trefflichkeit stellen will.

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Es sind allerdings die sozialen Homogenitätskräfte entscheidend, wie das staatliche Redakteurs-Dispergat beim Deutschlandfunk in Köln die eigene sprachkulturelle Höhe reproduzieren kann oder langsam mit dem Fluss ins Meer fließt.

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Und nur immer wieder kommt im DLF ein Sprachgenie, das „nützlich beteiligt“ und „maßgeblich“ unterscheidet, insbesondere, wenn man einem hochgestellten Bundesminister Schäuble verkommener Weise statt exakter Zitierweise Wortverschiebungen anhängt.

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