KuckucksUse und NSA-Biometrie

Juni 1, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4475

am 1. Juni 2014

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Dr. Dietmar MoewsDSCF0320

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Dietmar Moews meint: Es ist an der Zeit, in eine alltägliche Praxis des KuckucksUse überzugehen. Jeder normale Alltagsbürger, der elektronische Kommunikationsmedien benutzt und solchen ausgesetzt ist, sollte tunlichst jegliche redundante Informationseingabe in Telefon, E-Mails, Skype, Apps und Twitter vermeiden, am Besten unterlassen.

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Damit wird die gesamte gesamte Vorratsdatenspeicherung von allen und jeden vollumfänglich abgefischten und auf riesigen Speichern abgelegten privaten Daten-Bits weitreichend unbrauchbar gemacht: Man hat zwar die Daten, kann sie aber nicht einfach einer Person oder konkreten Kommunikanden zuordnen, und nicht einfach algorithmisch zu Bewegungsprofilen und sicherheitsdienstlichen Verkenntnissen ausbeuten.

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KuckucksUse besteht einfach darin, dass erstens die Kommunikanden sich nicht geschlechtsspezifisch und mit Echtnamen grüßen und nicht mit Echtnamen verabschieden. Zweitens dass nur diejenigen Informationen eingibt, die der Empfänger noch nicht hat – also eine Kommunikationsthematik wird ohne Redundanz und nur durch soziale Anknüpfung ausgesprochen oder ausgeschrieben. Man fängt nicht bei Adam und Eva alle zusammenhänge darzustellen, sondern weiß, welches Wissen der Gegenüber hat und knüpft an bereits vorhandenes Wissen und Denken an.

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Solche Kommunikation können zwei einander irgendwie bekannte personen wissen und nutzen – Außenstehende oder Spione verstehen zunächst nur Bahnhof. Ein Computer findet mit seinen Algorithmen eine überdeterminierte und damit unlösbare Aufgabe zur persönlichen Zuordnung von Inhalten.

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Drittens gibt jeder Nutzer seine Telefonnummer, seinen E-Mail-Zugang und seine Accounts an mehrere andere vertraute Personen weiter, die dieses Werkzeug ebenfalls benutzen. Quasi wie Car Sharing oder Leihoma werden die Tools und Units – Telefon, I-Computer usw. – anderen personen zugänglich gemacht. Damit werden kommunzierte Inhalte nicht mehr in einer „Halterhaftung“ justiziabel. Genau darum geht es: man leiht sich einen Regenschirm, wenn es plötzlich regnet, trägt dabei Handschuhe, ohne seine Signatur zu hinterlassen.

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Kein Mensch kann heutzutage der Biometrie entkommen. Auch wer nicht im Internetz mit Videos oder Photos abgebildet und gespeichert ist, kann über seinen Personalausweis, Reisedokumente, Plastik-Chipkarten und das gesamte öffentliche Überwachungs-Kamera-System erfasst werden:

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DEIN GESICHT entkommt der Gestapo also keinesfalls. Aber, wo du dich bewegst, wo du dich gerade aufhälst oder welches Versteck du nutzen kannst, bevor die die Schergen fangen – das wird durch KuckucksUse enorm verbessert.

Nachdem die Bundesregierung ihre Rechtsstaatsabteilung angewiesen hat, die NSA-Vollüberwachung nicht auf die etwaigen verfassungswidrigen Tatbestände und Sachverhalte durch Vorermittlungen und Ermittlungen überhaupt zu an- und festzustellen, hat die an sich zuständige Bundesstaatsanwaltschaft ohne rechtlich greifende Begründung, und unter zurückgehaltener politischer Motivation, der deutschen Zivilöffentlichkeit mitgeteilt, den Rechtsstaat und das geltenden Grundgesetz (GG) sich selbst bzw. den us-amerikanischen und britischen und sonstigen etwaigen Rechtsverletzern zu überlassen.

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Diese nicht vorgenommene rechtsstaatliche Aufgabe ist eine Offizial-Pflichtverletzung und damit der knallharte Verdacht auf „Strafvereitelung qua Amt“.

Dietmar Moews meint: Zwei Verweise sind Unfug: – Leute, die glauben, ihre Inhalte seien unerheblich und nichts Geheimes. Sie unterschätzen, dass und wie normales Wissen gegen sie geschäftlich missbraucht wird.

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– Die Hacker und Computer-Freaks, die Informatiker und Telematen, die uns Sicherheitsmittel, Sicherheitssoftware, Geheim-Codes,Log-Ins, PINs usw. bzw. Verschlüsselungtricks und -Software verkaufen wollen

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– DAS IST ALLES UNFUG, denn: JEDE VERSCHLÜSSELUNG lässt sich entzaubern.

Es gibt deshalb nur Eines: KEINE INFOS in die IT-Kommunikation,ob Draht, Funk, Peilerei oder Speicher – es geht nur persönliche Diskretion im KuckucksUse.

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Lichtgeschwindigkeit 42

November 16, 2009

Lichtgeschwindigkeit 42 von Dr. Dietmar Moews im Alphons-Silbermann-Institut

Berlin mit der täglichen Piraten-Presseschau, am Samstag, den 24. Oktober 2009;

Aufnahmezeit 16.45 Uhr.

Piratenthema heute: Schäuble, Mielke, Bob Dylans Poetologie, ferner die Taz Berlin,

Neues Deutschland, BILD Berlin/Brandenburg, Frankfurter Allgemeine Zeitung und

FAZ vom 27. August 2009 Produktion,

Performance, Autor, Direktion: Dr. Dietmare Moews;

Aufnahmetechnik und Admin: Piraten-Crew Berlin

&



Flaschenpost 42

zu Lichtgeschwindigkeit 42, von Dr. Dietmar Moews

im Alphons-Silbermann-Zentrum Berlin, dem ungeschnittenen

Auswendigformat der täglichen Presseschau in Lichtgeschwindigkeit,

am 24. Oktober 2009, Aufnahmezeit um 16.30 Uhr;

Piratenthema hier: Schäuble, Mielke und Bob Dylan, ferner Taz

Berlin, Neues Deutschland, BILD Berlin/Brandenburg und Frankfurter

Allgemeine Zeitung sowie FAZ vom 27. August 2009

Themen:

Ich möchte gerne allen, die sich bei den Piraten für Kulturförderung

einsetzen wollen, zu bedenken geben: Wisst Ihr, welche Wege die

Kulturfördergelder fließen? Wer sie empfängt? Wer sie verschwinden lässt? –

Und möchte deshalb auffordern, keine Kulturgelder mehr in die dunklen

Kanäle der Salonpersonnage der unechten Künstler und Funktionäre fließen

zu lassen. Eine Gegenüberstellung der staatlichen Kulturgelder in den Budgets

mit den geringen Summen, die am Ende tatsächliche

Künstler oder dem Kauf von Kunstwerken zugute kommen,

lassen nur einen kunst- , künstler, und kulturfreundlichen Standpunkt zu:

Die Streichung aller dieser Mittel, die allein dazu dienen, dem Staat die

Legitimation zu beschaffen, als sei für die Kunst gesorgt. Es besteht ein

Bedarf an Selbstaufklärung bei den Piraten – alle

anderen Parteien glauben ja, dass diese Salonpersonnage als

Klientelisierungswerkzeug des kreativen Kerns ein kluges

Herrschaftsmittel sei.

Doch ist es eine verirrte Kunstorganisation aus dem Hause

Bundesrepublik Deutschland, das nicht ganz unähnlich der

DDR-Staatskunst ist.

Traratrara die Pest ist da (Heinz Erhard).

Weiterer Nachtrag zu Lichtgeschwindigkeit 41 ist meine kleine

Poetologie zu Bob Dylan, hier aus neue Sinnlichkeit 57, Seite 17: …

Der noch sehr junge Bob Dylan dichtete, wenn die Verheißungen

der Freiheit wie Glockenspiele aufklingeln – wer an sie glaubt,

weil sie schön sind, der habe recht?

Wer glaubt, dass sie einfache Freiheit verheißen, sitzt einer

Täuschung auf, wenn er glaubt, die Verheißung meine: Freiheit käme.

Freiheit wäre mehr als eine Veheißung. Bob Dylan sagt gar nicht

mehr zur Freiheit als – er von seinem Staunen über das Aufblitzen

dieses Glockenspiels der Freiheit staunt.

Er redet nicht von der Freiheit. Er redet und singt vom Staunen. …

es ist nicht ein Staunen des Kindes, das alle Sekunde staunen muss,

weil es laufend interessanteste Neuigkeiten gibt, die erstaunen.

Das Staunen über die aufblitzende Freiheit ist komplizierter – wir staunen,

weil etwas völlig Absurdes, an das kein erwachsener Leser mehr glaubt:

Freiheit, erstaunliche Freiheit, aufgleißende, auftrumpfende Freiheit, die

noch aufblitzt, obwohl alle wissen, es gibt sie nicht, sie ist eine faule

Verheißung – kurz, wir staunen nicht über das Aufblitzen der

glockenspielhaften Freiheit, wir staunen über uns, die wir

staunen wollen, so, wie wir lachen wollen, wie wir belogen

werden wollen, wie wir heucheln und geheuchelt bekommen wollen,

so staunen wir über unser Staunen über das Glockenspiel der Freiheit

im Dreivierteltakt bei Bob Dylan.

Die Medienlage, Radio, Fernsehen und Internetz sowie die

deuschsprachige Tagespresse zu weiten Teilen, bietet als

Hauptnachricht die mehr oder weniger Pleiteverhandlungen

um die Schwarz-Gelb-Regierungskoalition in Berlin,

Die Tageszeitung Taz aus Berlin vom 24. Oktober 2009

macht auf: Merkels erstes Wahlverbrechen/Wahlversprechen

und Schäuble zum Finanzminister

Das Neue Deutschland vom 24. Oktober 2009 bringt auf dem Titel:

Kopfpauschale kommt auf leisen Sohlen. Die Kostensteigerung für die

Armen für Krankenversicherung und Soziales nach der Landtagswahl

in Nordrhein-Westfalen.

BILD Berlin/Brandenburg vom 24. Oktober 2009 bringt auf Seite Eins

die gesamte neue Kabinetts-Bundesministerschaft des in der Vornacht

veröffentlichten Koalitionsvereinbarung zwischen den Unionsparteien

und der FDP:

Alles ist entschieden – Das ist unsere neue Regierung! Dazu die

Portraitfotos von Kanzlerin Dr. Merkel, 55, CDU; Außenminister

und Vize-Kanzler Westerwelle, 47, FDP; Finanzen Schäuble, 67, CDU;

Verteidigung zu Guttenberg, 37, CSU;

Gesundheit Rösler, 36, FDP; Justiz Leutheusser-Schnarrenberger, 58, FDP;

Innen de Maiziere, 55, CDU; Wirtschaft Brüderle, 64, FDP;

Familie von der Leyen, 51, CDU; Arbeit/Soziales Jung, 60, CDU;

Umwelt Röttgen, 44, CDU; Verkehr Ramsauer, 55, CSU; Bildung Schavan, 54, CDU;

Landwirtschaft Aigner, 44, CSU; Entwicklung Niebel, 46, FDP;

Kanzleramt Pofalla, 50, CDU;

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 24. Oktober 2009 titelt:

Schwarz-Gelb gestärkt sowie: Wolfgang Schäuble soll

Finanzminister werden.

Die heutigen Tageszeitungen hängen der Aktualität dieser neuen

Ministerriege nach, bis auf BILD, die es mit viel Bild eben einfacher hat.

Weil alle Finanzminister Schäuble titeln, und weil es eines der wichtigsten

Billionenschulden-Ministerien ist, das voraussichtlich die innenpolitischen

Krisenentwicklungen in Deutschland ausstehen muss, ist ein ehemaliger

Innenminister eine treffliche Wahl.

Schäuble-Überwachungsstaat wird nun von dem stillen de Maiziere

versteckt werden.

Der Sachse Thomas De Maiziere wird ab sofort, als Bundesinnenminister,

der Hauptadressat für die Apo-Piraten sein.

Wir haben das große Glück, dass nicht wie zu DDR-Zeiten,

als der DDR-Innenpolitiker Erich Mielke, der wohl als Tschekist

schießen gelernt hatte, aber ansonsten zu wenig soziale Kompetenz

besaß, unser Dr. Wolfgang Schäuble für mich keine Überraschung ist,

denn der ist tatsächlich vom Fach.

Und wir können froh sein, über Bundeskanzlerin Merkels

Fingerspitzengefühl und Schlauheit in der Personalpolitik.

Nicht nur, dass Schäuble nicht mehr

Innenminister ist, sondern eine kompetente Besetzung ist,

wie ich jetzt an einen Aufsatz von Schäuble ablese: Ohne Maß ist

die Freiheit der Ruin – in der FAZ vom 27. August 2009 – aus dem

ich Fundamentales zitieren will:

…das sozialpolitisch gewollte Anheizen des amerikanischen

Immobilienmarktes, die verhängnivolle Entscheidung der Securities

and Exchange Commission zur Aufhebung der Verschuldungsgrenzen

für Wertpapierhandelshäuser, die refinanzierungs und weltweite Verteilung

eines gigantischen Hypothekenrisikos durch Verbriefung und sogenannte

Finanzinnovationen. Was den deutschen Kontext angeht, wird man einige

Punkte ergänzen müssen. Zum Beispiel das Aufblähen der Landesbanken

mit öffentlichen Geldern. Unter dem Damoklesschwert

künftiger Beschränkungen durch die EU-Kommission wollten einige

Landesbanken ein letztes Mal ein großes Rad drehen. Dabei wurden

Risiken eingegangen, die nicht vernünftig waren und offenbar auch

von den Aufsehern kaum verstanden wurden. Auch die immer weiter

gehende Liberalisierung der Regularien für die Finanzindustrie war im

Nachhinein betrachtet ein Fehler. Kommentar

dietmarmowes: Daran war Schäuble als Regierungsmitglied

mit beteiligt und mitverantwortlich. …

Aufnahmezeit um 20.45 Uhr;

Produktion, Performance, Autor, Direktion: Dr. Dietmar Moews;

Aufnahmetechnik und Admin: Piratencrew Berlin

&


Lichtgeschwindigkeit 42 Schäuble Finanzminister + Bob Dylan

November 14, 2009

Lichtgeschwindigkeit 42 Piraten-Presseschau

am Sa, 24. Okt. 2009, von Dr. Dietmar Moews im Alphons-Silbermann-Zentrum Berlin; Aufnahmezeit um 16.30 Uhr;

Piratenthema hier: Schäuble, neuer Finanzminister, Mielke und Bob Dylan

ferner Taz Berlin, Neues Deutschland, BILD Berlin/Brandenburg und Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie FAZ vom 27. August 2009

Produktion, Performance, Autor, Direktion: Dr. Dietmar Moews; Aufnahmetechnik und Admin: Piratencrew Berlin

Flaschenpost 42

zu Lichtgeschwindigkeit 42, von Dr. Dietmar Moews im Alphons-Silbermann-Zentrum Berlin, dem ungeschnittenen Auswendigformat der täglichen Presseschau in Lichtgeschwindigkeit, am 24. Oktober 2009, Aufnahmezeit um 16.30 Uhr;

Piratenthema hier: Schäuble, Mielke und Bob Dylan, ferner Taz Berlin, Neues Deutschland, BILD Berlin/Brandenburg und Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie FAZ vom 27. August 2009

Themen:

Ich möchte gerne allen, die sich bei den Piraten für Kulturförderung einsetzen wollen, zu bedenken geben: Wisst Ihr, welche Wege die Kulturfördergelder fließen? Wer sie empfängt? Wer sie verschwinden lässt? – Und möchte deshalb auffordern, keine Kulturgelder mehr in die dunklen Kanäle der Salonpersonnage der unechten Künstler und Funktionäre fließen zu lassen. Eine Gegenüberstellung der staatlichen Kulturgelder in den Budgets mit den geringen Summen, die am Ende tatsächliche Künstler oder dem Kauf von Kunstwerken zugute kommen, lassen nur einen kunst- , künstler, und kulturfreundlichen Standpunkt zu: Die Streichung aller dieser Mittel, die allein dazu dienen, dem Staat die Legitimation zu beschaffen, als sei für die Kunst gesorgt. Es besteht ein Bedarf an Selbstaufklärung bei den Piraten – alle anderen Parteien glauben ja, dass diese Salonpersonnage als Klientelisierungswerkzeug des kreativen Kerns ein kluges Herrschaftsmittel sei. Doch ist es eine verirrte Kunstorganisation aus dem Hause Bundesrepublik Deutschland, das nicht ganz unähnlich der DDR-Staatskunst ist. Traratrara die Pest ist da (Heinz Erhard).

Weiterer Nachtrag zu Lichtgeschwindigkeit 41 ist meine kleine Poetologie zu Bob Dylan, hier aus neue Sinnlichkeit 57, Seite 17: …Der noch sehr junge Bob Dylan dichtete, wenn die Verheißungen der Freiheit wie Glockenspiele aufklingeln – wer an sie glaubt, weil sie schön sind, der habe recht? Wer glaubt, dass sie einfache Freiheit verheißen, sitzt einer Täuschung auf, wenn er glaubt, die Verheißung meine: Freiheit käne. Freiheit wäre mehr als eine Veheißung. Bob Dylan sagt gar nicht mehr zur Freiheit als – er von seinem Staunen über das Aufblitzen dieses Glockenspiels der Freiheit staunt. Er redet nicht von der Freiheit. Er redet und singt vom Staunen. … es ist nicht ein Staunen des Kindes, das alle Sekunde staunen muss, weil es laufend interessanteste Neuigkeiten gibt, die erstaunen. Das Staunen über die aufblitzende Freiheit ist komplizierter – wir staunen, weil etwas völlig Absurdes, an das kein erwachsener Leser mehr glaubt: Freiheit, erstaunliche Freiheit, aufgleißende, auftrumpfende Freiheit, die noch aufblitzt, obwohl alle wissen, es gibt sie nicht, sie ist eine faule Verheißung – kurz, wir staunen nicht über das Aufblitzen der glockenspielhaften Freiheit, wir staunen über uns, die wir staunen wollen, so, wie wir lachen wollen, wie wir belogen werden wollen, wie wir heucheln und geheuchelt bekommen wollen, so staunen wir über unser Staunen über das Glockenspiel der Freiheit im Dreivierteltakt bei Bob Dylan.

Die Medienlage, Radio, Fernsehen und Internetz sowie die deuschsprachige Tagespresse zu weiten Teilen, bietet als Hauptnachricht die mehr oder weniger Pleiteverhandlungen um die Schwarz-Gelb-Regierungskoalition in Berlin,

Die Tageszeitung Taz aus Berlin vom 24. Oktober 2009 macht auf: Merkels erstes Wahlverbrechen/Wahlversprechen und Schäuble zum Finanzminister

Das Neue Deutschland vom 24. Oktober 2009 bringt auf dem Titel: Kopfpauschale kommt auf leisen Sohlen. Die Kostensteigerung für die Armen für Krankenversicherung und Soziales nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen.

BILD Berlin/Brandenburg vom 24. Oktober 2009 bringt auf Seite Eins die gesamte neue Kabinetts-Bundesministerschaft des in der Vornacht veröffentlichten Koalitionsvereinbarung zwischen den Unionsparteien und der FDP: Alles ist entschieden – Das ist unsere neue Regierung! Dazu die Portraitfotos von Kanzlerin Dr. Merkel, 55, CDU; Außenminister und Vize-Kanzler Westerwelle, 47, FDP; Finanzen Schäuble, 67, CDU; Verteidigung zu Guttenberg, 37, CSU; Gesundheit Rösler, 36, FDP; Justiz Leutheusser-Schnarrenberger, 58, FDP; Innen de Maiziere, 55, CDU; Wirtschaft Brüderle, 64, FDP; Familie von der Leyen, 51, CDU; Arbeit/Soziales Jung, 60, CDU; Umwelt Röttgen, 44, CDU; Verkehr Ramsauer, 55, CSU; Bildung Schavan, 54, CDU; Landwirtschaft Aigner, 44, CSU; Entwicklung Niebel, 46, FDP; Kanzleramt Pofalla, 50, CDU;

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 24. Oktober 2009 titelt: Schwarz-Gelb gestärkt sowie: Wolfgang Schäuble soll Finanzminister werden.

Die heutigen Tageszeitungen hängen der Aktualität dieser neuen Ministerriege nach, bis auf BILD, die es mit viel Bild eben einfacher hat. Weil alle Finanzminister Schäuble titeln, und weil es eines der wichtigsten Billionenschulden-Ministerien ist, das voraussichtlich die innenpolitischen Krisenentwicklungen in Deutschland ausstehen muss, ist ein ehemaliger Innenminister eine treffliche Wahl. Schäuble-Überwachungsstaat wird nun von dem stillen de Maiziere versteckt werden. Der Sachse Thomas De Maiziere wird ab sofort, als Bundesinnenminister, der Hauptadressat für die Apo-Piraten sein.

Wir haben das große Glück, dass nicht wie zu DDR-Zeiten, als der DDR-Innenpolitiker Erich Mielke, der wohl als Tschekist schießen gelernt hatte, aber ansonsten zu wenig soziale Kompetenz besaß, unser Dr. Wolfgang Schäuble für mich keine Überraschung ist, denn der ist tatsächlich vom Fach. Und wir können froh sein, über Bundeskanzlerin Merkels Fingerspitzengefühl und Schlauheit in der Personalpolitik. Nicht nur, dass Schäuble nicht mehr Innenminister ist, sondern eine kompetente Besetzung ist, wie ich jetzt an einen Aufsatz von Schäuble ablese: Ohne Maß ist die Freiheit der Ruin – in der FAZ vom 27. August 2009 – aus dem ich Fundamentales zitieren will:

…das sozialpolitisch gewollte Anheizen des amerikanischen Immobilienmarktes, die verhängnivolle Entscheidung der Securities and Exchange Commission zur Aufhebung der Verschuldungsgrenzen für Wertpapierhandelshäuser, die refinanzierungs und weltweite Verteilung eines gigantischen Hypothekenrisikos durch Verbriefung und sogenannte Finanzinnovationen. Was den deutschen Kontext angeht, wird man einige Punkte ergänzen müssen. Zum Beispiel das Aufblähen der Landesbanken mit öffentlichen Geldern. Unter dem Damoklesschwert künftiger Beschränkungen durch die EU-Kommission wollten einige Landesbanken ein letztes Mal ein großes Rad drehen. Dabei wurden Risiken eingegangen, die nicht vernünftig waren und offenbar auch von den Aufsehern kaum verstanden wurden. Auch die immer weiter gehende Liberalisierung der Regularien für die Finanzindustrie war im Nachhinein betrachtet ein Fehler. Kommentar dietmarmowes: Daran war Schäuble als Regierungsmitglied mit beteiligt und mitverantwortlich. …

Aufnahmezeit um 20.45 Uhr;

Produktion, Performance, Autor, Direktion: Dr. Dietmar Moews; Aufnahmetechnik und Admin: Piratencrew Berlin