KOTZEN bei GMX im Internetz

November 18, 2014

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am Dienstag, 18. November 2014

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Kotzen, Hodenhagen, Schabernack und Dümmlinghausen: In ganz Deutschland sind wir wieder auf die skurrilsten Ortsnamen und ihren Ursprung gestoßen.“

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http://www.gmx.net/magazine/unterhaltung/lifestyle/kuriose-ortsnamen-30218078

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So lautet ein Aufmacher mit WORTEN auf der Startseite von GMX.

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Ziel einer solchen Titel-Aufmachung ist der Internetz-Benutzer, der hier anklicken soll und „Traffic“ machen soll.

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Dietmar Moews meint: Die Methoden, Anknüpfung bei den Internetz-Benutzern zu finden, werden ständig variiert, und hin und wieder gelingen neue multilaterale Vernetzungen von Reizen, aus denen eine „Kampagnenwirkung“ und eine „User-Neugierde“ entstehen kann. Es ist aber immer dünn und schlägt auf die Geringschätzung von angeberischen Inhalten eines Formates zurück: Wenn es heißt FICKEN – und es kommt irgendwas anderes, wenn es heißt ENTHAUPTUNG-Video – und es kommen stereotype Propagandabilder, wenn es heißt NEU – und es kommt was längst Bekanntes.

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Was soll jetzt also bei GMX KOTZEN?

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Als Mediensoziologe und als empirischer Soziologe der Medienbenutzung und der Medienerlebnisse erreicht das FORMAT GMX mit dem Titeltext KOTZEN nachweislich eine Abwertung als eine gültige INFORMATIONSQUELLE, weil mit KOTZEN vorgetäuscht wird, GMX habe etwas zu sagen – und dann kommen irgendwelche Ortsnamen (Himmelstür zu Weihnachten) und man erfährt nicht mal eine kluge oder aufschlussreiche Beschreibung, wie es zu solchen Ortsnamen kam.

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Die GMX-Behauptung „kuriose Ortsnamen“ wird zwar aufgerufen – dann aber nicht bedient.

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Wären Kotzende und Kotzbilder aus Kotzen wirklich witzig? Oder ist es nichts anderes als Füllstoff im Augenstaub der heutigen Medien?

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Bildschirmfoto vom 2014-04-11 13:58:21

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Marshall Mc Luhan in der Neuen Sinnlichkeit

Januar 7, 2014

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Marshall Mc Luhan in der Neuen Sinnlichkeit

Selbstverspottung ist das Medium

Anmerkung zu Marshall Mc Luhan The Medium is the Message“ in NEUE SINNLICHKEIT 59

In diesem Moment, wo das starke zweckrationale Denken der naturwissenschaftlich positivistischen Vorstellungsorientierung die Weltherrschaft und die Weltzerstörung bestimmt, lavieren die Stalinisten und Bolschewisten noch immer mit den Billigzeichen des schwachen Denkens. Man sagt: Es gibt keine Wahrheit – Alles sei Interpretation. Man glaubt an individuelle Assoziation statt kritischer Urteilskraft. Man hat auch in dem teils freien Westen eine Vorstellung zur Leitkultur erhoben, in der Epistemologie vor Ontologie gesetzt wird. Wo man die weit an ihren eigenen Oberflächen Verirrten noch weiter irreführt und nicht begreift, dass die Realität die Vernunft bestimmt und nicht die Vernunft die Realität. Und in dem man das so praktiziert, entsteht eine unvernünftige Realität, die man unfähig ist mittels kritischer Urteilskraft (Immanuel Kant) hinsichtlich des Vernunftgehalts zu erkennen und zu benennen. Stattdessen hausieren die Schwachmaten mit Glücksrittern, wie Marshall Mc Luhan und dessen The medium is the message“, statt auf Bob Dylan zu hören, der sagte: Willst Du Dich in der Welt auskennen? dann schau gefälligst Fernsehen.

Was nun? Kommt aus dem Fernsehen nur Fernsehen? oder kommt aus dem Fernsehen gültige Information aus der Welt und vom wirklichen Leben der Menschen?

Mit der Diskussion des Neuen Realismus von Maurizio Ferraris und den nichtsgültigen Ansagen von John Brockman und seiner „Dritten Kultur“ ist hier mit einem Text aus der NEUE SINNLICHKEIT 59, Blätter für Globus mit Vorgarten, Dezember 2008 BERLIN Anregung zur Vertiefung gegeben.

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Dietmar Moews beim Tageskommentar der LICHTGESCHWINDIGKEIT vor dem Brandenburger Tor in Berlin

Die Buchstabensuppe ist voller Zeichen. Wenns denn Sinn ergibt. Für den für jeden Blödsinn zu Tode gerittenen Spruch des Marshall McLuhan von 1967, „The Medium is the Message“, ist indes mal so langsam Besinnung angeraten. Noch anfang November 2008 zitierte ein Medienredakteur im Deutschlandfunk wieder einmal dieses unsinnige McLuhan- Diktum, um irgendwas nicht inhaltlich klären zu müssen – weil ja, bekanntlich, – man immer alles abwürgen kann mit „The Medium is the Message“. (Dabei sendet der DLF insgesamt gesehen das beste deutschsprachige Radioprogramm – ein Staatssender).

McLuhan ist weder ein Strukturempiriker, der etwas über Technik, ob Fernsehen oder Internetz , mit Menschen erarbeitet hätte. Alle Behauptungen Mc Luhans im Bereich der Medien haben den Mangel, dass er weder etwas von IT und Technik verstand, aber auch nicht Soziologie konnte, nicht Menschen in ihrer Benutzung der Medien erforscht hat. Untechnische Aussagen zum Fernsehen, ohne den menschlichen Umgang? Was soll es? – Verspottung der Menschen?

Wenn es immer heißt: das Fernsehen ist schädlich, das Fernsehen soll doch Moral und Klugheit, Menschlichkeit und Augenmaß vermitteln, besonders den Kindern nützen und nicht schaden und so weiter. Dann sagt der Medienlaie mit dem anmaßenden McLuhan: Ach, das ist zu viel verlangt vom Fernsehen. Und Günter Jauch hätte es ja auch gesagt (was weiß denn Günter Jauch?): Aus dem Fernsehen käme doch immer Fernsehen. Der Krimimord im Fernsehen ist doch nur ein Fernseherlebnis – Inhalte sind im Prinzip alle gleich gefährlich oder ungefährlich, gleich nützlich oder unnützlich – Medien können die Leute nur bei ihren Werten ansprechen, anbieten, nicht aber andere Werte erzwingen.

Damit fehlt bei McLuhan der Bezug zu den Menschen am Fernsehgerät. Sozio-geistige Folgen, wie Gespräche, Gedankenaustausch, Meinungen und das, oft abweichende, nonverbale Verhalten fehlen. The Medium is the Message würgt das soziale Verständnis des Umgangs im Fernseherlebnis, nämlich von Mensch zu Mensch und den Aufschluss um das soziale Geschehen als Rezeptions- und Perzeptionsgeschehen am Fernsehen und beim Fernsehen, ab.

Kurz: Es ist nicht alles gleich Sülze, ob ich das Flugzeug von 9/11 in den Turm rasen sehe, Elton John an Dianas Sarg singt oder das Testbild abgeschafft ist.