Schoki-Test mit Bayan Sulu „Kasachstan“ Bitterschokolade 82 % Kakao

Dezember 28, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7824

vom Freitag, 29. Dezember 2017

.

Dietmar Moews meint:

.

Herzeleins pochend Weben

Kündet dir: Tod im Leben! –

Stirn so weiß und fein,

Denk: Schatten im Sonnenschein.“

.

(Wilhelm Raabe 1831-1910; aus „Else von der Tanne“ 1965)

.

Ich probierte eine kasachische hochprozentige Bitterschokolade, hergestellt von dem Hersteller Bayan Sulu AG, 11006, Republik Kasachstan, St. Kostanai, Borodin Str. 198.

.

.

Kurz vorab: Diese Schokolade wirkt öde, auch weil die goldglitzernde Packung mit der Selbstbezeichnung PREMIUM eher Hochwert signalisieren soll, aber der Inhalt?

.

Diese Sorte von Bayan Sulu aus Kasachstan ist angeblich Premium Schokolade. Der Hersteller wird bei Georg Bernardini in seinem Schokoladen-Almanach „Der Schokoladentester“ nicht vorgestellt.

.

Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die dunkel ist und Bitter heißt, wie diese angeblich 82% Kakao-Bitterschokolade, eigentlich nicht so angenehm. Die 100 g Tafel ist massiv und äußerlich fein.

.

Die normalformatige Tafel schmeckt auch nach Kakao, also auch etwas nach dunkler Schokolade, muffig, wie im Gerümpelkeller, während sie aber keineswegs alt oder unfrisch wirkt. Die Konsistenz und der Schmelz überzeugen eigentlich nicht – wenngleich sie treffend süß ist. Sie ist sehr fett, im Mund klebend.

.

Die Geschmacksidee, eine hochprozentige Bitterschokolade zuzubereiten, ist an den westlichen Geschmackserwartungen des Testers gescheitert. Es handelt sich um Blend-Kakao, also um ein Geschmacksgemisch (nicht Bean to Bar). Aber schon die Inhaltsangabe, wo es 82% Kakao mindestens heißt, aber z. b. 47% Fettgehalt und keine Angabe für Kakaobuttergehalt – ist die Frage, woher kommt der Fettgehalt (bei 100 g Gesamtgewicht). Und so ist anzunehmen, dass die 82% Kakao, nicht Kakaopulver, sondern Kakaomasse ist, also Kakaopulver einschließlich Kakaobutter bzw. Fettbeigabe, die aber nicht angegeben wird. Dann wird ein Zuckeranteil angegeben, der nicht der hochkarätige Rohrohrzucker ist, sondern einfach „Zucker“. Der muffige Geschmack kann also sowohl von irgendwelchem Fett, von minderwertigem Zucker oder von einem eigenartigen Kakaomasse-Anteil herrühren. Vanille-Extrakt wie Emulgator aus Sojalecithin ist hier überhaupt keine Verfeinerung. Welche Rolle der Emulgator dabei spielen soll, ist unverständlich – Kakaomasse ist ungeschieden, Kakaomasse und Zucker verbinden sich freiwillig, ohne Emulgator. Aroma würde man vermutlich erst wahrnehmen können, wenn es in der Geschmacksmischung fehlen würde. Es kann der Abrundung dienen – zumindest dem Textaufdruck entsprechend – aber geschmeckt habe ich Vanille nicht. Oder anders gesagt: Diese zusätzliche Geschmacks-Komponente hat mir nicht gefehlt. Der Test war gruußig.

 

Das Abbrechen der vorgestanzten Abbruchstreifen und das Knacken klingt gut. Die „Kasachstan Premium 82“ würde ich nicht als Schokolade, sondern als ein Mischexperiment bezeichnen, wie gesagt: Gerümpelkeller.

.

Das Beißen, Kauen, Lutschen der Schokolade im Mund ist nicht übersüß, wie oft bei billigen Süßigkeiten. Man möchte mengenmäßig nicht viel mehr, als die Testprobe.

.

Der Kaufpreis ist günstig, Aufmachung und Verpackung angenehm und praktisch, aber nicht zum Inhalt passend. Es kommt als schwarze Qualitäts-Lackpappe mit üppig goldenem Ornament und einem türkismittelblauem Mittelspiegel, der die Umrisse des Staatsgebietes Kasachstans abbildet und eben dem prächtigen Titel „Kasachstan Premium DARK“ daher – das feine Silberpapier, innen, ist schön und ganz sorgfältig mit feinen Prägezeichen verarbeitet. Die Packung ist wiederverschließbar. Man denkt an das alte Schaustellerprinzip: Draußen mehr zeigen als drinnen.

.

Von Bio-Lable, Gentechnik oder Gütezeichen der Lebensmittel-Industrie keine Spur bei „Kasachstan“.

.

Bayan Sulu teilt folgende Zutaten auf der Rückseite der äußeren Pappe in kasachischer, russischer, englischer, deutscher, und usbekischer Sprache mit sowie Herstellungsdatum 13.07.2017; Mindesthaltbarkeit bis 13.01. 2019. (Pure Qualitätsschokolade ist bei sinnvoller Lagerung unkonserviert unbegrenzt haltbar)

.

http://www.monolith-gruppe.eu

.

Bitterschokolade – Zutaten: Kakaomasse, Zucker, Emulgatoren: Sojalecithin, Vanille-Extrakt, Kakao 82% mindestens.

.

Dazu auf der Hinterseite eine Nährwert-Analyse-Tabelle in den verschiedenen Sprachen in winziger Schriftgröße, goldig auf schwarz, die keine Mensch ohne Sehhilfe ablesen kann – Angaben für 100 Gramm.

.

Brennwert: 584 kcal /2425kJ,

Fett 46,7 g

davon gesättigte Fettsäuren 27,7 g

Kohlenhydrate 30,0 g

davon Zucker 19,0 g

Eiweiß: 11,0 g,

Salz 0,02 g

.

EMPFEHLUNG: Wer eine dunkle Bitterschokolade hoher Qualität erwartet wird enttäuscht. Diese „Kasachstan“ ist als Hochqualitätsangebot völlig gescheitert. Wer Lust hat, eine Andeutung kostspieligen Mitbringsels zu verschenken, kann das ohne Gefahr tun (aber nicht über 18 Grad Celsius). Ein Tütchen AHOJ-Brausepulver tät es auch.

,

Fazit: Das Ergebnis der Verkostungen ist ernüchternd: gutes Design, schlechte Zutaten und schlechtes Rezept, dazu, nicht überzeugend umgesetzt. Die Qualität des verwendeten Kakaos ist nicht gut. Besonders die dunkle Schokolade hat erhebliche Mängel im Aroma und im Geschmack.

.

EMPFEHLUNG: Nur eingeschränkt empfehlenswert. Aus der Wertung entfernt.

.

FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

.

WARNUNG: recommended posts

.

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

 

.

 

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

 

Advertisements

Günter Schulte 1937 – 2017 Kurznachruf

Dezember 28, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7823

vom Donnerstag, 28. Dezember 2017

.

.

Günter Schulte war ein deutscher Künstlergelehrter, Lehrer und Philosoph. Schulte wurde am 21. November 1937 in Köln geboren und ist 79-jährig, am 26. April 2017, ebenda gestorben. Schulte litt zeitlebens an starken Schmerzen einer Körperverkrümmung sowie an erheblichem Haut-Juckreiz. Er lebte die letzten Jahre in voller Demenz zu hause, von seiner Familie umsorgt.

.

Günter Schulte studierte in Köln Mathematik, Physik und Philosophie. Nach dem naturwissenschaftlichen Staatsexamen wurde er im Jahr 1964 mit einer Nietzsche-Studie zum Dr. phil. promoviert, später, im Jahr 1970, mit einer Studie über die Schriften von Johann Gottlieb Fichte habilitiert.

.

Er arbeitete mit Mathematikunterricht, teilinvalide, als Lehrer an einem städtischen Kölner Gymnasium, später als Dozent an der Fachhochschule für Kunst in Köln. Seit 1971 war Günter Schulte außerplanmäßiger Professor für Philosophie an der Universität zu Köln. Seit den achtziger Jahren lebte er als Hausmann und Künstlergelehrter, zog mit Ehefrauen und Kindermädchen, über zwanzig Jahre, vier eigene Kinder auf, studierte, schrieb, malte, schnitzte und bildhauerte nach eigenen Maßgaben und trat mit seinen Büchern, mit Vorträgen und Kunstausstellungen öffentlich auf. Sehr bekannt wurden seine Beiträge in der Zeitschrift Neue Sinnlichkeit zu seinen „LEIBPERSPEKTIVEN“ sowie seine Herausgabe in der SLOTERDIJK-Reihe „Philosophie Jetzt! zu den Philosophen in Einzelbänden Kant, Fichte, Hegel. Legendär wären seine liebevoll virtuosen Miniatur-Speckstein-Mösen – wären die bekannter. Er selbst hat davon keine Bilder publiziert (vermutlich sind die Unikatfigurinen privat verstreut).

.

Dietmar Moews meint: Unserer letzte bewusste Begegnung war etwa anfang Jahr 2012, im Telefongespräch zwischen Berlin und Köln, über die 68er Dauermisere mit Habermas und Adorno und dem Spagat, den Sloterdijk in der Salonpersonnage vorturnte. Da hatte Günter Schulte noch seine gedankliche Schärfe und Schnelligkeit, die ich immer an ihm besonders schätzte. Anlässlich einer kurzen Stippvisite, im Jahr 2016, sah ich ihn zuletzt. Er sah gut aus, war strahlend freundlich, wie gewohnt – nur sein Kind an der Tür sagte: Er erkennt niemand. Ja – welch ein Schock (unlängst war mein Freund Franz Otto Kopp, im selben Alter wie Gü, mit 78 Jahren gestorben).

.

Folgende Bemerkungen möchte ich ihm nachrufen. Günter Schulte war ein ungewöhnlich lebhafter, aufmerksamer, freundlicher, musischer und ungeduldiger Mensch. Ihm waren belastungsschwache pädagogische Fälle lästig. Doch er sog das Andere des Anderen als Wissens- und Reflexionsquelle. Seine Schüler loben ihn als Lehrer und als Professor. Er kannte Nietzsche, den er letztlich verurteilte, Marx, der ihn schließlich langweilte und seine eigene lustorientierte SEXUS-NEXUS-Verfangenheit, die ihn ärgerte. Dem Christen und der Bibel mochte er den allzumenschlichen Rettungsort nicht glauben. Er schätzte den Phänomenologen Hermann Schmitz und den so früh gestorbenen neuromythischen Detlef Linke und er hasste den kommenden Tod, den er mindestens seine letzten zwanzig Lebensjahre zum Hauptmotiv-Feind hatte. Ich kannte ihn als tüchtigen und pragmatischen Multitask-Koch und Hausmann, der temporeich in seiner Küche kochte, die Flasche Rotwein öffnete und mit mir über unseren Grunddissens zur 68er Freud-Verfangenheit stritt. Während wir der Sinnlichkeit, dem Leib und der sinnlich angebundenen Erkenntnis frönten, stritten wir über die psychoanalytisch-sexistischen und sozialpsychologischen Ansagen im 68er Menschenbild. Günter Schulte erfreute sich an Beatlesliedern (Rubber Soul), die ich zur Gitarre sang und er spielte Mozart am Flügel, so auswendig und schwungvoll, wie es Lebensfreude und -Leid mit sich brachten. Seine Dauerschmerzen waren Maß für die Beweglichkeit, den Aktionsradius, er fuhr Auto auch lange Strecken, er las meist in schmerzmindernden Liegepositionen, so malte, zeichnete und schnitzte er auch. Seine Bildideen suchten und fanden den direkten Weg von der Natur durchs Auge, über die Hand auf die Leinwand und Papier. Dieser Mediengang brachte die künstlerische Abstraktion, geleitet vom Natureindruck. Wenn er eine ARENA oder einen WALD malte, konnte die Farbe willkürlich und naturfremd sein, die Morphologie und das Licht, die Zentralperspektive und die Verkleinerungen sollten immer stimmen. Sein Thema wurden dabei LEIBPERSPEKTIVEN und SEX. Unser Motto war „eine so große Vulva, die man nicht mit zwei Händen bedecken konnte“. Günter Schulte schuf Werke, die etwas zum Sehen und Anfassen boten. In der Ballhof-Galerie Hannover, die ich führte, haben seine Bilder und Specksteinschnitzereien großen Anklang und zahlreiche Käufer gefunden. Günter Schultes Vorträge, die wir dort veranstalteten, waren mit begeistertem Publikum und intensiven Diskussionen überfüllt. Es kamen sogar extra Zuhörer aus Köln dafür nach Hannover. Als 68er war er den politischen Parteien verhältnismäßig wenig zugetan. Doch begrüßte er die GRÜNEN, die Friedlichgestimmten, und den Menschen- und Naturschutz – während zur Frage einer USA-Reise Gü entsetzt meinte, „da würde einer Figur wie ihm kein roter Teppich ausgerollt, sondern es kämen Krankenpfleger mit der Zwangsjacke“.

.

Nicht unbedacht zitierte er Niklas Luhmanns Motto:

.

„Ein leichter Kopfschmerz muß alle meine Vorstellungen begleiten können“

.

und dazu Schultes eigenes Diktum:

.

„Wir anerkennen also eine Gegenständlichkeit als notwendig für jedwedes Erkenntnisunternehmen, also auch für Erkenntnistheorie.“ aus „Das Auge der Urania, 1975.

,

.

https://www.youtube.com/watch?v=n5bYZeh-lkU

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

 

.

 

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

 


„LOVE & MERCY“ Brian Wilson / Beach Boys Biografiefilm

November 14, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7724

Vom Dienstag, 14. November 2017

.

.

Bei TV WDR wurde vergangene Nacht ein sehenswerter Musikerfilm bereitgestellt:

.

Love & Mercy“ ist eine US-amerikanische Filmbiografie über Brian Wilson und The Beach Boys von Bill Pohland aus dem Jahr 2014.

.

Der Film hatte 2014 auf dem Toronto International Film Festival Premiere. Benannt ist er nach dem gleichnamigen Song von Brian Wilson aus dem Jahr 1988.

.

Handlung etwa: Kalifornien in den 1960er Jahren. Der junge geniale Sänger und Bassspieler und Songwriter Brian Wilson (geb. 1942 in Inglewood California) ist mitten in einer äußerst erfolgreichen Karriere:

.

Mit seiner Band The Beach Boys hat er bereits einige Hits gelandet. Die Band spielte US-Tourneen und musste mit Flugzeugen umherreisen. Nach einer Panikattacke weigert sich Brian Wilson jedoch, weiter auf Tournee zu gehen, und zieht sich ins Studio zurück, um (die Film-PR schreibt „das „größte Album aller Zeiten“) Stücke zu komponieren, für die Band auszuarbeiten und weitreichend aufzunehmen und vorzuproduzieren:

.

Pet Sounds

.

Währenddessen hört er immer lautere Stimmen in seinem Kopf.

.

Vielleicht hätte einiges mehr als nur kurze Bezugnahmen auf The BEATLES und Paul McCartney geholfen, den Impetus von Brian Wilson, über die Surf- and Boogie-Harmonien hinaus in die sinfonischen Sphären weiterzuerfinden, während die Kulturindustrie stets nur darauf beharrt, das ästhetisch einmal Erfolgreiche totzureiten.

.

.

In jenen 1960er Jahren trieben sich die jungen Musiker künstlerisch und geistig voran – es war und ist mehr als Jugendkultur, Sangesfreudigkeit oder Tanzvergnügen: „Wouldn’t it be nice when we get older …“

 

Später, in den 1980er Jahren, wird ein mittelalter Brian Wilson porträtiert: Ein gebrochener, verwirrter Mann unter der Obhut des Therapeuten Dr. Eugene Landy, der, wie sich bald zeigt, Wilson nur manipuliert. Wilson trifft auf die Autoverkäuferin Melinda Ledbetter, die beiden verlieben sich und sie rettet ihn vor Landy.

.

.

Dietmar Moews meint: Es ist wie im Leben. Wenn begabte Kinder von einer bedeutenden Persönlichkeit gefördert werden, wie hier bei drei Wilson-Söhnen vom Vater, der gleichzeitig geschäftliche und künstlerische, musikalische Entscheidungen moderieren kann.

.

Der wirkliche Brian Wilson konnte aus den Fängen des psychotischen Arztes und seines Drogenunterganges so weit befreit werden, dass er sogar noch mit über siebzig Jahren enorme Livekonzerte geben konnte, wo Brian Wilson, teils gelähmt, am Keyboard sitzen, mitspielen und singen konnte.

.

„Love & Mercy“, dieser Film, ist mit sehr weitreichendem Detailwissen und biografischer Treue zugeschnitten. Es ist kein Musikfilm, enthält aber bezeichnende Musikakzente – wie Brian Wilson in Los Angeles, im Studio mit Hal Blaine und der Wrecking Crew, quasi im Studio, interaktiv komponiert, arrangiert und produziert – das muss in Wirklichkeit für alle Beteiligten wie ein geniales Wunder erlebt worden sein (es gibt dazu vielfältige Bezeugungen von Wrecking Crew-Musikern).

.

Der Autor hat vermieden aus Brian Wilsons Biografie-Ausschnitt einen Medizin- oder Drogenklamauk zu machen oder die Anknüpfungen über Bade- und Bettszenen zu Sexspiel oder auch nur Jugendkultur-Atmosphäre und Leichtigkeit aufzuziehen.

.

Auch die Banddiskussionen und die immer kurzgefassten Impressionen von Aktivitäten und die Handlung akzellerierenden Geschehnisse – nicht zuletzt die für diesen Film gecasteten Schauspieler sowie zahlreiche Originallocations in Californien, die Genre-Accessoires, das Schnitttempo, insbesondere die Zeitruhe in der laut- und leise Zubereitung – lauter Werkqualitäten, an denen gar nichts zu bemängeln ist:

.

LOVE & MERCY – ein großer Wurf der Filmindustrie in Hollywood 2014.

.

.

FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

.

WARNUNG: recommended posts

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

.


Schoki-Test mit Coppeneur CARAMEL-GEBÄCK & VANILLE SAHNE 34% KAKAO

April 23, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7286

vom Montag, 24. April 2017

 

Dietmar Moews meint:

.

„Mein Stammbaum ist nicht grad erlesen.

Die Eltern sind nur kleine Leute,

Arm wie mein Ohm Horaz, gewesen.“

.

(Francois Villon nach 1442)

.

Ich probierte eine Sorte der Confiserie Coppeneur Compagnon GmbH:

.

CARAMEL-GEBÄCK & VANILLE SAHNE 34 % Kakao

.

.

Kurz: Dies ist nun keine grandiose Spitzenschokolade, sondern eine SÜSSBOMBE, mit der Vorwarnung gegen MILKA, die Weisse und MARS von Nestle. Dieses Gemisch von Coppeneur ist dekorativer teuerer Mist – ZUCKER und FETT und fummelt unter Designer-Schokolade herum, auch wenn dem Chocolatier der Schokoladensinn längst abhanden gekommen zu sein scheint. Sie wird in Deutschland gemacht, in Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH, Wittichenauer Straße 15-17,

.

http://www.coppeneur.de.

.

Diese Sorte wird nicht „Bean to Bar“ hergestellt und ist deshalb bei Georg Bernardini in seinem Schokoladen-Almanach „Der Schokoladentester“ nicht vorgestellt und kritisiert – : Sehr schade! Hätte mich interessiert.

.

.

Die Süßbombe kommt als 85 Gramm etwa 5 mm dickes längliches Täfelchen aus der ausgereizten interessanten Verpackung. Geht ganz leicht auf. Riecht wie ein Weihnachtsteller. Die Schokoladenmasse hat den Touch eines gescheckten Indianerpferdes. Das Täfelchen hat Vor- und Hinterseite verkaufsfördernd gestaltet. Auf der Oberseite erscheinen quadratische Brechfurchen einer kaum kakaoigen Schokofläche – ich breche es ganz leicht und dann findet ein vergleichsweise kleines unregelmäßiges Abbruch-Stückchen den Weg in die Unterwelt. Die Hinterseite ist durch ein Verpackungsfenster sichtbar, weiß-braun gescheckt, mit angeklebten Gebäcks-Brösel aufgenuttet – bringt geschmacklich nichts als Starksüße.

.

.

4 EURO 80 sind ein Scherz von Coppeneur mit Gruß an Belgien und die unsäglichen „BELGISCHEN MEERESFRÜCHTE“ von Excelsior.

 

Vakuum in Transparentplastikfolie, drum herum ein gewitzter Faltkarton, aufwendig gestaltet, PLUSPUNKTE wie Öko-Siegel, Nicht-EU-Landwirtschaft interesieren Coppeneur anscheinend nicht; es lauten die Angaben Mindesthaltbar 02.2018.

.

.

Inhalt von CARAMEL-GEBÄCK lautet 61% Vollmilch-Schokolade (Kakao: 34% miNdestens) mit gewürzten Mürbegebäckstückchen, 27% weiße Schokolade mit Sahnepulver, mit gewütrzten Mürbegebäckstückchen und dunklen Schokoladenflocken.

.

Zutaten: Zucker, Kakaobutter, gewürzte Mürbegebäckstückchen (17%) Weizenmehl, Zucker, pflanzliches Fett (aus Palmenfrucht), brauner Zucker, Kandissirup, Backtriebmittel, Natriumhydrogencarbonat, Salz,, Zimt, Gewürze, natürliches Zimtaroma), Vollmilchpulver (16%), Kakaomasse, Sahnepulver (1%), Kakaopulver stark entölt, natürliches Vanillearoma, Emulgator: Soja-Lecithine, wasserfreies Milchfett, Bourbon Vanille gemahlen (0,1%). Kann Schalenfrüchte enthalten.

.

Durchschnittliche Nährwertangaben pro 100g: Energie 2360,05 kj/ 565,07 kcal; Fett 36,42g davon 22,14g; Kohlenhydrate 52,2g davon Zucker 44,78g; Eiweiß 6,5g; Salz 0,28g.

.

Gewürze? – (vermutlich gemahlene Weihnachtslebkuchen aus dem vergangenen Jahr)

.

In der aufgeklappten Verpackungspappe liest man in Deutsch und English:

.

Manufaktur für Lebensfreude.

.

.

Georg Bernardini hat diesen Hersteller „Bean to Bar“ in seinem informativen BUCH „der Schokoladentester“ hoch eingestuft und sagt netterweise (S. 245):

.

Zur Wahrung der Objektivität habe ich mich dazu entschlossen die Verkostung und die Bewertung von Coppeneur-Produkten nicht selber durchzuführen, sondern dies zwei exzellenten Fachleuten überlassen.“

.

Dahinter steckt ganz einfach, dass Oliver Coppeneur (bis 1989) und Georg Bernardini (bis 1987) gemeinsam bei der Bonner Konditorei Müller-Langhardt ausgebildet worden waren und beide im Jahr 1992 gemeinsam (bis 2010) das Unternehmen gegründet haben, wo sie seit 2006 Schokoladen machen:

.

Die erste Schokolade wurde mit Kakaobohnen von der Bio-Plantage Hacienda lara aus Ecuador hergestellt. Leider wurde die Plantage verkauft und mittlerweile sind alle Kakaobäume gerodet und Palmen zur Gewinnung von Palmöl angepflanzt wordem. Dashat zur Konsequenz, dasses bei Coppeneur keine Hacienda lara-Schokolade mehr gibt. Die Hacienda lara war eine wunderschöne Plantage mit sehr altem Baumbestand der Kakaosorte Nacional. Es ist eine Schande, dass so ein kleines Paradies profitgierigen Menschen zum Opfer gefallen ist. Ein kleiner Wermutstropfen ist bei Coppeneur, dass für das Konfekt und für die Pralinen-Schokoladen nicht die Schokolade aus der eigenen Herstellung verwendet, sondern auf Standardqualitäten von Zulieferern zurückgegriffen wird.

.

Dr. Dietmar Moews kommt als Bewertung dieser CARAMEL-GEBÄCK zu EIN Würfelzucker von SECHS: Kein Faitrade, keine Öko-Landwirtschaft, dafür Soja-Lecithin für die schlechte Verdauung und dann diese ekelerregende Süße – vielleicht könnte man das Ganze in 2,5 Millimeter starken Blättchen anmischen?

.

 

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 10.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 2.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

 

 


Deutschlandfunk QUO VADIS? Marx 8/9 oder POESIE, MUSIK, PHILOSOPHIE mit Kaspar König

April 2, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7244

Vom Montag, 3. April 2017

.

.

Barbara Schäfer mit Mathias Greffrath verirren im DLF zu KARL MARX „Das Kapital“ 8 / 9 von David W. Harvey zu Wert und Anti-Wert.

.

Und heute – lustiger Weise – macht

 

Deutschlandfunk.de, am 2. April 2017, mit Kaspar König auf, der „in prekären Zeiten“ – mal wieder großsprecherisch – proklamiert:

.

.

Kunst in prekären Zeiten „Wir brauchen mehr Poesie, mehr Musik, mehr Philosophie“

.

Documenta in Kassel und Athen, Biennalen in Venedig, Istanbul und Lyon: 2017 wird das Superkunstjahr. Kunst könne die Welt zwar nicht retten, aber sie sensibilisiere für eine größere Unabhängigkeit, erklärte der Kurator und Kunstexperte Kasper König im DLF. Die aktuelle Situation sei prekär, und darum sei Kunst gerade besonders wichtig.

Kasper König im Gespräch mit Jonas Reese – etwa so, ich zitiere:

.

.

„Es muss etwas geben, wo es sich lohnt, darüber sich zu streiten und zu diskutieren“

.

Reese: Sie sagen, wir brauchen mehr Kunst in diesen Zeiten der Krisen, der mentalen Krisen vielleicht, der wachsenden Komplexität.

König: Ja, ich würde es nicht auf die Kunst beschränken. Wir brauchen mehr Poesie, mehr Musik, mehr Philosophie. Ich würde das jetzt nicht so sehr nehmen, mehr das ästhetische Erlebnis, sozusagen die Enttäuschung, die damit einhergeht, in einem produktiven Sinne, nicht unbedingt das Ansammeln von Artefakten. Aber es muss natürlich irgendeinen Beleg geben. Es muss etwas geben, wo es sich lohnt, darüber sich zu streiten und zu diskutieren und so. Und das, würde ich sagen, trifft unbedingt zu, aber eben auch für die Literatur und für den Film und ein gutes Radio, klar!

Reese: Im Hinblick auf die anstehenden großen Ausstellungen frage ich mich dann aber: Was steht da im Vordergrund? Ist es die Politik oder doch die Kunst?

König: Nein, nein. In Münster ist es die Kunst. Da geht es um ästhetische Fragen, aber die sind nicht von oben herab, sondern die müssen eine gewisse Plausibilität haben. Die haben sie dadurch, dass es 34 Künstlerinnen und Künstler gibt, die alle ihren eigenen Standort mehr oder weniger wählen und wo es auch bestimmte Schwerpunktthemen gibt, die sich ergeben durch diesen Prozess.Wir laden ja jene ein, von denen wir glauben, dass es perfekt ist, diese Herausforderung für sich anzunehmen und für uns wiederum auch der Sache eine kritische lebendige Dimension zu geben, wo wir intelligente Fragen stellen und keine Antworten, nicht unbedingt darauf bestehen. Das ist nicht mehr an der Methode, wie sie _77 entwickelt wurde, und die ist noch immer relevant. Die Politiker wollen gerne irgendeinen kleinen Skandal oder so; das interessiert uns nicht. Aber wir wollen tief bohren, keine Leuchttürme, sondern in die Tiefe bohren.

„Die Kunst ist wahnsinnig wichtig, man darf sie aber nicht zu wichtig nehmen“

Reese: Was ist denn da Ihr Ziel als Kurator einer Ausstellung? Was wollen Sie da bei einem Besucher erreichen?

König: Na ja, dass man ein vitales Werkzeug hat und dass man sich nicht einfangen lässt, indem das einfach nur abgefeiert wird und dann gefragt wird, was ist das nächste. Nein, wir wollen schon irgendwie quasi die Umstände zum Tanzen bringen, intelligent, emotional. Man muss es ja nicht alles gut finden, aber man muss oder sollte merken, dass das eine Seriosität hat.

Die Kunst ist wahnsinnig wichtig. Man darf sie aber nicht zu wichtig nehmen….“ SCHLUSS mit dem ZITAT aus dem DLF von heute – es ist ein skandalöses ABZOCKEN durch Kaspar König der STAATSKNETE für die von ihm marginalisierte KUNST, die damit jeglicher KRITIK entzogen ist: SALONPERSONNAGE ist das KOSEWORT für solche Staatdsquoten-Diener, die dem Staat Kunst und Künstler vom Leibe halten, stattdessen die „SERIÖSE UNWICHTIGKEIT“ herbeifüttern.

.

BERT BRECHT FRAUEN

.

.

Und damit kommen wir auch schon du dem DLF-Hauselend vom 26. März 2017, die Sendung hieß:

RE: Das Kapital (8/9)Wert und Anti-Wert – Krisen sind immer überall möglich“

.

Das Kapital, das im Mittelpunkt unseres ganzen Wirtschaftssystems steht, muss ständig in Bewegung sein. Ist es das nicht, dann drohen Störungen und Krisen, wie der amerikanisch-britische Marxist und Sozialtheoretiker David W. Harvey erläutert. Für die Kapitalisten sei es ein ständiger Kampf, das zu verhindern.

Von David Harvey

.

NEIN. IM MITTELPUNKT stehen MENSCHEN und Erfindergeist, Schauen und Schaffen und soziale Kompetenz!!! – nicht KAPITAL – wie blöde kann man denn sein?

.

Mathias Greffrath, der Redakteur für diese Reihe beim Deutschlandfunk führt auf:

.

„Vor 150 Jahren erschien „Das Kapital“ von Karl Marx. Mutmaßungen über das Ende des Kapitalismus werden schon längst nicht mehr nur von stehengebliebenen Sozialisten, sondern unter den Eliten der Weltwirtschaftsgipfel diskutiert. Grund genug, „Das Kapital“ noch einmal gründlich zu lesen.

.

In einer Deutschlandfunk-Sendereihe untersuchten im vergangenen Jahr sechs Autoren die Brauchbarkeit des Buches für das Verständnis unserer Gegenwart. Als achter Autor nun stellt der amerikanisch-britische Marxist und Sozialtheoretiker David W. Harvey, geboren 1935, seine Thesen vor.

.

Mit seinem Werk „Social Justice and the City“ begründete er eine historisch-materialistische Gegenwartsgeografie. Im Dezember 2016 zeigte er im Internet eine sechsteilige Video Lecture zu Marx und „Das Kapital: The Concept, The Book, The History.“

.

In seinem Beitrag für den Deutschlandfunk untersucht Harvey den Wertbegriff im „Kapital“ im Blick auf aktuelle Phänomene wie Schuldenkrisen, Wachstumsschwäche und die Möglichkeiten antikapitalistischer Bewegungen.“  (So Mathias Greffrath zur Einleitung von HARVEY)

.

ZITAT am Schluss von DAVID W. HARVEY in seinem DLF-30-M

inüter vom 26. März 2017:

.

„….Der Wunsch, das bisher „Nichtbewertete“ in das Regime der kapitalistischen Wertproduktion und -zirkulation einzubeziehen, ist wegen des positiven Beiklangs, den ein Begriff wie Wert hat, und des Wunsches, dasjenige „wertzuschätzen“, was allzu oft ignoriert wird, sehr verständlich. Aber politisch geht eine solche Strategie in die völlig falsche Richtung. Gerade aus den Räumen des Nicht‑Werts und der nichtentfremdeten Arbeit und nicht durch deren Integration kann eine grundlegende und die Massen ergreifende Kritik der kapitalistischen Produktionsweise, seiner spezifischen Form des Werts und der entfremdeten Verhältnisse vorgetragen werden. Und von diesen Orten aus werden sich auch die Konturen einer postkapitalistischen Ökonomie wohl am besten ausmachen lassen. Denn, wie Marx schreibt, es ist „kein Glück, sondern ein Pech“, Produzent von Wert und Mehrwert in der kapitalistischen Produktionsweise zu sein.“

.

Dietmar Moews und Professor Alphons Silbermann

.

Dietmar Moews meint: Als ich mich für mein Leben entschied, wo ich meine Lebenswanderung hinlassen wollte, wurde sofort deutlich, dass es ein „Hinausstehen in des mögliche Sein“ wird. Dabei stand auch bereits die Grundhaltung klar vor meinen Augen – es sollte vom Naiven, über das Komplizierte, auf das Einfache hin gerichtet sein.

.

Was hier beim Deutschlandfunk zum REIZBEGRIFF „MARX“ und „DAS KAPITAL“ veranstaltet wurde, ist eigentlich von KOMPLIZIERTEN für NAIVE gemacht. Es wird nicht einfach, sondern ist nichts als sozio-geistiger Krampf, der über einen verirrten Begriff verflaut.

.

Nichts davon trägt.

.

Der MARX, die MEW-Bände des MARXISMUS-LENINISMUS‘, die ganze Klassentheorie samt dialektischer Profanisierung von gesellschaftlicher Dynamik – Nichts davon hat je zu was getaugt.

.

Das hier kritisierte DLF-PROGRAMM „Marx lesen“ gibt meines Erachtens nicht mal ein Konzept für eine Ringvorlesung her.

.

Allein, dass da Autoren präsentiert werden, die für ehrgeizige Selbstpromotion OMNiBUSBEGRIFFE einsetzen, wie es MARX und MARXISMUS sind. Oder hier der Buchtitel „DAS KAPITAL“ verfehlt doch jede Verheißung, die hier proklamiert wird:

.

1. Was die 9 Autoren zu Greffrath und Schäfer bringen, ist jedesmal nicht, was angekündigt worden war:

.

WARUM SEI „DAS KAPITAL“ heute lesenswert?

.

Marx schreibt selbst in „Das Kapital“, dass keinerlei inhaltliche Sachverhalte von ihm selbst erdacht oder erhoben worden seien – sondern exzerpiert, d. h. abgeschrieben bei Ökonomen und Sozialökonomen, wie Adam Smith, Ricardo, Sismondi und weitere.

.

Natürlich ist es interessant die britische Ökonomiegeschichte zu studieren – aber doch nicht beim niederheinischen bzw. preußischen abgebrochenen Jurastuenten Karl Marx, dem Laien.

.

Sondern die eitlen neun Greffrath-Autoren schwadronieren, meist ohne konkrete Bezugsstellen in dem Buch „Das Kapital“, über das, was sie sich unter Marxismus und zu den Themenkreisen, die in Marx‘ Buch ziemlich wirre – und nicht wie Mathias Greffrath behauptet, systematisch einen Kapitalismus zu analysieren – exponiert werden.

.

Da behauptet also KASPAR KÖNIG, er fordere mehr Poesie, Musik, Philosophie, und dann fordert er als Nächstes „Straßenkunst auf den Müll“: STRASSEN ENTRÜMPELN – aber er, K. König bleibt immer im Staatsgeld – fürs HINRÜMPELN von unwichtigem INFORMEL und anschließend fürs ENTRÜMPELN.

.

.

Klar, dass das für Dr. Dietmar Moews als Maler unakzeptabel ist und nicht mal Anschluss zum Streit bietet.

.

Nicht besser ist es aber hier mit dem 8/9 KARL Marx Simulanten aus New York, DAVID W. HARVEY:

.

HARVEY hat nicht begriffen, das Geld, Wert, Ware, Kapital und die Bewegungen, die man wahrnehmen kann, eben nicht mit dem unverschämten Spruch einer Analogie zum WASSER begründet werden kann, wenn einer unqualifizierter Wasseringenieur ist, wie HARVEY. Dr. Dietmar Moews sagt das hier am Rande, als Diplom Ingenieur im Wasserbau, der vom Fach her beurteilen kann, wovon der Herr Sozialdesigner HARVEY in falschem Bild schwadroniert.

.

Das ist so blöd, wie es blöd wäre, wenn ich das Soziale der Menschen mit dem hydromechanischen Physikprogramm von WASSER IN ALLEN LAGEN vergliche.

.

Wasser ist immer nur Physik. Der Mensch ist mehr als ein biochemisches Wunder – Menschen können kreative Impulse entfachen oder verkümmern.

.

Und exakt mit dieser Blödheit lässt sich für den MARX-Laien auch erklären, warum Herr HARVEY das Kapital und die Produktion und die Bewegungen überhaupt nicht verstanden hat, so lange er mit vulgärmaterialistischen Stoffwechselvorgängen daherkommt, wie eben ein Wasservergleich.

.

Das SOZIALE basiert auf dem Anthropologischen – nicht allein aus Essen, Verdauen und Kacken.

.

Der KAPITALISMUS basiert auf IDEEN von sozialdynamischen Menschen und nicht auf PHYSIK – wie es der abgebrochene Jurastudent Marx irriger Weise behauptet hatte – Marx habe die GESCHICHTE als naturwissenschaftlichen Materialvorgang entschlüsselt, und zwar als „historische Dialektik“. Scheiße was.

.

KRISE, AUSBEUTUNG, ARBEITSTEILUNG, KOOPERATION, ENTFREMDUNG, DIALEKTIK … WISSENSCHAFTLICHE GESELLSCHAFTS-PHYSIK – nichts davon stammt von MARX, Alles von anderen Autoren abgeschrieben. Denn, das gehört schon zur Redlichkeit wissenschaftlicher Rezeption, dass man die Quellen nennt. Und Karl Marx hat das weitgehend und akzeptabel gemacht. Er hat sogar expliziert, dass er Material für seine Spekulationen von allen möglichen anderen Autoren dankbar nutzte. Von Marx stammt das Klassengerücht und seine anthropologische Unterbelichtung, die ihn zu einem armseligen Verräter seiner Leute machte – der Frau Jenny von Westfalen wie der Helene Wemuth wie den zahlenden Friederich Engels und den eigenen Kindern, bis zu Charles Frederic Demuth.

.

Und so ist auch die Wertung von HARVEY, am Schluss seines DLF-Textes öder Mist, wenn er behauptet:

.

„… postkapitalistischen Ökonomie wohl am besten ausmachen lassen. Denn, wie Marx schreibt, es ist „kein Glück, sondern ein Pech“, Produzent von Wert und Mehrwert in der kapitalistischen Produktionsweise zu sein.“

.

Natürlich wäre es schlimm, wenn das Gespenst in Europa ein wildgewordenes KAPITAL-MOVENS wäre. So irrig hat es hier MARX geglaubt. HARVEY hat sich irriger Weise dem MARX-Flachsinn angeschlossen. Doch die Wahrheit ist eben entgegengesetzt (und das ist keine Dialektik):

.

Es ist ein Glück, Produzent zu sein, kein Pech! – denn vorausgesetzt ist, dass man eine Idee und ein Geschick hat.

.

Während es inzwischen NEGATIV-Zinsen gibt, es gibt TRESOR-Kosten, es stimmt alles nicht mehr, was hier HARVEY als ökonomisches Schuldenproblem behauptet hat – das war mal. Es ist also ein Glück, wenn man Ideen hat. Kapital steht in massenhaftem LUFTGELD der Notenbanken überall auf Halde. Und die Produktivität macht nicht eine ausgebeutete Arbeiterklasse, sondern sie kommt – wie Marx mal selbst studiert hatte (wenn James Watt mit einer Dampfmaschine 1000 Arbeiter ersetzen kann) – aus den fortschrittlichen 4.0-Produktionsweisen und nicht aus dem Kapital.

.

Wenn wir jetzt also noch Kapsar König zum Teufel schicken und wieder auf Können, auf Urteilen und auf Qualitätstraining zurückgeführt würden, könnte das Glück seinen Lauf nehmen.

.

.

Gut.

.

Und an vorstehenden Stellen hätten unsere SCHÄFER-GREFFRATH-Exponenten anzuknüpfen gehabt, um das Gold, das angeblich Marx geschürft hat, herauszuholen, zu zeigen und zu interpretieren, was davon Gültigkeit hatte oder noch gilt oder gelten sollte.

.

Es ist eigentlich eine Schande, dass beim DLF hier neun Leute antreten durften, deren Selbstetikettierung ausreichte – „ich bin Marxist“ – um dann mit Mutmaßungen herauszukommen, wie der wirklich nicht empirisch auffindbare Verdacht:

.

Das Kapital, der Kapitalismus, Wert, Geld, Kapital und der ganze Rattenschwanz, seien das MOVENS des irdischen Geschehens.

.

Ich schließe hiermit, weil ich keine Lust habe über vulgärmaterialistiche Dummheiten mediokrer Autoren zu diskutieren:

.

Legen Sie einmal Geld auf die Fensterbank und schauen genau zu, wie Geld arbeitet.“

.

Ich sage ihnen – es verfault, es rostet, es schimmelt oder wird beim Putzen geklaut – aber arbeiten kann es nicht, denn es weiß nicht, was zu tun ist.

.

Und das ist der MARXSCHE HAUPTIRRTUM, den jeder Gedankenarme gerne mitgeht (weil wir ja für das Gute und gegen das Böse sind / de Mandevilles „Bienenfabel“):

.

Wert, Kapital, Geld und die Metaphysik des Kaufvertrags kann gar nichts, wenn kein kreativer Kern an den Anfang gestellt ist. So hat jeder Investor, jeder Kapitalist oder Tauschhändler zunächst immer zu schauen, welche Idee denn wohl anschlußfähig sein könnten, in der dann Kapital in einen Kapitalismus hineingestartet werden könnte.

.

Meines Wissens war Mathias Greffrath zeitweilig Chefredakteur und Herausgeber einer Wochenzeitung, nach 1989 – „Die Woche“ -, die ich abonniert hatte und interessant fand.

.

Unter Aspekten einer kapitalismus-gängigen Zeitung waren das Konzept und die Leitideen, die „Die Woche“ den Lesern und Kunden brachte, nicht anschlußfähig genug. Es fehlte der Geist, der aus Kapital ein kapitalistisches Angebot verfertigen und vermarkten konnte. Tja.

 

.

 

FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

.

WARNUNG: recommended posts

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

 

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

 


Schoki-Test mit Chocolat BONNAT au lait Biologique 55% de Cacao

November 13, 2016
Lichtgeschwindigkeit 6890

Vom Sonntag, 13. November 2016

.

 

Dietmar Moews meint:

Wir werden die Lager in den Ländern Europas und überall verlassen,

wir werden Afrika Lebwohl sagen und kehren heim.

Das Nichts ist unser Eigentum, leicht ist unser Gepäck.

Wir stehen vor euch, willkommen geheißen von den Freunden,

die uns erwartenb, von denen, die uns liebten,

nicht willkommen geheißen von denen, die sich in den Trümmern einrichteten

und auf das Zurückkommen der Vergangenheit warten.

Wir haben die Abgründe gemessen, wir verloren die Furcht vor jedermann,

wir verbeugen uns nicht mehr.

Wer aus den Abgründen heimkehrt, hat die Würde gewonnen,

die nicht das Gesetz bestimmt.

…“

(Walter Bauer 1904-1976; „WIR KOMMEN WIEDER“, 1947)

.

Ich probierte eine französische Chocolat BONNAT Chocolat pur lait beurre de cacao 100 Grammes net, beurre de cacao, Chocolat au lait Biologique 55% de Cacao, Bean to Bar hergestellt von dem Hersteller Bonnat Chocolatier, 8, cours Sénozan – BP 48 – 38502 VOIRON (Isère) cedex FRANCE.

.

Diese Sorte wurde bereits in Lichtgeschwindigkeit 6281 vom Mittwoch, 17. Februar 2015, erstmalig getestet.

.

img_9825

.

Kurz vorab: Diese Milchschokolade ist enorm fein, etwas zu fett und süß. Sie ist mit 5,60 EURO für 100 Gramm in Köln viel zu kostspielig. Sie knackt bei Zimmertemperatur ausreichend hart, ganz fein und bricht sauber. Der klare Abbiss, ist vollkommen milchig, fett und etwas zu süß – ohne weitere Aromen.

.

…Das Unternehmen wurde im Jahr 1884 von Félix Bonnat in Voiron gegründet. Bekannt geworden ist Bonnat durch sein Konfekt, besonders den „Pavés de Voiron“ (Pflastersteine aus Voiron), die schon im Jahr 1919 lange Reisen bis in die französischen Kolonien in Afrika, Indochina und Asien unternahm. … den Einsatz von Lecithin in Schokoladenprodukten lehnt er ab und scheut bei diesem Thema auch keine Konfrontation… Bonnat hat sich auf reine Ursprungsschokoladen spezialisiert …“. Zit. nach Georg Bernardini „Der Schokoladentester“ Seite 197.

.

Bonnat gibt angeblich Sorten, Herkunftländer und Anbauregionen an – hier Cacao Ivoire – soll das Elfenbeinküste heißen, wer weiß es? Dazu muss man wohl nach Voiron reisen.

.

Diese Sorte von Bonnat Chocolatier ist eine „Bean to Bar“ gefertigte Hochqualität. Der französische Hersteller wird bei Georg Bernardini in seinem Schokoladen-Almanach „Schokolade – Das Standardwerk“ vorgestellt, und erhielt von Bernardini sechs von sechs möglichen Kakaobohnen – das ist superlativ und setzt BONNAT bei ihm an die Spitze von allen getesteten Schokoladenherstellern. Hier indes bei Dr. Dietmar Moews in LICHTGESCHWINDIGKEIT stehen Bonnat Schokoladen eigentlich neben einer bestimmten Zotter und einer bestimmten Feodora ganz vorne – diese hier erhält ein kleines MINUS, (bei annähernd 50 Volumen-Prozente FETT). Die vergleichsweise Bonnat 65% Cacao gefällt dem Tester volkommen besser.

.

http://www.bonnat-chocolatier.com

.

Für mich als Schokoladen-Liebhaber ist eine Schokolade, die nicht zu hell, aber nicht ganz dunkel ist und Milch-Schokolade heißt, das Schönste von der Welt. Diese Milchschokolade ist dem Tester nicht zu dunkel. Der Inhalt der 100 g Packung wirkt frisch, ist aber wie eine Vollkonserve datiert, wirkt als Komposition passend aber etwas zu fett. Man schmeckt die VOLLMILCH, allerdings im Vergleichstest nun aber einen sehr dominanten Kuhmilch-Geschmack. Der Bonnat-Vertreter erklärte bei der Verkostung, die kürzlich bei Hernando Cortez in Köln von Bonnat durchgeführt worden ist, BONNAT beziehe das Vollmilchpulver exklusiv aus Bayern, wo es nur diese Qualität gäbe. Demnach wäre dieser Kuhgeschmack kein Ausrutscher im Vergleichstest, sondern die von Bonnat beabsichtigte Geschmacklichkeit als Vollmilchschokolade. Es ist dem Tester ein unangemessen starker Kuhgeschmack.

.

img_9826

.

Die klassische 100 gr. Tafelpackung enthält die Schokoladentafel mit einem Bruchkanten-Relief oben, darauf ein geprägtes größeres Mittelteil mit den Schlagworten BONNATund VOIRON. Die Unterseite ist glatt. Die Konsistenz und der Schmelz sind ideal, dass man sie hervorragend brechen kann. Man beißt ab und lutscht. So ein Abbiss löst sich leicht auf und die Schokoladenmasse verkleistert nicht, wie es viele Gemische auf dem Kunstmarkt an sich haben. Auch weil die Biologique 55% sehr fein ist. Insgesamt dominiert die weiter nichtaromatisierte Geschmacklichkeit – man braucht keine Zusatzaromen, keine Vanille, kein Lecithin – Cacao, Cacaobutter, Zucker und – eben – Kuh-Milchpulver aus Bayern. BONNAT liefert zweifelsfrei Welt-Spitzenkunst. Hier mal als nicht nur an den Fingern fettende Fettbombe.

.

Die Aufmachung hat bei dieser Sorte einer Tafelschokolade von BONNAT die verlässlich einfache, optimale und praktische Verpackung eines frischen Lebensmittels – kein Vakuum, keine Konservierungsstoffe – haltbar laut Kennzeichnung mindestens bis: Januar 2018.

.

Ein schöner helllindgrüner Papierumschlag mit schwarzen und goldenen Kunstschriften, der bekannten gestochenen Stadtansicht mit Kathedrale der Ursprungsstadt Voiron (Isère) sowie feine grünfarbene Verzierungen, dazu rückseitig ein vergoldetes Familienwappen mit dem Sinnspruch: VIS MEA / In LABORE.

.

Ausgepackt findet sich die Tafel in außen silbrig-metallisiertes beschichtetes innen schlichtweißes Papier, sinnvoll und damit auch noch mal gut erneut zu verschließen. Dem Tester gefiele reines Silberpapier besser. Der Bonnatvertreter erklärte, Bonnat bezöge dieses beschichtete Papier extra aus Italien, wo es exklusiv produziert würde.

.

Die Werbetexte in vielen Schrifttypen und Schriftgrößen auf dem Außenkarton sind lesbar, die Bestandtteile und Nährwerte-Tabelle in Schwarz auf Weiß:

.

Es heißt da: „Ce qui fait du bien au palais ne fait pas de mal á l’ame“ – „Was dem Gaumen gut tut, tut der Seele nicht weh.“

.

Diese frischgeöffnete Bonnat Schokolade riecht dezent, wie es besser nicht geht.“

.

Der Kaufpreis liegt mit 5 Euro 60 für 100 Gramm doppelt zu hoch und ist nicht preisgünstig. Köln – die schöne Stadt – wo man sowas bei Hernando Cortez kaufen kann. Aufmachung und Verpackung sind passend. Die innere Chrompapier-Aufmachung ist nicht so schön wie feine Silberfolie wäre. Das macht ordentlich Abfall als Verpackung.

.

CHOCOLAT BONNAT beurre de cacao teilt folgende Zutaten auf der Rückseite der äußeren Papierhülle in Französisch, Deutsch und Englisch der Schokolade aus Cacao Ivoir, jeweils mit dem größten Anteil beginnend:

.

IMG_8039

.

Cacao, Beurre de cacao, sucre, poudre de lait, (55% Cacao)

.

Analyses nutritionnelles pour 100g / Nährwertanalyse pro 100g: Energie 2568 kj / 619 kcal; Fett 47,6 g; davon gesättigte Fettsäuren 30,89 g; Kohlehydrate 41,5 g; davon Zucker 41,5 g; Eiweiß 8,3 g; Salz 0,14 g.

.

Auffällig gegenüber der höchstbewerteten Spitzensorte Bonnat 55% ist der vergleichsweise hohe Eiweißanteil.

.

EMPFEHLUNG: Der Tester empfiehlt diese Schokolade schon wegen der besonderen Feinheit probeweise: Ich mache Abstriche von der Höchstbewertung gegenüber Bernardini – fünf von sechs Punkten, wegen des zu starken Kuhgeschmacks.

.

Hiermit lernt der Mensch, was qualitativ überhaupt möglich ist. KEINE Zusatzaromen, nichts KÜNSTLICHES, unstimmig hoher Zucker-Anteil, viel Eiweiß und die Spur Salz. Georg Bernhardini hat es in seiner allgeeinen Empfehlung speziell hierzu nicht getroffen!

.

IMG_8053

.

Ich möchte noch anmerken, wenn die Fragen nach ÖKO-SIEGEL, FAIR-TRADE und so weiter gestellt werden.

.

Wer hohe Qualität inhibieren und genießen will, muss nicht nur viel zahlen, sondern er muss Wissen und Erfahrung haben, um letztlich selbst zu beurteilen, ob ein Kakaobauer, eine Transportfirma, Einzelhändler und ein Chocolatier echt, gut und anständig arbeiten. Denn oft bzw. meist fehlen die prominenten Lables der E U oder von namhaften selbsternannten NGO-Gütesiegel-Beschützer an den hochwertigen Produkten..

.

Das Problem für kleine Qualitätshersteller ist, dass diese angeblichen Qualitätslabels, wie BIO oder FAIR-TRADE, für industrielle große standardisierte Stückzahlen – also tonnenweise braune Zuckerfett-Massen, die aus Fließbändern kommen und an sich minderwertig und hart ausbeuterisch, von der Plantage bis zum Sortimenter im Discount arbeiten, gemacht sind. Man kann es beinahe umdrehen und annehmen, wo solche Lables geführt werden, handelt es sich Industriequalität und nicht um „Bean to Bar“.

.

Kleine Qualitäts-Chocolatiers haben oft kein Fair-Trade-Lable, weil zunächst ein Kunstwerk, eine Kreation als Liebhaber, Amateur, Dilettant experimentierend dem weltberühmten Künstlerkonzept der „SELBSTAUSBEUTUNG“ herausgebracht wird – man reist selbst persönlich zur Plantage, conchiert selbst, testet Ideen, die dann nicht marktfein werden – wer will schon Senf mit Kivi und Rübensaft kandiert?

.

IMG_8054

.

Wer also bemängelt, dass BONNAT in Frankreich kein pestizidfreies Leitungswasser hat, weil es auch in ganz Europa kein „BIO-Brot“ gibt (wegen belasteten Wassers), der muss einfach wissen, dass Gries-Spaghetti mit Tomatensoße VEGAN sind – na und?

.

ACHTUNG: Diese BONNAT trägt also nicht das EU-Industriesiegel BIO! Diese BONNAT ist nicht Fair Trade.

OHNE die Kennzeichnung BIO haben wir es folglich unter Umständen mit genmanipulierten und agrachemikalisch optimierten Rohstoffen, also Kakaobohnen, Zucker, Milcheiweiß, zu tun.

OHNE die Kennzeichnung FAIR TRADE haben wir es nicht mit einem sozialverträglichen Massen-Herstellungs- und Handelsprodukt zu tun. Leider? NEIN.

.

Georg Bernardini, der Schokoladentester und Chocolatier in Bonn, erwähnt diese BONNAT in seinem Schokoladentester-Buch im Einzeltest nicht. Er gibt den von ihm getesteten BONNAT-Schokoladen 6 von 6 Kakaobohnen.

.

BERNARDINIS Fazit: „Die Qualität der Bonnat-Produkte hat mich überzeugt…“

.

BERNARDINI Empfehlung: “Die Ursprungsschokoladen sind für Liebhaber reiner dunkler Schokolade empfehlenswert. …“

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

IMG_7992

Der Komponist und Autor der Neuen Sinnlichkeit, Ladislav Kupkovic ist im Juni 2016 in Hannover gestorben.

.

 

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

 


Verschwörung – Motiv, praktische Verabredung, Organisation + Vollzug

November 7, 2016
Lichtgeschwindigkeit 6878

Vom Montag, 7. November 2016

.

img_9757

.

Verschwörung oder nicht? Verschwörungstheorie oder kriminalistische Analyse?

.

Oft fehlen wichtige Informationen.

.

Oft geben politisch Verantwortliche oder Haftpflichtige falsche und irreführende Ausreden oder sie beschuldigen Sündenböcke, die immer gerne vom irregeführten Plebs gejagt werden.

.

Viele Geschehnisse, die Menschen in der äußeren Welt beobachten, bieten einen sinnlichen Anschein, doch der täuscht sehr oft, weil verborgene Ursachen wirken, statt dass äußerlich erkennbare Wirkungen den Ausschlag gaben oder Wirkungskräfte aggregierten.

.

Beispiel: Man erlebt, wie ein fahrendes Auto im fließenden Straßenverkehr in die Gegenspur gelenkt wird, es knallt und scheppert, und ein schwerer Zusammenstoß mit vielen Opfern geschieht. Der Beobachter sieht, wie es passiert und hört wie es kracht. Sofort stehen die FRAGEN auch für den Augenzeugen:

.

War die Unfallursache ein Mensch?

.

Lag menschliches Fehlverhalten oder Absicht vor?

.

Oder gab es Mängel am Fahrzeug, am Straßenbelag, am Licht, also nicht leicht erkennbare, etwa unvermeidliche Störungen oder Mängel, die zum Zusammenstoß führen mussten?

.

Hatte der Fahrer einen Herzinfarkt?

.

Das BEISPIEL weist nicht auf eine Verschwörungstheorie, dass etwa Sabotage oder böse Absichten Dritter die Unfallursache war. Es soll nur vorführen, dass ein etwaiger Materialbruch in der Fahrzeuglenkung vom Beobachter des Unfalls nicht äußerlich zu erkennen wäre.

.

VERSCHWÖRUNGS-Verdacht kommt allerdings überwiegend nicht bei selbstbeobachteten Geschehnissen auf. Denn dafür stützt sich jeder Zeuge gerne auf die soziale Resonanz zahlreicher unbeteiligter Beobachter. Wenn die fehlen, gibt sich niemand gerne solchen Mutmaßungen oder Untersuchungen einer buchhalterischen Organisationsanalyse hin.

.

VERSCHWÖRUNGS-Verdacht kommt meist durch Medien – also nicht direkt, sondern vermittelt, redigiert, zensiert, indirekt.

.

Massenmedien verkürzen INFORMATION, DESINFORMATION, INTERPRETATION von unbekannten HINTERGRÜNDEN.

.

Und Redakteure animieren ihre Rezipienten gerne durch affirmative, absichtliche IRREFÜHRUNG und initiieren dadurch eine KOMMUNIKATION der Reizwelt, die den Vorurteilen, Stereotypien und Haltet-den-Dieb-Potentialen der Rezipienten entgegenkommen.

.

Bei familiären SOZIALSZENERIEN verhalten Menschen sich graduell anders. Vorsehung oder Absprache (Verschwörung) werden eher erkannt.

.

Im Bekanntschaftskreis spielen Stimmungen, Sympathien, Antipathien, Interessen, Konkurrenzen u. ä. Individuelle und soziale Ambitionen eine auslösende Rolle.

.

Entscheidungen, wie Fraktionsverhalten, Mobbing und parteiische „Erzählungen“ werden hinsichtlich der Beteiligungsbereitschaft für Verschwörungsverdächtigungen sozial geradezu umkämpft. Auch hierbei kommt es zu Verabredungen sowie zu selbsteuernden Wertorientierungen und Machtspielen. Gerade in privaten-sozialen Szenerien gehören Verschwörungen und Verabredungen zum alltäglichen Umgang der Menschen.

.

VERSCHWÖRUNG in öffentlich kommunizierten Geschehnissen durch Massenmedien und BEREITSTELLUNGS-Schnitten ist beinahe in allen Geschehnissen möglich. Verschwörungstheorie wird vom allgemeinen, öffentlichen Publikum oft nahegelegt, wenn die Beurteilung eines Geschehnisses nicht gefällt. Die Möglichkeit jedwede Geschehnisse als Verschwörung auffassen zu können, stützt sich immer darauf, dass überhaupt viel zu wenig gewusst wird. Und die massenmediale Informationsbereitstellung meist von kulturindustriellen Hauptmotiven wie Profitstreben und Quoten zugeschnitten wird, statt lehrhaft auf Aufklärung und Wissen zu zielen.

.

Noch einmal vorab, es gibt den naturbedingten Ablauf von STOFFWECHSEL in der äußeren menschlichen Wahrnehmungswelt, die nicht sinnlich sicher kontrollierbar ist. (Die Naturerfolge sind auch kein Unterricht in Naturwissenschaft).

.

Was passiert, fragt nicht und erklärt sich nicht.

.

Erst wenn Menschen nachfragen, wird klar: man weiß meist zu wenig, um Geschehnisse zu verstehen.

.

VERSCHWÖRUNG ist aber wirklich prinzipiell unwahrscheinlich.

.

Zu einer Verschwörung gehört absolute Verschwiegenheit über die Absprache von gezielten Erfolgen zwischen den Verschwörern. Während das dem außenstehenden Publikum verfügbare Wissen unzureichend ist.

.

Tatsächlich würden wir bei einer (gemutmaßten) Häufigkeit von gemutmaßten und tatsächlichen VERSCHWÖRUNGEN zugleich eine erhebliche Anzahl von gescheiterten VERSCHWÖRUNGS-AKTIVITÄTEN kennen – wir kennen aber kaum bekanntgewordene, aufgeflogene wirkliche Verschwörungsfälle.

.

THEORIE strukturell-funktionaler VERSCHWÖRUNG:

.

Als VERSCHWÖRUNG verstehe ich hier eine geheime, geplante, verabredete ORGANISATION, im Sinne eines organisierten Geschehnisses oder Aktions-Prozesses, zum Zwecke einer konkreten Zielführung und Wertverwirklichung.

.

Die Organisation der Verschwörung bedarf personelle und materielle Mittel. Eine so verstandene VERSCHWÖRUNG geht von einem sozialaktiven Entscheider, einem Führer, aus.

.

Ein VERSCHWÖRUNGSPLAN kann individuellen Vorstellungen entspringen.

.

VERSCHWÖRUNG aus SICHT eines VERSCHWÖRUNGS-Führers:

.

Der VERSCHWÖRUNGSFÜHRER muss einen hierarchisch gestaltetem Personalplan haben, den er mit geplanter Absprache zwischen geeigneten MITSPIELERN in Gang setzt, dadurch zielführend steuert und kontrolliert.

.

ABSPRACHE enthält alle Absicherungen der DISKRETION. Für eine konkrete VERSCHWÖRUNGS-Aktion gilt Risiko-Minimierung, indem die Mitspieler nur so weit als MITWISSER in die VERSCHWÖRUNG eingeweiht werden, wie es das zielerreichende Gelingen erfordert. Es werden den Verschwörungs-Aktivisten grundsätzlich nur notwendige Informationen für Handlungsanweisungen gegeben, die möglichst kleine arbeitsteilige Handlungen vorbestimmen. Selbst Hauptziel und Weg der Wertverwirklichung der Verschwörung – etwa einer kriminellen Handlung, einer Sabotage, Mord und Totschlag, eines Versicherungsbetruges u. ä. – wird unter den Verschworenen bzw. den subalternen Mitwirkenden gegenüber so diskret wie möglich gehalten.

.

Je nach dem, wie sehr ein VERSCHWÖRUNGS-Ziel in Stoffveränderung besteht, werden von den subalternen Mitspielern körperliche Fitness, handwerkliche Geschicklichkeit und Spezialkenntnisse verlangt.

.

Die für Aktionen steuernd und kontrollierend mitwirkenden Unterführer einer VERSCHWÖRUNG müssen sowohl stets Alternativ-Pläne (Plan B) kennen wie auch dem subaltern handelnden Personal HILFSERKLÄRUNGEN geben können, falls da Fragen vorgebracht werden. Keinesfalls dürfen durch mangelnde Improvisations-Kompetenz von Unterführern die wahren VERSCHWÖRUNGSZIELE preisgegeben werden oder für das subaltern mitwirkende Personal aus den Aktivitäten erkennbar werden, weshalb dafür geeignete Ausreden oder Hilfserklärungen zu geben sind, die die Wertverwirklichung und Zielerreichung nicht vereitelt.

.

Man sieht, die INFORMATION der Mitverschwörer und des Hilfspersonals ist heikel. Wenn man über die wahren Ziele und Motive hinwegtäuscht, kann es sein, dass mit falschen Informationen falsches Selberdenken ausgelöst wird, dass unter Umständen Zielerreichung vereitelt wird, statt zu verwirklichen hilft.

.

So viel zur äußeren Organisation als SOZIALEM INFORMATIONSPROZESS einer VERSCHWÖRUNG leicht einzusehen ist, dass je weniger Eingeweihte wissen, was gespielt wird und werden soll, desto geringer das Risiko des absichtlichen oder versehentlichen Verrats sein wird.

.

VERSCHWÖRUNGS-THEORIE aus Sicht des PUBLIKUMS:

.

Immer wenn etwas Unregelmäßiges geschieht, reicht normales Alltagsverständnis aus, zu verstehen, wer wo was wann wieso erlebt hat, aus Sicht des massenmedial Fernbeteiligten.

.

So wie Unregelmäßiges geschieht, kommen Fernbeteiligte auf Verschwörungs-Gedanken – man spricht von VERSCHWÖRUNG und von VERSCHWÖRUNGSTHEORIE.

.

Dabei handelt es sich um Geschehnisse, die entweder normal „natürlich“ entstehen oder die auf „VORSEHUNG“ oder „ABSPRACHE“, also VERSCHWÖRUNGS-ORGANISATION, verdächtigt werden.

.

Der VERSCHWÖRUNGSTHEORETIKER beginnt also mit den allüblichen Verdächtigungen:

.

CUI BONO? – Wem nützt es?

.

Allgemeiner fragt man nach möglichen oder naheliegenden MOTIVEN von dafür verdächtigen Interessenten, ein GESCHEHNIS herbeizuführen durch eine VERSCHWÖRUNG.

.

L1010327

.

Dietmar Moews meint: Im wirklichen Leben kommt es praktisch so gut wie nie zu einer Verschwörung, die über farbige Absprachen über Wert- und Motivermessen hinausgeht. Wer diskrete Absprachen hinter dem Rücken anderer beobachtet, wird meist mit wendigen und zurechnungsschwachen Handlungsweisen oder etwaigen Unterlassungen Bekanntschaft machen. Und sei es, dass ein vorhandenes Wissen zurückgehalten wird oder mit falschen Andeutungen jemand „im Stich gelassen wird“, weil es dem Eigennützigen opportun erscheint, ist der harte Kern dessen, was wir unter Verschwörung verstehen, hier nicht gegeben.

.

Im wirklichen Leben kommt es dagegen häufig vor, dass Jemand vor vieler Augen einen persönlichen Misserfolg oder Verlust erleidet und darauf mit Entschuldigungen bzw. Beschuldigungen gegen Widersacher oder Widerstände, bis hin zu Verschwörungsbehauptungen, die von Nepotismus oder Benachteiligung handeln.

.

Meist schlafen Verschwörungs-Gerüchte ein, weil im Laufe der unaufgeklärten Geschehnisse, vorhandene oder mutmaßliche Informationslücken gefüllt werden, auch wenn in kriminellen oder inkriminierten Fällen kaum lückenlose Entschlüsselung entstehen kann, wo kein Kläger ist.

.

.

Wer VERSCHWÖRUNG verstehen und konkrete zweifelhafte Geschehnisse beurteilen will, muss das der Verschwörung verdächtigte Geschehen als einen sozialen Prozess verstehen lernen. Es handelt sich um unbekannte, eventuell verheimlichte, schwer zugängliche soziale Handlungen oder um Fehlschlüsse mangels Einsicht in Hergänge:

.

.

Das Verschwörungs-Erlebnis muss als Prozess erfasst und analysiert werden. Es setzt sich aus drei Aspekten zusammen, die zunächst festgestellt sein müssen:

.

.

EINS: Die Täter (als Produzenten der Verschwörung)

.

ZWEI: Verschwörungsgegenstand oder Wert- und Zielsetzung

.

DREI: Opfer der Verschwörungstat

.

Die Empirie weist Beziehungsgeschehnisse auf, bei denen die am Verschwörungserlebnis Beteiligten einander bekannt sind oder sogar voneinander oder sogar von Tatabsichten wissen.

.

Andererseits gibt es Verschwörungen deren Opfer von den möglichen Tätern nichts wissen, und dass die Möglichkeit besteht, einem Unfall oder einem Schicksals-Zufall unterlegen zu sein.

.

Andererseits gibt es auf Verschwörungsgegenstände und eigenmächtige Wertübergriffe, deren Verschwörungsaktivitäten auf allgemeine zugängliche öffentliche Güter zielen. Hier besteht oft Kontrollschwäche und nur geringe Aufmerksamkeit, weswegen nachträgliche Ermitttlung der tatsächlichen Vorgänge nicht erfolgt.

.

Dabei sind einerseits sowohl die Abgrenzungen gegenüber den alltäglich üblichen Verhaltensspielräumen der sozialen Ordnung schwierig. Indem der gesellschaftliche Verkehr zwar durch Kaufvertrag und Rechtsstaat selbsteuernd geregelt ist, können die Recht- bzw. Schuldsprechung nicht juristisch trennscharf auf die farbige analoge soziale Lebenswelt angewendet werden, sondern sind in Graubereichen richterliche und gutachterliche Ermessenssache.

.

Zwischen einem rechtlichen Übergriff zum Zwecke eigenmächtiger Vorteilsnahme oder Nachteile-Besorgung für Opfer und einer ordnungsstaatlichen gerichtlichen Nachsteuerung liegen praktische Spielräume. Die Tat- und Täterwirklichkeit kann einer ausreichenden Ermittlung eines abgeschlossenen Tatvorganges aus verschiedenen Disposition verschlossen sein. Das reicht von nicht ausschließbaren Möglichkeiten, wie unbekannte, geheimgehaltene Geschehnisse erfolgt sein konnten, zu höherer Gewalt und Naturkatastrophen, bis zur Beweislast des Geschädigten oder auftretende falsche Zeugen oder gefälschte Beweismitteln und künstlichen Indizien, die außerhalb rechtsstaatlichem Zugriffs liegen können.

.

Es werden alltäglich im informell schwachen Kontrollbereich der zunächst immer „normal“ selbsteuernden Lebensordnung verwirklichte Verträge durch informelle Nebenabsprachen ausgelegt und konkretisiert. Eine rechtswidrige Tat, sich gezielte Vorteile zu schaffen, indem allgemeiner oder persönlicher Schaden angerichtet wird, entsteht erst, wenn ausdrücklich gemeinsame übereinstimmende Erklärungen einseitig hintergangen werden, sodass aus einer vertraglich angestrebten Win-Win-Situation eine Gewinner-Verlierer-Wirklichkeit wird.

.

Nur was staatsanwaltlich von Belang ist, wird ermittelt und gegebenenfalls aufgeklärt. Allein, dass nicht nur Nutznießer und Geschädigte an Aufklärung oder Vertuschung interessiert sind, sondern auch Publizisten und Publikum, gibt es stets zahlreiche Wirkkräfte, die den Verdacht auf Verschwörung erscheinen lassen und die „Jagd“ auf zu verdächtigende Personen zu betreiben leicht machen, sofern man ungeachtet etwaiger Aufklärung, im negativen liegende Fallhypothesen fortsetzen und noch mit Gerüchten anheizen kann.

.

Vorsehung oder Absprache, Schicksal oder Unglück – die Gängigkeit von Erklärungen ist meist vorrangig gegenüber nüchternem Aufklärungsinteresse in der ganz eigentlich „uninter essierten“ Allgemeinheit. Viele wenden sich ab, wenn es langweilig wird. Andere suchen durch Schlaubergereien und Verdächtigungsklima ihre billige Selbstaufwertung als Verschwörungstheoretiker zu betreiben.

.

Der beliebte Fall der 9/11-Verschwörung hat durch professionelle Publizisten und Rechercheure immerhin herausgebracht, wie vielfältig und wie absurd, staatliche und sicherheitspolitische Informationslücken und tatsächliche Desinformationen erst alle möglichen Verschwörungen glaubhaft machten.

.

.

Und es ist verständlich, dass der verantwortliche Staat, der entführte Zivilflugzeuge mit Raketen abschießt, die Veröffentlichung der Mobiltelefonate der getöteten Passagiere verhindert. Stattdessen lässt man irre, unplausibele „Unglücksursachen“ von „Gutachtern“ in die Anschluss-Untersuchungsberichte schreiben.

.

img_9510

.

Dadurch gibt es sozialwissenschaftliche Einsichten dazu, wie objektiv Untersuchungen geführt werden, wenn sich „der Staat“ selbst untersuchen soll und wenn wir es mit Dienstklasse-Aufklärern zu tun haben, die weisungsabhängig arbeiten.

.

Ist es nicht „fair“, wenn der TTIP- und CETA-Beschiss der deutschen Bürger, von vornherein als „GEHEIM“ geführt worden ist – wer‘s glaubt, wird selig, dass auch die Kanadier nicht gewusst hätten, was da sieben Jahre lang ausgehandelt werden sollte.

.

567_7_0_stoff_mexicano

.

Wenn also die koordinierte Kulturindustrie die Massenmedien leer laufen lässt, verschwinden Verschwörungstheorien vom öffentlichen Kommunikationsmarkt – trotz grauer Literatur und Samisdat, trotz Info-Tainement-Markt und und trotz dezentraler Internetz-Auftritte mit alternativen Argumenten zu verheimlichten und verschleierten Aufklärungen.

.

Schließlich funktioniert Lügen- und Lückenpresse als Formate und Orte der Politik, was und wie die heterogene Öffentlichkeit kommuniziert. Zersetzung und „falsche Prophetie“ sind auch Verschwörung – „Führungsverschwörung“, die so weit geht, dass die Obrigkeit glaubt, dass

.

das Volk zu doof ist, reinen Wein geschenkt zu bekommen und dass

.

das Volk sagt: Wenn Wahlen etwas ändern könnten wären sie verboten.

.

Wer die Macht hat und die Herrschaft ausübt, benötigt wenig Verschwörung und wenig Legitimation. Postfaktische Politik stellt die jeweilige Rechtmäßigkeit von Unrecht her – sie ist manchmal nur etwas langsam, so dass Verschwörungstheoretiker dazwischen gehen. Und von George W. Bush ist überliefert, dass er die POWELL-Lügen über Massenvernichtungswaffen unter den Basra-Ölquellen damit kommentierte: Die kritischen Journalisten sollen nicht so einen Lärm machen und ein wenig Geduld haben – Bush sorge dafür, dass die abgemahnte Wahrheit hergestellt wird.

.

FAZIT:

.

Eine konkrete Verschwörung – also ein heimlich organisierte und verschwiegen durchgeführte Stoffveränderung an fremden oder allgemeinen Werten und Rechten – findet in Wirklichkeit ziemlich selten statt. Meist ist das mutmaßliche Verschwörungserlebnis den Betroffenen bekannt, weil es beim Verschwörungsgegenstand um eindeutig zuzuordnende Werte, meist materieller und moralischer Rechtsnatur sich handelt.

.

In einer wahrscheinlichen Motivlage, einen Übergriff durch Verschwörung zu organisieren, herrschen meist individuelle Dispositionen, also Eigensinn. Während eine kollektive Verschwörungsdisposition – beispielsweise einer Gesellschaft zur Revolution oder einer Erbengemeinschaft zum Verischerungsbetrug oder Mord am Erblasser – selten gegeben ist.

.

Folglich geht ein eigensinniger Organisator einer Verschwörung im geheimen, diskreten vor. Er muss in Kauf nehmen, dass die Mitwirkenden nicht seine Motive haben, sondern ihren eigenen folgen.

.

Wer als Mittäter für die Bezahlung, sei es ein materieller Teil an der angestrebten Beute oder andersartige Begünstigungen wie Protektion und Verkupplung eingeschworen wird, mag zwar rechtsstaatliche oder informelle Strafe befürchten, aber außer im bekannten „MAFIA-MODUS“:

.

OMERTA oder TOD

.

kann ein Verschwörungsorganisator nicht auf die Verschwiegenheit seiner Mittäter zählen, wenn harte Ermittlungen durchgeführt werden.

.

Verschwörungen finden selten statt, weil entweder die Mitverschwörer aus Eigensinn nicht dicht halten oder weil sich nicht ausreichend hochintelligente Mittäter finden, die mitmachen würden, ohne voll eingeweiht zu sein und angemessen anteiligen Nutzen verlangen. Eine Verschwörung wäre, mafiaähnlich, auf Geheimhaltungs-Absicherung angewiesen, die die Mittäter mit dem Tode bedroht.

.

Schauen wir nun abschließend auf die organisatorisch geordnete Lebenswelt, sehen wir das Dienstklassenpersonal beim Staat, als Dienstleister, Manager, Politiker und Funktionäre, sehen wir in der privaten informellen Szene individuelle Freimütigkeit und narzistischen Eigensinn, in intermediären Vereinen und Verbänden herrscht „Basisdemokratie“ und Transparenz bzw. Ungenauigkeiten, Indiskretion und Kontroll- und Steuerungsschwächen, letztlich im marktwirtschaftlichen Milieu geht es ständig um plastische Motivwechsel und eigensinnigen Mandatsverrat, kaum um Verlässlichkeit und Solidarität, schon gar nicht, wenn man vor Gericht landet.

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

IMG_8859

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein