Niedersachsen wählt vorgezogen LANDTAG mit DIESEL-GATE

September 30, 2017

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am Sonntag, 1. Oktober 2017

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Kurz nach der Bundestagswahl sind die Niedersachsen erneut zu den Wahlurnen gerufen:

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Zur Landtagswahl am 15. Oktober 2017. Die bisherige rot-grüne Koalition hat mit einem Parteiwechsel die Einstimmenmehrheit für SPD-Ministerpräsident Stephan Weil verloren.

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Für die Parteien steht in Niedersachsen viel auf dem Spiel. Über sechs Millionen Menschen sind zur Wahl aufgerufen. Die Union will auch die vierte Landtagswahl in diesem Jahr für sich entscheiden. Sollte das gelingen, könnte dies die starken Verluste vom Sonntag erträglicher gestalten – und Merkel stärken.

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Größte politische Erschütterung überhaupt ist aber DIESEL-GATE – die weltweit durchgeschlagene AUTOBAUER-Betrugs-Affäre, für die der Niedersächsische Ministerpräsident als Aktiengesellschafter entweder jahrelang keinerlei Durchblick hatte oder die Bürger belogen und seine Kontrollaufsicht vernachlässigt hat – beides Grund, SPD-Chef Stephan Weil abzuwählen und in die Wüste zu schicken.

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Sollte die SPD dagegen erneut den Regierungschef stellen, wäre das nach der verheerenden Pleite im Bund für die Sozialdemokraten wie eine Wiederbelebungsmaßnahme.

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Das Problem: Auch in Hannover drohen unklare Verhältnisse. Sowohl Linke als auch AfD stehen vor dem Einzug ins Parlament. SPD und CDU müssen dagegen mit Verlusten rechnen. Bei der Bundestagswahl stimmten in Niedersachsen 34,9 Prozent für die Union, 27,4 für die Sozialdemokraten. Inzwischen sei – jedenfalls in der Auftragsdemoskopie, wo „Engel immer das Gewünschte bringen“ – die SPD etwa auf der gleichen viel zu geringen Prozenterwartung an Wählerzustimmung angelangt, wie die CDU.

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Dietmar Moews meint: Natürlich ist ein unbekannter jüngerer CDU-Spitzenkandidat, Bernd Althusmann, kein Gipfelstürmer, wenn die Früchte sauer sind und die CDU nun selbst über Jahrzehnte die VW-Aufsicht innehatte.

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Über die schlechten Hoffnungen für die beiden größeren Parteien SPD und CDU braucht man nicht groß zu spekulieren – die kommen so langsam in den Bereich, dass sie gar keine „Große Koalition“ mehr auf 51 Prozent zur Addition bringen können. Wir werden kaum die Spitzen-Sozialdemokraten Sigmar Gabriel und Gerhard Schröder für Stephan Weil auflaufen sehen. Aber wer denn? Martin Schulz mit Thomas Oppermann und Andrea Nahles?

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Was sich dann für Optionen ergeben, hängt von den kleinen Parteien und der Nichtwählerei ab:

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Die Grünen haben ein Generations-Veraltungsproblem und weder Nachwuchs noch das ökologisch-aufklärerische Alleinstellungsmerkmal. Wer jetzt nicht die bisherige rot-grüne Koalition wiederhaben will, wird auch nicht die Grünen wählen.

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Die FDP hat das große Glück des Philipp Rösler – man hat sie inzwischen so weit vergessen, dass sie mit der Frechheit neu rauskommen, ohne irgendeine Idee eine angebliche Nachfrage nach der FDP befriedigen zu wollen. Gut – die Nische der steuerbegehrlichen Mittelständler, Zahnärzte, Steuerberater und Rechtsanwälte sowie Erben – werden doch nicht die Fünfprozenthürde überspringen, wenn nicht ein schöner bunter Wahlkampf in die Schuhe hilft.

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LINKE haben jetzt für den Bundestag in Niedersachsen mit 6,9 Prozent glatt den Sprung ins Parlament am Leineufer geschafft, während sie bei der letzten Bundestagswahl noch mit nur 3,1 Prozent im Off gelandet waren. daher denkt man jetzt sogar daran, eventuell einem schwächelnden SPD-Weil zur Regierungsmehrheit verhelfen zu können. Woher diese Wähler kommen sollen, wenn nicht aus Nichtwählern und SPD ist dabei nicht ausgemalt, denn ehemalige Grüne eignen sich eher, wie alle anderen zum Protest bei der AfD, jedoch nicht als SPD-Partner für den Bettel.

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Die AfD? – Die AfD tut zwar jetzt in Niedersachsen so, als schwimme sie auf einer Erfolgswelle der politischen ALTERNATIVE für Deutschland. Doch dem ist ja nicht so:

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Die AfD wurde in Sachsen nicht mit 27 Prozent zur stärksten Fraktion im Land (bei der Bundestagswahl), weil da so viele Nazis leben. Auch nicht, weil die Landesarmut durch Einwanderer in die Hungersnot zwingt, auch nicht, weil Überfremdung zwischen Sorben, Oberschlesiern und Sachsen an die Nieren des Erzgebirglers ginge, nein. Die AfD-Wähler haben eine eindeutige, bis heute verleugnete Aversion gegen die erste Bundesrepublik, die 1990 mit Bundeskanzler Helmut Kohl eine neue deutsche demokratische Republik versprach, die sich die DDR-Leute idealischer vorgestellt hatten.

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AfD-Wähler sind vielfältig Unzufriedene mit geringer politischer Bildung, die glauben, die repräsentativen Parteien könnten Wählerwünsche auf Druck erfüllen. Dabei spielt die sozio-ökonomische Schere eine erhebliche Rolle, den leeren Versprechungen der AfD zuzustimmen. Wer heute als Lohn für sein anstrengendes Erwerbsleben eine „work-poor-Renten-Vorschau“ erhält, kann das nur „ungerecht und falsch“ finden. Dass die heutigen Parlamente im „reichen Deutschland“ keine einfachen sozialdemokratischen Regulierungstricks kennen, ist den AfD-Wählern unbegreiflich.

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Wir erleben, dass „Pressure-Politics“ nur ein Druck- und Machtkonzept ist, es ist keine Problemlösungstaktik. Hier sind die ehemaligen DDR-Menschen mangels Bildung noch über Generationen irregeführt – da kommen dann sogar die ungelesenen Marx und Lenin noch zum Zuge.

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Diese Sachsen-AfD ist vom Westen enttäuscht, weil sie keine Ahnung von Politik hatten. Und anstatt jetzt so langsam einsichtiger zu werden, bauen sie ihren Hass auf, der gegen jedes lernen, gegen jede Belehrung und gegen jede erzwungene Einsicht sich wendet:

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Vieles in der DDR war nämlich gut – sogar besser als im Westen und als heute (so sagen sie).

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Karl Marx ist nämlich schon ein ideal-humanistisches Leitbild (so sagen sie, ohne je mehr als ein Vorwort in den Dietz-Bänden MEW studiert zu haben).

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Der Westen habe nämlich keine BILDUNG. Bildung sei in er DDR besser gewesen (und sie wussten nichts vom bürokratischen Monopolkapitalismus der DDR nach Rudolf Bahro) – die politische Bildung reichte schon nicht zu mehr als zu Betroffenheitslyrik über Honecker, geschweige denn zum Verständnis des westlichen Rechtsstaats mit seiner internationalen KASINO-FINANZ.

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All diese Voraussetzungen sind aber in Niedersachsen nicht aufzufinden. Hier kann die AfD also nur von verdrossenen CDU-Emigranten und von Rest-NPDlern gewählt werden. Die hannoversche AfD wird um die fünf Prozent hangeln müssen und nicht dem Dresdner Größenwahn anheimfallen müssen.

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Ballhof-Galerie Hannover von Dietmar Moews beim Altstadtfest

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Niedersachsen wird also entweder eine Große Koalition oder eine Jamaika-Koalition bekommen – mit Blick auf Berlin vermutlich Jamaika. Warum nicht?

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Das bißchen Provinzgregieren kann jeder Rechtsanwalt (s. Christian Wulff).

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Jakob AUGSTEIN – DER SPIEGEL und der Freitag Das Meinungsmedium

Mai 28, 2016

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Vom Sonntag, 29. Mai 2016

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Es ist ein Segen für die deutsche Demokratie, rechtsstaatlicher Prägung, wenn darin auch intelligentes Personal mit gehörigen Mitteln sich bereit findet zur Teilnahme und einem nennenswerten Bewusstsein für individuellen Selbstausdruck.

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Der früh hineingeborene und hineigearbeitete Jakob AUGSTEIN, unternehmerischer Publizist für das Wochenmagazin DER SPIEGEL und die politische Internetz-Plattform S.P.O.N. – SPIEGEL-Online.de, wie sie in den vergangenen Jahren aus dem einflussreichen Wochenmagazin „Der SPIEGEL“, einst von dem Hannoveraner Rudolf Augstein und seiner scharfgeistigen Redaktionspolitik nach 1945 entwickelt, in der einflussreichen ERSTEN LIGA der marktförmigen deutschsprachigen Publizistik-Unternehmen die wertvolle sozio-kulturelle Kommunikation mitführt.

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Dietmar Moews meint: Mein Fokus ist hier der Publizist und Kampagnenbläser Jakob AUGSTEIN, mit Blick auf seine unabhängige durchaus durchdringende Meinungsfreiheit.

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Dieser „real McCoy“ ist segensreich auf den täglichen liberal-sozialen Londoner GUARDIAN (www.theguardian.uk.com) bezogen, anders als die AXEL-SPRINGER-, BURDA- und FAZ-Medien, nicht wie jene auf die jüdisch-US-amerikanische NEW YORK TIMES.

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KURZ:

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Dabei spielen zwar diverse SPIEGEL-Formate durchaus eine tragende Rolle; doch ich halte von den SPIEGEL-Wertsetzungen vorwiegend rein gar nichts. Oft ist der SPIEGEL, ähnlich wie Axel-Springers Diekmann-Publizistik ungültig geräuschvoll – eher irreführend als sinnführend. SPIEGEL-Online-Autoren sind verschiedentlich infam und brutalistisch.

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Komme ich also zu Jakob AUGSTEIN und sein ziemlich edles Wochenblatt „der Freitag“, das stets Donnerstag vorgelegt wird:

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der Freitag Das Meinungsmedium (Partner des GUARDIAN), Ausgabe 20, vom 19. Mai 2016 – schreibt der Chefredakteur, Geschäftsführer, Herausgeber als Autor, Jakob AUGSTEIN:

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Die Geheimnisvolle. Sahra Wagenknecht kann Marx, Goethe und Provokation – und will die Unzufriedenheit in produktive Politik ummünzen.

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AUGSTEIN hat in seinem MEINUNGSMEDIUM, der Freitag, Recht und Ehrenpflicht, prägnant Ideologie durch kurzgefasste Meinungsbilder darzustellen. Das tut er hier über sein SUJET SAHRA WAGENKNECHT – ich mache es kurz, AUGSTEIN schreibt:

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AUGSTEINS Politik-Ideologie:Unzufriedenheit in Politik ummünzen“; „…Marktwirtschaft und Demokratie“. Das ist verwirrend. Von wegen Verstaatlichung. Wagenknecht schreibt: „Märkte darf man nicht abschaffen, im Gegenteil, man muss sie vor dem Kapitalismus retten…“; „Freitag-Serie Authentisch, links, unangepasst: Wir portraitieren fünf Köpfe, die sich gegen das Polit-Establishent gestellt haben und damit ziemlich erfolgreich sind. Es geht eben doch anders. Teil vier: Sahra Wagenknecht,“; „Hat sie ihre linke Seele verkauft und den dialaktischen Materialismus gegen schnöde materialistische Dialektik eingetauscht?“; „Sie erzählte der GALA von ihrem gescheiterten Kinderwunsch … und irgendwann habe ich gemerkt, dass die Zeit vorbei ist … ich glaube, das kennen viele Frauen. Plötzlich steckt man in den Vierzigern und es ist zu spät.“; „ungewöhnlich .. verblüffte ..aber es war der September der Bundestagswahl .. nicht zufällig so kurz vor der Wahl ein so ungewöhnlich freizügiges Gespräch ausgerechnet mit einer solchen Zeitschrift ..“; „Der Aufstand der Ohnmächtigen wird bislang von einer Renaissance des Ressentiments befeuert und nutzt damit nur der AfD und Pegida … „Die Linke muss wieder die Adresse für Proteste werden.“; „Eine leidenschaftliche Politisierung fordert darum ein „Wir“ gegen „die Anderen“ … Wagenknecht tut gut daran, mit dem Populismus zu experimentieren. Es könnte die Kraft freisetzen, die zur Erneuerung eines beschädigten Systems notwendig ist…“

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AUGSTEINS Aufnuttungen des SUJETS: Die Geheimnisvolle“, „Wagenknecht kann Marx, Goethe und Provokation“, „die in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auch schon ganze Seiten über Goethe vollgeschrieben hat, erlaubt es dem deutschen Bürger, wenigstens ästhetisch seinen Frieden mit der Linken zu machen.“; „sind Sie Kommunistin geblieben?“, dann antwortet sie in aller Gelassenheit. „Nein, jedenfalls nicht in dem Verständnis, dass ein Kommunist jemand ist, der sich die DDR oder das Modell einer zentralisierten Planwirtschaft zurückwünscht.“

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AUGSTEINS Urteile und Meinungen: “Wenn der Deutsche es sich aussuchen könnte, er würde beides wählen: Millionär sein und dabei anständig bleiben…“; „der bayerische CSU-Brocken Peter Gauweiler… als er Wagenknechts Reichtumsbuch rezensierte … „Alles in unvergleichbar bessererzogener und gesetzter Form, als wir Westler es von unseren alten 68ern imt ihrem undurchdachten Schmaddertum gewohnt waren.“ Wenn schon links, dann bitte mit Manieren.“; „Ironie und Charme stehen ihr in Wahrheit auch nicht zu Verfügung … aber sie sieht einfach zu gut aus, als dass sie in den vergangenen Jahren den Männerfantasien der Berichterstatter hätte entgehen können, die in der Ostdeutschen irgendein orientalisches Feuer vermutet, ein Erbe des iranischen Vaters …“; „..da hat die Linkspartei ein Problem ..zu viele Wähler sind inzwischen vom antimuslimischen Ressentiment erfasst .. zu viele stimmen Thilo Sarrazin zu, der die Flüchtlingspolitik Angela Merkels für „den größten politischen Fehler seit Ende des Zweiten Weltkriegs“ hält“ .. „Wagenknecht .. stellt im AfD-Jargon fest: „Wer Gastrecht missbraucht, hat Gastrecht verwirkt.“

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der Freitag Nr 20 2016 – Chefredakteur. Verleger und Herausgeber Jakob AUGSTEIN schreibt

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EIGENTLICH halte ich rein NICHTS, von dem hier Jakob AUGSTEIN in seinem eigenen Blatt schreibt.

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Man kann damit nicht Politik machen.

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Nichts davon ist gültig.

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Ob Marx, Goethe oder dialektischer Materialismus, Hegel, oder materialistische Dialektik – Nichts dieser Formulierungen sagt etwas. Leider sieht es so aus, als klimpere AUGSTEIN auch lediglich mit diesen 68er Stallgerüchen – völlig unentgeltlich: Was ist denn die DIALEKTIK mehr als das PNEUMA? Das Momentum? Schopenhauers Wille, der im Seinsschlüssel steckt?

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Und was ist mit der marxschen Hegel-Dialektik mehr als das Stalinistische: die Partei, die Partei hat immer Recht!“ ???

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Dietmar Moews meint: Eine Feststellung hätte es zu Wagenknecht schon bedurft: Sie ist eine Reizfigur. Und sie ist keine Parteiführerin.

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Sie ist aber bislang auch keine ergiebige Ideologin oder Politikwissenschaftlerin – bislang Alles zu dünn und substanzlos.

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Eine Staatsfernsehen-Gesprächsrunden-Linke, die nicht für die LINKSPARTEI sprechen darf ist natürlich eine Rosstäuschung.

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Und was wollte nun Jakob AUGSTEIN mit seinem Fischstäbchen-Swastika auf dem Freitag-Titel und der BAT-Frau Sahra?

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Günter Grass 1927-2015 – Kurznachruf

April 13, 2015

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vom Montag, 13. April 2015

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Der SPD-Funktionär als Künstler Günter Grass, geboren 1927 in Danzig, ist heute 87-jährig in Lübeck gestorben.

 

Er starb in einem Lübecker Krankenhaus – es war für den Armen zuletzt eng geworden und ergreift mich mitleidig; er war mein persönlicher Feind.

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Grass‘ Lebensthema war das „Meierlein“ von Gottfried Keller (aus dem „Grünen Heinrich“). Dabei fand eine unverschämte Krämerseele lauter getriebene Praktiken zum Kleingeld und den vor- und nachgelagerten Organisationsfeldern, des persönlichen Bolschewismus‘, der Parteienmacht und der Publizistik.

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Grass‘ öffentliche Rolle und Wirkung war von seiner Nazi-Erfahrung herkommend vollkommen auf Parteipolitik-Menschlichkeit als PG der SPD, des DGB und der Evangelischen Kirche gestellt.

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Als Bildender Künstler und Steinmetz war Grass seit den 1950er Jahren ein folkloristischer Illustrator. Seine „Zeichnungen“ sind Photoverkleinerungen.

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Als Schriftsteller kam Grass 1959 mit dem Kriegs-Jugendroman „Die Grasstrommel“ in den großen kulturindustriellen Literaturbetrieb, der sich inhaltlich wie sprachlich als zeitgemäßer „Trivialroman“, später auch als reizüberfluteter Buntfilm im deutschen Kino (Volker Schlöndorff), wiederfinden ließ. Grass‘ Novelle „Katz und Maus“ bildet das einzige beachtliche künstlerische Werk, in dem das Genre der wichsenden ostpreußischen Kriegsjugend in zugreifender Heftigkeit ausgestellt wird.

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Das sonstige kulturindustrielle Literaturwerk von Günter Grass besteht aus rosinenpickenden Kompilationen der Feuilleton-Moden der Süddeutschen Zeitung und SPD-Feuilletons: Kalter Krieg, Angriff der 68er auf die Eltern, Marxunkenntnisse und Sigmund Freuds Psychoanalyse, Sex und Antibaby-Pille, Vietnam, Ho schi Min und Mao, Atomächtung, Rüstungsalarm, Umweltschutz und antiautoritäre Erziehung, verirrte Kunstorganisation und Salonpersonnage als Bolschewismus im Kunstbetrieb.

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Tänzer und Lyriker? Weltliteratur aus Lübeck, Schachtelsätze mit Thomas Mann? – schön wärs. Waschbrettspieler mit Duke Ellington in Paris. Gerhard Schröder hat ihn gelesen! Ein Gemisch – „eingemischt hat er sich trotzdem“ – so eine Nachruferin im Deutschlandfunk heute Mittag.

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Grass war jahrelang in der SPD als Wahlkämpfer und Oppositionstexter gegen die CDU auf Achse, war Redenschreiber von Bundeskanzler Brandt, mit dem er später den SPD-nahen Nobelpreis teilte. Allerdings, in letzter Konsequenz, ließ sich Günter Grass vom SPD-Netzwerk tragen, indem er aktiv die SPD als StaMoKap-Blockpartei unterstützte. Während er umgekehrt als Kritiker der SPD erscheinen wollte, der Rüstung und Drecksgeschäfte ablehnte, seine SPD-Genossen wenig trug.

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Deutlich wurde die politische Selbstverortung von Günter Grass in seiner lebenslangen Multirollenfunktion und den schleichenden Rollenwechseln als SPD-Publizist, als DGB-Funktionär, als Vorstandsmitglied im deutschen Gewerkschaft-Schriftstellerverband VS, Die Feder, später IG Medien und zuletzt Ver.di.

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Grass arbeitete durchweg zum persönlichen Eigennutz zusammen mit Bernt Engelmann (DKP / SED / Stasi), Max von der Grün (DKP) und verbreitete die Farben des kommunistischen Apparatschiks. Das reichte bis zu persönlichen Vernichtungsaktivitäten von Konkurrenten im Vorstand des VS, Rücktrittskomplott, Blockwahlen, Denunzierungen des Vorstandsmitglieds, der Lyrikerin Angela Hoffmann.

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Grass war in allen intermediären Verbänden verbandelt, Dauerkunde beim Goethe-Institut des Bundesaußenministeriums, im Internationalen Verband Bildender Künstler – das war die verirrte Moderne Poetologie der Gruppe 47.

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Dietmar Moews meint: Ich warte neugierig darauf, dass die noch aktiven Rest-Grass-Publizisten, die jetzt im Nachruf vom Dichter Grass reden und schreiben, nebenbei auch noch den Zusammenhang von Dichten und Denken erwähnen:

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Postmodernen Zeitpunkt hat Grass nicht kapiert – die IT-Revolution sah er nicht in den 1970er Jahren kommen, Die „Fernfuchtelei“ hat Peter Handke benannt. Wie war das Denken? Welche anthropologischen Grundfarben wurden von Grass gedacht, nachgedacht oder nur persönlich vertreten oder wo, in seinen kulturindustriellen Massengütern, findet man den denkenden Dichter, der je mehr als das von seiner Krämermutter konditionierte „Meierlein“ affirmieren konnte?

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Stand er mit Kohl und Reagan in Bitburg? Nimmt er staatliche Kunstförderungsmittel auf Zukunftsjahre in Lübeck in Beschlag, wo doch seine vielen ungelesenen Massenromane dadurch auch nicht lebendiger werden – verirrte Kunstorganisation durch die Salonpersonnage wurde durch Günter Grass exemplarisch verkörpert, rigoros und schmerzbefreit. Den Nachruf seiner Opfer spare ich mir.

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Die Kulturpolitische Gesellschaft Hagen lässt grüßen.

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