DEFLATION im DEUTSCHLANDFUNK

Oktober 4, 2014

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am Samstag, 4. Oktober 2014

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Wir wissen zwar, dass eine Tagesschau stets ca. 15 Minuten dauert, egal ob es viele dringende Neuigkeiten der Information gibt oder etwa mal Nichts.

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Die Nachrichtensendungen werden nicht von Relevanz und Wichtigkeit bestimmt, sondern allein von der Dauer in Sekunden für das kompositorische „Menue“ der Sendung („Kultur, der Sport, das Wetter).

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Da wird jetzt der Redakteur weghören: Völliger Quatsch, keine Ahnung und ähnlich. Doch fragen wir nach den Fußballergebnissen, den Verlautbarungen von Hinz und Kunz und Bosbach oder nach dem Wetter? Nein, hier gilt die Kritik der Informationspflicht staatlicher Sender und Redaktionen: ZUM ZWECKE der INFORMATION, URTEILSFÄHIGKEIT, AUFKLÄRUNG und MÜNDIGKEIT der Bürger.

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Allein die Behandlung der maßlosen Verschuldungs und Bereicherungspraktiken der politischen Klasse müssten klargestellt werden: Dann dürfen nicht INFLATION und DEFLATION verwechselt werden.

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Dietmar Moews meint: Voreinigen Tagen erklärte der Deutschlandfunk in der der täglichen Sendung „Information am Mittag“, der Rubrik Wirtschaft am Mittag“: Dass wir momentan einen von der Zentralbank festgelegten Inflationssatz von 0,05 Prozent hätten – das sei DEFLATION.

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Impliziert wurde: Deflationsgefahr sei eine Lebensbedrohung für uns alle.

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Der DLF sollte mal aufklären, was denn INFLATION und was DEFLATION ist? Welche Aspekte sind für unser Leben beachtlich, wenn es heißt INFLATION? Was ist DEFLATION?

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Es wird ständig in der Wirtschaftsberichterstattung so getan, als sei Deflation das Gegenteil von Inflation. Und das ist völliger Schwachsinn.

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Das Gegenteil von einem Tisch ist weder kein Tisch noch ein Stuhl.

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Inflation in Höhe von 0,05 Prozent ist Inflation. Sogar Minusraten der Zentralbankzinsansätze oder der Aufwertung der Währung (Aufwertung ist das Gegenteil von Inflation) sind praktisch INFLATION, wenn dem Geldeigentümer für sein Sauerverdientes Strafzinsen auferlegt werden, ist das praktisch eine Entwertung seines Geldes.

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So können durchaus Geldentwertung (INFLATION) durch Luftgelddrucken der Notenbank und durch Abwertung gegenüber ausländischen Währungen eintreten (wenn die eigene Volkswirtschaftsleistung zu schwach ist und Minuswachstum, nämlich Verlustwirtschaft stattfindet).

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Ebenso kann DEFLATION – eine Folge von Rezession – bereits bei konkreten Inflationsraten eintreten. Denn Deflation ist ein umgekehrtes Wachstumsrad: Absatz, Erträge, Produktion sinken, wegen geringerem Konsum, geringerem Absatz, geringerer Kaufkraft.

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Was der Deutschlandfunk mal eindeutig erklären müsste, ist: Es gibt keine Konjunktur durch Luftgeld-Inflation, wenn die Nachfrage am Markt gar nicht vorhanden ist. Warum sollte jemand Schulden machen, wenn er gar keinen bedarf hat? Wer investiert in eine sparsam erfolgreiche Firma, wenn er dadurch Schulden und Zinslasten erhält, aber keinerlei Verbesserung seiner Betriebsrechnung in der Wertschöpfungskette?

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Schließlich: Deflation ist auch nur ein Marktereignis. Wenn Sparsamkeit und Vernunft sinnlosen Konsum vermeiden, ist das ein lebenstüchtiger Beitrag zur volkswirtschaftliche Leistungsbilanz einer Nationalwirtschaft. Wer sagt eigentlich, dass Sparsamkeit kein Erfolgsrezept für Wirtschaftserfolg sei?

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Einzig die kriminelle Bagage der Bankiers und Casino-Manager verlören ihre unkontrollierten Fetttöpfe. Das wird auch höchste Zeit. Und es wird höchste Zeit, dass hierfür seriöse Bankkaufleute die Verantwortung übernehmen.

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Warum erklärt uns das „Wirtschaft am Mittag im DLF“ und der stets dämlich kichernde Redakteur Günter Hetzke nicht?

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PUTIN-Gaspreise nach Marktlage

Mai 25, 2014

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am 25. Mai 2014

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Heute ist der Wahlsonntag. In der Ukraine sind Präsidentschaftswahlen.

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Alle, die die Souveränität einer freie Ukraine ignorieren – Putin ebenso wie der Westen – erklären: Hoffentlich wird das Wahlergebnis der Ukrainewahl von allen Ukrainern akzeptiert werden – auch von den Nichtwählern und Wahlboykotteuren.

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Die Nichtukrainer sollten lieber tun, was sie können, damit die Ukraine vorwärtskommt, eigene Beine zu bilden, auf denen dann selbstbestimmt gelaufen werden kann.

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So absurd wie das Gezündel von Ost und West in der Ukraine ist, so  grenzwertig ist die Intelligenz innerhalb der Bündnisse „der Westen“ und die „EU“.

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Dietmar Moews meint: Kein Mensch kann wissen, was gemeint wird, wenn es neue Verlautbarungen zur EU gibt. Abgesehen davon, wer da gerade schreibt oder redet. Wer bestimmt? welche Regel gilt?

Wenn es heißt: Die EU sagt.

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Und das hält die EU-Wahlbürger vom Wählen ab.

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Heute erklärte ein polnischer Diplomat: Putin verkauft und liefert Gas ans Ausland. Putin macht sehr unterschiedlich hohe Preise für das russische Gas. Es wäre doch besser – so meinte der Pole – wenn alle den selben Preis zahlen müssten. Oder, es wäre besser, zumindest, wenn der Gaspreis nach der Marktlage festgelegt würde. Es wäre doch besser, wenn innerhalb der EU Wettbewerbsgleichheit bestünde. Gleiche Gaspreise müssten erreicht werden. Gleiche Gaspreise würden hier einen faireren Wettbewerb innerhalb der EU bringen.

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Auf Gegenrede meinte der Pole: Nein nein, das ist nicht nur für Polen vorteilhaft  – das ist von mir analytisch gedacht. Denn nur gemeinsam können Gemeinschaftsziele leichter verwirklicht werden.

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Dietmar Moews meint: Welch eine schiefe Vorstellung dieses polnischen Diplomaten, von der Marktlage. Was ist denn Markt?

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Die heutigen Gaspreise – so ungleich sie eben sind – sind doch im Rahmen der Vertragsfreiheit aller Staaten, die mit Putin Gasverträge schließen, frei ausgehandelt.

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Die ungleichen Gaspreise sind Ausdruck der Marktlage – das ist der Markt.

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Alles andere wäre Protektionismus.

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Putin macht Angebot und Nachfrage als Marktprinzip zum Gaspreis. Wem der Preis nicht gefällt, der macht eben keinen Vertrag.

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Wenn Putin ein Loch in der Kasse fürchtet, senkt er seinen Gaspreis.

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So hat gerade China Gas bei Putin gekauft. China muss nicht so hohe Gaspreise zahlen wie die Ukraine. Das ist die Marktlage: Wer stark ist, setzt die Preishöhe, wer schwach ist, muss akzeptieren oder verzichten. Wer nicht verzichten kann, muss akzeptieren.

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Dietmar Moews meint: Was der Pole meint, ist natürlich eigennützig argumentiert. Es ist überhaupt nicht analytisch.

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Eine Analyse müsste erfassen und aufschlüsseln, welche Gemeinsamkeiten der EU-Staaten denn da sein müssten, damit bessere Gaspreis für Polen ein Vorteil für alle anderen wären.

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Alleine, wenn Polen im EU-Binnenmarkt als EU-Binnenmarktkonkurrent gestärkt würde, wäre das ein Nachteil für den Rest der EU und nur für Polen ein Vorteil.

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Für Deutschland wäre heute eine gemeinsame EU-Energie-Binnenpolitik ein riesiger Nachteil.

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Zwar muss Deutschlands Wirtschaft starke Konkurenz nicht fürchten, denn – tatsächlich – die Konkurenz belebt das eigene Geschäft. Aber für Deutschland müssten bei einer EU-Binnenpolitik alle Dreckschleudern mit Kohle und Atomgift-Kraftwerke akzeptiert werden, weil die meisten EU-Staaten nicht bereit sind die Drecksenergie durch eine Atomausstiegspolitik und durch Einführung alternativer Nachhaltigkeits-Energiepoltik zu ändern.

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Schließlich meinte der polnische Diplomat: Es wäre schön, wenn auch polnische Kandidaten für die EU-Ratspräsidentschaft genannt werden.

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Dietmar Moews meint: Ja, es wäre schön. Aber auch hier ergibt die Analyse der Marktlage an Personal, das für die ganze EU funktionieren würde, wenig her.