3 Tage in Quiberon MARIE BÄUMER PLATEAUPHASE im neuen S/W-Zweistundenfilm

April 16, 2018

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Montag, 16. April 2018

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Folder zum Film 3 Tage in Quiberon

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Dietmar Moews meint:

Kurzbericht: Der kürzlich für deutschsprachiges Filmgeschehen MAXIMAL vorgestellte, seit vielen Jahren gerufene ROMY-Film, ist angelaufen. Ich komme jetzt gerade aus der Vorstellung, die für 8 EURO Eintrittsgeld im ODEON, in der Kölner Südstadt, angeboten wird.

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Die zentrale Figur in diesem Kammerspiel ist MARIE BÄUMER, die hier mit Ehrgeiz und Hingabe ihr exorbitantes Darstellungskönnen in so extremen und feinsinnigen Formen als ROMY SCHNEIDER, ein Jahr vor dem Tod, aufführt, dass klar ist, für diese SCHAUSPIELERIN sollte der OLYMP der SCHAUSPIELEREI sich mal was weltweiteres Ausdenken, damit alle Welt das ansehen kann.

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Es ist wunderbar, das eine Regisseurin, EMILY ATEF, dieses Sahnestück Filmgeschichte für sich stehlen konnte. Aber sie hat bravourös zugeschnitten und geführt, was tausendmal scheitern konnte. Der große Name ROMY ist nun mal heikel, denn eine solche Adaption muss sehr hoch hinaus. Hier ist EMILY ATEF wirklich zu loben und zu beglückwünschen. Hoffentlich schöpft sie dadurch weitere Kraft.

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Ich bin also von der Schwarzweiß-Nummer aus vielen Gründen bereits vorher sehr überzeugt gewesen – und das zahlt sich jetzt aus (auch für diejenigen Entscheider-Nadelöhre, die hierin Umsatzhemmnisse befürchteten, wenn es dann ins Fernsehen gehen soll). Doch ich habe oft den ENGEL über BERLIN vor Augen, der dann sogar in schwarz und weiß heiratete.

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Die Kostüme der achtziger Jahre, von der Peugeone zu DX, den Sonnenbrillen und Frisuren – Alles war gut gemacht, ohne dass hier jetzt Heinz Rühmann Heinz Rühmann spielen musste. Es ist kein Historikschinken für Voyeure, die mal sehen wollen, wie genau so eine SISSI vor die Hunde kommt, sondern es ist vielmehr der gut gemalte Rinnstein, allemal besser als die schlecht gemalte Schlosstreppe.

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Die Kameraleistungen haben für meinen Geschmack manchmal etwas wackelig die Fragen zwischen Kinoleinwand, Fernsehbildschirm und Smartphone-Format sehr gut koordiniert. Anschlüsse und Schnittgeschwindigkeit bzw. Bildschnittdramaturgie waren so gemeistert, dass auch bei aufmerksamem Blick das an sich redundante (Romy-Thema) aktionsarme Drehbuch hervorragend und wie im Fluge ablief.

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Es hat wenig Bedeutung hier jetzt Rosinen zu zählen oder zu picken.

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Mein Fazit geht aber noch anders:

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Die Galle vorweg: Der NIHILISMUS. Während wir im geistigen Niedergang unserer Tage erkennen müssen, dass die IT-Revolution erheblich und unwiderstehlich ein- und durchgreift, stehen wir doch sehr dümmlich auf den Schultern der NIHILISTEN von vor 150 Jahren. Im Theater finden wir zerhackende Übergriffe von Tankred Dorst auf Gott und die Welt, weil ihm selbst nie irgendetwas einfiel – wodurch das wichtigtuerische Regietheater zur Macht griff. Beim Film hat das über die kulturindustrielle Bande spielende Massen-Fernsehen inzwischen Dimensionen am Anteil von animierten Buntbildern mit Geräuschen gewonnen, dass echte Kunst und Künstler sehr hochbegabt und meisterlich ausgebildet sein müssen, um auch Autoren zu rufen, die nicht nur Junkfood verfertigen (ich mache einen Kurs in „Drehbuch“).

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Seit Jahren rufe ich nach historischen Aufführungen von Lessing und Goethe, damit von ehedem historischer Höhe ein Kätchen von Heilbronn, junge Autoren anregen möge, zeitgemäße höchste Literatur zu wollen. Man hat Jakob Wassermann oder einen Hans Keilson vergessen, ich denke auch an Eckhard Henscheid, als Herausforderung anzunehmen, anstatt wird in ständiger Drehtür des Affen Tatort-Zucker rausgekotzt.

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Ich wünsche, dass nur Meister Meisterwerke bearbeiten – für Leute, die selbst nichts zustande bringen, müssen die Türen zu Bearbeitungen leider zubleiben. Bei Aufnahmeprüfungen müssen Kandidatinnen wie Altkanzler Schröder allein diagonal über den Wittelsbacher Platz gehen. Und wer die Schultern dabei zu hoch zieht, kann in keiner Fußballmannschaft Mittelstürmer werden.

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Mein neuestes Lebensglück ist ein gestriger Einfall, frei nach Herbert Zimmermanns Rundfunk-Reportage zum Fußball-WM-Finale 1954 in Bern:

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„Bozsik, immer wieder Boszik, der rechte Läufer der Ungarn, am Ball. Er hat den Ball … verloren diesmal gegen Schäfer, Schäfer nach innen geflankt – Kopfball – abgewehrt – aus dem Hintergrund müsste Rahn schlafen – Rahn schläft …“

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Der Film von EMILY ATEF, „3 Tage in Quiberon“ ist ein Glücksfall für die vier Hauptdarsteller. EMILY ATEF hat die gut ausgesucht, egal, wie ihre Akquise lief. Gratulation für die Finanziers von „3 Tage in Quiberon“.

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Ein solches Kammerspiel, wo wirklich immer eine Tiefenwirkung auf der getroffenen Einzelleistung liegt – ist sie genial, gut, hat sie Macken, sinkt die Ausstrahlung insgesamt – haben es alle vier ungewöhnlichen Künstler auf die Plateauphase des heutigen Kinofilm-Schaffens gebracht.

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Sie haben es gebracht, einzeln und die ganze Nummer im Zusammenspiel – Oh quite days in Clichy – wenn BIRGIT MINICHMAYR wartend an der Rezeption steht, wartend den Mantel abnehmen soll, ohne dass ihr der Mantel abgenommen wird, sich einmischt, sich raushält, ganz viele extrem sorgfältig und ausdrucksstark zurückgenommene Anwesenheit, in der Rolle der Nebenfigur. Besser, lebendiger, geht das nicht, wirklich großartig.

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Alle waren immer doch so hellwach, dass die klandestine REGIE-GEWALT die MARIE BÄUMER ausstrahlungsbedingt, egal wo oder wann, mitreißend hineinbringt, wenn sie aufdreht oder ausbricht oder zusammensackt. In jeder Faser naturalistisch einschwangen alle Vier, ohne blöde Sekundenmasken oder Reaktionsverzögerungen.

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Alle vier Darsteller hätten hiermit ein Vorspiel an der Hochschule bestanden. Auch wenn der superlative ROBERT GWISDEK, ziemlich am Anfang, zwei, drei nicht sendefähige Nuschelstellen artikulierte, die nachgearbeitet werden sollten.

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CHARLY HÜBNER und ROBERT GWISDEK waren beide so meisterlich unentfremdet, dass keine ästhetischen Brüche entstanden, während es dabei stets auf Millisekunden ankommt. Was die alle und einzeln an langen ungeschnittenen Monologen bzw. und Dialogen hier abgezogen haben, kann sie den Rest ihres Schauspielerlebens froh machen.

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Mit CHARLY HÜBNER war für mich die ständige Erinnerung an meinen leider längst gestorbenen Künstlerfreund, den großen Komponisten THOMAS-SCHMIDT-KOWALSKI verbunden. Es ist doch prima, wenn man schonmal vorab ein an sich sympathischer Typ ist und zu seiner Figur die passende Beweglichkeit hat. Ich sehe ihn mit BIRGIT MINICHMAYR zum Felsenufer gehen, auf der Suche nach MARIE, a tergo – beide in psychologisch so ganz auf diese heikle Szene zum Finale furioso hin, nicht gerade auf dem Catwalk und – gut.

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Hoffentlich bekommen diese genialen Schauspieler mal Stoff, der nicht nur auf NIHILISMUS unserer heutigen Publikumsstimmung oder auf Zuckersucht zielt.

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AUTOREN ans WERK!

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Marie Bäumer soll Romy spielen

August 21, 2017
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Vom Dienstag, 22. August 2017

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BILD brachte gestern, Sonntag, 20. August 2017 einen erfreuliche Report:

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„Für den Kino-Film „3 Tage in Quiberon“ wird aus Marie Romy. Die Story: 1981 lässt sich Schneider in der Bretagne (Frankreich) in ein Sanatorium einweisen. Nach Jahren der Alkohol- und Medikamentensucht hat die Schauspielerin eine Niere verloren und will sich erholen. Zeitgleich will sie die Chance nutzen, sich endgültig von ihrem verhassten „Sissi“-Image zu lösen und gibt dem „Stern“ ein legendäres Interview.

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Mit-Produzent Thomas Král (40) zu BILD: „Wir sind froh, dass wir sie mit dem Konzept überzeugen konnten.“

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Erstaunlich, denn in die übermächtige Film-Haut von Romy Schneider zu schlüpfen, schien für Bäumer unmöglich. Ein Produktionsmitarbeiter zu BILD: „Frau Bäumer ist in die Rolle, die für sie immer wie eine Bedrohung wirkte, hineingewachsen. Sie ist beängstigend gut als Romy Schneider.“

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Dietmar Moews meint:

Schon im 19. Jahrhundert kamen die ersten Prominenten wie die Schriftsteller Gustave Flaubert und Anatole France, sowie die Schauspielerin Sarah Bernhardt. 1924 wurde Quiberon zum Luftkurort ernannt. Im Jahre 1944 planten die anglo-amerikanischen Landungstruppen in der Bucht von Quiberon einen Nachschubhafen zu errichten, ein Ansinnen, das jedoch verworfen wurde.

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Die massiven deutschen Befestigungen des Atlantikwalls und der anhaltende Widerstand der deutschen Soldaten (Auftrag: bedingungslose Sicherung des U-Boot-Hafens von Lorient) führten zu der Kuriosität, dass die deutschen Resttruppen (10.000 Mann) im Gebiet von Lorient bis Quiberon erst zwei Tage nach der Kapitulation der Wehrmacht am 10. Mai 1945 kapitulierten (Schlacht um die Bretagne).

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Quiberon war einer der Drehorte zum Abenteuervierteiler „Die Schatzinsel“.

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Die Schauspielerin Romy Schneider war in den 1970er und 1980er Jahren mehrmals zur Kur in Quiberon.

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Dagegen, schaue ich in Köln nach rechts aus meinem Fenster, sehe ich am Ende der Häuserzeile Mainzer Strasse, wo das Eierplätzchen ist, das linke hellgrau geklinkerte Eckhaus. Es trägt die Hausnummer 1 und gehört zur dort anlangenden Trajanstraße.

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TRAJANSTRASSE 1 – dort wohnte die junge ROMY, anfang der 1950er Jahre.

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Schaue ich nach links aus meinem Fenster, rauschen dort oft Besucher Kölns im Taxi heran. Wenn dann eine Feuerwehr die Straße blockiert, steht man da in der Einbahnstraße und kann unter Umständen nicht vor und nicht zurück.

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MARIE BÄUMER, eine Männerpension im „Brief an mein Leben“ von Miriam Meckel und Egger / Stieler

April 26, 2016
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Vom Dienstag, 26. April 2016

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DIE WELT, Seite 22 Feuilleton, am Montag, 25. April 2016, Elmar Krekeler

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Montag abends (am 25. April 2016 bei arte und im ZDF) stundenlang Fernsehen – nun ja – der Vergleich der ansehnlichen Frauen, der Schauspielerin, Regisseurin und Autorin MARIE BÄUMER, und der früheren Musikmoderatorin Heike Makatsch, wie sie einstmals in dem Detlev Buck-Film „Männerpension“ am Sternchenhimmel erschienen und mit dem jungen Till Schweiger um Resozialisierungsspielchen kämpften, kann auch mal unterhalten oder zum Gespräch anregen.

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Mit der Hauptdarstellung der Toni Lehmstedt, in dem von einem autobiografischen Frauenroman der Miriam Meckel abgeleiteten Drehbuch von Urs Eggers, war jetzt in dem 2014 gedrehten ZDF-Drama „Brief an mein Leben“ eine herausstehende künstlerische Leistung von Marie Bäumer als Schauspielerin zu sehen. Das alte Wort „Charakterdarstellung“ führt zwar in die Irre, weil die Maßnahmen, eine zersetzte Person und eine zersetzte Lebensweise naturgemäß etwas Ungefähres haben – die eine ist so irre, die andere anders. Waren es doch die durchgängig überzeugenden Patchwork-Szenen, der szenischen Vielfalt, in denen Marie Bäumer glaubwürdig wirkte und wirkt.

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Selbst ein Waldlauf in Joggingklamotten sieht zwar bei Joggern anders aus, kann aber für einen kontrollgeschwächten „Charakter“ gelten. Die Partnerin der Toni, die Geliebte, dargestellt von Christina Hecke, spielte ebenfalls sehr beeindruckend und vollkommen überzeugend ihre antwortende Rolle.

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Süddeutsche Zeitung, Seite 23, MEDIEN schreibt Christian Meyer am 25. April 2016

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Wir sehen, was in der heutigen deutschsprachigen Videoindustrie und Filmindustrie, die in hohem Maße vom Placet staatlicher Entscheider abhängen, an fürs Fernsehformat produzierten „Geschichten“ überhaupt durchkommt.

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Wenn das dann als eine irre Frau in irrender Lebensweise kaleidoskopisch irrlichtend zu spielen ist, angelegt und geschnitten sein muss, so ist der am Rande der Maßlosigkeit entlang dramatisierende Regisseur um so mehr auf eine stark zugreifende Darstellerin angewiesen, je wirrer die einzelnen Szenen abgedreht werden. Dieses Projekt hat Gewicht bekommen, weil Marie Bäumer fähig war, den Zugriff und damit diese Rollen, zu spielen, die auch eine Spielart der heutigen Resozialisierungs-Fantasien sind.

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Die frühere „Männerpension“ und die Resozialisierungs-Ironie war eine fröhlichere Gelegenheit zum Filmmodelling. Die Darstellerin Heike Makatsch hat inzwischen ebenfalls Erfolg, wir sehen „Tatort-Fernseh-Krimi“ (ich nicht), wir sehen Kosmetik-Werbung und Talkshow-Auftritte und das Modell Heike Makatsch ist noch immer wiederzuerkennen. Das ist auch ein schöner Erfolg.

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Süddeutsche Zeitung, Seite 38 am 24. März 2016, Josef Grübl interviewt Franz Xaver Kroetz

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Franz Xaver Kroetz sagte kürzlich in einem Interview auf die Frage: „Haben Sie den Historienfilm „Das Geheimnis der Hebamme“ (in dem Kroetz spielt), der bei der ARD lief, schon gesehen?, Sie hätten ihn bei der Premiere im Gloria-Kino anschauen können:

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Für einen Fernsehfilm muss ich nicht unbedingt im Kino sitzen … aber es war schon vorher klar, dass ich da nicht hingehe. Ich bin ja hier im Sanatorium.“

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Dietmar Moews meint: So viele kleine Prinzessinnen und kleine Prinzen, die da die Aufmerksamkeit wünschen, fragt man sich schon mal:

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Was will man uns sagen? Was will man mir sagen? – es sollte schon dringend sein.

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„Männerpension“? – Wir haben es bei dem ZDF-Drama „Brief an mein Leben“ wie auch bei der gleichnamigen Geschichte von Miriam Meckel mit einer künstlerischen Umsetzung einer Frauengeschichte in der männerdominierten Welt zu tun. Das ist auch das situative sozialgeschichtliche Momentum, das Pneuma der Aktricen, Miriam Meckel, Marie Bäumer, Heike Makatsch, – was immer sie tun, spielt in dem heutigen zweigeschlechtlichen kaufvertragsgesteuerten öffentlichen Sozialwesen, bei dem Männer, aus Sicht vieler Frauen, Rollenvorteile eignen. Sie ahnen zu wenig von der Lebensjagd der Männer und empfehlen Wohlfühl-Badetabletten.

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So war dann der erste Teil des „Zwei im Wilden Westen(1/5) Im Sattel nach New Mexico (arte, 25. April 2016, 19. 30 Uhr), die amerikanische Natur und die Naturfreunde mit Marie Bäumer als Touristin zu Pferd, zu sehen. Es wurde ein gelungenes Format (43 Minuten Dauer) mit aufwendigen Schnitten, auch aus der Luft, schöne Pferde sowie die bewährte Musik, in der Art von Ry Cooders Slide Guitar. Auch hier zeigt sich, wie gut, wenn eine Darstellerin den Zugriff beherrscht, hier, Pferde und Sattel.

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