Xi Jinping und Theresa May simulieren Maurice Jolys Totengespräche zwischen Machiavelli und Montesquieu

Januar 2, 2019

Lichtgeschwindigkeit 8810

am Donnerstag, 3. Januar 2019

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Man kann erstaunt sein, wie ignorant heute Staatspolitik von professionellen Stellvertretern unprofesionell geführt bzw. gehen gelassen wird.

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Sogar an „Klassikern“, wie Machiavelli, Montesquieu und Joly, den Weisen von Zion und Hitler vorbei geht erwerbsmäßige Ignoranz.

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Im Streit zwischen dem Florentiner Niccolo Machiavelli (1469-1527), der die innenpolitische Macht der Machtmethoden eines Despoten in seiner Schrift von 1513, „IL PRINCIPE“ beschrieb und dem Pariser Charles-Louis de Secondat Montesquieu (1689-1755), der im Jahr 1748 in „De l’esprit des Lois“, an Stelle der Despotie die Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz und die Gewaltenteilung entfaltet hatte, kommt im Jahr 1864 der Pariser Jurist Maurice Joly (1829-1878) zur Publikation seiner fiktiven „Totengespräche“ zwischen Machiavelli und Montesquieu, die den Streit auf hochintelligente Blickwinkel bringt.

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Kurz gesagt: Bei Joly siegt in 26 Totengesprächen, in denen Machiavelli und Montesquieu alle wichtigen Arbeitsfelder innenpolitischer Vorgehensweisen, aus Sicht eines Herrschers, gegeneinander abwägen, Machiavelli. Montesquieu räumt schrittweise der Machtrigorosität Machivellis die entscheidenden Durchsetzungsqualitäten ein – es sei denn, der Himmel griffe ein.

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Es ist nun zu bedenken, dass (bekanntlich) die angeblichen „Protokolle der Weisen von Zion“ etwa 50 Prozent echte Textübernahmen aus Maurice Jolys „Totengespräche“ und Machiavellis „PRINCIPE“ enthalten (wir wissen nicht wer die antizionistische Hetzschrift verfasste – wissen aber, dass die unausgewiesenen Zitate echt sind).

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Und, interessant im Sinne des Vorwurfs der oft geringgebildeten deutschen Berufspolitiker, nachweislich Herr Hitler erklärt hatte: Echtheit oder Fälschung – das sei ihm egal – er habe aus den „Protokollen“ hervorragend gelernt.

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Und hier komme ich zu dem Chinesen Xi Jinping und der britischen Tory-Premierministerin Theresa May –

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Xi Jinping hat zum Neujahr 2019 der weiten Welt mitgeteilt, dass er das freie und demokratische TAIWAN (Nationalchina auf Formosa) dem kommunistischen China zu unterwerfen und anzuschließen gedenkt; durchaus auch mit adäquater Gewaltanwendung.

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Theresa May spielt in der britischen Demokratie die Rolle der Führerin einer die demokratische britische Wählermehrheit repräsentierende Exekutiv-Regierung und auch der konservativen Partei im britischen Unterhaus. Hierbei werden wir Zeuge eines durchaus rechtsstaatlich, gewaltengeteilten, demokratisch-repräsentativ geführten Staaten- bzw. Unionswesens des Vereinigten Königsreiches Großbritannien, in dem sich EXEKUTIVE, LEGISLATIVE, JUDIKATIVE sowie freie PRESSE und okassional PLEBISZITE im machtorientierten Balancespielen bemühen, ihr Gemeinwesen politisch zu führen.

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Kurz: Bei Xi Jinping haben wir es mit einer letztlich despotischen innenpolitischen Herrschaftsmethode gemäß MACHIAVELLI zu tun (ohne Zweifel wird CHINA TAIWAN knicken, wenn nicht USA und RUSSLAND dazwischen gehen).

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Bei Theresa May haben wir es mit einem delikaten, letztlich durchaus „fairen“ Selbststeuerungssystem gemäß MONTESQUIEU zu tun.

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Heutige Empirie zeigt damit:

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Sowohl Machiavelli wie Montesquieu können erfolgreich angewendet werden. Auch Montesquieu, solange nicht die Briten und Theresa May von einem despotischen britischen Xi Jinping, gemäß Machiavelli, mit einer totalitären Durchsetzungsmacht unterworfen werden. Aber wer sollte das tun können? – etwa Boris Johnson? – NEVER.

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Dietmar Moews meint: Ich möchte hinzufügen: Sowohl hat mich schockiert, nicht nur, dass Hitler die sogenannten „Protokolle der Weisen von Zion“ studiert und weitreichend in die verkappte despotische Staatspraxis des Nationalsozialismus‘ übernommen und kopiert hat; Hitler damit einer der unzähligen Kunden Machiavellis sein wollte; sondern ich finde es so irre, wie widersinnig und entgegen allen besseren Einsichten, dass und wie Hitler schließlich seinen „Machiavelli“ zur innenpolitischen Herrschaftsorganisation mustergültig entfalten konnte, aber übersah, dass es dabei um innenpolitische Macht und Herrschaft im Dritten Reich ging – nicht um eine dynamische Weltkrieg-Beherrschung.

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Offenbar hat Hitler Machiavelli Machtdarlegungen des „PRINCIPE“ grob unterboten, nämlich was die zwei entscheidenden außenpolitischen Lehren betrifft:

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EINS: Machiavelli drang auf Genieverdacht gegen außenpolitische Feinde und warnte, keinesfalls andere Staaten zu unterschätzen.

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ZWEI: Im Kriegsfalle militärische Kunst und Erfahrung zu achten und keinesfalls dilettantische Waffengänge zu machen.

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Wer also heute meint, Hitler habe doch bewiesen, das Machiavelli die Macht-Klugheit im „PRINCIPE“ bestens erfasst hatte, hat lediglich die erfolgreiche hitlersche Machtergreifung und innerdeutschistische Massenverdummung im Auge. Jedoch des Weiteren ist klar zu erkennen, dass Hitler seine internationalen Feinde erheblich fehleinschätzte. Die überschätzten Aussichten seinen von ihm aufgezogenen Weltkrieg durchsetzen zu können und mit wahnsinnsverblendeten Weltkriegs-Schlauheiten die Unfähigkeit die eigenen Kräfte zu wiegen, beweisen lediglich, die allein entscheidenden, despotisch-wirklichkeitsfernen Urteilsschwächen Hitlers.

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Für Hitlers Verblendung sind nicht Falschansagen in Machiavellis „PRINCIPE“ heranzuziehen, allerdings für die innenpolitische erfolgreiche Volksverdummung der Deutschen.

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Und so ist es mit MONTESQUIEU gegen MACHIAVELLI. Bei Maurice Joly gewinnt Machiavelli und Montesquieu knickt ein. In der empirischen Politik unserer Tage sieht es doch so aus, als würde sich „Der Geist der Gesetze“ im britischen Unterhaus, nebst einer steinalten Monarchin Elizabeth II., durchaus über Wasser halten können – egal ob Regierungskrise oder Regierungswechsel oder einschneidende Kosten und Nachteile eines EU-EXIT – sieht es doch so aus, als könnten die zerstrittenen Briten ihre Insel weiterhin über Wasser halten können.

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Wie weit jetzt ISRAEL und NETANJAHU „Die Protokolle der Weisen von Zion“ ähnlich rezipieren, wie es Hitler tat, anstatt die Frage, ob es echte oder gefälschte Protokolle sein mögen (in unseren Büchern schreibt man „Fälschungen“) permanent zu wiederholen, bleibt hier jetzt unerörtert.

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Es ist zu hoffen, dass man in Israel die „Protokolle“ studiert und dabei die textlichen Inhalte und Ideen diskutiert.

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Ich meine, man sollte die heutigen deutschen Stellvertreter nicht davon befreien, sich zu belesen und den MAURICE JOLY, den MACHIAVELLI und den MONTESQUIEU so intensiv zu studieren, dass sie unter den Abgeordneten Parlamentariern darüber debattieren könnten.

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Das tun sie nämlich leider nicht. Und das können sie nämlich nicht.

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Wie wäre es, jetzt zu hören:

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MERKEL, KRAMP-KARRENBAUER und MERZ diskutieren 2019 Machiavellis und Montesquieus Totengespräche – die CDU Juchuuu – live im DLF und dann in der DLF-Mediathek.

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