KOHL KOHL KOHL – historisch zivil hinfällig: Banalität des Bösen

Oktober 11, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4979

am Samstag, 11. Oktober 2014

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Hier geht es um den Rechtsstaat und um Staatsräson. Mit der aktuellen Diskussion um den Altkanzler Helmut Kohl und seinen ehemaligen Vertrauten Heribert Schwan um Veröffentlichungsrechte liegt ein besonderer Fall von höherem Recht der politischen Selbstaufklärung der Deutschen in ihrer Geschichte vor.

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Daneben, und ebenfalls von erstem Rang, ist das menschlich-allzumenschliche Schauspiel von Kohl. Kohl ist eine Variante „der Banalität des Bösen“, diesseits von Gut und Böse, aber fast grenzenlos böse. Soziologen und Anthropologen sollten hierzu mit Historikern in eine neue Qualität der Kategorien zur Geschichtsschreibung eintreten.

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Mit dem letzten Lebenskapitel von Helmut Kohl kommt ein Variante der „Banalität des Bösen“ zur Austragung, die von hohem Erkenntniswert für die zukünftige Sozialgeschichte und die Anthropologie ist.

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Bundeskanzler sind Teil der Geschichte. Die Geschichte der Deutschen gehört natürlich den Deutschen und nicht einer zivilen Geschichtsperson selbst.

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Diese Tage versuche ich aus den Meinungen und Vorstellungen anderer, mit denen ich sprechen kann und zu den publizierten Aspirationen zum Kohl-Thema, einen Befund zur historische Wirklichkeit der akuten Werthaltungen, von Öffentlichkeit und Erfahrung, zu gewinnen.

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Mein Ertrag ist bedeutend. Es lässt sich kurz zusammenfassen in die Bestätigung der Verpitbullung und der Hitlerschlauheit als „Zeitgeist“, seitens der Mitbürger in der Öffentlichkeit.

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Es sieht so aus, als hielten fast alle, mit denen ich auf Kohl zu sprechen kam, es für legitim zu sagen, was „alle“ sagen. Und das bedeutet, eine seriöse politische Meinungsbildung kommt nicht zustande. Stattdessen hantiert man mit drei gängigen Meinungen, die einem wahlberechtigten Deutschen ein äußerst mickriges Zeugnis geben (ohne Rangfolge sind das folgende drei Positionen:

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EINS: Das interessiert mich nicht. Das ist heute unwichtig.

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ZWEI: Kohl ist / war ein so dummes Schwein, wie Kohl es selbst in den eigenen Werturteilen über andere protokollieren ließ (s. das neue Buch „VERMÄCHTNIS DIE KOHL-PROTOKOLLE“ von Heribert Schwan Tilman Jens).

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DREI Das sollen Gerichte entscheiden. Der Ghostwriter liegt im Streit mit der zweiten Ehefrau und übt jetzt Rache am Altkanzler.

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Dietmar Moews meint: Kohl ist eine lebende Variante der „Banalität des Bösen“. Wir sollten in einen imaginären Disput mit Hannah Arendt zum Fall Kohl eintreten.

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Ich meine, wir haben es mit drei ganz unterschiedlichen Kohl-Rollen, also auch mit drei völlig unterschiedlichen Beurteilungsansätzen zu tun:

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Kohl als CDU-Politiker und Bundeskanzler von 1982 bis 1998.

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Kohl als schwerst verletzter, entehrter ungesetzlicher Lügner, CDU-Altkanzler und Hinterbänkler sowie als privat fassungslos gewordener Privatier.

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Kohl, heute, als krankes quasi Mündel, unter unangemessener Kuratel einer jüngeren zweiten Ehefrau.

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Kohl mit seinem Vertrauten Heribert Schwan – der „Volksschriftsteller“ hatte über viele Jahre einen eigenen Hausschlüssel für die Marbacher Straße 11 in Ludwigshafen-Oggersheim und permantes Zugangsrecht gegenüber der Hausbewachung

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Das historische Bild der harten äußeren historischen Fakten wie auch der Autobiografie und der zu Protokoll gegebenen Selbstbilder Kohls sind allgemeinverständlich und klar zu erkennen:

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Der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl (geb. 1930) wurde fünf mal von der CDU und den deutschen Wählern gewählt. Er wurde im Jahr 1998 von seinem Nachfolger, Gerhard Schröder (SPD), im Amt abgelöst.

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Kohls wichtigste Aufgaben als Bundeskanzler bestanden in den Nachrüstungsentscheidungen des Nato-Doppelbeschlusses, in der deutschen Einheit nach Zusammenbruch der DDR und in der Einführung des EURO als EU-Gemeinschaftswährung an Stelle der Deutschen Mark (D-Mark).

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Dem gegenüber sind die heutigen Ambitionen der Deutschen zu diesem Friedenskanzler, der in sechzehn Jahren deutscher Geschichte (1982 – 1998) der Vertraute und Repräsentant der Deutschen war, eine ärmliche und hitlerschlaue Mobposition.

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Kanzler Kohl war nach dem Beitritt der DDR-Deutschen, im Jahr 1990, dann bei den Wahlen 1998 insbesondere von den ehemaligen DDR-Bürgern, abgewählt worden. Die neue gesamtdeutsche Mehrheit ersetzte Kohl durch Schröder (SPD), der den Beitritt zuvor, noch als niedersächsischer Ministerpräsident, abgelehnt hatte.

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Alle drei Positionen der heutigen deutschen Alltagsmenschen, im Jahr 2014, sind geeignet, das Thema Kohl abzublocken. Es gibt Vordringlicheres in Tagen von Krieg und Ebola und Schuldenkrise.

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Heute heißt es also in Varianz zur veröffentlichten Meinung, in der öffentlichen Meinung zum Thema Helmut Kohl:

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Interessiert mich nicht

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Dreckskerl

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Gerichtsstreit –

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während eine historische Fassung, was Kohl für die Deutschen bedeutete und bedeutet, den Historikern überlassen bleibt.

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Es kommt mir abenteuerlich vor, wie unter dem Einfluss der viel jüngeren Frau, die immerhin studierte Wirtschaftswissenschaftlerin – vermutlich mit dem Makel „Adenauer-Stiftung-CDU-Schmiede – ist, der Historiker Kohl zu glauben scheint, seine eigene Geschichte definieren zu können.

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Kohl scheint heute unfähig zu sein, sich selbst als Altkanzler in der Geschichte, die von Historikern und nicht von ihm in sistierschwachen Zivilprozessen geschrieben wird, zu erkennen.

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Die Vermutung von Kohls Biograf Heribert Schwan, dass Kohls heutige Rolle von seiner heutigen Ehefrau bestimmt wird, muss Kohl zugute gehalten werden.

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Dr. Heribert Schwan ist immerhin ein hervorragender deutscher Journalist und Autor, der über ca. zehn Jahre eng und vertraut mit Kohl zusammengearbeitet hat. Während diese Ehefrau wie ein Werkzeug wirkt, dass sich der Politikkünstler Kohl im Wägelsche (so nennt Kohl Schäubles Rollstuhl) als letztes Teufelswerkzeug auszudenken scheint.

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Wie geringschätzig und fast angeekelt, aber auch streitlustig, verletzt der Allgemeinheit und allen Nichtkohlmenschen gegenüber, Kohl eingestellt ist, kommt hier an die Grenzen von kultiviertem Verhalten bzw. naturbedingter Banalität des Bösen.

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Lichtgeschwindigkeit 131

Januar 1, 2010

Lichtgeschwindigkeit 131 WIE GEIL IST DAS DENN

Türkenintegration + Sündenböcke

täglicher Kommentar der Medienlage von dem Künstlergelehrten

Dr. Dietmar Moews Dipl. Ing., Piratenpartei Deutschland,

aus Sicht der Piratenbewegung, am Mittwoch, 30. Dezember 2009,

im Alphons-Silbermann-Zentrum, Berlin-Pankow Niederschönhausen,

mit BILD Berlin/Brandenburg, Märlische Oderzeitung, Süddeutsche Zeitung

und Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 30. Dezember 2009,

ferner DLF, dradio.de, bild.de, heise.de, piratenpartei.de,

Piratenthema hier: Wie GEIL IST DAS DENN Sündenböcke

für Integrationsdefizite aus Piratensicht. Wie geil ist das denn –

erreichte mich heute ein Neujahrsgruß als Youtube-Link einer

RTL-Kabarett hochaufwendigen TV-Studio-Produktion.

LICHTGESCHWINDIGKEIT ist eine ganz andere Leistung,

die täglich unter vielfältiger Aufmerksamkeit und Hochspannung,

vollkommen ohne Probenzeit, aufgenommen und gepostet wird,

so: Gutes Neues Jahr 2010.

Die Medienlage ist längst über das Jahr hinaus mit Abgesängen

der Terrorangst und der

Feindbildschmiedereien beschäftigt, vermutlich sind die

Redaktionen von der Ersatzreserve Zwei besetzt.

BILD bringt zumindest ein kollektivierendes Thema, das

ohne nachzudenken anschlußfähig ist und die öffentliche

Sonorität stimuliert: Der Skifahrer Althaus, jetzt als nordischer

Jäger. Dazu BILD mit GEWINNER: Ein ganz Großer hört

nach 20 Jahren auf: ERTUGRUD ÖZKÖK (62) legt zum

Jahreswechsel sein Amt als Chefredakteur der wichtigsten

türkischen Zeitung „Hürriyet“ nieder. Mit seinen Artikeln

(auch in BID) baute er Brücken zwischen Orient und Abendland,

Islam und Christentum. Er leistete mehr für die deutsch-türkische

Freundschaft als alle Sonntagsredner. BILD meint:

TESEKKÜRLER (Dankeschön)!

Die Märkische Oderzeitung, Bernau/Barnim titelt:

Knaller aus Polen beschlagnahmt. Silvesterfeuerwerk der

militärischen Gewalt kommt aus Polen ohne TÜV-Genehmigung –

das Hauptzollamt zieht immer wieder illegale Produkte aus dem

Verkehr. MOZ ferner: Ein Foto von einer Blaumeise am

Winterlichen Knabberspaß … MOZ Seite 2: Fremde Heimat der

Türken: Anklage der Türken und der türkischen Regierung

durch den Berliner Innensenator Ehrhart Körting (SPD) als

Sündenböcke für angebliche Integrationsdefizite.

Dietmarmoews meint. Aus Piratensicht, geht es zunächst um

das Was und das OB, nicht: wer ist schuld? – Für die Integration

ist die Majorität entscheidend – das sind Deutsche und Berliner.

Die Türken sind eine Minderheit, die – einfach gesagt –

nichts weiter taten, als den Schafherdeneffekt darzustellen:

sie rücken zusammen. Wenn die Berliner sich der Türken

annähmen, sähe man den Ist-Zustand als normal an. Wenn

Frau Merkel in New York Deutsche besuchen würde, käme

kein Amerikaner auf die Idee, hieraus die schlechte Integration

der Deutschen in USA herzuleiten. Wieso beschuldigt Herr

Körting den türkischen Ministerpräsident, der die türkischen

Opferfamilien von Ludwigshafen besuchte?

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG titelt: Innenminister will

Körperscanner einsetzen. Oben: Töten mit Joystick:

Wie Drohnen den Krieg verändern. Sowie: Entsetzen über

Todesspritze für Briten. Dietmarmoews meint: Die deutschen

Holzmedien machen auf Krieg und Angst, Terror und

Fremdenhaß – die SZ hier so massiv, wie lange nicht. Seite 4:

Nabelschau-Nato: In EU und Nato wachsen die Zweifel an

Deutschlands Bündnisfähigkeit: …Es geht dabei einerseits um

Ahoi liebe Piraten: Wie geil ist das denn.

Produktion, Performance, Autor, Direktion, Dr. Dietmar Moews,

Aufnahmetechnik und Admin, Piratencrew Berlin; Musik:

The Rolling Sones-Werbung für Everybody needs somebody/Pain in my heart


Lichtgeschwindigkeit 131

Januar 1, 2010