Leon Battista Alberti ein Hochleistungsaufsteiger von 1404 bis 1472

Mai 5, 2022

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am Freitag, den 6. Mai 2022

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Der Unterklassentyp muss kämpfen und strampeln, wenn er hochbegabt ist.

Oben kontrolliert man die besseren Posten. Die auf den hohen Sozialrängen versorgen das Etablissement ihrer Erben als nicht besonders begabten Postenhaltern. Diese werden als Honigsauger trainiert, die ständigen Zuflüsse von Geist und Originalität „von Unten“ sich anzueignen, gleichzeitig aber den Aufstiegsbegehrten den Weg des persönlichen Erfolges zu stehlen. Wer sich gegen diese übliche Ausbeutung zur Wehr setzt wird von den Postenerben verschwörungsartig fertig gemacht und ein für allemal blockiert.

Wer also von unten kommt, wie Alberti in seiner Zeit, konnte seine Inspiration hervorbringen, um den Preis, sich unbeliebt zu machen (gleichzeitig auf vieles Schöne im Leben zu verzichten; d. h. Hochbegabte müssen gleichzeitig eine lebensdienliche Ideologie (Philosophie) haben).

Der Deutschlandfunk bot vor einigen Tagen eine Darstellung des vor 550 Jahren gestorbenen Leon Battista Alberti.

Alberti – der Universal-Humanist – tagsüber schrieb er Abhandlungen über Mathematik, Literatur und Kunst, nachts Satiren und zwischendurch trieb er Sport: Leon Battista Alberti war der Inbegriff eines Universalgenies der Renaissance. Am 25. April 1472 starb er in Rom.

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DLF.de am 25.04.2022 (leicht gekürzt):

„Besonders sympathisch scheint der Renaissance-Architekt Leon Battista Alberti nicht gewesen zu sein. Stolz war er und immer darauf aus, sich und seine Fähigkeiten anzupreisen:

Oft habe ich den ganzen Tag nichts gegessen, nur um auf den Augenblick zu warten, wo ich mich einflussreichen Menschen zeigen konnte. Immer war ich bestrebt, mich durch etwas Neues bei ihnen beliebt zu machen.“

Dass wir den 1404 in Genua geborenen Alberti trotz seiner charakterlichen Mängel auch heute noch kennen und verehren, liegt daran, dass er, im Unterschied zu den meisten Blendern, tatsächlich allerhand auf dem Kasten hatte. Begonnen hatte seine Laufbahn mit einer qualvollen Zeit als nahezu krankhaft fleißiger Schüler.

Manchmal kam es mir so vor, als würden sich die Buchstaben vor meinen Augen in Skorpione verwandeln und miteinander verhakeln … In meinen Ohren war ein einziges Prasseln und Pfeifen.“

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Für den ungewöhnlichen Fleiß des jungen Mannes gab es einen tieferen Grund: Alberti war der unehelich geborene Spross einer begüterten Kaufmannsfamilie. Als er 17 Jahre alt war, starb sein Vater. Danach schloss die Familie Alberti, den illegitimen Sohn, von allen finanziellen und gesellschaftlichen Privilegien aus. Alberti beschloss, sich seinen Ruhm auf eigene Faust zu erwerben und begann bald, Bücher zu schreiben. Eines, über das er lange nachdachte, hieß „Della famiglia – Über die Familie“. Ein Ratgeberbuch für Familien, in dem die Väter eine für damalige Verhältnisse überraschend emotionale Rolle spielen.

Ich glaube nicht, dass irgendeine Liebe stärker, beständiger, ungeteilter und größer sein kann als die des Vaters zu seinen Kindern.“

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Mit Mitte 40 entdeckte Alberti die Architektur für sich. Das passte gut in eine Zeit, in der viel und anspruchsvoll gebaut wurde. Für sein Buch „Über die Baukunst“ griff Alberti auf den antiken römischen Architekten Vitruv zurück und behandelte alle architektonischen Fragen von der Materialkunde über die Statik bis zu dem auch heute wichtigen Problem, wie man das Innere des Hauses vor schädlichem Wasser schützt. Vom Architekten verlangt Alberti allerdings mehr als nur Ingenieursverstand: Gebäude und öffentlicher Raum sollen die Menschen ansprechen wie eine wohlkomponierte Rede oder ein Musikstück den Zuhörer für sich gewinnt, nämlich durch ein gutes Verhältnis der Teile zum Ganzen:

Schönheit ist ein Konsens der zugehörigen Teile in Bezug auf eine bestimmte Anzahl, Beziehung und Anordnung, so wie es die Harmonie, das vollkommene und ursprüngliche Naturgesetz, verlangt.“

 Wer je vor der grün-weißen Marmor-Fassade von Santa Maria Novella in Florenz stand, dem wird sich die für Albertis Baukunst so charakteristische Balance zwischen Anmut und geometrischer Strenge eingeprägt haben. Aber Alberti war nicht nur Baumeister. Nebenbei stand er als promovierter Kirchenjurist in den Diensten der päpstlichen Kurie, schrieb Bücher über Pferdezucht und Landwirtschaft, eine Grammatik der toskanischen Sprache, ein populäres Buch mit mathematischen Rätseln, Anleitungen zur Textverschlüsselung und Stadtvermessung, und sogar herzerweichende Liebesgedichte brachte der Gelehrte zu Papier.

Weine mit mir,
ach, weine,
du traurige Leier,
singe und weine,
ach, sei so gut,
hilf meiner Herzenswut.“

Traktat über „Das Lob der Fliege“ und Reue „über das ewige Lesen“.

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Als Leon Battista Alberti am 25. April 1472 in Rom starb, war er ein berühmter Mann. Bis heute entdeckt die Wissenschaft immer neue Facetten in seinem literarischen Schaffen. Besonders die kleinen philosophischen Satiren, die er in seinen Mußestunden mit leichter Hand niederschrieb, haben es in sich. Zum Beispiel das Lob der Fliege, die Trauerrede auf seinen Hund oder die Klage eines verstorbenen Gelehrten, der nach seinem Tod sehen muss, wie seine ehemaligen Freunde über ihn lästern und seine Bibliothek verwüsten, woraufhin der Verstorbene sich mit Selbstvorwürfen quält:

Ach! Über das ewige Lesen habe ich mein häusliches Glück, das Gespräch mit meinen Freunden und alle Freuden des Lebens versäumt.“

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Dietmar Moews meint: LEON BATTISTA ALBERTI, in Genua geboren, in Florenz in der Toskana und später auch in Rom, war ein vorbildlicher Architekturkenner seiner Epoche. Wer also heute zu Landschaftsplanung, Siedlungs- und Stadtplanung und Gebäudekunst mitreden möchte, kommt um Alberti nicht herum. Alberti war auf einer Modernisierungswelle der Renaissance, wo Gesellschaft, Produktionstechniken und Reichweiten epochal vorangetrieben wurden. Das muss auch heutigen Neubauern Anregung und Denknahrung geben.

Viel Spaß dabei, Universalismus und Künste-Kennerschaft als Substanz der Architektur zu entfalten.

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Bild.de bildet BORIS BECKER

Mai 2, 2022

Lichtgeschwindigkeit 10420

am Dienstag, den 3. Mai 2022

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Im gladiatorischen Leistungskampf unserer Welt kann nur als Spitze hingestellt werden, wer positiv TOTAL auf SIEG und auf BESIEGEN achtet, wer also egozentrisch auf sich selbst und seinen aktuellen Kampf, nicht aufs Umfeld oder die Mitbewerber achtet.

So kam das Kind BORIS BECKER bereits zum TENNIS als Leistungssport, vollkommen auf sich bezogen. Er hatte dazumal gar keine Ahnung, dass er auf sich und seine Individualität bedacht sein müsse. Denken war bei ihm aus seiner Natur vorgestellt, nicht aus einer Denkbildung vermittelt. BORIS BECKERS SIEGEN war ganz banal und vulgärmaterialistisch sozialdarwinistisch: Der Stärkere sein wollen, mit hingebungsvollem Selbsteinsatz.

Vom ersten Tag an, als BECKER fürs SIEGEN hervortrat, nahm ihn

BILD (der Axel-Springer-Verlag) in exklusive „Haftung“. Die Becker-Organisation – sein kleines Team bestehend aus Boris, Familie sowie die beiden früheren rumänischen Spitzentennisspieler, Günther Bosch/Trainer (ende der 1970er – 1987) und Ion Tiriac/geschäfteführender Manager (1984-1993) – nahm die „Zusammenarbeit mit dem Axel-Springer-Verlag und mit BILD“ grenzenlos an.

Am 1. Mai 2022 titelt bild.de:

„BORIS BECKER und die Frauen – EIN DRAMA IN MEHR ALS FÜNF SÄTZEN“.

Man sieht, es geht auch ohne Tennis – jetzt als privatsexistisches DRAMA (es geht auch mit den Boris-Kindern – rothaarig? – die sich nicht ganz so beliebig

von BILD zu BILD-Opfern stilisieren lassen, wie die Mütter, von denen BILD Foto-Repros + Reizworte beliebig zu Schlagzeilen macht.

Was fehlt: Boris mit Steffi Graf, Boris mit Michael Stich, Boris mit Franz Beckenbauer, Boris mit Gerd Schröder, Boris als Geschäftspartner mit Mercedes Benz, Boris mit der Tochter von Roberto Blanco, Boris als Rassist … Boris mit BILD!

Damit hatte BORIS BECKER bereits ab 1985, mit seinem ersten Wimbledon-Einzelsieg, das Sonder-Etikett aus der massenmedialen Sonderschublade als LEGENDE und IDOL. Wer in BILD superlativ hingestellt wird, wird damit unverzüglich ein Massenmedien-Star und A-Prominenter in sämtlichen auf Unterhaltung und Freizeit ausgerichteten Medien der herrschenden KULTURINDUSTRIE (wenn er die Wünsche von BILD erfüllt).

Davon lernte BORIS BECKER völlig unreflektiert, dass es auf SIEGEN und auf QUOTEN durch REIZE ankommt, will man aus den Weltstars des ERWERBS-SPORTS, wie Péle, Franz Beckenbauer, Muhammad Ali, Maradona, herausgehoben, besonders auch auf dem internationalen USA-Markt, behandelt werden. Becker lernte, dass dieser Rang nur durch sein Management und deren Maßgaben erreicht werden konnte. Während seine Rolle dabei auf seine fortlaufenden Wettbewerbs-Fähigkeiten, einschließlich der Trainings-und Fitness-Quälereien ankam. Dabei kam ihm seine freundliche und gedankenlose Extrovertiertheit in Medienauftritten zugute – er war nett und lachte verklemmt.

Noch heute könnte BECKER viel viel Geld erwerben, indem er mit und ohne Sportbekleidung, mit und ohne Tennisschläger, in TV-Sendungen seinen berühmten „BECKER-HECHTSPRUNG“ praktisch vormachen würde (oder im Fischladen als Reklame: HIER FRISCHER BECKERHECHT).

BILD.de, BILD, BILD am SONNTAG (Bams) und weitere Axel-Springer-Medien wie die Tageszeitung DIE WELT und WELT am Sonntag bildeten den Anregungskreis des Tennisspielers BORIS BECKER zur Nichtteilnahme an der allgemeinen sozialen Welt und seinem individuell abgeschirmten Sozialleben überhaupt reflektiert interessiert zu sein. In BORIS BECKERS Lebenswelt fand durchweg Affirmation der klaren „Erfolgsziele“ statt, keinesfalls Initiation und Reize zur BILDUNG oder AUFKLÄRUNG eines ziemlich unbedenklichen Heranwachsenden. BECKER blieb unbekümmert und erreichte so den sportlichen Erfolg seiner Siege und sogar einige Wochen auf dem Spitzenplatz der Tennisspieler-Weltrangliste (was schon über eine Tennissaison hinweg eine elende Dauerquälerei nur sein kann – wozu BECKER, derart extrem, nicht fähig war).

Meine Bewertung des zwischenzeitlich (2022) eingetretenen öffentlichen sozialen Rangs des BORIS BECKER, als verarmter, verschuldeter Krimineller und verkümmerter, unreifer Ex-Berufs-Spitzensportler fällt nüchterner aus. BECKER lebt, wie wir alle, in einem Multirollenspiel mit teils diskreten, teils vermischten Mehrfachrollen. Er war Sportbegeisterter und zugleich Multimillionär, Arbeitgeber und BILD-A-Promi, Sohn und rassistischer Frauenheirater u. a. Heute ist er ein mehrfach Vorbestrafter und nunmehr mit einer ausgesprochenen Haftstrafe vor einem Londoner Gericht als

BETRÜGER mit Insolvenz-Betrug von 2 1/2 Jahren Gefängnis Strafgefangener der britischen Justiz.

Aber in der Boulevard-Presse von BILD.de-Publizistik wird BECKER jetzt als Tragödie und wie ein Titanensturz gestempelt. BILD zieht also noch immer mit BORIS BECKER, dem Multifex.

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Dietmar Moews meint: Unser heutiger Wissenstand zum Menschenbild, aus der anthropologischen Sicht, einerseits, und der soziologischen, ist keineswegs verlässlicher Inhalt der angängigen Bildungs-Curricula im heutigen Deutschland. Wer es gebrauchen könnte, lernt es nicht in der normalen Schule, in der Tennisschule schon gar nicht.

Ja, selbst im heutigen wissenschaftlichen deutschen Universitäts-Gehabe werden noch immer aufgrund unzulänglicher Evidenzen längst korrigierter Irrlehren, wie „Dialektik der Aufklärung“, „Ende des „Roten Oktober“ in der Philosophie erst mit Gorbatschow“, oder „Erkenntnis und Interesses“ von Jürgen Habermas. In all solchen Fällen werden Narrative bemüht, die den Menschen nicht entsprechen. Auch BORIS BECKER, als empirischer Beispiel-Fall besonderer Vorstellungsorientierung bzw. Verirrung auf dem Lebensweg, hat diese Wissenschaftsfehler von Habermas und Co. widerlegt und nicht bestätigt.

BORIS BECKER hätte mal mit seinem besten Freund ULI HOENESS darüber sprechen sollen, wie man als Steuerbetrüger vor Gericht besser wegkommt – wenn man es als Bayer in Bayern tut, nicht als internationaler Schwadroneur in London. HOENESS hat für den hundertfach großen Steuerbetrug nicht einmal die gesetzlich vorgeschriebene Strafe absitzen müssen, BECKER wird nun sitzen. Dabei scheinen beide, HOENESS wie BECKER – hinsichtlich der rechtswidrigen Finanzgebaren uneinsichtig und unbelehrbar – also nicht bewährungsgeeignet.

Als Erwerbs-Tennissportler war BECKERS Vorstellung von „Erkenntnis und Interesse“ nicht durch Habermas oder einschlägiges Studium gefärbt. BECKERS Vorstellung seines individuellen „Interesses“ und seines Bildungsinteresses war von seinem Tennis bestimmt und derart waren seine Erkenntnisse zu seinen Interessen. Sein Tennis bewirkte so, dass BECKER seine individuelle Urteilskraft nicht entfaltete, wie es im Erwachsenenleben unerlässlich ist, im zulässigen Rahmen sein Leben zu entfalten.

Kurz, BECKERS Lebensweg, selbst- und fremdbestimmt wie auch immer, ist eine empirische Widerlegung von Habermas „Erkenntnis und Interesse“, wo von Habermas im Kern behauptet wird: Menschen erkennen immer dort, wo ihre Interessen betroffen, besonders wo solche Interessen gestört, behindert oder vernichtet werden. Jeder hat seine Interessen – dazu sucht jeder selbstintiiert nach Erkenntnissen, seine Interessen zu wahren. So lautet der immense, widersinnige Denkfehler des damit berühmt gemachten westdeutschen Salon-Autors Professor Jürgen Habermas, als „Erkenntnis und Interesse“, der im Sinne eines habermasschen Aufklärungsanspruches gescheitert ist – da war mangelhafte anthropologische Urteilskraft im Habermas-Lapsus durchgedrungen: Quatsch zur vierten kantschen Frage: Was/wie ist der Mensch? Macht er aus „Interesse“ „Erkenntnis“? Empirische Antwort: Nur, wenn ein Mensch lustig dafür ist.

Demgemäß wäre heute BECKERS Interesse, im Londoner Strafgefängnis

einzusitzen. Diesen lustigen Eindruck macht BECKER jedoch nicht. Hatte er doch bis zuletzt vor Gericht abgestritten, seine Interessen in seinem Finanzleben je zu erkennen und folglich diese eben nicht gekannt (erkannt) zu haben – also unzurechnungsfähig/unschuldig für die Straftatvorwürfe gegen ihn zu sein.

Der Unterklassentyp muss kämpfen und strampeln, auch wenn er hochbegabt ist. Denn auf den hohen Sozialrängen lebt ein Etablissement von nicht besonders begabten Postenhaltern davon, den zudringlichen Genies von Unten die Zugänge zu den Vorrängen zu verriegeln. Als Honigsauger eignen sich diese die ständigen Zuflüsse von Geist und Originalität „von Unten“ an, gleichzeitig aber stehlen sie den Aufstiegsbegehrten den Weg des persönlichen Erfolges. Wer sich gegen diese übliche Ausbeutung zur Wehr setzt wird von den Postenerben verschwörungsartig fertig gemacht und ein für allemal blockiert.

Wie sehr der BORIS BECKER aus seinem kleinbürgerlichen Bildungsmilieu an den normalen Bildungsertüchtigungen der Jugend in Deutschland, als internationaler „Sporttitan“ vorbeigeführt worden war war und ist eindeutig zu identifizieren:

Es waren zwei, aus dem kommunistischen Rumänien gekommene Vulgärmaterialisten, Günther Bosch und Ion Tiriac, arbeitsteilend mit den BORIS-BECKER-FÜHRERN bei BILD, BILD.de, Bams und WELT, des Axel-Springer-Verlags.

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Der Sprachwissenschaftler Christian Enzensberger hatte vor Jahren einen Essay veröffentlicht, in dem er am Beispiel Goethes Sprachgewohnheiten zeigen konnte, dass sich ganz eigenartige Erscheinungen erkennen lassen, die dem späteren Höfling Dr. jur. Johann Wolfgang von Goethe als Kennzeichen Goethes sozialen Aufstiegsweg auch noch später zu eigen waren. Wer als nicht Hochgeborener oder Erbe den oftmals dreckigen Aufstiegskampf nicht annimmt, kann nicht hochkommen und wird folglich sein gesamtes Leben abwertend und geringgeschätzt. Hinzu kommt, dass dauerhaft Hochbegabten-Leistung zu bringen in vielerlei Hinsicht auch an Vorrangpositionen gebunden ist, die man als subalterner von unten nicht nützen und integrieren kann.

Wer also – wie BORIS BECKER – folgt einem „klassischen Beispiel“, eines, der auch von unten kam:

Der Italiener Leon Battista Alberti (1404-1472)

der Humanist, Schriftsteller, Mathematiker, Kunst-Theoretiker, Architekt und Denker, in seiner Zeit, konnte seine Inspiration hervorbringen, um den Preis, sich unbeliebt zu machen (gleichzeitig auf vieles Schöne im Leben zu verzichten; d. h. Hochbegabte müssen gleichzeitig eine lebensdienliche Ideologie (Philosophie) haben).

So lautet die Einsicht von Leon Battista Aberti bereits im 15. Jahrhundert. Zu solcher Einsicht langte es für BORIS BECKER bis 2022 nicht – mag er sich selbst nun hinsichtlich seiner Lebensführung ernster zu nehmen als Notwendigkeit erkennen, um zukünftig weitere Straftaten vermeiden zu können, indem er sie als seine zugerechnete Verantwortung anerkennt, um sich selbst zukünftig straffrei führen zu können (selbst wenn er es anders fühlen würde).

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