Gottbegnadete und 378 Kriegsdienstbefreite Hitlers

September 15, 2021

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am Mittwoch, den 15. September 2021

Blitz DMW 393.14.86, 155cm/287cm Öl auf Leinwand/Blattgold, Dietmar Moews, 1986 in Hannover gemalt

Es gab in der Nazizeit, zwischen 1933 und 1945, eine zensierte Kunstproduktion, Verbote für Künstler und Naziaufträge an Künstler.

Daraus entstanden in jenen Jahren staatliche Demonstrationen mit dem Anspruch, der Öffentlichkeit zu zeigen, welche Kunst gewünscht war und welche als ENTARTET anzusehen wären.

Eine staatliche Zensur fand darin Ausdruck, dass insgesamt 378 Künstler das NAZI-ATTRIBUT „GOTTBEGNADETE“ zugesprochen erhielten. Zwölf dieser „Gottbegnadeten“ erhielten weitere Bevorzugungen als lebenswichtige „Sonder-Künstler“ – darunter der Bildhauer Thorak. Während die als ENTARTET abgestempelten Künstler geächtet, abgedrängt und sogar vernichtet worden sind, wurden die „Gottbegnadeten“ vom Kriegsdienst befreit und genossen alle staatlichen Würdigungen, Ehrungen, Atelierbauten, Projektförderungen, Werkaufträge, Kataloge und größte Ausstellungen in den ersten Häusern des Dritten Deutschen Reiches sowie durch internationale Präsentationen.

Der Bildhauer, der im Jahr 1929 die Göbel-Darstellung am gefälschten Geburtshaus des gefälschten Erfinders der Edison-Glühlampen-Technik, Heinrich Göbel (1818-1893) in Springe, Region Hannover, verbrochen hatte war Nazi-Professor Hermann Scheuernstuhl (1894-1982), einer der späteren „Gottbegnadeten“.

Scheuerstuhl-Göbel-Bronze-Tafel an einem falsch etikettierten Haus in Springe, seit 1929 (mit Teilzeit-Stadtarchivar Andreas Lilge)

THE GUARDIAN, in der Londoner Tageszeitung berichtete kürzlich Stuart Jeffries (übersetzt von Dietmar Moews):

„Hitlers Lieblingskünstler:

Warum stehen die Nazi-Statuen noch immer in Deutschland?

Eine schockierende neue Ausstellung zeigt die florierenden Nachkriegskarrieren von Künstlern, die der Führer als „göttlich begabt“ bezeichnete. Viele von ihnen haben Werke geschaffen, die noch heute zu sehen sind.

Ein Foto aus dem Jahr 1940 zeigt drei siegreiche Nazis in Paris vor der Kulisse des Eiffelturms. Innerhalb weniger Jahre war einer dieser Männer, Adolf Hitler, durch seine eigene Hand tot; ein anderer, Albert Speer, schrieb im Gefängnis von Spandau seine Memoiren, nachdem er bei den Nürnberger Prozessen einem Todesurteil entgangen war. Aber der dritte, Arno Breker, lebte und war frei. Er schuf im neuen Westdeutschland Skulpturen, die in ihrer Bombastik und Ikonographie an die Skulpturen aus der Zeit des Dritten Reiches erinnerten

Breker verkörpert die These einer bemerkenswerten neuen Ausstellung in Berlin, dass Hitlers Lieblingskünstler und -bildhauer das Dritte Reich überlebten und den öffentlichen Raum der neuen Bundesrepublik Deutschland mit Kunstwerken füllten, die sich kaum von denen unterschieden, die sie zwischen 1933 und 1945 geschaffen hatten.

So wurde Breker 1957 mit einer Skulptur beauftragt, die vor dem Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium in Wuppertal aufgestellt werden sollte. Das Ergebnis war eine überlebensgroße Bronze von Pallas Athene, der griechischen Göttin des Krieges und der Weisheit, behelmt und bereit, einen Speer zu werfen. „Die Ikonographie ist dieselbe wie in der Nazizeit“, sagt der Kurator der Ausstellung, Wolfgang Brauneis.

Breker wurde von den Führern des Dritten Reiches gelobt. 1944 stand er auf einer Liste von 378 „Gottbegnadeten“ oder „gottbegabten“ Künstlern, die von Hitler und dem nationalsozialistischen Chefpropagandisten Joseph Goebbels vom Militärdienst befreit wurden. 1936 ernannte Hitler Breker zum offiziellen Staatsbildhauer und stellte ihm ein großes Atelier und 43 Assistenten zur Verfügung. Er erhielt den Auftrag, zwei athletische Skulpturen für die Olympischen Spiele 1936 in Berlin zu schaffen. Drei weitere Skulpturen – „Die Partei“, „Das Heer“ und „Die schreitenden Pferde“ – wurden am Eingang von Speers Neuer Reichskanzlei in Berlin aufgestellt.

Von 1937 bis 1944 gehörte Breker zu den Hunderten von deutschen Künstlern, deren Werke in der Großen Deutschen Kunstausstellung in München gezeigt wurden, einer Ausstellung, die zeigen sollte, was die Nationalsozialisten für die richtige Kunst hielten. Ein Großteil der Werke pries die deutschen Opfer des Ersten Weltkriegs oder neoklassizistische heroische Skulpturen wie Brekers Prometheus.

Goebbels stellte dieser vermeintlich großen Kunst ihr Gegenteil gegenüber. Er ordnete eine weitere Ausstellung der so genannten „Entarteten Kunst“ im Münchner Institut für Archäologie an. Sie versammelte 650 Gemälde, Skulpturen und Grafiken von 112 vorwiegend deutschen und oft jüdischen Künstlern, darunter Georg Grosz, Emile Nolde, Otto Dix, Franz Marc und Paul Klee.

Nach dem Krieg hätte man meinen können, Brekers Status als Bildermacher für die Nazis hätte ihn in der neuen deutschen Republik zur persona non grata gemacht. Im Gegenteil, er profitierte von einem alten Netzwerk von Nazis: Seine Pallas Athene in Wuppertal wurde durch die Fürsprache des ebenfalls „gottbegabten“ Architekten Friedrich Hetzelt ermöglicht.

Obwohl er 1948 als Professor für Bildende Künste in Berlin entlassen wurde, nachdem er als Mitläufer der Nazis bezeichnet worden war, setzte Breker seinen beruflichen Erfolg fort und entwarf Skulpturen für das Düsseldorfer Rathaus. Er schuf auch Büsten von politischen Führern wie Konrad Adenauer, dem ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik. Als das Centre Pompidou in Paris 1981 eine Breker-Retrospektive veranstaltete, gab es zwar Proteste von Anti-Nazi-Aktivisten. Doch vier Jahre später wurde sein posthumes Ansehen gestärkt, als das Schloss Nörvenich ein Arno-Breker-Museum eingerichtet wurde, das noch heute besichtigt werden kann.

Breker war kein Einzelfall. Die Ausstellung des Deutschen Historischen Museums umfasst mehr als 300 Kunstwerke – Wandteppiche, Wandbilder, Skulpturen -, die von NS-Künstlern oder Mitläufern nach 1945 geschaffen wurden. Darunter befinden sich auch Arbeiten von Hermann Kaspar, den Speer mit der Gestaltung von Mosaiken, Fresken, Fußböden, Friesen und Holzintarsien für die Neue Reichskanzlei beauftragte. Hitler war vor allem von der Intarsie des überdimensionalen Schreibtisches im Arbeitszimmer des Führers angetan, die, wie Speer in seinen Memoiren berichtet, die Maske des Kriegsgottes Mars darstellte, hinter der ein Schwert mit einer Lanze gekreuzt war. „Sieh an, sieh an“, soll Hitler zu Speer gesagt haben. „Wenn die Diplomaten, die hier vor mir am Tisch sitzen, das sehen, werden sie lernen, sich zu fürchten.“

Der Schweizer Maler Ferdinand Hodler

Nach dem Krieg erhielt Kaspar zahlreiche staatliche Aufträge, darunter den Staatswappenteppich im Senatssaal des Bayerischen Landtags. Vor allem aber beendete Kaspar Arbeiten, die er im Dritten Reich begonnen hatte. Sein monumentales Wandmosaik für die Kongresshalle des Deutschen Museums in München begann er 1935 und vollendete es 1955.

Kaspars Nachkriegserfolg bestätigt eine Bemerkung des großen deutsch-jüdischen Philosophen Max Horkheimer, als er Ende der 1940er Jahre aus dem amerikanischen Exil an die Universität Frankfurt zurückkehrte. „Ich besuchte gestern eine Fakultätssitzung und fand sie viel zu freundlich und zum Kotzen“, schrieb er. „All diese Leute sitzen da wie vor dem Dritten Reich. Als ob nichts geschehen wäre … sie spielen eine Geistersonate, die Strindberg stehen lässt.“

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Brauneis schließt sich dieser Einschätzung an: „In Westdeutschland und Österreich, wenn nicht in Ostdeutschland, waren viele der erfolgreichsten Künstler Nazis.“ Die Geistersonate ging weiter, als hätte es den Holocaust nicht gegeben. Brauneis‘ Ausstellung soll ein vernachlässigtes Kapitel der deutschen Geschichte ans Licht bringen.

Die offizielle Version lautet nämlich, dass Westdeutschland kein Zufluchtsort für Nazis war und dass nach 1945 eine radikale neue Ästhetik entstanden ist. In der Tat erzählt eine parallele Ausstellung im Museum die Geschichte der Documenta, der alle fünf Jahre in Kassel stattfindenden Schau zeitgenössischer Kunst. Als Bundespräsident Theodor Heuss 1955 die erste Documenta eröffnete, durften Künstler, die in der Nazizeit ihre Blütezeit erlebt hatten, dort nicht ausstellen, da sie als unpassend für das modernistische, antinazistische Selbstverständnis der jungen Republik galten.

Brauneis argumentiert, dass die verborgene Geschichte, die er enthüllt, dieses schmeichelhafte Bild untergräbt. „Die Wahrheit ist, dass diese ‚gottbegnadeten‘ Künstler eng mit dem kulturpolitischen Programm der Bundesrepublik verknüpft waren.“

Nehmen wir Willy Meller. Er schuf Skulpturen für das Berliner Olympiastadion und andere für den NS-Ferienort Prora. Nach dem Krieg blühte Meller beruflich auf und schuf Skulpturen für die Deutsche Post, einen Bundesadler für das Palais Schaumburg in Bonn, den damaligen Amtssitz des Bundeskanzlers. Für die 1962 eröffnete Oberhausener Gedenkhalle für die Opfer des Nationalsozialismus schuf Meller sogar das Werk Die trauernde Frau. „Als die Trauerfrau enthüllt wurde“, so Brauneis, „schien niemand zu bemerken, dass ein ‚gottbegnadeter‘ Künstler den Auftrag erhalten hatte, eine Skulptur für eine Gedenkstätte für die Verbrechen des Nationalsozialismus zu schaffen.“

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In der Tat weist Brauneis darauf hin, dass, wenn es in der Presse oder unter Kunstkritikern Einwände gegen öffentlich in Auftrag gegebene Kunst in Westdeutschland gab, ihre Beschwerden selten etwas mit der Nazi-Legitimation der Künstler zu tun hatten. Was Kritiker, Presse und Publikum gleichermaßen einte, war vielmehr die Ablehnung moderner Kunst im öffentlichen Raum.

Es ist, als ob die düstere Dialektik, die Goebbels 1937 in München aufstellte – auf der einen Seite die heroische, neoklassische deutsche Kunst, die von den Nazis sanktioniert wurde, und auf der anderen Seite die moderne Kunst von Juden und „entarteten“ Ausländern, die oft von den Nazifunktionären verbrannt wurde – in den ersten Jahrzehnten des Bestehens Westdeutschlands immer noch nachwirkte.

Schließlich wurden auch Gegenstimmen laut. Besonders auffallend ist jedoch, wie viele Werke dieser NS-Künstler aus der Nachkriegszeit kaum beachtet im öffentlichen Raum in Deutschland überlebt haben. Raphael Gross, der Präsident des Deutschen Historischen Museums, erinnert sich, dass er, als er in Frankfurt lebte, jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit an einer Skulptur im Rothschild-Park vorbeikam. „Bis vor kurzem wusste ich nicht, dass sie während des Dritten Reiches in Auftrag gegeben und nach dem Krieg aufgestellt worden war.

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Der Park, der nach der Familie Rothschild benannt ist, die das Anwesen 1837 gekauft hatte, wurde von den Nazis angeeignet und das Schloss 1944 bei einem RAF-Bombenangriff zerstört. Heute befindet sich im Park eine Statue namens Der Ring der Statuen, die sieben nackte allegorische Figuren von Georg Kolbe darstellt, die 1941 in Auftrag gegeben, aber erst 1954 aufgestellt wurde.

Seltsam, dass ein Park, der erst nach dem Krieg wieder den jüdischen Namen annahm, den die Nazis ausradiert hatten, heute eine Skulptur von einem der Lieblingskünstler Hitlers zeigt. Im Jahr 1939 schuf Kolbe eine Porträtbüste des spanischen Diktators Francisco Franco, die Hitler zum Geburtstag geschenkt wurde. Kolbe gehörte zu den wenigen Künstlern des Dritten Reichs, deren Werke sowohl in der Münchner Ausstellung Entartete Kunst als auch in der von den Nazis sanktionierten Großen Deutschen Kunstausstellung in der Stadt gezeigt wurden.

Welches Schicksal sollten diese von Nazis und Mitläufern geschaffenen Skulpturen, Wandteppiche und Wandgemälde haben? Sollten sie zerstört, aus der Öffentlichkeit verbannt oder nur mit hilfreichen Beschriftungen kontextualisiert werden? Die erste Option, so schlage ich Gross und Brauneis vor, sollte nicht ausgeschlossen werden. Schließlich gibt es eine reiche Geschichte der Zerstörung von Kunst im öffentlichen Raum. Im Jahr 2003 schlug ein Gewichtheber mit einem Vorschlaghammer auf die riesige Statue von Saddam Hussein in Bagdad ein. Beim sogenannten Leninfall 2014 wurden in der Ukraine einige der 5 500 Lenin-Statuen abgerissen. Als letztes Jahr die Statue des Sklavenhändlers Edward Colston ins Hafenbecken von Bristol geworfen wurde, schrieb der Historiker David Olusoga im Guardian: „[D]as war kein Angriff auf die Geschichte. Dies ist Geschichte. Es ist einer jener seltenen historischen Momente, deren Eintreffen bedeutet, dass die Dinge nie wieder so werden können, wie sie waren.“

Gross und Brauneis sind der Meinung, dass die Angelegenheit im deutschen Fall weniger eindeutig ist. „Wir müssen von Fall zu Fall gehen“, sagt Gross. „Eine allgemeine Regel kann es nicht geben.“ Brauneis argumentiert, dass in manchen Fällen Erklärungen ausreichen. „Manchmal müssen wir, anstatt die Vergangenheit zu zerstören, über sie lernen und dann mit ihr leben, auch wenn das unbequem ist.“

– „Göttlich begabt“. Die begünstigten Künstler des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik“ ist bis zum 5. Dezember im Deutschen Historischen Museum, Berlin, zu sehen.“

Früchtekorb, DMW 50.7.76, 46cm/64,5cm, Öl auf Leinwand, 1976 von Dietmar Moews nach Caravaggio in Milano und Springe naturalistisch gemalt

Dietmar Moews meint: Das satanische Prinzip, das Adolf Hitler herbeiführte und das die Deutschen nach dem Ende in jeder Hinsicht erschütterte, weil sie sich untergegangen, verraten und selbst als schuldig und böse fanden, ganz aus all den weltweiten Selbstverständnissen für eigene historische Größe und Menschlichkeit geschieden. Besonders in England wird immer wieder zur Animation eines britischen Selbstwertes, angesichts der deutschen Minderwertigkeiten, der DEUTSCHE NAZI aufgezäumt, wenn man sich – zumindest massenhaft – überhaupt für Deutschland interessiert. So ist auch die im GUARDIAN beschriebene Exposition der Nazikunst überhaupt in England interessant. Man muss sich nur den lebensgroßen, schlechtgemachten Bronteguss eines JOHN LENNON am Cavern-Club in Liverpool, von George M. Groutas, anschauen. Dann, allerdings, versteht man den Neid auf die enorme Meisterschaft des durch die Hitlerei belasteten Bildhauers ARNO BREKER. Einen JOHN LENNON von ARNO BREKER hätte man sicher auch in Liverpool bevorzugt.

Wie unsere heutigen Nazis arbeiten, erkennt man beim Anklicken von Wikipedia immer wieder. Da herrscht der eisere Wikipedia-Besen. Unter ARNO BREKER / Bilder wird eine Seite 1 (mit Hitler-Büste) gezeigt, alle weiteren Klicks ergeben immer nur die Seite 1, also klickt man Seite 9 an, erscheint Seite 1. So wird das geniale Werk von Breker verheimlicht. Man sähe doch gerne mal, ob Adenauer oder Max Liebermann dem BREKER genauso gut gelungen waren wie die Hitler-Portrait-Büste

Ich bestehe darauf, dass es in jeder Weise sinnvoll für Kunst und Künstler ist, geniale Werke und geniale Meister zu beachten. Diese Forderung trifft zu weiten Teilen auf ARNO BREKER und seine figürlichen Plastiken zu, die man ganz nüchtern als “ Sonderklassizismus“ bezeichnen kann, mit großer Nähe zu all den größten Meistern seit der Renaissance, von Donatello oder Michelangelo, schließlich dem Klassizismus im 19. Jahrhundert wie Jean Dominique Ingres oder Brekers Zeitgenössin, der deutschen Film- und Photo-Künstlerin Leni Riefenstahl.

Weil diese Künstler derart eindrucksvolle Werke schaffen konnten, wurden sie von HITLER persönlich besonders geschätzt. Das ist nicht anders mit großen Komponisten, wie Ludwig van Beethoven, Franz Liszt, Richard Wagner, Richard Strauss oder dem Dirigenten Wilhelm Furtwängler und dem Schauspieler Gustav Gründgens. Dies sind einige der zahlreichen Beispiele, die Hitler für seine Staatskunst bestimmte, so weit er das konnte.

Ich spare mir nun die Aufzählung all der geringeren Werke dieser großen Meister, die es gab und gibt – ich spare besonders die Aufzählung der zahlreichen kleinen Meister in der Reichskulturkammer. Und ich will auch gar keine Linie zum Kunsthistoriker Edwin Redslob, der aus der Kaiserzeit kommend in der Weimarer Republik zum REICHSKUNSTWART gemacht wurde. Was er auch unter Hitler noch etliche Jahre war. Denn auch der REICHSKUNSTWART hat mit seinem EXPRESSIONISMUS-Fimmel eine Menge begehrliche Mitläufer gefördert. Und so machten es die meisten Bildhauer und Maler in der Hitlerzeit – traten in die NSDAP ein, wurden Professoren und durften ihre Werke veröffentlichen und verkaufen. So eben auch er oben erwähnte Herrmann Scheuernstuhl (immerhin als „GOTTBEGNADETER“).

Ich weise darauf hin, dass moralische und politische Machenschaften und Rollenspiele, zwischen kriminell bis subversiv, menschenverachtend oder zynisch, eine eigene Forschung verlangen, um zu erfahren, wer Alles seinen Lehrjungen gevögelt hat, seinen Kollegen ermordet oder seine Ehefrau zum Krüppel geschlagen hat. Ob nun Michelangelo da Caravaggio ein Totschläger war oder Vincent van Gogh den Paul Gauguin fertig gemacht hat – es ist das individuelle und charakterliche von Solidarität und Menschlichkeit. Das künstlerische hängt davon nicht ab. Ein guter Geiger kann ohne Schwierigkeiten Augen ausstechen, wenn ihm danach ist.

Im Falle ARNO BREKER müssen wir der historischen Tatsache seiner großen Teils genialen Plastiken ins Auge blicken sowie, dass BREKER bereits vor der Hitlerei wie während und danach ein exzeptionell hervorragender Bildhauer war, der weltweit allerdings nicht so sehr als Bildhauer, sondern als Plastiker gefragt war. BREKER hatte noch während des ALBERT SPEER-Schnellschusses der neuen Staatskanzlei in der Wilhelmstraße, trotz einer eigenen „Großproduktions-Industrie nahe Berlin“, keine Zeit HITLERS WÜNSCHE nach BREKER-FIGUREN zu erfüllen: Deshalb gab es da in der Reichskanzlei auch nur wenige. BREKER arbeitete während der Hitlerzeit als gefragter Künstler für Auslandsaufträge. Die meisten Brachial-Figuren der Nazis mussten andere weit kleinere gottbegnadete Hitler-Künstler machen, wie der Österreicher Josef Thorak in Baldham/Mosach, der mit BREKER keineswegs erreichte, wenn man das vergleichen würde.

Werke von BREKER, die man als „Nazi-Bombastik“ auffassen könnte, insbesondere solche nach 1945 geschaffene, werden hier vom GUARDIAN nicht gezeigt. Warum? Weil es solch grobes Nazi-Auftrags-Kunstgewerbe von BREKER nach Hitler nicht gibt. Darstellungen von antiken Kriegshelden gehören seit je her zu den martialischen Herrschaftskunst-Themen, wie Motive von erfolgreicher Jagd, Salomes Schädel in der Schale, Kriegsgöttin und Krieg. BREKER steht ästhetisch vielmehr der steinalten ägyptischen NOFRETETE näher.

Und so ist es nach 1945: was der Londoner

Guardian schreibt, noch nach dem Krieg würde BREKER-ZEUG in Deutschland herumstehen, hat einen falschen Ton. ARNO BREKER war als junger, vor 1933, und nach zwölf Jahren HITLER KUNSTDIKTAT nach 1945, bis ins hohe Alter produktiv und sehr gefragt.

Immerhin hat BREKER ca. 50 Jahre ohne Hitler als Künstler Figuren geschaffen. Überwiegend Figuren, die aus Bronze ewig halten können. Und die auch in London nicht (wie in Berlin) eingeschmolzen würden, sondern an prominenten Plätzen das öffentliche Leben erfreuen würde (JOHN LENNON in Liverpool hat BREKER leider nicht gemacht).

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Es ist dumm und anmaßend über einen genialen Bildhauer zu sagen: BREKER WAR KEIN EINZELFALL. Wer sowas sagt und glaubt, hat keine Ahnung. Nur wenige deutsche Künstler der Hitlerzeit, ob GOTTFRIED BENN oder OTTO NEBEL oder ERNST JÜNGER, waren überhaupt im abendländischen Kunstkontext als DEUTSCH zu umreißen. Was ist an EMIL NOLDE deutscher als an dem furchtbaren MAX BECKMANN?

Die irregeführten heutigen Kunstdiktaturen haben sich fein in ihrem 68er Gesprudel eingerichtet. Den Bedarf nach Neuer Sinnlichkeit und Schönheit in der Kunst können sie nicht erfüllen.

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SALONPERSONNAGE inszeniert TATE-MODERN-KUNST

Juni 18, 2016

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Vom Sonntag, 19. Juni 2016

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Ein NEUBAU in London: „TATE MODERN“ eröffnet mit dem „Switch House“ einen Anbau. Mit ungebremstem leerem Gerede wird momentan ein massenmedialer Schein erzeugt, den demokratischen Legitimationsbedarfs abzufedern. Es heißt Neustart – und dieser Neubau steht jetzt neben dem alten Kraftwerk an der Themse, wo mal Schaltanlagen sich befanden.

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Man schreibt: Ein Anbau! – zeigt aber gar nicht, ob und wie der Neubau mit dem Themse-Ufer Southwark und der alten POWER STATION „Modern Tate“ zusammengehen.

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Nirgends in der Lügenpresse sieht, wer die Lage an der Themse kennt, was dort, unter dem Architekten-Lable Herzog & de Meuron (Basel), jetzt für ein düsterer Lückenfüller hingequetscht wurde. Wie drastisch hier die Kunst, Rechnungen zu schreiben, mit der Kunst, ein Haus zu bauen, auseinanderknallt. Das deutet die jetzt mit preisgünstigerer dunkler Backsteinverschalung überzogene schiefwinklige „Anbau“-Pyramide an, für die mal eine futuristsche Gussglashülle entworfen worden war. Nun haben also der Altbau und der Neuanbau eine ähnlich rauchgeschwärzte Industriebauerscheinung, wie wir von den Bahnhofshallen aus den längst vergangenen Zeiten der Dampflokomotiven-Eisenbahnzüge noch kennen.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom Samstag, 11. Juni 2016

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In allen Massenmedien wird dieser angebliche Anbau als SOLITÄR gezeigt. Man zeigt die Komposition von Bau und Anbau eben nicht. Wir erspüren nicht, wie die Architektur mit der dort Platz greifenden alten Themse-Power-Station, auf die der Neu-Anbau ja bezogen sein müsste, das Wagnis zu ergreifen sucht, nachdem der Zuschlaghammer niederging

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Wer Augen hat, sieht sofort, der Neubau wird weder von den ARCHITEKTEN noch von den Multiplikatoren als Anbau, sondern als SOLITÄR gezeigt. Menschliche Maße und Bedürfnisse wurden von diesen Architekten mal wieder nicht geachtet (s. Vitra Campus in Weil am Rhein). Nicht weiter Wunder bei den „Modern-Tate-Baufrauen und -herren, dieser Schar von Nullen und Pseudo-Künstlern der heutigen SALONPERSONNGE. Switch House jetzt also als Taekholz-Velours statt von innen angerauhtes Arbeits-Karo – und man lobt einfach die Achsen:

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Ich dachte sofort an den Gag von Libeskind in Kreuzberg, der sein Jüdisches Museum mit einer Verkaufsstory dekorierte, indem der Stadtplan Berlins grenzüberschreitend mit grafischen Strahlen überzogen, die angeblich chronologische Geschichtserinnerungen mit dem verglasten Stahlbetonbau „geistig“ zu verbinden vorgaben. So hier in London, wo angeblich Herzog & de Meuron ihren Steinen die Idee von Achsen eingehaucht haben, von Southwark durch die Tate über die Milleniumsbridge bis zur St. Pauls Cathedral am Nordufer. Während die öde Wirklichkeit des architektonischen Durcheinanders vielmehr so wirkt, wie ein Antiquitätenladen, der leider keine wertvollen, sondern nur angeschlagene wilhelminische Profanmöbel anbieten kann – immerhin alt:

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Jetzt also zur Turbinenhalle ein TATE-Power-Station-ANBAU an der Londoner Themse als EINZELBAUWERK. Dadurch wird unsichtbar, dass die bauliche, nutzersoziale und städtebauliche Raumordnungstatsache eines solchen NEU-ANBAUS vom Entwurf der Architekten her keineswegs angenommen und gelöst worden sind.

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Allein die düstere Morphologie des Baukörpers verdunkelt nun die Brachialität am Themse-Ufer zusätzlich. Zur NEUEN SACHLICHKEIT der Schornsteine, nun, heute 2016, in den 1990er Jahren zugeschlagen, von Bauherren, Stadtentwicklern und Ausschreibungsarchitekten, eine NEUE SINNLICHKEIT.

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Erst stand TATE-Power Station als Brutal-Bauwerk mitten in London, an der Themse, neben dem GLOBE-Theater der Shakespeare-Künste. Dann hat man den leerstehenden ehemaligen Londoner Kraftwerks-Klotz als DENKMAL signiert.

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Neue Zürcher Zeitung titelt am 18. Juni 2016

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Und es dauert dann nicht mehr lange, dass sich die heutige SALONPERSONNAGE im Geiste des Ehrgeizes und der Eitelkeit andiente, diese POWER-Neuinszenierung durchzusetzen. Das Ding ist jetzt das Pendant zur gegenüberliegenden Gurke von Norman Foster – (The Gherkin) very important.

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Süddeutsche Zeitung bringt am Mittwoch, 15. Juni 2016, Feuilleton Seite12, ein widersinniges Gestammel von Alexander Menden:

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Neustart! Die Tate Modern, das weltweit meistbesuchte Museum für moderne Kunst eröffnet am kommenden Freitag einen spektakulären Anbau“.

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Da heißt es in direktem Textzusammenhang, die neue geschwätzige Tate-Direktorin Frances Morris zitierend:

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… Morris wollte schon immer einem breiterem Publikum die weniger bekannten Zeitgenossen amerikanischer Pop- und Minimal Artists vorstellen ..“

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und weiter:

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..Wir wollen von der Idee wegkommen, dass das alles aus New York kam oder alles in der Skulptur begann“, erklärt sie. „Wir wollen Künstler aus der ganzen Welt zeigen. Vierzig Prozent dieser Arbeiten sind von Frauen. Das sind keine schlechteren Werke, nur vielleicht weniger bekannte.“

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Dietmar Moews meint: Auch HITLER, STALIN oder MAO kamen nicht ohne SCHERGEN aus, die den Dreck machten. Elisabeth Noelle (später Noelle-Neumann-Allensbach) war in der NSDAP als Redaktionspropagandistin in Minister Goebbels Kulturblatt tätig – sie ist noch heute, post mortem, im Geiste, der FAZ-Allensbach-Tradition verbunden und umgekehrt, die FAZ dem Propaganda-Institut Allensbach.

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Wieso also nicht „ einem breiterem Publikum die weniger bekannten Zeitgenossen amerikanischer Pop- und Minimal Artists vorstellen UND von der Idee wegkommen, dass das alles aus New York kam…“ Wie löchrig, widersinnig und kenntnislos, sowas überhaupt der Redaktion einzureichen! Liest das denn Keiner, bevor es in den Druck geht?

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Albert Speer, Wilhelm Furtwängler, Zarah Leander, Gottfried Benn, Ferdinand Porsche, Leni Riefenstahl, Gustav Gründgens – so viele hochbegabte Schwänze haben mit dem Hund gewedelt oder doch nur, wie Theodor W. Adorno und Marika Röck, mit dem Arsch gewackelt. Hermann Tietz war dabei, Jakob Wassermann nicht, Jochen Klepper versuchte es, Albert Einstein nicht, Otto Hahn und Werner Heisenberg machten es, Lise Meitner nicht, Theodor Lessing ging, Gerhard Hauptmann blieb, Joachim Ringelnatz lehnte dankend ab, Ernst Jünger und Martin Heidegger wirkten mit, Bruno Taut ging nach Ankara, Karl Jaspers ging nach Basel, Alphons Silbermann und Sigmund Freud flohen, Marlene Dietrich gab die Manns, der Schweizer Teddy Stauffer spielte, die Comedian Harmonists flogen raus, Bernd Rosenmeyer erhielt ein Denkmal, Gott und Jesus blieben in den Kirchen, Krupp, Quandt und Flick – schon mal gehört? Pacelli residierte in Berlin, Graf Galen saß widerspenstig mit am Tisch, Dietrich Bonhoeffer ging unter, Karl Kraus weigerte sich, Röhm bezahlte, die Strassers zahlten, Stauffenberg zahlte, Erwin Rommel zahlte, General Paulus zahlte, wir zahlen und versuchen ein Geschäft draus zu machen. Es kocht in mir – ich koche.

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DIE WELT am Freitag, 17. Juni 2016, Seite 19 von Stephanie Bolzen

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Wer Zeit hat, spielt Homo ludens. Wer spielen will, nimmt sich Zeit – Homo sapiens.

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Das Spiel der Randfichten: Biologie spielt mit Sex und Tod, mit Blut und Fressen, mit Zeit und sozialem Rang.

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Nicht Verschwörungstheorie, sondern verirrte staatliche Organisation – NZZ, Samstag, 11. Juni 2016, S. 21

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Heute marschieren internetzgestützte Ausschreibungs-Ritter durch die Architekten-Wettbewerbe und dienen Jedem, der zahlt.

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Wer hätte nicht das LABLE Herzog & de Meuron schon gelesen und international publizierte Signaturarchitektur geschluckt – und demokratischen Einspruch in der Architektur hat es nicht nur bei FRIEDRICH dem ZWEITEN CASTEL-DEL-MONTE-Bauherrn von Andria nicht gegeben.

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Oder anders: Ob ein Schranzengremium oder ein Despot, der Architekt als Bauspekulant selbst oder eine Genossenschaftsbank – gute Architektur muss zunächst ausgedacht und entworfen werden. Der Künstler muss sich vorstellen, welche Menschen und soziale Ambitionen später dort florieren können sollen, wenn die Bauzäune weg sind. Erst wenn man gebaut hat, was man bezahlen kann, dann werden Verwertungs- und Unterhaltungskostenzahlen abzurechnen sein.

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Dietmar Moews meint: Dieser „Switch“-Bau von den Architekten Herzog & de Meuron ist in der Themsen-Silhouette ein gefühlter Quetschbau mit Aussichtsturm. Von Innen sind viele tageslichtliefernde Wände-Durchbrüche kennzeichnend sowie keinerlei Fußgänger rufende Ausstellungsbegehung auch nur zu ahnen. Der Industriebau macht den sinnlich bedürftigen Salon-Wicht klein dumm und traurig.

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Man kann mit Saurierberitt oder mit Helikopter kommen. Dem Mensch bieten Tate-Modern und Switch-Anbau weder Mimesis noch körperbezogene Sinnlichkeit oder Inspiration.

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Die selbstbezogene SALONPERSONNAGE, die sich hier aufführt und das Kunstgeld abzockt, hat sich im neuen Switch House mehrere Geschosse pyramidal gewidmet: Heil Hitler bzw. Heil Hinkel.

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Ich lese in Frankfurter Allgemeine Zeitung, Feuilleton, Seite 9, am 17. Juni 2016, von Gina Thomas und vom Redakteur betitelt:

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Ein Opfer ihres Erfolgs. Großer Rahmen für fragwürdige Präsentationen: der Neubau der Tate Modern“

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Dies sind nicht etwa Bau und Anbau am Londoner Themse-Ufer

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Und mein tägliches Brot, die immer, täglich, aktuellen Texte-Arbeiten meiner lohnschreibenden Kollegen zu kaufen, zu lesen und zu kritisieren, schöpft endlos, in medias res:

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Die langerwartete Erweiterung von Tate Modern ist ein Triumph. Und ein Unglück. Der Triumph liegt in dem Anbau des Schweizer Architekturbüros Herzog & de Meuron, der sich wie ein Kapitelhaus an die mächtige Kathedrale des Kraftwerkes am südlichen Themseufer schmiegt, in das Britanniens erstes Museum für moderne und zeitgenössische Kunst im Jahr 2000 siegreich Einzug hielt…“

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Auch in der FAZ wird „am südlichen Themseufer schmiegt sich …“ getextet – aber gezeigt wird die ubiquitäre „Luftgitarre: Eins Zwei Drei FickeninderLuft“ – kein baulicher Bezug zwischen dem alten „BOILER HOUSE“ und dem neuen „SWITCH HOUSE“, kein baulicher Bezug zum südlichen Themseufer und keiner zur Nordküste und – das ist der Skandal – keinerlei Menschlichkeit oder sinnlich-soziales Maß und keinerlei Bezug zu den echten Künstlern und der Kunst.

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Moews ist ebenfalls 1950 geboren, wie Herzog & de Meuron – was ihre Gemeinsamkeit ohne Beatlesmania wissen und denken muss, um gestalterisch zu herrschen, kann nicht allein von den Dollarzeichen in den Augen definiert werden, auch, wenn Sozialamt und Finanzamt das erzwingen. Denn im Jahr 2016 ist Kunst nur noch gegen und informell außerhalb staatlicher Organisation zu verwirklichen.

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Baukunst im öffentlichen Raum? – wie sollte das gehen? Malen und zeichnen kann man immerhin noch auf eigene Rechnung außerhalb der staatlich kontrollierten Kulturindustrie und deren Salonpersonnage.

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FAZ also mit Gina Thomas am 17. Juni 2016:

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…Doch für jeden, der von einer ständigen Sammlung mehr verlangt als politisch korrekte Konzepte, „offene Experimente“, kollektive, performative Erfahrungen und eine den Wirrwarr der schnelllebigen Gesellschaft spiegelnde Flut von Bildern und Eindrücken bedeutet die neue Präsentation des Bestandes ein Unglück.

Bestimmend für die Raumgestaltung und die Darbietung der Kunst ist die Idee des partizipativen Museums als sozialer Raum. Besucher sind nicht Betrachter, sondern aktive Partner, die durch ihre gedanklichen und körperlichen Reaktionen in den kreativen Prozess einbezogen werden. Das Prinzip gilt nicht nur für jene zeitgenössischen Werke, die unter dieser Voraussetzung entstanden sind. Auch die klassische Moderne im Boiler House (Kesselhaus), dem Älteren Teil des Museums gegliederten Räumen als Kunstereignis inszeniert. Die ästhetische Wahrnehmung ist der Sichtweise des Kurators unterworfen, der sich als Moderator fast ebenbürtig neben die Künstler zu stellen scheint. Die erklärenden Wandtafeln sind denn auch alle signiert, wird in thematisch …“

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Im KÖLNER STADT-ANZEIGER Donnerstag, 16. Juni 2016, Seite 07, wird dann ein anderer Direktor aus den oberen Geschossen im Lounge-Switch House zitiert, Nicholas Serota:

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Dies ist nicht nur ein Anbau, sondern eine völlig neue Tate Modern mit einem neuen Blick auf die Welt.“

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Ja, was nun? Haben die Entscheider nicht gewusst, was sie bauen lassen? Ist es ein Anbau? – besteht ein räumlich-morphologischer und sozialer Widmungsbezug, der weiterzuführen ist? Oder war eine neue Welt zu bauen, als Ende der alten Welt?.

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Nein, es war wieder nur Lügenpresse, dummes Geschwätz und Gedankenleere, mit der in der heutigen Kulturindustrie, Künstler von Pseudo-Künstlern beseitigt und bekämpft werden. Die einen fummeln im POWER HOUSE, dagegen die letzten Charakter-Künstler vegetieren – inzwischen auch sprachlos – in den privaten Amateurresiduen, sozio-politisch völlig entmündigt.

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Neue Zürcher Zeitung am 18. Juni 2016, Feuilleton Seite 21, Frauen-Leuchtturmkunst von Marion Löhndorf

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Wer schreibt, der bleibt:

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Neue Sinnlichkeit 68 kommt – „Blätter für Nacktbaden mit Judith im Waldsee“.

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Olli Dittrich spielt Franz Beckenbauer und Elisabeth Käsemann als Schorsch Aigner

Juni 4, 2015
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vom Donnerstag, 4. Juni 2015

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Bildschirmfoto vom 2015-05-21 02:35:02

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Dittsche“ steht nicht nur für Wigald Boning und „Die Doofen“. Olli Dittrich wird nicht nur selbst von dem Double-Spieler Matze Knop immitiert, Dittsche nimmt die Aura der entspannten Lichtgestalt Franz an und zieht eine sinnliche Exposition durch unser kollektives Gedächtnis:

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Olli Dittrich bringt den Fall Beckenbauer nun in einer vertrackten Banalität. Dittrich macht mit „“Schorsch“ Aigner – der Mann der Franz Beckenbauer war“, Donnerstag, 4. Juni 2015, 23.30 Uhr im ARD-Fernsehen, aus „Kaiser Franz“ ein „Wackelbild“ des anrührenden Doppelgängerspiels (ARD-Mediathek in der Vorschau).

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Die Bildschnipsel stellen sämtlich wahre oder für wahr haltbare Szenerien zusammen, die den Werbe- und Fernsehzuschauern im Prinzip vertraut sind.

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Das Beckenbauer-Publikum kennt die politisch ignoranten, bauernschlauen Seichtigkeiten des Fußball-Promi-Privatiers Beckenbauer und nimmt es – egal was der sich an Stereotypien als FIFA-DFB-ADIDAS-Star leistet – so hin, wie es die Sport-Unterhaltungsjournalisten häppchenweise bereitstellen.

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Die Deutsche Elisabeth Käsemann wurde in Buenos Aires, während Beckenbauer Fußball-WM 1978 spielte, staatlich ermordet. Alt-Bundesinnenminister Hans-Dietrich G. und Olli Dittrich lebten in Deutschland.

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Hier nun, mit „Schorsch“ Aigner, im ARD-Konglomerat ausgewählter Stereotypien einzelner Plots aus Beckenbauers Biografie, könnte Dittrichs Kunst in die Zone des Publikum-Merkens bringen. Als Spätsendezeitfüller von Dittsche würde die Majorität der Beckenbauer-Kunden weder reklamieren noch Buh rufen.

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In der gezielten Stoffsammlung zur „Schorsch“Aigner-Doppelgänger-Verdichtung rücken indes Seichtheit, Nichtigkeit, Mobgebaren und Verantwortungslosigkeit der Unterhaltungsverkäufer-„Lichtgestalt“ in die bezahlte Rolle des Platzhalters der Zersetzung für Alles und Jedes:

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Sowie sich Franz Beckenbauer als unser aller Zeitzeuge konkret und seinsgebunden zur Wirklichkeit äußert, wird daraus „Trivialroman“ und Verantwortungsentkopplung.

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Malerische Übernachtung auf dem Weg einer Überführung nach Sizilien

Malerische Übernachtung auf dem Weg einer Überführung nach Sizilien

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Dietmar Moews meint: Die in der aktiven Fußballzeit Beckenbauers und der Fußball-WM 1978 in Argentinien ermordete Deutsche Elisabeth Käsemann wurde von Dittrich „vergessen“. Der Mord an Käsemann und die Ignoranz Beckenbauers hierzu waren „Schorsch“ Aigner offenbar zu heiß. Elisabeth Käsemann, von 1978, möchte den Autoren dieses „kleinen Fernsehspiels“ im Zusammenhang mit dem Beckenbauer-Double „Schorsch“ Aigner, von 2015, zumindest durch einen Auftritt als „special Guest“ in Form der noch lebenden Elisabeth Käsemann-Doppelgängerin Anke Engelke, eingefallen sein – war es aber nicht.

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Beckenbauers Ex-Fußball-Kollege Paul Breitner jedenfalls zeigte sich nach Aufdeckung der Käsemann-Ermordung darüber empört, vom DFB und von Mercedes Benz irregeführt worden zu sein – „Schorsch“ Aigners Lampenladen dagegen schwieg und schweigt: Blenden und Funzeln statt Beleuchten.

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Wie seltsam ist die Erinnerung an einen außergewöhnlichen Fußballspieler, wie der Münchner Franz Beckenbauer einer war, ein künstlerischer Einzelstern, während der nach seiner Leistungs-Sportkarriere eine Rolle als Exklusiv-A-Prominenter in der seichten Unterhaltungsindustrie annahm.

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Wie eine neue Sinnlichkeit verkam die Fußballerinnerung zum Wertzeichen, aber die konkrete Person Franz Beckenbauer zur Peinlichkeit. Dabei muss einfach anerkannt werden, dass genialer Fußballer sein, einschließlich der erheblichen praktischen sozialen Kompetenz, nicht gleichgewichtig dazu befähigt, in sonstigen Werbe-Milieus der heutigen Kulturindustrie ähnlich brillant zu spielen:

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Nicht jeder Postbote ist Sherlock Holmes.

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Bruno Pezzey, Fußball-Libero bei Eintracht Frankfurt und Dietmar Moews, 1978 im ZDF

Bruno Pezzey, Fußball-Libero bei Eintracht Frankfurt und Dietmar Moews, 1978 im ZDF

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Franz Beckenbauer kam unter dem Lable „Kaiser Franz“ „Krrrraft auf den Teller, Knorr auf den Tisch“ und „Gute Frrrreunde kann niemand trrrennen“, „Schaunmer mal“ und „Isdenn scho Weihnachten?“ und ließ sich dafür herumreichen, dass er für alle fragwürdigen Reizthemen verbale Blankoscheine unterschrieb.

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Superkleber beim Fußball beobachtet von DIETMAR MOEWS

Superkleber beim Fußball beobachtet von DIETMAR MOEWS

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Mit ein paar Briefumschlägen und anschließendem Austritt aus dem FIFA-Kreis war es nicht getan. Der fußballpolitischen Pflicht eines prominenten DFB-Fußballers (und jahrelang Vereinspräsident des FC Bayern München) gerecht zu werden, verlangt mehr Kritikvermögen und -bereitschaft als Beckenbauer zu Markte trägt.

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Hitlerschlaue Selbsterleichterer wie Beckenbauer sind der maßgebliche Ursprung als „gültiges“ Vorbild, warum es sich jeder normale Fußballer schamlos erlaubt, seine persönliche fußballpolitische Verantwortung abzuweisen und zu sagen:

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„Die sind alle sehr gute Leute und haben große Verdienste – da kann der kleine Mann sowieso nichts machen“. Genauso funktioniert der Mob: FUCK THE FIFA.

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Dittrich vermeidet, was Beckenbauer aus Geldgier unvermeidlich fand, er bringt weder politische Kritik oder Realsatire auf „Kaiser Franz“. Er wagt auch keine moralische Einordnung, wo sie verlangt ist. Sondern Dittrich stellt sich als Schauspieler der komischen Rolle. Er lockert dadurch Beckenbauers Profit-Stärke durch Beckenbauers Fragwürdigkeits-Schwäche an, wie man Gartenerde mit der Hacke bearbeitet.

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Dittrich hat Franz Beckenbauer und das aus den Bildmedien bekannte Franz-Image Franz Beckenbauers so intensiv beobachtet und abstrahiert, dass er in Auftritten, die der Zuschauer im Prinzip kennt, so detailgenau agiert, eine glaubhafte Kopie eines möglichen Doppelgängers zu geben, die  nicht – was billig wäre – eine Karikatur ist.

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Getragen werden Dittrichs „Schorsch“ Aigner Doppelgänger-Darstellungen davon, dass er ja als echter Doppelgänger annonciert wird. Folglich treffen dann typische Beckenbauer-Ungeist-Wortwechsel so, dass man eben nicht Fälschung/Kopie oder Echtheit, sondern Bullshit (Harry Frankfurter) oder Wahrheit erkennt.

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Damit ist bereits der nächste Real-Life-Beckenbauer-Lichtgestalt-Auftritt vorgezeichnet. Denn in genau dieser Masche entertaint A-Promi „Kaiser Franz“ sein Publikum: Wahrheit als Bullshit. Für Elisabeth Käsemann waren es Tod und Leben.

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Letztlich muss nicht der Schauspieler und Poet Olli Dittrich, sondern sollten mal politische Redakteure, Wissenschaftler und Sportjournalisten eine gehörige Idolzertrümmerung an Franz Beckenbauer vornehmen, denn: Noch lauern Blindgänger – noch schillern falsche Vorbilder.

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Ich finde es unglaublich, wie sich diese Geschäftstypen gegenseitig die Bälle zuschieben und dabei wie die Politikschranzen bedenkenlos Unsinn reden: Netzer über Hoeneß, Beckenbauer über Blatter, Rummenigge über Klopp und Klopp über sich selbst, Fritz Walter über Kosic. Das ist der DFB, das ist die FIFA.

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Adolf Hitler, der Wahnsinnige, erschoss sich vor 70 Jahren

April 30, 2015

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vom Donnerstag, 30. April 2015

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Die Stadt Braunschweig muss nicht um einen Ehrenbürger trauern. Auch wenn das protestantische Braunschweig dem katholischen Österreicher Adolf Hitler den Zugang zum passiven Wahlrecht in der Weimarer Republik ermöglichte, muss sich Braunschweig heute nicht mehr herausgehoben bekennen, sondern darf braun schweigen.

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Schließlich ist die Weltgeschichte voller Gedenktage – erst vor 40 Jahren die vietnamesische Befreiung von Saigon – als Krönung der Kennedy-Präsidentschaft. Man weiß kaum, wo man überall wegschauen möchte.

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Immerhin sind die weltweiten Helfer in Nepal mit guten Absichten aktiv. Und vielleicht kommt es nicht zu Mob-Aufständen der Nepalesen gegen die bessergestellten ausländischen Touristen in Kathmandu: Ein Flugplatz mit ACHT Stellplätzen ist ein Nadelöhr, wo es einfach eng ist.

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Hitlers Selbsterschießung, am 30. April 1945 im „Führerbunker“ in der Berliner Wilhelmstraße, war zuletzt eine ästhetische Botschaft – wie Hitler selbst schon in „Mein Kampf“ geschrieben hat: „Wenn das deutsche Volk nicht siegt, hat es auch nicht verdient zu leben“.

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In dem Interview bei „MAISCHBERGER“, vorgestern im deutschen Fernsehen, erklärte der 96-jährige Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD), Herausgeber der Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT:

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Ich bin da mal eingetreten in die SPD, die ist mir eigentlich egal. … Ich habe erst zwei Jahre nach Kriegsende erstmalig von Auschwitz gehört. … Ich war begeistert … (wovon? von Hitler? von Heydrich? von Wernher von Braun? von Leni Riefenstahl? von Heinz Rühmann? von Johannes Heesters, von Joseph Goebbels? von Alfred Rosenberg? von Houston Chamberlain? von Paul Lagarde? von Ferdinand Porsche? von Gerhard Fieseler? von Hermann Göhring? Von Reichsinnenminister Flick? von SS-Chef Heinrich Himmler? von Joachim von Ribbentropp? von Wilhelm Furtwängler oder von Mephisto und Gustav Gründgens? von Jakob Wassermann oder von Thomas Mann?

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Dietmar Moews meint: Wir sehen, wir kennen uns viel zu wenig aus, um überhaupt sinnvoll aus der Vergangenheit in die Zukunft zu kommen.

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Es ist Alles zu viel. Die Köpfe qualmen WhatsApp, Counterstrike und SMS.

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Durchschummeln und Angeben heißt die aktuelle Lebensart.

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Die Hitlerschlauheit heißt bei Margarethe von Dänemark „schlaudumm“ – man stellt sich dumm und behauptet: Ich weiß doch gar nichts. Man sagt uns doch nichts. Die da Oben machen doch ohnehin, was sie wollen.

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Helmut Schmidt hatte als Schüler des Hamburger Elitegymnasiums selbst miterlebt, wie jüdische Mitschüler aus der Schule getrieben worden sind. Aber er erzählt heute, erst zwei Jahre nach Kriegsende von der Judenvernichtung gehört zu haben – wohin können die Schüler denn vertrieben worden sein?

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Frau Maischberger wandte ein: „Sophie Scholl war Ihr Jahrgang – die hatte doch auch den Naziwahnsinn erkannt und was dagegen unternommen und mit dem Leben bezahlt.“

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Schmidt: „Verführt, will ich nicht sagen, aber stark beeindruckt war ich. Wir waren noch sehr jung. Ich wäre zu feige gewesen“ (Schmidt war Wehrmachtsoffizier für Hitler).

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Hat Schmidt den Hitler-Wahnsinn denn heute begriffen? Seit wann, wodurch hat Helmut Schmidt den Hitlerwahnsinn begriffen? Das vergaß Maischberger zu fragen.

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Schwamm drüber? Man diskriminierte ZIGEUNER (nicht Sinti und Roma), man diskriminierte Juden (und nicht Antisemitismus).

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Das Recht auf Anderssein ist auch bei der heutigen Jugend des Jahres 2015 schwer zu begreifen. PEGIDA ist einfacher: Majorität gegen Minorität? Wer weiß, wie groß der Anteil der ehemaligen DDR-Menschen ist, die den heutigen Staat unglaublich und eklig finden?

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Heute wird der Hitler-Tod nicht in den Medien erwähnt – doch vorgestern durfte der leicht senile Altkanzler Helmut Schmidt seine eigene Lebensgeschichte klittern.

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Ich habe nun im Laufe der Jahre schon mehrfach solche Schmidt-Selbstsignierungen miterlebt und fordere von den Medien:

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„Lass‘ den Alten jetzt ruhen. Sein Gedächtnis reicht nicht mehr, seine verschiedenen Selbstdarstellungen in seine „Updates“ zu integrieren“. Das ist doch von Eugen Brecht hinlänglich bekannt: Rückswärts-Ausbau der Biografie.

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Die Interviewerin Maischberger spielte auf eine weitere zukünftige Gesprächsrunde an. Doch ihr selbst fehlt das Format, den Selbstdichter Helmut Schmidt im Interview so zu führen, dass er nicht solche Peinlichkeiten als Tatsachen behauptet.

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Es war zweifellos mangelnde Motivation bei Schmidt, zu erklären, was ihn an Hitler so verführt hatte – war es die Uniform? war es die Machtausstrahlung? Waren es der Weltkrieg und die Frechheiten? war es die Selbsterschießung? war es Hitlers Drogensucht? war es Schmidts eigene Kindheit und Sozialisation? Schmidts Jugend? waren es Hitlerambitionen der heranwachsenden Person Helmut Schmidt? waren es die Feindbilder? waren es soziale Massenambitionen von Zugehörigkeit und Selbstbild, Volk, „Arier“, „Rasse“?

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Der 30ste April 1945 ist zur Hitlererinnerung insofern wichtig und beachtlich, dass damit Hitlers letzter Akzent feststand. Während Hitlers Mitführer noch bis in die Nürnberger Prozesse und die weiteren wissenschaftlichen Klärungen der Geschehnisse daran mitwirkten, auszuformen, wie zweckrational bzw. wahnsinnig die gesamte Hitlerei, aus der Weimarer Republik kommend, durch die Depression der Weltwirtschaft, in die Propaganda- und Kriegspolitik geworden war – und wie schwer bzw. sinnfällig es war, das Böse und „Unmögliche“ daran rechtzeitig zu erkennen, anstatt begeistert in eine Weltkriegsbereitschaft hineinzugehen.

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Braunschweig dürfte von mir aus – ich habe dort an der Kunsthochschule von 1975 bis 1977  Malerei studiert – alljährlich das Thema HITLER öffentlich thematisieren. (Die Braunschweiger Allgemeine Zeitung gehört zu Madsack-Medien Hannover Allgemeine Zeitung und Neue Presse).

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