Sex Verbandssport und Kontrolldogmen für Caster Semenya

Mai 4, 2019

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am Sonntag, den 5. Mai 2019

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Die südafrikanische Olympiasiegerin und Weltmeisterin Caster Semenya, die seit 15 Jahren die 800 m flach der Frauen dominiert, bereits zweifache Olympiasiegerin und vierfache Weltmeisterin, Afrikameisterin – einfach eine hervorragende Leichtathletin unserer Zeit. Eine Ausnahmeerscheinung.

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Nun müssen wir kurz klären, worüber zu reden ist, nämlich was jeden angeht: Jeden geht es an, wie politische Fragen „sinnvoll“ organisiert werden.

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Was haben wir im Entscheidungsangebot im heutigen Staat in der UN?

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Despotie, Monarchie, demokratischer Parlamentarismus, Vereinsdemokratie, Verbandsstrukturen, gutachterlich-wissenschaftliche Beratung, Nachfragemarkt-Konsumismus.

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Vom verfassten UN-Staat geht eine bindende Zivilität aus, die nach dem in Deutschland vorhandenen Grundgesetz und allen Gesetzesspiele dem Bürger „Bürgerrechte“ und Bügerpflichten“ gibt (nebst allen möglichen Sonderfällen).

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Dazu gehört das private Recht, sich sportlich oder unsportlich zu verhalten. Dazu gehört auch das Bürgerrecht, einen Sportverein zu gründen und auch im Rahmen der Sittlichkeit zulässige Sportarten als Wettbewerb durchzuführen.

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Im aktuellen Diskussionsfall der 800-Meter-Läuferin geht es aber um etwas besonders. Die südafrikanische Bürgerin, Frau Caster Semenyas, ist Mitglied in ihrem nationalen Leichtathletik-Verband, der wiederum ist Mitglied im Welt-Leichtathletik-Verband. Das bedeutet, die Wettlauf-Sportlerin ist nicht einfach Sportlerin, sondern sie ist freiwillig „Verbandssportlerin“; außerdem ist sie noch Erwerbssportlerin, die für Geld Wettkampfsport öffentlich betreibt, für den die Regeln ihrer nationalen, kontinentalen und weltweiten Verbandsschachtelungen gelten.

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Ohne oder gegen diese STATUTEN kann Caster Semenya weder ihren Erwerbswettkampfsport durchführen, noch an Verbandswettkämpfen teilnehmen (dazu unterliegt sie einer Verbandsschiedsgerichtsbarkeit, bevor sie an normalen zivilen Gerichten klagen könnte).

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Im angängigen Regelstreit sind zwei Kategorien in der Verwirklichung prekär und an sich unsinnig:

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EINS Der heutige internationale Verbandssport wird unter anderem unter geregeltem Doping ausgeführt. Das heißt, es gibt erlaubte Mittel, die die Sportler zur Steigerung ihrer körperlich-sportlichen Wettkampf-Leistungsfähigkeit benutzen dürfen. Es gibt dabei Regeln, die nicht durch die vorhandenen Kontrollpraktiken gesichert werden. Sei es die Testdichte wie auch die Ungenauigkeit bzw. die den Testern nicht bekannten Methoden und Mittel des Dopings.

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ZWEI Die Verbände haben ihren Sportbetrieb in männliche und weibliche Sportarten und hierfür in die zwei Geschlechtsgruppen getrennt geregelt. Bis auf Sportarten die als „Mixed“ ausgeübt werden (Eiskunst-Paarlauf; Reitsport; Tennis) gibt es einen Katalog der Wettbewerbssportarten in Männer und Frauen getrennt. Spezialsportverbände, wie Leichtathletik, Boxen oder Fußball, haben unter Umständen von den Olympischen Statuten abweichende Regelungen und Wettkampfmodi.

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Im aktuell strittigen Fall um Caster Semenya wurde ein neue und zusätzliche Kategorie erfunden, um die sich der Streit lohnt:

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Durch verbotene Doping-Anwendungen durch Verabreichung vom männlichen Hormon Testosteron können Frauen „männlicher“ gemacht werden. Interessant sind aber biochemische Leistungsvorteile, die dem nicht konstanten menschlichen Organismus durch Lebensweise, durch Training, durch Intelligenz, durch Doping, möglich sind leistungsbegünstigend zu beeinflussen. Hier hat man es mit Variablen bzw. dispositiven physiologischen Konditionierungen zu tun, die nicht monokausal entstehen – die im Zweifelsfall nicht positiv nachweisbar sind.

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Bei Caster Semenya hat man nun vergleichsweise ungewöhnliche Laufleistungen kennengelernt, die mit ihrem besonderen Testosteronspiegel einhergeht.

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Bei Caster Semenya wird nicht der positive Beweis von unerlaubtem Doping mit Testosteron-Verabreichung nachgewiesen.

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Nun hat man Caster Semenya einfach die Wettkampfsperre ausgesprochen, mit ihrem „natürlich hohen“ Testosteronspiegel nicht mehr unter „normalen“ Frauen mitzulaufen, die weniger Testosteron haben.

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Der Oberverband hat jetzt Caster Semenya gesperrt und für diesen Fall empfohlen, erlaubtes Doping anzuwenden, ihren natürlichen Testosteronspiegel auf einen akzeptierten Wert zu senken.

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Dietmar Moews meint: In Verbindung mit diesem Sportverbands-Sexismus möchte ich nur anmerken:

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EINS Es sind historische Dokumente bekannt, dass beispielsweise in der griechischen Antike öffentliche Sportwettkämpfe Teil des politischen Gemeinwesens waren, bei denen trainierte Wettkämpfer antraten, die unbekleidet waren. Es bietet sich an, auch heute Sportwettkämpfe von unbekleideten Sportlerinnen und Sportlern ausüben zu lassen. Andere als die sichtbaren Geschlechtsmerkmale sind nicht nötig, als die zwei Generalgruppen, Mann und Frau, antreten zu lassen.

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ZWEI Wer zusätzliche Wettkampfspezialitäten wünscht – etwa Rothaarige, Glatzköpfige, Kurzsichtige, Zuckerkranke, Testosterongruppen, Blutgruppen, Alterskohorten usw. – kann das ja dann zusätzlich ausloben.

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Es ist allgemein anerkannt, dass die beiden Sex-Ausprägungen von Mann und Frau (auch im Sport) weithin anerkannt sind. Wer nun einen weiteren „INTERSEXUELLEN TYPUS“ verlangt, verwechselt die „Sportart“.

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Während die unsäglichen Wichtigtuereien von Leistungsschwachen, über Mehrheitsmob staatliche Gesetze beeinflussen zu wollen, ist doch das gesamte Metier und die Abirrungen des angeblich „dritte Geschlechts“ gar nicht wirklich interessant.

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Jeder Sportler weiß, dass zur Spitzenleistung und zu einer erfolgreichen Wettkampfsaison ganz viele Aspekte gehören. Aber die langen Gräten von USAIN BOLT sind kein Doping, sondern individueller Vorteil. Alles ws mit Talent zu tun hat, reicht von musischer Sensibilität, zu „esprit“, auch langweilige Trainingseinheiten lustig auszuhalten, oder bessere Regeneration, Ernährungsvorlieben usw. Geschlechtsverkehr oder Stuhlgang unmittelbar vor dem Wettkampf.

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Kratochwila war einfach im Hürdenlauf nicht zu schlagen. Tamara Press war beim Duschen aufgefallen. Männerbart und tiefe Stimme, keine Monatsblutung – es gibt viele „Klassiker“.

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Aber die Sanktionierung von außergewöhnlichem Talent, wie jetzt bei Caster Semenya, wirkt auf mich wie Wichtigtuerei in den Massenmedien, während die wichtigen politischen Entscheidungen nicht mit dem Bedarf einer demokratischen Gesellschaftsöffentlichkeit geteilt werden soll.

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Heinz Fütterer 1931 – 2019 Kurznachruf

Februar 10, 2019

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am Montag, den 11. Februar 2019

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Heinrich Ludwig („Heinz“) Fütterer wurde am 14. Oktober 1931 in Illingen, Landkreis Rastatt geboren und ist jetzt 87-jährig, am 10. Februar 2019, daselbst nach kurzer schwerer Krankheit zu hause gestorben.

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Heinz Fütterer war zu seiner Glanzzeit der „schnellste Mann der Welt“ – ein ehemaliger deutscher Leichtathlet und Olympiamedaillengewinner, der in den 50er Jahren als Sprinter erfolgreich war. Seine größten Erfolge sind drei Europameistertitel 1954 und 1958, die Einstellung des 100-Meter-Weltrekords von Jesse Owens 1954, ein neuer Hallenweltrekord über 60 Meter 1955 sowie eine olympische Bronzemedaille, 1956, in der 4-mal-100-Meter-Staffel. Er erzielte 536 internationale Siege und wurde von 1953 bis 1955 kein einziges Mal besiegt und „weißer Blitz“ genannt.

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Heinz Fütterer war ursprünglich gelernter Fischer, dann Angestellter beim Badenwerk (1950–1959), danach bei der Sportartikelfirma Puma. In seiner aktiven Zeit war er 1,72 m groß und wog 72 kg.

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Sein Talent wurde 1943 im Alter von zwölf Jahren beim Sportfest entdeckt, als er 312 Punkte im Dreikampf (u. a. 72 m Ballweitwurf) holte und der Zuständige im Kreis das nicht glauben konnte. Seinerzeit lagen die Stufen für Ehrungen bei 240 und 280 Punkten. Er wiederholte dann den Dreikampf in Rastatt und erzielte 314 Punkte. Bei den deutschen Meisterschaften 1958 wurde er über 100 Meter Dritter hinter Manfred Germar und Armin Hary. Beim ASV-Sportfest in Köln lief er am 29. August 1958 in der Besetzung Lauer, Steinbach, Fütterer, Germar über 4-mal-100-Meter-Weltrekord in 39,5 s. Heinz Fütterer startete für den Karlsruher SC, wurde Sportler des Jahres im Fußball-WM-Jahr 1954 und schließlich auch Empfänger des Silbernen Lorbeerblatts und des Bundesverdienstkreuz‘.

 

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Doping: Siegerlisten sind Protokolle des Betrugs

Dezember 15, 2014

Lichtgeschwindigkeit 5185

am Montag, 15. Dezember 2014

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Elendes Gejammer! Täglich hauen mich neue Schweinereien so um, dass stets die Frage umkippt: Gibt es Anstand als Normalität? Kann man überhaupt Anstand erwarten? Oder sind Betrug und Rücksichtslosigkeit, Bildungsarmut und Geschmacklosigkeit, Schmerzfreiheit und Irrsinn normal?

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Gestern sah ich mir den ARD-Report über das Doping-System in Russland zum zweiten Mal an. Beim ersten Mal beschlich mich das Gefühl einem Nebenzweig des Show-Business aufzusitzen. Nachdem die deutschsprachige Presse den Fernsehbericht nachgekartet hatte, war klar geworden, dass hier eine vollkommene Erschütterung unserer Lebensweise und unserer Rechtsstaatlichkeit bereits Platz gegriffen hat.

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Da wundert mich Pegida nicht:

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Wenn ein normaler Demonstrationsbürger sagt:

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„Im Amtseid schwört Merkel Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.“ Und der Pegida-Demonstrant muss mit ansehen, wie die Große Koalition das Sportdoping selbst betreibt, das russische Doping deckt, die internationalen Sportverbände deckt, den deutschen IOC-Präsidenten Thomas Bach deckt – Alle decken Alle.

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Das christliche Kreuz auf der Flagge Dänermarks mit Stabhochspringer von DIETMAR MOEWS

Das christliche Kreuz auf der Flagge Dänermarks mit Stabhochspringer von DIETMAR MOEWS

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Und die Sportler sind Opfer. Weltspitzenbegabungen werden zu Berufsdopern und Provisionsbezahler: 300 000 Euro für einen Start bei den Olympischen Spielen in London 2012 usw. usf. Usw. usf. Ohne Ende.

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Dann lügt der Leichtathletik-Präsident, dann tritt er ohne Kommentar und Erklärung zurück, sagt: „Ich bin nur der Präsident, ich bin nicht involviert.

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Dann kommen die schriftlichen Belege, Bankquittungen, Überweisungen, Namen und Nummern, ohne Zweifel von allen Seiten bestetigt. Darauf versinken die Angelegenheiten, weil der Kassenwart des internationalen Verbandes Mitglied der aktiven Doping-Vertuschungs- und -Betrugsverschwörung ist. Der internationale Verband wird aber nicht angeklagt. Er wird nicht disqualifiziert. Die Täter werden nicht angeklagt. Die Sportler müssen vor dem Doping-Apparat fliehen und die Namen wechseln oder sie riskieren ihre Leben.

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Dietmar Moews meint: Was bildet sich Kanzlerin Merkel (CDU) ein, unbescholtene Bürger anzupöbeln, während sie persönlich die Verantwortung trägt für das deutsche Doping, für den ehemaligen Doping-Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU), jetzt wieder BMI Thomas de Maizière, für den Doping IOC-Präsidenten Thomas Bach?

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Hier steht gar nicht mehr die Frage nach Sport und Sport-Doping zur Diskussion – diese Diskussion ginge vorrangig Sportler und Sportverbände im Rechtsstaat an.

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Nein, hier sind internationale Verschwörer, die Betrug und Erpressung, Sportwettenbetrug, Sportinvaliden und Körperverletzung in Profite umwandeln und dabei auf kein Gesetz Rücksicht nehmen.

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Es wird jetzt mal (angesichts PEGIDA) Zeit, dass Frau Dr. Merkel endlich Stellung zum von ihr zu verantwortenden Staats-Mononopol-Kapitalismus – StaMoKap – bezieht und zurücktritt. Was heißt denn Gleichheit vor dem Gesetz, wenn die Siegerlisten nur noch Protokolle des Betrugs sind?

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Markus Rehm und der Fortschritt der Prothetik ist ein Segen

Juli 30, 2014

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am Mittwoch, 30. Juli 2014

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Weitspringer Markus Rehm wurde vom Deutschen Leichtathletik-Verband nicht für die EM nominiert. Rehm kann nicht ohne Prothese als Sportler der beiden, nach Geschlecht getrennten Altersklassen-Kategorien, männlich / weiblich zu regulären Wettkämpfen antreten: Rehm fehlt ein Schenkel.

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Körperbehinderte

Es gibt zwischen Leben und Tod Normalvorstellungen einer validen psycho-somatischen sozialen Lebensfähigkeit. Wer als Körperbehinderter von besonderen oder stärkeren körperlichen und /oder geistigen Einschränkungen betroffen ist, muss sich darauf einstellen. Man kann und soll für die Stärkung seiner Situation sozialpolitisch eintreten. Die Stärkung der Schwachen und die Zähmung der Starken steht in der Tradition unserer christlich-rationalistischen Kulturgeschichte. Sozialpolitik gehört unbedingt dazu.

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Sport und Verbandssport

Sport soll ja gesund sein, wenn man es nicht falsch macht oder übertreibt. Wer im gesatzten, verbandlich organisierten Sport in internationalen Verbänden mitmachen möchte, muss sich den Regeln dieser Sportarten, z. B. Wettkampfregeln unterordnen. Wer beim Blindenfußball eine Sehhilfe benutzen will (Augenprothese), darf nicht mitmachen. Wer als Fußballer Kontaktlinsen trägt, darf mitmachen. Wer als Weitspringer einfach nur weit springen will, kann im DLV nicht die Jahreswettbewerbe mitmachen, weil der Verbandsweitsprung als ein Zielweitsprung aus einer Absprungzone gemessen wird und nicht die Sprungweite von einem beliebigen Absprung, so weit man kommt. Kurzstreckensprint auf der Bahn, mit Prothese, kann gehen, ist nach den Regeln nicht zulässig. Mittelstreckenlauf macht die Laufprothese für die Mitläufer gefährlich. Man kann diese Beispiele auf alle Verbandssportarten ausweiten. Will man mitmachen, muss man immer die Regeln und die Schiedsgerichte akzeptieren.

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Prothetik

Ich möchte das gesamte Werk aller Hilfsmittelbauer und Prothetikentwickler und Prothetikerfinder sowie das gesamte Wohlfahrtsthema zunächst loben. Es ist wie in der Kunst: Wirklich geniale Entwickler, oft selbst betroffene Behinderte, arbeiten freiwillig und sind inspiriert. Wenn einem Behinderten eine Erleichterung geschaffen werden kann, dann ist das Lob und Dank – Bezahlung ist, wie in Platons Staat, eine andere Kunst: eben Marketing und das Rechnungen Schreiben.

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Markus Rehm fehlt im Jahre 2014 der rechte Unterschenkel. Er ist zum Glück wohlhabend und lebt in einem wohlständigen Gemeinwesen. Ihm wären im Jahr 1914 andere Bedingungen gestellt gewesen, im Jahr 1814 ist von Amputierten wenig berichtet, Missgeburten der Goethezeit konnten im Lebenskampf sozial abgefedert werden – beim Maler Breugel, im 15. Jahrhundert, werden Krüppel abgebildet, die waren arm und starben früh.

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Die Prothetik hat sich in jedweden Anforderungsprofilen – organische Schwächen, Organersatz, Gliedmaßen, Sinnesbeschränkungen, Altersschwächen – außergewöhnlich weiterentwickeln lassen.

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Forschung, Materialien, neue Fertigungstechniken, Ernährungskunde – bessere Schulungen und Übungswissenschaften – und die Kostenlösungen im Sozialstaat, Alles ist zur Verbesserung und Erleichterung des Lebens im Schwang und zudem gesellschaftlich anerkannt und politisch gewünscht.

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Behindertensport

Jegliche Behinderung schränkt die soziale Dynamik eines Menschen ein. So entstehen mit Behinderungen Entfaltungs- und Lernerschwernisse. Wer sich als Behinderter für seine Möglichkeiten sportlich betätigen kann, sollte das tun können. Sport hat die individuelle und die soziale Perspektive. Je nachdem, welche Sportart ein Behinderter ausüben möchte, muss er dafür Möglichkeiten finden, die er allerdings nur begrenzt auf seine Bedürfnisse einstellen kann.

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Wer als Behinderter Erfahrungen im Sport macht, erwirbt sich nebenbei Urteilskraft und Legitimation für Behindertensport-Politik. Und da sollte er mitreden und seine Erlebnisse einbringen.

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Deutschland / Fechten, DMW 587.x.2, Seiden-Applikation

Deutschland / Fechten, DMW 587.x.2, Seiden-Applikation

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Dietmar Moews meint: Im heutigen Verbandssport werden zahlreiche Kategorien, Klassen – nach Alter, Gewicht, Geschlecht usw., eigene Finanzkraft übrigens bleibt unbeachtet – in überwiegend internationalen Amateursport-Wettkampfregeln gesatzt.

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Wenn man davon ausgeht, dass Amateursportler ihren Sport freiwillig ausüben, dazu unter anderem Sportgemeinschaften, Vereine oder Clubs beleben oder mit anderen zusammen sogar selbst gründen, braucht man dafür keine weitere Legitimation.

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In der konkreten Frage des Weitspringers Rehm liegt es nahe, dass er einer speziellen Kategorie angehört – mit seiner Karbon-Unterschenkel-Laufprothese. Das bedeutet, der Prothesenträger kann nach den Regeln im Leistungssport mit geregeltem Doping, nur diejenigen Hilfen benutzen, die diesen Regeln entsprechen. Die Leichtathleten-Satzungen sind leider nicht auf der Höhe der technischen Sportprothetik und drehen sich im Kreis der Regel: was nicht verboten ist, ist erlaubt und, was nicht erlaubt ist, ist verboten.

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Sportsoziologie

Als Sportsoziologe möchte ich vorschlagen, den Prothesen-Weitspringer einfach über die normale Qualifikation seiner Spring-Leistungen mitmachen zu lassen.

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Nur in der Endkampfwertung hat er seine eigene Kategorie. Wenn beispielsweise ein Prothesen-Weitspringer im Endkampf als bester Prothesenspringer die insgesamt viertbeste Weite erreicht, dann ist er der Sieger der Prothesenspringer, während es dazu einen Vierten der Zweibeinigen im Wettbewerb gibt, der nach den erzielten Springweiten, hinter dem Prothesensportler, gemäß seiner Weite auf dem fünften Platz gelandet ist. Bei der Siegerehrung steht der Prothesenspringer mit dem anderen Sieger und beiden Nationalhymnen oben auf dem Treppchen und beide bekommen eine Goldmedaille. Alle würden sich freuen können.

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Der Prothesenweitspringer sollte also voll mitmachen dürfen. Das Publikum – zum großen Teil ebenfalls Amateursportler – wird seine Leistungen mit Respekt und Freundschaft anerkennen. Für das Unterhaltungs-Eventpublikum wären Prothesensportler durchaus auch im Vergleich interessant mitzuerleben, interessanter als wenn Behinderte abgesondert eigene „Spiele“ vermarkten.

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Sofern der Prothesensportler in den Erwerbs- und Unterhaltungssport sich begeben will, muss er die von den Veranstaltern vorgegebenen Regeln akzeptieren.

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Es besteht ein Zusammenhang zwischen der gesellschaftliche Anerkennung und den sportlichen Leistungen. Diese Wertzuweisung aus Beachtung und Anerkennung kann die weitere Fortschrittsarbeit an Hilfsmitteln und Prothetik nur fördern und damit die Gesamtsituation für Behinderte erleichtern.

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Aus diesem möglichen Aufwertungs-Zusammenhang heraus, lehne ich die sogenannten Paralympics als Apartheids-Sportfest ab. Es könnten die Behinderten gut bei den normalen Olympischen Wettkämpfen mitmachen. 

Verwertungsbedenken der Geschäftemacher mit Massenmedien und -werbung im Spitzensport sollten das Herz der Sportler wirken lassen, lieber die Sportler entscheiden lassen, anstatt nach eigenen Quotenaspekten den Sport und die Wettkampfregeln zuzuschneiden.

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Bei weltweiter Übertragung von Olympischen Spielen in TV-Vermarktungs-Verträgen kann man getrost 24 Stunden täglich Wettkämpfe abhalten – irgendwo ist immer Fernsehzeit, irgendwo immer Morgen, Abend oder Nacht.

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Ich bin für die Integration der Paralympics in die Olympics und Abschaffung des Namens „Paralympics“ – Sport ist Sport, Mensch ist Mensch, Sportler ist Sportler, meint Doktor Moews, der selbst Sportler ist.

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