Lichtgeschwindigkeit 373

Mai 30, 2010

LICHTGESCHWINDIGKEIT 373

KUNSTRAUB vom Künstlergelehrten Dr. Dietmar Moews –

live und ungeschnitten – muss auch immer die Werte der

Primaten berücksichtigen: Offenheit, Transparenz, Freiheit,

Piraterie und Rechtsstaatlichkeit, aus Globus mit Vorgarten

Berlin Pankow, am Mittwoch, 26. Mai 2010., aus den aktuellsten

NEWS Online, TV, Radio, mit tageszeitung Berlin vom 21. Mai 2010.

Tagesthema hier: KUNSTRAUB unter den geistigen Klimmzügen

der TAZ-Ideologen: Brigitte Werneburg: Logik und Logistik des

Kunstraubes.

Tageszeitung vom 21. Mai 2010 berichtet Rudolf Balmer auf

Seite 15 Gesellschaft+Kultur: Hereinspaziert! Kunstraub:

Unbekannte haben in der Nacht auf gestern aus dem städtischen

Museum für Moderne Kunst von Paris fürf Meisterwerke im bisher

unerreichten Wert von schätzungsweise einer halben Milliarde

Euro gestohlen. Es handelt sich angeblich um Picassos und

Braques kubistische Malereien von 1912 und 1905 sowie um

Modiglianis Frauenbild, Fernand Legers Kerzenhalter-Stilleben

von 1922 und Henri Matisse Landschaft aus dem Jahr 1906.

Als Wert wurde eine halbe Milliarde Euro angegeben eine

völlig abwegige Annahme, 100 Millionen Euro je Bild, niemals.

Immerhin sind es bekanntere Bilder, die nicht unbemerkt

öffentlich vermarktet werden können. So dass es eine „private

Bestellung sein kann, eine Versicherungsnummer oder ein

Werbegag. Das MAM ist nicht sonderlich bekannt unter den

zahlreichen Pariser Häusern.

Tageszeitung Seite 15 Logik und Logistik des Kunstraubs,

spielt die TAZ-Autorin Brigitte Werneburg mit den gängigen

Klischees, ohne an interessante Urteilsaspekte zu rühren.

Ihre Hypothese lautet: …Diebstahl trägt nicht unwesentlich

zur Aura der Kunst bei .. vermehren sich nur die Spekulationen

über den Raub und seine besonderen Umstände (Schutzgitter

knacken, Schloss aufbrechen), und es vermehren sich die

Kommentare über die Bedeutung des erfahrenen Verlustes…

Vielleicht sind die Bilder geklaut, die am leichtesten

wegzuschaffen sind? …tonnenschweren Haifischtank von

Damien Hirst oder 500 Quadratmeter Installation von

Jason Rhodes mit Autoreifen und Gerümpel haben auch

schon mal Millionen gekostet… Was bedeutet es, dass die

zeitgenössische Kunst kein geeignetes Objekt mehr für den

Kunstraub abgibt? Schmälert das womöglich ihren Wert?

Bleibt Neo Rauch, nur weil er Bilder malt, die man klauen

und deshalb im traditionellen Sinne als begehrt und wertvoll

begreifen kann? Wetten, dass Damien Hirst schon deshalb

auf seinen juwelengeschmückten Totenkopf kam, weil er

weiß, dass er geklaut werden muss, um zu den ganz Großen

der Kunst zu zählen?

Dietmarmoews meint: „Verirrte Kunstorganisation hat die

Freiheit der Kunst zur Freiheit der Willkür der Kunstdefinition

gesetzt. Die taz-Kolumnistin verkennt mit ihrer Hypothese der

Klaubarkeit der Kunst, dass es nicht die Klaubarkeit sein kann.

Wenn ein Machwerk aus dem Museumszusammenhang auf

einen Hinterhof verbracht wird, ist nicht die Klaubarkeit,

sondern der unauratische Zusammenhang dafür entscheidend,

dass es niemand klaut. Duchamps Pissoir ist nur im Museum

klaubar. Auf jeder öffentlichen Toilette wird es nicht geklaut,

sondern man pinkelt hinein. Aura, Beleuchtung, Absperrseile,

Museumszusammenhang, Alarmanlage, uniformierte

Museumswächter, weiße Wände, hohe Versicherungsgebühren,

staatliche Bezeugung, weiße Wände und Freizeit-Kultur-Marketing,

Steuerabschreibungen und Staatskünstlerpersonal, dass diese

Willkürskunstszenerie bevölkert, weil es vom Staat dafür finanziert wird.

Idee, Produktion, Dr. Dietmar Moews;

Aufnahmetechnik und Admin, Piratencrew Berlin;