KUNST EMPÖRT – Das hat jetzt noch gefehlt: Fotokopien von Warhol

Oktober 17, 2014

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am Freitag, 17. Oktober 2014

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Was muss der intelligentere Mensch alles aushalten. Als der Immobilienhändler Bubis aus Frankfurt am Main, als Sprecher des „Zentralrates der Juden in Deutschland“, der natürlich nicht die Juden in Deutschland, sondern lediglich den rechten Flügel von überwiegend zugewanderten Juden in Deutschland und noch weniger die Auschwitz überlebenden deutschen Juden vertrat, den Schriftsteller Martin Walser angriff, sagte Alphons Silbermann (1909-2000) ehrlich erzürnt: „DIESER BUBITSCH!“ – Betonung auf ITSCH – „was redet dieser Immobilienhändler mit einem Schriftsteller!“

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Alphons Silbermann als vielfach durchs Feuer gegangener Nazi-Gejagter Kölner Jude brachte damit seine gesamte Entrüstung zum Ausdruck, was dieser „Zentralrat“ als staatlich gefütterte Käseglocke an täglichen Verbrechen an der Menschlichkeit durchzog: die zugewanderten Juden gegen die letzten überlebenden deutschen Juden.

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Und Silbermann sagte: „Die völlige Vernichtung des deutschen Judentums, die Hitler nicht geschafft hat, wird jetzt von diesen „Juden in Deutschland“ vollendet. Wenn er heute auf seinen Platz in seiner Synagoge in Köln geht, wird er mit Ringellöckchen und hebräischem Theater von Neu-Israeliten aus Polen und Russland aufgezogen“.

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Alphons Silbermann erhielt als deutscher Jude in seiner Heimatstadt Köln und von seinem Land Nordrhein-Westfalen spät, aber immerhin, Rehabilitation.

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Silbermann erhielt eine Altersversorgung, die einem normalen Werdegang als Staatsanwalt oder Professor entsprach (während Silbermann, der als eminenter Soziologe mit Weltgeltung, aus eigener Kraft, noch mit über 50 zum ordentlichen Professor der Universität zu Köln wurde. Und so war er es vorher längst in Lausanne, in Paris an der Sorbonne, in Bordeaux und viele viele Jahre unterbezahlt in Köln).

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Und Prof. Dr. jur. Emeritus Alphons Silbermann – er verzichtete auf die „Staatsanwaltspension“, die er mit dem eigenen Emeritus ablösen konnte. Eine unglaubliche Lebensleistung, die in der genialen Besonderheit nicht als Vergleich heranzuziehen ist, die aber dem Silbermann als jüdischem Zeugen von Köln nun wirklich Kompetenz und Legitimation gab, den „Zentralrat von Bubitsch“, heute Graumann, objektiv einzuordnen. Und um es unmissverständlich auszudrücken:

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Alphons Silbermann hielt die Begehrlichkeit dieser vom deutschen Staat und den Medien in Deutschland gepäppelten „Juden in Deutschland“ und die Politik Israels, die mit orthodoxen Wertsetzungen alle Vorurteile des traditionellen Antisemitismus bestätigen, für ein großes Übel, zu Lasten des deutschen Judentums. Ein Übel für ein liberales, aufgeklärtes deutsches Judentum, das anerkannt und respektiert werden möchte.

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Silbermann publizierte soziologische Bestseller: „Verwandlungen“, „Die Kunst der Arschkriecherei“ – seine „Knigge-Paraphrase“, nicht zuletzt wichtige Wirklichkeits-Soziologie zum Thema „Antisemitismus“, „Stereotyp“, „Vorurteile“, „Latenter Antisemitismus“, „Erinnern und Vergessen“, Mitautor eines der auflagenstärksten, in viele Sprachen der Welt übersetzten „Lexikon der Soziologie“ sowie längjährig, zusammen mit René König, Herausgeber der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie . Und er war Autor einer systematischen empirischen „Kunstsoziologie“ – vom Besten und Feinsten – noch heute die Maßstäbe für dieses empirische Arbeitsfeld setzend..

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Und Silbermanns Freund, der Maler Georg Meistermann, langjähriger Vorsitzender des Deutschen Künstlerbundes, hatte Insiderwissen für den Soziologen von der Quelle der kulturindustriellen Machtpolitik in Deutschland geliefert, dass sich der Laie nur wundert. Während der Fachmann staunt.

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Dietmar Moews hat als Maler und Soziologe der Organisation der Kunst in Deutschland in freundschaftlichem Soziologendisput mit Alphons Silbermann die Folgen der Kulturindustrie ausdifferenziert. Dabei kam weit mehr heraus, als das dümmliche ADORNO/HORKHEIMER „Dialektik der Aufklärung“, wonach der aufklärerische Fortschritt die Welt vernichte – noch immer sind wir da.

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Und so komme ich jetzt zu dem Scheinthema: Eine staatliche Spielcasino „Westspiel“, die dem Land NRW zugehört, will landeseigene Warhol-Bilder versteigern lassen und zu Geld machen bzw. der staatliche Halter „Portigon“ muss Wertgegenstände zum Zwecke der Schuldenablösung versilbern.

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NRW soll Bilderverkauf stoppen. STREIT Bundesregierung protestiert gegen geplante Versteigerung von Warhol-Werken – Auch Kulturrat empört“, so titelt heute der Kölner Stadt-Anzeiger.

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Dietmar Moews meint: Die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft (SPD), hat heute erklärt: Der Verkauf entspricht der finanziellen Situation von NRW – und die Warhol-Bilder werden nicht zu den „schützenswerten Kulturgütern“ gezählt.

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Ich stimme dem Land NRW und der Frau zu:

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Es handelt sich bei Warhol um „Multiples“, eines Unikat-Wertes wie eine Fotokopie. Wir kennen es vom digitalen File-Sharing, dass zwischen Originalen und Kopien keinerlei qualitativ-ästhetischen Unterschiede vorhanden sind.

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Bei Warhol kommt nun Warhols eigene Definitionen der Warhol-Popart hinzu:

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Warhol postulierte Popart als solche Designprodukte, die massenhaft industriell, ungekennzeichnet, standardisiert hergestellt und auch wieder vernichtet werden: Sie gehören nicht in Rahmen, werden nicht signiert und nicht numeriert (wie sogenannte Kunstgrafik-Händler es gerne tun, um Wert durch Knappheit vorzutäuschen).

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Der West-Kunsthandel der 1960er- 1970er Jahre in New York wehrte sich ursprünglich gegen Warhols Marketing-Popart, weil es sich dabei um definitiv „wertloses Zeug“ handelte – kurz: Man tat die Werbegrafik in Glasrahmen und stapelte „Brillo Boxes“ auf weiße Sockel, numerierte sie, schrieb oder druckte Signatur eines Künstlers „WARHOL“ drauf usw.

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Und nun – folgerichtig – verlangt der Syndikat-West-Kunsthandel, der die Warhol-Briefmarken in allen Knallfarben im Keller selbst herstellen kann, dass gefälligst das Land NRW für diese private Gelddruckmaschinerie die „Staatliche Bezeugung“ für höchste schützenswerte KUNST – und KULTUR ins Museum steckt und staatlich als Hochkunst bezeugt, an statt das Zeug zu verkloppen.

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Ich sage nur: Hau weg die Kacke. Warhol ist kein Lagerbier. Man schmeißt es in den Müll, wenns im Wege ist (oder verkauft es). Und man kann jederzeit einen Warhol aus einem Katalog der alljährlichen ART COLOGNE heraus fotokopieren und bis zu A 0, aber auch in Übergrößen, farbig ausdrucken.

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Der Deutsche Kulturrat, der permanent die Kunstschaffenden zugunsten der Kulturindustrie verrät, ebenso der Deutsche Kunstrat, die sollen jetzt mal begründen, was ihrer Ansicht nach der Wert von den besagten Warhol-Foto-Repros ist oder sein soll?

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Dieser Kulturindustrie-Kulturrat ist Schuld, dass Nichtkünstler, als Salonpersonnage, die Kunstorganisation in Deutschland an sich bringen konnten, während die echten Künstler entmündigt werden.

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Für jeden Maler, der den Pinsel halten kann, wird hier die Schamgrenze überschritten, dass die subalterne Salonpersonnage als „Königsmacher“ die Macht über Kunstwert durchsetzt.

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Was hat denn die Bundesregierung oder diese lachhafte Frau Grütter, Kulturstaatsministerin bei Merkel, für Geheimwissen und Zauberkräfte, hier gegen die „WESTSPIEL“ in die Bütt zu treten? – RAUSSCHMEIßEN! Unverzüglich.

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Ich habe nichts gegen Leute, die sich vergrößerte Fotos an die Wand hängen. Sollen sie sich doch von mir, als Augenmensch, unterscheidbar machen. Ich bin hervorragender Maler, nicht nur Fotokopist mit Siebdruckwerkstatt.

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Grafik zum Weltjudentum in der Jüdischen Allgemeinen

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