Feminismus als Flüchtlingspolitik der Lügenpresse – sehr komisch

Januar 25, 2016
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Vom Montag 25. Januar 2016

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KÖLNER STADT-ANZEIGER Seite 8, Samstag, 23. Januar 2016: Es wurde noch kein Täter auf einem digitalen Bild der Sylvesternacht am Dom in Köln identifiziert, geschweige denn bei einer Straftat abgebildet.

Bis heute ist Alles blanke PROPAGANDA – auch die MinisterPräsidentin Kraft sagt: Für die Polizei war keine Eingriffsnotwendigkeit gegen Straftaten erkennbar!!! Ja – was denn?

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Sehr komisch, was die deutsche Gesellschaft momentan als zeitgenössische Seifenoperette aufführt.

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Eine LÜGENPRESSE bringt, wie Engel, das Gewünschte – völlig geistesabwesend und irre, ob die Nachrichten eine geltende Seinsbindung haben, völlig besoffen, was die Hingabe an den gewünschten Hype betrifft, völlig verantwortungslos, was die Daseinvorsorge und Führungsbedürftigkeit der Gesellschaft in dem verschrobenen deutschen Staatswesen bzw. Staatsunwesen betrifft:

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Es steht fest, dass diese Verrücktheiten anschlussfähig sind, ja geradezu massenhaft erwünscht, banal böse, wirklich verrückt, willkürlich gegen den Rest der Welt und die Geschichte:

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Sie reden von FLÜCHTLINGSPOLITIK – auch die Staatsmedien. Aber sie handeln nicht von Flüchtlingspolitik, sondern pausenlos von rechtsstaatswidrigen Verfassungsbrüchen, als gäbe es nicht den politischen Handlungsrahmen für deutsche Politik und Politikverfahren der Gewaltenteilung,

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Was die Exekutive tun muss (Pflichtaufgaben) und tun könnte (freiwillige politische Gestaltung).

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Ferner, was Angelegenheit der Legislative im parlamentarischen Prozedere sein kann, wenn man Flüchtlingspolitik wünscht, die nur nach Verfassungsänderungsgesetzen durch Parlamente erlaubt wäre.

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Ferner, was Verwaltungs- und Verfahrensrecht bei Anwendung des geltenden Asylrechts bzw. der ordnungsgemäßen Offizialhandlungen und der rechtsstaatlichen Bündigkeit durch das unabhängige Rechtswesen (Judikative) betrifft:

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Eine Flüchtlingspolitik, die sich am geltenden Recht vorbei Wünschen und Fantasien hingibt, darf nicht verlangt werden, auch nicht von wahlkämpfenden Politikern oder Parteien – und schon gar nicht von den zugelassenen Massenmedien, besonders nicht von den staatlichen – unterstellt oder postuliert oder indirekt herbeiverlangt werden:

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Das ist Volksverhetzung oder Aufforderung zu Straftaten.

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Bildschirmfoto vom 2015-11-25 13:56:35

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Dietmar Moews meint: Das nach deutschem Recht geltende Asylrecht ist nicht Spielball irgendwelcher exekutiven Majoritätsspiele oder gar Volksabstimmungen oder sogenannten „Meinungsumfragen“.

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Jeder als Asylant vorstellige Mensch ist berechtigt, deutsches Asyl zu beantragen. Er hat einen Rechtsanspruch auf ein ordentliches Antragsverfahren und eine ordentliche gerichstfeste Prüfung und Bescheidung ihres/seines Antrages durch die zuständige Behörde und die zuständigen Gerichte.

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Für den Fall, dass die staatlich-amtlichen Mittel Deutschlands überfordert werden, müssen sich Asylantragsteller im Wartestand gedulden – so problematisch das sein kann..

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Diese möglicherweise undefinierten Wartezeiten können im Notfall durch obrigkeitliche Notstands-Regelungen anderen staatlichen Werten unterworfen werden.

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Die NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) allerdings hat am Wochenende im großen DLF-Interview erklärt, sie verlange eine „FLÜCHTLINGSPOLITIK“ unter Berücksichtigung der Sylvesterübergriffe von Köln.

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Gleichzeitig behauptete Frau Kraft, für die im Einsatz tätige Polizei am Kölner Dom, seien die Straftaten nicht erkennbar gewesen, wie man auf den Bildern und Videos ja ebenfalls nicht erkennen könne:

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Man kann die NICHTERKENNBARKEIT nicht ERKENNEN.

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Ja. so ist es. Man kann sie erkennen, die Nichterkennbarkeit.

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Die Neue Zürcher Zeitung handelt am Donnerstag, 19. Januar 2016, von den Sylvesterübergriffen und folgt damit der reinen Propaganda: „Frauen sind keine Verfügungsmasse“ (harte Worte für eine weiche „Masse“) – da heißt es: „Massenbelästigung von Frauen“.

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Deshalb ist es eine schön dümmliche Feminismus- und ausländerfeindliche, insbesondere flüchtlingsfeindliche Herangehensweise, auf diese nichterkennbaren Polizeiberichte nunmehr ZUWANDERUNGSSTOP und OBERGRENZEN zu verlangen, wie die Feministin Hannelore Kraft (SPD) es tut.

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Denn wir wissen bis heute nichts – wo sind 1000 Anklägerinnen, 1000 Straftaten und 1000 Straftäter, davon 40 % Asylanten? und die eine Vergewaltigung?

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Die flüchtlingsfeindliche rechtsextremistische Mühle der AfD wurde mit der Sylvester-Kampagne bis in den letzten Winkel der Welt hinauskommuniziert –

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ohne Beweise und ohne Wahrheitsgehalt. Frau Kraft (SPD) kann Gewaltvideos von Tahir-Platz in Kairo nicht von der Domplatte unterscheiden.

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Aber der unverlässliche NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) darf weiterwursteln.

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Und zum guten Abschluss erklärte sich Frau Kraft auch noch eines Sinnes mit der Kanzlerin Merkel:

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EINS: Wir schaffen das (und fragt: aber wie?)

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ZWEI: Sie stimme der Bundesregierungskoalition Merkel in Berlin voll zu, sich innerhalb des Asylrechts zu verhalten.

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Ja, was denn nun?

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Was der Kölner Stadt-Anzeiger am Samstag, 23. Januar 2016 an ärmlicher Zwischenbilanz zu den STRAFTATEN am DOM (stundenlanges Feuerwerk auf den Dom vor den Augen der untätigen Polizei und kein Rücktritt des NRW-Ministers Jäger) herausbringen konnte, ist nach wie vor so erbärmlich NICHTS.

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Dafür hätte man und hätte schon gar nicht die LÜGENPRESSE das Volk und die Völker auf europäische Flüchtlingsdebatten hinzuweisen brauchen.

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Der KÖLNER STADT-ANZEIGER zeiht damit die gesamte Medienwelt als verlogen, volksverhetzend und demagogisch.

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Wieso kann der NRW-Korrespondent und Feminist des DLF die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) im DLF-Interview nicht auf diesen Unsinn hinweisen und sie bitten, ihre Widersprüche mal zu sortieren und geistig zu integrieren?

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Weihnachtsruhm in Köln für Wilhelm Raabe

Dezember 26, 2015
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Vom Samstag, 26. Dezember 2015

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Vorab zur Medienlage der Bereitstellungsmedien vom Staat und von den Werbegeschäftlern:

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Da ist – wie fast immer über die Weihnachtstage – ohne Verschwörung der Publizisten untereinander, schlicht und einfach Erschöpfung und Unterbesetzung in den Redaktionen maßgeblich, kurz: Sie bringen eigentlich nichts als Agentur-Tickermeldungen. Deshalb hier WILHELM RAABE:

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Es schneiete heftig, es hatte fast den ganzen Tag hindurch geschneit. Als es Abend werden wollte, verstärkte sich die Heftigkeit des Sturmes; das Gestäube und Gewirbel um die Hütten des Dorfes schien nimmer ein Ende nehmen zu wollen; verweht wurden Weg und Steg. Im wilden Harzwald, nicht weit von dessen Rande die armen Hütten in einem Häuflein zusammengekauert lagen, sauste und brauste es mächtig. Es knackte das Gezweig, es knarrten die Stämme; der Wolf heulte, wenn die Windsbraut eine kurze Minute lang Atem schöpfte; – man schrieb den vierundzwanzigsten Decembris im Jahr Eintausendsechzehnhundertundachtundvierzig.

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Dominus Magister Friedemann Leutenbacher, der Pfarrherr zu Wallrode im Elend, hatte den ganzen Tag über an seiner Weihnachtspredigt gearbeitet, und Speise und Trank, ja schier jegliches Aufblicken darob versäumt; das irdische Leben war so bitter, dass man es nur ertragen konnte, indem man es vergaß; aber der Prediger im Elend konnte es nicht vergessen; eine solche Weihnachtsrede hatte er noch nicht schreiben müssen. Er war nicht alt, der Pfarrherr zu Wallrode; er war im Jahre Sechzehnhundertzehn geboren; allein dreißig Jahre seines Daseins mochten dreifach und vierfach gerechnet werden; eine solche Zeit des Greuels und der Verwüstung hatte die Welt nicht gesehen, seit das Imperium Romanum versank vor den wandernden Völkern. Nun war das zweite Imperium, das römische Reich deutscher Nation auch zerbrochen, und wenngleich die Ruine zur Verwunderung aller Welt noch durch hundertundfünfzig Jahre aufrecht stand, so lösten sich doch bei jedem Sturm und Wind verwitterte, morsche Teile ab und stürzten mit Gekrach hernieder. So war es geschehen, als man den Frieden zu Münster und Osnabrück schloss, und zwei Drittel der Nation waren verschüttet worden durch den Dreißigjährigen Krieg …

Es schneiete heftig, und es schien nimmer ein Ende nehmen zu können; die Dämmerung aber nahm wohl eine Stunde zu früh dem schreibenden Magister die Feder aus der Hand; es war ihm, als ob sie auch leise und unmerklich in sein Hirn gekrochen sei, als er aufblickte und einen Blick um sich her und durch das Fenster warf. …

…lag der Schnee mannshoch; im Walde konnte der Sturm nicht also sein Spiel mit ihm treiben; – in manchen Gründen war die Luft so still, wie hinter einer hohen Mauer, und nur das Gebrüll zu Häupten und das Ächzen und Wiegen der Stämme war hier ein Zeichen, wie’s von Wipfel zu Wipfel, von einer Höhe zur andern in die Eben hinausfuhr.

Die Kinder und die Irren hält Gottes Hand fest auf ihren Wegen; – seinen Weg durch den verschneiten Wald konnte der Pfarrer von Wallrode nur durch ein Wunder finden. In seinem zerrüttetem Gehirn war jetzt seltsamerweise nur alles liebliche Frühlings- und Sommerglück der letzten elf Jahre lebendig. Wo er brusttief in dem aufgehäuften Schnee versank …

Der Wind hatte seine Stimme wiederum erhoben; doch nicht so laut denn zuvor. Im Kreise schritt Friedemann Leutenbacher um die Hütte an der hohen Tanne, rang die Hände und rief den Namen:

Else! Else!“

Ihm antwortete niemand, sogar den Widerhall schien der Schnee im Walde erstickt zu haben. Die Nacht war jetzt so dunkel wie jene andere furchtbare Nacht, deren Nahen der Prediger so wild in seinem Schmerz verkündet hatte – … Ehrn Friedemann Leutenbacher verlor sich in der Wildnis. Er wanderte und wusste nicht wohin. Durch tiefen Schnee und über kahle Flächen, Berg auf und ab, weiter und immer weiter jagte ihn die unendliche Angst seiner Seele. Er fiel und richtete sich empor, er zerriss die Hände und die Gewänder und das Gesicht an den Dornen; er sank von neuem zu Boden und sagte abermals:

Er hat mich in Finsternis geleget wie die Toten in der Welt.“

Allmählich war es bitter kalt geworden, und nur noch einmal gelang es dem Unglücklichen, sich zu erheben und weiter zu schwanken. Ohne es zu wissen, stieg er immer mehr aus den Tälern empor, zu jener Höhe, von welcher er Elsen von der Tanne Städte und Dörfer, Fluss und Bach bis in die weiteste Ferne gedeutet hatte. Er hörte eine ferne Glocke, nannte den Namen eines Fleckens und strich mit der Hand über die Stirne und sagte, dass es Mitternacht sei.

Er stand schaudernd in dem pfeifenden eisigen Winde und legte lauchend die Hand an das Ohr, wie jemand, der erwartet, dass man seinen Namen rufen werde. Nachdem er lange Zeit so gestanden hatte, schüttelte er das Haupt und sank in sich zusammen.

Sein Kopf ruhte auf einem Felsblock, sein Leib streckte sich lang, seine Hände mit den bluroten Narben um die Gelenke kreuzten sich über der Brust, – Friedemann Leutenbacher, der Prediger am Worte Gottes zu Wallrode im Elend, glaubte jetzt, er liege in seinem Sarge und der Deckel über ihm; während er aber dumpf darum grübelte, wie es komme, dass er noch von sich wisse und denke, entschlief er und ging in einem Raume fort, ging hinüber auf dem Wege, den Else von der Tanne gegangen war …“

 

(aus „Else von der Tanne“ von Wilhelm Raabe).

 

https://www.youtube.com/watch?v=f5GTvdXDOzw

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1. Großer Gott, wir loben dich,
Herr, wir preisen deine Stärke.
Vor dir neigt die Erde sich
und bewundert deine Werke.
Wie du warst vor aller Zeit,
so bleibst du in Ewigkeit.

2. Herr, erbarm, erbarme dich,
denn der Mensch bedroht die Erde.
Unsre Seele sehnet sich,
dass du sprichst ein neues „Werde“!
Gib uns Kraft, Verstand und Mut,
hilf bewahren der Schöpfung Gut.

3. Hilf zu schützen deine Welt
mit den Wassern und den Wäldern,
mit den Tieren ungezählt
in der Luft, im Meer, Wald und Feldern.
Lass uns folgen deiner Spur
für den Schutz der Kreatur.

4. Mach von Angst die Herzen frei,
frei von Zwängen, Süchten , Ketten.
Brich der Habgier Macht entzwei.
Du nur kannst uns daraus retten.
Du nur kennst der vielen Not,
denen Arbeit fehlt und Brot.

5. Sieh, wie Kinder hungern hier,
während Menschen Korn zerstören.
Grösstes Unrecht ists vor dir,
andrer Hilfeschrei nicht zu hören.
Gib uns Kraft, gib eine Sicht,
dass des Elends Joch zerbricht.

6. Ja, erbarm, erbarme dich.
Es bedroht der Mensch die Erde.
Unsere Seele sehnt sich,
dass du sprichst ein neues „Werde!“
und ein Frieden weltweit sei.
Mach für ihn uns Menschen frei.

7. Zünd in uns dein Feuer an,
dass die Herzen gläubig brennen
und, befreit von Angst und Wahn,
wir als Menschen uns erkennen,
die sich über Meer und Land
reichen fest die Friedenshand.

8. Mach vom Hass die Geister frei,
frei von Sündenlast und -ketten;
bricht des Mammons Reich entzwei;
du nur kannst die Menschheit retten.
Rette uns aus Schuld und Not,
Heilger Geist, barmherz’ger Gott.

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Dietmar Moews meint: Man darf nur noch über das sprechen, was man an Dingen mit sich herumträgt – ansonsten schweigen und still sein, zuhören, was andere über ihre Dinge ansinnen. Das klingt doch lustig.

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Man dürfte „Gullivers Reisen“ lesen, das Vorbildbuch von Jonathan Swift und hätte zukünftig ein Wörtchen mitzureden, wenn andere lallen und stottern – da werden nämlich Fragen der Borniertheit und der Sprachverwirrungen durchgespielt.

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Gespielt“ ist das Stichwort von Dittsche. Und „Spielen“ darf wohl sein – aber der ganze Ernst, dass die große Zahl Spiel und Ernst nicht mehr unterscheiden können und damit Ironie, Pathos, Idolzertrümmerung und andere Lebenswichtigkeiten erstmal ungeeignet bleiben, wollte man Kultur aus Sinn schöpfen.

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Gut. Dann eben Existenzialismus. Da fragt man im Hier und Jetzt, was nun?

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Wir essen jetzt Walnüsse statt Meeresfische. Monsanto gibt es jetzt als Gleitcreme und als Brotaufstrich.

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Ein menschliches Ansinnen an Monsanto am zweiten Weihnachtstag ist besser als eine materialistische Materialschlacht und besser als die Abkehr von den Dingen nach Innen. Innen sind Glyphosat, die Schmerzen und der Tod.


In Dulce Jubilo: Es kommt ein Schiff geladen

Dezember 24, 2015
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Vom Donnerstag, 24. Dezember 2015

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Aktueller Innenblick der Leipziger Nikolaikirche

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Es schneiete heftig, es hatte fast den ganzen Tag hindurch geschneit. Als es Abend werden wollte, verstärkte sich die Heftigkeit des Sturmes; das Gestäube und Gewirbel um die Hütten des Dorfes schien nimmer ein Ende nehmen zu wollen; verweht wurden Weg und Steg. Im wilden Harzwald, nicht weit von dessen Rande die armen Hütten in einem Häuflein zusammengekauert lagen, sauste und brauste es mächtig. Es knackte das Gezweig, es knarrten die Stämme; der Wolf heulte, wenn die Windsbraut eine kurze Minute lang Atem schöpfte; – man schrieb den vierundzwanzigsten Decembris im Jahr Eintausendsechzehnhundertundachtundvierzig.

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Dominus Magister Friedemann Leutenbacher, der Pfarrherr zu Wallrode im Elend, hatte den ganzen Tag über an seiner Weihnachtspredigt gearbeitet, und Speise und Trank, ja schier jegliches Aufblicken darob versäumt; das irdische Leben war so bitter, dass man es nur ertragen konnte, indem man es vergaß; aber der Prediger im Elend konnte es nicht vergessen; eine solche Weihnachtsrede hatte er noch nicht schreiben müssen. Er war nicht alt, der Pfarrherr zu Wallrode; er war im Jahre Sechzehnhundertzehn geboren; allein dreißig Jahre seines Daseins mochten dreifach und vierfach gerechnet werden; eine solche Zeit des Greuels und der Verwüstung hatte die Welt nicht gesehen, seit das Imperium Romanum versank vor den wandernden Völkern. Nun war das zweite Imperium, das römische Reich deutscher Nation auch zerbrochen, und wenngleich die Ruine zur Verwunderung aller Welt noch durch hundertundfünfzig Jahre aufrecht stand, so lösten sich doch bei jedem Sturm und Wind verwitterte, morsche Teile ab und stürzten mit Gekrach hernieder. So war es geschehen, als man den Frieden zu Münster und Osnabrück schloss, und zwei Drittel der Nation waren verschüttet worden durch den Dreißigjährigen Krieg …

Es schneiete heftig, und es schien nimmer ein Ende nehmen zu können; die Dämmerung aber nahm wohl eine Stunde zu früh dem schreibenden Magister die Feder aus der Hand; es war ihm, als ob sie auch leise und unmerklich in sein Hirn gekrochen sei, als er aufblickte und einen Blick um sich her und durch das Fenster warf. … (aus „Else von der Tanne“ von Wilhelm Raabe).

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https://www.youtube.com/watch?v=DkPnrjPII5A.

 

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In der türkischen Demokratie schlägt die gewählte parlamentarische Mehrheit des Staatspräsident Tayi Erdogan zu Weihnachten 2015 die christlichen und nichtsunnitischen Teile der türkischen Staatsbürger mit Panzern und Bomben und 10.000 Soldaten.

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Die Opfer sind Kurden, überwiegend folkloristischer säkulärer Ideologie sowie auch heidnischer und verschiedener monotheistischer Glaubensarten islamischer, christlicher, jüdischer Prägung.

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Türkische Staatsbürger in Ostanatolien und Kurdistan sind oft auch armenisch-christlicher Orientierung, sowohl orthodox wie koptischer Richtung.

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Etwa ein Viertel aller türkischen Bürger in der Türkei sind Schiiten bzw. Aleviten, gehören also der mit den mehrheitlich türkischen Sunniten des Erdogan-Islam (auch Wahhabiten und Salafisten) befeindeten persischen Moslemen zu.

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Neue Zürcher Zeitung, Montag, 21. Dezember 2015 auf Seite 4, von Inga Rogg, Istanbul:

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Mit Panzern gegen eine Handvoll junger Kurden. Im Südosten der Türkei dreht sich die Spirale der Gewalt … Eingeschlossene Zivilisten … Neue Generation von Kämpfern … Diyarbakir, Mardin, Cizre, Simak, Silopi … nach Angaben von Innenminister Efkan .. haben Sicherheitskräfte 2240 Waffen, 10.000 Molotowcocktails und zehn Tonnen Sprengstoff konfisziert …“

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Neue Zürcher Zeitung, Dienstag, 22. Dezember 2015 berichtet auf Seite 2 in der internationalen Ausgabe, nach der Agentur REUTERS:

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Demonstration in Istanbul aufgelöst“ „… Am Freitag war die Polizei schon in Diyarbakir mit Wasserwerfern und Tränengas gegen Tausende kurdischer Demonstranten vorgegangen, die gegen den Militäreinsatz protestierten.

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Nach Angaben aus Sicherheitskreisen sind in den vergangenen sechs Tagen bei der Offensive im Gebiet der südostanatolischen Städte Silopi und Cizre 110 Kämpfer der Arbeitspartei Kurdistans getötet worden. In den beiden Städten gilt seit Montag vergangener Woche eine Ausgangssperre. An dem Einsatz der Sicherheitskräfte sind nach Medienberichten 10.000 Soldaten und Polizisten beteiligt. Auch Panzer kamen zum Einsatz und beschossen die Stadt Cizre an der syrischen Grenze von umliegenden Hügeln. Rund 300 Gebäude in Cizre seien durch die Kämpfe beschädigt worden. In vielen Häusern lägen noch Blindgeänger, da nicht alle Panzergranaten explodiert seien, berichteten Zeuge,“ …

„… Die Polizei in Istanbul ist am Sonntag mit Tränengas gegen Demonstranten vorgegangen, die gegen den türkischen Militäreinsatz in den Kurdengebieten im Südosten des Landes protestierten. Hunderte von Menschen hatten sich auf dem zentralen Taksim-Platz versammelt, um gegen das Vorgehen der Sicherheitskräfte zu demonstrieren. In Sprechchören nannten Demonstranten Präsident Erdogan einen Mörder. Sie wurden von Polizisten aber auseinandergetrieben und bis in Seitenstraßen hinein verfolgt…“

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Für die von der türkischen Mehrheit zu Weihnachten bebombten Türken im ostanatolischen Kurdistan gilt der Glaube und die Hoffnung,

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dass Gott das Böse und die Bösen bestrafen wird.“

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Sie meinen, Gott, an den sie glauben, werde Erdogan und die militaristischen Mehrheitstürken STRAFEN.

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Dietmar Moews meint: Der Glaube an Gottesstrafe ist eine gute Sache, wenn sie hilft, zu verstehen, was man nicht verstehen kann. Bei den Comicfreunden des Asterix hieß das früher auch:

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O Baby Baby Balla Balla, der Wein ist leider Allah Allah (es singen und spielen „Die Rainbows“ aus Berlin):

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Wer an einen strafenden Gott glaubt, müsste ganz eigentlich die türkischen Panzer im ostanatolischen Diyabakir als Gottesstrafe verstehen, so, als strafe Gott die orthodoxen Armenier mit türkischem Krieg.

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Wer an Allah glaubt und im KORAN liest, könnte darin Anweisungen Mohammeds finden, wie man die Kriegsgewalt vermeidet.

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Wer an einen Christengott glaubt und die BIBEL kennt, kann darin finden, wie sich die Gläubigen zu Weihnachten friedlich verhalten können (besonders die strikte Unterordnung unter die Obrigkeit scheint den armenischen Christen in Ostanatolien nicht so geläufig).

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O Baby Baby Balla Balla, der Wein ist leider Alla Alla.

Nun singet und seid froh hoho. In dulce jubilo hoho – es kommt ein Schiff geladen.

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KÖLNER haben HENRIETTE REKER zur neuen OBERBÜRGERMEISTERIN gewählt

Oktober 18, 2015

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Vom Sonntag, 18. Oktober 2015

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Die bisherige Kölner Sozialreferentin HENRIETTE REKER (parteilos; 58) wurde mit über 50 Prozent der abgegebenen Stimmen heute, Sonntag, 18. Oktober 2015, zur neue Oberbürgermeisterin gewählt.

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Den weitgehenden Auszählungen nach vom inzwischen 19 Uhr-Schnitt haben etwa 40 Prozent der Wahlberechtgten ihre Stimme abgegeben.

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Der nächste Kandidat Ott (SPD) kam auf weniger als 30 Prozent.

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Die neue Oberbürgermeisterin Reker erhielt unverzüglich Intensivversorgung in der Kölner Uni-Klinik. Dort wurde die medizinische Notversorgung durchgeführt. Infolge eines Messerstichs in die Luftröhre von Frau Reker, bei dem gestrigen Gewaltüberfall eines 44-jährigen Attentäters an der Aachener Straße, bestand für sie höchste Lebensgefahr. Bis auf Weiteres wird Frau Reker jetzt bei angeblich guter Verfassung intensiv bzw. stationär betreut.

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Der Täter wurde unmittelbar nach der Tat festgenommen, abgeführt und der Staatsanwaltschaft übergeben.

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Dietmar Moews meint: Die wunderbare Stadt Köln hat völlig verschrumpelte offiziale Dienstklassenverhältnisse. Die zukünftige Ratsarbeit wird darin bestehen, Strukturen der Kölner Stadtverwaltung zu klären und organisatorisch so zu übernehmen, dass zukünftig die verlangten Funktionen besser eingelöst werden können.

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Dabei müsste Köln die erste Stadt in Deutschland sein und eine erstklassige kommunale Gestaltung und Führung erhalten.

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Aber nicht ADENAUER lässt grüßen, sondern seine hypertrophen Nachkommen, die – vom Kölner Stadt-Anzeiger allzu schwach beleuchtet – ein schattiges schamloses Strippenziehen bewirtschaften.

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Ich wünsche der gewählten Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker gute Heilung und vollständige Wiederherstellung ihrer Gesundheit.

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DRESDEN – die inspirierende Gegend mit den ehrgeizigen Leuten

Februar 13, 2015
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vom Freitag, 13. Februar 2015

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Die deutsche Publizistik lässt keine Gelegenheit aus, das Februar-1945-Bombardement der Dresdner-Altstadt und Teile der Johannstadt zu hypen. Es folgt hier keine PEGIDA-Theorie – aber „honi soit qui mal y pense“.

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Dr. Dietmar Moews hat viele schöne wichtige Jahre seines Lebens in Dresden gelebt und gearbeitet – gemalt und geforscht und die Caspar David Friedrich-Himmel genossen.

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Ein empirisches Feld war seit dem Jahr 2002 die Sichtung des empirischen Materials und der echten Dokumente zu den schweren Bombenangriffen des Kriegsendes.

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Die Bombardements, die am 13. Februar 1945, abends etwa halb Elf, von der Royal Airforce, nicht lange danach erneut, niedergebracht wurden und nach insgesamt 37 Stunden, dann tagsüber die US-amerikanische Luftwaffe zusätzlich diesen Streifen der Altstadtseite Dresden, ca. 2 km breit und ca. 6 km lang, zerstörten, umfassten angeblich etwa 2500 Tonnen Bomben zum Sprengen und Verbrennen der Ziele. Man spricht von etwa 700 feindlichen Flugzeugen in diesen drei Angriffen auf Dresden.

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Dresden ist und war die flächenmäßig größte deutsche Stadt. Der zerbombte, höllenartig verbrannte Streifen (ca. 6 mal 2 km) der historischen Altstadt Richtung Johannstadt war gegenüber der ansonsten beinahe unberührten und für unberührbar geglaubten großen Stadt ein Schock; die überwiegende Stadt blieb von Bomben und Feuer völlig unversehrt. Und die Bewohner Dresdens konnten sich den Schaden nach dem 15. Februar 1945 in Ruhe anschauen, bis die Russen zwischen den Ruinen der Prager Straße raufkamen und den ersten deutschen Kommunisten, der Ihnen als Befreiter entgegenging, erschossen.

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Es gibt geniale Fotoaufnahmen vom unversehrten Turm des neuen Rathauses, die von oben nur die zerstörten Blickwinkel zeigen. Und es gibt Aufnahmen der vollständigen berühmten Silhouette der Brühlschen Terrasse. Von der Jüdengasse zur Seestraße hin, wo die ganz alten Fachwerkhäuser auf dem ursprünglichen Altstadtgrundriss standen und wo die Bordells waren, war kaum mehr als heiße Glut und Asche übrig.

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Heute steht die Kreuzkirche am vergrößerten Altmarkt – da hat der „Bombenkrieg“ von Walter Ulbricht gerast, eine Wilsdruffer Aufmarsch-Schneise geschlagen, genau wie mit der ältesten Kirche Dresdens bis dahin, die gothische Sophienkirche beim Postplatz, nicht der alliierte Bombenterror, sondern die Erinnerungskultur der Nachfahren der SED durchgeschlagen hat.

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Ich war im Stadtarchiv, habe beim Dresdener Geschichtsverein, beim Stadtmuseum, in der Staatsbibliothek, Material studiert, was es überhaupt gab, mich durchgefragt und Fachleute und Dresdner interviewt. Meine Ausgangslage zur Zerstörung Dresdens im Februar 1945 bestand in der erreichbaren Literatur und waren die angelesenen Berichte und Kolportagen – mein eigener Befund fiel dann etwas anders aus als die bis dahin gültige deutsche Geschichtsschreibung.

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Nachdem ich meine Studien abgeschlossen hatte wurde offiziell eine Untersuchung aufgerufen, zur Frage: Wie viele Todesopfer im Februar 1945 in Dresden? – nachdem immer noch Zahlen zwischen 30 000 und 300 000 Bombenopfern in Rede standen.

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Dietmar Moews meint: Erinnern und Vergessen sind – aus Sicht des empirischen Soziologen – lebenswichtige kulturelle Themen und Werte. Welche Erinnerung und welches Vergessen staatlich organisiert werden soll, ist letztlich ein kollektiver Wertverhaltensprozess im ständigen Wandel, den die Gesellschaft bewegt, ob sie will oder nicht.

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Meine Nachforschung in Dresden hat ergeben, dass es in den Bomben-Stunden im Februar 1945, laut den alten noch vorhandenen Melderegistern der Stadtverwaltung Dresdens, namentlich 800 Todesopfer von in Dresden wohnhaften Bürgern gegeben hat: ACHTHUNDERT. Es sind darüber hinaus zahlreiche Flüchtlinge, die von Breslau und Schlesien über den Dresdner Hauptbahnhof nach Westen fliehen wollten, im Bombardement und im furchtbaren Feuer vernichtet wurden.

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Die offizielle Studie, die einige Jahre später die heute zitierten Opferzahlen benennt, spricht von 30.000 Toten. Die werden aber nicht wirklich belegt, sondern darüber hat man gewissermaßen zwischen den Rechercheuren einen Mehrheitsglauben festgelegt, von dem es jetzt heißt:

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Chiffre für den Bombenterror – mir ist es nicht Chiffre, sondern harter Beweis für eine geradzu kollektivkranke menschliche Mobbegabung, die oft nur schlummert, aber jederzeit angerufen und mobilisiert werden kann.

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Sage mir mal einer, wie die geschundene Stadt Köln am Rhein, wo die Menschen über vier Jahre andauernd in die zerbombten Keller stürzen musste, den zweitägigen Angriff auf Dresden zum Kriegsende als Chiffre für einen Bombenterror annehmen können sollten, den zwar nicht die Dresdner aber die Kölner erleben mussten? Das ist doch absurd. (Nur, weil der Dom noch stand?)

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Ich habe mit zahlreichen Dresdnern gesprochen, die teils selbst dabei waren oder Eltern oder Großeltern und weitere Zeugen zitierten, die sagten, es seien Fliehende am Elbufer von Tieffliegern angegriffen worden. Dagegen sagt die allgemeine Militärforschung, dass in den Tagen – mangels Flugreichweite und Flugbenzinmenge, von Dresden nicht wieder nach Hause kommen zu können, englische und amerikanische Tiefflieger und Jagdflugzeuge, nicht am Dresdner Elbufer überhaupt gewesen seien.

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Heute berichtete der Nachrichtensprecher im Deutschlandfunk bzw. in einer Sendung zum Thema „70 Jahre Dresden-Bombardierung“ behauptet wurde:

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Dresden wurde 37 Stunden lang bombardiert. Vorgestern konnte man „History“ und ähnliche kommentierte „Filmdokumente“ im Staatsfernsehen ansehen, wo minutiös Originalfilmaufnahmen gezeigt wurden: Der Anflug des britischen Bombergeschwaders war etwa zwanzig Minuten lang in Dresden zu hören, die Lichterbäume, dann die Bombenabwürfe:

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Dauer etwas fünf bis zehn Minuten. Man muss sich nur erinnern, wie lange es dauert, dass ein solches Flugzeug so einen kleinen Stadtteil überfliegt? Eben wenige Minuten. in der Zeit warf man die Bomben ab:

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37 Stunden Bombardement im Deutschlandfunk oder 5 Minuten? Was soll das?

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Ebenfalls behauptete der DLF-Moderator: Die Bombenangriffe sollten lange vorgefasste Pläne ausführen, die wertvollen kunstvollen Gebäude der Stadt Dresden bombardieren. Auch das ist tatsächlich eine glatte Falschbehauptung:

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Abgesehen davon, dass in der Semper-Oper tatsächlich im Sommer 1944 die Musiktheateraufführungen abgebrochen worden waren und in der Semper-Oper Bomben gefertigt bzw. Zündmechaniken hergestellt wurden, und dass die feindliche Aufklärung darüber im Bilde war, wurden die wertvollen historischen Gebäude nicht bombardiert und kaum getroffen.

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Ich habe in meiner Zeitschrift Neue Sinnlichkeit Archivphotos abgebildet, wie die Silhouette des Königsufers (Neustädter Seite) und der Brühlschen Terrasse (Balkon Europas) aussah: Alle markanten Bäume der weltberühmten Silhouette standen noch. Semperoper, Zwinger, Hofkirche, Georgentor, Ständehaus, Secunda Genitur, Kunstakademie Zitronenpresse, die Synagoge war längst vorher von den Nazis zerstört, die Frauenkirche war nicht getroffen, sondern durch die unglaubliche Hitze der brennenden Altstadt ausgeglüht und am Tag drauf zusammengebrochen.

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Kurz: Alle Gedenken und Bedenken zu den Geschehnissen um das schöne Dresden seien den betroffenen Menschen in der Welt unbenommen. Den Dresdnern von heute kommen dazu relativ wenige Verdienste zu.

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Mir wäre es sympathisch, wenn in den immer wiederkehrenden Gesprächen mit heutigen Dresdnern zu der Bombennacht und dem Bombentag 1945 zumindest Mindestkenntnisse des Kriegsbombenschicksals all derjenigen deutschen und sonstigen Städten bekannt wären, die den feindlichen Fluplätzen nähergelegen waren: Hamburg, Köln, Pforzheim, Hannover, Lübeck, seit den ersten Luftalarmen 1941 – in Köln standen am Kriegsende noch etwa 300 unbeschädigte Häuser, während NERO von Loschwitz aus schön den Feuerschein betrachten konnte: IN DER BOMBENNACHT von DRESDEN: Ein Chiffre für alle zerstörten Städte geworden sei, erzählt Karen Mioska (Lügenpresse) in den ARD-Tagesthemen am 14. Februar 2015: Welch ein Quatsch!

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Ich stand in einer Buchhandlung in der Louisenstraße, Dresden-Neustadt, wo ich viele Jahre wohnte, und der Einheimische regte sich zunehmend auf, weil ich ihm versuchte die Tatsachen all der anderen Betroffenen im Hitlerdeutschland entgegenzuhalten.

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Und dann brüllte er: Guck doch an, hier, die ganze Stadt zerstört.

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Und ich erwiderte: Gut, dann komm kurz mit vor die Tür und ich zeige dir die Louisenstraße – kein einziges Haus, dass nach 1945 gebaut worden ist, keine Baulücken eines Bombardements -hier war im Oktober 1944 eine verirrte Bombe, die ein Haus in der Talstraße weggehauern hat – die gesamte östliche Elbseite, Neustadt, Loschwitz, Weißer Hirsch usw. keine Bomben bis zum 8.Mai 1945. Die Gebäude der Louisenstraße sind kleine Häuser in denen Ausgang des 19. Jahrhunderts Soldatenfamilien lebten, die hier in der ANTONSTADT in Kasernennähe wohnten.

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Wir gingen raus – der Dresdner war schockiert: Alle Häuser, im Stile der Neustädter Gründerzeit, hatten die DDR weitgehend unsaniert überstanden und bildeten eine schöne gewachsene Passage. Bomben im Hitlerkrieg wurden hier – wo Erich Kästner am Bischofsweg zur Schule ging und aufgewachsen war – nicht zu erkennen.

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Damit sieht mein Chiffre für die Dresdner Besonderheit etwas anders aus als das von Karen Mioska: Man war sehr hoch in der NSDAP organisiert. Als die SED kam, war man erst abgewandt, hatte aber sehr bald einen der höchsten Organisationsgrade an Parteimitgliedern der ganzen DDR. Als Napoleon kam, war der Hof zum Lilienstein oder Königstein abgezogen. Nicht so dumm.

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11. 11. 11 Uhr 11 Echte Fründe in Kölle mehr als Suff und Klamotten

November 11, 2014

Lichtgeschwindigkeit 5070

am Dienstag, 11. November 2014

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Der Dombaumeister Michael Hauck wurde auf kölsche Art weggemobbt – der Turm hat einen Knick

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Als Kölner erlebt man am 11.11. um elf Uhr den Trompetenstoß (an fast jeder Straßenecke in Kneipen und davor, wo die Raucher im Regen stehen) – und nicht lange danach erklingen die ersten Rettungswagen und Polizeisirenen – für Stimmung wird immer gesorgt – Türken? Ausländer? Salefisten*? sind alle dabei: Also: Session mit neuem Prinzen-Triumvirat, Döskopp un Nubbel: Echte Fründe stonn zosamme un Kölsche Mädsche könne bütze – mer weeßnich wie lange noch: die Müsch die Müsch die Müsch.

* Sale fisten, die in geschlossenen Räumen (im Saale) pupsen

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In allen deutschen Karnevalregionen wird jetzt die dunkle Jahreszeit aufgehellt. Für alle Karnevalsfremden ist die Sangesfreude und das unglaubliche Texte-Mitsinge-Vermögen:

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Helau Alaaf Aloha  – Narrenrufe von Basel bis Beckum in Westfalen.

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Dietmar Moews meint: Der Karneval, der viele Ausprägungen als Straßenkarneval hat, wird hauptsächlich und bis Aschermittwoch in unzähligen, geradezu täglich, Saalveranstaltungen gefeiert oder besser als Zeremonie durchgespielt.

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Die großen Prunkwagen-Umzüge am Rosenmontag, bewegen die Karnevalisten „nebenbei“ das ganze Jahr über, ähnlich wie die Fußballvereine nicht nur aus den Spielern bestehen, sondern auch außerhalb der Spielzeit geradezu Gemeinschafts-Kitt für alle ist. Rot-Weiße und Blau-Weiße und die verschiedenen Karnevalsgesellschaften und Veedelkarnevalisten erdulden, dass der rotweiße EFFZEH am 11. 11. nicht auf dem 11. Platz der Bundesliga steht, aber nach dem 11. Spieltag ein Torverhältnis von 11:11 Toren hat: Dat jiddet.

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EFFZEH 3:4

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Man singt und trinkt, man dichtet und organisiert, man übt und probt und dichtet zum Brauchtum und in Köln, zum rheinischen Sozialwesen zählt nur die Liebe (Höhner). Von Willi Ostermann und den vielen Musikbands, den Zeitungen und dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) mitsamt allen Immigranten, denen es leicht fällt und leicht gemacht wird, dabei zu sein, ist die Antwort auf die Frage: Habt ihr Lust zu singen? eine strahlende Freude (in meiner weiteren Nachbarschaft haben nur wenige Leute den kölschen Zungenschlag – echte Fründe).

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Auch ohne Turm ein Wunder

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Der gelebte Exzistenzialismus in Köln, der öffentlich zugänglich und, zumindest nach unten, offen ist, kann die voranrasenden Jahre eines Lebens zwar auch nicht zügeln, aber bietet Fühlung (man erwähnt unter Umständen auch die vergangenes Jahr gestorbenen „Fründe“ am Heumarkt ab 11 Uhr 11) und singt: Uns jeht et joot.

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Gothische Hundeskulptur in Strasbourg

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HoGeSa: MASKE für Verschärfung der „Sicherheitsgesetze“

Oktober 28, 2014

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am Dienstag, 28. Oktober 2014

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Den Berichten zufolge haben am Wochenende in Köln Schlägereien in der Öffentlichkeit stattgefunden, deren Ausgang eine genehmigte Demonstration

war oder waren es zufällig zwei?

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Die momentane Berichtserstattung über die Kölner Straßenschlacht geht so:

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Hooligans“, „Salafisten“, „Rechtsextremismus“, „50 verletzte Polizisten“.

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Was wirklich stattfand und in Bild und Ton publiziert worden ist – und es muss eben ausdrücklich betont werden: Auch unsere „besten“ Profijournalisten in Köln, z. B. bei Deutschlandfunk und Deutsche Welle, WDR und KölnerStadt-Anzeiger – war und ist, öffentliche Verwirrung stiften.

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Die Stichworte HoGeSa, als Hash Tag im Internetz (Kennkürzel) werden uns nahegebracht: Hooligans gegen Salafisten – Rechtsextremismus, verletzte Polizisten, Diskussion:

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Es mag ja einen Polizei-Pressesprecher beruhigen, wenn auf „hooligans“ und „Fußballfangruppen“ in anderen Ländern vergleichsweise hingewiesen werden kann: Die hamma ooch – wie schön.

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Und schon erfolgen die pflichtgemäßen Polizeibehauptungen: 50 verletzte Polizisten, erfolgreicher Polizeieinsatz (die Stadt wurde geschützt; die beiden Demos konnten voneinander getrennt werden), Verschärfung der „Sicherheitsgesetze“.

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Nun noch zum Hintergrund:

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Nachdem während der Fußball-WM – dem massentauglichen Anschlussmittel – die ISIS, von Null auf Hundert kreiert worden ist; man sagte dann, ja, die gibt es schon lange, die Qaida, die militanten Sunniten usw., heißt es plötzlich, die ISIS verjagt mit wenigen Miliz-Jihadisten die gesamte irakische Armee von über 200.000 Mann und nimmt deren moderne amerikanische Waffen in Betrieb zur Durchsetzung des „Kalifats“.

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Seitdem läuft die Propagandamühle für „Angst vor ISIS“, „Gemeinschaft der Willigen, Alles mitzumachen, was die USA erfinden“, Abtötung der letzten zivilen politischen Debatten, als entweder „rechtsextremistisch“, „antiamerikanisch“, „antisemitisch“, „linksradikal“ oder „Putinversteher“ – Folge DIE HITLERSCHLAUHEIT: die bekannten drei Affen: Weiß nix, will nix wissen, sehe nix, hören auch nix und sage nur: Sage nix, weiß nix.

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Wir haben mit dem Kampfbegriff „Sicherheitspolitik“ die beiden maskierten Absurditäten: Die Maske des „NSU“-genannten Verfassungsschutz-Komplexes, in dem Geheimdienstler und IMs als Akteure von Mord, Totschlag und Vertuschung den deutschen Rechtsstaat fertig gemacht haben und weiterhin so tun als sei das akzeptabel (Untersuchungsbericht Thüringen) – während sie SSS und sonstige „rechtsextreme Jugendorganisationen“ aufziehen und eine HoGeSa-Demo in Köln überhaupt kein Problem ist, sondern eine Lösung.

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Die Diskussion über Verschärfung der „Sicherheitsgesetze“ hat immer die Gestapo-Tendenz, wie bei den Notstandsgesetzen, zunächst der großen, meinungscheuen, hitlerschlauen Öffentlichkeit einen gut sichtbaren Notstand vorzuführen, um dann mit der Segnung der neuen „Sicherheitsverschärfung“ zu kommen.

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Was da als „Sicherheit“ diskutiert wird, hat aber mit Sicherheit für die Menschen in Deutschland weniger zu tun, nicht mal die Sicherheit vor Staatswillkür und Polizeiübergriffen. Wissen die Polizeibeamten immer, auf wessen Ticket sie gerade mitspielen müssen?

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Was an verführten besoffenen Irren „rechtsradikal“ sein soll, müsste jetzt mal erläutert werden – vielleicht würde der eine oder andere Beteiligte sagen: „Oh, nächstes Wochenende treffen wir uns mit den Borussia-Hunnen und den Cottbus-Mongolen in Leipzig bei den roten Bullen. Anschließend jagen wir Vollbärtige durch den Klara-Zetkin-Park in die weiße Elster“.

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Dietmar Moews meint: Hooligans? – das sind ritualisierte öffentliche Halbstarke.

Salafisten? – das sind Halbstarke, die jahrelang ungeduldig den ersten Bartwuchs erwartet hatten und jetzt statt Bibelkunde, Christologie und Religionswissenschaft, zu ersten bedenkenlosen Jihad-Auftritten kommen.

Rechtsextreme? Sind nach der Definition politisch aktive Menschen, die autoritative Ordnung, Ausgrenzung und Intoleranz mit eigener gesetzwidriger Gewalt und mit Staatsgewalt anstreben – in sofern sind die Randaleure von Köln definitorisch nicht mit „rechts“oder „links“ zu fassen. Während der Begriff „Extrem“ alle Ausprägungen kennzeichnet, so wie gesetzwidrige Gewalt gegen Andere ausgeübt wird.

50 verletzte Polizisten? – in jeder Wortnachricht hat der Deutschlandfunk (DLF) diese 50 verletzten Polizisten erwähnt, während sogar die Polizeisprecher davon schon nichts mehr sagten: Wir haben keine gesehen! Kein einziges Bild von 50 verletzten Polizisten wurde publiziert. In der Regel müssen sich die Einsatzkräfte während und nach dem Einsatz beim Arzt melden und ein ärztlicher Befund wird dokumentiert: Wo sind solche Dokumente?

Sicherheitsgesetze? Die Vorschläge beziehen sich auf Beschränkungen rechtsstaatlicher Normen sowie Verschärfungen der staatlichen Gewaltregeln.

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In der gesamten aktuellen HoGeSa-Kampagne, die die deutsche Innenpolitik hier vorführt, ist noch kein einziges Mal das Thema „Führung“und Führung“ angesprochen worden.

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Warum nicht Bildung? – Weil unser USA-Bruder die USA-Methoden empfiehlt (Privatisierung der Sicherheit). – Es ist eine Kampagne – wir können es kommen sehen: Die Sicherheit kommt (im Gefühl).

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