SIEMENS – die KUGEL rollt: 7000 Stellen weg, aber saftige Dividenden

November 17, 2017
Lichtgeschwindigkeit 7733

Vom Freitag, 17. November 2017

.

.

Deutschlandfunk.de am 16. November 2017, von Birgit Becker:

.

„Stellenabbau bei Siemens – Kaltschnäuzig, einfallsarm, sozialblind

.

Die IG Metall habe Recht, wenn sie Tatenlosigkeit und Einfallsarmut des Siemens-Managements beklagt, kommentiert Birgid Becker zum geplanten Stellenabbau. Denn es sei absehbar gewesen, dass die betroffenen Standorte in die Problemzone rutschen würden. Der Konzern hätte längst nach neuen Strategien suchen müssen.

.

In den 50er-Jahren setzten die Gewerkschaften in Großbritannien durch, dass Heizer auch auf Elektro-Loks mitfuhren, dort also, wo es nichts zu heizen gab. Damit die Elektrifizierung nicht zu viele Arbeitsplätze koste. Jahrzehnte später noch, bis auf den heutigen Tag wird über die britischen Heizer auf den E-Loks gespöttelt, wenn es darum geht, über Arbeitsplätze zu räsonieren, die aus der Zeit gefallen sind.

.

Rechtfertigt das die Stellenstreichungen bei Siemens, das Aus für Görlitz und Leipzig, die wacklige Zukunft für Offenbach, Berlin, Mülheim – dass Siemens eben keine Heizer auf der E-Lok halten kann? Was übertragen auf die Neuzeit heißt: die Kraftwerkssparte am Leben zu halten, die im Zeichen der Energiewende ihren Zenit überschritten hat und die Antriebssparte zu päppeln, die im Öl- und im Bergbaugeschäft den Anschluss verloren hat.

.

Alternativlos also, was Siemens da tut? Ausweis unternehmerischer Weitsicht womöglich? Von wegen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Kam der Vormarsch der erneuerbaren Energien etwa überraschend? War der Nachfrageschwund nach konventioneller Kraftwerks-Technik ein Meteoritenschlag? Unvorhersehbar? Unberechenbar?

.

Sicher nicht. Weitsichtig und gesellschaftlich verantwortungsvoll wäre es gewesen, für die Standorte, die absehbar in Problemzonen rutschen würden, neue Strategien zu finden, Alternativen. Die IG Metall hat bitter Recht, wenn sie Tatenlosigkeit und Einfallsarmut des Managements beklagt.

.

Die Telegraphenbauanstalt aus dem Jahr 1847 – was war sie alles schon? Telefone, Computer, Lampen, Leuchten – Siemens hat sich mehrfach gehäutet, mal mehr, mal weniger schmerzhaft. Das geht also.

.

In Zeiten einer gesunden, nein, einer guten Gesamtverfassung des Konzerns aber ausgerechnet dort den Kahlschlag zu planen, wo es gesellschaftlich wirklich unverträglich ist – im Osten, vor allem in Görlitz, wo die Arbeitslosenquote die höchste in Sachsen ist – , das belegt mehr als Einfallsarmut. Kaltschnäuzigkeit nämlich.

.

Und so, einfallsarm und sozialblind, will Siemens also zum Digital-Konzern werden? Wer sich bislang nicht gefürchtet hat vor der neuen, digitalen Wirtschaftswelt, dem darf jetzt mulmig werden. Da werden nicht die Heizer von der E-Lok entfernt. Da rasen Geisterzüge durchs Land.“

.

Wer mal im Internetz JANINA KUGEL sucht, findet eine ganz fette Brechtfrau in einer Kunstausstellung, findet großspurige Selbstdarstellungen der JANINA KUGEL, die sich als Vorkämpferin des weiblichen Geschlechts erklärt, es sei eine /brechtige) berechtigte gesellschaftspolitische und wirtschaftspolitische Forderung, dass prozentual mehr FRAUEN in den FÜHRUNGSPOSITIONEN der Wirtschaft beschäftigt werden sollten.

.

Frau JANINA KUGEL sagte nicht „deutsche“ oder „ausländische“ Spitzenmanager, sie sagte aber „weibliche“, und Argumente dafür verrät sie nicht.

.

Das ist ihr unbenommen. Sie kann sich ja im SIEMENS-Vorstand schon mal anlegen.

.

Allerdings muss es dem mitdenkenden Deutschlandfunk-Hörer blöd vorkommen, wenn er dann bei YOUTUBE und bei GOOGLE die SIEMENS-Managerin JANINA KUGEL mit Selbstdarstellungen dieser Art antrifft, die sagte:

.

„Ich habe keine Glaskugel“ … „meine Kinder sprechen mit SIRI, es ist ganz interessant, was die so antwortet.“.

.

Nun, ist es der Absturz von SIEMENS, wenn die Personalchefin JANINA KUGEL, von 350.000 Beschäftigten, die eben kürzlich noch „Die Angst nehmen wollte“, aber jetzt doch zunächst 6.000, heute nun fast 7.000 und demnächst noch viel mehr Arbeitsplätze zu streichen vertritt (betriebsbedingte Kündigungen, Abstandsverträge usw.).

.

.

Dietmar Moews meint: Nachdem mir Janina Kugel, im Namen von SIEMENS, mehrere Abmahnungen und Einstweilige Anordnungen durch das Landgericht Hamburg überstellen ließ, unverzüglich meine Kritik, die ich in der LICHTGESCHWINDIGKEIT zu dem unten vollständig dokumentierten DLF-Interview von Klemens Kindermann, aus dem Blog LICHTGESCHWINDIGKEIT zu löschen,

.

WG. UNTERLASSUNG /PERSÖNLICHKEITSRECHT EINSTWEILIGE VERFÜGUNG, ORDNUNGSMITTEL, LG HAMBURG, 324 O 294/17

.

persönlich gewidmet hat. (Stand der Kosten dieser Verfahren steigt).

.

.

So möchte ich anlässlich der aktuellen SIEMENS-PLEITE-Nachrichten, diesen wirklich glaskugelartigen KUGEL-INTERVIEW-Beitrag, doch erneut vorzustellen –

.

ich halte das übrigens für meine Meinungsfreiheit, hier das DLF-Interview zu kritisieren. Zumal, wenn JANINA KUGEL derart überfordert als Teil der Frauenbewegung sistiert. Und noch im April 2017 log JANINA KUGEL gegen den DLF-Kindermann, der fragte:

.

„Wird denn die Zahl der Facharbeiter bei Ihnen sinken?

.

Kugel: Nein, wird sie nicht. Die wird eher steigen.“

.

Da hatte KUGEL gelogen. Und SIRI für Kinder – ALEXA für Kinder – auch wenn das alles weibliche Datensammlungsautomaten sind, ist als eine Verharmlosung durch eine SIEMENS-CEO unakzeptabel. Das ist meine Meinung.

.

Hoffentlich wird Frau KUGEL eine dieser 7.000 SIEMENS-Entlassungen persönlich auskosten müssen. Herr KAESER wird sich vermutlich was dabei denken, diese Überbringerin der bösen Nachricht sagen zu lassen: ICH HABE KEINE GLASKUGEL.

.

 

Deutschlandfunk.de aus dem Archiv der Klassikerkiste (heute, 17. November 2017, erneut bei DLF.de)

.

„Siemens-Managerin – Die Angst vor der Digitalisierung nehmen

.

Siemens-Arbeitsdirektorin Janina Kugel sieht den Einsatz von Robotern in den Industrieländern nicht als Bedrohung für Arbeitsplätze. Zwar würden die Möglichkeiten für ungelernte Arbeiter sinken. Die Zahl der Facharbeiter steige aber eher, sagte sie im Interview der Woche im DLF. Die Digitalisierung als industrielle Revolution müsse erklärt werden, damit sie jeder verstehe.

Janina Kugel im Gespräch mit Klemens Kindermann

.

Klemens Kindermann: Frau Kugel, der britische Wissenschaftler Alan Turing, auch bekannt aus dem Film „The Imitation Game“, hat die Frage gestellt: Können Computer künftig ein Gespräch so führen, dass der Dialogpartner sie für einen Menschen hält? Das ist der sogenannte „Turing-Test“ und damit hat künstliche Intelligenz allerdings bis heute ein Problem, trotz des enormen Aufschwungs.  Sind also Menschen immer noch unersetzlich? Müssen wir uns gar keine Sorgen machen, dass Roboter uns irgendwann die Arbeit abnehmen?

Janina Kugel: Also, erstens einmal bin ich tatsächlich noch ein echter Mensch, ja, also ich spreche eigentlich auch noch ganz normal. Aber Sie werden lachen: ich glaube, es gibt tatsächlich Dialoge, zum Beispiel, wenn ich auf einem wahrscheinlich noch relativ analogen Wege meine analoge Tageszeitung unterbreche und dort mit jemandem spreche, ist das kein Mensch. Und die üblichen Standardfragen werden mir aber genauso beantwortet, dass ich tatsächlich das Gefühl haben könnte, wenn ich nicht darüber nachdenke, da hat jemand mit mir gesprochen und hat mir zugehört. Also, ich glaube tatsächlich, dass der Weg der künstlichen Intelligenz immer weiter vorangetrieben wird. Das wird immer, wenn Sie so möchten, besser werden. Es ist natürlich vollkommen klar, dass alles, was Emotionen, Spontaneität und dergleichen betrifft, noch viele Jahre dauern wird, bis wir da hinkommen. Und ich würde es mir natürlich auch wünschen, dass es in einem ehrlichen wirklichen Dialog auch immer noch mal menschlich sein wird. Aber ich kann Ihnen nur sagen, meine Kinder sprechen mit Siri – es ist ganz interessant, was die so antwortet.

.

Technologischer Fortschritt im Privatleben normal

Kindermann: Dazu kommen wir vielleicht am Schluss unseres Gesprächs noch. Diese Vision einer menschenleeren Werkhalle, wo also die Roboter sagen, wo es langgeht, die ist also gar keine Vision, sondern wird irgendwann in naher Zeit Realität?

Kugel: In naher Zeit nicht. Wenn ich eine Glaskugel hätte, dann, glaube ich, könnte ich Ihnen viele, viele Dinge irgendwie wirklich vorhersagen. Es wird aber ein Fortschritt sein, der weitergeht. Ich glaube, dass, was die Menschen ja üblicherweise beschäftigt, ist diese Angst: Ändert sich was von heute auf morgen? Kann ich diese Veränderung tatsächlich eigentlich auch noch mitmachen? Kann ich sie  mitgestalten? Erlebe ich das dann noch selber? Und ich glaube, die Angst, die würde ich nehmen können und sagen: Es wird nicht von heute auf morgen irgendwas dramatisch. Aber vielleicht – um nicht jetzt immer so fiktiv in diesen Werkshallen zu sprechen –, also auch heute schon gibt es in den Werken Tätigkeiten, wo ein Roboter oder eine Maschine mit einem Mensch nebeneinander her arbeitet. Und die merken dann auch zum Beispiel, dass da ein Mensch ist und dass man sich jetzt eben nicht weiterbewegen kann oder die Handbewegung nicht machen kann, weil ein Mensch da eine Interaktion hat, die nicht vorhergesehen war – also insofern, künstliche Intelligenz auch noch einmal weiter. Aber ich glaube, im Privatleben verwenden wir viel, viel häufiger Dinge und den technologischen Fortschritt in einer normalen Selbstverständlichkeit, meistens ohne Angst. Und so was wird natürlich auch im Berufsleben stattfinden.

.

Eintönige Jobs durch Maschinen ersetzen

Kindermann: Wenn Sie sagen, das geht nicht so schnell – es gibt ja eine Studie, die immer wieder zitiert wird, nach der in den industrialisierten Ländern die Hälfte aller Arbeitsplätze bis 2025 wegfallen könnte. Das wäre ja dann doch schon sehr schnell?

Kugel: Das wäre sehr schnell. Ich glaube auch nicht, dass es die Hälfte aller Arbeitsplätze sein wird. Wird es Jobs geben, die verschwinden? Ja. Wird es dafür Neue geben, die entstehen? Auch ja. Wenn Sie jetzt aber zehn, 50 oder 100 Jahre zurückdenken, was Menschen damals gemacht haben und was dann auch tatsächlich sich aber auch an den Arbeitsbedingungen für die Menschen durch den technologischen Fortschritt verbessert hat, so würde ich das wiederum sehr positiv sehen und würde wieder sagen: Es gibt auch heute viele Tätigkeiten, die, glaube ich, zum Einen für den Menschen nicht unbedingt extrem angenehm sind, zum Anderen relativ eintönig sind. Und wenn wir die ersetzt bekommen könnten, dann sind, glaube ich, alle diejenigen, die diese Jobs machen, auch dann tatsächlich froh.

.

Sukzessive Adaption des technologischen Fortschritts

Kindermann: Frau Kugel, gehen wir mal auf ihr Unternehmen, auf Siemens. Sie als Arbeitsdirektorin, als Personalchefin, verantwortlich für weltweit rund 350.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Sie müssen sich ja Gedanken machen über diesen Wandel der Berufsbilder. Welche wird es nicht mehr geben?

Kugel: Da bin ich wieder bei der Glaskugel von gerade eben. Ich kann nicht sagen, welche es nicht mehr geben wird. Ich kann Ihnen nur sagen, welche verändern sich. Und wir gehen zum Beispiel sukzessive in alle unsere Ausbildungsberufe rein. Also, wenn ich jetzt über Ausbildung spreche, dann kennen wir ja alle den Begriff des Azubis. Also das heißt, sie können irgendwas lernen, sei es jetzt Industriekaufmann, Bürokaufmann, Mechatroniker, Elektriker und dergleichen. Und da gibt es Tätigkeiten, die durch die Digitalisierung tatsächlich ersetzt werden. Als Beispiel: Fräsen, Bohren und dergleichen wird heute durch das, was wir im Sprachgebrauch „Additive Manufacturing“ nennen, also sprich das, was auch im Normalgebrauch unter 3D-Druck bekannt ist. Was heute 3D gedruckt werden kann, musste früher gedreht, geschliffen und dergleichen werden. Das heißt, unsere Auszubildenden lernen, damit umzugehen, unsere Facharbeiter in den Werken natürlich eben auch und so adaptieren wir sukzessiv für die jeweiligen Berufsgruppen auch den technologischen Fortschritt.

Kindermann: Wird denn die Zahl der Facharbeiter bei Ihnen sinken?

Kugel: Nein, wird sie nicht. Die wird eher steigen.

.

Qualifizierte Berufsausbildung für den Einstieg

Kindermann: In den USA gibt es bei der Öl- und Gasindustrie einen kontinuierlichen Rückgang der Facharbeiter, hochbezahlter Facharbeiter. Seit 2014 sind 50.000 bis 80.000 Beschäftigte weggefallen. Sie sind ja auch dort tätig. Es gibt schon Effekte oder nicht?

Kugel: Es gibt Effekte, aber Sie sprachen mich ja auf die Facharbeiter an. Hätten Sie mich jetzt gefragt, wie sehen bei Siemens in der Zukunft zum Beispiel die Einsatzmöglichkeiten für ungelernte Arbeiter aus, dann würde ich sagen, das ist eine Zahl, die sinken würde und sowohl in Deutschland als auch zum Beispiel in den USA. Vielleicht mal ein Beispiel, weil Sie die USA gerade genannt haben: Dort haben wir an einem unserer Standorte für „Power and Gas“ zum Beispiel einfach nach Fachkräften gesucht, die eben in diesem Energieumfeld tatsächlich für uns tätig werden können und haben nicht diejenigen gefunden mit der Qualifizierung, die wir finden wollten, sodass wir zwischenzeitlich – und Sie kennen ja auch das Thema duale Ausbildung, das ist ja zwischenzeitlich ein weiterer Exportschlager Deutschlands geworden – ….

Kindermann: … darauf kommen wir auch noch, weil ich Sie noch über Donald Trump fragen möchte ….

Kugel: Ja, genau, dass wir wirklich dann eben gesagt haben: Dann müssen wir die Leute dort vor Ort selber qualifizieren. Und das ist, glaube ich, eigentlich für mich ein ganz wichtiger Appell: Der technologische Fortschritt – vor allem für Hochtechnologieunternehmen wie unseres – wird dann funktionieren können und wird auch meines Erachtens nach sehr gut funktionieren, solange wir alle eine Grundausbildung haben. Und insofern immer mal wieder mein Plädoyer auch zurück an alle diejenigen, die in die Schulen gehen: Eine qualifizierte Berufsausbildung ist, meines Erachtens, definitiv die beste Fahrkarte dafür, auch später erfolgreich einen Beruf ergreifen zu können.

 

Globale Arbeiter als Botschafter

Kindermann: Der Erfolg populistischer Bewegungen in Europa, auch in den USA, wird ja auch damit erklärt, dass es eine große Unsicherheit gibt wegen des Tempos dieser Globalisierung – darüber haben wir eben gesprochen. Kann ein Unternehmen wie Siemens hier auch einen Beitrag leisten, Ängste vor zu schnellen, vor zu unerwartbaren Veränderungen zu nehmen? Also: kann Siemens vermitteln, dass Globalisierung beherrschbar ist?

Kugel: Ja, können wir und müssen wir auch.

Kindermann: Wie machen Sie das?

Kugel: Und wenn ich sage „wir“, dann meine ich damit auch andere Unternehmen. Wir sind ein globales Unternehmen und wir arbeiten global. Das heißt, viele unserer Mitarbeiter werden erleben, dass ihre direkten Kollegen, mit denen sie an Themen, an Aufgaben zusammenarbeiten, nicht unbedingt nur diejenigen sind, die neben ihnen sitzen, ja, sondern die einfach an anderen Stellen sind. Oder Kundenanforderungen aus anderen Ländern, die zum Beispiel bei uns in den Werken hier auch umgesetzt werden, die sowohl in der Fabrik, also sprich in der Produktion, aber auch im Engineering – also: Engineering sind die Ingenieure, die zum Beispiel zeichnen, wie wird eine Turbine aussehen, wie wird ein Motor aussehen und dergleichen.

Die erleben das ja schon tagtäglich und merken dann auch, was möglich ist und was auch durch den technologischen Fortschritt möglich ist. Und die sind auch diejenigen, die erzählen können – dann zum Beispiel zu Hause – und sagen: ‚Weißt du was, das ist gar nicht so schwierig, dieses 3D-Druck ist so und so, damit konnten wir dieses oder jenes herbekommen.‘ Oder was sich ja viele Menschen auch noch vorstellen können, also Ingenieure, die große Zeichnungen machen von irgendwelchen ganz schwierigen Maschinenbauteilen. Heute finden sie in der Produktion genau diese Bilder einfach auf einem Bildschirm und sie können das tatsächlich einfach vergrößern und drehen, damit sie genau wissen, bevor sie das montieren, wie sieht das denn tatsächlich aus, wie sieht das in der Vergrößerung aus.

Und damit werden unsere Mitarbeiter auch zu denjenigen, die die Botschaft ganz einfach nach draußen tragen können und sagen können: So funktioniert das. Und das ist mir ein wichtiger Punkt. Wenn wir über Digitalisierung sprechen, über Industrie 4.0, dann ist das eine weitere industrielle Revolution, wie wir sie auch aus den letzten Jahrhunderten immer mal wieder kennen. Alle Veränderungen machen üblicherweise Menschen Angst. Es ist aber, glaube ich, wichtig und unsere Aufgabe, das so zu erklären, dass jeder das auch verstehen kann: Was bedeutet das für mich in meinem Beruf, in meinem Leben? Und das wäre, glaube ich, genau, wenn uns das gelänge, dann würden wir auch vielen der populistischen Bewegungen den Wind aus den Segeln nehmen.

 

Teams, Dialog, gemeinsame Entwicklungen

Kindermann: Wie sieht das eigentlich aus, haben die Beschäftigten da Anteil daran? Also, bestimmen die mit oder ist das eine Sache, die der Konzern steuert? Also haben zum Beispiel die Gewerkschaften Mitsprache bei diesen ganzen Veränderungsprozessen?

Kugel: Also, unsere Mitarbeiter … wenn Sie sagen, steuert der Konzern das? Dann sind wir ja alle Mitarbeiter, mich eingeschlossen. Und das heißt, wenn wir darüber zum Beispiel sprechen: Was sind denn die Tätigkeiten, die sich verändern? Dann sind es natürlich genau diejenigen, die heute in diesen Jobs leben, die aber auch wissen, was entwickelt sich vorwärts, die das mit uns gemeinsam definieren. Und wenn ich sage „mit uns“, dann ist das mein Team, das grundsätzlich das ganze Thema Ausbildung und Weiterbildung steuert. Das heißt, wir reden mit den Fachleuten: Wo geht die Reise denn hin? Und in Deutschland ist Mitbestimmung ein gesetzlich verankertes Thema, und insofern sind diese Dialoge sicherlich auch Dialoge, die wir in Deutschland mit den Arbeitnehmern führen.

.

Flexibilisierung von Arbeitszeit und ihre Grenzen

Kindermann: Reden wir mal kurz über ganz praktische Änderungen. Geht die Ära der Präsenzkultur in den Betrieben zu Ende?

Kugel: Das kommt drauf an, wo Sie sind und in welchen Betrieben die Ära der Präsenzkultur in eine deutlich höhere Flexibilisierung der Arbeitszeiten übergeht. Bei Siemens: Ja, vertreten wir definitiv, vertrete ich persönlich auch sehr, sehr stark – Flexibilität der Arbeitszeit. Heißt aber nicht, dass man nicht zum Beispiel auch ins Büro kommen darf, wenn man das ganz gerne möchte. Flexibilität heißt, ich kann es in bestimmten Bedingungen mir eben auswählen, wann und wo ich arbeiten möchte.

Kindermann: Was ist mit Ruhezeiten, vorgeschriebenen Ruhezeiten?

Kugel: Die wird es immer geben. Die muss es in bestimmten Berufsgruppen sicherlich auch immer geben. Also, denken wir mal an die klassischen Schichtmodelle, wo wir aber auch zum Beispiel wollen, dass … Nehmen wir mal an: Sie steigen in den Bus oder in den Zug oder in ein Flugzeug, da wollen Sie ja auch, dass das natürlich sicher vonstattengeht und dass der oder die Fahrerin oder Pilotin natürlich auch sicher weiß, was sie tun wollen. Es ist aber auch so, dass viele unserer Arbeitsgesetze aus einer Zeit resultieren, die definitiv Flexibilität und Digitalisierung noch nicht auf dem Schirm hatte. Und wo wir definitiv auch daran arbeiten müssen, dass sich diese Rahmenbedingungen so flexibilisieren, dass es besser wird. Da gibt es unterschiedliche Studien. Ich habe gerade am Montag eine vom Ifo-Institut gelesen: Viele der Arbeitnehmer wollen Flexibilisierung haben. Flexibilität heißt aber nicht: 24 Stunden am Tag erreichbar sein müssen. Das ist immer eine große Diskussion, die man auch differenzieren muss.

Kindermann: Das Smartphone dürfen die Mitarbeiter auch mal weglegen?

Kugel: Genau, da gibt es auch so einen Knopf, den kann man ausschalten.

Kindermann: Und Sie sind damit einverstanden?

Kugel: Ja, stellen Sie sich vor, das mache ich sogar selber.

Weiterqualifizierung: „Sache des jeweiligen Individuums“

Kindermann: Was halten Sie, Frau Kugel, von einem Rechtsanspruch von Beschäftigten auf Qualifizierung, als Voraussetzung zum Beispiel auch für eine Verlängerung des Arbeitslosengeldes I?

Kugel: Naja, ich bin ja nun Arbeitsdirektorin und nicht Politikerin und dementsprechend würde ich mich jetzt auch, ehrlich gesagt, nicht in die Wahlkampfthematiken der unterschiedlichen Parteien involvieren wollen. Mein Ziel ist es, Menschen in Beschäftigung zu bringen, Menschen in Beschäftigung zu halten und alles dafür tun zu können, dass sie auch tatsächlich weiterhin arbeiten können.

Kindermann: Aber ist Weiterqualifizierung eine Sache der Arbeitsagentur oder ist es nicht eine Sache des Betriebes, von Ihnen, des Unternehmens?

Kugel: Das ist eine Sache des jeweiligen Individuums. Und das würde ich jetzt nicht auf ein oder zwei, sage ich jetzt mal, Unternehmen oder Agenturen oder was auch immer Sie angesprochen haben, beschränken, sondern sagen: Es ist unsere Aufgabe als Arbeitgeber, unsere Mitarbeiter und zukünftigen Mitarbeiter zu qualifizieren. Es ist Aufgabe der Arbeitsagentur, sich um diejenigen zu kümmern, die heute nicht in Lohn und Brot stehen.

Kindermann: Aber ist es nicht eigentlich eine gute Idee zu sagen: ‚Also, wenn wir schon mehr Arbeitslosengeld I zahlen, dann muss dafür auch eine Leistung erbracht werden‘ – zum Beispiel eine Qualifizierung?

Kugel: Da rede ich dann mit Ihnen darüber, wenn ich in der Politik bin – noch bin ich das nicht.

Kindermann: Sie hören das Interview der Woche im Deutschlandfunk, mit Janina Kugel, Mitglied des Vorstandes und Arbeitsdirektorin der Siemens AG. Und, Frau Kugel, der Vorstandsvorsitzende Ihres Unternehmens – Joe Kaeser – hat bei der Jahreskonferenz der Siemens-Betriebsräte gesagt, dass diejenigen, die beim Umbau der Wirtschaft durch den technischen Fortschritt und die Digitalisierung nicht mitkommen würden, versorgt werden müssen. Und an anderer Stelle sprach er davon, dass es – Zitat – „eine Art Grundeinkommen“ geben werde, geben müsse. Ist ein solches Grundeinkommen eine Folge der Digitalisierung?

.

Beschäftigung ermöglichen ist Gesellschaftsaufgabe

Kugel: Erst einmal muss ich darüber grinsen, dass Sie bei der Betriebsrätekonferenz irgendwie anwesend waren, wo doch eigentlich üblicherweise nur Siemens-Mitarbeiter inklusive der Betriebsräte dabei sind …

Kindermann: … manchmal, Frau Kugel, dringt auch von Betriebsrätekonferenzen etwas nach draußen. Das wissen Sie aber …

Kugel: … und dann haben Sie ja so schön gesagt, dass der Joe Kaeser von einer „Art Grundeinkommen“ gesprochen hat. Es ist unsere Aufgabe – und wenn ich von „unserer Aufgabe“ spreche, dann spreche ich von den Unternehmen, von der Gesellschaft, von den Politikern –, Menschen so zu qualifizieren, dass sie in Beschäftigung bleiben können und dass sie dafür die notwendige Qualifizierung haben. Grundeinkommen, obwohl es unterschiedliche Pilotversuche gibt, wie ja zum Beispiel auch in Finnland einer läuft, ist meines Erachtens nach nicht die Debatte, mit der wir dem Thema der Digitalisierung und Industrie 4.0 begegnen sollten. Und ich glaube, wir können ja dann auch noch mal darauf zurückgehen, dass es in Deutschland – anders als in manch anderen Ländern dieser Welt – grundsätzlich  ein System der Sozialversicherungen gibt, was für bestimmte Notsituationen, in denen Leute nicht in der Beschäftigung tatsächlich sein können, wie sie vielleicht ganz gerne würden, dann auch noch mal Sorge trägt.

Kindermann: Also: die Digitalisierung schluckt Arbeitsplätze und der Staat kümmert sich dann um das Problem?

Kugel: Eben nicht. Sondern es ist Aufgabe der Gesellschaft, Menschen, unter anderem Unternehmen, unter anderem auch Siemens, dafür zu sorgen, dass Beschäftigung möglich ist. Und in sofern möchte ich ganz ehrlich sagen: wir hatten vorher  über das Thema Populismus gesprochen – Sie können nicht eine Weiterentwicklung der gesamten Gesellschaft, eine Weiterentwicklung einer ganzen kompletten Industrie, so wie sie auf uns kommen wird, dann in irgendwelche Kästchen packen und sagen: ‚Der Eine ist für das verantwortlich, der Andere ist für das verantwortlich und der Dritte ist für was anderes verantwortlich‘. Es ist gut, dass es Länder und Bereiche gibt, in denen man auch über so etwas nachdenkt. Weil ich immer glaube, wenn Umbrüche stattfinden, dann muss man sich immer überlegen, was könnten Innovationen sein. Ich bin aber nicht diejenige, die jetzt ein Plädoyer für ein Grundeinkommen zu dem jetzigen Zeitpunkt – von all dem, was ich weiß – geben werde.

Kindermann: Haben Sie denn den Eindruck, dass die Politik mit dieser rasanten Entwicklung der Digitalisierung Schritt hält? Man müsste ja da auch schon Konzepte erwarten, möglicherweise Visionen? Bill Gates schlägt eine Robotersteuer zum Beispiel vor.

Kugel: Ich glaube, dass die Politik an manchen Stellen schnell genug ist. Ich glaube, dass es an anderen Stellen sicherlich auch schneller gehen könnte. Das sind unter anderem Dinge, in denen wir zum Beispiel auch im Dialog mit der Politik stehen. Insbesondere natürlich auch mit der deutschen Politik, aber auch innerhalb der Europäischen Union, aber auch innerhalb der anderen Länder, mit denen wir uns irgendwie beschäftigen.

.

Flüchtlingsarbeit bedeutet Integration in die Arbeit

Kindermann: Frau Kugel, 2015 war das Jahr der großen Flüchtlingswelle, das Jahr des „Wir schaffen das“ von Kanzlerin Merkel. Letzten Herbst hat die Bundeskanzlerin die Chefs der großen deutschen Konzerne eingeladen ins Kanzleramt, damit die auch mehr Flüchtlinge auch wirklich beschäftigen. Wie sieht das aktuell bei Siemens aus? Wie viele Flüchtlinge beschäftigen Sie?

Kugel: Wir waren bei Siemens, was das Thema der Flüchtlingsintegration angeht, schon vor dem Sommer 2015, vor der noch sehr, sehr positiven Willkommenskultur in Deutschland, schon lange aktiv. Weil natürlich als globales Unternehmen das, was heute Europa oder insbesondere Deutschland unter dem Thema Flüchtlinge diskutiert, in anderen Ländern – wie sie sich vorstellen können – schon seit Jahrzehnten gang und gäbe ist und dort andere Länder auch sehr, sehr viel mehr Menschen aufnehmen, als das zum Beispiel proportional in Deutschland schon stattgefunden hat. Wir beschäftigen uns damit nach wie vor. Wir glauben aber auch, dass Integration für uns als Unternehmen bedeutet, Integration in die Arbeit. Und das bedeutet, Integration in die Arbeit, die wir bei Siemens anbieten. Jetzt hatten wir das ja schon mal, das sind üblicherweise recht hochqualifizierte technologische Berufe. Das heißt, wir fangen früh damit an und finden geeignete Praktikanten, auch in Zusammenarbeit zum Beispiel mit der Bundesagentur für Arbeit und deren jeweiligen Filialen. Und wir haben das Ziel, dass wir in sogenannten „Vorbereitungsklassen“ Leuten, die wir mit einer Grundqualifizierung finden, ihnen zum Beispiel so viel Deutsch auch noch mit beibringen und so viel Grund-Re-Qualifizierung an dessen, was sie vielleicht noch tun können, dass sie dann zum Beispiel bei uns ganz normal in die Ausbildungsberufe mit einsteigen können.

.

Praktika, Vorbereitungsklassen, Ausbildung

Kindermann: Können Sie uns eine Vorstellung von dem Volumen geben? Wie viele sind im Praktikum, wie viele sind in diesen Vorbereitungsklassen?

Kugel: Also, wir haben über hundert Leute derzeit in Praktika. Wobei ein Praktikum natürlich auch immer ein natürliches Ende hat, das geht wieder raus. Wir sind im zweiten Jahr in der Integration in Vorbereitungsklassen, sind dort heute auch über hundert. Und wie viele tatsächlich dann bei uns in den jeweiligen Ausbildungsberufen angefangen haben, kann ich Ihnen gar nicht mehr sagen. Aber auch noch mal ein Plädoyer: Bei uns steht in der Personalakte nicht drin: „Flüchtling“. Da steht Ihr Name, da stehen viele andere Dinge, da steht auch Ihre Staatsangehörigkeit. Also das heißt, ich verwehre mich immer mal wieder auch auf die Anfrage von Medien, die  kommen und sagen: „Frau Kugel, wie viele Flüchtlinge beschäftigen Sie?“ Dass ich ihnen dann sage: „Was ist denn ein Flüchtling? Also, wenn sie vor fünf oder vor zehn Jahren in ein Land gekommen sind, werden sie dann unter der Kategorie Flüchtling geführt, weil ihre Eltern sich irgendwann mal entschlossen hatten, dass sie fliehen mussten?“ Und dementsprechend ist das für uns einfach nur ganz klar: Es ist Integration und die funktioniert auch. Und da möchte ich übrigens auch noch mal wirklich ein Lob aussprechen an all unsere Mitarbeiter …

Kindermann: … bevor Sie das tun: ist das nicht vielleicht doch ein bisschen wenig, was Sie als Konzern als Integrationsleistung vollbringen?

Kugel: Integration in die Arbeit bedeutet, die richtigen Qualifizierungen dafür zu haben, tatsächlich auch arbeiten zu können oder in die Ausbildung zu gehen. Und es geht nicht darum, in irgendeiner Weise, sage ich jetzt mal, eine Hilfsleistung oder ein Almosen zu erbringen, um das jetzt mal so ein bisschen provokativ zu sagen. Was ich nicht erwähnt habe, sind natürlich all diejenigen Dinge, die wir tun, die unsere Mitarbeiter tun in der Freiwilligkeit, Menschen zum Beispiel bei der Integration, die außerhalb des Arbeitslebens stattfindet, zu begleiten. Das heißt: das sind die Deutschkurse, das sind die Behördengänge, das ist aber auch, sage ich jetzt mal, Ersthilfe bei dem Ankommen immer mal wieder gewesen. Das läuft natürlich alles.

Kindermann: Wie wichtig sind denn Deutschkenntnisse in Ihrem Unternehmen?

Kugel:   Wie wichtig sind Deutschkenntnisse im Unternehmen? Das sind  unterschiedliche Fragen. Wie wichtig sind Deutschkenntnisse, um eine Berufsausbildung mit dem jeweiligen Zertifikat, zum Schluss tatsächlich zu erreichen? Da müssen sie ungefähr 15.000 Wörter auf Deutsch können. Wenn sie die nicht können, werden sie dem Unterricht in der Berufsschule nicht folgen können. Wir haben genügend Mitarbeiter – wie Sie sich vorstellen können: es sind nicht alle 350.000 Deutsche oder der deutschen Sprache mächtig, arbeiten auch nicht alle davon in Deutschland -, die in Berufen sind, in denen das nicht notwendig ist.

.

Diskriminierungsfrei arbeiten in einem Weltkonzern

Kindermann: Dann kommen wir jetzt zum Einwanderungsdekret von US-Präsident Donald Trump. Das ist ja vorläufig gestoppt, die Einreiseverbote gegen Flüchtlinge und Bürger aus mehrheitlich muslimischen Ländern. Wie wichtig ist eine offene Arbeitsgesellschaft für einen globalisierten Konzern wie Siemens?

Kugel: Enorm wichtig, und zwar nicht nur für einen Konzern wie uns, sondern für die Zusammenarbeit unter Menschen und, ganz ehrlich gesagt, für die Menschlichkeit als solche.

Kindermann: Siemens beschäftigt in den USA 50.000 Mitarbeiter, an mehr als 60 Produktionsstandorten. Wie groß ist da durch diese aktuelle Einwanderungspolitik die Verunsicherung?

Kugel: Die ist gar nicht hoch. Weil für uns immer schon gegolten hat und gilt, dass die Werte, die wir als Unternehmen haben und die Werte zum Beispiel der Frage, wo kommen unsere Mitarbeiter her, an wen glauben unsere Mitarbeiter, wie sehen die aus, welche sexuelle Orientierung haben sie, ist für uns ein Grundwert, dass wir sagen: Mensch ist Mensch! Und wir verurteilen definitiv jegliche Diskriminierung in jeglicher Hinsicht. Und das ist, glaube ich, einfach ein Wert, den die Mitarbeiter von uns wissen und kennen. Und sie wussten dann sicherlich auch damit, dass das immer das Ziel ist und der Wert ist, der dem Unternehmen wert und teuer ist, unabhängig von politischen Entwicklungen.

Kindermann: Aber die Mitarbeiter sind ja auch betroffen möglicherweise von dieser Einwanderungspolitik?

Kugel: Bislang sind wir in der Situation, dass wir niemanden haben, der davon tatsächlich direkt betroffen ist.

.

Großes Interesse an deutschen Ausbildungsangeboten

Kindermann: Die Bundeskanzlerin hat jetzt gerade bei ihrer Visite in den USA die duale Berufsausbildung – und damit kommen wir wieder an den Anfang des Gesprächs – in den Vordergrund gestellt. Eigentlich ist das ja bei Staatsbesuchen mehr so ein Thema in Entwicklungs- und Schwellenländern, wenn ich das mal sagen darf. Kann man jetzt damit in den USA wirklich punkten?

Kugel: Ich glaube, dass das ein Thema ist – und Sie haben das ja selbst gerade schon angedeutet –, üblicherweise ein Dialog, den wir in den Entwicklungsländern führen. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass in den deutschsprachigen europäischen Ländern das Thema Ausbildung seit Jahren und Jahrzehnten bekannt ist, jetzt auch, wenn Sie in unsere direkten Nachbarländer gehen, in vielen anderen Ländern, inklusive der USA, aber noch nicht so bekannt und vor allem nicht gesellschaftlich etabliert ist. Die interessieren sich alle dafür. Die Kanzlerin hat das bei ihrem Besuch beim Präsidenten in den USA erwähnt, aber auch Barack Obama hatte schon eine Initiative und auch wir – das sagte ich ja schon eingangs – haben diese Initiative schon vor vielen Jahren in irgendeiner Weise gestartet. Wir sind immer daran interessiert, zu sagen: Qualifizierung und Weiterbildung und Ausbildung bedeutet nicht nur Schulabschluss und dann eventuell auch noch Studium. Sondern es gibt eben – wie in Deutschland gut bekannt – relativ viele Ausbildungen dazwischen, die nicht in der Schule gelernt werden und auch nichts mit dem Studium zu tun haben und doch zu einem guten Verdienst führen können.

.

Qualifizierte Kräfte als Kriterium

Kindermann: Frau Kugel, jetzt muss ich Ihnen noch eine Frage stellen, weil die Studie diese Woche kam: „Thomas, 53 Jahre alt, Westdeutscher“ – so sieht das durchschnittliche Vorstandsmitglied von börsennotierten Unternehmen aus, ergibt die Studie der AllBright-Stiftung. Also, unter den Vorstandsmitgliedern der 160 Unternehmen in den Indizes der Frankfurter Börse Dax, MDax, SDax sowie TecDax, sind nur 46 Frauen …

Kugel: Ich kenne sie alle!

Kindermann: … lauter „Thomas‘se, 53 Jahre“. Ist da also kein Fortschritt festzustellen?

Kugel: Na ja, also: „Thomas“ heiße ich nicht, männlich bin ich nicht, weiß bin ich nicht. Also, insofern, wenn man das als Fortschritt bezeichnen will … Nein, Spaß beiseite: ich glaube tatsächlich – und ich kenne die Studie und ich kenne auch die AllBright Stiftung –, wir sind in Deutschland sicher noch lange nicht da angekommen, wo wir anfangen könnten. Und ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, die Frage ist natürlich immer eine, die gerne mir gestellt wird, wie wahrscheinlich vielen anderen meiner weiblichen Kolleginnen auch. Ich sage immer: Wissen Sie, ungefähr die Menschheit besteht aus 50 Prozent Frauen, wie 50 Prozent Männern. Je nachdem, wo Sie sind, geht es mal ein paar Prozentpunkte hoch und runter. Und deshalb glaube ich, sollten wir einfach immer nur darüber nachdenken können, dass sie überall gleich Qualifizierte in jeglicher Hinsicht finden.

Kindermann: Frau Kugel, Dank Ihnen für das Gespräch.

.

Lieber Herr Kindermann, mein chinesischer Arzt hat mir verboten, Dummheiten anzugreifen. Mein amerikanischer Arzt meinte dazu: „You (Herr Kindermann) could have done better. Ich allerdings finde nach wie vor – der ich Ihre publizistische Arbeit seit Jahren nutze – dieses Interview war nicht gründlich genug nachgefragt (immerhin, die Frau ist für 350.000 Arbeitnehmer weltweit zuständig. Sie nur für 80 Millionen Deutsche Radiohörer. Und ich nur dem Landgericht Hamburg – allerdings bis rauf zum Bundesgerichtshof. Denn die KUGEL-MEINUNGSFREIHEIT als Persönlichkeitsrecht –  das wüsste ich doch gerne etwas genauer.

.

.

FINE E COMPATTOi

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

.

WARNUNG: recommended posts

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

.

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

.


„BERT BRECHT FRAUEN“ – Malerei Ausstellung von Dietmar Moews in Köln mit der kulturindustriellen Janina Kugel

Juni 26, 2017

Lichtgeschwindigkeit 7409

Vom Dienstag, 27. Juni 2017

.

DIETMAR MOEWS vor der GALERIE SMEND mit „BERT BRECHT FRAUEN“-Plakat

.

Die Ausstellung, anlässlich von KÖLN SÜD OFFEN! 2017, in der GALERIE SMEND, Mainzer Straße und im offenen Atelier von Dr. Dietmar Moews präsentiert Tafelbild-Malerei und Portraitzeichnungen in einem kulturindustriell-soziologischem Bezug.

.

Der TITEL der AUSSTELLUNG

.

.

BERT BRECHT FRAUEN“ kreist um das THEMA des kulturindustriellen Ausbeuters Bert Brecht und seinen Frauen, die seine Texte erarbeiten und dabei im Schatten seines Lichtes unglücklich untergehen.

.

Mexicano, DMW 567.7.0, Öl auf Textil, 140cm / 140cm

.

BERT BRECHT FRAUEN

Aus dem krummen Holz der Menschheit

wurde noch nie etwas Gerades gemacht“.

.

Bundespräsident Steinmeier fordert:

Um die Demokratie sollen wir streiten.

.

Dietmar Moews fordert:

Um die Kunst sollen wir streiten

.

Anlässlich der offenen ATELIERS bei

Köln Süd Offen, ab 20. / 21. Mai 2017,

zeigt der Künstlergelehrte Dietmar Moews

Malerei mit BRECHT FRAUEN und eindeutigem

Akzent.

.

Margarete Steffin, Elisabeth Hauptmann,

Ruth Berlau, Helene Weigel, viele mehr,

wie Francois Villon, John Gay, Rudyard Kipling,

Jack London, viele mehr.

.

BRECHT war zeitlebens geförderter Sohn eines

Augsburger Fabrikleiters. Und muss als einer

der Urväter der KULTURINDUSTRIE verstanden

werden (ähnlich WALT DISNEY, der das Gleiche

mit den DISNEY-Produkten machte, nur ohne seine

Zeichner zu ficken.)

.

BRECHT akquirierte schreibende FRAUEN,

die er bis an sein Lebensende der BRECHT-

THEATER – und LITERATUR-Produktion

unterwerfen konnte. BRECHT erklärte jeder

die Liebe, versprach die Ehe und machte

jeder (möglichst nur) 1 KIND (ansonsten drängte

Brecht auf Abtreibungen).

.

Die BRECHT FRAUEN waren alle Mitglied

der Kommunistischen Partei – BRECHT selbst

blieb zeitlebens parteilos. BRECHT machte das

BRECHT Marketing weltweit, verkaufte auch

bereits exklusiv verkaufte BRECHT STÜCKE,

stets gegen BAR VORKASSE, ungeachtet

der Verträge – was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.

.

BRECHT machte geschickt Geschäfte mit Stalinisten, mit Hitleristen,

ohne Behinderung von GPU, KGB, Gestapo und CIA.

BRECHT hatte eine erste arbeitsteilige, internationale

dezentrale Literaturherstellung organisiert und

sexistisch geführt.

.

BRECHT schrieb selbst nicht, er ließ die Texte seiner

Schriftstellerinnen zu Literatur-Projekten entwickeln

.

BRECHT bestimmte die TITEL aller BRECHT-Publikationen,

wovon keines aus BRECHTs Zigarre allein entsprang.

BRECHT war schrebgehemmt.

.

BRECHT organisierte das Lable BRECHT, dessen

Bedingungen keine der BRECHT-Schreiberinnen

je erfuhren und die so gut wie niemals als Autorinnen

genannt werden. Bei seinen Versuchen, Kurt Weill

und Lotte Lenya auszubeuten scheiterte BRECHT

ausnahmsweise.

.

BRECHT nahm sich stets alle kaufmännischen Vorentscheidungen,

Honorare, exklusive eigene AUTORENRECHTE und

Verlagsverträge, die von BRECHT selbst prinzipiell nicht

und sämtlich betrügerisch gehalten wurden.

.

Mit dem Hitlerist PETER SUHRKAMP hatte BRECHT,

ende der „goldenen Zwanziger in Berlin,

einen Mitverschwörer für die BRECHT-INDUSTRIE

gefunden. Der SUHRKAMP-Verlag macht heute

noch weltweit Geschäfte mit „fremden, unterschlagenen

AUTOREN-Rechten“ mit dem Label BRECHT.

.

Gefördert wurde BRECHT von dem in Springe

geborenen NAZI HERBERT IHERING, Theaterkritiker

in Berlin.

.

Galerie Rudolf Smend Mainzer Straße 31 50678 Köln Südstadt,

.

Der fliegende Holländer, DMW Öl auf Leinwand, 190cm / 190cm

.

Gefördert wurde der Kölner Dietmar Moews,

aufgewachsen in Springe, von Robert

Miller Fine Art N. Y., von der Goltz Sothebys

Contemporary N. Y., Aenne Brusberg Hannover,

von den Malern Bernhard Dörries Hannover,

Peter Janssen Düsseldorf/Berlin, David Hockney

Hamburg/Los Angeles, Egon Neubauer Hannover

und Roland Dörfler Braunschweig, ferner von Armin Mohler

Siemens-Stiftung München, Eberhard Roters Berlin. Werner

Schmalenbach Düsseldorf, Gerd Winkler Frankfurt aM,

Rudolph Bauer Bremen, Barbara Eschenburg München

und Alphons Silbermann Köln.

.

Canestra die Frutta, DMW , Öl auf Leinwand,

.

ausgestellt werden:

.

Caribean Affen, Öl auf Textil, 135cm x 156cm DMW 661.1.6

.

Sitzender Schimpanse hält Hände Öl auf Textil, 100cm x 73cm DMW 677.1.12

.

Schimpansen mit goldenem Käfig, Öl auf Textil, 135cm x 156 DMW 338.7.82

.

Anke-Maria im Sitzkleid, Öl auf Leinwand, DMW, 155cm / 287cm

.

Maria + Martha, Öl auf Leinwand, 155cm x 185cm, DMW 450.6.90

.

Aktbild mit Fisch im Wasser und Spitzen, Öl auf Leinwand, 155cm x185cm, DMW 489.4.95

Dreiteiler:

.

gelbe Seerosen Öl auf Leinwand, 238cm x 160cm DMW 466.16.91 je 6.000 EURO

.

gelbe Seerosen Öl auf Leinwand, 238cm x 160 cm DMW 467.17.91

.

Mittelteil gelbe Seerosen 238cm x 160cm 472.4.92

.

DMW 676.3.11

.

Angela Natascha Andrea, Öl auf Leinwand, 152cm x 185cm, DMW 448.4.90

.

(Zuginsfeld 43), Öl auf Leinwand, 190cm x 190cm DMW 682.1.15

.

Tänzerin über roten Tulpen, Öl auf Leinwand, 120cm x 120cm DMW 451.1.91

.

Jill Mercedes, Öl auf Leinwand, 120cm x 120cm, DMW 452.2.91

.

Heli Brecht auf Rosen, Öl auf Leinwand, 140cm x 140cm, DMW 503.12.96 geändert 687.1.17

.

Eine zeitgenössische „BRECHT-FRAU“ ist die SIEMENS-Managerin JANINA KUGEL (geb. 1970), die keine GLASKUGEL („Spaß bei Seite“) ist, wie sie selbst in offiziellen Stellungnahmen wiederholt.

.

KUGEL spricht öffentlich über ihre individuelle Weltsicht und die individuelle Mündigkeit, die als KONZERN-MITARBEITERIN nicht individuell, sondern kulturindustriell geprägt sein muss. JANINA KUGEL, die 350.000 Siemens-Mitarbeiter führt zeigt die Grenzen ihrer Reflektionen, indem sie sagt (DLF-Kindermann-Interview, April 2017):

.

„… Also, ich glaube tatsächlich, dass der Weg der künstlichen Intelligenz immer weiter vorangetrieben wird. Das wird immer, wenn Sie so möchten, besser werden. Es ist natürlich vollkommen klar, dass alles, was Emotionen, Spontaneität und dergleichen betrifft, noch viele Jahre dauern wird, bis wir da hinkommen. Und ich würde es mir natürlich auch wünschen, dass es in einem ehrlichen wirklichen Dialog auch immer noch mal menschlich sein wird. Aber ich kann Ihnen nur sagen, meine Kinder sprechen mit Siri – es ist ganz interessant, was die so antwortet.“

.

Die Malerei von Dietmar Moews – überwiegend Ölfarben auf Leinwänden – schließt an Werke aus den 1970er Jahren an, STRANDBILDER mit AKTFIGUREN, SEEROSEN, die Zitate aus MARIANNE FRITZ „Dessen Sprache Du nicht verstehst“), FRAUENAKTE ohne GESICHTER.

.

Die „BERT BRECHT FRAUEN“, die heute namentlich dokumentiert und identifiziert sind, werden nach wie vor von Brechts Erben und vom Suhrkamp-Verlag um die Autorenrechte und Lizenzgebühren gebracht.

.

Das Thema der KULTURINDUSTRIE wird bereits bei Bernard de Mandeville (1670-1733) in seiner Bienenfabel ausgefaltet (ich zitiere …)

.

Ein großer Stock, an Bienen reich,

Die üppig lebten, doch zugleich

Gesetzestreu und wehrhaft waren,

Auch schwärmten früh in allen Jahren,

Galt als der Hort unzweifelhaft

Von Industrie und Wissenschaft.

Mehr Freiheit gab‘s in keinem Staat

Und weniger Zwänge und Diktat;

Nicht Sklaven einer Tyrannei

Noch wilder Demokraterei

Warn sie; von Königen wohl gelenkt,

Da das Gesetz die Macht beschränkt‘.

.

Wie Menschen lebt‘ dies Völkchen nun

Und tat im kleinen, was wir tun:

Was je in Städten nötig war,

Was Schwert geziemt und auch Talar.

Nur warn sie winzig; ihr Geschick

Blieb drum verborgen unserm Blick;

Doch hatten sie Äquivalente

Für alle Menscheninstrumente:

Maschinen, Schiffe, Schlösser, Gärten,

Geschäfte, Waffen und Experten

Und da wir ihr Idiom nicht kennen,

Wolln wir die nach den unsern nennen.

So warn zwar Würfel nicht bekannt,

Doch herrschten Könige im Land,

Die Wachmannschaften unterhielten,

Und daraus folgt, dass diese spielten;

Man wüsste denn ein Regiment

Soldaten, das das Spiel nicht kennt.

.

Der Bienen Zahl war riesig; sie

Bewirkte, dass der Stock gedieh.

Millionen waren dienstbereit

Zu stillen Lust und Eitelkeit;

Millionen brauchten ihre Stärke,

Um zu zerstörn, der erstern Werke.

Die halbe Welt versorgt‘ die Meute;

Arbeit gab‘s mehr als Arbeitsleute.

Wer nicht reich war, schonte seine Kräfte

Und wurde reicher durch Geschäfte;

Verdammt zur Sense und zum Spaten

Und Mühsal waren, die nichts hatten:

Elende Kärner, die halbtot

Sich schufteten ums täglich Brot;

(A) Indes von Handwerk sich ernährt

Und Kunst, die keine Schule lehrt,

Und die nicht Geld noch Referenz

Benötigt, gar Impertinenz,

Manch arbeitsscheuer Wicht, der klug

Profit aus fremder Arbeit schlug,

Als Kuppler, Spieler, Parasit,

Quacksalber, Dieb, kurz, als Bandit

Arglose Nachbarn listig narrte

Und sich viel Mühe so ersparte.

(B) Die hieß man Schurken, nicht als solche

Benannt warn die seriösen Strolche:

In jedem Amt war Mauschelei

Und kein Beruf von Arglist frei.

Die Advokaten, die sich halten

Durch Fehdenschürn und Fällespalten,

Anfechten sämtliche Kataster,

Denn Grundstücksschwindel brachte Zaster;

Als wäre gesetzlos der, der nicht

Sein Gut erstritten vor Gericht.

Prozesse wurden mit Bedacht

Verschleppt, dass man ja Reibach macht.

Galt‘s Schuften zu ersparn die Strafen,

Durchforschten sie die Paragraphen,

Wie Diebe Häuser observieren,

Wo sich ein Einbruch lässt riskieren. …“

.

(THE FABLE OF THE BEES:

Or, Private Vices, Publick Benefits)

.

FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

 

 

WARNUNG: recommended posts

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

 

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein

 


SIEMENS CEO AUSGESTRAHLT mit JANINA KUGELS PRIVATER SELBSTSIGNATUR im Deutschlandfunk

Juni 22, 2017

Lichtgeschwindigkeit 7402

Vom Freitag, 23. Juni 2017

.

Screen Shot am 22. Juni 2017 von SIEMENS.com

.

Dr. phil Dietmar Moews (geb. 1950), Diplom-Ingenieur im See- und Hafenbau, studierter Jurist, promovierter Soziologe und Maler, ist heute Privatier als Berufskünstler, Soziologe und Philosoph.

.

.

Dietmar Moews hat in seinem Leben als Maler und Zeichner seine Privat-Walhalla aufgebaut, die aus Portraitzeichnungen und Porträt-Malereien seiner persönlichen Vorbilder besteht.

.

Ein von Dietmar Moews, aus Springe am Deister, herausgehobenes Vorbild und großartiges Genie war der in Lenthe am Deister geborene Werner Siemens, später Werner von Siemens (1816-1892), gemeinsam mit Johann Georg Halske, in Berlin-Kreuzberg, im Jahr 1847, Gründer der Siemens & Halske, aus der der heutige deutsche & internationale SIEMENS-Konzern geschaffen worden ist.

.

Portraizeichnung „Werner von Siemens“ von Dietmar Moews

.

Heutige Großindustrie hat als organisatorische Struktur wesentliche Eigenschaften und Funktionen der Kulturindustrie (soziologisch). Der einzelne Mitarbeiter (Werner Siemens, 1847) ist heute Teil einer großen Organisation (Janina Kugel, 2017), in der die persönliche Leistung zwar nach wie vor auf marktgängige Produkte gerichtet ist, jedoch eher in bürokratischen und funktionaristischen sowie als operative Ingenieure, und nur noch ausnahmsweise im handwerklichen Genie zur Herstellung von PROTOTYPEN besteht.

.

Die schwerwiegenden Untüchtigkeiten und Kriminalität, die im Namen SIEMENS begangen worden waren, stellen die Wertbegriffe LEISTUNG, WETTBEWERB, MARKT so sehr in Frage, dass eine Praxis entstanden war, die die rechtswidrigen Strukturierungswerkzeuge industriellen Erfolges offenbar gerufen hatten und, allerdings, solche Sinnentleerung auch durch das geltende deutsche Wirtschaftsrecht ermöglicht wird.

.

Die kriminellen SIEMENS-CEOs, die in all den Prozessen überführt und disqualifiziert werden mussten, für die SIEMENS unglaublich KOSTEN zu bestreiten hatte, haben zu neuen personalpolitischen Zwängen geführt.

.

Es fallen allerdings auch SIEMENS-Manager mit merkwürdiger Selbstpromotion von Imagemaßnahmen auf, die das SIEMENS-Corporate-Image mit privaten Attitüden anhübschen, wie kürzlich Chief Human Resources Officer JANINA KUGEL in einem Deutschlandfunk-Interview (10. April 2017/Klemens Kindermann)

.

Als liberaler Philosoph der Fairness und Freiheit möchte ich in der LICHTGESCHWINDIGKEIT meine Vorstellung des genialen Werner Siemens fortsetzen, die bereits mit LICHTGESCHWINDIGKEIT auf dietmarmoews YOUTUBE begonnen worden ist.

.

LICHTGESCHWINDIGKEIT 7930

WERNER VON SIEMENS 200 – Ein deutsches Genie aus Lenthe

.

https://lichtgeschwindigkeit.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=29038&action=edit

.

LICHTGESCHWINDIGKEIT 7972

WERNER VON SIEMENS – Geburtstag am 13. Dezember 1816

.

https://lichtgeschwindigkeit.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=29341&action=edit

.

LICHTGESCHWINDIGKEIT 6115

SIEMENS dreht sich im Grabe – ROBERT BOSCH fängt an zu kreiseln

.

https://lichtgeschwindigkeit.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=20604&action=edit

.

LICHTGESCHWINDIGKEI 4916

SIEMENS dreht sich mal wieder im Grabe

.

https://lichtgeschwindigkeit.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=10991&action=edit

 

.

Die Leitung der heutigen SIEMENS AG haben Joe Kaeser (eigentlich Josef Käser, geb. 1957) ist gegenwärtig Vorstandsvorsitzender, startete seinen Managerberuf mit einem Fachhochschul-Studium in Betriebswirtschaft und trat 1980 bei Siemens in den Unternehmensbereich Bauelemente ein, wo er in den folgenden Jahren verschiedene kaufmännische Leitungsfunktionen erfolgreich ausübte.

.

Gerhard Cromme, geb. 1943, ist studierter Volkswirt und nach dem 1. und 2. juristischen Staatsexamen wurde er 1969 mit dem Thema „Die Kraftfahrzeughaftpflicht in Frankreich und Deutschland. Eine rechtsvergleichende Untersuchung“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zum Dr. jur. promoviert.

.

Diese beiden SIEMENS-LEITER, Kaeser und Dr. Cromme,  bestimmen die wichtigsten Entwicklungsansätze der SIEMENS-INDUSTRIEN sowie die wichtigsten PERSONAL-Entscheidungen des Konzerns.

.

Die SIEMENS Aktiengesellschaft ist die deutsche Holdinggesellschaft eines integrierten deutschen Technologiekonzerns. Als Telegraphen Bau-Anstalt von Siemens & Halske 1847 in Berlin von Werner Siemens (ab 1888: von Siemens) und Johann Georg Halske gegründet, ist der heutige Siemens-Konzern in 190 Ländern vertreten und zählt weltweit zu den größten Unternehmen der Elektrotechnik und Elektronik. Die Aktiengesellschaft mit Doppelsitz in Berlin und München unterhält 125 Standorte in Deutschland und ist im DAX an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

.

.

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist einer der führenden Anbieter effizienter Energieerzeugungs- und Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2016, das am 30. September 2016 endete, erzielte Siemens einen Umsatz von 79,6 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,6 Milliarden Euro. Ende September 2016 hatte das Unternehmen weltweit rund 351.000 Beschäftigte.

.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter der hier hinzugezogenen QUELLE: www.siemens.com.

.

PRESSE-Selbstdarstellung SIEMENS zur HANNOVER-MESSE

.

Industrie 4.0: Siemens zeigt digitalen Zwilling im realen Einsatz

Hannover, 24. April 2017

 

  • Aus führender Position in der Automatisierung treibt Siemens mit dem Digital Enterprise die Digitalisierung seines Geschäfts und der gesamten Industrie voran
  • MindSphere – das cloudbasierte, offene IoT Betriebssystem: Konsequenter Ausbau mit neuen Partnern und weiteren Lösungen
  • Siemens schafft offenen digitalen Marktplatz für Additive Manufacturing

Unter dem Motto „Discover the value of the Digital Enterprise“ zeigt Siemens auf 3.800 Quadratmetern in Halle 9, wie Unternehmen jeder Größe von der Digitalisierung profitieren können. Besucher erfahren hier, wie Siemens aus führender Position in der Automatisierung die Digitalisierung des eigenen Geschäfts und der gesamten Industrie vorantreibt. Im Mittelpunkt steht dabei das weiter ausgebaute Angebot für das „Digital Enterprise“, das unter anderem durch die Simulation von Maschinen und Anlagen mit digitalen Zwillingen oder mit MindSphere, dem cloudbasierten, offenen IoT Betriebssystem, die virtuellen und realen Produktionswelten miteinander verbindet. Mit Beispielen aus den Bereichen Additive Manufacturing, Energy for Industry, Molkereiindustrie sowie Pharma zeigt Siemens anschaulich, wie die Digitalisierung bereits heute in allen Stufen der gesamten Wertschöpfungskette eingesetzt werden kann und den Kunden so durch erhöhte Flexibilität, Effizienz und Qualität echte Wettbewerbsvorteile sichert.

.

Mit unserem Software-Portfolio bieten wir als einziger Hersteller den digitalen Zwilling über die gesamte Wertschöpfungskette – für Produkte, für die Produktion und für gesamte Anlagen“, sagte Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG. „Darüber hinaus unterstützen wir neue Produktionsmethoden mit innovativen Lösungen für Handling-Systeme und die Roboter-Integration sowie die Etablierung eines offenen, globalen digitalen Marktplatzes für Additive Manufacturing.“

.

Um flexibel auf individuelle Kundenwünsche in kleinen Stückzahlen reagieren zu können, sind Simulationslösungen der gesamten Wertschöpfungskette erforderlich. Der digitale Zwilling dupliziert und simuliert präzise die Eigenschaften und Leistungsmerkmale eines physischen Produkts, einer Produktionslinie, eines Prozesses oder einer ganzen Anlage in der virtuellen Welt, noch bevor in der realen Welt eine einzige Schraube in die Hand genommen werden muss. So lassen sich Produktivität und Effizienz deutlich steigern, wie konkrete Anwendungsbeispiele auf dem Siemens-Stand der Hannover Messe verdeutlichen.

.

Mit seinem Softwareangebot und seinen Automatisierungslösungen unterstützt Siemens Additive Manufacturing für Maschinenbauer und Anwender. Außerdem schafft das Unternehmen hierfür einen offenen, globalen „digitalen Marktplatz“. Dies ermöglicht neue Geschäftsmodelle, wie etwa den Verkauf von Maschinenleistung.

.

Grundlage neuer Geschäftsmodelle für Kunden ist die Anbindung an MindSphere, das cloudbasierte, offene IoT Betriebssystem von Siemens. „Wir treiben den Ausbau von MindSphere als Platform as a Service mit unseren Industriekunden und unseren Partnern kontinuierlich voran und erweitern das Ökosystem stetig“, sagte Helmrich. In der „MindSphere-Lounge“ auf dem Siemens-Stand präsentieren Siemens, Kunden und Partner neue Ideen und Anwendungen. Zudem erfahren die Besucher, wie einfach die Kommunikation zwischen Maschinen und Produktionsanlagen über Totally Integrated Automation mit MindSphere-Anwendungen erfolgt.

.

Am Beispiel der Molkereiindustrie veranschaulicht Siemens auf der Hannover Messe 2017, dass sowohl die Prozess- als auch die diskreten Abläufe in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie von der Digitalisierung profitieren können. Hohe Kostensensibilität und Massenfertigung einerseits sowie eine wachsende Vielfalt an Geschmacksrichtungen und innovativen Verpackungen andererseits sind typisch für die Molkereibranche.

.

Auch im Energiemanagement wird die intelligente Nutzung von Daten immer wichtiger. Um dynamische, vernetzte Produktionsumgebungen zu unterstützen, ist ein reibungsloses Zusammenspiel von Hard- und Software mit einem systematischen Datenmanagement notwendig. Auf dem Siemens-Stand können sich Besucher die Integration des Energiemanagements anhand einer realen Produktionsmaschine anschauen.

.

Weitere Informationen zu Siemens auf der Hannover Messe 2017 unter www.siemens.com/presse/hm17 und www.siemens.de/hannovermesse

 

.

QUELLE WIKIPEdia, Stand 22. Juni 2017:

.

„… KORRUPTIONSMERKMALE … Siemens stand zwischen 2006 und 2008 im Mittelpunkt eines der größten Korruptions-/Schmiergeldskandale der deutschen Wirtschaftsgeschichte, in dessen Folge der Vorstandsvorsitzende Klaus Kleinfeld und der Aufsichtsratsvorsitzende Heinrich von Pierer das Unternehmen verließen. Die Gesamtkosten mit erwarteten und bereits verhängten Strafen, Beraterkosten und Steuernachzahlungen beliefen sich auf 2,9 Mrd. Euro.

.

Am 15. November 2006 durchsuchten 200 Beamte, Steuerfahnder und Staatsanwälte mehr als 30 Bürogebäude an allen großen Siemens-Standorten, außerdem Privatwohnungen von ranghohen Mitarbeitern, wegen des Verdachts der Untreue. Dabei wurden Akten geprüft und Unterlagen sichergestellt. Anschließend wurde neben anderen das ehemalige Vorstandsmitglied Thomas Ganswindt vorübergehend in Untersuchungshaft genommen. Ein Strafprozess gegen ihn vor dem Oberlandesgericht München wurde im Mai 2011 gegen Zahlung einer Geldauflage von 175.000 Euro eingestellt. Ungeachtet dessen fordert der Konzern von Ganswindt einen Schadensersatz in Höhe von 5 Millionen Euro.

.

Die Ermittlungen ergaben, dass bei Siemens über längere Zeit ein System von Schmiergeldzahlungen existierte. Über eine angeblich bis 1997 bei Siemens für Anweisungen zu Schmiergeldzahlungen benutzte Verschlüsselung zur Umwandlung von Ziffern in Buchstaben berichtete am 31. Januar 2007 The Wall Street Journal.

.

Der ehemalige Siemens-Manager Michael Kutschenreuter soll der Staatsanwaltschaft München berichtet haben, dass zum Beispiel die Anmerkung „Legen Sie das in der Datei APP ab“ bedeutet habe, Schmiergelder in Höhe von 2,55 % des Preises seien genehmigt (A=2, P=5). Den zehn Buchstaben des Schlüsselworts „MAKEPROFIT“ sei die Ziffernfolge „1234567890“ zugeordnet gewesen. Ein Siemens-Sprecher erklärte, dass ihm davon nichts bekannt sei. Der Code könnte sich als entscheidendes Hilfsmittel für die Staatsanwaltschaft erweisen, da er auf Dokumenten als Hinweis auf Anweisungen zu Schmiergeldzahlungen dienen kann.

.

Die Korruptionsaffäre hatte unter anderem zahlreiche personelle Konsequenzen: Heinrich von Pierer stellte am 25. April 2007 den Aufsichtsrats-Vorsitz zur Verfügung, und zum 30. Juni 2007 legte Klaus Kleinfeld sein Amt als Vorstandsvorsitzender nieder.

.

DIETMAR MOEWS „Der Fliegende Holländer“ DMW, Öl auf Leinwand, 190cm / 190cm

.

Neuer Aufsichtsratsvorsitzender wurde Gerhard Cromme, Peter Löscher folgte als Vorstandsvorsitzender nach. Sie bestellten zum 1. Juli einen neuen Chief Compliance Officer, beschlossen ein Anti-Korruptionsprogramm und änderten die Anti-Korruptionsrichtlinien.

.

Im Oktober 2007 wurde das Unternehmen vom Landgericht München wegen Schmiergeldzahlungen im Bereich der Telekommunikationssparte Com zu einer Geldbuße in Höhe von 201 Millionen Euro verurteilt. Siemens akzeptierte das Urteil.

.

Neben der Korruptionsaffäre war die Siemens AG mit verschiedenen anderen Vorwürfen konfrontiert. Im Januar 2007 wurden 11 multinationale Konzerne wegen illegaler Preisabsprachen von der EU zu Geldstrafen von insgesamt über 750 Mio. Euro verurteilt (EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes:

.

Diese Unternehmen haben ein Kartell gebildet, das öffentliche Versorgungsunternehmen und Verbraucher mehr als 16 Jahre lang betrogen hat“). Knapp 400 Mio. Euro dieser Geldstrafe entfielen auf den Siemens-Konzern. Dies ist die zweithöchste Geldstrafe, zu der ein Unternehmen innerhalb der EU verurteilt wurde. Die ThyssenKrupp AG wurde wegen Bildung eines Preiskartells zu ca. 479 Mio. Euro verurteilt (Liftkartell).

.

Im Zusammenhang mit der Verhaftung ihres Beraters Wilhelm Schelsky am 14. Februar 2007 bestätigte ein Siemens-Sprecher, dass Schelsky seit 2001 unter anderem für Beratungsleistungen und Mitarbeiterschulungen über 14 Mio. Euro erhalten habe. Laut Siemens habe Schelsky aber seine Leistungen als Unternehmensberater nicht ausreichend nachgewiesen, weswegen das Unternehmen Ende 2006 seinen Beratervertrag fristlos gekündigt habe. Schelsky war zuvor mit Siemens beteiligt an der ML&S GmbH in Greifswald und der NSG Netzwerk-Service GmbH in Feldkirchen bei München, die heute unter dem Namen NSG ICT Service GmbH als Teil des Cancom-Konzerns ihren Sitz in Jettingen-Scheppach hat. Schelsky war Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB), einer Arbeitnehmervereinigung, die sich als „die andere Gewerkschaft“ darstellt und wurde von der AUB über 20 Jahre lang mit sehr großen Mehrheiten siebenmal wiedergewählt, bevor er sein Amt im Frühjahr 2007 niederlegte und die AUB ihm Ende Mai 2008 seine Mitgliedschaft aberkannte.

.

Siemens-Vorstand Johannes Feldmayer wurde nach Unternehmensangaben am 27. März 2007 festgenommen. Laut einer Siemens-Sprecherin stand die Verhaftung im Zusammenhang mit der Affäre um die unabhängige Betriebsräteorganisation AUB. Am 4. April 2007 wurde Feldmayer mit Auflagen aus der Untersuchungshaft wieder entlassen.

.

Ab Juni 2008 wurde dem ehemaligen leitenden Siemens-Mitarbeiter Reinhard Siekaczek vor dem Landgericht München I der Prozess wegen Untreue gegenüber seinem Ex-Arbeitgeber gemacht. Die Staatsanwaltschaft München trug insgesamt vergleichbare 58 Fälle der Untreue vor. Siekaczek war zuvor Chef der Siemens-Telefonsparte ICN gewesen. Im Mai 2010 wurde er wegen Untreue in 49 Fällen zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 108.000 Euro verurteilt.

.

Im Dezember 2008 einigte sich Siemens mit dem US Justizministerium auf die Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 450 Millionen US-Dollar und mit der United States Securities and Exchange Commission (SEC) auf eine weitere Gewinnabschöpfung in Höhe von 350 Millionen US-Dollar.

.

In Deutschland erließ die Staatsanwaltschaft in München parallel dazu einen Bußgeldbescheid über 395 Millionen Euro. Siemens stimmte auch der Verpflichtung von Ex-Finanzminister Theo Waigel als unabhängigem „Compliance Monitor“ zu.

.

Im April 2010 wurde Michael Kutschenreuter, der ehemalige Bereichsvorstand der Siemens-Kommunikationssparte Com, vom Landgericht München I zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung und einer Geldstrafe in Höhe von 60.000 Euro verurteilt. Der ebenfalls angeklagte ehemalige Buchhalter Kutschenreuters wurde zu 18 Monaten auf Bewährung verurteilt. Auf diese Strafen erkannte der Vorsitzende Richter Hans-Joachim Eckert nach Geständnissen der beiden Angeklagten, wobei er einen weiteren Anklagepunkt, nämlich Beihilfe zur Bestechung, fallen ließ. Beide Beschuldigten hatten in einem Deal zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigern eingeräumt, Schmiergeldzahlungen gedeckt zu haben. Kutschenreuter bedauerte öffentlich, die illegale Praxis der schwarzen Kassen gedeckt zu haben. Zugleich relativierten seine Anwälte insofern, als Schmiergeld ein selbstverständlicher Teil der Firmenstrategie bei Siemens gewesen sei.

.

Ein Verfahren gegen den ehemaligen Siemens-Finanzvorstand Heinz-Joachim Neuburger wurde im Juli 2011 eingestellt. Er hatte ein Angebot der Staatsanwaltschaft akzeptiert und 400.000 Euro an gemeinnützige Organisationen gezahlt. In einem Zivilverfahren wurde Neubürger 2013 verurteilt, an Siemens 15 Millionen Euro Schadenersatz zu zahlen, da er während der Korruptionsaffäre seine Aufsichtspflichten verletzt habe. Einen zuvor vom Gericht vorgeschlagenen Vergleich mit seinem ehemaligen Arbeitgeber hatte er abgelehnt. 2014 einigten sich Neuburger und Siemens darauf, dass Neuburger nur noch Schadenersatz in Höhe von 2,5 Millionen Euro zu leisten hatte und keine persönliche Schuld auf sich nehmen müsse.

.

Die Hauptversammlung der Siemens AG stimmte der Vereinbarung am 27. Januar 2015 zu. Wenige Tage nach dieser Einigung beging Neubürger Suizid.

.

In einem der letzten Prozesse in Deutschland gegen frühere Vorstandsmitglieder von Siemens wurde Uriel Sharef, als Vorstand zuständig für Lateinamerika, im Mai 2014 vom Landgericht München I vom Vorwurf der Untreue freigesprochen. …“

.

Dr. Dietmar Moews mit Prof. Alphons Silbermann

.

Dietmar Moews meint: Denke ich an Werner Siemens, der seine verwaisten jüngeren Brüder aufzog und zu internationalen SIEMENS-Managern ausbildete, der dem Geisteswissenschaftler MOMMSEN, nach Brandkatastrophe in Charlottenburg in kürzester Zeit eine neue Bibliothek anschaffte, der das deutsche Patentrecht initiierte, der als Kabelleger im Atlantik fischte, der Kupferminen im Kaukasus suchte, der die Arbeiter-Sozialversicherung, Arbeiterwohnungen und Invaliden-Renten erfand, der die ersten Elektriker ausbildete, für diesen SIEMENS-Beruf, der seither die Elektrifizierung ermöglicht – dann wird mir wirklich anders, als vor Jahren Konzernführer aus der Untersuchungshaft sprachen und der Konzern über Immobilienhandel der „DDR“-Treuhand Erklärungen abgaben. Da waren Jahre, in denen keine Gewinnsteuern mehr herauskamen, außer mit Treuhand-Immobilien.

.

.

So möchte ich doch diesem großen Werner von Siemens dennoch nur Gutes nachsagen:

.

.

Ich weise auf die diversen SIEMENS-Stiftungen hin, die aus und im Geiste Werner von Siemens gegründet worden sind und auch heute den Namen SIEMENS in einen engen konstitutiven Zusammenhang mit unserer abendländischen KUNST und KULTUR halten:

.

.

Diese Stiftungen gehören ebenfalls zum Corporate-Image von SIEMENS, sind aber rechtlich und ökonomisch nicht Teile der SIEMENS AG. Doch, sie tun satzungsgemäß Gutes im Namen SIEMENS.

.

.

FINE E COMPATTO

.

WARNUNG: recommended posts (Zusätze, die als Empfehlungen oder Beziehungen von WordPress hier eingestellt werden)

 

auf dem Dietmar Moews‘ Blog eingeblendete „Recommended Posts“ oder sonstige „Pseudoempfehlungen“ werden von WordPress

.

gegen das Einverständnis des Eigentümers Dr. Dietmar Moews

.

hier gezeigt und sind keine Empfehlungen von Dr. Dietmar Moews. Nichts davon wird i.S.d.P. von Dr. Dietmar Moews verantwortet. Dietmar Moews klickt diese „recommendends“ nicht an und liest nichts davon.

.

Ab jetzt werden alle Dietmar Moews‘ Blog-Beiträge mit dem SLOGAN

FINE E COMPATTO deutlich beendet.

 

 

WARNUNG: recommended posts

 

.

und BESTELLEN

subscription to Dietmar Moews Abonnement von Dietmar Moews un abonnement à Dietmar Moews

Blätter für Kunst und Kultur erscheinen in loser Folge im Verlag Pandora-Kunst-Projekt Köln

Blätter Neue Sinnlichkeit

 

.

Indem ich Ihnen ein langes Leben wünsche, sparen Sie auf diese Weise ganz erheblich.

Abonnement auf Lebenszeit für EURO 500,- (oder entsprechender Landeswährung)

Einzelpreis oder Abonnement inkl. Versand EURO 12.-, Schüler bei Selbstabholung EURO 4.-

Abonnieren Sie mit Namen, Postanschrift, Ort, Datum, Unterschrift sowie EURO 500 zur Verrechnung bei:

PANDORA KUNST PROJEKT

zu Händen Dr. Dietmar Moews

Mainzer Straße 28

D-50678 Köln am Rhein