GO NOW – Gerechtigkeit kultureller AUSFALTUNGEN als profitorganisierte Musik

Januar 8, 2018
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Vom Dienstag, 9. Januar 2018

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Alle Menschen leben musikalisch. Alle Menschen leben mit Musik. Das reicht von allen möglichen sozio-kulturellen Nebennutzungen von musikalischen, von rhythmusstimulierbaren, bis hin zu weitgehend unmusikalischen Menschen – denn Musik ist fast immer dabei.

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https://www.youtube.com/watch?v=SN2fOgfFnDo

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MUSIK – dahin betrachtet, wie sie entsteht, wie Musik produziert wird, wie von Alltagsgeräuschen zum Nachtigal-Gesang, von rhythmischen Nebeneffekten der Arbeit bis zum quietschenden Bett bei Begattungsversuchen, von Melodieschöpfungen hin zu Klangorganisation, Stimmgesängen, Chorgejubel und Paukenschlag von Ehren- und Salutkanonen, all den wunderbaren Musikinstrumenten und all den tapferen begabten Menschen, die durch die Anfängerdisziplin und Übungsschmerzen hindurch es schaffen, Musik zu machen – wenn es hoch kommt meisterlich komponieren, genial zu arrangieren, übermenschlich ein Instrument zum Klingen zu bringen vermögen.

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Und dann ist da – vom blöde grinsenden Untermenschen bis zu all denen, die verstehen und wertschätzen, wenn sich Menschen über die Natur hinausgearbeitet haben und Vorspielen – das heterogene, also ganz unterschiedlich empfangsfähig, kennerhaft, professionell und emphatisch-mimetisch das kollektive Musikkonsumerlebnis als soziale Notwendigkeit schätzen und dafür politisch eintreten (dass der Staat Hochmusik-Betrieb aufrecht zu erhalten sucht).

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Bei den materiellen und ökonomischen Bedingungen für diese plurale musikalische Lebensweise wurde ein weitreichend, tief durchgreifendes Organisationsprinzip etabliert:

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DIE KULTURINDUSTRIE.

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Die Kulturindustrie ist die organisierte Musikbetrieberzeugung, die sich auf Hörer und Konsumentenbedürfnisse wie auf die Musikerlebnisse selbst (Veranstaltungen, Konzertorte, Bühnen, Studios usw.), bei denen die Musikaufführung im Mittelpunkt steht, wo sich die Konsumenten mit den Produzenten begegnen, wie auch der Produzentenseite, die aus vielen wichtigen verschiedenen Rollen besteht, vom Klavierstimmer zum Klaviertransporter, vom Pianisten zum Klavierlehrer, vom allgemeinen Schulunterricht, zu musikalischen Traditionskräften, wie Kirchen-Rituale, Feiermusik, Sexmusik, Militärmusik, Aufregungsmusik bis Einschläferungsmusik.

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Diese heutige KULTURINDUSTRIE ist ökonomisch ein „MATCH-FUND“.

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Informelle private Haushalte finanzieren Volksmusik und Musikschüler. Der Staat ist überdimensional auf Musikorganisation, als teil des Curriculums, von der Ausbildung zur Einübung zur Aufführung etabliert. Aber ein ganz gravierender, geradezu stilprägender bzw. erzwingender Organisiationszweig der Musik ist die profitorientierte MUSIKORGANISATION.

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Da gibt es jetzt ein profitorientiertes Gate-Keeping:

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Was wird vermarktet und bereitgestellt – was wird in Archiven versenkt und „darf“ nicht mehr erklingen?

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Aus musiksoziologischer Sicht ist wesentlich zu Unterscheiden, dass es individuelle MUSIERLEBNISSE gibt (mit dem das Individuum alleine ist). Etwas ganz anderes ist das öffentliche Musikerlebnis, dass die Musikqualität des Musikkonsums durchdringend prägt, schult und geradezu erzwingt, sodass ein Musiker, der was anderes singen möchte, keine Hörerschaft finden kann.

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Z. B. die DLF-Sendereihe „Klassik Pop etcetera“ hat sehr oft enorme Raritäten auf Bereitstellung, doch – es verhallt im musiksozialen OFF. Es kommt nicht wieder – Einzelnachfragen werden nicht öffentlich – Resonanz im Musikologischen kommt nicht zustande.

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Für Nachfragemarkt und Entwicklungstempo, zwischen Musiktraditionen und Innovation bei Breitenkultur, Pop-Kultur und Elitekunst, haben heute die überwiegend staatlich zugeschnittenen Personnages im Musikbetrieb die Macht darüber, wer die Preise bekommt, wer die Professuren bekommt, wer staatliche Publikationshilfen und Auftritte bekommt usw. usf. sodass musikalische Revolutionen, die wirklich von MUSIK ausgelöst werden, fast unmöglich sind.

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Doch wenn sowas mal geschieht – wie die BEATLE MANIA, anfang der 1960er Jahre – folglich das konkrete Musikgeschehen und der Musikbetrieb über den massenhaften Musikgebrauch erobert wird, bis die KULTURINDUSTRIE und all die staatlichen Musikverbreitungsmedien einer solchen Revolution sich annehmen, gibt es NEUES, das zum lebensbejahenden Bestandteil des Alltagslebens und der Sozio-Kultur wird.

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Das heißt – auch wenn NEUES hervorkommt, wird es kaum zur Öffentlichkeit und Erfahrung, sondern verhallt.

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https://www.youtube.com/watch?v=g8Paxl-I7cQ

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Und dann wird es von der KULTURINDUSTRIE erwürgt.

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Wenn NOTHING COMPARES 2 U, als die Pop-Single von Sinead O Connor in den Massenmedien angekommen war, wurde sehr plötzlich, über die PLAY-LISTS der Radio- und Fernsehsender, dieser originelle Popsong gestoppt – ein sogenannter FOLLOWER wurde publiziert, den aber kaum jemand hören wollte – und die junge Sängerin Sinead o Connor war abgeschnitten (es folgten Skandale, Kaprizen und Boulevard-Quatsch, die mit der Prominenz der Sängerin, aber nicht mit ihren künstlerischen Ambitionen „Auflage“ und „Quote“ zu machen versuchten).

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Wer das erlebt und versteht, wird desto begeisterter sein, wenn er sich die BEATLES, ROLLING STONES, KINKS, SEARCHERS, DAVE CLARK FIVE, HOLLIES, MANFRED MANN, SMALL FACES, THE WHO, BEACH BOYS, von 1962 aufwärts anschaut, die in den verrücktesten Zeit alle zwei Wochen einen neuen Power-Hit rausbrachten, die jährlich zwei LP’s (Alben) rausbrachten – die jedesmal erneut mit kleinen Innovationen ankamen und NEU zu sein es fertigbrachten: Lazy sunday afternoon.

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Dietmar Moews meint: Wo sind all die genialen Begabungen der Kohorte, der Louis Armstrong zugehörte – die machten Weltmusik für alle Zukunft. Noch heute wird man das Trompeten von Louis Armstrong saugen und lieben.

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Sind Sie – liebe Benutzerin der LICHTGESCHWINDIGKEIT und lieber Benutzer, schon auf die Liebesbeziehung zwischen Louis Armstrong und Keith Richards gekommen?

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Von Duke Ellington und Charly Parker, Chet Baker und Glenn Gould, Vladimir Horovitz und Daniiel Trifonov, Aretha Franklin und Otis der totis – die Frage:

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Wo sind all die Musiktalente, wie 1960 über Buddy Holly zu Elvis, über Skiffle und Chicago-Blues, von Bebop zu Sixteen Tons, zu Bella Ciao und Lotta Continua, Turn Turn Turn – wo sind diese vielen begabten jungen Leute heute, denen ohne das Musik-Selbermachen eine ganz wichtige kollektive Klammer abgeht, die weder mit Computer-Surfen noch Kiffen oder Saufgemeinschaften entfaltet werden kann?

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Der Superhit GO NOW (war auch wieder nur ein Cover) konnte 14 Wochen Platz 1 der britischen Charts 1964 (Verkaufszahlen) erreichen – es war einer meiner Geschenkwünsche zu meiner Konfirmation, die die Arbeitskollegen meines Vaters mir angedeihen lassen wollten, und sich dafür die Hacken abliefen – ich wusste bereits die Bestellnummer dieser MOODY BLUES-Single, die niemand kannte und diese Platte war in Deutschland noch längst nicht erschienen – eine tolle Musik. Das Geschenk kam zwei Monate nach meiner Konfirmation tatsächlich bei mir an und wurde doch zum Hit meiner Geschenkorgie (ich glaube, von Geld kaufte ich mir ein Fahrrad – es ist längst im Fahrrad-Himmel – GO NOW, die deutsche DECCA-Platte, ist noch hier).

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Der Sänger von GO NOW, Denny Laine, der jahrelang mit Paul McCartneys WINGS spielte, ist mittlerweile 73 Jahre alt. Ray Thomas, von den MOODY BLUES ist gestern 76-jährig gestorben:

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„We’ve already said: Since you gotta go, oh you had better go now.“

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Unglaublich – Denny Laine mit der Haarfärbung von Gerd Schröder

 

 

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Bill Wyman 80

Oktober 25, 2016
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Vom Dienstag, 25. Oktober 2016

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Der Bassgitarrist der Rolling Stones, Bill Wyman, erlebte am 24. Oktober 2016 seinen 80sten Geburtstag.

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Deutschlandfunk, FAZ und die wichtigsten Massenmedien in Deutschland haben den Geburtstag angesprochen:

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, Feuilleton, am 24. Oktober 2016:

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FAZ am 24. Oktober 2016: Bill Wyman 80

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Bill Wyman spielte etwa 30 Jahre, seit 1962 bis 1992, in der epochalen Popmusik-Band The Rolling Stones aus London in unzähligen Live-Konzerten in aller Welt, Bill Wyman gilt neben Brian Jones, Mick Jagger, Keith Richards, Charly Watts und Ian Stewart zur Gründungsbesetzung der Stones. Die musikalische Ausrichtung war zunächst die US-amerikanische Blues-Rockmusik, auf die Gitarren-Combo sowie Stimmen, Mundharmonika und Klavier gestellt.

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Mit dem Aufstieg der Rolling Stones in die kulturindustrielle POP-MUSIK der 1960er Jahre entstand eine intensive BEATLES-MANIA, der langhaarigen zunächst britischen Amateurbands, deren bedeutende schöpferische Generation rückblickend als ein musikalisches Jahrhundertereignis erscheint.

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Mit dem Geburtsjahrgang 1936 zählt Bill Wyman zu den älteren dieser „Beat-Musiker“, die meist, noch Kriegskinder, um 1940 geboren sind, die überwiegend autodidaktisch in einen 60er Jahre Life-Stile eingingen und durch die Libertinage der elterlichen Kriegsgeneration den Genuss erheblicher individueller Freiheit geschenkt bekommen hatten. Sehr viele dieser britischen Beatmusiker trafen sich an Kunsthochschulen und bald auf den Club-Bühnen und Aufnahmestudios in London. Dazu kam ein sehr ehrgeiziger kleiner Kreis musikindustrieller Verwerter, Verleger und Promotoren. Beinahe alle britischen Bands der 1960er Jahre, Beatles, Rollings Stones, Hollies, Searchers, Kinks, Who u. a. wurden geschäftlich ausgenommen und in riesige Steuerschulden gestürzt.

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Bill Wyman hat sich bei den Rolling Stones künstlerisch und geschäftlich im Hintergrund aufgehalten. Sein Bassspiel ist sowohl in der Live-Band wie bei den Studio-Produktionen durch die dichte treibende Ausdruckskraft auf den Schlagzeuger Charly Watts bezogen, legendär.

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Die Rolling Stones als Hit-Pop-Band haben bis 1992 mit Bill Wyman – sowohl mit Brian Jones, Mick Taylor und Ron Wood – ihre größten bekannten Plattenerfolge erreicht – von Satisfaction, Jumping Jack Flash (wo Keith Richard den Bass spielt, den Bill Wyman ausgelegt hat), bis Brown Sugar oder One Hit To THE Body.

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Nachdem Bill Wyman bei den Stones aufgehört hat, spielten die Rolling Stones mehr als eine Mick Jagger-Band sehr aufwendige Studioplatten, mit Hilfe der besten Sessionmusiker sowie in riesigen OPEN-AIR-Konzerttourneen mit erheblichem Publikumsinteresse – hauptsächlich auf die Musik der Bill Wyman-Zeit.

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Bill Wyman hat inzwischen eigene „Amateurbands“ formiert, mit namhaften Sessionisten der alten Londoner Musikszene, insbesondere „The Rhythm Kings“, die am kommenden Wochenende prominent in LONDON konzertieren Vielleicht spielt da auch mal einer der Stones mit.

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Dietmar Moews meint: Mich beschäftigt mein Leben lang, wie phänomenal damals in England diese „Jugendbewegung“ über die Proletenmusik so intensiv zusammengekommen sein konnte, dass daraus WELTPOLITIK wurde, die mich persönlich vollkommen ergriffen hat.(Es passte meine elterliche Großzügigkeits-Erziehung – Geburtsjahrgang 1924 – zu diesen 1936 / 1944 geborenen Liberages offenbar zusammen).

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Die Beatlesmania, die von den Rolling Stones enorm akzelleriert worden ist, ging einher mit dem HÖHER SCHNELLER WEITER nach dem ZWEITEN WELTKRIEG, was man Emanzipation nannte und bis zu JIM HENDRIX formal die Grenzen (der Lautstärke und Steigerungsmöglichkeiten) überschritt, so fern Gitarren verbrennen, zerstörte Trommelfelle und Feedback keine ausbaufähigen ästhetische Aspekte mehr boten und nicht bieten. Mit Songlyrics wie Satisfaction, Get off of my cloud gehören die Stones zu den literarischen Autoren, wie Ray Davies von den Kinks, Pete Townshend von The Who, später auch John Lennon – kurz – bis hin, dass der Autor von „LIKE A ROLLING STONE“, Bob Dylan, den diesjährigen Literatur-Nobelpreis zugesprochen bekam.

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Bill Wyman ist einer dieser im zwanzigsten Jahrhundert zu historischem Rang aufgestiegenen Menschen, die mit wertorientiertem Verhalten eine erhebliche Sozialkraft entfalteten und anders als so viele Jung-Millionäre (die im öffentlichen Show- und Medien-Geschäft, wie Fußballstars – meist aus Blödheit -, eben schlechte Vorbilder abgeben) ein einfaches Menschenbild vertreten und leben. So blöd, wie Beckenbauer oder Hoeness (vielleicht Allan Price, der den Kollegen die Songrechte klaute), ist kaum einer der Hundertschaften britischer Popmusiker ins öffentliche Geschehen eingegangen.

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Hierzu gibt es inzwischen sehr wichtige umfangreiche Interviews auf YOUTUBE, die ich nur empfehlen kann, was Bill Wyman, John Lennon, Mick Jagger, Ray Davies, Pete Townshend, Phil May oder Dick Taylor von den Pretty Things so dachten und denken. Hier liegt, summarisch betrachtet, der Integrationswert von Unterhaltungsindustrie der Konsummassen. Die prominenten Adepten sind einzeln zu prüfen.

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Chris Squire 1948-2015 – Kurznachruf

Juni 29, 2015
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vom Montag, 29. Juni 2015

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Der britische Rockmusiker Chris Squire starb 67-jährig am 27. Juni in Phoenix Arizona infolge eines langen Leukemie-Leidens.

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Chris Squire wurde als Christopher Edward Russel Squire am 4. März 1948 in Kingsbury / London geboren, wo er aufwuchs und lebte.

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Er erlebte die Beatlemania in den 1960er Jahren in London intensiv, indem er von anfang an, schon als Schüler, Elektro-Bass spielte und – er arbeitete in einem bekannten Gitarren- und Musikalienladen. Als seine Vorbilder im Bassspiel gab Squire Paul Mc Cartney von The Beatles und John Entwistle von The Who an.

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Nachdem Chris Squire in zahlreichen jungen Beatbands mitspielte kam es mit The Syn zu den erste Studioplatten mit Verkaufserfolg und bald darauf mit dem Sänger Ion Anderson zur Gründung von „YES“.

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Squire war der einzige Yes-Musiker, der auf jedem YES-Album zu hören ist. Als einziger hat er die Band nie verlassen. Neben seinem innovativen, außergewöhnlich melodiösen Bassspiel ist auch sein Gesang bei vielen Yes-Stücken zu hören. Bereits in den späten siebziger Jahren, verstärkt aber seit der LP „90125“ ist er für den starken Pop-Rock-Einschlag verantwortlich, der Yes’ Musik seit den achtziger Jahren stark prägt. Im Jahr 1980 löste sich YES erstmalig auf – spielte dann aber weiter Studioaufnahmen, in vielfältige Besetzungen. Z. B. mit Squire, Anderson und dem Schlagzeuger Bill Bruford war Yes eine SUPER-GROUP ohne Vergleich.

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Dietmar Moews meint: Geschmack ist eine eigene Sache – meine eigene Erfahrung als Bassspieler in den 1960er Jahren reisst mich zu einer superlativen Bemerkung hin für den gestorbenen Chris Squire:

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Im Jahr 1968 war das Hit-Single-Stakkato der weltberühmten britischen Beatbands zuende.

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Man kann sagen, die erste Generation, Hollies, Beatles, Rolling Stones, Kinks, Who, Searchers, Swinging Blue Jeans, Manfred Mann, Dave Clark Five und etliche andere etwas später kommende, wie The Small Faces und Led Zeppelin, gaben den heftigen Rhythmus ständiger Neuerscheinungen auf. Man machte nun nicht mehr 1.47 Min. Hits (Hippy Shake, Love me do) sondern Langspielplatten und Programmmusik. Die Beatles hörten damit bald auf – mit „Revolution No 9“ setzten sie den ästhetischen Schlusspunkt – für alle.

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Das war „sozial-psychologische Erschöpfung“ der Musiker und der Kundschaft. Und die Musikindustrie hatte das Stildiktat übernommen, dem die Bands physisch nicht mehr Folge leisten konnten. Ab da ging es nur noch ums Geschäft.

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Es musste etwas Neues kommen.

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Und das kam dann mit den sogenannten Supergroups The Cream und Jimi Hendrix – einem Aufleuchten von ganz kurzer Dauer.

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Aber dann ergaben sich „barocke“ Ausweitungen in dieser Bandmusik, mit der britischen Collosseum, mit der Bostoner Blood Sweat and Tears, mit Genesis und mit YES, die Chris Squire mitgestaltete. Diese Gruppen waren eher Big Bands als Combos und spielten komplex und technisch sehr schwierige Sachen – nicht nur im Studio, sondern auch live.

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Wer jemals vor der Bühne von Chris Squire stand und auf dessen Finger schaute, er spielte hauptsächlich auf einem Rickenbacker 4001 Solidbody – dazu sang er lupenreine Mehrstimmen zu dem Glockenstimmensänger Ion Anderson, war einfach fasziniert von der artistisch-körperliche Leistung. Squire war als nicht klassisch ausgebildeter Bassspieler auch spieltechnisch virtuos und richtig stark kam das von der Bühne..

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