Mohammedaner Muezzin ruft vom Minarett zum Gebet oder nicht

Oktober 15, 2021

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am Freitag, 15. Oktober 2021

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Mohammedaner Muezzin ruft vom Minarett zum Gebet oder nicht - featured image
Kölner Kardinal Woelki, der die römisch-katholischen Hauspäderasten vertuscht.

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„Das Feste flüchtig machen und das Flüchtige fest“ – diese beiden Vorstellungsirrtümer verursachen den Menschen ständig Ungemach.

Warum? Wie geht das?

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In Köln wird viel kopflos gemacht. Man baut Plastikhütten für die Coronaverrückten auf die Straßen-Seitenabstellplätze für parkende Autos. Wer nicht in der Großstadt wohnt, kennt das Autofahren – man hält an und parkt; man fährt zu hause auf den Hof, in die Garage oder steht einfach vor der Haustür auf der Straße. In Köln bezahlt man ein Anliegerticket, aber dann entstehen all diese Parkplatzbestuhlungen der Kneipen. Dazu kommen nun Unmengen der Affenboxen-Fahrräder, die ungebremst in die Knautschzonen der Kinder rutschen, alles voll. Und nun hat man stadtgestalterisch in der Kölner Südstadt – Merowinger Straße – hunderte große Grünzeug-Pflanzkisten auf den Gehwegen abgestellt, wo jetzt Fahrräder, Kneipenbestuhlungen und diese furchtbaren Kübel den Platz vollkommen vermüllen und der KÖLNER STADTANZEIGER berichtet: Die Pflanzkübel machen die Merowinger Straße noch schöner. Ja klar es fehlen Vuvuzelas und Muezzine, wenn die 18 Uhr-Glocken läuten. Kinderwagen können mit Blaulicht auf der Straße geschoben werden.

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Das Bewegen ist einfach träge. Und das Festhalten hat mit natürlichen Wandelkräften zu tun. Beide Richtungen kann man erkennen und zu beeinflussen versuchen. Ändern kann man es nicht. Deshalb sollte nicht mit solchen Etiketten wie „konservativ“ oder „traditionsbewusst“ versucht werden, den fortlaufenden Wandel stoppen zu wollen. Man kann mitgehen, nachsteuern, umlernen.

ISLAM als Staatsherrschaft ist in Deutschland nicht verfassungsgemäß; in Deutschland gilt mit dem nationalen Grundgesetz (GG) Religionsfreiheit. Der Mensch hat individuell eigene Religionsfreiheit. Religionsorganisationen im Staat aufzuziehen oder Moralunternehmen zu konstituieren ist gesetzwidrig – man kann Vereine gründen oder Wirtschaftsfirmen. Schon die USA-Scientologie-Firma ist mit dem Geschäftsmodell als religiöse Sekte im Grundsatz rechtswidrig – sie machen es als Verein mit Schülermitgliedern als bezahlte Schule. Die Ablehnung der deutschen Verfassung durch die Scientology-Sekte macht sie verfassungswidrig; dennoch hat der deutsche Fiskalstaat den Scientologen eine gewisse Steuerbevorzugung als Religions-Gemeinschaft zuerkannt.

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Okee.

Wir haben derzeit durch die Stadt Köln und durch die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Initiative, den Mohammedanern in Köln, die eigene Moscheen in Köln unterhalten, zu gestatten, öffentliche Muezzinrufe zu den regelmäßigen täglichen Gebeten aufzuführen. Voraussetzung sind dazu schriftliche Anträge der jeweiligen Moschee-Gemeinde offiziell bei der Stadt Köln.

Gedanke und Wertidee der Kölner Bürgermeisterin soll das Prinzip Kölner Lebensart sein, Toleranz, Geduld, Solidarität, Stilpluralität, keine Segregation, Nischen- und Minderheitspielräume, freundliche öffentliche Lebensweise.

Wenn eine Moschee ein Minarett hat und gerne einen Muezzin öffentlich und lautstark zum Gebet rufen lassen möchte, so soll das in Köln ermöglicht werden. Man sagt dann auch, die Kirchen läuten, wie sie wollen – warum nicht die Muezzinrufe.

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Mohammedaner Muezzin ruft vom Minarett zum Gebet oder nicht - featured image
Dietmar Moews malte im Jahr 2000 den Faltenwurf, 140cm/140cm, Ölfarben

Außerdem wird auch geglaubt, dass Integration z. B. der vielen Generationen Türken und türkenstämmigen Kölner, die familienspezifisch den Islamisch-sunnitischen Glauben als eigene Prägung pflegen, sollen in Köln nach der eigenen Fasson selig werden und beten dürfen, wann und wo es ihnen sinnvoll scheint. Und die Mohammedaner sollen auch staatliche Förderung erhalten, so, wie es deutsche Religionspflege gewohnt ist.

Die Unterschiede des Christentums in Deutschland als relativierte Staatsreligion verschiedener Prägungen Roms, orthodox, protestantisch, calvinistisch u.a. wird durchaus traditionell und auch im GG mit Sonderformen gepflegt, anders als Judentum und Islam.

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Dietmar Moews meint: Ich finde, das informelle Prinzip der rheinischen Lebensfröhlichkeit in Köln, mit allen Wendigkeiten und Schwächen, sollten alle Deutschen mal für einige Wochen im Alltag miterleben – das ist keineswegs nur Karneval und Kölsch, anders als Düsseldorf, anders als allemanische Maskenspiele. Das ist in Köln auch die Bereitschaft zum gelebten Mittelmaß, die unschöne Stadtgestaltung, die teils wirtschaftskriminellen Tollheiten wie auch die römisch-katholischen Kinderficker-Freibriefe, die kein Domschatz in Gold verblenden kann.

Doch die Muezzinrufe für Köln haben sehr harte politische Hintergründe:

Es gibt in Köln hochintegrierte Türken, sowohl mit der türkischen Staatsbürgerschaft wie auch viele in Köln geborene haben die deutsche Staatsbürgerschaft gegen die türkische angenommen. Es gibt in Köln Mohammedaner anderer Abkünfte als nur Türkei, es gibt Schiiten aus Iran, aus Libanon und Irak, es gibt Koranorthodoxe mit Rasierverbot für Männer, z. B. aus Afghanistan, und Kopftuchpflicht für Weiber usw. wer sich für ISLAM und KORAN, für Sunniten und Schiiten interessiert, könnte hier reiche Informationen einklinken.

Betreffs der Sunniten der Kölner Moscheen, die hier von der Kölner Oberbürgermeisterin Reker ermuntert werden, offiziell Mueszzinpraktiken zu beantragen und zu beginnen, wenn die Gemeinden das wünschen, muss allerdings nun erkannt werden:

Etliche Kölner sunnitische Moscheen gehören der DITIB – das ist die des türkischen Staatschefs Erdogan kontrollierte Glaubens-Kampfgruppe in Deutschland – Erdogan, der den Kölner Türken bei der Einweihung der (Atomkraftwerk)-Moschee von Ehrenfeld versicherte, dass er, Erdogan, ihr Präsident sei.

Und DITIB ist also nicht dem Zentralrat der Mosleme in Deutschland angeschlossen und – man muss es wissen – DITIB ist nur eine kleine Gruppe der Kölner Mosleme. Die meisten sind säkuläre in Köln integrierte Mitbürger.

Alle anderen Mosleme, ob Sunniten aus Türkei, Irak usw. oder Schiiten aus Persien sind weitgehend in Köln und in Deutschland integriert, gehen Weihnachten zum Glockenläuten untern Lichterbaum und freuen sich sowohl über die vielen christlichen Feiertage und dazu noch zu ihren mohammedanischen Feiertagen bezahlten Urlaub gewährt zu bekommen. Alles in Allem nicht so schlecht als Kölner Mohammedaner.

Wenn also die DITIB Muezzine in Stellung spielen, ist das kein Dienst an der Integration in Köln, sondern eine selbstinitiierte Apartheit und Wahlkampf für Erdogan; aber auch das kann Frau Bürgermeisterin Reker ja sinnvoll finden.

Ich finde das nicht.

Ich finde, dass die DITIB des Erdogan seinen überwiegend sehr ungebildeten Erdogan-Türken in Köln durchaus mal etwas genauer auseinandergesetzt werden sollte und sie davon abzubringen sind, dass die DITIB den ISLAM oder das Deutschtürkentum oder die Heimatliebe als Kölntürken durchlöchern sollten. Wer Anatolien lieben will und die traditionelle Unterklassenlebensweise dort, kann das in Köln nicht, weil man hier – auch Frauen – zur Schule geht und das Lesen und Schreiben lernt.

Ich weiß, dass die meisten noch der dritten Generation Türken in Deutschland türkisches Fernsehen konsumieren, und schlecht Deutsch sprechen. Ich weiß auch, dass viele Türken nicht mehr in die Heimat ihrer Familie zurückdürfen, weil sie freie demokratische Deutsche geworden sind.

Also schöne Glockenspiele der deutschen Kirchen! – das ist eindrucksvoll zu hören und geht so Manchem auf den Sender. Muezzin am Heiligabend ist dagegen Dada. Und endlich (Abschaffung der vom Finanzamt eingezogenen Kirchensteuer – da sollten sich die Gläubigen mal bei Herrn Woelki persönlich melden)

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Ich bin ene kölsche jung, wat willse mache nicht in Mitteldeutschland Ex-DDR

September 24, 2020

Lichtgeschwindigkeit 10101

am Donnerstag, 24. September 2020

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Musikgenie Jacques Offenbach aus Köln

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Liebe Benutzer des Blogs LICHTGESCHWINDIGKEIT – selbst, wenn der Zeiger steht die Zeit vergeht. Nun, selbst, wenn er nicht steht blickt man immer noch treu in die Runde, ob es wohl jemand merkt. In Oldenburg sagt man „Moin“ – wer Zeit zum Klönschnack hat, sagt es mit „Moin Moin“. Wir wissen, Menschen verhalten sich regional verschieden. Richtung Ostfriesland wird auch schon mal geschwiegen (wenngleich, wenn so jemand in Fahrt kommt, sprudelt es erheblich).

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Autobiografie Konrad Adenauer weist auf 200 unbeschädigte Gebäude von Köln, 1945, hin 

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Mich besorgt meine soziologisch-anthropologische Erkenntnisbegrenztheit, zu verstehen, wie es „lernfähig“ wäre, die weitgehende gelebte Misanthropie in vielen Mitteldeutschland-Regionen zu lockern, zu befreien?

Mir drängen sich die eigenen Alltagserlebnisse auf, die ich seit vielen Jahren in den sehr unterschiedlichen Benehmensformen, z. B. in Hannover, München, Magdeburg, Leipzig, Dresden – jetzt Köln kennengelernt habe und auch mitmachen musste.

Besonders die ganz eigene Kölner Freundlichkeit – nicht mit „rheinische Frohnatur“ fassbar – rührt mich, Folgendes aufzufalten:

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Wenn missliebige Ausländer und Zuwanderer, Fremde und Kostgänger einige Zeit in Köln leben, sagen sie, Köln sei gut, besser als … denn in Köln sind Kölner an sich freundlich und hilfsbereit.

Und so bleibt es nicht aus, dass die Dauerparty um Straßenkarneval und Effzeh auch diese Kölnfremden umgibt, die sich wundern, aber bald merken,

 

„mer sin wie mer sin, mer jecke am ring… dat es jet wo mer stolz drop sin“.

 

Als Drittgenerationstürke inmitten sangesfreudigen Kölsche zu stehen und selbst mitzusingen, weil irgendwie verstanden wird, wenn et Trömmelsche schlägt, Kölsche Jung wat willse mache – dat es jet wo mehr stolz drop sin –

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macht alle froh.

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Und ich denke dann immer an meine Genossen in Pankow, Brandenburg Hannover oder Magdeburg, wie die das erleben würden, nachdem sie prinzipiell diese Kölschen Gelage meiden und möglichst verreisen, wenn das „Rheinland“ wieder komisch wird.

Ich bin sicher, meine Ostberliner Bekannten (Freunde?) würden es im Laufe einiger Jahre selbst erkennen, wie wenig dumm die Kölsche Singerei ist, wie viel Gläser Kölsch man verträgt und dass der Effzeh zu Beginn der Bundesliga unerreichbare deutsche Fußballspitze war. Und das kann doch in Köln heute noch gefeiert werden.

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Ich bin weit in unserer Welt herumgekommen. von Bolungarvik, Mirabella Imbaccari, Moskau, Ivanowka, Los Angeles und Buenos Aires. Als Kind eines Hinterpommern/Berliners und einer Deisterblume aus dem Calenberger Land, sagte mein Vater im Streit zu mir: Du bist ein Bastard. Eltern aus Berlin und Hinterpommern, wie mein Vater? – mithin war er wohl selbst ein Bastard.

Das ist ein völlig schräger Begriff „Bastard“ – das sagt man bei Straßenkötern.

Nazisoldaten nannten britische Soldaten, „Tommies“ und „fucking bastards“.

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Wenn man als Norddeutscher im niederrheinischen Köln die freundlichen und sangesfreudigen Kölner erlebt – und steht inmitten dieses Singsaufens, egal ob im Karneval oder beim 1. FC Köln – wird man Berlin nur noch eklig erinnern können (wenn man es kennt). Und man kann Bläck Fööss, von denen das Lied STAMMBAUM kommt, selbst als heutige Coverband von sich selbst, nur affirmieren – nicht ablehnen.

Zumindest die Behauptung: Jeder Jeck ist anders! muss jeder gelten lassen.

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    E                             A         B 
Ich wor ´ne stolze Römer koom met Cäsar´s Legion 
   E                          A         Bsus4 B 
Un ich bin enne Franzuus koom mim Napoleon 
        C#m              G#m      A6             E 
Ich bin Buur, Schreiner, Fischer, Bettler un Edelmann 
A         E       F#m     B     E  B 
Sänger un Gaukler su fing alles an 


Ich war ein stolzer Römer, kam mit Cesars Legionen
Und ich bin ein Franzose, kam mit dem Napoleon
Ich bin Bauer, Tischler, Fischer, Bettler und Edelmann
Sänger und Gaukler, so fing alles an
 
[Refrain] 
          E   B          C#m  E 
Su simmer all - heh hinjekumme  
             A    B               E      E7 
Mir sprechen hück - all die selbe Sproch 
           A    Ab          C#m   A 
Mir han dodurch - so vell jewunne 
                E   A              E 
Mir sin wie mer sin - Mir Jecke am Ring 
A            E      Bsus4 B   E Esus4  E Esus4 
- Dat es jet wo mer stolz drop sin 

So sind wir alle hier hin gekommen
Wir sprechen heute - alle die selbe Sprache
Wir haben dadurch - so viel gewonnen
Wir sind wie wir sind, wir fröhlichen Leute am Rhein
Das ist es, wo wir stolz drauf sind
 
[Verse 2] 
E                        A                 B 
Ich bin us Palermo braht Spajettis für üch met 
   E                            A                 Bsus4 B 
Un ich, ich wor ´ne Pimmok hück laach ich met üch met 
        C#m             G#m   A6          E 
Ich bin Grieche, Türke, Jude, Moslem un Buddist 
    A                 E              F#m      B        E     B   
Mir all, mir sinn nur Minnsche für´m Herrjott - simmer jlich 

Ich bin aus Palermo, brate Spaghetti für Euch mit
Und ich war ein Zugereister, heute lach ich mit euch mit
Ich bin Grieche, Türke, Jude, Moslem und Buddist
Wir alle sind nur Menschen, für den Herrgott sind wir gleich.
 
[Refrain] 
          E   B          C#m  E 
Su simmer all - heh hinjekumme  
             A    B               E      E7 
Mir sprechen hück - all die selbe Sproch 
           A    Ab          C#m   A 
Mir han dodurch - so vell jewunne 
                E   A              E 
Mir sin wie mer sin - Mir Jecke am Ring 
A            E      Bsus4 B   E Esus4  E Esus4 
- Dat es jet wo mer stolz drop sin 

[Verse 3] 
   E                                A           B 
De janze Welt suu süüt es us is bei uns he zo Besöök 
E                                A             Bsus4 B 
Minsche us alle Länder stonn met uns he an der Theek 
   C#m            G#m     A6           E 
Ma jlöuf ma is in Ankara, Tokio oder Madrid 
        A                E      F#m   B      E     B 
Doch se schwaade all wie mir un sööke he ihr Jlöck 

Die ganze Welt, so sieht es aus, ist bei uns hier zu Besuch
Menschen aus allen Ländern stehen mit uns hier an der Theke
Man glaubt man ist in Ankara, Tokio oder Madrid
Doch sie schwätzen alle wie wir auch - und suchen hier ihr Glück

 
[Refrain] 
          E   B          C#m  E 
Su simmer all - heh hinjekumme  
             A    B               E      E7 
Mir sprechen hück - all die selbe Sproch 
           A    Ab          C#m   A 
Mir han dodurch - so vell jewunne 
                E   A              E 
Mir sin wie mer sin - Mir Jecke am Ring 
A            E      Bsus4 B    E  
- Dat es jet wo mer stolz drop sin 
 
[Refrain]
B           E   B          C#m  E 
- Su simmer all - heh hinjekumme  
             A    B               E      E7 
Mir sprechen hück - all die selbe Sproch 
           A    Ab          C#m   A 
Mir han dodurch - so vell jewunne 
                E   A              E 
Mir sin wie mer sin - Mir Jecke am Ring 
A            E      A     Ab   C#m  B
- Dat es jet wo mer stolz drop sin 
 
[Coda] 
A            E      Bsus4 B   E Esus4  E 
- Dat es jet wo mer stolz drop sin 

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Das Lied heißt STAMMBAUM und ist sehr bekannt und wird der kölschen Mundartband Bläck Fööss zugeschrieben – Bläck Fööss, weil sie anfangs barfuß posierten (etwa „blanke Füße“).

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Dietmar Moews und Alphons Silbermann im Kölner Excelsior Hotel Ernst

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Dietmar Moews meint: Hier mal die Trennung von Tatsachlagen und Meinung aufgehoben, sage ich:

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Ich bin meiner Meinung.

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11 Uhr 11 Weiberfastnacht als Alaaf you des Straßenkarnevals in Köln

Februar 27, 2019

Lichtgeschwindigkeit 8973

am Donnerstag, den 28. Februar 2019

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Die Stadt Köln ist befestigt. An den bekannten Wegen und Plätzen haben Anlieger ihre Fenster mit Holzplatten verbarrikadiert. Die blauen PIXI-Häuschen prägen das Stadtbild (die sind in der Regel innen derart verschmutzt, dass die Kundschaft lieber draußen verrichtet. Urin stinkt.

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Zur Weiberfastnacht, am Mittwoch vor dem großen Rosenmontag-Umzug, haben bereits alle Karnevalisten ihre lokalen und einschlägigen Karnevalssitzungen der Jahres-Session erfolgreich gefeiert, können alle Liedtexte und sind generell in froher Stimmung – weil es ein ambulantes Heimatfeiern ist, wo alle ihre Bescheidenheit zeigen und Bützchen verschenkt werden, die man nicht verdienen muss (bützen=küssen).

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WIKIPEDiA weiß Folgendes:

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Weiberfastnacht – auch Weiberfasching, Wieverfastelovend (Kölsch), Fettdonnerstag (Aachener Raum), Schwerdonnerstag (Kobelnz) oder Weiberfasnet (Schwäbisch) genannt – markiert den Übergang vom Sitzungs- zum Straßenkarnelval am Donnerstag vor Aschermittwoch. Er wird auch als Altweiberfasching, Altweiberfastnacht oder einfach Altweiber (Krieewelsh: Aalwiewer) sowie in der alemannischen Fastnacht als Schmotziger Dunschtig bezeichnet.

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Gemein ist allen Bräuchen zur Weiberfastnacht, dass den Frauen für einen Tag die Macht zugestanden wird. Diese Idee, dass an einem Tag in der Fastnacht den Frauen das Regiment überlassen wird, gibt es seit dem Mittelalter. In einer Zeit, als die Frauen den Männern in allem untergeordnet waren und die Männer über die Frauen die Geschlechtsvormundschaft ausübten, galt es als „verkehrte Welt“, wenn den Frauen die Macht überlassen wurde.

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Das Hauptverbreitungsgebiet von Weiberfastnacht ist heute das Rheinland, die Eifel und der Hunsrück. Als Hochburg der rheinischen Wieverfastelovend gilt Köln; an diesem Tag wird der Straßenkarneval eröffnet.

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Im gesamten Rheinland gilt Weiberfastnacht als inoffizieller Feiertag, an den meisten Arbeitsplätzen wird ab mittags nicht mehr gearbeitet. Die Feiern beginnen gewöhnlich um 11:11 Uhr. Im Unterschied zum Rosenmontag und den anderen Tagen gibt es in der Regel an Weiberfastnacht keine Umzüge, es wird kostümiert in den Kneipen und auf den Straßen gefeiert. Es ist an diesem Tag seit Mitte des 20. Jahrhunderts Brauch, dass Frauen den Männern die Krawatte als Symbol der männlichen Macht abschneiden. So laufen die Männer nur noch mit einem Krawattenstumpf herum, wofür sie mit einem Bützchen (Küsschen) entschädigt werden.

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Dietmar Moews meint: Toller Brauch – diese Karnevalistenspiele im Rheinland. Wem das nicht behagt, der ist dann in der Eifel“ (oder bleibt einfach zu hause).

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Ich finde bemerkenswert, dass in den „närrischen Tagen“ – sowohl in Sitzungssälen, wenn man da hingeht und dann beim Straßenkarneval in der Nähe der Straßenkarnevalisten – eine rechtsstaatliche Sondersituation ist. Viele an sich verbotene Verhaltensweise sind dann praktisch nicht strafbar – bzw. wer da auf der Straße verkehrt, wird allgemein als „närrisch“ und als „Narr“ angesehen und auch so tituliert, egal ob im Fernsehen oder in Zeitungen.

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Hier kann man also „NARRENFREIHEIT“ kennenlernen. Die Düsseldorfer Originalität bringt der Hoppeditz mit solch erschütternden Songs, wie:

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Na Nananana He hey o

Na Nananana He hey o Helau

(so singt Düsseldorf)

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Denn wenn et Trömmelche jeht,
dann stonn mer all parat
un mer trecke durch die Stadt
un jeder hätt jesaat
Kölle Alaaf, Alaaf – Kölle Alaaf

(und so in Kölle)

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Halloween – grenzenlos „SOMA“ für den MOB

November 1, 2014

Lichtgeschwindigkeit 5043

am 1. November 2014

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IMG_3825

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Die Geschichte der Menschheit besteht aus kollektiven Symbolhandlungen und Grenzüberschreitungen.

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FEIER, FEST, RITUALE, BESCHWÖRUNGEN, TOTEM und TABU, OPFER, MUMMENSCHANZ, RAUSCH, OSTERFEUER, BESCHNEIDUNG, POLTERABEND, FEUERWERK, ORGIASTISCHER TANZ – ja, das ist doch normal (Hooligans und Salafisten sind Teil des Stammbaumes unbewältigter Dunkelheiten der Vergangenheit und der ungewissen Zukunft).

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Halloween ist eine in Deutschland neu-eingehypte Blödnummer, die den Potpourri von Oktoberfest bis Karneval wie eine Perlenkette auffüllt, sodass über das ganze Jahr ein Feiermuster Sinn und Sinnlosigkeit des Lebens aufmischt. Es wird gerne gefeiert.

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Wie begeistert hat der Handel, besonders auch er Kleinhandel, zusammen mit den Werbung verkaufenden Medien, diese speziellen „MCDonalds-Faxen“ „Halloween“ aufgezogen. Kinder glauben inzwischen, Halloween ist wie Holzsägen bei der kirchlichen Trauung oder Porzellanwerfen zum Polterabend guter alter Brauch.

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Gestern waren also alle diejenigen Nachwüchsler, die vor vierzig Jahren mit Plastiktüten zum „Martinsingen“ in Kaufmannsläden klauen gingen, damit beschäftigt bei REWE kistenweise Eier einzukaufen:

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Mit anderen Worten: Als es am Halloweenabend dunkel wurde, zogen die Gruselkinder los, die Gegend unsicher zu machen; Schaurige Verkleidung, Masken, Schminke, Gerippe und Skelette, schwarze Schreckgespenster, kaum ausgehöhlte Kürbisse und – der Hit der Saison – rohe Eier an Wohnungsfenster pfeffern.

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Das Ei fliegt heran, es hat nicht mehr viel Tempo drauf, aber knallt noch heftig, wenn man davon drinnen überrascht wird. Wenn das Eier zerschlägt, läuft das Geglibber außen an Fenster und Fensterbank und Hauswand herab.

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Die Kölner U-Bahnfenster sahen heute aus, als hätten alle Schwarzfahrer-Kassierer gleichzeitig einen riesigen Erguss gehabt. Das angetrocknete Frischei wird steinhart, wenn man nicht bald in die Waschhalle kommt.

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OLYMPUS DIGITAL CAMERA

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Dietmar Moews meint: Es ist die Halloween-Schaurigkeit als kollektive Grenzüberschreitung austauschbar und so gesehen ein Spiel – man findet sich dazu freiwillig und hat dann was zu feiern: Den Kollektivgeist.

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Nach Ansagen einiger Polizisten hätten aber diejenigen Kunden der Diebstähle und Einbrüche die Halloween-Sondersituation ausgiebig genutzt einzubrechen und zu klauen.

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Wer im Zeichen der Demokratie und der Emanzipation den führungsbedürftigen Schwachmatenmob sich selbst überlässt und dazu Alkohol verkauft, darf sich nicht wundern, dass es zu Polizeieinsetzen kommt.

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Wer in der Bildung die Führung und Vorbilder vernachlässigt, erntet die Orientierungslosen besoffenen Kinder mit den rohen Eiern, wie beim Halloween.

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