Franz Otto Kopp 1937-2015 – ERINNERUNG

Februar 9, 2016
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Vom Dienstag, 9. Februar 2016

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Mit der Wiedergabe einer ROMANPOSTKARTE soll an den vor einem Jahr aus dieser Welt verschwundenen FRANZ OTTO KOPP erinnert werden.

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Kopp war ein Genie als Künstler und als Ingenieur. Seine kunstvollen Texte sind bislang nur in kleinem Kreis bekannt. Sie sind meist gleichsam Textdesign, politische Kritik, geheimes Auge, Humor, handgemacht und witzig.

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ROMAN-Postkarte – von Franz Otto Kopp 3/92

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Der Wennigser Bauernsauger

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Nicht nur in Städten, in denen wegen ihrer hinter Schutzwällen erzwungener räumlichen Enge, sich Botschaften leicht und überdies rapide von Mund zu Mund sich meist in Form von Klatsch verbreiteten, nein, auch auf dem nicht eingefriedeten Lande und in kleineren Flecken, ging die Kunde um, daß die Mutterkirche sich nennende und allgemein die Aufsicht über ihre oft und gern Schafe genannten Gläubigen führende katholische Kirche versagt haben soll, als sie es nicht nur in Rom durch lästerlichen Lebenswandel ihrer Kurie, sondern auch an vielen anderen Orten nundoch zu toll trieb bei ihrem Verfahren, Versprechen über jenseitiges Verkürzen von Fegefeuerqualen und danach vorverlegter Teilhabe an seligem Wohlergehen immer wieder zu Buageld für Roms Kirchen und Paläste zu machen und demzufolge von einzelnen mutigen, gläubigen und ernsthaften Menschen sich gefallen lassen mußte, als reformbedürftig bezeichnet zu werden, wodurch allerdings, da dieser in persona deren Hochklerus sich uneinig zeigten, der Abfall solcher erst später Reformatoren genannten Personen, wie also hier im Norden Deutschlands des Dr. M. Luther, nach einigen Standpunkte bewahrenden Schriften und Disputationen, praktisch vorherbestimmt war und von allfälligen Bannstrahlen aus Rom, von dorther gesehen auch rechtskräftig bestätigt wurden, kam es auch im Hannoverschen Umkreise dazu, daß die Bauern von Wennigsen nach längeren Gewissensqualen zur neuen lutherischen Lehre sich bekannten, wohinter eine im Verlauf sich einstellende Bauernschläue listig sich kaschierte, die dann in der Annahme einer größeren Wohlgefälligkeit vor GOTT, mit sich bessernden Ernteerträgen rechnete und sich in der Folge durch Wetterbesserungen, welche dichteres und stärkeres Wachstum aller Feldfrüchte förderten, bestens bestätigt fand und jene also allfällige der neuen Lehre angepaßte Veränderungen in ihrer kleinen Kirche ohne Zaudern ausführen ließ, ohne dabei wie oft andernorts in einem blindwütigen Bildersturm abzugleiten.

Zu dieser Zeit häuften sich in Wennigsen Fälle von Paaren dichtstehender Wundmale, welche vor allem an Hälsen von Frauenspersonen aber auch bei einzelnen Bauern selbst sich zeigten, die sie sich nicht erklären konnten.

Ein aus Wismar bestellter Spezialist klärte sie in einer rechten Schrecken verbreitenden Weise auf, indem er feststellte und kundtat, daß es sich hier um Bisse von nächtens in Stuben und Alkoven hereinflatternden Vampyren handeln müsse, die ihre Bisse allerdings nur dort hätten anbringen können, wo Fenster und Türen offen gestanden haben mußten und er daher riet, diese zur Vorsicht doch verschlossen zu halten und zusätzlich nur noch mit Schals zu schlafen, die am besten mehrmals um die Hälse zu wickeln wären. Die Vampyrbisse blieben freilich nicht geheim und dort, wo man bis dato noch katholisch geblieben ist, riefen sie die als schönste Freude gerührte Schadenfreude hervor und man spöttelte, daß die Bisse nicht umsonst just dann aufgetreten seien, als die Wennigser Bauern vom „rechten Glauben“ abgefallen waren. Kurz danach kam der Name „Wennigser Bauernsauger“ für diese Vampyre auf, die dort lange noch westen.“ FOKopp 3/92

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Franz Otto Kopp 1993 im Pandora Kunst Projekt München

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Dietmar Moews meint: Für die Benutzer der Kunstwerke von Franz Otto Kopp werde ich hier auch zukünftig ausgewählte Stücke vorstellen.

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Der ordentlich geregelte Nachlass von Franz Otto Kopp ist nach wie vor von den Betrauten nicht besorgt. Damit liegen zukünftige Publikationen von seinen Werken im Ungewissen, sofern solche nicht in Privatbesitz sich befinden.

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Ich wünsche viel Spaß beim Lesen obiger ROMANPOSTKARTE, die – andrerseits – mit einer Ortsansicht von Wennigsen am Deister und einem fliegenden „Wennigser Bauernsauger“ verziert ist.

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Es gibt davon Originalzeichnung und Originaltyposkript, in den sportgekettelten Satzbauten, die Kopp in der Regel auf ein DIN A 4-Blatt tippte und auftrug und dann mittels Fotokopie-Verkleinerung auf das Postkartenformat zog, aufklebte und (unnumeriert) an seine Adressaten einer Briefpost beilegte oder teils auch als einfache POST-KUNST-KARTE, KUNST-POST-KARTE und Postkartenkunst frankierte und absandte – stets frei nach dem Motto von Layos Dayatos:

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„In der Kunst gibt es keine Pausen – in der Kunst geht es immer weiter.“

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Nicht alle Postkartenromane haben eine gezeichnete Paraphrase, manche haben auch anspielende Fotokollagen-Zusätze, andere kamen als NURTEXT.

Ein Empfänger musste nie Dank- oder Schuldgefühle beim Empfang haben, denn jeder wusste, welchen ungemeinen Spaß Franz dabei hatte, wenn er sich die Zeit zu nehmen vermochte, solche längst gründlich ausgedachten ROMANE endlich zu verwirklichen und dann absenden zu können. Wenns hoch und hart kam, legte er das Ganze auch noch farbig an – mal mit Buntstift, mal mit Filzstift.

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Verirrte Kunstorganisation der organisierten Kunstförderung am Museum Ludwig Köln

Februar 27, 2015
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vom Freitag, 27. Februar 2015

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Verirrte Kunstorganisation und das BBK-Erlebnis – so lautet der Titel einer soziologischen Studie zur organisierten Kunstförderung von Dietmar Moews.

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Herauskommt die staatliche organisierte Besetzung der Künstlerrollen und der Kunstmittel durch eine Salonpersonnage, die nicht die Kunst fokussiert, sondern die Irreführung der Gesellschaft und der organisierten Kunst in der Kultur, durch eine Salonpersonnage, die wie Kunstsoldaten den Kunstbetrieb besetzen. Dazu verhilft eine seltsame Nichtkunst-Majorität unter dem Signet von Kunstinteresse und Kunstverständnis, Kunstqualität und Kunstpublikumsambitionen.

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Das Museum Ludwig in Köln legt gerade ein bezeichnendes Solo der verirrten Kunstorganisation in Deutschland hin. Von BBK-Erlebnis kann da nur noch als Schatten der Künstlerselbstbestimmung oder Künstlermitbestimmung sprechen.

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Das Publikum – die Konsumenten im organisierten Kunsterlebnis weren geradezu veralbert. Anlässlich der Vorstellungsveranstaltung des neuen Museum Ludwig Leiters Yilmaz Dwiezior, werden Lichtbilder gezeigt, auf denen sogenannten Installationen, die schon vor hundert Jahren so oder ähnlich stattfanden, Kleiderständer, Flaschentrockner, Lampenläden vor leeren Museumswänden – dass jeder halbwegs Kunstinteressierte mit der stakkatohaften Wiederholung des Wortes „legendär“ nur schweigend den Saal hätte verlassen können. Nicht zuletzt, nachdem zu Fragen aus dem Publikum aufgerufen worden war, die Fragen sofort abgebrochen worden sind:

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Frage: Alle vorgestellten Fotoprojektionen stammten von Veranstaltungen in Bregenz, die der neue mal gemacht hatte, mit lauter Freunden, die keiner kennt bzw. Vali Export kann wirklich nicht als Exposition der zukünftigen Ausstellungsarbeit im Kölner Museum Ludwig gemeint sein – es ist die brotlose Vergangenheit von vor 20 Jahren – Frage aus dem Publikum:

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Seit den ausgehenden 1980 Jahren hat die IT-Revolution unser aller Leben durchdringend erfasst, werden Sie in der Auswahl der Kunstproduzenten für das Kölner Museum Ludwig auch Künstler und Kunst vorstellen, die von dieser IT-Revolution zeugt?

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Aber dieser ignorante Adept der Salonperssonage, der mehrfach beteuerte, er sei als Kunsthistoriker ausgebildet und sei mit einer Arbeit über einen Bauhausarchitekten promoviert worden, zeigt einzig nur ziemlich bornierten Ehrgeiz und Frechheit, weil eine Karriere angestrebt werden soll.

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Das kann im Kölner Museum Ludwig nichts werden. Der Herr Yilmaz Dwiezior müsste ganz vorne sein, er müsste sich wirklich auskennen. Er müsste sich auch in dem ganzen Kunstbetrieb, den die Sammler Peter Ludwig in der ausgehenden Moderne bzw. Postmoderne eingerichtet hatte, auskennen.

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Der Stand der empirischen Forschung zur Verbände- und Interessengruppenorganisation im Kunst- und Kulturbereich ist bislang schwach und rückständig. Zum Zeitpunkt der Zulassung durch die Universität, 1990, zur „verirrten Kunstorganisation und zur Salonperssonage“, bestand weiterhin ein aktiver wissenschaftlicher Bezug zu Forschungsansätzen der Universität Bremen zu Fragestellungen der Verbändeorganisation, der Non-Profit-Organisation und der Intermediarität sowie im lokalpolitischen Blick, hier von Dietmar Moews: aus Sicht der Künstler.

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Die Relevanz des Themas liegt aber besonders in der weitläufig unterschätzten, anteilig großen Bedeutung des Kunst- und Kulturwesens, auch für die Volkswirtschaft und die Beschäftigung:

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Der Bundesinnenminister veröffentlichte 1989 eine vom Münchner IFO-Institut durchgeführte volkswirtschaftliche Studie (die bislang letzte, A. d. V.; HUMMEL et al. 1988, Vorwort), wonach der Saldo der Übertragungen aus dem Bereich von Kunst und Kultur an den Staat (Gebietskörperschaften und Sozialversicherung) positiv ist: 9,6 Millionen DM Ertrag im Jahr (1984). Etwa 300.000 Erwerbstätige, einschließlich vor- und nachgelagerte Bereiche, leisteten dabei einen Beitrag von 40 Milliarden DM zur Entstehung von Einkommen. Das sind 2,3% Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung und 2,7% aller Sozialversicherungspflichtigen oder, als Vergleich zu Kunst und Kultur: der Wirtschaftssektor Energieversorgung (Elektrizität- und Fernwärmeversorgung) leistete 1984 39,6 Milliarden DM mit 226.000 Arbeitsplätzen (HUMMEL et al. 1988, S. 4ff)

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Also nicht nur als der kulturstaatlich beschworene „kreative Kern“, mit seinen Inventionen und dem sozio-kulturell-zivilisatorischen Integrationspotential, ist Kunst beachtlich, sondern auch volkswirtschaftlich. Und Grundwerte, wie Demokratie, Selbst- und Mitbestimmung stehen in Frage, wenn wir lesen:

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„…„Wir setzen schon durch, was wir wollen“, sagte der die Bundesmittel für kulturelle Zwecke dirigierende Ministerialdirektor des Bundesinnenministeriums (BMI) auf einer Anhörung zur Kulturförderung in Bonn …“ (Albrecht ROESELER in SÜDDEUTSCHE ZEITUNG vom 8. Juli 1991, S. 29).

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Während Massenkultur – demokratisch auf Massenbildung und Massenkonsum gestützt – hinreichend bewährt und legitimiert ist, ist hingegen Elite- oder Exklusivkultur Angelegenheit des Marktes, und hier insbesondere der privaten und durchaus staatlichen Nachfrager und Konsumenten. Auch ist staatliche Kunstindienstname zweifellos rechtens.

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Doch werden faschistische Einstellungen der undemokratischen Bevormundung in der OKF (Organisierte Kunst Förderung) praktiziert und – das ist noch nicht so alt – auch frech vom Podium der staatlich allokatierten Salonpersonnage herab proklamiert: Führung ohne Fühlung.

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Und wie man der Hannoverschen Allgemeinen zum 50sten Jubiläum des BBK in Niedersachsen (Bund Bildender Künstler) entnehmen muss: „… wird man der Doppelrolle als Berufs- und als Ausstellungsverband wohl nicht immer optimal gerecht … Das Dilemma ist offensichtlich: über 400 Einzelausstellungen niedersächsischer Künstler führen … ein deutliches Qualitätsgefälle vor Augen./ Folgerichtig hat man für die aktuelle BBK- Ausstellung „Kunstforum Nord 9“ in der Eisfabrik Hannover einen Kurator beauftragt. Ulrich Krempel, Direktor des Sprengel Museums, wählte elf Künstler aus Bremen, Hamburg, Hannover und Schwerin aus, deren Arbeit das Menschenbild im Zeitalter von Internet und Cyberspace auch formal angemessen befragt.

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Immerhin läuft das Ereignis unter dem Titel „Medienkunstausstellung“. Wie bereits kaum nachzuvollziehen ist, warum Künstlerinnen und Künstler in der Produzentenrolle – die wegen Namenlosigkeit keinesfalls in den Genuss von Sponsoring-Mitteln gelangen können – für die Musikgruppe Rolling Stones oder für den Kunstverein, der immer alle mögliche Welt-Kunst nach Qualitäts- Maßgabe der Salonpersonnage ausstellt, gegen Bundesfinanzminister Waigel demonstrierten, damit die Besteuerung des Kunst-Sponsorings gesenkt werden solle; ist ebenso unverständlich der Schritt der Künstlervereinigung BBK- Niedersachsen, nicht ihre eigenen Produzenten und Mitglieder in dieser Jubiläums-Ausstellungs auszustellen, sondern es nunmehr einem sogenannten Kurator zu überlassen, zu bestimmen, was der BBK für hochqualitative Kunst hervorzubringen hätte –Zusammenfassung Stichwort der Qualität hier: „Menschenbild im Zeitalter von …“ wunderbar festzustellen, dass unter dieser Überschrift aber auch jede andere zur Kunst erklärte Tatsache ebenfalls ihre Berechtigung hätte. Es blinkt also die Reflexion auf die Nichtorganisierten auf. So sieht es also mit dem Kritikpotential des BBK, seiner aktiven Mitgliedermehrheit und dem sogenannten Anti-Faschismus aus. Damit kommt diese Studie zum Schluss:

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Gras, wachsen lassen, aber wie? Rahmenbedingungen, wie die vom Grundgesetz kommenden Freiheit, Demokratie, Selbstbestimmung haben für den Kunstprozess nur Sinn als Strukturen der Kultur, aber keinesfalls auch als Funktion in Form von egal was.

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Gerade diese Grundwerte sollen ja Spielräume eröffnen und offen halten, hingegen nicht sollen sie exklusive Vormächte stützen, etwa für irgendeine von beliebigen Interessenten zu solcher erklärten und im Cliqueneigennutz bewirtschafteten Exklusiv-Kunst oder Pseudo-Kunst.

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Émile Durkheim, verdienter Geisteswissenschaftler unserer Vorzeit, wies darauf hin, dass wir am Problem des gesellschaftlichen Zusammenhalts interessiert sein müssten. Durkheim schritt von einer morphologischen Betrachtung gesellschaftlicher Strukturen zur Untersuchung der von diesen Strukturen getragenen Formen des kollektiven Bewusstseins und seiner Stabilisierung. Das heißt ganz eindeutig, die geistige, sinnliche und so weiter Soziabilität von Werken und Zusammenhängen beziehen ihre Qualität von der funktionalen Gültigkeit und Menschennähe und keinesfalls beliebig umgekehrt.

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Hier liegen die sehr wohl abzuklärenden Maßstäbe einer Gesellschaft, die sich als Kulturstaat definieren möchte, in der Aneignung von den Möglichkeiten und Entwicklungspotentialen von Veränderungen, Tradition und Abhängigkeiten.

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Dass das Prinzip des Salons in seiner integrativen Funktion einen anderen gesellschaftlichen Platz einnimmt als das künstlerische Experiment, wäre das Eine. Die Variante ist nunmehr, dass die Salonkunst nicht mehr auf den Salonkünstler angewiesen ist, der die Salonkunst professionell macht. Das ist das Neue.

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Bei der Kunst, deren Qualitäts- und Auswahlbestimmung den unnachempfindbaren Willkürlichkeiten einer Salonpersonnage zugefallen ist bzw. im Rahmen der Neuen Kulturpolitik von Nichtkünstlern angeeignet worden ist (vor dem geistigen Hintergrund einer sogenannten „kritischen Theorie“ adornoscher Prägung, sprich: Personalpolitik) und den Künstlerinnen und Künstlern enteignet worden ist, heißt: Die heutige Salonkunst ist von den Künstlern erfolgreich abgekoppelt worden. Die Budgets für Kunst und Kultur speisen nun die Finanzquellen für die Salonpersonnage, die sich überwiegend aus parteipolitisch orientierten Multifunktionären, Artmen, unechten Künstlern u. ä. rekrutiert.

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Die Salonpersonnage wird an staatlichen Schulen dafür ausgebildet, den Künstlern ihre sozio-politische, sozio-kulturelle und politisch- soziale Rolle quasi arbeitsteilend abzunehmen, allerdings auf diesem Wege die Salonkunst selbst qualitativ zu bestimmen und nun auch noch selbst herzustellen. Es erklärt, wie in unserem Fall möglich wurde, was geschah. Der über sein eigenes Scheitern nachdenkende BBK-Vorstand kann seinen persönlichen Wert dadurch erhöhen, dass die BBK-Mittel in die Hände der Salonpersonnage gegeben werden. Denn diese – z. B.solche Museumsdirektoren – sorgt dafür, dass der BBK in der veröffentlichten Meinung aufgewertet wird und mit ihm der ehrenamtliche und der hauptamtliche BBK-Funktionär. (Die Feuilletons der überwiegend einseitig parteipolitisch SPD-gebundenen Kaufzeitungen bewirtschaften diese Bedingungen ebenfalls schon durch ihre Personal-Politik).

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Der Parteienstaat, der den Kunstprozess derart ins Abseits gestellt hat, reagiert mit einer konzertierten Aktion (siehe EXPO 2000): CDU/CSU Hoch/Exklusivkultur, SPD und Spektrum die Posten bei Staat und Intermediären, der Rest ist Nische sowie Pop.

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Die Selbstbestimmung der Kunstproduzenten beginnt dagegen täglich mit dem Aufklärungscharakter des Selberdenkens, des Lernens und des pathologischen Lernens. So lange sich aus Sicht der Künstlerinnen und Künstler nichts bessert, kann es sich bei diesen sozio-politischen Selbsterkenntnissen nur um pathologisches Lernen bei zu schwacher Transparenz des Geschehens handeln.

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Zwar ist die Dialektik der Aufklärung eine lustige Idee – ähnlich wie Adornos musenmathematische Musikkompositionen -, doch muss Aufklärungspotential jeglichem sozialen Geschehen so oder so konstatiert werden. Ein anderes Ding sind Wachheit, politisches Vermögen und der Zeitfaktor.

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Bis die Kunstorganisation eine funktionale Sehnsucht bei den Klienten zeitigt oder so lange die demokratische Verfassung es noch zulässt, wird man Gras wachsen lassen müssen, auch zu den Fragen, ob die Demokratie überhaupt Transparenz- und Demokratieforderungen angängiger Art verträgt? Was bedeutet die Aussage des NMWK1 zur Gründung der Bundesakademie wirklich: „… Ich will keinen Tag der offenen Tür und nicht einen linken Verein aus der Taufe heben.“ ?

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Statt um weitere BBK-Erlebnisse geht es uns um gemeinsames Wissen, was heißt, einen Staat hervorzubringen, der politische Freiheit verwirklicht. Als politische ist es ja eine Frage nach dem Möglichen, nicht nach dem Gewünschten. Wenn es die demokratischen, sozio-politischen Ressourcen als gesellschaftliche Abhängigkeiten im Kunstprozess nicht zulassen, wird die Ferne der Fernfuchtelei weiter wie bisher technisch herangeholt, hingegen die sinnliche Nähe wird von der Salonpersonnage wie bisher – als verdeckte Machtpraktik – von den Menschen ferngehalten. Wegen der großen Basisdistanz, der geringen Soziabilität und der ästhetischen Unverbindlichkeit, fühlt sich die große Mehrheit der Menschen nicht von der Gegenwartskunst (Picasso ist vergangenes Jahrhundert und also kein Beispiel für einen lebenden Zeitgenossen im angängigen Kunstbetrieb) angesprochen.

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Die große Mehrheit der Menschen wendet sich deshalb von dieser Salon-Kunst und von dieser Demokratie, die diese Kunst für demokratisch erklärt, ab und dem Erleichterungsbetrieb von Sozio-Kultur und schönen Ausstellungsevents in der Freizeit zu. Wohlverständlich und – Recht haben sie. Immerhin steht dafür heute ein großer Reichtum überlieferter Transport-Kunst aller Zeiten gleichzeitig zum mobilen Verbrauch oder sagen wir, zur nicht zweifelsfreien Benutzung.

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Die Gültigkeit von menschlichen Strukturen der Kultur ist aber – wollte man ratsamerweise Durkheim folgen – für den Machterhaltungsstaat, der auch ein Problemlösungsstaat sein muss, nicht beliebig verfügbar.

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Eine solche äußerlich empirische Behandlung des Untersuchungsgegenstands , über eine sozialpsychologische Diskussion des erfassten Materials hinaus bedeutet:

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Wesentliche erfasste Symbole weisen auf das handlungsmotivierte soziale Individuum als Ursprung der soziologischen Tatsachen hin. Außerdem verhallten sich im Untersuchungsfall die ausgeprägten narzistischen Künstlerinnen- und Künstlertypen in den mediatisierten Rollen und Funktionen, wenn sie notwendig/freiwillig in die BBK-Mitgliedsrolle geschlüpft waren, mit wenigen Ausnahmen elend, dürftig und würdelos, selten aber witzig und froh.

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Der festgestellte funktionale – freiwillige oder notwendige – Würdeverzicht im intermediären Kunst-Förderungs-System (IKFS) symbolisiert die Mediatisierung im BBK-Erlebnis zusätzlich, weist auf den Raum des grundrechtlichen Humanitätsgebotes und die an den untersuchten Prozessen Beteiligten auch auf sich selbst zurück.

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Zur Disposition stehen Ideen zur demokratischen Selbstbestimmung, nach denen wir unsere normativen Orientierungen tatkräftig aus uns selber schöpfen müssen, im Widerstand und Kontrast zu unseren eigenen teils verhängnisvollen Traditionen politischer Kultur.

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Damit – „aus uns selber“ – landen wir, induktiv aufgefasst, bei den Menschen, bei unserem Menschenbild und der wichtigen der vier kantschen Fragen:

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Wie ist der Mensch?“

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Nicht nur für den Kunstprozess, sondern für die Organisation überhaupt, werden hier abschließend zwei Anregungen zum Menschenbild zitiert, die zur „lebensnotwendigen Ideologie des guten Willens“, bei der Kritik und Planung von menschlicher Organisation denkwürdig scheinen:

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Es ist Isaiah Berlins allgemeiner Menschheits-Leitsatz, der mit R. G. Collingwoood – „Out of the crooked timber of humanity no straight thing was ever made“ – Immanuel Kant zitiert, der auf die Bibel bezogen schrieb: „Aus so krummem Holze, als woraus der Mensch gemacht ist, kann nichts ganz Gerades gezimmert werden.“

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Und es ist Hannah Arendts Vorschlag aus „Vita Aktiva“, die uns auf den einzelnen Menschen und eine dezentrale Lebenswelt weist: wir sollten nach all den Forschungen der Rationalität doch auch mal die menschliche Irrationalität in den sozialwissenschaftlichen, anthropologischen Blick nehmen, die Unschärfen der Individuationsbegrenzung und die menschliche Inkonstanz in Deutschland aus Sicht der Künstler.

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Dietmar Moews meint: Die peinlich eitele Selbstvorstellung des neuen Museum Ludwig Leiters in Köln, Yilmaz Dwiezior, lässt jeden Künstler oder gar Künstlergelehrten erschaudern – derart vulgäre Oberflächlichkeit lässt sich auch nicht unter „Arte Povera“ oder „Folklore“ aushalten. Denn es geht einfach viel zu viel, eigentlich Alles, verloren.

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Dietmar Moews: KAPITALISTISCHER REALISMUS in der „Cologne Fine Art“ 2014 in Köln

November 20, 2014

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am Donnerstag, 20. November 2014

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Die alljährliche Kölner KUNSTMESSE wurde der Presse vorgestellt und eröffnet und läuft bis zum Wochenende (19. – 22. November). Die diesjährige Cologne Fine Art zeigt 100 Aussteller mit „offiziell“ Kunst, Design, Kunsthandwerk und Antiquitäten. Daneben gibt es aber außerdem „Raritäten“ und „Kinkerlitzchen“ zur Anbuntung der Messe, wie z. B. Automobile-Oldtimer.

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Nachdem mit sogenannter Öffnung des Kunstbegriffs, etwa auf der Dokumenta Kassel bereits, Schweinekoben mit werfenden Sauen und Boxkämpfe per „Ortswechsel“ prankten, sucht der Kölner Veranstalter weniger diese „Öffnung der Avantgarde“, als konsumentenfreundlichere Leichtkost fürs Schwarzgeld Waschen: Alte Autos.

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Man kann vorhersagen, dass neben Oldtimer auch die anderen entsprechenden Tauschmittel, Zuchtpferde, Briefmarken, Segelschiffe und Sammlerweinflaschen im Kunstmessensortiment früher oder später landen werden.

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Kurz – bei dieser Cologne Fine Art 2014 liegt nicht Neues und nicht Innovation an, auch nicht Kunstqualität, sondern die Frage: Der Verkäufer muss dahin, wo potentielle Käufer Geld locker haben:

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Es gibt nur einen Satz in der Literatur – das ist der Umsatz. Wer zahlt, bestimmt die Musik.

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Prof. Dr. Alphons Silbermann held a reception to his 90th  day of births at the Excelsior Hotel Ernst Cologne near dome

Prof. Dr. Alphons Silbermann held a reception to his 90th day of births at the Excelsior Hotel Ernst Cologne near dome

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Täglich bringt uns Kunstmarktberichterstattung, wie sogenannte „Kunstfälscher“ für Millionen Geldwäsche mittelmäßige falschsignierte, falschzertifizierte „Kunstwerke“ absetzen. Den Käufern kommt es nicht auf den Kunstwert an, sondern auf solche auf diesem Spezialmarkt geltenden anerkannten Wandaktien – d. h. man kann mittelmäßige Werke (samt Provenienz) kaufen und mit Schwarzgeld bezahlen, anschließend für offizielles Geld weiterverkaufen.

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Ich befinde mich mit diesen Darstellungen in einem Feld der Ökonomie der Kunst, die als ein Charakteristikum in einer Kunstdefinition mit dem Begriff „Kapitalistischer Realismus“ bezeichnet wird.

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Es ist leicht nachvollziehbar, dass es sich hierbei um ein Segment des heutigen Kunstgewerbes handelt. Es wird sozial und geistig als Syndikat und nicht als ein offener gesellschaftlicher Prozess oder „Kunstprozess“ vorgehalten. Freie Kunstproduktion, im Sinne „Freiheit der Kunst“ als Verfassungswert, wird hier eigentlich nicht gehandelt.

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Wenn also derzeit in Köln alles auf die Lust, die Taschen voller Geld, jung, mit dem Recht, sich ins Vergnügen an der „Kunst“ zu stürzen (Kölner Stadt-Anzeiger am 19. November). Gipfelt diese Losung in der Zusammenfassung „Kunstmessen leben von der Verschwendungslust ihrer Besucher“.

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Zu diesem Vergnügen muss unbedingt zählen, dass der Kaufvergnügte nicht von der Last angekränkelt wird, irgendwelche Kunst-Kenntnisse mitbringen zu müssen.

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Der Kölner Stadt-Anzeiger schreibt gestern mit Michael Kohler:

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„Die Cologne Fine Art gehört zu den wenigen Messen, auf denen man sich einen ganzen Hausstand zusammenkaufen kann“:

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Es gibt Spazierstöcke mit Walrosszahn, fliegende Fische als Bücherstützen, Teppiche und Anrichten, funkelnden Schmuck und tibetanische Masken (für den Karneval). Gleich am Eingang lädt Otto von Mitzlaff ein, in einem aus Geweihen geformten Sessel Platz zu nehmen (Abwurfstangen, nicht Jagdtrophäen).

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Volkswagen-Siebdruck, Cadillac, Pin-Up-Girl, ein KZ-Bild des 100-jährigen Malers Karl-Otto Götz, „Spar dich reich“ (Geiz ist geil) – „Alles für junge Menschen, mit dem Sammelvirus infiziert zu werden“. Wer mehr auf ewige Kunstwerte setzen will, kann eine alte Uhr kaufen: Antik (um 1480 entstanden; mit leicht schleppendem Ticken) – Wer’s glaubt, wird selig.

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Kurz: Kapitalistischer Realismus heißt: Wo ein Käufer nachfragt, entsteht die Kunst: Engel bringt Gewünschtes.

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Dietmar Moews meint: Der Kapitalistische Realismus sollte all diese pejorizierenden Sachverhalte und sozio-künstlerischen Inferioritäten zunächst übergeordnet als die „Werkseite der zeitgenössischen Marktlage und ausnahmsweise auch ausgewählten Werken neuester Kunstproduktion“ ansprechen.

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„Kapitalistischer Realismus“ ist so gesehen eine ästhetische Definition, die auf eine kapitalistische, also kulturindustrielle, Kunstkonsumtion losgelassen wird und unter diesen kapitalistisch-ökonomischen Bedingungen entsteht. Damit bedeutet „Kapitalistischer Realismus“ ästhetisch Alles und gar nichts:

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Was beliebt ist auch erlaubt (W. Busch)

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Anlässlich einer solchen Cologne Fine Art 2014 in Köln ist nachvollziehbar überhaupt nicht von Künstlern die Rede. Schon gar nicht von der angängigen Kunstproduktion des Jahrganges 2014, über die man sich auf dieser Messe informieren könnte.

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Cologne Fine Arts 2014 ist weder „Fine Arts“ noch Mustermesse – es ist ein kapitalistischer Kramladen.

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Hatte man zu früheren Zeiten bei der Messeeröffnung das Gefühl, im erlesenen Kreis der kostbar-modisch Gekleideten mit Kennerblick zu schwimmen. Der Künstler konnte auch mal Kollegen treffen oder Kuratoren, Kunstmultiplikatoren und Kunstpolitiker, Kunstsammler, die nach Köln angereist waren, ist inzwischen die Operette ausgebrochen – lärmende Kaufabschlüsse auf dem Messestand nebenan mit Sektklimpern.

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In der „taz.die tageszeitung“ vom Mittwoch, 19. November 2014, schrieb Georg Seeßlen ein SCHLAGLOCH auf der Meinungsseite 12:

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Schlagloch von Georg Seeßlen. Tötet Angela Merkel! Oder ich lasse meinen Hund auf eure Warhols pissen! Eine Provokation. Seeßlen meint:

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… Wie jede Kunstrichtung, so ist auch der kapitalistische Realismus durchaus endlich. Es gibt Alternativen. Die Verlierer müssen nur aufwachen. Die Kapitalisierung der Welt ist nicht durch Schicksal, sondern durch Propaganda vorgeformt. Etwas Besseres als den ästhetischen und geistigen Tod finden wir allemal.“

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Georg Seeßlen exponiert den Begriff „Kapitalistischer Realismus“ so:

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… Wir reden hier auch nicht über Merkel und Warhol, sondern über das dreifache Gesicht des „kapitalistischen Realismus“.

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So wie der “sozialistische Realismus ein Idealbild kollektiver Anstrengung für eine strahlende Zukunft erzeugen sollte, um zur gleichen Zeit alle westliche Dekadenz und den arbeitenden Massen fremde Abstraktion zu meiden, so erzeugt der kapitalistische Realismus ein Trashbild individueller libertärer Obszönität für eine mehr oder weniger glamouröse Gegenwart bei gleichzeitiger Meidung aller ethischen und ästhetischen Begrenzungen. Kapitalistischer Realismus erzählt von der Freiheit, die man in sich herausnehmen kann, wenn man in der Position dazu ist.

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ZUGINSFELD 37 gemalt von Dietmar Moews Berlin 2010 Öl auf Leinwand 190/190cm

ZUGINSFELD 37 gemalt von Dietmar Moews Berlin 2010 Öl auf Leinwand 190/190cm

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… Wertschöpfungskette. Das Ruinieren durch Urinieren wäre Kunst, wenn auch eine wertmindernde. Allerdings kann man sich durchaus einen Kunstmarkt vorstellen, der den „Pissed Warhol“ in den Rang eines Metakunstwerks höbe. Es käme vielleicht auf den Hund an … der das Attentat zum Kunstwerk erhöbe, ganz wie beim Anschlag auf die Twin Towers, die mancher als „größtes Kunstwerk“ gefeiert hat. Was ein Skandal war, aber auch den Kern dieser Kunst- und Lebenshaltung zeigte. Ein Effekt ist immer bedeutender als Menschenleben… „

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Geld - Dietmar Moews vor der Münchner Rück auf der Leopoldstraße

Geld – Dietmar Moews vor der Münchner Rück auf der Leopoldstraße

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Kurzgefasst, der kritische taz-Autor Georg Seeßlen kotzt sich aus, weil die heutige Staatskunst kunstfeindlich und extrem dirigistisch funktioniert, keinesfalls marktförmig: es ist ein nicht freier bürokratischer Monopolkapitalismus, der hier gegeißelt wird.

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Aber es gelingt dem Autor Seeßlen nicht, von seinem Gespenst der STRUKTUR „Kapitalistischer Realismus“ hin zu ästhetischen FUNKTIONEN in Kunstwerken zwingend zu führen. Seeßlens Beispiele der Trashkunst basieren allesamt auf der staatsrechtlichen Kunstnorm „Freiheit der Kunst“, die durch Sprachspiel pervertiert wird:

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Das Sprachspiel und die Sprachherrschaft ist eine gesellschaftliche mehrheitsgängige Entscheidung, die organisiert wird:

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„Verirrte Kunstorganisation in der Bundesrepublik Deutschland“ (Dietmar Moews) reicht eben sogar bis auf den Westkunstmarkt in Peking (es soll keiner glauben, dass in den USA der deutsche „Kapitalistische Realismus“ am Markt abgesetzt werden könne – nein; da ist es lediglich der internationale Agenten- und Spekulantenmarkt, der Beuys handelt.

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D-50678 Köln am Rhein

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Dietmar Moews – GALERIE SMEND Köln: Ausstellung mit Stoffbildern (Mai 2014)

Mai 19, 2014

AUSSTELLUNG VERLÄNGERT BIS ENDE JUNI

Lichtgeschwindigkeit 4429

am 19. Mai 2014

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Galerie Smend

Mainzer Straße 31 . 50678 Köln
tel ++49 / 221 / 312 047
smend@smend.de

Öffnungszeiten: Di – Fr 10-13 und 15-18 Uhr, Samstag und Montag geschlossen

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Nach der Vorstellung der Ölmalerei und den in Ölfarbe bemalten Textilbildern

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Künstlergruppe 7 OPQ trifft sich am 5. Mai 2014 bei SMEND Gallery Cologne, hier Dietmar Moews und Franz Otto Kopp mit der Neuen Sinnlichkeit

Künstlergruppe 7 OPQ trifft sich am 5. Mai 2014 bei SMEND Gallery Cologne, hier Dietmar Moews und Franz Otto Kopp mit der Neuen Sinnlichkeit

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von Dietmar Moews, anlässlich der KÖLN SÜD OFFEN 2014, werden zur Zeit weitere neue Textilbilder gezeigt und zum Kauf angeboten.

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Die Ausstellung bringt lebensgroß gemalte Faltenwürfe als verhüllte Figuren. Hinzugekommen sind mehrere kleinere Armformate, den Esprit im Umgang mit einem gewählten Vorwurf aufführend. Wie Dietmar Moews zeigt, was er meint mit: Alles weglassen, was weglassbar ist. Einfache klare Sache. Das Bild muss wie ein frisches Brötchen wirken.

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Kunstgespräch am 6. Mai

Kunstgespräch am 6. Mai

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Sie finden folgende Werke in der Ausstellung

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Der Philosoph DMW 401.2.88 73cm / 100 cm Öl auf Polytextil in München gemalt

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Erholungsbild mit Rotwein DMW 469.1.92 140 cm / 140 cm Öl auf Polytextil in München gemalt

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Erholungsbild mit Rotwein DMW 471.3.92 140 cm / 140 cm Öl auf Polytextil in München gemalt

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Zebrafigur

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Tigerfigur DMW 583.23.0 135 cm / 135 cm Öl auf Polytextil in Dresden gemalt Verkaufspreis Euro 4.000.-

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Staunende Katze DMW 605.6.3 140 cm /140 cm Öl auf Polytextil In Dresden gemalt

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Hit and Run DMW 517.9.97 140 cm / 140 cm Öl auf Polytextil 1997 in Leipzig gemalt Verkaufspreis Euro 5.000.-

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Drei Stiere fressen in der Arena DMW 432.10.89 73 cm / 100 cm Öl auf Polytextil in München gemalt Verkaufspreis 3.700.-

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DIETMAR MOEWS DMW 329.29.81 "Wasserschloß bei Gewitter vor Gebirge", Öl auf Kunstfaser, 73 cm / 100 cm

DIETMAR MOEWS DMW 329.29.81
„Wasserschloß bei Gewitter vor Gebirge“, Öl auf Kunstfaser, 73 cm / 100 cm

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DIEMAR MOEWS DMW 433.11.89 73 cm / 100 cm, Öl auf Leinwand, 1989

DIETMAR MOEWS DMW 433.11.89 73 cm / 100 cm, Öl auf Leinwand, 1989

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DIETMAR MOEWS DMW 322.22.81 "Do it legal do it with a lawyer", 73 cm / 100 cm, Öl auf Kunstfaser

DIETMAR MOEWS DMW 322.22.81 „Do it legal do it with a lawyer“, 73 cm / 100 cm, Öl auf Kunstfaser

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DIETMAR MOEWS DMW 401.2.88 "Philosoph mit Hündchen", 73 cm / 100 cm, Öl auf Kunstfaser

DIETMAR MOEWS DMW 401.2.88 „Philosoph mit Hündchen“, 73 cm / 100 cm, Öl auf Kunstfaser

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Der Mexicano DMW 567.7.0 140 cm /140 cm Öl auf Polytextil im Jahr 2000 in Dresden gemalt Verkaufspreis Euro 12.000.-

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Wir freuen uns über Ihren Besuch.

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https://www.youtube.com/watch?v=xotmrWmtsLw&feature=youtu.be

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Informationen auch unter dietmarmoews.com und Dietmar Moews‘ Blog bei wordPress sowie E-Mail dietmarmoews@gmx.de


Dietmar Moews – 7 OPQ kapitalistischer realismus – Eine neue Künstlergruppe

Mai 1, 2014

Lichtgeschwindigkeit 4358

Am 1. Mai 2014

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Der Maler Dietmar Moews lädt jeden an heutiger zeitgenössischer Malerei Interessierten sowie alle im Allgemeinen und Besonderen Kunstinteressierten ein, die Malerei und neue Bilder kennenzulernen.

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Der Maler Dietmar Moews nimmt an den diesjährigen Kölner Atelierbesuchstagen teil:

Mainzer Straße 28, 50678 Köln

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Samstag, 3. und Sonntag, 4. Mai jeweils 15 bis 19 Uhr

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KÖLN SÜD offen!

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67 Künstler öffnen ihre Ateliers vom 3. bis 4. Mai 2014

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weitere Informationen finden Sie im Internetz (www.koeln-sued-offen.de)

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Dietmar Moews – 7 OPQ kapitalistischer realismus – Eine neue Künstlergruppe

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Eine neue Künstlergruppe stellt sich vor.

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Job Crogier

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Dietmar Moews und Franz Otto Kopp

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Fokko von Velde / Felde

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7 OPQ demonstriert die deutsche Variante des kapitalistischen Realismus

im ausgehenden 20. Jahrhundert.

7 OPQ sind sowohl Rationalisten im Sinne deutscher Kunsttradition, wie Irrationalisten: neusinnlich-einfache Kunst als Neuorientierung im modernen Wahnsinn.

Die vier Künstler 7 OPQ sind perfekte Handwerker von Grund auf. Virtuoses Handwerk in ihren Fächern, in denen sie alles können, und ihr Humor, verbindet sie.

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7 OPQ sind Job Crogier, geboren 1948 in Göttingen – gestorben 2006 in Mallorca, Malerei, Film, Fernsehen, Essay,

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Job Crogier Filmplakat

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Job Crogier, „WTC Twin Towers“ Fotografie

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Franz Otto Kopp, geboren 1937 – gestorben 2015, mechanische Konstruktionen, Foto, Essay,

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„Hirschsprung“ sechsbeiniges Schreitmobil aus Draht

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Folgende Repros sind  „Neue Sinnlichkeit 27“ Blätter für Kunst und Kultur entnommen

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„DINO“, das Schreitmobil mit Spornrad und Elektro-Motor sowie Handkurbel-Betriebsamkeit

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Franz Otto Kopp präsentiert ein neues Schreitmobil im Pandora Kunst Projekt München 1992

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Dr. Ing. Franz Otto Kopp hat allein und selbständig die historische, mechanische Rechenmaschine von Gottfried Wilhelm Leibniz analysiert, weil dieses Getriebe niemals funktioniert hatte. Dr. Ing. Kopp hat die Maschine exakt nachgebaut und kleine Justierungen perfektioniert, so dass die Maschine lief und richtig rechnen kann.

Die Frage, ob Leibniz die erste Rechenmaschine konstruiert hatte, hat Kopp damit beantwortet: Die Maschine ist funktionabel konstruiert – Leibniz‘ Entwurf war von den verschiedenen Instrumentenbauern der Leibnizzeit nicht präzise genug ausgeführt worden.

Anlässlich des großen Leibniz-Jubiläums der Leibniz-Universität Hannover, wo er als Getriebelehrer arbeitete, konnte Dr. Kopp den funktionierenden, schematischen Nachbau vorstellen. Andere Mechanik-Designer haben dann das Teil mit der Leibnizschen Mimik nachgebaut.

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Dietmar Moews, geboren 1950, Malerei, Architektur, Texte, Beatgitarre,

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Dietmar Moews‘ Selbstportrait, DMW Öl auf Leinwand, 155 / 185 cm

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Dietmar Moews im Pandora Kunst Projekt München 1993

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Fokko von Velde, geboren 1938, Malerei, Foto, Briefe, Jazzsaxophon,.

Fokko von Felde in Salines de Royale, 1988

Fokko von Felde in Salines de Royale, 1988

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Fokko von Velde malt "Oradour,

Fokko von Velde malt „Oradour,

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Fokko von Felde, Briefsendung an Dietmar Moews

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Fokko von Velde, Landschaftsmalerei

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Fokko von Velde spielt J. S.Bach auf dem Saxophon im Spielplatz er Künste Hannover, Dietmar Moews, Stromgitarre, 1989

Fokko von Velde spielt J. S.Bach auf dem Saxophon im Spielplatz er Künste Hannover, Dietmar Moews, Stromgitarre, 1989

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Die Künstler 7 OPQ treten seit Mitte der sechziger Jahre auf.

Ihre Biographien spiegeln, vom Wiederaufbau bis 1968 in Deutschland, also bis zum Höhepunkt des zivilisatorischen Fortschrittsglaubens, die Weltgeschichte wider.

7 OPQ hat sich 1988 zusammengefunden,mit dem Konzept, Kunst des kapitalistischen Realismus nach 1968, den Wechsel von linearen Fortschrittsvorstellungen der Moderne zum Pluralismus des ausgehenden 20. Jahrhunderts, vorzustellen.

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In der Kunst gibt es keine Pausen – in der Kunst geht es immer weiter.

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Anmerkungen über DIETMAR MOEWS zu KÖLN SÜD offen! 2014

Zusätzlich stellt die Galerie Smend anlässlich KÖLN SÜD offen! Dieses Jahr in der Mainzer Straße 31 ausgewählte Meisterwerke von Dietmar Moews aus.

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Dietmar Moews wünscht sich, am Sonntag, 4. 5. 2014 um 17 Uhr in der Galerie Smend eine Einführung zu seiner kunstsoziologischen Domäne – im Geiste Alphons Silbermanns – zum Thema

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Können Künstlerverbände Künstlerinteressen vertreten?“

zu sprechen. Der Vortrag ist besonders für Künstler interessant.

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EINTRITT FREI

Genaue Angaben folgen noch – nämlich:

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Ein Vortrag für Berufskünstler

Im Rahmen von KÖLN SÜD offen 2014! kündige ich hiermit an:

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VORTRAG in der Galerie SMEND – Mainzer Straße 31

Sonntag, 4. 5. 2014 17 Uhr

EINTRITT FREI

Es spricht – als Maler – Teilnehmer von KÖLN SÜD offen! 2014 – der letzte Promovend des eminenten Kölner Soziologen ALPHONS SILBERMANN,

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Dr. Dietmar Moews, Dipl. Ing.

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zum Thema der Silbermann/Moews-Domäne : Die Organisation der Kunst

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Können Künstlerverbände Künstlerinteressen vertreten?“

(es soll maximal eine halbe Stunde dauern)

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Weitere Informationen zu Dietmar Moews im Internetz bei:

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WordPress Dietmar Moews’ Blog Globus mit Vorgarten

Deutsches Literaturarchiv Marbach

Universitätsbibliothek Bremen

wikipedia

Youtube-Kanal dietmarmoews LICHTGESCHWINDIGKEIT

www.dietmarmoews.com

und Email dietmarmoews@gmx.de