OBAMA singt: Amazing Grace

Juni 27, 2015
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vom Samstag, 27. Juni 2015

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Der US-Präsident redete auf der Trauerfeier für den in seiner Kirche in Charleston erschossenen Pastor und sang das Dankbarkeitslied „Amazing Grace“ („Große Gnade“, für uns Menschen, zu leben).

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Obama versuchte in seiner Ansprache die Aufmerksamkeit der Amerikaner zu nutzen, auf eine Verhaltensänderung hinzuwirken:

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Die soziale Rücksichtslosigkeit gegenüber schwachen Amerikanern erzeugt Hoffnungslosigkeit und nicht Hoffnung auf Besserung, wenn weiterhin das „selbsteuernde Profitstreben“ allein durch Familiensolidarität der Leistungsschwachen gegen die Familiensolidarität der Privilegierten integriert wird.

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Obamas Gesang hatte auch deshalb einen so hohen Nachrichtenwert, weil in der amerikanischen Kampfgesellschaft jeder weiß, dass keine Hoffnung auf Zähmung der Starken besteht.

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Es bleibt regellose Waffengewalt und Eskalation:

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Die USA sind im Bürgerkrieg – der Präsident singt zur Trauerfeier.

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Dietmar Moews meint: Wenn die soziale und ökonomische Lage nicht ausreichend koordiniert wird, münden alle wirtschaftspolitische Maßnahmen und Interventionen der liberalen Staatspolitik lediglich in die Stärkung der Starken und die aussichtslose „Amazing graceless“ der Schwachen.

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Die USA erreichen die Grenzen der bewährten Politik, durch das weltpolitische Drama und Feindbilder der äußeren Bedrohung, die innenpolitische Situation kalmieren zu können. Das Pulver ist feucht geworden.

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Es sieht momentan nicht so aus, als würden die kommenden Präsindentschaftskandidaten in einen Ideen Wettstreit treten wollen, wie der Liberalismus strukturell gestärkt werden kann und die soziale Kampflage dadurch erträglich werden könnte, dass die „freiwillige“, private Hilfsbereitschaft der wohlhabenden Amerikaner das leisten kann, was zu den Arbeitsfeldern eines „Sozialstaats“ gehört:

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Voluntarismus statt Etatismus scheint in den politischen Spielräumen von Gesellschaftsstrukturen und gelebten Gesellschaftsfunktionen der USA in kritisches Chaos überzugehen.

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IT-Telematik und totale Überwachung der Geheimdienste stellen sich als ungeeignet, als „Amazing Grace“ die Amerikaner zu stimulieren.

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Google und Facebook können sich schon mal in ihren militärischen Anlagen verstecken – unterirdische Großgebäude, Militärsicherung, Vollüberwachung.

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Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 25

Mai 14, 2014

 

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am 14. Mai 2014

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Die hier aufgeführten Kolumnen zum Thema von Moral in unserer Zeit, bezogen auf die Prominenten-Berichterstattung des steuerkriminellen Fußballmanagers Uli Hoeneß aus Bad Wiessee und die Staatskrise des Freistaates Bayern unter der Prüfung als Rechtsstaat, kommt jetzt langsam zum Ende.

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Der Schwerkriminelle Hoeneß hat seine Straftaten nicht gestanden, sondern über den Urteilsspruch hinaus bekundet, was er von vom Gesetz und seinen Rechtsbrüchen hält.

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Hoeneß hat der Öffentlichkeit über das Fernsehen mitgeteilt, dass er infolge aufgeflogen zu sein und als prominenter Krimineller von vielen Menschen in der Öffentlichkeit abgelehnt wird, nunmehr „Hass“ hat.

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Hoeneß hat neuerlich seine Sonderrolle mit der Forderung der Sonderbehandlung an seinen Amigo-Staatskrisenstaat Bayern gerichtet. Hoeneß möchte nicht in die Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech, weil es dort transparent zugeht (nicht Hoeneß allein, sondern alle Einsitzenden von Stadelheim befinden sich in einer staatlichen und öffentlichen Anstalt). Seine Rechtsvertretung hat bei der Staatsanwaltschaft für das Landgericht München II Einspruch gegen seine Unterbringung in der JVA Landsberg eingelegt: wegen Verletzung seiner Privatsphäre. Hoeneß möchte ein Privatgefängnis, aber keine Sonderbehandlung, in dem seine Privatsphäre eben lieber nicht in einem oberbayerischen Gefängnis und bei unter Umständen Gefängnis-Wärtern oder anderen Häftlingen, die mit Geld geködert werden könnten, öffentlich bekannt werden könnte.

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Kürzlich erzählte Hoeneß vor einer Bayern-München-Presseveranstaltung, dass es völlig abzulehnen ist, wenn Geschäfte wegen Gewinngier gemacht würden, wie im Falle von laufenden Buchpublikationen zum Fall Hoeneß.

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Dietmar Moews meint: Ohne Sonderbehandlung dringt hier eine eher peinliche Farbe durch, die den etwa bislang als eher intelligenter erschienenen Fußballer, Metzgerssohn und Unternehmer, Uli Hoeneß (geb.1952), ziemlich gedankenlos – kurz: dumm wirken lässt:

Merkt der Schwerkriminelle nicht, wie er in seiner Sonderrolle eines besonders Prominenten eine Vorbildfunktion hat, die er nicht wählen oder abwählen kann, sondern die ihn als Staatsbürger verpflichtet, anständig zu sein? Wenn er nicht an sich halten kann, muss er keine solchen Presseauftritte veranstalten.

Über Geschmack streite ich hier nicht, wenn die Geschmacklosigkeit jedes Eigenmaß verloren hat.

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Nach objektiver Lage der Bewährungsbedingungen hätte ein Schwerkrimineller wie Hoeneß mit diesem Benehmen bereits die günstigere Beurteilung zur Haftminimierung vergeben, wenn es sich nicht um den Sonderfall Hoeneß in der bayerischen Staatskrise handeln würde.

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Ich sage es voraus: Nicht nur Berlusconi wird nach seiner symbolischen Sozialarbeit nicht mehr wie der alte zurückkommen – Uli Hoeneß dürfte während seiner Haftzeit noch mehr einfallen, als dass er 3 Millionen verspielt habe. Er wurde als Schwerkrimineller strafrechtlich verurteilt und gehört nun zu den erheblich vorbestraften deutschen Staatsbürgern. Wenn Hoeneß erstmal seine Zivilkleidung abgegeben und den Staatsrock angezogen hat, kann er seinen Hass – von einem normalen, sauberem polizeilichen Führungszeugnis unverbrämt – gegen sich selbst wenden.

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Ein beachtlicher Nebeneffekt des Falles Hoeneß sind nunmehr von den Finanzministern der Länder vergleichsweise geschwind durchgeführte Änderungen der Regeln der Selbstanzeige. Wer dem Staat nicht gegeben hat, was diesem zusteht, muss künftig deutlich mehr Geld nachzahlen, auch wenn er sich selbst angezeigt hat. Und auch die Anzeige selbst soll schwieriger gestaltet werden.

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Ganz abgeschafft werden soll die Selbstanzeige nicht, denn momentan hat der Staat dadurch erhebliche Einnahmen.

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Nach den neuen Regeln muss man auch in minder schweren Fällen die Steuerangelegenheiten der vergangenen zehn Jahre tadellos offenlegen. Das birgt das Risiko, dass etwaige Fehler die Straffreiheit verdürbe. Und der scheinbar großzügige Weg in die Steuerehrlichkeit führte in die Falle.

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Hoeneß hatte jedenfalls keine tadellose Selbstanzeige erstattet und ist bis heute seiner Pflicht, ordnungsgemäße Nacherklärungen vorzulegen, ebenfalls nicht nachgekommen. Hoeneß genießt als Schwerkrimineller eine Sonderbehandlung. Darin liegt die Staatskrise der Amigos.


Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 24

Mai 13, 2014

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am 13.Mai 2014

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Laut heutiger Nachrichtenlage wurde der Straftäter Hoeneß Opfer einer Straftat und hat daraufhin den Rechtsstaat und die Polizei beanspruchen können. Es gab eine Schutzgelderpressung. Hoeneß sollte 200.000 Euro zahlen, damit ihm während seiner Strafgefangenschaft (dreieinhalb Jahre ohne Bewährung) nichts zuleide getan werden soll. Die Polizei hat am Samstag abend in Forstried/München den Erpressungsgeldabholer festgenommen.

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Die hier aufgeführten Kolumnen zum Thema von Moral am Beispiel Uli Hoeneß in unserer Zeit, bezogen auf die Prominenten-Berichterstattung des steuerkriminellen Fußballmanagers Uli Hoeneß aus Bad Wiessee und die Staatskrise des Freistaates Bayern unter der Prüfung als Rechtsstaat, kommt jetzt langsam zum Ende.

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Hoeneß hat pauschal eingeräumt, bis zu 60 Millionen EURO unversteuerter Gewinne auf dem schweizer Vontobel-Bankkonto versteckt gehandelt zu haben.

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Hoeneß hat aber seine Strafhandlungen und zum Verständnis diese Vorgänge dem Gericht nicht überprüfbar dargelegt. Er hat Wert auf Verschleierung so gelegt, dass nunmehr weitere Straftaten zu ermitteln sind. Wenn nicht die bayerische Staatskrise Hoeneß davor schützt.

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Nun wurde der prominente Millionär Opfer eines Erpressungsversuchs.

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Schlussfolgerungen über die Entwicklungsrichtung der angängigen individuellen und kollektiven Moralvorstellungen, über qualitative Anhaltspunkte, sind aus Sicht des empirischen Soziologen so zu fassen:

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Fragen der Moral und der Kampfmoral, Alles, was man zum guten Benehmen und zur Farbe im Alltäglichen hinzunehmen bereit ist, Sitte und Stil in den Spielräumen gesetzlicher Normen lassen sich vom Fall Hoeneß nicht ableiten.

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Der Fall Hoeneß in den öffentlichen und privaten Reaktionen und ausgesprochenen Bewertungen wie auch das öffentliche Verhalten des Schwerkriminellen Uli Hoeneß selbst, zeigen einen individuellen Fall. Und die Regelhaftigkeit liegt darin, dass Uli Hoeneß sich in einer sozialen Szenerie aufhält, die ihn trägt, und auf die er geradezu weltabgewendet bezogen ist.

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Es sieht so aus, dass die nicht gerade hochintelligente Fußballerschaft und Prominentengruppe des Uli Hoeneß sich eigentlich als überfordert versteht. Folglich nehmen diese Sozialkontrolleure nicht steuernd auf Hoeneß Einfluss, sondern schweigen sich aus. Während man intern mit „dumm gelaufen“, „Künstlerpech“, oder „Spielsucht“ sich behilft und dadurch einen Schulterschluss demonstriert, der den Uli Hoeneß zum Durchhalten ermuntert. Hoeneß muss sich nicht ändern, Hoeneß muss nichts bereuen, Hoeneß darf unsinnige Ausreden und Gegenangriffe öffentlich vortragen. Seine Gruppe geht stets nichtssagend mit.

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Möglich, dass der eine oder andere jüngere Hoeneß-Fußballer mal von Zweifeln beschlichen werden wird, dass es vielleicht nicht wünschenswert und stark ist, einer Verpitbullung in der Gesellschaft öffentlich Ausdruck zu geben, wie es Uli Hoeneß tut – denn der scheint sich ja verrannt zu haben, verzockt, nennt er das.

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Der Fall Hoeneß zeigt eine deutsche Variante der staatsfernen Lebensweise und der informellen gestattenden Gesellschaft (Permissivität). Klarer und schlichter kann man entsprechend Staatsferne in Italien beobachten – wenn die Republik Italien pleite ist, schaut der Italiener vergnügt, schnüffelt in der Luft und sagt bestenfalls: Mein Arsch furzt.

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Middelhoff und Hoeneß – Verpitbullung der Gesellschaft

Mai 6, 2014

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vom 6. Mai 2014

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Dietmar Moews meint: Die Kirsche auf der Sahnetorte: als Arcandor Manager verkauft Thomas Middelhoff die Häuser an ein Unternehmen, das ihm zum Teil auch gehörte, um es dann wieder zurückzumieten, unter deutlich schlechteren Konditionen als als Eigentümer.

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Uli Hoeneß machte auf einem Geheimkonto bei Vontobel Zürich mit Steuerhinterziehungspraxis unversteuerte Gewinne, während er auf einem bayerischen Bankkonto mit den gleichen Geschäftsideen von Zielgeschäften Verluste machte, die er als Verlustvorträge in seine steuerpflichtigen Betriebsergebnisse in Bayern sich gutschreiben ließ.

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Die Verpitbullung der beiden Manager mit rechtsstaatsfreien Gemütern lässt sich in eine verpitbullte Szenerie von anderen kampfmoralischen Partner-, Freundes-, Bekannten- und Milieu-Mitmenschen, offensichtlich ohne weiteren sozialen Druck und ohne nachsteuernde soziale Kontrolle veranstalten.

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Middelhoff und Hoeneß können – einmal den Gerichten aufgefallen – sogar in der für Kampfmoral und Graubereiche anschlussbereiten Medienwelt mit kriminellem Bewusstsein punkten: beide zeigen, dass ihnen von ihren Milieus ihre Verpitbullung als Tüchtigkeit gutgeschrieben wird.

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Vielleicht kommt die bayerische Forensik ja mal auf die Idee, auf gerichtliche Anfrage hin, Verpitbullte psychiatrisch zu begutachten? Denn wer hunderte Millionen bescheißt, ist gemeingefährlich und sollte mal unter Beobachtung therapiert werden.

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Gerade gestern und heute berichten Medien über die Verachtung, die die verpitbullten Hoeneß und Middelhoff für die geltenden Gesetze und bessere Sitten übrig haben.


Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 13

März 21, 2014

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am 21. März 2014

 

Zum Fall des prominenten Steuerkriminellen Uli Hoeneß ist zu erkennen, wie eine Person einerseits als erfolgreich und leistungsstark hervortritt, andererseits strafrechtsbrüchig zu Heuchlerei und Selbstgerechtigkeit greift und dabei hemdsärmlig auf „political Correctness“ oder Verantwortung als Vorbild verzichtet. Ist hierin eine Verpitbullung zu erkennen und findet das Resonanz in der weiteren gesellschaftlichen Praxis von Moral, Kampfmoral und Unmoral und als Stimulans der Aktivierung der sozialen Dynamik und der individuell empfundenen Lebenszufriedenheit?

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Heute, am 21. März 2014, veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung München eine ausgiebige Stellungnahme des im Falle Hoeneß tätigen Staatsanwalts am Landgericht in München zu den offenen Fragen und dem kurzen Prozess.

Diese Darstellungen des Staatsanwalts sind nicht ganz dicht.

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Unter der Überschrift „Die Herkunft ist restlos aufgeklärt“, im Sportteil der Süddeutschen Zeitung aus München auf Seite 27, berichtet Annette Ramelsberger: „Die Münchner Staatsanwaltschaft verwahrt sich gegen den Vorwurf, sie habe im Hoeneß-Prozeß nicht alles so genau wissen wollen. Wir haben lückenlos recherchiert“, sagt Sprecher Heidenreich. Für den Vorwurf einer schwarzen Bayern-Kasse finden sich keine Belege…“

Jedoch hat Staatsanwalt Achim von Engel dabei seine sauber zugeschnittene Anklageschrift im Auge, um deren Klärung und Beurteilung es in dem vorgegangenen Strafprozess allein ging.

Es ging also nicht um verjährte Straftaten. Es ging auch nicht um möglicherweise in den verspätet vom Angeklagten dem Gericht vorgelegten Dokumenten verborgene Straftaten. Staatsanwalt von Engel verfuhr in sanfter Einmut mit dem Richter am Landgericht, Rupert Heindl, eben lediglich die Klagepunkte abzuklären.

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Insofern kam es dadurch, dass die über 50.000 Bank-Buchungs-Dokumente lediglich auf die vier vierteljährlichen Zwischen-Bilanzen über die sieben Steuerhinterziehungsjahre berechnet (per Komputer) und festgestellt worden sind, zu einer oberflächlichen Klage-und Beweisermittlung. Denn die Bankbelege enthalten, neben diesen Vierteljahres-Salden, erheblich mehr Tatsachverhalte und durch die hierzu mögliche persönliche Vernehmung viel weitere Aufschlüsse über die Nutzungszwecke und Praktiken im Umgang des Steuerkriminellen mit diesem Schwarzkonto. Das wurde unterlassen.

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Wir haben das Verfahren so geführt, dass wir uns nicht verstecken müssen, sagt die Staatsanwaltschaft München II. „Und wir wollten auch nicht mehr ein Jahr warten, in der Hoffnung, dass die Bank noch was liefert. Wir hatten schon ein Jahr gewartet. Und bestand für uns nicht die Möglichkeit, die Bank hierzu zu zwingen“ … Es hat hier keiner angerufen“, sagt Heidenreich: „Es gab keine politische Einflussnahme.“

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Dieser Aussage zu folgen, wäre die Landesregierung durch den Justizminister gehalten, die Staatsanwaltschaft auf die politische Relevanz eines solch extremen Kriminalfalles hinzuweisen. Denn es mangelt nun an Aufklärung der Steuerkriminalität des Prominenten Uli Hoeneß, der lediglich für einen Teil seiner Straftaten die dreieinhalb Jahre Gefängnis ohne Bewährung erhielt.

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Es fehlen Aufschlüsse über den Gesamtschaden durch Steuerhinterziehung und Schwarzgeschäfte. Aufklärung ist auch für den verjährten Zeitraum zu ermitteln. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, zu erfahren, wie hoch der angerichtete Schaden ist. Allgemein und normaler Weise, kann wer Schulden hat dreißig Jahre dafür belangt werden – in diesem Prozess gegen Hoeneß fehlt zumindest die Ermittlung darüber.

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Das letzte Woche mit dem Urteil abgeschlossene Verfahren hat weiterhin einen Betrugsstraftatbestand ergeben, der nicht in der Klageschrift stand und der nun nicht berücksichtig worden ist: Uli Hoeneß hatte mehrere, weitere legal und illegal benutzte Bank-Konten, die er für seine Zielgeschäfte benutzte.

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Hierbei kam es zu erheblichen Verlustvorträgen bei einer Bank in Deutschland, die steuerrechtlich ordentlich ausgewiesen und steuermindernd geltend gemacht worden sind. Hoeneß hat seinen Steuerberater hierzu nicht von dessen Schweigepflicht entbunden. Hier ist nunmehr der Betrugstatbestand herausgekommen – eine Spielart des „Herstatt-Dattel-Komplex“ -, indem gleichzeitig unversteuerte Gewinne aus Zielgeschäften auf dem Vontobel-Schwarzkonten in der Schweiz erzielt worden sind.

Hoeneß hat also gleichzeitig auf dem deutschen Konto Verluste abgeschrieben, während er über die schwarze Bankverbindung Gewinne erzielte. Es hätte also nicht zu unsaldierten Verlustvorträgen beim Rosenheimer Finanzamt kommen dürfen. Das Gericht erklärte hierzu, es handele sich um unbedeutende, zu vernachlässigende Angelegenheiten.

Hier haben Staatsanwaltschaft und Landgericht im abgeschlossenen Prozess nicht ordentlich ermittelt.

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Wir werden abzuwarten haben, ob Verfahrens-Residuen solcher Art bei den Prüfungen der 50.000 Bank-Buchungs-Dokumente – über die Ermittlung der reinen Steuerpflicht hinaus weitere kriminelle Tatsachverhalte herausbringt oder das Ganze nun einfach deckelt.

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Die abschließende Erklärung des verurteilten Uli Hoeneß zu seiner Art von Anstand, nämlich keinerlei Aufschluss der weiteren Umstände seiner schwarzen Zockerei gegeben zu haben, ist die Farbe der Verpitbullung des nunmehr vorbestraften.

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Die Kommentare von Respekt und Anerkennung der persönlichen Größe, durch die Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und des bayerischen Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sind blanker machiavellistischer Zynismus, wie er in der Politik gewöhnlich zu erwarten ist.

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Schlechte Vorbilder in dieser Anerkennung von Verpitbullung sind sozusagen gerichtsrelevante Maßstäbe für Moral und Sitte in der Öffentlichkeit von höchster Stelle – MERKE: „Quod licet Jovi, non licet Bovi“.

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Wie weit Unmoral und Kampfmoral die Basisdistanz zwischen dem wirklichen Geschehen der Steuerstraftaten und der rechtsstaatlichen Behandlung in diesem Fall Hoeneß verringern, ist sehr schwer qualitativ einzuschätzen. Hier sind Grenzen der qualitativen empirischen Soziologie erreicht, weil die Beteiligten in eigener Sache lügen und vertuschen dürfen.

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Es darf aber angenommen werden, dass das Wohlsein oder Unwohlsein der Bürger im regulierten Rechtsstaat prozedurale Nutzen und Schäden erzeugen. Es handelt sich um schwächende Kollektivkräfte, indem der Bürger schlecht informiert und draußen gehalten wird, fühlt er sich eventuell erleichtert, kann aber nicht teilnehmen. Er wird sich deshalb abwenden und nicht mitdenken und mitverantworten.

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Stärkende Wirkungen sind fraglos die Folge der Entkopplung und Erleichterung in der subjektiv empfundenen Lebenszufriedenheit, einerseits nicht individuell mit dem Gerichtsstreit und dem Ärger zu tun zu haben. Andererseits ist jeder individuell betroffen, wenn das Unwesen eines oberflächlich wegprozessierten prominenten Steuerkriminellen mit unguten Ausstrahlungen der Verpitbullung in der Gesellschaft belastet bleibt.

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Wir erleben im Fall Hoeneß ein aktuelles Beispiel für die Kritik der zynischen Vernunft (Peter Sloterdijk): Der Fortschritt und die Aufklärung belehrt auch den kleinen Mann, wie heutzutage beschissen werden kann. Reichtum im Jahr 2014 bringt weder Moral noch Bildung, sondern Rücksichtslosigkeit.

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Während früher der Papst öffentlich Wasser predigte und heimlich Wein soff und seine Töchter schwängerte, macht heute jeder Versicherungsfall Gelegenheit zum Betrug als Kavaliersdelikt: Verpitbullung der Gesellschaft durch Verpitbullung in der Gesellschaft.

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Fortsetzung folgt


Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 5

März 14, 2014

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am 14. März 2014

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Einen Tag nach Verkündung des Urteils vom 13. März 2014: Drei Jahre und sechs Monate Gefängnis ohne Bewährung, hat der verurteilte Prominente Uli Hoeneß öffentlich mitgeteilt, den Richterspruch anzuerkennen und keinerlei Einspruch einzulegen. Außerdem ist Uli Hoeneß von seinen Ämtern im Fußball, als Präsident des e. V.s FC Bayern München sowie als Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG, zurückgetreten.

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Die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU), die vor einiger Zeit eine persönliche Mißbilligung der selbstangezeigten Strafhandlungen von Uli Honeneß öffentlich bekannt gegeben hatte, ließ heute durch Regierungssprecher Seibert für die auf das Urteil gezogene Konsequenzen ihren Respekt mitteilen.

Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bekundete heute persönlich vor dem Bayerischen Fernsehen sein Mitgefühl für den Bestraften und sagte: „…Uli Hoeneß hat Format“.

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) sprach heute seinen Respekt für die vom verurteilten Uli Hoeneß gezogenen Konsequenzen aus.

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Dr. Dietmar Moews hatte vorab drei Schritte im Fall Hoeneß verlangt:

1) Vollumfängliche Klärung des Gesamtkomplexes (noch liegt die schriftliche Urteilsbegründung nicht vor. Jedoch sind erhebliche Widersprüche und Fragen offen geblieben);

2) Verurteilung in allen Prozess-Befunden im Sinne des Strafantrages der Staatsanwaltschaft;

3) Kein Freiheitsentzug für Uli Hoeneß, stattdessen zusätzlich eine in Geldstrafe umgewandelte Strafe. Gefängnis könnte nur schaden. Uli Hoeneß sollte unverzüglich „neu anfangen“ können, sich als vorbildlicher Bürger zu bewähren. 

Zum Neuanfang gehört die klare Nachvollziehbarkeit der Finanzquellen, die die in Kürze zu zahlenden Strafzahlungen und Kostendarstellungen erfordern.

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Kampfmoral und Unmoral (Verpitbullung) des Beklagten Uli Hoeneß haben sein Verhalten während der Ermittlungen und  vor Gericht und die eindeutig nicht vollumfängliche Klärung aller näheren Umstände eindeutig zum Ausdruck gebracht: Hoeneß sagte heute: „Das entspricht meinem Verständnis von Anstand“

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Hoeneß bleibt gegen Kaution – bis das Urteil rechtskräftig geworden ist – zunächst weiterhin auf freiem Fuß, bis er in Landsberg am Lech einsitzen muss.

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Die noch nicht ordentlich vorliegenden und mit Bescheiden abgeschlossenen Steuererklärungen durch das für Hoeneß zuständige Finanzamt sind detailliert vom Finanzamt zu berechnen. Erst dann werden die steuerstrafrechtlichen Handlungen und der verursachte Schaden konkret herauskommen.

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Ferner liegen vermutlich weitere strafrechtliche Betrugstaten vor, die in diesem Verfahren nicht verhandelt und beurteilt worden sind.

Es kann sowohl die Staatsanwaltschaft Einspruch bzw. Revision gegen das Urteil vom 13. März 2014 beim BGH einlegen, z. B. wegen umstrittenen Normen einer Selbstanzeige sowie der hier vorliegenden konkreten gescheiterten Selbstanzeige.

Es können durch die kommenden Bescheide des Finanzamtes Rosenheim erhebliche neue Dimensionen der Steuerstraftaten bekannt werden, sodass es eine erneute Verhandlung wegen der Steuerstrafsachen gegen Uli Hoeneß geben kann.

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Es können allerdings erneute Klagegründe wegen Betruges, uneidlichen Falschaussagen, weitere Nummernkonten mit strafrelevanter Benutzung, Bank-Depots u. ä. betreffs z. B. Insidergeschäften, Geldwäsche, Korruption, Bandenkriminalität, der „Herstatt-Komplex“ sowie hinsichtlich der verschiedenen Verjährungsnormen, bekannt werden.

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Fortsetzung folgt


Uli Hoeneß – Kampfmoral und Unmoral eines Steuerkriminellen 2

März 11, 2014

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am 11. März 2014

Die heutige Fortsetzung des Steuerstrafverfahrens am Landgericht München gegen den Prominenten Uli Hoeneß ergibt folgendes Bild:

Die zum Auftakt am ersten Prozesstag zusätzlich vom Steuerkriminellen Hoeneß vorgebrachten erheblichen Selbstanzeigen sind entscheidend:

Geständnis der Straftaten,

Unwirksamkeit der Selbstanzeige von Januar 2013,

strafverschärfende ungeläuterte Einstellung zur rechtsstaatlichen Ordnung.

Hoeneß scheint dazu entschlossen, Kampfmoral und Unmoral vorzuführen.

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Hoeneß‘ Haltung ist in der rechtsstaatlichen Sachwürdigung der Anklage unwirksam. Der Mangel an Moral und Pietät und die unverfrorene Verpitbullung des Beklagten beeinflussen allerdings die Spielräume von Härte und Milde der Strafzumessung durch das Gericht, wenn es nüchtern urteilen will.

Man könnte fragen: Wechselt Hoeneß möglicherweise quasi für 27,2 (bislang 3,5 bzw. 18,5) Millionen Ablöse für fünf Jahre nach Bayreuth (an Stelle von Gustl Mollath bzw. nach Stadelheim)?

Sowohl die Unvollständigkeit der vormaligen Selbstanzeige wie auch nunmehr das überschießende Geständnis sowie die von der Verteidigung billig inszenierte beschränkte Reue erscheinen als Verwirrung stiftendes Zeitspiel.

Die staatsanwaltlichen Klagegründe einer nicht strafbefreienden Behelfsselbstanzeige wie auch das Zurückhalten wesentlicher relevanter Dokumente des Beklagten, statt tätiger Reue durch adäquate Mitwirkung, stellen diesen Steuerkriminalfall eindeutig ins Licht der unerbittlichen Verteidigungslinie, unter Verzicht auf Milde im Urteilsspruch.

Die Verteidigungsinszenierung der unglaubhaften Offenlegung der Straftatbestände wie auch des persönlichen Auftritts der Beteiligten sind vorgespielte Schwäche.

Hoeneß inszeniert im Laufe der Verhandlung Uneinigkeit mit seinem Anwalt, so als sei Hoeneß strategisch schlecht beraten.

Die Ehefrau, Susi Hoeneß, die sich nahezu vollkommen von der Promi-Öffentlichkeit fernhält, erschien persönlich im Publikum des öffentlichen Gerichtsverfahrens..

Hoeneß selbst ließ ankündigen, heute Abend im Münchner Stadion öffentlich beim Fußball zu erscheinen.

Die Einlassungen der Verteidigung zeugen von Salamitaktik und indem jede Kautele sachlich angezweifelt wird bzw. und aber, dass jede Formalität genutzt wird, entsteht sinnloses Geräusch.

Dem bisherigen Verlauf nach zu urteilen, wird ein Urteil nicht am Donnerstag verkündet werden können. Die anscheinende Eindeutigkeit der geklärten Lage zur Klageschrift wird möglichen diversen Unklarheiten, die das verspätet nachgereichte Material von Hoeneß enthalten kann, abzuklären sein, um Revisionsgründe auszuschließen. Offen ist noch, ob weitere Straftat-Sachverhalte des Steuerbetruges
hinzukommen werden. Schwarzgeld und Steuerhinterziehung sind Pflichtverletzungen. Die gleichzeitigen Verlustvorträge in Deutschland gegenüber Schwarzgewinnen in der Schweiz sind hier bislang nicht angeklagte, vermutlich nicht verjährte Betrugstaten.

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Die Vorhersage des Steuerkriminellen Uli Hoeneß, „er habe die dunkle Zeit abgeschlossen und wolle nunmehr so schnell wie möglich ungestört sein neues Leben beginnen“ wird praktisch nicht gelebt und ist deshalb unglaubhaft. Dagegen verlangen nunmehr FC-Bayern-AG-Vorstände letztinstanzliche Entscheidungen.

Der nachzuzahlende Schaden, und eine zu zahlende Strafe wie auch die Anwalts- Verfahrens- und Beratungskosten werden für Hoeneß‘ privates Auskommen gravierende Dimensionen haben. Interessant, die Festlegung von etwaigen Tagessätzen.

Es ist zu erwarten, dass die Verteidigung alle möglichen zeitaufwendigen Rechtsmittel bemühen wird, bevor ein rechtskräftiges Urteil in eine konkrete Gefängnisstrafe anzutreten wäre.

Die internationale Presse hat bislang überhaupt keine Notiz vom „Prozeß des Jahres“ genommen. Ausgenommen die deutschsprachigen Schweizer und Österreicher, wie NZZ, und heute erstmalig die französische  „Le Figaro“.

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Fortsetzung folgt